Argentinien
Nach Aussagen über Pädophilen-Ring: Ex-Playmate Natacha Jaitt tot aufgefunden

Buenos Aires (nex) – Im vergangenen Jahr beschuldigte sie hochkarätige Persönlichkeiten aus dem Sport- und Showbusiness, Teil eines VIP-Pädophilenrings zu sein – am Samstag wurde das 41-jährige Ex-Playmate tot aufgefunden. Das Model Natacha Jaitt warnte in einem Tweet bereits im April 2018, dass sie wegen ihren Aussagen zu dem Pädophilenring in Gefahr sei, berichtet die „Buenos Aires Times“. „WARNUNG: Ich werde keinen Selbstmord begehen, ich werde nicht zu viel Kokain nehmen und in einem Bad ertrinken oder mich erschießen“, schrieb sie im vergangenen April. „Wenn das passiert: ICH WAR ES NICHT. Bewahrt diesen Tweet auf“, schrieb Jaitt. Zu den Vorwürfen einer Kokain-Überdosis als Todesursache, sagte ihr Bruder, dass sie schon lange keine Drogen mehr nehme und sich der Risiken des Konsums sehr bewusst war. Er werde dafür kämpfen, dass die Öffentlichkeit und die Ermittler wissen, dass ihr Tod kein Unfall war und sie auch keinen Selbstmord begangen habe. Wie die Buenos Aires Times weiter berichtet, schließe die Polizei auch die Möglichkeit eines Mordes nicht aus. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Jaitt war Mutter zweier Kinder.

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– Operation Dark Room – Horror-Fälle in Norwegen: Kinder wurden zum Sex mit Tieren gezwungen

Die Taten klingen wie aus einem Horrorfilm und sind kaum vorstellbar. Die norwegische Polizei fasste bei landesweiten Razzien 20 Männer, die sich an Kindern aller Altersstufen, inklusive Säuglingen, vergriffen haben sollen.

Horror-Fälle in Norwegen: Kinder wurden zum Sex mit Tieren gezwungen
         

Türkei
Erdogan zum Arabische Liga-Treffen: EU ist unaufrichtig

Giresun (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verurteilte am Dienstag die EU für ihre Treffen mit dem ägyptischen Staatspräsidenten Abdel Fattah al-Sisi und beschuldigte den Staatenbund, unaufrichtig zu sein. „Wie soll man mit EU-Staaten, die der Einladung al Sisis gefolgt sind, der erst letzte Woche neun junge Männer hinrichten ließ, über Demokratie sprechen?“, fragte Erdogan während einer Wahlkampfrede in der nordosttürkischen Stadt Giresun. Letzte Woche haben die ägyptischen Behörden neun junge Männer hingerichtet, die wegen des Mordes bei einem Autobombenanschlag auf den Konvoi eines ägyptischen Generalstaatsanwalt im Jahr 2015 verurteilt wurden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Prozesse als unfair, sie entsprächen nicht rechtsstaatlichen Standards. Die Geständnisse seien unter Folter erzwungen worden. Anfang diesen Monats haben die ägyptischen Behörden zudem sechs weitere Personen in zwei getrennten Fällen, wegen der Ermordung eines Richtersohnes und eines leitenden Polizisten, hingerichtet. Bei ihrem ersten zweitägigen Gipfeltreffen einigten sich die Mitgliedstaaten der EU und die Arabische Liga auf einen Ausbau der Zusammenarbeit und kündigten eine „neue Ära der Kooperation und Koordination“ an.

Eklat auf offener Bühne

Bei der Abschlusspressekonferenz des Gipfels sei es jedoch zu einem Eklat gekommen.

Auf die Frage, ob sich Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi bewusst sei, dass die EU mit der Menschenrechtslage nicht einverstanden sei, erklärte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Ghait: „Nicht einer der Anwesenden“ habe Unzufriedenheit mit der Menschenrechtslage ausgedrückt.

„Einen Moment, es stimmt nicht, dass wir nicht über Menschenrechte gesprochen haben. Ich selbst habe das Problem bereits in seinem ersten Redebeitrag erwähnt“, habe EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geantwortet, nachdem er das Mikrofon an sich gerissen hat.

Schwerste Menschenrechtsverletzungen
Nach einem bereits im Jahre 2016 veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wurden Hunderte Menschen von ägyptischen Behörden verschleppt und gefoltert. So heißt es in dem unter dem Titel „Egypt: ‘Officially, you do not exist’ – Disappeared and Tortured in the Name of Counter-Terrorism“ erschienenen Bericht, dass nicht nur politische Aktivisten von derartigen repressiven Praktiken betroffen seien, sondern sogar Kinder unter 14 Jahren. „Gewaltsame Verschleppung ist zu einem Hauptinstrument der ägyptischen Staatspolitik geworden“, erklärte Philip Luther, der AI-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Jeder, der es wagt, seine Meinung zu sagen, befindet sich in Gefahr, unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung entführt, vernommen und gefoltert zu werden, wenn er das Vorgehen der Regierung kritisiert“, so Luther weiter. Der Bericht dokumentiert Fälle von Personen, die verschleppt und mit Schlägen und Elektroschocks, auch an den Genitalien, gefoltert worden seien, um falsche Geständnisse zu erzwingen.

„Der Bericht liefert eine vernichtende Kritik an der ägyptischen Staatsanwaltschaft, die bei diesen Gewalttaten Komplizin ist und auf grausame Weise Verrat an ihrer gesetzlichen Verpflichtung begangen hat, das Volk vor Verschleppung, willkürlichen Festnahmen, Folter und anderen Misshandlungen der Häftlinge zu schützen“, so Luther weiter.

In den fünf Jahren, seit Mohammed Mursi, Ägyptens erster frei gewählter Präsident, mit einem Militärputsch gestürzt wurde, sind die ägyptischen Behörden gegen seine Unterstützer und Mitglieder seiner mittlerweile verbotenen Organisation Muslimbruderschaft brutal vorgegangen; Hunderte wurden getötet und Zehntausende hinter Gitter gebracht.  

Türkei
Neue iranische Krimiserie „Ghando“ wird in Antalya gedreht

Antalya (aa) – In der türkischen Provinz Antalya werden derzeit Szenen aus einem neuen iranischen Fernsehkrimi gedreht. Mindestens 35 historische und touristische Orte der südlichen Provinz werden für die Fernsehserie „Ghando“ genutzt. Die erste Staffel umfasst 30 Episoden, von denen vier in der Türkei spielen werden. „ Die Handlung der TV-Serie hat Szenen im Ausland. Wir haben hierfür alle Nachbarländer abgeklappert“, sagte der iranische Direktor Jawad Afshar in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu (AA). „Die Türkei und der Iran sind seit Jahren Brüdernationen, also haben wir uns für die Türkei entschieden.“ Szenen die in der Türkei oder den USA spielen, sollen in Antalya gedreht werden, so Afshar. „Zum Beispiel kann ich in Antalya leicht eine Straße finden, die aussieht wie eine Straße in New Jersey“, sagte er. Antalya sei ein idealer Ort, um Filme und Fernsehserien zu drehen. Seinen Kollegen aus der Filmbranche werde er empfehlen, Orte in der Türkei zu nutzen. Fast 200 iranische und 50 ausländische Künstler seien in „Ghando“ zu sehen. Der iranische Produzent Mustafa Soltani sagte, dass sie sich aufgrund kultureller Ähnlichkeiten für die Türkei entschieden hätten. Die Produktion habe vor fünf Monaten begonnen und bisher habe man an fast 180 Standorten gedreht. Der berühmte iranische Schauspieler Payam Afshar, der auch die Hauptfigur in der Serie ist, sagte, er spiele einen Journalisten der Washington Post, der der Sohn amerikanischer und iranischer Eltern ist. Der Schauspieler erzählte, er habe für seine Rolle 25 Kilogramm zugenommen. Er habe auch versucht, für die Szenen in Englisch seine Aussprache zu verbessern. Seit 33 Jahren besuche er die Türkei schon, allerdings immer nur Istanbul, dies sei sein erster Besuch in Antalya. „Es ist mein erstes Mal in Antalya und ich kann sagen, dass Antalya eine wirklich internationale Stadt ist“, so Afshar gegenüber AA. „Ghando“ sei nicht das erste Kunstprojekt zwischen der Türkei und dem Iran, aber das erste offizielle Projekt, so die türkische Produzentin Eda Surmeli der AA. „Sie kamen mit einem Team von 50 Personen nach Antalya, aber jetzt sagen sie: „Wir wünschten uns, dass wir mit 200 Leuten gekommen wären“, sagte Surmeli.

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– Ausland – Dank Erfolgsserien: Südamerikaner geben ihren Kindern türkische Namen

Inspiriert von den sehr beliebten türkischen Seifenopern und TV-Serien wenden sich immer mehr Eltern in Chile von den traditionellen lateinamerikanischen Vornamen ab und geben ihren Kindern türkische Namen.

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"Institut für Digitalisierungsforschung"
NRW strebt Vorreiterrolle bei künstlicher Intelligenz an

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Das Land Nordrhein-Westfalen will bei der Erforschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) eine Vorreiterrolle einnehmen. Es gehe darum, die Spitzenforschung mit der Wirtschaft bestmöglich zu vernetzen, sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Eine Plattform mit Teilnehmern von Fraunhofer Instituten, Grundlagenforschern sowie Unternehmen und Gewerkschaften diskutiere bereits mögliche Potenziale. „Wir müssen uns in bestimmten Bereichen profilieren, diese auch personell entsprechend ausstatten und Programme für Startups auflegen“, sagte die Ministerin der Zeitung. Man müsse sich dabei „genau überlegen, was man macht, denn wir können nicht mithalten mit Amazon, Facebook oder Google, die Hunderte Millionen Dollar investieren.“ Beim Thema KI gehe es nicht nur um die Technik, sondern auch um ethische Fragen: „Was wir gerne in Angriff nehmen würden, ist ein Institut für Digitalisierungsforschung. Da gibt es bereits einen Nukleus mit einem Kreis von Wissenschaftlern mit Sitz in Bochum, aus dem heraus sich das entwickeln soll.“ Pfeiffer-Poensgen plädiert zudem für eine engere Kooperation in der Medizinforschung. Ein gutes Beispiel hierfür sei der Zusammenschluss zwischen den Unis in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf in der Krebsforschung. Den in Köln diskutierten Plan eines Verbundes von Uniklinik und städtischen Kliniken nennt die Ministerin „konsequent“. Es müsse aber erst geprüft werden, was auf die Uniklinik an finanziellen Belastungen zukäme.

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– Klinik-Verbund – Köln plant zweitgrößtes Klinikum Deutschlands

Nach der Vorstellung von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker soll die Uniklinik mit den drei städtischen Kliniken Merheim, Holweide und Amsterdamer Straße eine weitreichende strategische Zusammenarbeit eingehen.

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Köln
Mediengruppe RTL Deutschland verkauft Universum Film

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Die Mediengruppe RTL Deutschland hat heute bekanntgegeben, dass sie eine Vereinbarung zum Verkauf ihres Tochterunternehmens Universum Film unterzeichnet hat. Neuer Eigentümer von Universum Film wird der Investor KKR. Bernhard zu Castell bleibt unverändert Geschäftsführer von Universum Film. Der Vollzug der Transaktion steht unter der aufschiebenden Bedingung behördlicher Genehmigungen. Jörg Graf, Geschäftsführer RTL und COO Programme Affairs Mediengruppe RTL Deutschland: „Die Mediengruppe RTL Deutschland und Universum Film haben gemeinsam zahlreiche Erfolge gefeiert. Hierfür möchte ich mich ausdrücklich bei allen Mitarbeitern der Universum Film unter der Geschäftsführung von Bernhard zu Castell bedanken. Der anhaltende wirtschaftliche Erfolg der Universum Film basiert auf dem Erwerb und Vertrieb von Filmrechten sowie ihrer erfolgreichen digitalen Transformation mit einem Schwerpunkt auf dem transaktionsbasierten Geschäft. Bei der Mediengruppe RTL Deutschland fokussieren wir unsere Strategie auf eigenproduzierte Inhalte sowie auf den Ausbau unseres Streamingdienstes TVNOW. Wir werden unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Universum Film auf vielen Ebenen fortsetzen, sind jedoch aufgrund der von uns gesetzten strategischen Schwerpunkte der Überzeugung, dass wir unsere jeweiligen Erfolgsgeschichten noch besser fortschreiben können, wenn wir voneinander unabhängig agieren.“ Bernhard zu Castell, Geschäftsführer Universum Film: „Ich bedanke mich bei der Mediengruppe RTL für spannende und erfolgreiche 15 Jahre und freue mich darauf, dass wir auch zukünftig unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen. Diese Transaktion bietet Universum Film die Möglichkeit, ihre vielfältigen Kompetenzen in einem sehr dynamischen Markt voller Chancen in eine große Content-Plattform einzubringen, die von Medienunternehmer Fred Kogel geleitet wird und hinter der das Renommee und die große Medien-Erfahrung von KKR stehen.“ „Ich bin stolz darauf, dass wir unserer Vision, in der deutschen Entertainment-Industrie etwas wirklich Neues und Einzigartiges zu schaffen, einen weiteren Schritt nähergekommen sind. Universum ergänzt unsere Plattform ideal: Wie kein Zweiter bringt das Unternehmen Inhalte maßgeschneidert zum Zuschauer – im Kino oder Zuhause. Mit Universum und TMG gehört die Plattform bereits heute in vielen Bereichen zu den Besten der Branche. Auf diesen Stärken wollen wir aufsetzen und weiter wachsen“, sagte Philipp Freise, Partner und Leiter des europäischen Investmentteams für Technologie, Medien und Telekommunikation bei KKR. Im Content-Bereich bleiben die Mediengruppe RTL Deutschland und Universum Film auch künftig verbunden, werden im Bereich Serien- und Filmentwicklung und -einkauf weiterhin eng zusammenzuarbeiten und perspektivisch weitere Marken der Mediengruppe RTL gemeinsam auf die Kinoleinwand bringen und auswerten. Ein erstes entsprechendes Projekt wurde mit dem Film „Club der roten Bänder – Wie alles begann“ realisiert, das auf der VOX-Erfolgsserie basiert und am 14. Februar erfolgreich im Kino gestartet ist. Über Universum Universum ist ein Unternehmen mit Sitz in München, das auf dem nationalen und internationalen Markt Spielfilm- und Serienrechte in allen Genres erwirbt sowie koproduziert und diese im Kino und Home Entertainment auswertet. Universum ist führender Independent-Videoanbieter im deutschsprachigen Raum und betreibt die Auswertung von Lizenzen im DVD/Blu-ray- und Digitalbereich auch als Aggregator für zahlreiche externe Partner. Daneben ist Universum im Bereich Hörspiel aktiv und besitzt zwei eigene SVOD-Channels.

Bestellerprinzip
IW-Ökonom begrüßt Barley-Plan für Immobilienkäufe

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Sagner: Bestellerprinzip sorgt für mehr Wettbewerb unter Maklern Osnabrück – Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) begrüßt den Plan von Justizministerin Katarina Barley (SPD), das Bestellerprinzip von Mietwohnungen auf Kaufimmobilien auszuweiten. „Die Einführung des Bestellerprinzips bei Immobilienkäufen ist ein Schritt zu mehr Transparenz am Markt und würde zu mehr Wettbewerb unter den Maklern führen“, sagte IW-Immobilienexperte Pekko Sagner im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Verkäufer eines Hauses oder einer Wohnung könne eher mit den Maklern über deren Bezahlung verhandeln, schließlich biete er das gesuchte Gut an. „Als Käufer sind Sie dagegen Bittsteller und haben eine deutlich schlechtere Verhandlungsposition“, sagte Sagner. Bisher bestehe für die Immobilienmakler kein Anreiz, in einen Wettbewerb zueinander zu treten.

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– Türkei – Immobilienverkäufe an Ausländer um fast 130 Prozent gestiegen

Der Verkauf von Wohnimmobilien in der Türkei an Ausländer hat sich im August gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdoppelt, berichtete das Türkische Statistische Institut (TurkStat) am Mittwoch.

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Donauwörth
Katholisches Kinderheim war über Jahrzehnte ein Ort des Grauens

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Schläge, „Teufelsbesuche“, Vergewaltigungen – in einem früheren katholischen Heim in Donauwörth widerfuhr Kindern Schlimmes. Wie “Katholisch.de“ unter Berufung auf den am Donnerstag vorgelegten Schlussbericht einer vom Augsburger Bischof Konrad Zdarsa beauftragten unabhängigen Arbeitsgruppe, berichtet, gab es dort Jahrzehntelang körperlichen, seelischen und sexuellen Missbrauch durch den Heimleiter, Erzieherinnen, ältere und frühere Bewohner. In dem Bericht sprechen 14 Personen von Gewalttaten aus den 1950er bis 1970er Jahren. 1977 schloss die Einrichtung der Pädagogischen Stiftung Cassianeum, so “Katholisch.de“ Doch das 1916 eröffnete Heim sei schon vorher ein Ort des Grauens gewesen, sagt die Theologin Gerda Riedl, Hauptabteilungsleiterin im Ordinariat und an der Arbeitsgruppe beteiligt. „Weniger der sozialen Not geschuldet, sollte damit vielmehr die Richtigkeit des pädagogischen Konzeptes des Stiftungsgründers – Ludwig Auer – erwiesen werden.“ Ein paternalistischer Geist mit strengen Befehls- und Gehorsamsketten habe von Anfang an durch das Haus geweht und später ein Sich-Wehren gegen Missstände praktisch unmöglich gemacht, schreibt “Katholisch.de“ weiter. Der 68-seitige Schlussbericht lese sich als eine einzige Bilanz des Schreckens. Kinder seien blutig geschlagen worden und hätten stundenlang auf Kleiderbügeln knien müssen. Es habe Toiletten- und Trinkverbote gegeben. Die Kinder hätten ungenießbare Fettbrocken aus der Hausschlachtung essen und Erbrochenes wieder zu sich nehmen müssen. Die Kleinen seien stundenlang alleine in dunkle Keller gesperrt worden. Auch über sexuelle Gewalt berichten die Zeugen. Das alles ist jetzt ans Licht gekommen, weil Anfang 2018 eine heute 59-Jährige einstige Heimbewohnerin im Bayerischen Rundfunk über ihr Schicksal sprach.

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– Irland – Grausiger Fund: 800 Babyleichen unter ehemaligem Heim einer Kirche entdeckt

Wie eine vom Staat beauftragte Untersuchungskommission am Freitag mitteilte, wurde damit ein bereits 2014 von einer Historikerin vorgelegter Bericht bestätigt.

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"Strategische Ziele"
Türkei beginnt Offshorebohrungen im Mittelmeer

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Aydin (aa) – Die Türkei werde in den nächsten Tagen nahe der Insel Zypern mit Offshorebohrungen beginnen, sagte der türkische Außenminister am Donnerstag. „Sowohl diejenigen, die aus der Ferne in diese Region kamen, als auch ihre Unternehmen sollten sehen, dass niemand etwas ohne uns dort tun kann“, sagte Mevlut Cavusoglu bei einer Veranstaltung von Geschäftsleuten der Region in der westtürkischen Provinz Aydin. „Ohne die Türkei kann man im Mittelmeerraum nichts tun“, betonte Cavusoglu und fügte hinzu: „Wir werden es nicht zulassen.“ Die natürlichen Ressourcen in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer sowie in Zypern seien „strategische Ziele und nationale Themen“ für die Türkei. Über die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland sagte Cavusoglu, obwohl die westlichen Länder die guten Beziehungen der Türkei zu Russland kritisierten, „haben die meisten dieser NATO-Mitgliedsländer bessere Beziehungen zu Russland“. Cavusoglu beschrieb die Sichtweise der westlichen Länder auf die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland als „Doppelmoral“. „Heute decken wir 50 Prozent unseres Gasbedarfs aus Russland. Einige der europäischen Länder sogar 80-90 Prozent. Das ist der Grund, warum Trump in jüngster Zeit Deutschland kritisiert hat“, so Cavusoglu. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum immer wieder angefochten und erklärt, dass türkische Zyprioten auch Rechte auf die Ressourcen in der Region haben. Die Insel wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei, nach gewalttätigen Übergriffen auf die türkische Minderheit, als Garantiemacht interveniert hatte.

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– Energiepolitik – Krise mit Europa: Türkei startet Gasbohrungen nun im Alleingang

Das seismische Messungsschiff „Barbaros Hayrettin Pasa“ der Türkischen Petroleum-Gesellschaft hat Tiefseebohrungen zur Erkundigung von Erdgasreserven im Schwarzen Meer gestartet.

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Krise in Venezuela
Kommentar: Den USA geht es in Venezuela um den Petro-Dollar

Ein Kommentar von Ernst Wolff Die Krise in Venezuela spitzt sich immer weiter zu. Armut, Hunger und Obdachlosigkeit nehmen rasant zu, Plünderungen und Überfälle gehören in den Großstädten zum Straßenbild. Drei Millionen Menschen, ein Zehntel der Bevölkerung, haben das Land bereits verlassen. Ein Großteil der übrigen 27 Millionen Einwohner muss bei einer Inflationsrate von über 1.000 Prozent ums nackte Überleben kämpfen. Vor knapp drei Wochen hat sich Parlamentspräsident Juan Guaidó eigenmächtig zum Staatspräsidenten ernannt. Die USA, Kanada und die Europäische Union haben ihn umgehend als rechtmäßigen Nachfolger des erst im vergangenen Jahr erneut gewählten Präsidenten Maduro anerkannt. Die Bank of England hat zusätzliches Öl ins Feuer gekippt, indem sie Caracas die Auslieferung der venezolanischen Goldreserven verweigert hat. Außerdem wurden die Konten der venezolanischen Regierung in den USA eingefroren und die seit Jahren gegen das Land bestehenden Sanktionen weiter verschärft. Hintergrund und Motiv für die drastische Erhöhung des US-Druckes auf Venezuela ist eine Entscheidung, die Präsident Maduro im vergangenen Jahr getroffen hat und die in Washington als Todsünde gilt: Den Petro-Dollar als Zahlungsmittel für Öllieferungen zu verweigern. Seit der US-Dollar Mitte der siebziger Jahre durch ein Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien zum alleinigen Zahlungsmittel für die meistgehandelte Ware der Welt, das Öl, erklärt wurde, ist er als „Petro-Dollar“ neben dem US-Militär die wichtigste Stütze der US-Weltherrschaft. In den vergangenen zwanzig Jahren haben mehrere Staatschefs versucht, dem Petro-Dollar den Kampf anzusagen – mit der Folge, dass sie umgebracht und ihre Länder auf Jahrzehnte hinaus destabilisiert wurden. Genau dieses Schicksal droht Venezuela jetzt: Ein Regimewechsel wird keinesfalls, wie die Mainstream-Medien behaupten – zu „mehr Demokratie“ führen. Die arbeitende Bevölkerung Venezuelas ist zwar von Maduro, der ein Großteil der Reformen seines Vorgängers Hugo Chavez zurückgenommen hat, bitter enttäuscht. Dennoch ist sie nicht bereit, mit Guaidó eine Marionette der im gesamten Land verhassten USA als Staatspräsident zu akzeptieren. Die Aussichten für Venezuelas arbeitende Bevölkerung sind also düster: So lange Maduro im Amt bleibt, wird sich die wirtschaftliche Situation des Landes auf Grund der internationalen Isolierung weiter verschlechtern. Mit Guaidó an der Spitze wird sie sich aber keinesfalls verbessern, denn er wird einer noch drastischeren Plünderung des Landes durch ausländische Konzerne und einer verschärften Austeritätspolitik umgehend grünes Licht erteilen. Dass Maduro seit einiger Zeit versucht, sich mit chinesischer und russischer Hilfe über Wasser zu halten, verschlimmert die Situation nur noch: Da China und Russland den Petro-Dollar seit einigen Jahren ebenfalls boykottieren, indem sie untereinander und mit Drittländern immer mehr Ölverträge in Yuan und Rubel abschließen, sind auch sie längst ins Fadenkreuz der USA geraten. Weil es sich bei beiden aber im Gegensatz zu Libyen und Irak um Großmächte handelt, die nicht durch konventionelle militärische Eingriffe zu besiegen sind, wird der Konflikt mit ihnen nicht direkt, sondern in verschiedenen Regionen der Welt indirekt ausgetragen. Venezuela könnte sich so neben dem Nahen Osten zum Schauplatz für einen weiteren Stellvertreterkrieg und damit zu einem zusätzlichen internationalen Pulverfass entwickeln. Der militärisch-industrielle Komplex der USA würde einen solchen Krieg mit Sicherheit genauso begrüßen wie die US-Ölindustrie und eine Heerschar internationaler Großinvestoren. Für den US-Präsidenten käme er ebenfalls gelegen, denn er könnte die gigantischen Flüchtlingsströme, die ein solcher Krieg mit Sicherheit nach sich ziehen würde, nutzen, um mit Hilfe einer Verschärfung seiner Anti-Immigranten-Politik von der Nicht-Einhaltung seiner vielen Wahlversprechen abzulenken. In Venezuela zeigt sich einmal mehr, dass der Versuch der USA, den Petro-Dollar zu stützen und damit die eigene Macht über das globale Finanzsystem aufrecht zu erhalten, nur noch mit den Mitteln der Zerstörung, der Destabilisierung und um den Preis der Inkaufnahme von unendlichem menschlichem Leid möglich ist.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Währungskrieg – Nach Russland, Iran und China: Auch Venezuela möchte Handel in Dollar beenden

Staaten wie Russland, der Iran, China und die Türkei hatten es bereits angekündigt, die Hegemonie der US-Währung Dollar in der Weltwirtschaft einzudämmen.

Nach Russland, Iran und China: Auch Venezuela möchte Handel in Dollar beenden
 
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

"Signal für Exportverbot"
Kinderhilfswerk begrüßt Strafe gegen Heckler und Koch

Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes begrüßt die Verurteilung zweier Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler und Koch durch das Landgericht Stuttgart und die hohe Geldstrafe von 3,7 Millionen Euro gegen das Unternehmen. »Wir erwarten, dass von diesem Urteil ein Signal für ein grundsätzliches Exportverbot von Kleinwaffen ausgeht«, erklärte Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes. »Denn die Verbreitung von Kleinwaffen ist nicht kontrollierbar und deren Missbrauch für Verbrechen und schwere Menschenrechtsverletzungen nicht verhinderbar. Zudem ist ein restriktives, wirksames Rüstungsexportkontrollgesetz jetzt überfällig. Das Landgericht hat festgestellt, dass die sogenannte Endverbleibserklärung kein Vertragsbestandteil und damit in der Praxis wertlos ist. Dies bestätigt unsere Kritik, dass die deutsche Waffenexportkontrolle nicht ansatzweise funktioniert und grundsätzlich reformiert werden muss. Es wird daher Zeit, dass Deutschland die Konsequenzen zieht und sich zu seiner Verantwortung bekennt«, forderte Albert Recknagel. terre des hommes hat dazu eine Petition zur Verschärfung der Rüstungsexportgesetze gestartet, die bereits rund 150.000 Menschen unterzeichnet haben. Die Mitarbeiter waren von 2006 bis 2009 an dem Verkauf von insgesamt etwa 4700 Sturmgewehren und Zubehörteilen in mexikanische Unruheprovinzen beteiligt. Dorthin waren Waffenexporte nicht erlaubt. Auf den „Endverbleibserklärungen“ waren stattdessen mexikanische Bundesstaaten angegeben, in die die Lieferung von Waffen als unproblematisch galt, berichtet die “Tagesschau“. Zum Thema

– Vernehmungsprotokolle – Berlin: Bundesregierung lässt Unterlagen für Waffenverkauf fälschen

Um den Verkauf von rund 2.000 Sturmgewehren an Mexiko genehmigen zu können, hat die Bundesregierung 2005 einen Waffenhersteller zur Manipulation seiner Unterlagen aufgefordert. In den Genehmigungsunterlagen sollen die problematischen Bundesstaaten, in denen Menschenrechtsverletzungen damals an der Tagesordnung waren, durch harmlose (z.B.Puebla) ersetzt worden sein.

Berlin: Bundesregierung lässt Unterlagen für Waffenverkauf fälschen