Wirtschaft
700 Millionen Euro: Norwegen investiert erneut in türkische Unternehmen

Ankara – Nach Beteiligungen an türkischen Unternehmen wie Garanti Bank, Dogtas Kelebek und Mavi Giyim erweitert der norwegische Staatsfond sein Portfolio mit Investitionen in den türkischen Energiesektor. Norwegens Zentralbank Norges Bank, welche die Investitionen des Staatsfonds leitet, verkündete offiziell den Erwerb weiterer Anteile an türkischen Unternehmen, die im Dezember 2018 getätigt wurden. Laut dem Investmentmanagement der Norges Bank wurden Anteile von acht Energieunternehmen im Wert von 111 Mio. Dollar erworben. Die größte Investition beträgt mit 63,6 Mio. Dollar die Beteiligung am türkischen Energieriesen TÜPRAS, was einem Aktienanteil von 1,016 % entspricht. TÜPRAS besitzt in der Türkei vier große Ölraffinerien, die jährlich 28 Mio. Tonnen Öl verarbeiten. Der Anteil von 0,59 % an den Eisen- und Stahlwerken in Eregli wurde mit einer Investition von 28,8 Mio. Dollar erworben. An AYGAZ ist der Staatsfond nun mit 0,99% beteiligt, wofür 6,3 Mio Dollar angelegt wurden. Aktienanteile an den Energieunternehmen AKSA, PETKIM, Ulusoy Electric, ENERJISA und Kardemir sind ebenfalls Teil vom Portfolio des norwegischen Staatsfonds. Die Gesamtinvestition des Staatsfonds in türkische Unternehmen beträgt nach dem Erwerb dieser Anteile 707 Mio. Dollar. Norwegens Staatsfond ist mit einem Vermögen von einer Billion Dollar der größte Staatsfond der Welt. Die Funktion des Fonds ist es, die staatlichen Einnahmen aus der Ölproduktion nachhaltig zu investieren. Norwegen, der größte Ölproduzent Europas, will somit für eine Zukunft vorsorgen, in der die Einnahmen aus der Ölproduktion schwinden könnten. Der Fond ist ebenfalls größter Einzelaktionär am europäischen Aktienmarkt und bekannt für seine ethischen Richtlinien, die Grundlage für die Investitionen sind. Die Ethik-Richtlinien des Staatsfonds verbieten es, in Unternehmen zu investieren, die Massenvernichtungswaffen herstellen, Umweltschäden verursachen oder Menschenrechte missachten.

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– Businessnews – Kommentar: Das türkische Wirtschaftswunder

Es ist Weihnachten. Da passt es ganz gut, wenn man über ein Wunder berichten kann. Dieses Wunder fand in der türkischen Wirtschaft statt und nennt sich freier Markt.

Kommentar: Das türkische Wirtschaftswunder

Mezopotamya Cinema Collective
Türkei: Erstes kurdisches Filmfestival findet in Istanbul statt

Istanbul (nex) – Zum ersten Mal veranstaltet Istanbul ein Filmfestival, bei dem Dutzende kurdischer Filme gezeigt werden. Einige der Filme schildern die Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung durch ehemalige türkische Regierungen, andere beschäftigen sich mit sozialen Fragen der Kurden auf der ganzen Welt. „Es ist sehr aufregend, zum ersten Mal zum Festival nach Istanbul zu kommen“, so der iranische Regisseur Kaveh Moeinfar gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw. Er verwies dabei auf die Erfolge des Festivals, das kurdische Schauspieler, Regisseure und Produzenten aus der ganzen Welt versammelt. Das Mezopotamya Cinema Collective sponsert dieses Filmfestival, das am Mittwoch begann und bis Sonntag dauert. Es werden rund 30 Filme aufgeführt. Einer der Filme, der auf dem Festival gezeigt wird, “14 Temmuz”, erzählt die Geschichte von Kurden und Linken, die nach dem Militärputsch von 1980 im Gefängnis von Diyarbakir festgehalten und gefoltert wurden. Eine Vorführung des Films wurde Ende letzten Jahres in Sulaimani, eine Stadt in der kurdischen Autonomieregion im Irak, verboten. Millionen von Kurden leben in Istanbul. Der kurdische Direktor, Hasim Aydemir, nennt Istanbul “die Stadt, die die Mehrheit der Kurden umfasst“. Aydemir bezeichnete das Festival als „sehr großen Schritt“ und hofft auf bessere Dinge in der Zukunft. Im Jahre 2013 startete die türkische Regierung einen Friedensprozess (“çözüm süreci”) mit der PKK, um den jahrzehntelangen Konflikt mit der Terrororganisation zu beenden. Bereits 2005 brach der damalige Ministerpräsident Erdogan ein Tabu, indem er bei einem Besuch der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz Diyarbakir als erster Regierungschef seines Landes von einem „Kurdenproblem“ sprach. Nur durch Schaffung von Wohlstand und den Ausbau der Demokratie könne dieses Problem gelöst werden, so Erdogan damals. Das Militär und die Opposition kritisierten Erdogan für seine Worte und warfen ihm vor, die Einheit des Landes zu gefährden. Anfang 2009 ging der erste kurdische TV-Sender der Türkei auf Sendung und Erdogan schlug sogar vor, kurdische Ortsnamen für Dörfer wieder einzuführen. Zudem durften Politiker bei Wahlkämpfen auch auf Kurdisch um Stimmen werben und an Universitäten entstanden kurdische Sprachinstitute. Der Prozess brach jedoch im Jahr 2015 zusammen, als die PKK ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder aufnahm. Die Terrororganisation befürchtete einen Machtverlust durch den Demokratisierungsprozess und einen „fehlenden Feind“, so Beobachter des Konflikts.

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Verfassungsreform in der Türkei Türkei: Kurden haben „Ja“-Sieg möglich gemacht

Türkei: Kurden haben „Ja“-Sieg möglich gemacht
 

„Plus 50%"
Fast 5 Milliarden Euro: USA fordern mehr Geld für Truppen in Deutschland

Verbündete sollen die gesamten Kosten – „plus 50 %“ – für stationierte US Truppen übernehmen.  Washington (nex) – Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Bloomberg seien Pläne in der Entwicklung, den Verbündeten der USA die Gesamtkosten der Stationierung von US Truppen zu übertragen – „plus 50 %“ für das Privileg, sie unterhalten zu dürfen. Verbündete an den Militärausgaben zu beteiligen ist kein neues Anliegen in der amerikanischen Sicherheitspolitik und auch Präsident Trump thematisierte dies seit Beginn seiner Amtszeit stark. Nun seien konkrete Pläne in Arbeit, wie Regierungsbeamte gegenüber Bloomberg berichteten. „Cost Plus 50“ heißt die neue Losung, die der Nationale Sicherheitsrat ausgearbeitet habe. Staaten, in denen US Truppen stationiert sind, sollen demnach neben den gesamten Kosten zusätzlich 50 Prozent zahlen. Deutschland zahlte bislang 28 Prozent der jährlichen Kosten, ca. 900 Mio Euro. Käme die neue Regelung, würde das eine Verfünffachung der bisherigen Ausgaben bedeuten. Für Staaten wie Japan, Südkorea oder die VAE, sehe die Situation ähnlich aus. Als in Südkorea neulich Verhandlungen über den Status der stationierten Truppen mit den USA liefen, führten Trumps Forderungen fast zu einem Abbruch der Verhandlungen. Entgegen der Positionen seiner eigenen Chef-Unterhändler, beharrte Trump auf die volle Kostenübernahme plus 50% seitens Südkorea. Kostennachlass für „gute“ Verbündete Wie das Nachrichtenportal Bloomberg weiter berichtet, sei das Pentagon beauftragt worden, ein Modell auszuarbeiten, wonach Verbündete, die die USA bei künftigen internationalen Sicherheitsfragen unterstützten, einen Rabatt auf die Kosten für stationierte US-Truppen erhalten könnten. Somit hätte die US Außen- und Sicherheitspolitik ein weiteres Druckmittel, um Verbündete in Zukunft auf Linie mit den Interessen der USA zu bringen. Die Höhe des Rabatts würde sich aus der Tragweite der Unterstützung errechnen. Laut Bloomberg sehen sich viele Verbündete vor den Kopf gestoßen und bezweifeln sogar, ob die USA noch weiter verbündet bleiben wollten. Experten bemängeln an dem Vorstoß, dass die US Truppen, die im Ausland stationiert sind, nicht den Interessen der jeweiligen Staaten dienen, sondern sich für die Wahrung der Sicherheitsinteressen der USA dort befänden. Eine derartige Forderung an Bündnispartner sei kontraproduktiv für die Sicherheitspolitik der USA.  

Bildungspolitik
Gewerkschaft rechnet mit Personallücke von 583.000 Erziehern bis 2025

Wie nach Informationen der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ aus Zahlen der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hervorgeht, fehlen bundesweit akut 100.000 Erzieherinnen und Erzieher. Bis 2025 wächst die Lücke den Angaben zufolge sogar auf 583.000 Arbeitskräfte. Björn Köhler, im GEW-Vorstand zuständig für Jugendhilfe und Sozialarbeit, sagte, die Fachkräfte würden benötigt, um die gesetzlich geforderte Qualität der Arbeit sicherzustellen. „Kitas sind die ersten Bildungseinrichtungen, die Kinder in unserer Gesellschaft erleben“, betonte Köhler. Im Bundesfamilienministerium rechnet man mit einer Lücke von 191.000 Erzieherinnen und Erziehern im Jahr 2025. Die GEW hält diese Zahl für viel zu niedrig. Zudem verweist die Gewerkschaft darauf, der Personalmangel gefährde nicht nur die Qualität der Kita-Betreuung, sondern verhindere häufig auch ein zahlenmäßig ausreichendes Betreuungsangebot. Nach Angaben der GEW fehlen bundesweit 273.000 Plätze, wenn man den Betreuungsbedarf mit der Zahl der tatsächlich betreuten Kinder vergleicht. Für 11,6 Prozent der Kinder unter drei Jahren gebe es kein Angebot. „Es war lange abzusehen, dass der Bedarf an Kitaplätzen deutlich steigen wird“, sagte GEW-Vorstand Köhler. Die Politik habe aber viel zu spät reagiert: „Hohe Anforderungen und Personalmangel passen nicht zusammen.“

Hilfe für die UNRWA
Istanbul: Afghanistan stellt Millionenhilfe für Palästinenser bereit

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Istanbul (nex/aa) – Bei einer Veranstaltung in Istanbul, der Wirtschaftshauptstadt der Türkei, hat Afghanistan am Sonntag eine Million Dollar an finanzieller Unterstützung für palästinensische Flüchtlinge bereitgestellt. Bei einer Zeremonie, an der auch der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu teilnahm, überreichte der afghanische Botschafter in der Türkei, Abdul Rahim Sayed, die Hilfe an Pierre Krahenbuhl, Generalkommissar des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). Cavusoglu lobte die afghanische Regierung und das afghanische Volk für ihre Hilfe und die Unterstützung der Palästinenser. Die Afghanen hätten trotz ihrer eigenen misslichen Lage geholfen. „Aber sie haben dieses Geld hierher geschickt und ihre eigene Not vergessen, um unsere palästinensischen Flüchtlingsbrüder und -schwestern weiterzubilden und nicht hungrig und obdachlos zu lassen.“ Er fügte hinzu: „Dieser Beitrag und die Hilfe, die das afghanische Volk geleistet hat, werden nie vergessen werden. Die Palästinenser werden die Hilfe und Unterstützung, die ihnen gewährt wurde, nie vergessen.“ „Wir Afghanen haben viele wirtschaftlichen Probleme, und wir kämpfen und kämpfen für eine bessere Zukunft unserer Menschen. Wir sind uns der Schwierigkeiten bewusst, mit denen die Menschen in Palästina konfrontiert sind“, sagte Sayed. „Sie brauchen Unterstützung, und wir sollten entschlossene Maßnahmen ergreifen, um für sie grundlegende humanitäre Hilfe und Unterstützung zu leisten.“ Er sagte, dass die afghanische Regierung Erdogans Aufruf an die OIC-Mitgliedstaaten, das palästinensische Volk zu unterstützen, für einen „positiven Schritt“ hält. Afghanistan begrüßte auch die Initiative der OIC zur Einrichtung eines „Waqf-Fonds“ zur Unterstützung palästinensischer Flüchtlinge. In seiner Rede rief der Botschafter die OIC-Mitgliedstaaten und andere Länder auf, das palästinensische Volk „in einer so dringenden Zeit, in der es Hilfe und Beistand braucht“ zu unterstützen. Krahenbuhl seinerseits dankte Afghanistan für seine „immense Geste“ in einer Zeit, in der Afghanistan „vor so vielen Herausforderungen steht und so viel Schmerz, Leid und Verzweiflung erlebt hat“. „Es ist etwas, das in der Geschichte der UNWRA als Organisation in goldenen Buchstaben geschrieben werden wird. Es bedeutet uns so viel, als eine Botschaft an die ganze Welt“, sagte er. „Das ist etwas, das wir als Botschaft in die ganze Welt tragen werden, um andere zu inspirieren, fest mit den palästinensischen Flüchtlingen zusammenzuarbeiten, zu einer Zeit, in der die palästinensischen Flüchtlinge oft das Gefühl hatten, dass sie von der Welt vergessen wurden“. Laut einer Erklärung der UNRWA vom Januar sind die Mittel erforderlich, um weiterhin rund 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten zu unterstützen und die Tätigkeit der Agentur auf dem Niveau von 2018 fortzusetzen. „Es war eine Ehre, hier von seiner Exzellenz Recep Tayyip Erdogan empfangen zu werden, und die Signale, die von ihm und seiner persönlichen Führung in entscheidenden Momenten, wichtigen Konferenzen und Treffen auf der UN-Generalversammlung kamen, sind außergewöhnlich im Hinblick auf die Botschaften der Unterstützung aus der Türkei“, sagte der UNWRA-Vertreter. „Palästinensische Flüchtlinge werden diesen Moment der Solidarität zur Kenntnis nehmen“, fügte er hinzu. Krahenbuhl sagte im Januar, dass weitere 138 Millionen Dollar benötigt würden, um Soforthilfe für den blockierten Gazastreifen und das besetzte Westjordanland (einschließlich Ost-Jerusalem) zu leisten, während weitere 277 Millionen Dollar benötigt würden, um den Syrien Regional Crisis Emergency Appeal der Agentur zu unterstützen. Letztes Jahr hat US-Präsident Donald Trump die jährliche Finanzierung des UNRWA durch Washington gekürzt. Die USA waren mit Abstand der größte Beitragszahler der Agentur und stellten ihr jedes Jahr 350 Millionen Dollar zur Verfügung – etwa ein Viertel ihres Gesamtbudgets. Das UNRWA wurde 1949 von der UN-Generalversammlung mit dem erklärten Ziel gegründet, palästinensischen Flüchtlingen in ihren fünf Einsatzgebieten Hilfe und Schutz zu bieten: Jordanien, Syrien, Libanon, Westjordanland und Gazastreifen.  

Türkei
Unternehmerin: Erdogan ebnete den Weg für Geschäftsfrauen in der Türkei

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Istanbul (nex) – Der türkische Präsident ebnete für türkische Frauen den Weg, sich in der Geschäftswelt zu profilieren, so Laura Gok, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Leiterin des Bangladesch Business Council des türkischen Foreign Economic Relations Board (DEIK). „Türkische Unternehmerinnen wurden dank Präsident Erdogan gefördert“, sagte Gok der Nachrichtenagentur Anadolu. Gok, Gründerin und CEO des Istanbuler Chemieunternehmens Resas Chemie, betonte auch, dass First Lady Emine Erdogan einen großen Einfluss auf Frauen in der Wirtschaft hätte. Frauen würden in den kommenden Jahren eine größere Bedeutung in der Wirtschaft erlangen, fügte sie hinzu. Türkische Frauen, die in der Geschäftswelt erfolgreich sind, können alles mit Mut und Eigenständigkeit erreichen, betonte sie und fügte hinzu: „Männer sollten ihren Frauen vertrauen und sie in allen Bereichen unterstützen, auch im Geschäft.“ Angehenden Geschäftsfrauen rät sie, dass sie mit einer Idee einfach beginnen sollten und fügt hinzu, dass ein Businessplan für ein erfolgreiches Unternehmen unbedingt notwendig sei. Das türkische Handelsministerium und die Handelsattachés helfen türkischen Geschäftsleuten und Investoren im Ausland, die diese Hilfe nutzen sollten, sagte sie. Nach dem Start im Jahr 2014 erzielte Gok’s Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 50 Millionen Türkische Lira (9,4 Millionen Dollar). Seit drei Jahren bricht ihr Unternehmen bei Exporten nach Bangladesch, dem zweitgrößten Textilproduzenten der Welt, Rekorde. Gok fügte hinzu, dass sie sich auch darauf vorbereitet, Tiefkühlkost, Snacks und Haselnüsse herzustellen und unter ihrer neuen Marke Laura’s Food Line in die Golfstaaten zu exportieren. Sie hoffe, innerhalb von fünf Jahren einen Umsatz von 100 Millionen Dollar zu erreichen, sagte sie.

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– Türkei – Erdogan: Diejenigen, die Frauen ausschließen, sind zum Scheitern verurteilt

Der türkische Präsident sagte am Montag, dass die Zahl der weiblichen Bürgermeisterinnen in der von ihm gegründeten regierenden Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) nicht ausreichend sei und steigen sollte.

Erdogan: Diejenigen, die Frauen ausschließen, sind zum Scheitern verurteilt
 

Bildungspolitik
Bundesbildungsministerin: Rechtsanspruch auf Ganztags-Grundschule kommt 2025

Osnabrück – Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat an Bund und Länder appelliert, auch beim Ausbau der Ganztagsangebote in Grundschulen eng zusammen zu arbeiten. „Nehmen wir doch den Digitalpakt für Schulen als Vorbild“, sagte Karliczek im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie werde sich „mit aller Energie dafür einsetzen“, dass Bund und Länder auch im Interesse einer guten Bildung im Grundschulalter „ihre jeweiligen Stärken zusammenführen“. „Ich bin sehr zuversichtlich“ Die Bundesministerin für Bildung und Forschung zeigte sich „sehr zuversichtlich“, dass es 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsangebote in Grundschulen geben werde. „Wir werden es in den nächsten fünf Jahren schaffen, gemeinsam mit den Ländern und Kommunen die Angebote so auszubauen, dass der Rechtsanspruch erfüllt werden kann“, kündigte die CDU-Politikerin an. „Qualität – und nicht nur Versorgung“ sei der Anspruch.

Istanbul
Gesundheitstourismus: Türkei entwickelt sich zum Weltzentrum für Augen-Ops

Von Helene Milde

Immer mehr Menschen entscheiden sich, zu medizinischen Behandlungen ins Ausland zu fahren. Dabei ist es ihnen wichtig, qualitativ hochwertig behandelt zu werden und das zu einem günstigen Preis.

Türkische Augenkliniken sind hier eine beliebte und bevorzugte Alternative zu Deutschland. Die erschwinglichen Preise der Türkei sowie die Professionalität und die Erfahrung der Ärzte lassen die Türkei zu einem wichtigen Zentrum des Gesundheits-Tourismus werden. Modernste Behandlungs- und Operationsmethoden machen es möglich, künftig ohne Sehhilfe und mit einer verbesserten Sehkraft wieder klar in die Welt zu schauen.

Eine Laserbehandlung ist der Schlüssel dafür. Zahlreiche Augenärzte und Kliniken in der Türkei haben sich auf diesen speziellen Gesundheits-Tourismus eingestellt. Die Patienten verbinden einen Kurzurlaub in einer der türkischen Metropolen mit einer Augenlaser-Operation. Erfahrene Fachärzte verhelfen den Betroffenen zu neuer Lebensqualität im Alltag, beim Sport oder bei der Arbeit. Regelmäßiger Linsenverlust, brennende Augen nach dem Wassersport, rutschende Brillen bei der Arbeit, all das gehört nach einer professionellen Laser-OP der Vergangenheit an.

Wer also seine Augen in Istanbul oder einer anderen türkischen Großstadt lasern lassen möchte, kann eine professionelle Operation mit Sightseeing verbinden. Denn die Angebote der türkischen Augenkliniken beinhalten neben der OP sowie der medizinischen Behandlung auch eine Hotelunterkunft und eine sprachliche Begleitung. In manchen Laser-Paketen sind sogar Besichtigungs-Touren enthalten.

„Viele unserer Patienten kombinieren ihre Behandlung mit einer Tour durch die Stadt“, so Mert Demirsöz, Sprecher der Augenklinik “Dünyagöz“ in einem Gespräch mit NEX24. Das 1996 gegründete Unternehmen führe in ihren Kliniken jährlich 80000 Behandlungen an Patienten aus über 147 Nationen durch. Mit einer Klinik in Frankfurt ist das Unternehmen auch in Deutschland vertreten.

„Wir haben 500 verschiedene Behandlungsmethoden“, sagte Demirsöz. Dabei erinnerte er, dass „Dünyagöz“ vom 6.-10. März auch in der weltgrößten Tourismusmesse in Berlin vertreten sein wird und die Spezialleistungen ihres erfahrenen Ärzeteams vorstellen werde. „Für ITB-Besucher werden wir in Halle 21B, Stand 214D besonders preisgünstige Augenlaser-Pakete anbieten“, sagte Demirsöz.

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– Gesundheitstourismus –
Türkei: 1500 Haartransplantationen täglich

Laut der Türkischen Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie steht die Türkei weltweit an dritter Stelle für Haartransplantationen. Täglich würden fast 1500 Behandlungen durchgeführt. Nicht nur die erschwinglichen Preise seien der Grund für die Beliebtheit der Türkei, sondern auch die Professionalität und Erfahrung der Ärzte.

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Tarifverhandlungen
Experten beklagen wachsende Pensionslasten

Osnabrück – Vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder mahnen Experten vor den Folgekosten. Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen beklagte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ), die Ausgaben für die aktiven Beamten, Pensionen und Versorgungsleistungen beanspruchten einen immer größeren Anteil der Etats. „Auf Länderebene gehen schon jetzt ein Zehntel der Ausgaben für die passiven Beamten drauf. Und dieser Anteil könnte sich bis zum Höhepunkt der Pensionswelle in den 2030er Jahren verdoppeln. Nimmt man dann noch die Schuldenbremse hinzu, bleibt immer weniger Spielraum für andere Ausgaben.“ Raffelhüschen schätzte zudem, bis zum Jahr 2050 werde der Staat auf allen Ebenen – also Bund, Länder und Kommunen – etwa 1,5 Billionen Euro für die Versorgung der Beamten ausgeben müssen. „Mehr als die drei Viertel davon entfällt auf Pensionen.“ Auch das sei eine Mahnung zur Vorsicht. Raffelhüschen: Lehrer nicht mehr verbeamten Der Wissenschaftler warf zugleich die Frage auf, „ob weiterhin so viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst verbeamtet werden müssen“. Er forderte, die Beamtenschaft müsse auf ein Minimalniveau gesenkt werden. Sparen könnte man nach seinen Worten vor allem bei Lehrern und Hochschullehrern, „die keineswegs Beamte sein müssen, sondern auch Angestellte sein können“. Steuerzahlerbund: Beim Personal auf Klasse statt Masse setzen Auch Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, warnte die Politik dringend vor dauerhaften Mehrausgaben. Solche Entscheidungen könnten sich nach seinen Worten bald bitter rächen. Aktuell profitiere der Staat zwar von niedrigen Zinsen und hohen Steuereinnahmen. Doch sei diese Situation nur zeitweilig, so Holznagel gegenüber der NOZ. Vor allem Personalausgaben zehren nach Worten von Holznagel einen immer größeren Anteil der Steuereinnahmen auf. Er forderte deshalb: „Die Politik muss beim Personal auf Klasse statt Masse setzen.“ Die große Koalition tue aber genau das Gegenteil: „Seit 2014 hat sie fast 37.000 neue Stellen in der Bundesverwaltung geschaffen, oftmals ohne eingehende Prüfung, ob so viel Personal wirklich benötigt wird.“ Der Steuerzahlerbund rechnet zugleich vor, allein beim Bund seien Pensions- und Beihilfeverpflichtungen in Höhe von 688 Milliarden Euro aufgelaufen. 2011 habe diese Summe noch bei 440 Milliarden Euro gelegen.

Gesundheitstourismus
Türkei: 1500 Haartransplantationen täglich

Istanbul – „Ich wollte besser aussehen. Ein besseres Aussehen meiner Haare würde mich begehrenswerter machen“, so ein Israeli in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu. Der junge Mann, der es vorzog, anonym zu bleiben, sagte, er sei auf Anraten seines Freundes in die Türkei gekommen. Dieser sei bereits in der Türkei behandelt worden und mit den Ergebnissen sehr zufrieden. „Ich habe nur Gutes über die Türkei gehört, besonders Istanbul. Mein Freund war auch hier und ich habe mich für Istanbul entschieden, als ich die Ergebnisse seiner Behandlung sah“, sagte der junge Mann, der sich für eine private Klinik entschieden hat. Er brachte die Qualität der Dienstleistungen in der Türkei zum Ausdruck: „Es ist unglaublich. Es ist wie eine VIP-Behandlung. Es ist wirklich gut. Sehr sogar. Ich habe diese Art der Behandlung nicht erwartet.“ Laut der Türkischen Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie steht die Türkei weltweit an dritter Stelle für Haartransplantationen. Täglich würden fast 1500 Behandlungen durchgeführt. Nicht nur die erschwinglichen Preise seien der Grund für die Beliebtheit der Türkei, sondern auch die Professionalität und Erfahrung der Ärzte. „Die durchschnittlichen Transplantationen in der Haartransplantation mit der FUE-Technik liegen in Europa und den USA bei etwa 1.500-2.000, in der Türkei bei etwa 4.000. Das heißt, wir pflanzen durchschnittlich 8.000 Haare pro Patient. Die Zahl liegt deutlich über dem europäischen und US-amerikanischen Durchschnitt“, so ein Arzt gegenüber Anadolu. „Dies ermöglicht uns bessere und natürlichere Ergebnisse“, fügte er hinzu. Türkische Chirurgen seien erfahrener als die in Europa, da sie mehr Haartransplantationen durchführen, so der Arzt. „Solange wir weiterhin einen qualifizierten und kostengünstigen Service anbieten können, wird die Nachfrage auf dem türkischen Haartransplantationsmarkt steigen“, sagte Canan Melike Koksuz, Spezialistin für medizinische Ästhetik an der NHC Istanbul Klinik. Jedoch warnte sie auch vor unbefugten Haarverpflanzungszentren: „Diese Orte sind sehr gefährlich und riskant. Sie halten sich nicht an die Regeln und Vorschriften. Sie haben nicht einmal autorisierte Ärzte und Krankenschwestern, um die Behandlung zu verfolgen“, sagte Koksuz. Sie rät Patienten, die Registrierungsnummern und Zulassungsdokumente der Kliniken und Krankenhäuser zu überprüfen. Sie forderte auch das türkische Gesundheitsministerium auf, strenge Vorschriften und einen Überwachungsmechanismus zur Verhinderung illegaler Haartransplantationen umzusetzen.

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– Reisen – Gesundheitstourismus: Türkei erwartet jährlich 2,5 Millionen Besucher

„Wir werden das Gesundheitstourismuszentrum für Europa, den Nahen Osten, Afrika, Zentralasien und Russland werden“, sagte der türkische Gesundheitsminister Ahmet Demircan in einer Rede in Ankara.

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