Mein Vater wurde vor über fünfzig Jahren angeworben, um in Deutschland zu arbeiten. Als Ende der 70er die Türkei kurz vor einem Bürgerkrieg stand, hat er uns nachgeholt. Sich etwas Besseres für sich und seine Familie wünschen. Das Normalste der Welt.
Aus dem Grund arbeiten sogar zehntausende deutsche Ärzte und Pflegekräfte in der Schweiz, obwohl sie hier mit ihrem Beruf bestimmt nicht hungern müssten.
Wie soll es dann einem gehen, der in seinem Land nur Hunger und Krieg kennt? Der keine Perspektive hat und nur ein kleines Stückchen vom Glück sucht? Niemand nimmt die Strapazen, die Gefahren und den Tod in Kauf, wenn er nicht verzweifelt ist.
Dass man nicht allen helfen kann, ist klar. Dass nicht Millionen Menschen kommen können und das, was man sich in Jahrzehnten aufgebaut hat, gefährden und vielleicht sogar belasten, kann ich auch verstehen. Aber Menschen ertrinken lassen? Und die Retter, die sie vor dem Ertrinken bewahren, einsperren?
Gesetze sind nichts wert, wenn Menschen sterben.
Eine Wertegemeinschaft wie die EU ist nichts wert, wenn sie allein nur zuschaut, wie sie ertrinken. Abkommen, sie in ein Land zurückzubringen, von dem wir dachten, wenn wir nur genug Bomben drauf werfen, sind sie frei und demokratisch, wo sie gefoltert und ermordet werden? Wertlos.
Eine einfache Lösung ist nicht in Sicht. Am Ende geht es nur darum, wie menschlich wir bleiben.
Sahin Karanlik
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– USA –
Trumps Flüchtlingspolitik fordert immer mehr Opfer
Das ergreifende Bild eines toten Vaters und seiner kleinen Tochter aus El Salvador erschüttert die Welt. Beide Körper, die mit dem Gesicht nach unten leblos am Ufer des Rio Grande an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko lagen, erinnerten in grausamer Weise an vergangene Versäumnisse der Politiker bei der weltweiten Problematik zum Thema Migration.
Ankara (nex) – Der in der Türkei entwickelte Mehrzweckhubschrauber „Gökbey“ absolvierte am Samstag erfolgreich seinen 45-minütigen Testflug.Beim gestrigen Test handelte es sich um den zweiten Prototyp der T625. Bereits im September vergangenen Jahres gab es einen kürzeren Testflug mit dem ersten Prototyp des türkischen Hubschraubers.
TUSAŞ tarafından yerli ve milli olarak geliştirilen GÖKBEY helikopterimiz, Sivil Havacılık Genel Müdürlüğü'nün verdiği uçuş izni ile birlikte ilk sertifikasyon uçuşunu gerçekleştirdi.45 dakika süren uçuşla projede önemli bir aşama daha geçildi.Emeği geçen herkesi tebrik ediyorum. pic.twitter.com/8E4HLKwQqC
Der T625 ist ein zweimotoriger 6-Tonnen-Hubschrauber der neuen Generation, der nach Angaben der Turkish Aircraft Industries Corporation (TAI) als Reaktion auf eine wachsende Marktnachfrage entwickelt wurde.
Der Mehrzweckhubschrauber hat eine Spannweite von 15, 87 Meter, 2 Motoren und 5 Blätter am Hauptrotor. Der Durchmesser des Hauptrotors beträgt 13,2 Meter.
Die Treibstoffkapazität beträgt 1020 Kilogramm und das Fahrwerk ist einziehbar. Das Cockpit des sechs Tonnen schweren Mehrzweckhubschraubers sei mit modernster Avionik ausgestattet.
Der T625 wurde hauptsächlich für den militärischen Einsatz gebaut, kann aber auch als Luftambulanz, bei Offshore-Einsätzen, Such- und Rettungsaktionen verwendet werden.
Türkische Verteidigungsindustrie„Wir haben die Türkei im Verteidigungssektor erfolgreich zu einem Wachstum angeregt“, sagte Erdogan auf dem Gipfel der türkischen Verteidigungsindustrie in der Hauptstadt Ankara im Dezember vergangenen Jahres.
Erdogan betonte, dass jetzt auch einheimische Kampfpanzer, die mit neuen Technologien entwickelt wurden, den türkischen Streitkräften zur Verfügung stehen würden. („Altay“: Erster türkischer Kampfpanzer geht in Serienproduktion)
Mit der Unterstützung der Regierung hat die türkische Verteidigungsindustrie eine Produktionskapazität von 5 Milliarden US-Dollar sowie eine Exportkapazität von 1,65 Milliarden US-Dollar erreicht (Stand 2017). Der Sektor wächst bereits seit Jahren mit den einheimischen, für die Streitkräfte entwickelten, Projekten.
„Die einheimischen Kasirga-, Bora- und Som-Raketen befinden sich nun in der Massenproduktion und unsere Arbeiten an neuen Modellen werden fortgesetzt“, fügte Erdogan hinzu. Auch einheimische Langstreckenraketen seien geplant und deren Testläufe bereits abgeschlossen, so der türkische Staatschef.
Ein Kommentar von Ernst Wolff
Donald Trump verdankt sein Amt als Präsident vor allem seinen Wahlversprechen, die USA aus dem Nahen Osten zurückzuziehen, sie aus weiteren Kriegen herauszuhalten und den Sumpf in Washington trockenzulegen.
Seit seiner Amtsübernahme vor zweieinhalb Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass er die US-Öffentlichkeit bewusst getäuscht hat und in Wirklichkeit vollkommen andere Ziele verfolgt: Statt den Sumpf trockenzulegen, hat er sein Kabinett mit Wallstreet-Bankern, korrupten Unternehmern, hohen Militärs und notorischen Kriegsbefürwortern gespickt.
Gleich nach seiner Wahl hat er als Oberbefehlshaber der US-Armee die größte Bombe seit dem 2. Weltkrieg auf Afghanistan abwerfen lassen. Inzwischen hat er den Rüstungsetat auf 700 Mrd. Dollar erhöht und seine Streitkräfte angewiesen, die Militarisierung des Weltraumes voranzutreiben.
Statt die Beziehungen zu China zu verbessern, belegt er das Land mit immer neuen Zöllen und lässt seine Führung regelmäßig durch die US-Flotte im Südchinesischen Meer provozieren. Im Nahen Osten hat er nicht deeskaliert, sondern das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt und 1.500 weitere Soldaten in die Region entsandt.
Vor einigen Wochen hat Trump angekündigt, 2.000 Soldaten als „Schutz vor Russland“ nach Polen zu entsenden – eine weitere dreiste Provokation gegenüber dem Land, mit dem er nach dem Wahlkampf „gut auskommen“ wollte.
Innenpolitisch ignoriert Trump unterdessen den fortschreitenden gesellschaftlichen Verfall, fördert die Explosion der Einkommens-Ungleichheit und deckt sowohl die korrupten Machenschaften der Wallstreet als auch die der eigenen Familie. Um von diesen Verfehlungen abzulenken, wird er nicht müde, Flüchtlinge und Migranten für die Misere im Land verantwortlich zu machen und ständig selbstherrliche Erfolgsmeldungen über Twitter zu verbreiten.
Trotzdem wenden sich immer mehr US-Wähler von ihm ab, und das aus einem einfachen Grund: Ein Großteil seiner Anhänger ist bitter enttäuscht. Seine ländliche Basis zum Beispiel leidet unter den einbrechenden Exporten nach China und die städtischen Industriearbeiter, die auf ihn gesetzt hatten, warten nach wie vor vergebens auf die im Wahlkampf versprochenen Jobs. Gleichzeitig müssen sie zusehen, wie Börsenprofis an der Wall Street Milliarden-Profite einstreichen.
In den vor uns liegenden Monaten wird es noch schlimmer kommen: Die sich ankündigende Rezession wird die Einkommen der unteren Schichten weiter sinken lassen, die Arbeitslosigkeit anfachen und noch mehr US-Bürger in Armut und Obdachlosigkeit stürzen. Das wiederum wird Trumps Basis weiter dahinschmelzen lassen.
Genau diese Entwicklung macht den US-Präsidenten politisch so gefährlich und die jüngsten Vorfälle in der Straße von Hormus zu einem unkalkulierbaren Risiko für die ganze Welt.
Donald Trump braucht nämlich einerseits einen Sündenbock, dem er die weitere Verschlechterung der Lage im Land in die Schuhe schieben kann und muss andererseits einen außenpolitischen Erfolg erzielen, um bei den kommenden Wahlen sein Amt zu behaupten.
Für beides gibt es ein Rezept: Einen Krieg im Nahen Osten.
Dieser würde nicht nur Trump nützen, sondern auch der Finanzelite angesichts der von ihr gefürchteten Rezession in die Hände spielen: Die Nachfrage nach Rüstungsgütern würde angekurbelt, die Fracking-Industrie erhielte wegen der zu erwartenden Explosion des Ölpreises gewaltigen Rückenwind und die Börsen würden aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest für eine Weile im Höhenflug verharren.
Aber sowohl für Trump als auch die Finanzelite gilt es vorher, ein hohes Hindernis zu überwinden – und das ist die Kriegsmüdigkeit der US-Bevölkerung. Für die Strategen im Weißen Haus heißt das: Den Amerikanern muss ein Grund für einen Waffengang geliefert werden.
Genau unter diesem Gesichtswinkel sollte man die Ereignisse im Golf von Hormus und vor allem die Reaktion der Trump-Administration darauf sehen: Der Iran muss als Angreifer inszeniert werden, der die vermeintlich freie Welt und damit die USA bedroht und der deshalb mit allen Mitteln bekämpft werden muss.
Dass sowohl Trump als auch sein Außenminister Pompeo ohne jeglichen Beweis sofort gegen den Iran gehetzt haben und bei ihren Anschuldigungen von einem großen Teil der US-Mainstream-Medien und dazu von ausländischen Verbündeten wie Großbritannien und Saudi-Arabien unterstützt wurden, deutet in genau diese Richtung: Hier soll ein Volk, dessen Mehrheit den Frieden will, mit allen verfügbaren Mitteln auf einen Krieg eingestimmt werden.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches “Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«
Hamburg (nex) – Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat das Hamburger Oberlandesgericht einen 47-jährigen Türken wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, seit 2002 in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland als DHKP-C-Funktionär aktiv gewesen zu sein. Das berichtet die Hamburger Morgenpost (Mopo).
Unter Berufung auf eine Mitteilung des Oberlandesgerichts berichtet die Mopo, dass das Ziel der „Revolutionären Volksbefreiungspartei/-front“ die Errichtung eines marxistisch-leninistischen Regimes in der Türkei sei. Die linksterroristische Organisation habe sich zu zahlreichen Morden sowie Brand- und Sprengstoffanschlägen bekannt. Seit 2001 soll die Organisation auch Selbstmordattentate verübt haben. Der Verurteilte selbst habe als aktiver Funktionär Spendenkampagnen, Demonstrationen und Schulungen organisiert, berichtet Mopo weiter. Er war im November 2017 in der belgischen Stadt Lüttich festgenommen und im Dezember nach Deutschland ausgeliefert worden.Im Februar dieses Jahres verurteilte das Hamburger Oberlandesgericht einen weiteren Führungsfunktionär der DHKP-C zu fast sieben Jahren Haft. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland erhielt Musa Asoglu eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Wie „hamburg.de“ berichtete, sei der 57-Jährige von Ende 2009 bis zu seiner Festnahme am 2. Dezember 2016 als Europaverantwortlicher ein Bindeglied zwischen der DHKP-C-Führung und Kadern in verschiedenen Ländern gewesen.Asoglu ist niederländischer Staatsbürger und wurde von den USA und der Türkei als Terrorist gesucht. Neben der Türkei und den USA, haben auch die Europäische Union die DHKP-C als Terrororganisation eingestuft.Die Gruppe übernahm die Verantwortung für verschiedene Terroranschläge in der Türkei, darunter den Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara im Jahre 2013. Das türkische Innenministerium hatte auf Hinweise, die zur Verhaftung führen, ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Euro ausgesetzt. Die USA setzten drei Millionen Dollar auf seinen Kopf aus.1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C in Damaskus gegründet
Die DHKP-C wurde 1994 als Nachfolgeorganisation der THKP-C (bzw. deren Nachfolgeorganisationen Devrimci Yol und Devrimci Sol) in Damaskus gegründet. Wie im Fall der PKK (bis 1998), wird auch die DHKP-C (bis heute) vom Assad-Regime protegiert. Die Geschichte der DHKP-C ab 1994 ist mit ihrem Gründer und langjährigen Führer Dursun Karataş eng verknüpft. Karataş Leben als Untergrundaktivist liest sich wie ein Agenten-Thriller. Nach dem Militärputsch von 1980 verhaftet, konnte Karataş 1989 unter bis heute ungeklärten Umständen aus dem Gefängnis fliehen.
Sein Weg führte ihn bald ins nahe Nachbarland Syrien. Dort hatten sich schon andere Genossen, wie der Führer einer weiteren THKP-C Abspaltung Mihraç Ural oder der „Große Vorsitzende“ der PKK (Abdullah Öcalan stammte ursprünglich ebenfalls aus dem Umfeld der THKP-C der frühen 70er Jahre) eingefunden. Als Anfang 1994 die DHKP-C offiziell ins Leben gerufen (bzw. wiederbelebt) wurde, begab sich Karataş umgehend nach Westeuropa.
Obwohl schon bei seiner ersten Einreise in Frankreich verhaftet, konnte er sich irgendwie aus der Affäre ziehen und tauchte unter. Zuvor gab es im Jahre 1992 einen innerparteilichen Putsch gegen Karataş. Von seinem Gegner Bedri Yağan für einige Monate festgesetzt, gelang Karataş wieder einmal die Flucht. In einem kurzen aber blutigen innerparteilichen Krieg wurde der Yağan-Flügel praktisch ausgelöscht. Bis zu seinem Tod im Jahre 2008 in Amsterdam soll sich Karataş im Länderdreieck Deutschland-Belgien-Holland aufgehalten haben.
Seit 1998 ist die DHKP-C in Deutschland verboten.
Auch wenn die Organisationsstrukturen der DHKP-C als äußerst konspirativ eingestuft werden, bleibt es ein Mysterium, wie Karataş sich fast zwei Jahrzehnte in Westeuropa verstecken konnte. Zwar kann die DHKP-C in Westeuropa auf ein Netzwerk von ideologischen Unterstützern (bspw. linke Parteien in Deutschland) rechnen, dass Karataş aber über einen derart langen Zeitraum unbehelligt von deutschen, belgischen und niederländischen Geheimdiensten agieren konnte, ist äußerst merkwürdig. Ein Hauptverantwortlicher der Untergrundorganisation nach dem Tod von Karataş ist bisher namentlich nicht bekannt.
Berichten türkischer Sicherheitskreise zufolge hat die DHKP-C in der Türkei bis zu 400 aktive Kader und etwa 6000 Sympathisanten. Als politische wie auch ideologische Kraft innerhalb der (legalen) kommunistischen bzw. sozialistischen Parteien in der Türkei, spielt sie nur eine marginale Rolle. In der breiten Öffentlichkeit ist die Untergrundorganisation in etwa so populär wie die linksextremen Autonomen in Deutschland. Das Mobilisierungspotenzial der DHKP-C gegenüber den „Volksmassen“ tendiert also gegen Null.
Die Geschichte um den Drogenbaron Pablo Escobar ist ein Fernsehhit. Drei Staffeln und ein Reboot, das von den Anfängen des Kartells erzählt, bescherten Streamingdienst Netflix traumhafte Einschaltquoten. Aber was ist das Geheimnis hinter der erfolgreichen Serie?
Mit dem Meilenstein House of Cardsbegann Netflix seinen Siegeszug um die Welt. Schon vor der Eroberung des deutschen Marktes war das Politdrama allen Serienfans ein Begriff und der Name Netflix ein Garant für fantastische Inhalte. Dieser Erwartungshaltung ausgesetzt schafft es der Streamingdienst immer wieder, mit neuen Erfolgen zu punkten. Auffällig ist, dass viele neue Produktionen auf wahren Begebenheiten basieren. Die Zuschauer scheinen die aufgearbeiteten Momente des Weltgeschehens zu lieben. Zwar veröffentlicht Netflix keine Abrufzahlen, doch sind Serien wie die Königsserie The Crown in der Boulevard- wie auch Fachpresse ein stetiges Gesprächsthema.
Wachsender Markt für Serien
Obwohl die bisher zwei Staffeln über das britische Königshaus von Kritikern hochgelobt werden, rangiert das Drogen-Epos Narcos auf der Beliebtheitsskala der Fans und Netflix-User in den oberen Rängen. Die Story um das Medellin-Kartell und seinen Anführer Pablo Escobar fasziniert Zuschauer über drei Staffeln lang.
Obwohl die Serie keine leichte Kost und überwiegend mit Untertiteln versehen ist, nimmt die Story den Zuschauer von der ersten Sekunde an gefangen. Die inhaltliche Dichte und Nähe zu realen Personen machen die Faszination der Show aus. Aufstieg und Fall von Pablo Escobar werden in düsteren Bildern erzählt, die den Staub und die Hitze Südamerikas auf der heimischen Couch spürbar werden lassen.
Der Hype der Serie schlug sich kurz nach Serienstart auch in anderen Entertainmentmärkten nieder. Genesis Casino bietet zum Beispiel die Möglichkeit, mit Pablo Escobar und Ermittler Steve Murphy in die schwüle Hitze Mexicos einzutauchen. Im gleichnamigen Slot Game werden auf fünf Walzen verschiedene Buchstaben, bekannte Charaktere aus der Serie und themenspezifische Elemente dargestellt, die in bestimmten Kombinationen positioniert werden müssen. In der richtigen Reihenfolge platziert, erwarten den Spieler einige Überraschungen, die den Spaß der Serie elegant verlängern. Auf diese Weise lässt sich die Spannung der Serie hervorragend transportieren.
Nachdem die ursprüngliche Story nach zwei Staffeln beendet wurde, fürchteten Fans ein zeitiges Aus der Serie. Die Macher konzentrierten sich jedoch in der dritten Staffel auf ein weiteres echtes Kartell und verlagerten die vierte Staffel an den Beginn der Drogen-Ära. Ein handwerklicher Kniff, der mehr Raum zur Entwicklung der Figuren gibt und einen tieferen Einblick in die dunkle Welt des Drogenhandels ermöglicht. Für die Autoren ein schwieriges Unterfangen, wenn eine Serie auf wahren Begebenheiten basiert: Ihr Handlungsverlauf ist von Beginn an begrenzt.
Ist die eigentliche Geschichte beendet, stehen die Verantwortlichen vor der Frage, ob die Serie eine neue Perspektive einnimmt oder beendet wird. In Zeiten der Vermarktung eines erfolgreichen Titels eine schwierige Entscheidung.
Handlung im Cross-Selling fortführen
Mit dem Ausweichen auf andere Bereiche erlauben sich die Produzenten einer Serie, die Story weiter leben zu lassen und auf neue Märkte zu erweitern. Die Gaming-Industrie ist sehr eng mit der Filmindustrie vernetzt, um bereits etablierte Figuren und Namen als Spielerlebnis aufzubereiten. So wurde auch für Herbst 2019 die Veröffentlichung des Videogames Narcos: Rise of the Cartels angekündigt. Ein Spiel, das es dem User ermöglicht, die Ereignisse aus den ersten Staffeln selbst nachzuspielen und zu ermitteln.
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beglückwünschte am Dienstag in einer Fraktionssitzung der regierenden AKP erneut den neuen Oberbürgermeister Istanbuls von der oppositionellen CHP.
Erdogan betonte, dass er die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung respektiere:
„Die Entscheidung der Istanbuler Bevölkerung bedeutet uns sehr viel“, so Erdogan. Er wünsche, dass die Ergebnisse sich segensreich für die Stadt sowie den Staat auswirken werden.
Die Ausmaße „gravierender Unregelmäßigkeiten“ bei den Kommunalwahlen am 31. März, seien in der Metropolregion Istanbul so groß gewesen, dass eine Neuwahl erforderlich gewesen sei, so Erdogan. Daraufhin habe die hohe Wahlkommission beschlossen die Wahlen in Istanbul zu wiederholen.
Der Posten des Oberbürgermeisters sei zwar an die oppositionelle CHP gegangen, im Kommunalparlament der Metropolregion Istanbul habe jedoch die AKP eine absolute Mehrheit erzielt.
Erdogan erklärte, dass der bisherige Prozess der Neuwahl rechtlich vollkommen in Ordnung sei und erläuterte weiter:
„Natürlich haben wir uns gewünscht, dass unser Koalitionskandidat, Herr Binali Yildirim, gewinnen würde.Für seine Anstrengungen und seine Opferbereitschaft möchte ich mich bei ihm sehr bedanken. Bevor Binali Yildirim dem türkischen Volk als Abgeordneter, Minister, Ministerpräsident sowie bis heute als Parlamentspräsident gedient hat, startete er seinen Werdegang als Verwalter in Istanbul“ sagte Erdogan.
Dass Binali für die AKP als Kandidat des Bürgermeisteramtes der Metropolregion Istabul nominiert wurde, verdanke er seiner jahrelangen Erfahrung sowie seinem Wissen und die dazugehörigen Fähigkeiten, Projekte anzugehen und erfolgreich umzusetzen, betonte Erdogan. „Die Istanbuler Bevölkerung hat dies leider anders beurteilt“, so der türkische Staatschef.
Weiter fügt er hinzu, dass grundsätzlich wichtiger als jeder Wahlsieg, die Beseitigung der Zweifel am Nationalen Willen sei. Der Wille des Volkes sowie die Realisierung dessen sei das entscheidende maßgebliche Kriterium für seine Regierung, verdeutlichte Präsident Erdogan.
Über einen Monat nach der Kommunalwahl in der Türkei hat die Wahlkommission die Abstimmung in Istanbul aufgehoben und eine Wiederholung angeordnet. Sie gab damit am Montag einem Antrag der Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan statt.
Die YSK sagte, dass die Entscheidung auf der Tatsache beruhe, dass einige Mitglieder des Wahlausschusses, die bei den Wahlen in der Provinz den Vorsitz über die Wahlurnen führten, keine Beamten waren, wie es das Gesetz vorschreibe.
Während sehr arme Länder wie Uganda oder Pakistan Millionen von Flüchtlinge aufnahmen, schließt der mächtigste Staat der Welt seine Grenzen.
Das ergreifende Bild eines toten Vaters und seiner kleinen Tochter aus El Salvador erschüttert die Welt. Beide Körper, die mit dem Gesicht nach unten leblos am Ufer des Rio Grande an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko lagen, erinnerten in grausamer Weise an vergangene Versäumnisse der Politiker bei der weltweiten Problematik zum Thema Migration.
Wie eine Journalistin berichtet, überquerte Oscar Alberto Martinez den Fluss ein zweites Mal, um seine Frau auf der gegenüberliegenden Seite abzuholen. Seine 23 Monate alte Tochter sah ihn wegschwimmen und sprang ihm nach.
Obwohl der Vater versucht, das Mädchen zu halten, werden beide von der Strömung ergriffen und sterben in den Fluten, so Julia Le Duc, die Fotografin der mexikanischen Zeitung La Jornada.
Oscar Alberto Martínez mit seiner Tochter Angie Valeria. (Foto: Rosa Ramirez)
Wie die lokale Tageszeitung La Jornada weiter berichtet, hat sich die Familie nach einem zweimonatigen Aufenthalt in einem mexikanischen Auffanglager entschlossen, die gefährliche Überfahrt zu machen.
Rosa Ramirez, die Mutter von Oscar Martinez berichtete gegenüber Reportern, dass ihr Sohn als Koch in einer Pizzeria gearbeitet habe, während seine Frau und sein Kind bei ihr in San Martin, einer Gemeinde im Zentrum El Salvadors, östlich der Hauptstadt des Landes, gelebt haben .
Sie wollten ein eigenes Zuhause haben, so Ramírez. Das sei der Grund für ihre Motivation gewesen. Sie sagte, sie habe versucht, ihren Sohn und seine Familie davon zu überzeugen, den gefährlichen Weg nach Norden nicht zu machen.
„Als Mutter willst du nicht, dass deine Kinder so weit weg sind“, sagte sie. „Aber… die Idee, zu gehen, hatten sie sich in den Kopf gesetzt“
Dieses Foto weckt Erinnerungen an den dreijährigen syrischen Jungen Aylan Kurdi, der 2015 auf der Flucht nach Europa tot an einen Strand in der Nähe von Bodrum angespült worden war. Um Gewalt und Armut in ihren Heimatländern zu entgehen, versuchen jedes Jahr viele Migranten aus mittelamerikanischen Ländern in die USA zu fliehen. Dabei nehmen sie die Gefahren der Wüsten oder der Flüsse auf sich.
Die harte Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump, die gegen legale und illegale Einwanderer gerichtet ist, sowie die Vernachlässigung der humanitären Grundbedürfnisse von Asylsuchenden an den Granzkontrollstationen, werden auch weiterhin ihren Tribut an Menschenleben fordern.
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UNO: Türkei nimmt weltweit die meisten Flüchtlinge auf
Die Welt sollte würdigen, dass die Türkei für mehr als drei Millionen Flüchtlinge ein sehr guter Gastgeber sei. Dies hat UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi (UNHCR) am gestrigen Dienstag gesagt.
Die namibische Volksgruppe der Herero verlangt vom Bundestag eine Entschuldigung für die von deutschen Kolonialtruppen begangenen Verbrechen an den Herero und Nama.
Wie die dpa berichtet, fordert die Herero-Vertreterin Esther Utjiua Muinjangue eine Verurteilung der deutschen Gräueltaten sowie die Bitte um Vergebung von „höchster Stelle“ im Namen Deutschlands. Würde dies nicht geschehen, stelle sich die Frage, ob es Deutschland „wirklich ernst mit der Versöhnung meint“.
Sie warnte Deutschland vor „Heuchelei“ und verwies darauf, dass der Bundestag auch keine Scheu gehabt habe, die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord zu bezeichnen. Die Herero und Nama fordern auch eine finanzielle Wiedergutmachung von Deutschland.
„Wir finden es sehr interessant, dass sich die Deutschen so aktiv für die Sache der Armenier einsetzen, während sie ihre eigenen Angelegenheiten unter den Tisch kehren“, wird die Vorsitzende des Ovaherero Genocide Committee (OGC), Esther Muinjangue, in der „Welt“ zitiert. „Was ist der Unterschied? Die Herero sind schwarz, die Deutschen glauben, dass sie Schwarze nicht ernst nehmen müssen. Das ist für mich die einzige Schlussfolgerung.“ Deutschland verhalte sich den Herero gegenüber „wie ein Vergewaltiger, der gleichzeitig Richter ist“.
Berlin bezeichnet die Verbrechen seit 2006 zwar auch offiziell als Völkermord, Entschädigungszahlungen lehnt die Bundesregierung aber ab. Stattdessen erhöhte man die Entwicklungshilfe an Namibien.
Im Jahre 1904 erteilte der deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha in der damaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika den Befehl, alle Stammesangehörigen der Herero zu töten. Bis 1908 wurden zwischen 65 000 und 80 000 Herero umgebracht, außerdem bis zu 20 000 Angehörige des Stammes der Nama.
Herero-Vertreter legen Berufung einVertreter der Herero und Nama haben im Mai vor einem Gericht in New York Berufung gegen ein Urteil einer Richterin eingelegt, welches im März verkündet wurde.
Die New Yorker Distriktrichterin Laura Taylor Swain hatte eine Klage zu den unter deutscher Kolonialherrschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts verübten Massakern abgewiesen. Die Justiz in den Vereinigten Staaten sei wegen mangelnder Auswirkungen auf das Land nicht für den Fall zuständig.
Swain hatte befunden, dass Deutschland in diesem Fall Immunität vor einer Strafverfolgung genießt und das Gericht weder für den Fall zuständig sei, noch befugt sei, diesen Fall anzuhören. Das Landeskommunaloberhaupt der Herero-Bevölkerung in Namibia, Vekuii Rukoro, hatte bereits kurz darauf in Windhoek angedeutet, dass Deutschland sich in New York verantworten müsse, „ob es will oder nicht“, berichtet die namibische Tageszeitung Allgemeiner Anzeiger.
Die USA sei sehr wohl zuständig, so Anwalt Kenneth McCallion, der die Stämme vertritt. Der Fall betreffe auch die USA, unter anderem wegen des Verkaufs von Schädeln getöteter Afrikaner, die vor etwa 100 Jahren an ein Museum in New York geschickt wurden. „Der Völkermord hat eine direkte Verbindung nach New York“, sagte er der dpa.
Die deutsche Bundesregierung hatte seit der Einreichung der Klage erklärt, es gebe keine rechtliche Grundlage für das Verfahren. Im Januar 2017 hatten Nachfahren beider Volksgruppen eine Sammelklage gegen Deutschland eingereicht.
Die namibische Regierung hat wiederholt „Entwicklungshilfe“ als Basis ihrer Verhandlungen mit Deutschland bekräftigt. Vertreter der Herero und Nama fordern jedoch Reparationenzahlungen wie im Falle Israels. Auch eine Entschuldigung hochrangiger Regierungsvertreter Deutschlands wird immer wieder gefordert. In einer gemeinsamen Resolution fordern Vertreter zudem die direkte Beteiligung der Herero und Nama an allen Verhandlungen mit Deutschland.
In einem Interview mit Radio Dreyeckland kritisierte auch Israel Kaunatjike, ein Herero, der in Berlin lebt und sich für das Bündnis “Völkermord verjährt nicht!”, sowie bei Berlin Postkolonial engagiert ist, dass namibische Herero- und Nama-Verbände von den Gesprächen über eine Aufarbeitung des deutschen Völkermordes Anfang des 20. Jahrhundert ausgeschlossen seien.
Kaunatjike spricht gegenüber dem Sender von “Geheimverhandlungen, zu denen die Opferverbände nicht eingeladen sind” und erklärt, die Gruppen wollten die Ergebnisse, die ohne ihre Beteiligung verhandelt worden seien, nicht respektieren. Die namibische Regierung verfolge nur finanzielles Interesse an so genannter Entwicklungshilfe und sei nie in der Frage selbst engagiert gewesen, betonte der Aktivist.
“Das ist ein ‘Teile und herrsche’, und das stört uns einfach”, erklärt der Herero-Aktivist. Eine Bedeutung für die Gegenwart habe die Frage, wer in wessen Namen verhandelt, durchaus noch, so Kaunatjike. “Vertriebene in Botswana, Südafrika und Angola, deutsche Siedler leben heute noch auf deren Land”, erklärte er weiter. Zu 75 Prozent handle es sich dabei um Farmland. Man strebe diesbezüglich eine Restitution oder eine Entschädigung an.
“Unsere Anliegen werden ignoriert”, so Kaunatjike in einem Gespräch mit dem Nachrichtenportal NEX24. “Sie werden uns aber nicht bremsen können.”
„Wir wollen keine Entwicklungshilfe, wir wollen Reparationen und Heilung, so wie bei den Juden“, sagte Aktivistin Kambanda Nokokure Veii von der Ovaherero Genozid Stiftung in einer Videobotschaft. „Behandelt man uns anders, weil wir Afrikaner sind?“, fragt Veii. Ein Genozid sei ein Genozid, ganz gleich, ob an Juden oder Afrikanern verübt.
„Schadenersatzklage kann weitreichende Folgen haben“
Eine Schadenersatzklage kann nach Ansicht des Hamburger Historikers Jürgen Zimmerer weitreichende Folgen haben.
Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Zimmerer: „Wenn es gelingt, Deutschland zu direkten Verhandlungen mit Vertretern einzelner Bevölkerungsgruppen und zu Reparationen zu zwingen, können viele weitere Fälle aus der Kolonialzeit akut werden.“
Der Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg sagte, ein Erfolg der Klage in New York könnte zu Reparationsforderungen gegen Deutschland auch wegen Massakern während des Maji-Maji-Aufstands im heutigen Tansania führen, ebenso wegen Massakern und Strafaktionen in Togo, in Kamerun und in der Südsee.
Auch Opfer unter der Zivilbevölkerung im Zuge des Ersten Weltkriegs in Afrika könnten Anlass von Klagen und Verhandlungen werden, sagte der Direktor der Forschungsstelle „Hamburgs (post)koloniales Erbe und Berater des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Zwischen 1885 und 1903 sei ein Viertel des Landes der Herero und Nama mit Einverständnis der Kolonialbehörden von deutschen Siedlern enteignet worden. Frauen und Mädchen der Herero und Nama seien, ebenfalls geduldet von den Kolonialbehörden, von Siedlern vergewaltigt und der Bevölkerung Zwangsarbeit auferlegt worden.
„Die wahre SPD“ ist schon wieder Geschichte. Die innerpartliche Intiative, die einen Linksruck der SPD verhindert will, nennt sich jetzt „SPDpur 2030“.
Damit reagiert die Initiative, wie ihr Sprecher, der Herforder Bürgermeister Tim Kähler, der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ bestätigte, auch auf Kritik an dem ursprünglichen Namen. Zuletzt hatte auch der NRW-Landeschef der SPD, Sebastian Hartmann, den Namen als Provokation bezeichnet.
Außerdem hat die Initiative ein dreiseitiges programmatisches Paier vorgelegt, in dem die SPD als „Volkspartei der linken Mitte“ positioniert wird. In dem Papier betonzt die Initiative auch die Nähe zu erfolgreichen Kommunalpolitikern der Partei, deren Kompetenz die Partei stärker nutzen sollte. Kähler begrüßte den beschluss des Parteivorstands, vor der Neubesetzung der Parteispitze einen Mitgliederberagung durchzuführen. Einig sei die Initiative auch darin, dass die SPD bis 2021 in der Großen Koalition bleiben solle, um die Aufträge aus dem Koalitionsvertrag weirer abzuarbeiten.
Die Deutschen gelten in mancherlei Hinsicht als konservative Nation. Dies gilt nicht zuletzt bei den Zahlungs-Gewohnheiten. Vor 10 Jahren hatte sich in den meisten Industriestaaten die Kreditkarte durchgesetzt. An deutschen Supermarktkassen galt währenddessen weiterhin die Devise Bargeld lacht. Wie verhält es sich im heutzutage bei online getätigten Käufen? Gilt Deutschland noch immer als Entwicklungsland im Anwenden moderner Zahlungsmittel?
Deutsche halten am Kauf auf Rechnung fest
Der Kauf auf Rechnung ist bei den Deutschen noch immer beliebt. Die Seite musikmedia.de berichtet von einer für das Jahr 2018 durchgeführten Studie. Dernach entfielen knapp 28 % aller Online-Käufe auf das Rechnungsverfahren. Von Platz 2 verdrängt wurde die Bezahlung per Lastschrift. Mit 20,6 % aller Käufe ist nun die E-Wallet Paypal am zweitbeliebtesten.
Paypal rückt vor auf Platz 2
Paypal ist ein Online-Zahlungsanbieter, der lange Zeit ausschließlich mit eBay in Verbindung gebracht wurde. Erst im Jahr 2015 spaltete sich Paypal vom Internet-Auktionshaus eBay ab, um eigenständig zu werden. Während bei eBay selbst die Zahlungen weiterhin vom einstigen Tochterunternehmen dominiert werden, setzen sich in anderen Branchen inzwischen andere Online-Wallets durch. Bezahldienste wie Paysafecard, Neteller und Skrill erfreuen sich immer stärkerer Beliebtheit. Im Einzelhandel wächst dieses Segment nur langsam an. Doch gerade bei international operierenden Shops sind sie mittlerweile weit verbreitet.
Eine Branche, die E-Wallets wie selbstverständlich nutzt, ist das Online-Glücksspiel. Schaut man sich zum Beispiel die Online Casinos auf bonus.com.dean, wo die besten Boni gelistet werden, sticht die Beliebtheit der Online-Bezahldienste ins Auge. Darunter befinden sich auch neue E-Wallets wie Zimpler. Der Zahlungsdienstleister Zimpler kommt aus Schweden. Das skandinavische Land ist ein gutes Beispiel für die Anwendung des technischen Fortschritts im Alltag. So ist Bargeld in Schweden kaum noch vorhanden. Wer als Urlauber eine Woche in Stockholm verbringt, ist inzwischen auf bargeldloses Bezahlen angewiesen.
In Schweden wird geswisht
Die Schweden selbst tätigen ihre Käufe bevorzugt mit einer mobilen App. Direkt mit dem Handy zu bezahlen – das ist in Deutschland noch immer die absolute Ausnahme. Die App Swish wurde in der Zusammenarbeit mehrerer schwedischer Großbanken entwickelt und von der Bevölkerung bereitwillig angenommen. Die Bezahlung per Swish ist sogar in den schwedischen Sprachgebrauch eingegangen. Das Verb swisha bezeichnet das Bezahlen per Handy-App, wie die Seite management-circle.de berichtet.
Wie die Zahlung der Zukunft in Deutschland aussieht, ist schwer vorauszusagen. Die Nachteile des Zahlens auf Rechnung liegen auf der Hand. Man muss stets den Überblick behalten, was noch zu begleichen ist. Es kann schon passieren, dass man einen offenen Posten vergisst. Das kann zu Verzögerungen im Versand führen und im schlimmsten Fall zu Mahnungen der Verkäufer.
Die Angst vor Betrügern
Was vielen Kunden hingegen wichtig ist: die Kontrolle über Buchungsvorgänge zu behalten. Wenn man jede Bezahlung eigenhändig ausführt, geraten nur wenige persönliche Informationen in den Umlauf. Man hat das Gefühl, weniger anfällig für die Fallen von potenziellen Betrügern zu sein, die sich zum Beispiel Kreditkarten-Informationen besorgen.
Auch bezüglich der Login-Informationen von Online-Bezahldiensten bleibt bei manchem Käufer eine gewisse Skepsis.
Dass Einkaufen im Supermarkt irgendwann ganz ohne Schlangestehen an der Kasse funktionieren kann, zeigt ein Pilotprojekt von Amazon.
Wie auftagesspiegel.de berichtet wird, kann man sich in den USA in sogenannten Amazon Go-Läden einfach die Waren greifen, die man kaufen möchte. Anschließend geht man ohne Bezahlung hinaus. Der käufliche Erwerb wird nämlich automatisch über eine App abgewickelt.
Ob das auch im konservativen Deutschland die Zukunft ist, wird sich zeigen.
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Moskau: Putin möchte mit Türkei eigenes Kreditkarten-Bezahlsystem aufbauen
Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan bei dessen Moskaubesuch den Vorschlag unterbreitet, die Infrastruktur des russischen Zahlungssystems „Mir“ aufzubauen.