Gesundheit
Türkei: Alle Zigaretten künftig in schwarzen Standardpackungen ohne Logos

Ankara – In ihrem Kampf gegen das Rauchen hat die türkische Regierung einen weiteren Schritt angekündigt. Ab dem morgigen Donnerstag sollen alle im Land verkauften Tabakerzeugnisse und Zigaretten mit einfachen, einheitlichen Verpackungen versehen werden. Die bereits hergestellten Produkte sollen noch bis zum 5. Januar verkauft werden dürfen. Die neue Regel zielt darauf ab, die Attraktivität und die irreführenden Eigenschaften von Verpackungen mit verschiedenen Farben und grafischen Designs zu beseitigen und die abschreckende Wirkung von Gesundheitswarnungen zu verstärken, so der Minister für Land- und Forstwirtschaft der Türkei, Bekir Pakdemirli, in einer Erklärung. Die neuen Verpackungen werden eine Farbe mit einer Standardformation von Markennamen und anderen notwendigen Informationen haben, aber kein Logo oder andere Unterscheidungsmerkmale. Warnfotos werden 85 Prozent der Verpackungen abdecken und eine Hotline-Nummer soll Menschen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Informationen zu Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid werden auf den neuen Verpackungen nicht mehr zu sehen sein. Pakdemirli erklärte, dass die Maßnahme darauf abziele, Menschen vom Konsum von Tabakwaren und Zigaretten abzuhalten.

Berlin
Nach Mord an Tschetschenen: Deutschland weist russische Diplomaten aus

Berlin – Nach dem Mord an einem Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit in Berlin, hat die Bundesregierung zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Sie seien mit sofortiger Wirkung zu unerwünschten Personen erklärt worden, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Nach SPIEGEL-Informationen sind sie Agenten des militärischen Geheimdienstes GRU. Die Bundesanwaltschaft hatte zuvor die Übernahme der Ermittlungen von der Berliner Staatsanwaltschaft bekannt gegeben und erklärt, dass sie Anhaltspunkte für die Beteiligung staatlicher Stellen in Russland sieht. Das Auswärtige Amt begründete die Ausweisung damit, dass russische Behörden „trotz wiederholter hochrangiger und nachdrücklicher Aufforderungen“ nicht hinreichend an der Aufklärung der Tat mitgewirkt hätten. Die Tat in Berlin ist damit zu einer schweren Belastung für das deutsch-russische Verhältnis geworden, berichtet der Tagesspiegel. „Weitere Schritte in dieser Angelegenheit behält sich die Bundesregierung im Licht der Ermittlungen vor“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts. Der russische Botschafter in Berlin wurde am Mittwochmorgen ins Auswärtige Amt einbestellt, um ihm die Entscheidung mitzuteilen. Bereits vor zwei Wochen war er zum Gespräch gebeten worden, um Russland noch einmal zur Mithilfe bei der Aufklärung des Mordes aufzufordern, berichtet der Tagesspiegel weiter. Russland kündigte an, mit entsprechenden Schritten zu reagieren. Die Ausweisung der beiden Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin sei „unbegründet und unfreundlich“, erklärte das Außenministerium in Moskau. „Wir sind gezwungen, eine Reihe von Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.“ Das ist eine absolut haltlose Spekulation“, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zu dem Verdacht, den er auf „irgendwie aufgebauschte Meldungen deutscher Medien“ schob, berichtet die BILD. Zelimkhan Khangoshvili war am 23. August im Kleinen Tiergarten in Berlin erschossen worden. Khangoshvili kämpfte Anfang der Nullerjahre im Tschetschenien-Krieg gegen Russland. Später kooperierte er mit den Sicherheitsbehörden in Georgien und der Ukraine und hat dabei offenbar auch Informationen über russische Spionageaktivitäten geliefert. Vor knapp drei Jahren war er nach Deutschland übergesiedelt und hatte erfolglos Asyl beantragt, berichtet der Spiegel.

Gesundheit
Masern: Ungeschützt trotz Impfung

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Vielen Erwachsenen in Deutschland ist nicht bewusst, dass sie trotz Masernimpfung ungeschützt sind. Wer nach 1970 geboren wurde und in der Kindheit nur eine Impfung erhielt, sollte den Schutz dringend nachholen, wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ schreibt. Heute weiß man, dass die erste Dosis nicht immer anschlägt. Seit 2000 werden daher für Kinder zwei Impfungen empfohlen – die erste zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten. Die Hälfte der Erkrankten musste in die Klinik Auch wer unsicher ist, ob überhaupt eine Impfung erfolgte, sollte sich immunisieren lassen. „Wichtig ist dies vor allem vor Fernreisen“, sagt Professorin Marylyn Addo, Leiterin der Infektionsabteilung am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Erwachsene sind keineswegs vor der vermeintlichen Kinderkrankheit geschützt. Bei den jüngsten Masernwellen war etwa die Hälfte der Betroffenen älter als 20 Jahre. Bei ihnen verläuft die Infektion besonders schwer. Etwa die Hälfte der 543 Patienten, bei denen 2018 eine Infektion festgestellt wurde, musste im Krankenhaus behandelt werden – besonders Kinder zwischen einem und vier Jahren sowie Erwachsene zwischen 20 bis 39. Bei bis zu einem Fünftel kommt es zu Komplikationen wie Entzündungen von Mittelohr und Lunge. Bei einem von 1.000 Erkrankten entzündet sich das Gehirn, mitunter mit bleibenden Schäden. Masern-Erreger sind hochansteckend Die Masern-Erreger zählen laut Addo „zu den ansteckendsten, die wir kennen“. Für eine Übertragung muss man den Erkrankten nicht einmal berühren. Oft genügt es, wenn man dieselbe Luft atmet. „Schon wer mit einem Infizierten im Bus fährt, kann sich anstecken“, sagt die Expertin. Selbst wenn sich ein Patient zum Beispiel in einer Arztpraxis nicht mehr im Raum befindet, kann es zu einer Übertragung kommen. In feinen Tröpfchen in der Luft überleben die Masernviren bis zu zwei Stunden.

Gesundheit
Studie: Immer mehr Jugendliche gestresst durch digitale Medien

Der Trend ist erschreckend: Immer mehr junge Bundesbürger fühlen sich durch digitale Medien zunehmend gestresst. Waren es im Vorjahr noch 36 Prozent, so liegt deren Anteil in diesem Herbst bereits bei 41 Prozent. Auslöser sind dabei vor allem die vielen Ablenkungsmöglichkeiten durch Chats, Videos oder Social Media sowie die ständige Erreichbarkeit für Freunde und Familie. Um den Stress durch digitale Medien zu verringern, empfehlen sich digitale Auszeiten – das Erfolgsgeheimnis der „entspannten“ jungen Bundesbürger. Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Gesundheit 2019“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“. Mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen 14 und 34 Jahren wurden dafür befragt. Vor allem junge Frauen fühlen sich von sozialen Medien unter Druck gesetzt: 78 Prozent erkennen in Chats, Videos und Social Media Stressauslöser, bei den Männern sind es 58 Prozent. „Je jünger die Befragten, desto intensiver nehmen sie Aktivitäten in den sozialen Medien als soziale Verpflichtung wahr. In der Altersgruppe von 14 bis 17 fühlen sich fast neun von zehn gestresst angesichts der Flut von Chats und Statusupdates“, weiß Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse. Mit dem Alter nehme der Social-Media-Stresslevel ab, dafür steige der Druck über die allgemeine Informationsflut an, also z. B. Mails, Newsletter und Nachrichten. Schlafmangel ausgelöst durch digitale Medien „Vor allem die erholsame Nachtruhe leidet unter dem digitalen Dauerfeuer“, so Hantke. Auf die Frage, wie sich der Stress bei ihnen auswirke, antworteten die meisten der Befragten mit „Müdigkeit durch Schlafmangel“ (56 Prozent) und „Probleme beim Einschlafen“ (53 Prozent). Knapp jeder Zweite gab auch „Gereiztheit“ und „Erschöpfung“ an. Die Ärztin warnt vor den Folgen des Schlafmangels: „Insbesondere junge Menschen leiden schnell unter Konzentrationsproblemen und Unaufmerksamkeit.“ Das Bundesgesundheitsministerium hat sich der Empfehlung der Amerikanischen Schlafgesellschaft AASM angeschlossen und empfiehlt eine Schlafdauer von 8 bis 10 Stunden für 13- bis 18-Jährige. Digitale Auszeit ist wichtig Knapp acht von zehn Befragten begegnen dem Stress durch digitale Medien mit „analogen“ Hobbys wie Sport, Musik, Kunst oder sozialen Aktivitäten. Als besonders erfolgreiche Strategie erweist sich die „digitale Auszeit“. Denn von den gestressten Teilnehmern klinkt sich nur jeder Zweite bewusst eine Zeitlang aus dem digitalen Leben aus. Von den nicht gestressten Teilnehmern sind es 76 Prozent, die sagen: „Ich nehme mir digitale Auszeiten, wann und so oft ich will.“ „Ohne digitale Medien geht nichts mehr im Leben junger Menschen. Außerdem erleichtern und vereinfachen Smartphone und Computer das tägliche Leben enorm“, sagt Hantke. „Trotzdem ist es wichtig, zwischendurch alle Geräte mal auszuschalten und sich nur auf sich selbst zu besinnen – ganz ohne Ablenkungen aus der digitalen Medienwelt.“ Die Studie „Zukunft Gesundheit 2019 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ (PDF) finden Sie hier: www.Die-Schwenninger.de/Studie

NATO-Gipfel
Erdogan: Treffen verlief sehr gut

London – Beim zweitägigen NATO-Gipfel in London kam Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Dienstag auch zu einem einstündigen Vierertreffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Frankreichs Emmanuel Macron und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson zusammen. Bei dem Treffen sollte die Lage in Syrien besprochen werden. Merkel war laut der Nachrichtenagentur Anadolu mit dem Treffen sehr zufrieden. Das Meeting sei produktiv verlaufen, zitiert Anadolu die Kanzlerin. Auch der türkische Staatspräsident habe sich zufrieden gezeigt. Auf die Fragen der Journalisten wie das Treffen verlaufen sei antwortete Erdogan mit „sehr gut“.  Auf der türkischen Seite nahmen am Treffen außerdem Finanzminister Berat Albayrak, Verteidigungsminister Hulusi Akar, Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun und Geheimdienstchef Hakan Fidan teil.  

Flüchtlingspolitik
Sachsen will Flüchtlinge nach Syrien-Urlaub möglichst bald abschieben

Sachsen will sobald wie möglich den Abschiebestopp für Syrer auslaufen lassen, um Flüchtlinge nach einem Syrien-Urlaub abschieben zu können. „Sobald es menschenrechtlich vertretbar ist, sollten insbesondere Straftäter, Gefährder und jene, die in ihrer Heimat Syrien Urlaub machen, zurückgeführt werden“, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern befasst sich ab diesem Mittwoch in Lübeck mit dem Abschiebestopp. Die bisherige wiederholte Verlängerung sei „kein Selbstzweck“, betonte der CDU-Politiker. Bei einer weiteren Verlängerung erwarte er vom Bund, „die Lage in Syrien genau im Blick zu behalten“.

Künstlerkollektiv ZPS
Zentralrat der Juden sagt Gespräche mit Aktionskünstlern ab

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Düsseldorf – Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein vereinbartes Gespräch mit der Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit (ZPS) abgesagt. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“. Als Reaktion auf die massive Kritik an der sogenannten Gedenkstätte der Künstlergruppe in Berlin sagte ein Sprecher des ZPS, dass das gesamte weitere Vorgehen der Aktion „nur in enger Absprache“ mit dem Zentralrat der Juden weiterentwickeln werde. „Wir führen diesbezüglich Gespräche mit den Verantwortlichen.“ Ziel sei es, eine gemeinsame Linie zu entwickeln. Dem widersprach Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es entspreche nicht der Wahrheit, dass das weitere Vorgehen in Abstimmung mit dem Zentralrat stattfinde, sagte Schuster der „Rheinischen Post“. „Das Künstlerkollektiv hatte um ein Gespräch gebeten, was aber noch nicht stattgefunden hat. In diesem Gespräch wollten sie ihre Aktion näher erläutern.“ Die Vorgehensweise des Zentrums für politische Schönheit nannte Schuster unseriös. Sie diene offensichtlich ausschließlich dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. „Das geplante Telefonat wurde daher von unserer Seite abgesagt.“ Das ZPS hatte am Montag auf dem Gelände der ehemaligen Krolloper in Berlin eine sogenannte Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Teil der Aktion ist eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe Asche von Opfern der Massenmorde der Nazis enthält. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte die Aktion bei Twitter „problematisch“ genannt. Sollte es sich tatsächlich um Asche von Schoa-Opfern handeln, dann wurde die Totenruhe gestört“, teilte die Organisation mit.

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– Nahostkonflikt – Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Die israelische Besatzung hat Palästina in 17 Jahren (von 2000 bis 2017) rund 48 Milliarden US-Dollar gekostet.

Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Nahostkonflikt
Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Genf – Die israelische Besatzung hat Palästina in 17 Jahren (von 2000 bis 2017) rund 48 Milliarden US-Dollar gekostet. Dieser Betrag sei das Dreifache des Budgets von Palästina im Jahr 2017 gewesen und wachse weiter, berichtet Sputnik unter Bezugnahme auf einen am Montag veröffentlichten Bericht der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD).
Hätte das palästinische Staatsbudget die fehlenden 47,7 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung investiert, so hätte die Wirtschaft des Landes in 17 Jahren zwei Millionen neue Arbeitsplätze erhalten können, mit einem Durchschnitt von 111.000 neuen Jobs im Jahr, so der Bericht. Israel besetzte während des arabisch-israelischen Krieges 1967 die Westbank einschließlich Ostjerusalems. Es annektierte 1980 die gesamte Stadt und bezeichnete es als die „ungeteilte und ewige Hauptstadt“ des jüdischen Staates – ein Schritt, der von der internationalen Gemeinschaft nie anerkannt wurde. Das Völkerrecht betrachtet das Westjordanland und Ostjerusalem als „besetzte Gebiete“ und hält alle jüdischen Siedlungsbauten für illegal.

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– Menschenrechtsverletzungen in Israel – Zum 16. Todestag: Welt gedenkt der Friedensaktivistin Rachel Corrie

Zum 16. Todestag: Welt gedenkt der Friedensaktivistin Rachel Corrie
 

Energiepolitik
TurkStream-Gaspipeline fertiggestellt: Putin kündigt Türkei-Besuch an

Moskau – Wie Moskau am Montag mitteilte, wird der russische Staatspräsident zur offiziellen Inbetriebnahme der TurkStream-Gaspipeline am 8. Januar in die Türkei reisen. „Das Hauptthema dieser Reise ist die Eröffnung des Turkish Streams. An diesem Tag wird der Landabschnitt auf der türkischen Seite dieses wichtigen internationalen Projekts abgeschlossen sein“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. TurkStream ist eine neue Exportgaspipeline aus Russland in die Türkei durch das Schwarze Meer. Der erste Strang der Pipeline ist für Gaslieferungen an türkische Verbraucher bestimmt und der zweite – für die Gasversorgung der Länder Süd- und Südosteuropas. Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Leitungen wurden in einer Tiefe von bis zu 2.200 Metern verlegt. Das Projekt ist die Offshore-Gasleitung mit dem größten Durchmesser der Welt, die in solchen Tiefen verlegt wurde. Die Tiefsee-Rohrverlegung wurde von Pioneering Spirit, dem größten Bauschiff der Welt, durchgeführt. Am 1. Dezember 2014 unterzeichneten Gazprom und Botas Petroleum Pipeline Corporation ein Memorandum of Understanding über den Bau der Gaspipeline durch das Schwarze Meer in Richtung Türkei. Im September 2016 erhielt Gazprom die ersten Genehmigungen von Behörden der Republik Türkei für die Umsetzung der TurkStream. Am 10. Oktober 2016 wurde ein Abkommen zwischen der Regierung der Russischen Föderation und der Regierung der Republik Türkei zum Projekt TurkStream unterzeichnet. Im Dezember 2016 unterzeichneten South Stream Transport B.V. und Allseas Group S.A. einen Vertrag zum Bau des ersten Strangs des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline TurkStream mit einer Option für die Verlegung des zweiten Strangs. Im Februar 2017 unterschrieben South Stream Transport B.V. und Allseas Group einen Vertrag zum Bau des zweiten Strangs des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline TurkStream. Am 7. Mai 2017 wurde im Schwarzen Meer mit dem Bau der Gaspipeline TurkStream begonnen. Die Arbeiten starteten an der russischen Küste. Am 19. November 2018 wurde die Verlegung des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline abgeschlossen. Mit der Fertigstellung des Empfangsterminals in der Türkei Kıyıköy Ende dieses Monats wird TurkStream bereit sein, den Betrieb aufzunehmen.

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– Wirtschaftsnews – Moodys: Weitere Ratingagentur hebt Wachstumsprognose für die Türkei an

Die vom türkischen Finanzminister Berat Albayrak eingeleiteten wirtschaftlichen Maßnahmen zeigen erste Wirkungen.

Moodys: Weitere Ratingagentur hebt Wachstumsprognose für die Türkei an
   

TV-Tipp
GSG9 will bis Ende 2020 eine Einheit in Berlin aufbauen

Die GSG9 will im Laufe des kommenden Jahres eine Einheit in der Hauptstadt stationieren. „Ich gehe davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres Kräfte fest hier haben, die dann permanent in Berlin sind“, erklärt Kommandeur Jerome Fuchs in der rbb-Dokumentation „GSG9 – Terror im Visier“. Seit Sommer hat die GSG9 einen zweiten, noch provisorischen Standort in Berlin. Dabei werden die Kräfte wochenweise vom Hauptquartier in St. Augustin entsendet. Die für Berlin vorgesehene vierte Einheit der GSG9 soll im Schwerpunkt für Einsätze mit nuklearen, biologischen und chemischen Kampfstoffen trainieren. Die Eliteeinheit der Bundespolizei wird dafür um ein Drittel aufgestockt. Zur GSG9 gehören aktuell rund 400 Männer. Ein Kamerateam des rbb hat die GSG9 im Sommer dieses Jahres begleitet und mit der Spezialeinheit in St. Augustin, Berlin und Israel gedreht. Die rbb-Dokumentation „GSG9 – Terror im Visier“ von Patricia Corniciuc und Michael Götschenberg läuft am Montag, den 02.12.2019, um 23.00 Uhr in der ARD. Die GSG 9 der Bundespolizei (kurz GSG 9 BPOL oder einfach GSG 9) ist die Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von Schwerst-/Organisierter Kriminalität sowie Terrorismus. Die Abkürzung GSG 9 steht für Grenzschutzgruppe 9. Der Bundesgrenzschutz heißt zwar seit 2005 Bundespolizei, jedoch stellt der Name GSG 9 weltweit einen festen Begriff dar und wurde aus diesem Grund beibehalten und lediglich mit dem Zusatz „der Bundespolizei“ ergänzt. Die GSG 9 wurde am 26. September 1972 aufgrund der Erfahrungen bei der Geiselnahme in München als Antiterror- und Geiselbefreiungs­einheit gegründet. Das palästinensische Terrorkommando „Schwarzer September“ hatte elf israelische Teilnehmer der Olympischen Spiele in München als Geiseln genommen und schließlich getötet. Die deutsche Polizei war damals auf Geiselnahmen dieser Art nicht vorbereitet und konnte die Lage nicht erfolgreich lösen. Im April 1973 meldete Gründungskommandeur Ulrich Wegener die Einsatzbereitschaft von zwei Einsatzeinheiten der GSG 9. Bekannt wurde die GSG 9 im Herbst 1977 durch die Operation „Feuerzauber“. Palästinensische Terroristen hatten das Lufthansa-Flugzeug „Landshut“ entführt. Am 17. Oktober 1977 stürmte die GSG 9 in einer bis dato einzigartigen Operation das Luftfahrzeug und befreite erfolgreich alle Geiseln. Seither hat die GSG 9 eine Vielzahl von besonderen Einsätzen im In- und Ausland absolviert. Trotz dieser Erfolgsgeschichte gibt es auch tragische Momente des Verlustes. So kam es bei der Festnahme der RAF-Terroristen Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen zu einem Einsatz der GSG 9, bei dem der Polizeikommissar N. von dem RAF-Terroristen Grams erschossen wurde. Grams tötete sich anschließend selbst. Des Weiteren verloren Tobias R. und Thomas H. ihr Leben im Einsatz. Im Rahmen eines Personenschutzeinsatzes im Irak 2004 geriet ihr Konvoi in der Nähe von Falludscha in einen Hinterhalt. Es kam zu einem starken Feuergefecht. Tobias R. und Thomas H. konnten nicht entkommen, der Leichnam von Thomas H. wurde bis heute nicht gefunden. (Bundespolizei)