Nis-Merdare-Pristina
„Aussöhnung mit Kosovo“: Außenminister Pacolli gratuliert Serbien zum Bau der Autobahn

0
Pristina (nex) Behgjet Pacolli, der scheidende Außenminister und Vize-Premierminister des Kosovo, sagte am Freitag, dass die Unterzeichnung des Abkommens über den Bau der Autobahn, die die südliche serbische Stadt Nis mit der kosovarischen Hauptstadt Pristina verbindet, „ein großer Schritt nach vorn zur Aussöhnung mit dem Kosovo“ sei. Er gratulierte der serbischen Regierung und Präsident Aleksandar Vucic, der sich das Geld für den Bau der Autobahn gesichert hat. „Die Fortsetzung des Baus der Autobahn von Serbien bis zur Grenze zum Kosovo, Merdar, ist ein wichtiger Schritt zum Frieden mit dem Kosovo. Ich gratuliere der serbischen Regierung und dem Präsidenten Vučič zu diesem Unternehmergeist. Frieden ist der einzige Weg, um eine strahlende Zukunft aufzubauen!“, schrieb Pacolli auf Twitter am Freitag.
(Foto: Screenshot/Twitter)
Die Autobahn sollte bis 2020 gebaut sein, ein Teil der Mittel wurde jedoch erst am Donnerstag von der Europäischen Investitionsbank zugesichert. Das Projekt wird auch durch Zuschüsse im Rahmen der Investitionsrahmenplattform für die westlichen Balkanländer (WBIF) in Höhe von 48 Mio. EUR unterstützt, die sich aus einem Investitionszuschuss von 40,6 Mio. EUR und einem Zuschuss für technische Hilfe in Höhe von 7,4 Mio. EUR zur Vorbereitung von Projekten zusammensetzen, erklärte die EIB in einer Erklärung vom Donnerstag. Das 255 Mio. EUR teure Projekt betrifft den Bau des ersten 32 km langen Abschnitts von insgesamt 100 km Länge einer Autobahn – auch Friedensachse genannt -, die Nis, eine der größten Städte Serbiens, mit Pristina im Kosovo verbindet. „Diese Autobahn wird die Verkehrssicherheit und -effizienz verbessern und gleichzeitig eine bessere Anbindung innerhalb der Region ermöglichen. Umso mehr ist dieses Projekt ein konkretes Beispiel für die zunehmende Zusammenarbeit und Versöhnung zwischen den Völkern Serbiens und des Kosovo“, sagte die für Mobilität und Verkehr zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc laut der Erklärung. Das Projekt umfasst den Bau von vier Anschlussstellen, sechs Tunneln mit einer Länge von 200 bis 1.200 Metern, neun großen Brücken mit einer Länge von 100 bis 1.000 Metern sowie Rastplätzen, einer lokalen Leitstelle und Plattformen für Tankstellen. Bis Ende 2024 soll das Projekt abgeschlossen sein. „Diese Autobahn ist sowohl für ihre regionale Anbindung – da sie Serbien mit albanischen Häfen an der Adria verbinden wird – als auch für eine schnellere Entwicklung der Regionen in Süd- und Zentralserbien, die durch die neue Autobahn verbunden werden, von Bedeutung“, sagte der stellvertretende serbische Premierministerin und Ministerin für Bau, Verkehr und Infrastruktur Zorana Mihajlovic. Die Autoput Nis–Merdare ist eine geplante serbische Autobahn, die bei Niš beginnt und an der kosovarischen Grenze bei Merdare endet. Die Autobahn ist ein Teilstück des ehemaligen jugoslawischen Autoput Bratstvo i jedinstvo und damit Bestandteil des Paneuropäischen Verkehrskorridors X.

Tierschutz
Westpol: Erneut schockierende Bilder von leidenden Tieren

0

Die Bilder schockierten nicht nur Landespolitiker: Vor zwei Jahren tauchten Aufnahmen von offenkundig leidenden Tieren in NRW auf. Die Bilder zeigten Schweine mit zum Teil abgebissenen Schwänzen und entzündeten Gelenken – und waren ausgerechnet auf dem Hof der damaligen NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) entstanden.

Jetzt weist der Verein „tierretter.de e.V.“ erneut auf Bildmaterial hin, das auf Höfen in Schulze Föckings Heimat, dem Kreis Steinfurt, aufgenommen wurde. Das WDR-Magazin „Westpol“ hat die Aufnahmen exklusiv ausgewertet. Zu sehen ist ein Tier mit einem Nabelbruch: „Da schleifen eindeutig die Innereien über den Boden, der ganze Beutel ist blutig“, so Ilja Briggs vom Verein „tierretter.de e.V.“.

Christoph Brundiers, Leiter des Veterinäramtes im Kreis Steinfurt, kennt die Höfe, auf denen die Aufnahmen entstanden sind. „Das sind natürlich keine Zustände, die so akzeptabel sind“, räumt er ein. Bei etwa jeder zehnten Kontrolle stößt Brundiers nach eigenen Angaben auf Tierschutzmängel. Behandelt werden sie zumeist als Ordnungswidrigkeiten.

Die Höfe müssen dann oft Zahlungen im dreistelligen Bereich leisten. Dabei wurden im letzten Jahr nur 16 Prozent der Betriebe im Kreis Steinfurt überhaupt kontrolliert. 2014 – vor dem Fall Schulze Föcking – war es sogar nur jeder zehnte Betrieb. Aus Sicht von Karl Fikuart, der viele Jahre als Veterinär im Kreis Steinfurt tätig war, zeigen die aktuellen Bilder „klare Straftatbestände“.

Seine Vermutung, warum viele Tiere nicht tierärztlich behandelt werden: „Der Wert des Schweines ist wesentlich niedriger, als die Kosten, die dadurch entstehen.“ Eigentlich gibt das Tierschutzgesetz klare Regelungen vor: Wer einem Wirbeltier anhaltende Schmerzen oder Leiden zufügt, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.

Für Ursula Heinen-Esser (CDU), Nachfolgerin von Christina Schulze Föcking im Amt der NRW-Umweltministerin, sind die aktuellen Bilder Einzelfälle. Dennoch kündigt sie neben dem geplanten Tierschutzbeauftragten für die kommenden Wochen „ein ganzes Paket“ an Maßnahmen an, „um das System besser aufzustellen.“

So soll es künftig in NRW eine Tiergesundheitsdatenbank geben. „Helfen wird hoffentlich auch das Tierwohl-Label, das dem Verbraucher klare Hinweise gibt, wie die Tiere gehalten wurden“, so Heinen-Esser. Allerdings war unter den Betrieben, in denen die aktuellen Aufnahmen entstanden sind, auch mindestens ein „Tierwohl“-Hof.

Türkei
Protestierende Kurden: Die HDP nimmt Kinder mit Gewalt und übergibt sie der PKK

0
Diyarbakir – Am zwölften Tag der Protestbewegung „kurdischer Mütter“ gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, schlossen sich weitere Familien dem Sitzstreik an. „Mein Neffe war ledig und hatte nichts mit der HDP oder der PKK zu tun. Seitdem er entführt wurde, leidet mein Bruder psychisch und wird behandelt. Aus diesem Grund bin ich anstelle von ihm gekommen“, so etwa Muhittin Avunan, der extra aus Elazig angereist sei, um sich für seinen Neffen Emrah Avunan den protestierenden Familien anzuschließen, gegenüber Reportern. Emrah sei 2015 gezwungen worden, sich der Terrororganisation anzuschließen. Avunan wirft der HDP vor, als Ableger der PKK zu fungieren. „Die HDP nimmt Kinder mit Gewalt und übergibt sie an die PKK, und die PKK bringt sie in die Berge.“, so Avunan. Avunan sagt, sie hätten die Hoffnung auf seinen Neffen verloren gehabt, bis sie in den Nachrichten die gegen die PKK protestierenden Mütter sahen. Letzten Monat veranstaltete eine weitere Mutter, Hacire Akar, einen ähnlichen Protest in der Nähe des Büros der Partei. Ihr Sohn kehrte einige Tage später nach Hause zurück und gab einer Reihe von Müttern Hoffnung, die unter den gleichen Umständen leiden. „Als sie meine Tochter [Songul] entführten, war sie 15 Jahre alt und seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört“, sagte Fatma Akkus, eine der Mütter die sich kürzlich dem Streik angeschlossen haben, gegenüber Reportern. Die Terrororganisation habe ihre Tochter vor fünf Jahren einer Gehirnwäsche unterzogen und sie mitgenommen. so Akkus. „Ich habe die Nachrichten über den Beitritt meiner Tochter zur Terrorgruppe in den sozialen Medien gesehen“, sagte Akkus und bekräftigte ihre Unterstützung für die protestierenden Mütter. Mehmet Karaman, ein weiterer Kurde der sich dem Streik angeschlossen hat, habe seinen 18-jährigen Sohn vor 22 Jahren an die PKK verloren. „Ich will einfach nur von meinem Sohn hören“, sagte Kahraman und fügte hinzu, dass er auf den Tod seines Sohnes vorbereitet sei. „Es zerreißt mir einfach das Herz. Es ist jetzt 22 Jahre her und es ist immer noch nicht einfach,“ so Karaman. „Ihre Kinder reisen durch Europa, während unsere entführt werden. Wenn sie wollten, könnten sie unsere Kinder zurückbringen“, sagen Halime Sehitoglu und Macide Uslu, zwei Tanten der entführten Kinder, die sich ebenfalls für ihre Neffen dem Sitzstreik anschlossen. Gemeint sind die Politiker der oppositionellen HDP.

Im August hatte Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakır einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen.

In der darauffolgenden Woche setzte sich Fevziye Cetinkaya, eine weitere kurdische Mutter, die behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden.

„Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Die türkische Regierung beschuldigt die HDP seit langem, Verbindungen zur PKK-Terrorgruppe zu haben. Mehr als 30-jährige Terrorkampagne In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer Mitteilung im Februar dieses Jahres. Eva Quadbeck in der Rheinischen Post:

„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an.

Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“.

Zum Thema

– Kurden gegen PKK – Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung.

Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an
   

MMA-News
UFC: Dustin Poirier dankt Khabib Nurmagomedov für Spende

0
Via Twitter dankte der US-amerikanische MMA-Kämpfer Dustin Poirier dem russischen UFC-Champion Khabib Nurmagomedov für eine „großzügige Spende“ an seine Stiftung „Good Fight Foundation“. „Vielen Dank für Deine großzügige Spende an The Good Fight und dafür, dass Du ein Mann Deines Wortes bist. Dein Beitrag wird so vielen Menschen helfen!“, zitiert die Nachrichtenagentur Sputnik eine Mitteilung der Stiftung.
(Foto: Screenshot/Twitter)
Nurmagomedov holte bei der UFC 242 in Abu Dhabi am 7. September mit einem Sieg gegen Poirier den Titel zurück. Wie Sputnik berichtet, tauschten die Rivalen unmittelbar nach dem Kampf T-Shirts aus. Nurmagomedov habe dem Amerikaner versprochen, dessen Kleidung auf einer Auktion zu verkaufen und das Geld an die Wohltätigkeitsstiftung von Poirier zu überweisen. Numagomedov bezwang Poirier in Runde drei nach einem Rear Naked Choke via Submission. Mit einer Bilanz von 28 Siegen und null Niederlagen ist der 30-jährige Leichtgewichtsmeister in seiner Karriere somit weiter ungeschlagen. Sieg gegen McGregor Nurmagomedov hatte im vergangenen Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und blieb weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Nurmagomedov wurde jedoch eine neunmonatige Sperre auferlegt, weil er nach dem Kampf gegen McGregor aus dem Oktagon in die Ecke des McGregor-Teams sprang und auf dessen Teammitglieder einschlug. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters.

Auch interessant 

– UFC-News – Conor McGregor will Kampf gegen Khabib Nurmagomedov

Der ehemalige UFC-Champion Conor McGregor hat Nurmagomedov zu einem Kampf herausgefordert.

Conor McGregor will Kampf gegen Khabib Nurmagomedov

Teknofest 2019
Istanbul: Russische Kampfjets SU-35 in der Türkei gelandet

Istanbul – Russlands Kampfjet Sukhoi Su-35 ist am Samstag für das Teknofest 2019, das vom 17. bis 22. September in Istanbul stattfindet, in der Türkei gelandet. „Der Mehrzweck-Kampfflugzeug Sukhoi Su-35 ist am türkischen Atatürk-Flughafen angekommen, um an der Teknofest-Ausstellung teilzunehmen“, so ein Sprecher der russischen United Aircraft Corporation (UAC) gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der UAC-Pressedienst fügte hinzu, dass andere russische Flugzeuge – sowohl Passagier- als auch Sonderflugzeuge – für das Technologie-Festival erwartet würden, etwa die MC-21 und SSJ-100 Flugzeuge sowie dem Amphibienflugzeug Be-200. Ankara habe auf der internationalen Luftfahrtschau MAKS 2019 in Russland, sein Interesse für Kauf der russischen Kampfflugzeuge Sukhoi Su-35 und Su-57 geäußert.
(Foto: Screenshot/CNN Türk
Washington hat es verboten, den Joint-Strike-Fighter F-35 an die Türkei auszuliefern. Die türkischen Kampfpiloten, die in den USA eine Ausbildung an dieser Maschine durchliefen, werden nach Hause geschickt – und müssen bald womöglich das Steuern der russischen Su-35 erlernen. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik unter Bezugnahme auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung Yeni Safak weiter berichtet, hat Ankara das türkische Militär und die Industrie aufgefordert, die russische Suchoi Su-35 als möglichen Kampfjet für die türkische Luftwaffe zu prüfen. „Wenn Ankara den russischen Kampfjet kauft, dann würde das die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der Türkei nach der Umsetzung des S-400-Deals weiter festigen“, zitiert Sputnik den Sicherheitsforscher und Politologen, Mehmet Seyfettin Erol, vom Forschungszentrum Ankasam. Moskau bereit zu liefern Moskau hatte bereits im April die Bereitschaft signalisiert, russische Kampfjets an die Türkei zu verkaufen, falls die Vereinigten Staaten die Lieferung von F-35-Kampfflugzeugen einstellen. Alexander Mikheev, Leiter des russischen staatlichen Waffenexporteurs sagte, dass Russland bereit sei, diese Option zu besprechen, so die Nachrichtenagentur Interfax. „Wenn die türkische Seite bei uns Konsultationen beantragt, werden wir bereit sein, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten mit der russischen United Aircraft Company zu beraten“, sagte er. Russland begrüß die „harte Haltung“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber den USA. Moskau sagte, dass man die „harte Haltung“ Erdogans gegenüber den USA begrüße.

„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV im Mai. Russland und die Türkei gehörten laut Peskow zu den wenigen Länder auf der Welt, die souverän und selbstständig handeln könnten.

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte daraufhin mit einem Kauf russischer Kampfjets. „Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange so fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu. Russisch-türkischer Kampfjet Im vergangenen Mai haben Ankara und Moskau auch Pläne für die gemeinsame Entwicklung eines Kampfjets der fünften Generation angekündigt. Dafür seien bereits erste Testberatungen aufgenommen worden. „Wir beraten über die Kampfjets der Generation 4 ++ und führen auch die ersten Testberatungen zur fünften Generation durch, obwohl die Entscheidung auf höchster Ebene getroffen wird“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik den Vize-Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Sergej Ladygin. Ladygin habe zudem betont, dass Russland der Türkei helfen werde, eine nationale Raketenabwehr mit höherer Fernwirkung aufzubauen, berichtet Sputnik unter Berufung auf ein Interview mit dem russischen TV-Sender „Swesda“ weiter.

Auch interessant

– „Jahrhundertschlacht“ – Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken.

Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22
   

Apimondia International
Kanada: Türkischer Honig als bester der Welt ausgezeichnet

Montreal – Bei einem internationalen Imkertreffen in Montreal, Kanada, wurde der Polyflorahonig des türkischen Unternehmens Egricay Bal als bester Honig der Welt ausgezeichnet. Der 46. Apimondia International Imkerkongress versammelte vom 8. bis 12. September mehr als 6.000 Teilnehmer aus 80 Ländern. Am Donnerstag fand eine Preisverleihung statt, um die internationale Veranstaltung abzuschließen.
(Foto: AA)
„Die Tradition der Bienenzucht in unserer Familie reicht mehr als 300 Jahre zurück, wir arbeiten hart daran, hochwertigen Honig zu produzieren“, sagte Celal Cay, der Besitzer von Egricay Bal, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu nach Erhalt der Auszeichnung. Das Unternehmen habe auch eine Silbermedaille bei einem Kongress in Kiew 2013 und eine Goldmedaille in Istanbul 2017 gewonnen.

Anti-Terror-Einsatz
USA melden Tod von Bin-Laden-Sohn Hamza

0

Der Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden, Hamza, ist tot. Er starb laut US-Regierung bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan. Das Weiße Haus spricht von einem Rückschlag für Al Kaida.

Wie die Tagesschau weiter berichtet, hat Washington den Tod von Hamza bin Laden bestätigt, einem Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden. Er soll eine führende Rolle in dem Terrornetzwerk gehabt haben und „wurde bei einem US-geführten Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan getötet“, hieß es aus dem Weißen Haus. Zum Todeszeitpunkt wurden in der Erklärung keine Angaben gemacht.

„Der Tod des Bin-Laden-Sohns stellt nicht nur aus symbolischen Gründen einen Rückschlag für Al Kaida dar, sondern unterminiert auch wichtige Aktivitäten der Gruppe“, zitiert die Tagesschau eine Mitteilung des Weißen Hauses. Bereits Anfang August hatten US-Medien berichtet, der etwa 30-Jährige sei tot. Sie beriefen sich damals auf Geheimdienstinformationen.

Kurden gegen PKK
Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Proteste gegen die Verschleppung von Kindern weiten sich aus Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung. Künstler, Musiker und Schauspieler unterstützen „Mütter von Diyarbakır“ Bekannte Stars aus dem türkischen Showbusiness wie Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan besuchten die streikenden Eltern, die seit Wochen vor der Parteizentrale der HDP in Diyarbakır ausharren und bekundeten ihre Solidarität mit den Müttern und Vätern. Die Stars nahmen sich Zeit, um mit allen streikenden Eltern einzeln zu reden. Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan hielten die Hände der verzweifelten Eltern und teilten ihren Schmerz. Als die Mütter die Fotos ihrer verschleppten Töchter und Söhne zeigten und über ihre Sehnsucht nach diesen berichteten, kam es zu hoch emotionalen Momenten. Einer der Stars, die Schauspielerin Hülya Koçyiğit, erklärte, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, weil sie den mutigen Aufschrei der Mütter, ihren Protest und ihren Ruf nach Rückgabe ihrer Kinder gehört habe: „Mein Gewissen hat mich hierhergebracht. Ich bin ein Mensch, eine Mutter. Ich habe den Schmerz in den Herzen der Mütter in mir selbst gespürt“, sagte Koçyiğit und versprach, dass sie immer an der Seite der Mütter und Eltern sein werde, die aufgrund der Verschleppung ihrer Kinder großen Schmerz erleiden.
(Schauspielerin Hülya Kocyigit (r)
(Foto (BIK)
Koçyiğit, die darauf hinwies, dass es in der Türkei seit 30 Jahren zu Terrorangriffen kommt, erklärte: „Das hat viel Leid gebracht, viele Leben gekostet und dazu geführt, dass viele Tränen vergossen wurden. Die Mütter sollen nicht mehr weinen. Die gesamte Türkei und wir müssen alle gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. Denn das ist eine überparteiliche Angelegenheit. Das ist eine humanitäre Aufgabe aller Menschen. Deshalb habe ich einen großen Respekt vor dieser Erhebung und bin auf der Seite dieses Protests, um ihn zu unterstützen.“ Gülben Ergen: „Nieder mit dem Terror“ Gülben Ergen, TV-Moderatorin und Sängerin, wies darauf hin, dass man den Müttern zuhören und sie unterstützen müsse, um ihre Stimmen und ihren Aufschrei zu verstärken. „Wir haben gesehen, dass sie [die Mütter, Anmerkung der Redaktion] ermutigt wurden. Wenn das Herz einer Mutter blutet, wenn eine Mutter mit einem Wehruf auf sich aufmerksam macht, kann keine Kraft dieser Welt davor stehen bleiben. Nieder mit dem Terror. Diese Mütter sind auf der Suche nach ihren Kindern. Sie rufen um Hilfe. Ihre Herzen sind am bluten.“
(Foto: BIK)
Ergen sagte zudem auch ein paar Sätze auf den tags zuvor verübten Terroranschlag durch die PKK in Kulp. Sie erinnerte daran, dass sie an der Beerdigungszeremonie, der durch den Terrorangriff verstorbenen Bürger teilnahm und sagte: „Es ist Zeit für Frieden, Geschwisterlichkeit und Eintracht. Die Mütter sind stärker als wir alle. Vor Euch [den Müttern, Anmerkung der Redaktion] wird keine Kraft aufrecht stehen können. Die Mütter werden siegen.“ „Unsere Gebete sind bei den Müttern“ Die Stimm- und Musikkünstlerin Muazzez Ersoy sagte ebenfalls, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, um den Schmerz der Mütter zu teilen und Mitgefühl zu demonstrieren. Sie sagte, sie könne sehr gut nachvollziehen, was die Mütter fühlen und welchen Schmerz sie erleiden müssen, da sie selbst eine Mutter sei. Ersoy wünschte den Eltern, dass sie schnellstmöglich ihre Kinder zurückbekommen: „Wir möchten, dass sie so schnell wie möglich ihre Kinder wiedersehen und glücklich mit diesen daheim leben. Unsere Gebete sind bei den Müttern. Wir sind hier, um die Mütter zu unterstützen und damit ihr Schrei endlich Gehör findet. Ich bin darüber hinaus sehr glücklich, hier zu sein.“ „Die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen“ Der Schauspieler und Musiker, Yavuz Bingöl, sagte, er sei nach Diyarbakır gekommen, um ein gesamtgesellschaftliches Statement zu setzen, um aufzurütteln und um den Schmerz der Mütter zu teilen. „Im Namen aller Künstler möchte ich den Kindern der Mütter folgendes sagen: Tut unseren Müttern nicht länger weh, lasst sie nicht länger weinen, kommt und bereitet diesem Schmerz ein Ende. Beendet diese Sehnsucht.“ Bingöl sagte, die Mütter wollten nur noch ihre Kinder in die Arme schließen, sie küssen und an ihnen riechen. „Hoffentlich können sie [die Kinder, Anmerkung der Redaktion] unversehrt nach Hause und zu ihren Familien zurückkehren. Nicht nur die Mütter, sondern die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen. Ich hoffe auch, dass weitere unserer Künstlerkollegen hierherkommen, um unsere Mütter zu unterstützen.“ Clans unterstützen Proteste Am Donnerstag kamen auch kurdische Clanführer, die 154 Großfamilien in der Ost- und Südosttürkei vertreten, nach Diyarbakır, um den Familien, die vor der HDP-Zentrale mit einer Sitzblockade gegen das Verschwinden ihrer Kinder protestieren, ihre Solidarität auszudrücken. Der Vorsitzende der Föderation der kurdischen Großfamilien „Kadim“, Rasim Aslan, sagte gegenüber Reportern, dass sie nach Diyarbakır gekommen seien, um den Schmerz der Mütter zu teilen und dass diese Frauen alle in der Türkei lebenden Mütter repräsentierten. Aslan wandte sich an diejenigen, die bei den Gezi-Protesten, im Ida-Gebirge oder den Waldbränden in İzmir die Menschen zum Protest bewegten und sagte: „Genießen die Mütter nicht einmal die Wertschätzung eines verbrannten Baums? Der Grund, wieso wir heute hier sind, ist, dass wir den Schmerz teilen wollen. Ich wünsche keiner einzigen Mutter auf der Welt den Schmerz des Verlusts des eigenen Kindes. Es gibt nichts Schlimmeres als diesen Schmerz. Diese Frauen stehen für alle Mütter in der Türkei. Ich hoffe, dass alle zur Gnade und Besinnung kommen und es diesen Müttern ermöglichen, ihre Kinder wiederzusehen.“ Der Führer des İzol-Clans aus der türkischen Stadt Adıyaman, Abdullah Yalçın, beklagte, dass die HDP und ihre Funktionäre nicht ihre eigenen Kinder, sondern die Töchter und Söhne anderer Familien in die Berge verschleppten. „Falls ein einziges Kind der politischen Vertreter oder Abgeordneten der HDP in den Bergen lebt, dann sind wir bereit, ebenfalls dorthin zu gehen. Diese Leute verstecken ihre eigenen Kinder und verschleppen fremde Jugendliche. Wie unmoralisch ist das?“ Mehmet Karaman, ein weinender Vater eines verschwundenen Kindes, zeigte den Journalisten das Foto seines Sohnes Ercan und sagte: „Seit 22 Jahren ist der Junge nun schon in den Bergen. Ich weiß nicht mehr, wie ich esse und schlafe.“ Der Führer des İzol-Clans Yalçın versuchte den leidenden Vater dagegen zu beruhigen und tröstete ihn.

Zum Thema

– Kurden gegen PKK – Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Die Wut der Kurden auf die PKK-nahe Partei HDP wird immer größer. Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im vergangenen Monat begann, entwickelt sich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, ihren Unmut gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.

Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Umweltpolitik
DIHK-Umfrage: Neun von zehn Unternehmen befürworten mehr Klimaschutz-Maßnahmen

Neun von zehn deutschen Unternehmen befürworten grundsätzlich zusätzliche Klimaschutz-Maßnahmen, damit Deutschland seine Klimaziele 2030 und 2050 erreichen kann. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2600 Mitgliedsunternehmen hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Zugleich hat aber die Enttäuschung über den bisherigen Verlauf der Energiewende stark zugenommen: Nur noch 15 Prozent der Industrieunternehmen sehen die Energiewende als positiv für ihr eigenes Geschäft an, wie das so genannte IHK-Energiewende-Barometer zeigt. Die Energiewende wird der Umfrage zufolge von den Unternehmen unterm Strich so negativ bewertet wie seit 2015 nicht mehr. Denn im laufenden Jahr müssen der Umfrage zufolge erstmals mehr als die Hälfte der Betriebe noch mehr für den Strom bezahlen als im Vorjahr. „Wer bei diesen Unternehmen Vertrauen gewinnen will, muss ihnen Zeit für Umstellungen gewähren“, mahnte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Werde für einen besseren Klimaschutz wie erwartet eine CO2-Bepreisung eingeführt, bräuchten die Unternehmen einen zeitlichen Vorlauf, forderte Schweitzer. Eine solche Übergangszeit sei auch deshalb wichtig, weil es in vielen Fällen noch keine wirtschaftlich verfügbaren Alternativen gebe, etwa im Schwerlastverkehr. „Zentral bei einer CO2-Bepreisung ist, dass die Wirtschaft unterm Strich nicht zusätzlich belastet wird“, sagte Schweitzer. „Denn dies würde in Kombination mit den im internationalen Vergleich hohen Strompreisen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden.“ Ein wirksamer Ausgleich ließe sich für einen Großteil der Betriebe über die Senkung der Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) erzielen. Unternehmen, die wenig Strom, aber beispielsweise viel Erdgas verbrauchten, müssten zusätzlich entlastet werden. Andernfalls verliere Deutschland seine Attraktivität als Investitionsstandort.

Umweltpolitik
Studie: Abstandsregeln für Windkraftanlagen reduzieren verfügbare Fläche um bis zu 40 Prozent

Im Ringen um mehr Windkraftanlagen in Deutschland kommt eine neue Studie zu dem Schluss, dass starre Abstandsregelungen wie etwa in Bayern die verfügbare Fläche drastisch einschränken. „Pauschale Mindestabstände von 1000 Metern führen je nach untersuchter Variante zu einer Reduktion der Flächenverfügbarkeit um zehn bis 40 Prozent“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und der Unternehmensberatung Navigant, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Daraus geht auch hervor, dass ohne Abstandsregelung theoretisch rund 3100 Quadratkilometer für den Ausbau zur Verfügung stehen, mit einer sogenannten „1000-Meter-Pufferung“ sind es nur noch 2800 – oder nur rund 49.000 Megawatt statt 81.000. In Bayern müssen Windkraftanlagen in der Regel den zehnfachen Abstand ihrer Länge zu Wohngebieten einhalten. Bei einem 200 Meter hohen Windrad sind das zwei Kilometer. Derzeit streiten Union und SPD im Rahmen der Klimaschutzverhandlungen um einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien. Zuletzt gab es kaum neue Windkraftanlagen in Deutschland. Ohne einen deutlich höheren Anteil Erneuerbarer an der Stromversorgung könnten die Klimaziele für das Jahr 2030 in Gefahr geraten.