Meinung
Kommentar: Die verdrehte Welt der Seyran Ates

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Steinigungspraktikanten in Afghanistan haben der selbsternannten Imamin Seyran Ates den Start in den Tag versaut. Es liegt ihr sichtlich am Herzen, dass diesen „Befürwortern dieser Praxis das Wasser“ abgegraben wird. Was war geschehen? Offenbar stieß die Dame während ihrer tiefen Andacht beim scrollen durchs Netz auf ein Video, in der irgendwelche Steinigungspraktikanten der Taliban ihr Werk verrichteten. Wann das Video entstand, ob es nur wieder aus den Annalen hervorgekramt wurde, niemand weiß es. Zunächst einmal liegt Afghanistan rund 5.000 km entfernt von der Ibn Rushd – Goethe Moschee in Berlin. Nicht einmal Google Maps will und kann dem Taliban eine Route anbieten und ihnen den Weg nach Berlin aufzeigen, um hier Ehebrecher, Homosexuelle oder leicht bekleidete Damen, Pezevenks, Kreditgeber und Imaminen zu steinigen.
(Screenshot/Twitter/seyranates)
Außerdem verteidigt die parlamentarische Armee der Bundesrepublik Deutschland am sogenannten Hindukusch in Afghanistan die innere und äußere Sicherheit Deutschlands. Jeder Steinigungspraktikant macht derzeit einen großen Bogen um kontrollierte Gebiete in Afghanistan. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland genug andere Ladenhüter, die nicht hervorgekramt werden. Es gibt Biodeutsche, die muslimischen oder nationalen Minderheiten das Leben schwer machen und sogar nach dem Leben trachten. Erst gestern hatten linke oder rechte Telefonpraktikanten Bombendrohungen in Essen, Unna und Hagen ausgesprochen. Die Ibn Rushd – Goethe Moschee war Gott sei Dank nicht dabei. Des Öfteren trifft es Ditib-Moscheen, die von völkisch-kurdischen Minderbemittelten tätlich angegriffen oder in Brand gesteckt werden. Nach 75 Jahren „Nie wieder!“ explodiert zudem der Antisemitismus in Deutschland. Merkwürdigerweise waren 2018 in 90 Prozent der Fälle nicht Muslime oder Ausländer involviert, sondern das rechte deutsche Spektrum. Das sagen die offiziellen Zahlen des BKA. Dann gibt es auch ganz banale Sachen, die einem auffallen, aber den Start in den Tag keineswegs vermasseln: Omas und Opas die statt Hunde Gassi zu führen, Pfandflaschen sammeln. RentnerInnen, die mit ihrer dreistelligen Rentensumme kaum über die Runde kommen und derzeit die Heizungen auf „Frostschutz“ heruntergeregelt und bei Kerzenlicht das Leben Revue passieren lassen. Außerdem gibt es noch die vielen Obdachlosen, die doppelt Glück haben. Einerseits ist der diesjährige Winter ebenso milde wie in den Vorjahren und andererseits gibt es mehr spendable Dönerläden als Tafeln. Und wenn der Start in den Tag auch von Meldungen aus Thüringen, Hiobsbotschaften über Massenentlassungen in der Automobilindustrie, Kurzarbeit in der Maschinenbaubranche, Rentenkürzungen oder Allianzen einer selbsternannten Imamin mit rechtspopulistischen Parteien nicht versaut werden kann, dann ist die Welt noch heile. Manchmal muss man wirklich kackblöde sein, um als Weltenverbesserer ein Video von weit, weit weg heranzuziehen und zu beweisen, wie schlecht es um Deutschland und Europa bestellt ist. Nabi Yücel – yuecelnabi@hotmail.de
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Das kanadische Unternehmen Medgold Resources bestätigte nun eine erste eigene Mitteilung, wonach es in Südserbien Indikatoren für reiche Edelmetallvorkomnen gefunden hat.

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Kommentar
Deniz Yücel drohen in der Türkei 16 Jahre Haft

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Für den WELT-Journalisten Deniz Yücel ist zumindest in der Türkei die Welt nicht mehr in Ordnung. Die türkische Staatsanwaltschaft fordert in ihrer neu verfassten Anklageschrift für den Journalisten nun 16 Jahre Haft. Wegen Volksverhetzung, Terrorpropaganda und die sogenannte Majestäts-Beleidung soll Deniz Yücel sich vor der türkischen Justiz verantworten. Der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation sowie Terrorpropaganda für die Gülen-Sekte wurde dagegen fallen gelassen. Der Vorwurf der Beleidigung des Staatspräsidenten ist neu und stützt sich laut der WELT auf einen Artikel („Der Putschist“) der WELT AM SONNTAG, in der die Notstandsmaßnahmen und Massenverhaftungen nach dem gescheiterten Putschversuch kritisiert werden. Deniz Yücel muss nun nicht nur beweisen, dass die Titelüberschrift in der WELT AM SONNTAG überspitzt formuliert war und inhaltlich nur die Verhaftungswelle sowie die Maßnahmenpakete hinterfragt bzw. kritisiert wurden, sondern, dass die Artikel über die Terrororganisation PKK und mit einem PKK-Führer unzweideutig waren und er sich von Cemil Bayik bzw. der PKK inhaltlich distanziert hat, in dem er das Interview kritisch einleitete und einige der Argumente entkräftete. Kann Yücel das, wie das türkische Verfassungsgericht in seiner Urteilsbegründung vom 28. Mai 2019 (2017/16589 – Deniz Yücel/Türkei) klargestellt hat (u.a. Urteil „Jersild gegen Dänemark“ (1994)), sich erneut auf das Recht der Pressefreiheit berufen. Das Verfassungsgericht hatte (Akte 2017/16589) am 28. Mai 2019 über die Individualbeschwerde Deniz Yücels entschieden, dass… 1) die Beschwerde über die polizeiliche Festnahme und damit der Freiheitsentzug in Zusammenhang mit dem Recht auf Freiheit und Sicherheit nicht erfolgreich sein kann, weil der Rechtsweg nicht ausgeschöpft wurde. 2) Die Beschwerde über die Inhaftierung und damit der Freiheitsentzug in Zusammenhang mit dem Recht auf Freiheit und Sicherheit erfolgreich ist. 3) Die Beschwerde über die Befangenheit der Richter der Strafgerichte aufgrund fehlender Beweislage nicht erfolgreich ist. 4) Die Beschwerde über die Hinderung zu Akteneinsicht wegen fehlender Beweislage nicht erfolgreich ist. 5) Die Beschwerde über den nicht offen vorgetragenen und verhandelten Beschwerdegesuch vor dem Haftrichter aufgrund fehlender Beweislage nicht erfolgreich ist. 6) Die Beschwerde über Misshandlung nicht erfolgreich ist, weil der Rechtsweg nicht ausgeschöpft wurde. 7) Die Beschwerde zum Haftbefehl in Zusammenhang mit dem Verstoß gegen die Freiheitssphäre, Privatsphäre und Unverletzlichkeit der Wohnung nicht erfolgreich ist, weil der Rechtsweg nicht ausgeschöpft wurde. 8) Die Beschwerde zu Meinungsfreiheit und Pressefreiheit erfolgreich ist. Nabi Yücel – yuecelnabi@hotmail.de
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„Derzeit stolpert Deutschland von einer moralischen Pfütze in die andere und hält weiterhin daran fest, dass sie selbst die moralische Nabel der Welt ist.“ Ein Kommentar.

Syrienkrieg
Kommentar: Angriff auf türkische Armee ohne das Wissen Russlands nicht möglich

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge – kboelge@web.de James Jeffrey, der US-Sondergesandte für Syrien, ist ein sehr erfahrener Diplomat. Doch was Jeffrey am Dienstag vor der Presse in Ankara in die Mikrofone sprach, hörte sich nicht wirklich glaubwürdig an. Der US-Sondergesandte hatte laut türkischen Medien erklärt, die USA hätten kein Interesse an einem Sturz von Präsident Assad. Das entspricht keinesfalls der Wahrheit, denn die Amerikaner wollten ab 2011 mit der CIA Operation Timber Sycamore tatsächlich Assad aus dem Amt jagen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden aus der ganzen Welt radikale islamistische Terroristen nach Syrien eingeschleust, bis Russland 2015 in Syrien intervenierte. Dabei unterstützten die USA und einige westliche Staaten massiv die Terrororganisation PKK/YPG, um einen kurdischen Staat zu errichten. Damit die Türkei und andere Nachbarstaaten keinen Verdacht schöpften, wurde eine andere Terrororganisation, der Islamische Staat (IS), unterstützt. Mit brutaler Vorgehensweise und Morden eroberte der IS weite Teile vom Irak und Syrien und dann wurde mit einer cineastischen Dramaturgie die PKK/YPG vorgeschickt, um den „bösen IS“ zu besiegen. Aber all das wurde vorher bis ins kleinste Detail geplant und umgesetzt. Immer wieder wurde der „Kampf gegen den IS“ wiederholt, obwohl dieser Begriff, wie ich in einem vorherigen Artikel bereits dargelegt hatte, das Codewort für die Errichtung eines kurdischen Staates war. In den letzten Wochen kam es zu Angriffen des Assad-Regimes in der syrischen Provinz Idlib auf Beobachtungsposten und militärische Konvois der türkischen Armee. Wegen der Zukunft Syriens und der militärischen Deeskalation in der Provinz Idlib, fanden zwischen der Türkei, Russland und dem Iran mehrere Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs statt. Die Zusammenkunft der drei Staaten war ein deutliches Signal an die USA gewesen, die nach dem gewaltsamen Sturz der Diktatoren im Irak und in Libyen die Assad-Regierung stürzen wollte. Was die drei Staatschefs zusammenbrachte, war die Außenpolitik Washingtons gegenüber diesen drei Ländern. Russland versuchte eine Annäherung der Regierungen Syriens und der Türkei herzustellen, was aber misslang, weil sich beide Seiten misstrauen und auch der Iran sich dagegen ausgesprochen hat. Die Türkei errichtete in der syrischen Provinz Idlib militärische Beobachtungsposten, um einerseits einen Angriff der Assad-Armee auf die Provinz zu verhindern und andererseits die Flucht von über einer Million Syrern in die Türkei aufzuhalten. Das ist verständlich und nachvollziehbar, denn in der Türkei leben bereits weit über 6 Millionen syrische Flüchtlinge. Was bedeuten die Angriffe auf die türkische Armee? Die Türkei hat eine über 900 Kilometer lange Grenze mit dem Nachbarland Syrien und sie hat wegen der Bedrohung durch die PKK/YPG in den vergangenen Jahren mehrmals militärisch interveniert. Es mag für einen Laien etwas kompliziert erscheinen, aber die Türkei hat in den vergangenen 40 Jahren mit dem blutigen Terror der PKK bittere Erfahrungen gesammelt. Diese Terrororganisation wird von den USA, zahlreichen EU-Staaten, Israel, dem Iran, von Russland und anderen Staaten unterstützt. Die türkische Armee ist in Syrien präsent und darüber hinaus berät und unterstützt sie die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Das ist anderen Akteuren, die in Libyen Warlord Haftar militärisch, finanziell und logistisch unterstützen, schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Ein Akteur in Libyen ist Russland, das nach Presseberichten mit einer Söldnerarmee namens Wagner vor Ort sein soll. Da das Assad-Regime in Damaskus ohne russische Unterstützung schon längst besiegt wäre, konnte Russland seinen Einfluss in Syrien deutlich ausbauen. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass der eigentliche Akteur in Syrien Moskau ist. Machthaber Assad ist ein Präsident unter Präsident Putins Gnaden. Der Angriff auf die türkische Armee im syrischen Idlib ist ohne einen Befehl oder das Wissen Russlands nicht möglich. Mit dem Angriff auf die türkische Armee in Syrien, möchte Russland der Türkei eine Warnung in Richtung Libyen aussprechen, da Russland dort General Haftar unterstützt. Die Angriffe können auch ein Ablenkungsmanöver Russlands sein, um die Kräfte der türkischen Armee und der Verantwortlichen auf Syrien zu lenken. Die türkische Armee hat an der Grenze zu Syrien mit Tausenden von Soldaten, Panzern und gepanzerten Fahrzeugen Stellung bezogen. Die USA wollten von Anfang an Syrien destabilisieren und letztendlich teilen. Jetzt herrscht Panik, weil die Türkei es ernst meint mit einer Militäroperation gegen das Assad-Regime. Russland setzt auf Assad, weil sie genau wissen, dass es ohne ihn schwer wird in Syrien dauerhaft zu bleiben. In den westlichen Medien ist immer wieder die Rede von radikalen islamistischen Terroristen, die sich in Idlib und in der Region verschanzen würden. Es geht bei der mit russischer Unterstützung durchgeführten Offensive der Assad-Armee und iranischer Milizen nicht um islamistische Terroristen in Idlib, sondern um die endgültige Vertreibung bzw. Säuberung dieser Region von Syrern sunnitischen Glaubens. Die syrischen Einwohner der Region Idlib sind, wie dargelegt, mehrheitlich sunnitische Moslems und stehen gegenüber dem Assad-Regime oppositionell gegenüber. Über 800.000 sunnitische Syrer aus Idlib sind bereits in Richtung Türkei geflohen und eine weitere Million syrischer Flüchtlinge wartet an der syrisch-türkischen Grenze. Die in der Türkei lebenden über 6 Millionen Syrer sind ebenfalls mehrheitlich Sunniten. Derer will sich das Assad-Regime in der Region Idlib endgültig entledigen. Machthaber Assad ist alawitischen Glaubens und hat den Rückhalt in der alawitischen syrischen Bevölkerung. Wenn es irgendwann einmal „freie Wahlen“ geben sollte, was stark bezweifelt werden darf, würden die sunnitischen Syrer Assad wohl nicht wählen. Also werden Fakten geschaffen und mit Gewalt ethnische und religiöse Vertreibungen durchgeführt und somit die demografischen Strukturen in Syrien verändert. Wenn Millionen von Syrern nicht mehr in ihre alte Heimat zurückkehren können, wäre vom alten Syrien nichts mehr übrig. Vielleicht hat Assad einer Teilung Syriens bereits zugestimmt und will sich um jeden Preis an der Macht halten. Aus diesem Grund brauchen die USA wahrscheinlich so jemanden wie Assad, um das Ziel einer Teilung Syriens zu erreichen. Eine Teilung Syriens ist genau das was die USA, Israel und andere westliche Staaten seit Jahren propagieren und darauf hinarbeiten. Der Besuch des US-Sondergesandten Jeffrey sollte Ankara davon abhalten in Syrien militärisch zu intervenieren, weil die türkische Regierung die Errichtung eines PKK-Staates als nicht hinnehmbar bezeichnet hat. Der Astana-Sotschi-Prozess wurde zu Grabe getragen, weil Syrien, Russland und der Iran sich nicht daran gehalten haben. In Teheran dürfte die Freude über das Ende des Astana-Sotschi-Prozesses am Größten sein, denn der Iran hat die Intensivierung der türkisch-russischen Beziehungen mit Argusaugen beobachtet und die PKK gegen die Türkei unterstützt. Auch die USA sind über das Ende des Astana-Sotschi-Prozesses nicht unglücklich, denn eine regionale Kooperation dieser drei Staaten erschwert die Verwirklichung der US-amerikanischen Pläne für den Nahen Osten. Syriens Machthaber Assad ist nicht an einer Einheit Syriens interessiert, sonst würde er die mehrheitlich von sunnitischen Syrern bewohnte Region Idlib nicht erobern wollen. Selbst wenn Assad Idlib und andere Landesteile erobern sollte, wird dieses Syrien nicht das Land sein, was es vor dem Bürgerkrieg einmal war.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Die türkische Textilindustrie erwartet wegen der Auswirkungen des Coronavirus einen Auftragszuwachs von bis zu zwei Milliarden US-Dollar, so das Handelsblatt am Donnerstag.

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Kommentar
Türkischstämmiger SPD-Politiker ruft Türken zur Wahl auf

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Wenn es nach dem Willen des Hamburger SPD-Politikers Kazim Abaci geht, sollen die Türken bei der anstehenden Wahl mithelfen, die AfD aus dem Parlament zu drängen. Vielleicht sollte man erst einmal die Altparteien aus der Parteilandschaft drängen? Am vergangenen Wochenende war der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Kazim Abaci (SPD) in die Türkei gereist, um mit dem Istanbuler OB Ekrem Imamoğlu unter anderem über die Hamburger Wahl zu sprechen. Gemeinsam haben sie jetzt einen Aufruf gestartet, um die Wahlbeteiligung in Hamburg von Türken deutlich zu erhöhen. Das ist Realsatire pur! Erstens haben die Türken nicht so viele Stimmen, um die AfD zu ärgern. Zweitens muss Abaci alle Türken auf sich einschwören, um in die Bürgerschaft getragen zu werden. Die Türken in Deutschland nehmen aber den Joghurt nur in den Mund, wenn sie es zuvor kalt gepustet haben. Sie erinnern sich dabei an das türkische Sprichwort: „Sütten ağzı yanan, yoğurdu üfleyerek yer“, was soviel bedeutet wie „ein gebranntes Kind scheut das Feuer.“ Einst tingelte der Grünen-Politiker Cem Özdemir durch den Ludwigsburger Wahlkreis in Baden-Württemberg auf der Suche nach türkischen Wählern. Er saß mitten unter den Betenden in der Moschee, nippte gemeinsam am kleinen bauchigen Teeglas in der Moschee-eigenen Teestube und schnatterte munter über die positiven politischen Möglichkeiten, die er den türkischen Arbeitern offerierte. Heute würden die einstigen Arbeiter Cem Özdemir nicht einmal mehr wiedererkennen, geschweige denn kennen, denn von den positiven politischen Errungenschaften haben sie bislang nichts mitbekommen. Die meisten sind sowieso unter der Erde und die Lebenden unter ihnen hören oder sehen sogar sehr schlecht, um den derzeitigen Kampf ihrer Söhne, Töchter oder Enkel gegen Diskriminierung, Gesinnungstests oder Gewalt wirklich mitzuerleben. Was sie von den Offerten letztendlich selbst hatten? Auch nichts! Letztens schlug Serap Güler (CDU NRW-Staatssekretärin für Integration der Landesregierung) vor, dass die erste Gastarbeiter-Generation den Doppelpass erhält; für ihre Lebensleistung. Die hessische Werteunion grätschte zwar prompt hinterher, aber der Vorschlag von Güler hatte auch ein gewisses satirisches Geschmäckle. Die allermeisten Gastarbeiter der ersten Generation sind nicht fähig, den deutschen Pass entgegen zu nehmen, geschweige denn davon zu profitieren. Sei es, weil sie gebrechlich sind, in Heimen oder Krankenhäusern noch totgepflegt werden oder weil sie gegenwärtig mit den Füßen voran das Land im Flieger verlassen, oder längst unter der anatolischen Erde angekommen sind. „Das ist ein Schlag ins Gesicht jeder wirklichen Integrationsbemühung“, sagte die Landesvorsitzende der WerteUnion NRW, Simone Baum, womit sie auch in gewisser weise recht hat. Denn die meisten Gastarbeitern der ersten Generation hätten das als Schlag ins Gesicht wahrgenommen. Was die erste wie auch die letzte Generation an Gemeinsamkeit haben ist, ständig als Wahlkampffutter und zugleich als Hassobjekt herangezogen zu werden. Diese Menschen sind aber keine Masochisten mit Kurzzeitgedächtnis, die man mit Brot und Peitsche auf Trab halten kann. Jahrzehntelang hat die erste Generation Leistung erbracht, jede Arbeit angenommen und dennoch wurden sie missachtet, beäugt, kritisiert, verurteilt und erniedrigt. Es gab trotz der vielen politischen Offerten weder Geld für Bildung und Integration, noch Unterstützung für den sozialen Aufstieg. Man hat stattdessen das Intellekt der Menschen verhöhnt, in Abrede gestellt. Es stellt sich nun die Frage, warum werden heute dieselben Fehler gemacht, wie vor 60 Jahren. Es wurden vor diesen erwartungsvollen Augen und Ohren jahrzehntelang Türkei-feindliche Terrororganisationen hoffähig gemacht, Türkei-freundliche Lokalpolitiker mit Migrationshintergrund aus Partei und Amt gedrängt, wenn sie sich denn getraut haben, das politische Etablissement herauszufordern. Inzwischen ist man dazu übergegangen, statt „Ausländer raus!“ nun „Moscheen zu!“ oder „Nationalislamisten!“ zu rufen. An der Grundhaltung gegenüber Türken hat sich in Deutschland also nichts geändert, nur an den Motiven. Heute können deswegen die meisten Türken nicht einmal mehr strategisch wählen gehen, weil sie kein kleineres Übel haben, die sie wählen könnten. Insofern ist es egal, ob man CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke oder die AfD wählt. Letztendlich kommt immer der selbe Prügel heraus.

Tierschutz
Tierschutzbund fordert Sachkunde-Nachweis für Haustiere

Düsseldorf – Der Deutsche Tierschutzbund hat sich für einen Sachkunde-Nachweis für bestimmte Tierarten ausgesprochen. „Das Erste, was ich will, ist eine Positivliste aus der hervorgeht, welche Tiere überhaupt zu Hause gehalten werden dürfen“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzbundes, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Bei bestimmten Tieren davon soll es dann den Sachkunde-Nachweis für den Halter geben. Das sollte zum Beispiel für alle exotischen Tiere gelten, also Spinnen, Schlangen, Echsen“, so Schröder. Zudem müsse der Online-Handel mit Tieren grundsätzlich verboten werden. „Denn gerade beim Kauf im Internet kommt es nicht selten zu Spontanaktionen. Das sind dann häufig die Tiere, die am Ende ausgesetzt werden und im Tierheim landen.“ Nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes hat die Tierschutzpolitik der Bundesregierung „komplett versagt“. „Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kann oder will den Tierschutz nicht durchsetzen. Beides wäre dramatisch“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Tierschutzbundes, der „Rheinischen Post“: „Wenn sie es nicht kann, heißt das, dass der ökonomische Druck zu groß ist. Deswegen muss der Tierschutz raus aus dem Landwirtschaftsministerium.“ Schröder fordert eine „Schnittstelle Tierschutz, ähnlich einem Digital-Staatssekretär im Kanzleramt“. Die Wertigkeit des Themas sei in der Bevölkerung so stark gewachsen, dass man es nicht mehr rechtfertigen könne, dass der Tierschutz nur eine Unterabteilung im Landwirtschaftsministerium sei, so Schröder. Am kommenden Freitag, 14. Februar, ist der neue Entwurf der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Bundesrat zur Abstimmung. Schröder kritisiert die von Klöckner anvisierte Änderung des Gesetzes. „Julia Klöckner will einen Passus streichen, der besagt, dass Sauen in Kastenstandhaltung ihre Gliedmaßen zumindest ungehindert ausstrecken können müssen. Damit verstößt sie eklatant gegen das Staatsziel Tierschutz, das seit 2002 im Grundgesetz steht“, so Schröder.

Wirtschaft
Corona-Virus: Auftragsplus von rund zwei Milliarden Euro für türkische Textilindustrie

Istanbul – Die türkische Textilindustrie erwartet wegen der Auswirkungen des Coronavirus einen Auftragszuwachs von bis zu zwei Milliarden US-Dollar. Für die Türkei ist das die Chance, internationale Bekleidungsfirmen von ihren Vorzügen zu überzeugen, so das Handelsblatt am Donnerstag. „Viele bekannte Marken haben bereits Verhandlungen für die Produktion neuer Saisonware mit uns aufgenommen“, zitiert die Zeitung Hadi Karasu, Präsident des türkischen Verbandes der Textilproduzenten (TGSD). Viele Fluggesellschaften haben demnach ihre Verbindungen von und nach China eingestellt. Die mit der Bekämpfung des Coronavirus einhergehenden Quarantänemaßnahmen und Verkehrsbeschränkungen setzten besonders chinesischen Textilunternehmern zu, berichtet das Handelsblatt weiter. Davon profitiere jetzt die türkische Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Türkei ist der weltweit sechstgrößte Hersteller von Baumwolle. Zahlreiche bekannte Marken wie  C&A, H&M oder Boss lassen demnach in der Türkei produzieren. Die türkische Textilindustrie beschäftige fast ein Zehntel aller Arbeitnehmer des Landes.    

Islamfeindlichkeit
Bombendrohung gegen drei Moscheen in Essen, Hagen und Unna

Essen – Bombendrohungen gegen drei Moscheen im Ruhrgebiet! Die Gebäude in Unna, Hagen und Essen wurden am Mittwoch vorsichtshalber evakuiert. Wie die Bild-Zeitung weiter berichtet, war bei allen drei Moscheen am Nachmittag eine E-Mail mit ähnlichem Inhalt eingegangen: Unbekannte drohten mit dem Einsatz von Sprengmitteln. Um eine mögliche Gefährdung von Bürgerinnen und Bürgern zu verhindern, wurden neben den Gebetshäusern auch Straßen im Umfeld abgesperrt, teilte die Polizei mit. Die Moscheen werden zurzeit mit Sprengstoffspürhunden durchsucht, berichtet die Bild weiter. „Es wurde nichts gefunden“, schrieben die Ermittler auf Twitter. „Die Absperrmaßnahmen werden nun nach und nach aufgehoben.“ Für Hagen und Unna sei laut Bild allerdings noch keine Entwarnung bekannt.

Zum Thema

– Islamfeindlichkeit – 2019 jeden zweiten Tag islamfeindliche Angriffe

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland jeden zweiten Tag eine Moschee, eine muslimische Einrichtung oder ein religiöser Repräsentant islamfeindlich angegriffen. Das berichtet die Tageszeitung taz unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung.

2019 jeden zweiten Tag islamfeindliche Angriffe
 

Battista Pininfarina
350 km/h: Pininfarina kündigt 1900 PS E-Supersportwagen an

München – Automobili Pininfarina begann das Jahr 2020, das 90. Jubiläumsjahr der Pininfarina SpA, mit einem Blitzstart und hat die Test- und Entwicklungsphase für den bahnbrechenden Battista eingeleitet, den weltweit ersten voll elektrischen Luxus-Supersportwagen. Verantwortlich für den technischen Entwicklungszeitplan ist Automobili Pininfarinas Sportwagendirektor René Wollmann, der zuvor bei Mercedes-AMG eine leitende Position innehatte. Am Lenkrad der Battista-Prototypen wird der ehemalige Formel 1- und Formel E-Fahrer Nick Heidfeld sitzen, der inzwischen als Entwicklungsfahrer und Markenbotschafter der italienischen Luxusmarke tätig ist. Dynamische Versuche an ersten Testprototypen des Automobili Pininfarina Battista beginnen; Zeitplan für Handfertigung der ersten Kundenfahrzeuge ab Ende 2020 wird eingehalten René Wollmann kommentierte: „Die Testfahrzeuge für Fahrwerk- und Antriebskonzepte des Battista haben bereits völlig problemlos 80 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Unsere elektrische Performance ist also bereits den weltweit leistungsstärksten Sportwagen mit Verbrennungsmotor ebenbürtig. Und bei Simulations- und Windkanaltests konnten wir durch das Feintuning des Aero-Pakets eine deutliche Steigerung der möglichen Reichweite des Battista im Vergleich zu unserer ursprünglichen Prognose verzeichnen. 1.900 PS, 0 – 100 km/h in unter 2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 350 km/h und eine rein elektrische Reichweite von mehr als 500 km. In den nächsten sechs Monaten werden wir weiter an der Fertigstellung eines packenden rein elektrischen Supersportwagens arbeiten, der eine durchgängige Leistung von 1.900 PS mit einem Drehmoment von 2.300 Nm liefert, die in verschiedenen Fahrmodi für unterschiedliche Gegebenheiten abgerufen werden kann. Unsere Kunden können es kaum erwarten, diese Leistung an der Seite von Nick Heidfeld erleben zu dürfen.“ Automobili Pininfarinas Ingenieurteam wird nun in den kommenden Monaten ein straffes Entwicklungsprogramm mit umfassenden Tests, Auswertungen und Anpassungen in den Klimazonen und Umgebungen durchführen, in denen der Battista gefahren werden wird. Der Höhepunkt wird jedoch die Übergabe der ersten handgefertigten Battista-Modelle an unsere Kunden sein, die für Ende 2020 im italienischen Cambiano geplant ist. Das von Chefdesigner Luca Borgogno geleitete Automobili Pininfarina-Designteam hat zudem eine einzigartige Lackierung für die Battista-Prototypen kreiert, die nun, da das technische Entwicklungsprogramm 2020 Fahrt aufnimmt, erstmals an dem neuen Sportwagen zu sehen sein wird. Luca Borgogno sagte: „Die überwältigend positiven Reaktionen auf die Ästhetik des Battista, die wir seit seinem Debüt erhalten haben, hat uns tief beeindruckt. Daher haben wir uns entschlossen, eine verspielte, interessante Lackierung für die Prototypen zu entwickeln, die ganz klar von der elektrisierenden Leistung inspiriert ist, die sich unter der wunderschönen Karosserie verbirgt. Und doch erheben wir den Anspruch, die Begeisterung unserer künftigen Kunden noch weiter zu steigern. Zur Feier des 90. Geburtstags des berühmten Designhauses Pininfarina bereitet das Automobili Pininfarina-Team nun eine Gestaltung vor, die dem Charakter des Supersportwagens Battista ultimativen Ausdruck verleiht und das Fahrzeug für seine Weltpremiere auf dem Genfer Automobil-Salon im nächsten Monat vorbereitet.“ https://youtu.be/ew2ZVzPCLqE

Gesellschaft
Ai Weiwei: „Die Deutschen sind so falsch“

Berlin – Der chinesische Exil-Künstler Ai Weiwei hat in einem Interview erneut die Deutschen und Deutschland kritisiert. Wie zuvor der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, zog er Parallelen mit der Nazi-Zeit. In einem Gespräch mit der Berliner Zeitung sagte der Regimekritiker:
Deutschland ist zutiefst unehrlich. Sie wollen stolz sein, sie wollen das Richtige tun, dafür haben sie sich sehr angestrengt, weil sie eine so dunkle Vergangenheit haben. Aber funktioniert das wirklich, oder tun sie bloß so? Ich mag es nicht, wenn jemand nur so tut. Wenn es neue Nazis gibt, dann schätze ich das, weil sie echt sind. Ich mag die Liberalen nicht, die nur so tun, als seien sie liberal. Aber tief drinnen haben sie die Nazi-Kultur verinnerlicht.
Und weiter:
Ich werde von der deutschen Gesellschaft unter Druck gesetzt. Das ist okay. Ich kenne ihre Geschichte, weiß, wer ihre Großeltern sind. Aber ich versuche, mir vorzustellen, dass sie ihre Gesellschaft verbessern können.
Bereits im Januar hatte Weiwei die deutsche Gesellschaft harsch kritisiert. Das Land sei intolerant, bigott und autoritär. Deutschland biete kein gutes Umfeld für Ausländer, sagte der 62-Jährige der britischen Tageszeitung The Guardian im Januar. Es herrsche im Land zudem eine autoritäre Denkweise sowie eine Gesinnung wie in den 1930er-Jahren. Der Nazismus sei noch immer da und zwar in Form eines Überlegenheitsgefühls für die eigene Sicht auf die Welt.
„Faschismus bedeutet, dass man eine Ideologie über andere stellt und diese Ideologie für rein erklärt, indem man andere Denkungsarten abwertet. Das ist Nazismus. Und dieser Nazismus existiert im deutschen Alltag von heute.“
Der Künstler beschrieb die Deutschen zudem als obrigkeitshörig. Sie hätten sich, ähnlich wie in China, damit abgefunden, unterdrückt zu werden.
„Ich mag ein Land oder eine Kultur nicht, die sich so sehr den Autoritäten beugt.“
Wirtschaft abhängig von China Weiwei erhebt auch Vorwürfe gegen die deutsche Wirtschaftspolitik. Deutschlands Industrie hänge von China ab, deshalb werde die Menschenrechtsfrage nicht angesprochen. Alle westlichen Geschäftsleute wüssten genau, was vorgeht, aber sie sagten nichts, so der Künstler in einem Gespräch mit der Tageszeitung die Welt im August 2019. Dies sei auch der eigentlich Grund warum seine Filme nicht bei den internationalen Filmfestspielen Berlinale angenommen worden seien. Hierzu der Künstler gegenüber der Berliner Zeitung:
Ich bin mit vielen chinesischen Regisseuren befreundet. Die sagen: Weiwei, die können dich nicht nehmen. Die wollen China nicht auf die Füße treten. Volkswagen – also Audi – ist einer der Berlinale-Sponsoren. Und sie hassen mich. Weil ich mit ihnen darüber gestritten habe, warum sie dieses Werk in China errichten müssen, das ein Arbeitslager ist. Aber es ist okay, ich heule nicht rum. Wenn sie mich bei der Berlinale nicht nehmen, heißt das, ich bedeute etwas. Nicht nur die Kommunistische Partei Chinas hat Angst vor mir. Die Deutschen sind so schwach, so falsch. Sie suchen nicht mal das Streitgespräch mit mir. Sie sagen nur: Ach dieser Typ, er mag einfach keine Berliner Taxifahrer. Es ist Zeit für mich auszusteigen.
„Die Briten sind wenigstens höflich“ Aufgrund der deutschen Fremdenfeindlichkeit sei er nun mit seinem Sohn nach Cambridge gezogen. Er mache sich in Anbetracht des Brexits zwar keine Illusionen darüber, dass die Briten besonders tolerant seien, jedoch seien sie wenigstens höflich.
„Die Briten sind wenigstens höflich. In Deutschland gibt es diese Höflichkeit nicht. Sie haben eine tiefe Abneigung gegen Ausländer.“
   

Gesundheit
Desinfektionsmittel zu Hause nur in Ausnahmefällen verwenden

Die Desinfektion von Toilettensitzen, Türklinken oder Küchenoberflächen ist Hygieneexperten zufolge in privaten Haushalten nur in absoluten Ausnahmefällen angebracht – und auch dann nur zeitlich begrenzt und in Absprache mit dem Arzt. „Das ist etwa der Fall, wenn ein Bewohner eine hochansteckende Infektion mit Noroviren hat – und ein anderer eine geschwächte Immunabwehr, weil er Medikamente nimmt, die diese unterdrücken“, erklärt Dr. Ralf Dieckmann vom Bundesinstitut für Risikobewertung im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Die regelmäßige Reinigung mit sanften Mitteln reicht laut Experten wie Dieckmann aus, um das Zuhause gesund und sauber zu halten. Hände gründlich mit Seife waschen Für saubere Hände genügt es, sie oft und gründlich mindestens 20 Sekunden lang mit Seife zu waschen, vor allem vor dem Kochen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und dem Kontakt mit Tieren. Dass antibakterielle Seifen das Ansteckungsrisiko der „Normalbevölkerung“ nicht verringern, zeigten große Studien schon vor Jahren. Hinzu kommt: „Antibakterielle Mittel töten nicht nur Keime ab, die wir loswerden wollen, sondern können auch die Hautgesundheit und die natürliche Hautflora beeinträchtigen“, sagt Dieckmann. In der Folge kann die Hautbarriere geschädigt werden, Keime dringen möglicherweise sogar leichter ein. Resistenzen können entstehen Werden Desinfektionsmittel falsch eingesetzt, kann dies darüber hinaus zu sogenannten Resistenzen führen. Das bedeutet, dass zum Beispiel Bakterien Abwehrmechanismen gegen die Mittel bilden können. Dieckmann hält es auch deshalb für sehr wichtig, zu Hause bei Desinfektionsmitteln zu sparen: „Dann entfalten die Substanzen dort weiterhin ihre Wirkung, wo sie wirklich dringend benötigt werden: auf der Intensivstation einer Klinik etwa.“