Germanwings-Tragödie
Witwe des Germanwings-Kapitäns ließ sich als Trauerbegleiterin ausbilden

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Annika Sondenheimer, die Witwe des Kapitäns, der von seinem Copiloten vor der Germanwings-Tragödie aus dem Cockpit gesperrt wurde, hat sich als Trauerbegleiterin ausbilden lassen. Für die umfassende Hilfe, die sie in der schweren Zeit nach dem Absturz erhielt, habe sie etwas zurückgeben wollen, betonte die 41-Jährige im Gespräch mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Außerdem gründete sie den Patrick Sondenheimer Stiftungsfonds. Dessen Hauptaufgabe ist es, trauernden Kindern und Jugendlichen – und damit auch deren Familien, die ins Wanken geraten – professionelle Unterstützung zukommen zu lassen. „In schwerwiegenden Lebenskrisen brauchen gerade trauernde junge Menschen qualifizierte Beratung. Wir möchten, dass sie ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Beständigkeit zurückgewinnen“, sagte Annika Sondenheimer. „Und sie sollen zu einem Leben zurückfinden, in dem wieder Raum für Normalität, Zuversicht und Unbeschwertheit ist“, ergänzte sie. Zu der Gedenkstätte in Frankreich hat sie nach eigenen Worten keine enge Beziehung. Ihre Kinder – zum Zeitpunkt des Absturzes 2015 fünf und drei Jahre alt – verstünden immer mehr, was passiert sei, könnten aber den Verlust noch nicht wirklich realisieren. „Aber wir haben inzwischen einen stabilen Alltag, und Verlustängste gehören ebenso dazu wie die Erinnerungen.“ Beiden Kindern habe eine Delfin-Therapie in Spanien gut getan. Ähnliches könne die Stiftung mithilfe von Spenden unterstützen, sagte die Gründerin.

VW-Werk Türkei
VW-Betriebsrat will Werkbau in der Türkei notfalls blockieren

Wolgsburg – Wegen der Kampfhandlungen der Türkei im Norden Syriens will der einflussreiche Volkswagen-Betriebsrat den geplanten Bau des neuen Mehrmarkenwerkes in der Türkei notfalls blockieren.

Die Arbeitnehmervertreter würden einen Zuschlag für den Bau so lange ablehnen, wie die Türkei versuche, „ihre politischen Interessen mit Krieg und Gewalt zu erreichen„, zitiert die Automobilwoche VW-Betriebsratschef und Aufsichtsratsmitglied Bernd Osterloh, unter Berufung auf eine Meldung im Wirtschaftsmagazin Bloomberg. Im Oktober hatte der deutsche Automobilkonzern die endgültige Entscheidung über den Standort seines neuen Werkes wegen der türkischen Offensive vertagt und bis auf Weiteres auf Eis gelegt. In diesem Umfeld könne es kein Votum für das Land geben, so der Konzern. In der vergangenen Woche teilte VW mit, dass man jedoch noch nicht nach Alternativen für das ursprünglich in der Türkei geplante Werk suche. „Wir sind nicht dabei, alternative Standortplanungen zu machen“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann. Man beobachte die Lage nach der Militäroffensive sorgfältig. Deswegen sei die Planung für ein Werk “on hold”. Sobald sich eine Entscheidung in Sachen Türkei-Werk “in die eine oder andere Richtung” abzeichne, wolle man darüber informieren. VW sehe sich in der komfortablen Situation, dass man noch etwas Zeit habe, um das geplante Projekt zu realisieren, berichtet Reuters weiter. Volkswagen hatte Anfang Oktober im westtürkischen Manisa bei Izmir bereits das mit einem Kapital von 943.5 Mio. Lira bestückte Tochterunternehmen „Volkswagen Turkey Otomotiv Sanayi ve Ticaret AŞ“ Aktiengesellschaft gegründet.

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– Autonews – VW holt türkischen Spitzenmanager Murat Aksel von BMW

Volkswagen-Chef Herbert Diess verpflichtet den nächsten Vorstand von BMW. Der türkische Sptitzenmanager Murat Aksel führe ab Sommer 2020 das Einkaufsressort der Marke VW.

VW holt türkischen Spitzenmanager Murat Aksel von BMW
   

Flüchtlingskrise
Nach Erdogan-Drohung: EU kündigt 663 Millionen Euro-Hilfe für Türkei an

Brüssel – Im September drohte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Europa mit der „Öffnung der Tore“, um Millionen von Flüchtlinge weiterziehen zu lassen. Die Türkei sei mit dem Flüchtlingsstrom aus dem vom Krieg zerrütteten Syrien allein gelassen worden und müsse möglicherweise Grenzen nach Europa öffnen, wenn sie nicht die notwendige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft erhalte und wenn die geplante Sicherheitszone innerhalb Syriens nicht bald eingerichtet werde. „Wir werden gezwungen sein, die Grenzen zu öffnen. Wir können nicht gezwungen werden, die Last allein zu tragen“, sagte Erdogan damals. Im Oktober wiederholte der türkische Staatschef seine Drohung, nachdem die EU die türkische Militäroffensive „Fiedensquelle“ in Nordsyrien verurteilt hatte.

Die EU solle zur Besinnung kommen und die Offensive nicht Besatzung nennen, so der türkische Staatschef bei einer Rede. Erdogan drohte damit, sonst die „Tore zu öffnen und 3,6 Millionen Flüchtlinge durchzulassen.

Erdogan: „Hey Europäische Union, kommt zur Besinnung! Falls ihr unsere derzeitige Maßnahme als eine Besatzungshandlung bezeichnet, haben wir ein leichtes Spiel: Wir öffnen die Tore und schicken die 3,6 Millionen Flüchtlinge zu euch.“

EU kündigt 663-Millionen-Euro-Hilfe an Am heutigen Freitag hat die Europäische Kommission nun die Bereitstellung von 663 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei angekündigt. Damit sollen Großprojekte im Rahmen der EU-Flüchtlingsfazilität in der Türkei fortgesetzt werden. Die Hilfe werde die Kontinuität des bisher größten humanitären Programms der EU, des sozialen Notfallnetzes (ESSN), gewährleisten, so die Kommission. Mit den verbleibenden Mitteln werden weiterhin Projekte in den Bereichen Bildung und grundlegende Dienstleistungen wie Gesundheitswesen unterstützt. Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenbewältigung, erklärte: „Die Unterstützung der EU hat echte Auswirkungen auf die in der Türkei aufgenommenen Flüchtlinge. Dank der EU-Unterstützung können rund 1,7 Millionen Flüchtlinge ihre Grundbedürfnisse decken, und mehr als eine halbe Million Flüchtlingskinder gehen zur Schule. Diese Ergebnisse sprechen für sich. Ich möchte unseren humanitären Partnern vor Ort dafür danken, dass sie die EU-Hilfe für die Türkei zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben“.        

Syrienkrise
Kommentar: In Nordsyrien ist für die YPG der Zug abgefahren

Die Steigbügelhalter der Neo-Kurdischen Briefkastenvereinigungen bringen sich in Stellung Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Nach acht Jahren syrischem Bürgerkrieg treffen sich Regierungs- und Oppositionsmitglieder in Genf, um eine neue Verfassung auszuarbeiten. Der Weg ist steinig, aber Putin hat offenbar ein Machtwort gesprochen; Assad muss klein beigeben und entsprechend parieren. Ist damit auch die Flucht der kurdisch-völkischen militanten YPG samt ihren Briefkastenvereinigungen unter die Fittiche des Damaszener-Assads hinfällig? Offenbar, denn unter den Vertretern der zahlreichen Briefkastenvereine und Vereinigungen, die sich unter der Schirmherrschaft der PKK versammelt haben und der syrischen Neo-Kurdischen YPG samt ihrem politischen Arm PYD die Stange halten, herrschen chaotische Zustände. Während die jesidisch-stämmige Düzen Tekkal nun Damaszener-Assad als „brutalen Diktator“ tituliert, applaudieren YPG- und SDF-Aktivisten über soziale Netzwerke Assad zu, der angeblich die „Kurden“ zum gemeinsamen Kampf gegen die „Aggression“ aufgerufen habe; stellen dann aber zeitnah fast schon Stolz fest, wie die „Feiglinge“ Assads vor der heranrückenden türkischen Armee in Scharen fliehen, während ihre „Kämpfer“ die Stellung hielten.
(Foto: Screenshot/Twitter/duezentekkal)
Während die kurdischstämmige Berivan Aslan sich die Wahl zwischen Assad und Erdoğan wie die Wahl zwischen Pest und Cholera vorstellt, suchen die SDF-Funktionäre händeringend noch immer zwischen dem „Verräter“ USA und „Pest“ Assad einen Koalitionspartner zurückzugewinnen, der sie noch politisch am Leben erhält; um sogleich wieder durch die kurdischstämmige Dersim Dagdeviren ins absurdum geführt zu werden, die ihren „General“ Mazlum Kobane hyped, weil dieser nun versucht, eine vertrauensvolle Basis mit Trump und Putin zu finden sowie einen Sonderstatus zu erreichen. Dabei wurden die Fahrkarten längst ausgeteilt, der Zug doch längst abgefahren… Nun hasten all diese sogenannten „Rojavisten“ hinter diesem abgefahrenen Zug hinterher und halten die Hoffnung hoch, dass der Zug noch rechtzeitig anhält, um einzusteigen. Welche Illusionen die YPG/SDF gepflegt hat, welche Erwartungshaltungen sie dabei konkret erfüllt hat, sieht man seit mehr als acht Jahren. In Afrin prophezeite man einen „verheerenden Krieg“, wenn die Türkei sich anmaßen würde, in diese Region einzumarschieren. Das Ergebnis ist doch längst bekannt: Afrin ist kein Thema mehr, höchstens für die Aufrechterhaltung des Mythos über die „heldenhaften Märtyrer“ der SDF/YPG/YPJ. Bei der gegenwärtig noch offenen militärischen Operation der Türkei, wetzte man, wie zuvor bei Afrin, auch die Messer und war ebenfalls voller Enthusiasmus, kündigte wortstark ein „Vietnam der Türkei“ an. Gegenwärtig gibt es so gut wie gar keine YPG/SDF-Miliz mehr in der gesicherten Sicherheitszone, die einst „Rojava“ werden sollte. Wann Gedenken die Neo-Kurden, aus ihrem Wachkoma aufzuwachen? Der Stachel ist in Nordsyrien nun sozusagen herausgezogen. Es wird noch eine Zeitlang jucken und kratzen, aber irgendwann wird die Rötung verschwinden. Vor allem jetzt wird sich zeigen, was diese Damen und Herren unter Demokratie, Frieden oder Schutz und Sicherheit verstehen, die sie in jedem Satz ihrer wortstarken Reden besonders unterstreichen. Wird eine Düzen Tekkal, eine Berivan Aslan oder Dersim Dagdeviren eine Neuordnung der demokratische Verfassung Syriens zustimmen, um das Leid und Elend zu beenden? Werden Sie, diese Friedensbotschafterinnen und Musterdemokratinnen, die verfassungsgebende Ordnung in Syrien anerkennen, die derzeit von Vertretern der syrischen Opposition-, Regierung- und Zivilgesellschaftsvertretern angepackt wird? Ja, das Treffen der syrischen Regierungs- und Oppositionsmitglieder in der Schweizer Stadt Genf, in der eine neue Verfassung für das vom Bürgerkrieg heimgesuchte Land ausgearbeitet werden soll, steht unter keinem guten Stern, wird langatmig geführt werden, werden die Opposition und die Zivilgesellschaft große Abstriche hinnehmen müssen. Letztlich kommen aber alle nicht umhin, sich dem Willen Russlands zu beugen. Sie hat alle relevanten Parteien nun zusammengeführt, gibt dem Iran und der Türkei die Gelegenheit, diese zu begleiten, hat aber die USA und Europa vor die Tür gesetzt, dafür den UN-Sonderbeauftragten für Syrien, den Norweger Geir Pedersen, mit an den Tisch gesetzt. Damit müssen sich nun alle abfinden; auch, dass die YPG/SDF wie auch andere terroristisch eingestuften „Dschihadisten“-Milizen ausgeschlossen worden sind. Der Prozess der Zusammensetzung der Liste der 150 Mitglieder im Verfassungsausschuss war anstrengend, und es dauerte fast zwei Jahre, bis zwei UN-Gesandte unter Einbeziehung von Regierungs-, Oppositions- und Zivilgesellschaftsführern fertiggestellt war. Die Liste ging zwischen Damaskus, Astana, Riad und Istanbul hin und her. Damaskus legte gegen viele Namen der Opposition ein Veto ein, was zu einer Liste von Mitgliedern führte, die möglicherweise nur begrenzte Auswirkungen vor Ort hatten. Offenbar war auch die YPG/SDF keine große Stimme, wie man es in Europa ständig kolportiert hatte. Es ist klar, dass die Türkei gegen die Teilnahme der YPG/SDF ebenfalls Einwände erhob und Damaskus, obwohl sie sich bislang eher bedeckt hielt, aber einige der Forderungen der YPG/SDF, wie die militärische Autonomie, nicht akzeptieren wollte. Es wird nicht ausbleiben, dass die Gegner das verfassungsgebende Gremium in Genf zu delegitimieren versuchen werden; so sieht es auch der russische Sondergesandte Andrej Kortunow. Offensichtlich ist auch Russland bewusst, dass der YPG/SDF-Juckreiz noch lange anhalten wird und sich in Terror und Gewalt bemerkbar macht. Man kann gespannt sein, wie die Gegner des Gremiums sich diesem Problem annehmen werden, schließlich müssten sie auch konkret die Bemühungen der UNO oder Russlands unterhöhlen, um das auch annähernd zu bewerkstelligen. Wie werden die genannten und nicht genannten Damen und Herren nun reagieren, die derzeit von Frieden, Menschenleben und Leid in Syrien philosophieren, aber auf der anderen Seite der YPG/SDF die Stange halten?
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Syrien
Assad: Trump ist der beste amerikanische Präsident

Damaskus – Der syrische Machthaber Baschar Al Assad lobte in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für seine „Transparenz und Ehrlichkeit“. „Alle amerikanischen Präsidenten begehen Verbrechen und nehmen am Ende den Nobelpreis entgegen. Sie treten als Verteidiger der Menschenrechte und der ‚einzigartigen und brillanten amerikanischen oder westlichen Prinzipien‘ auf, aber alles, was sie sind, ist eine Gruppe von Kriminellen, die nur die Interessen der amerikanischen Lobbys großer Konzerne an Waffen, Öl und so weiter vertreten“, so Assad. Trump sei wenigstens ehrlich und sage: „Wir wollen das Öl“. Dies sei die Realität der amerikanischen Politik seit dem zweiten Weltkrieg. „Ich sage ihnen, er ist der beste amerikanische Präsident. Warum? Nicht weil seine Politik gut ist, sondern weil er der transparenteste Präsident ist. Was wollen wir mehr als einen transparenten Gegner?“, so der syrische Staatschef.

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– Militäroffensive Friedensquelle – Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen

Im Rahmen eines im Oktober unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland am Freitag mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen. Dies teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.

Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen
     

Asylantrag von Ibrahim Miri
Wendt: Miri-Wiedereinreise Schlag ins Gesicht der Polizei

Osnabrück – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat empört auf die Wiedereinreise und den neuen Asylantrag von Clan-Chef Ibrahim Miri reagiert. „Für die Polizistinnen und Polizisten, die täglich mit Abschiebungen beschäftigt sind, ist das wie ein Schlag ins Gesicht“, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Wegen Kontrolldefiziten an den deutschen und europäischen Grenzen sei das aber „kein Einzelfall und bestimmt nicht verwunderlich“, so Wendt weiter. Die Grenzen seien „offen wie Scheunentore“. Wer abgeschoben worden sei und – wie Miri – mit einem Wiedereinreiseverbot belegt sei, „der muss ja nur im EU-Ausland in einen Flixbus steigen, und schon ist er wieder da“. Der Polizeigewerkschaftschef fordert von der Politik, zwei Konsequenzen aus dem Fall Miri zu ziehen: „Wenn einmal geprüft und dann abgeschoben worden ist, dann muss auch mal gut sein. Dann darf ein Folgeantrag gar nicht möglich sein“, sprach sich der DPolG-Bundesvorsitzende für eine Verschärfung des Asylrechtes aus. „Wir können aus dem Asylverfahren kein Perpetuum mobile machen, nach dem Motto ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘.“ Zweitens brauche die Bundespolizei „dringend wieder Kontroll- und Zurückweisungsbefugnisse, sonst wird es immer wieder passieren“, sagte Wendt der NOZ weiter. Derzeit werde lediglich an drei Stellen an der Grenze zu Österreich kontrolliert, und „jeder, der ‚Asyl‘ sagen kann, hat die Möglichkeit eines mehrjährigen Aufenthalts“. So gelinge es nicht, illegale Migration zu stoppen, sagte Wendt und fügte hinzu: „Die Bundespolizei sollte das Recht zur Zurückweisung, das im Polizeigesetz steht, wieder wahrnehmen können. Wir sollten Menschen, die aus sicheren Herkunftsländern kommen, nicht einfach ins Land lassen.“

NRW
Laschet und Reker werben um Umzug der IAA nach Köln

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) macht sich dafür stark, die internationale Automobilausstellung (IAA) nach Köln zu holen. „Wenn Frankfurt nicht mehr will – in NRW und in Köln ist die IAA zu jeder Zeit immer herzlich willkommen“, schreibt der Ministerpräsident in einem Gastbeitrag für den „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die besucherstärkste Messe Deutschlands findet bislang in Frankfurt statt. Der dortige Oberbürgermeister Peter Feldmann sieht die Spitzenshow allerdings kritisch und stellte sich im September an die Seite der Klimaaktivisten, die gegen die IAA demonstrierten. „Die Mobilität der Zukunft geht nur mit und nicht gegen die Autobranche“, erklärte Laschet. Der CDU-Politiker verwies darauf, dass allein in NRW 200.000 Menschen in rund 800 Unternehmen in der Automobilindustrie tätig seien. Lediglich in Baden-Württemberg gebe es in der Branche mehr Beschäftigte. „Deshalb verwundert es, in welcher Art und Weise, in welchem Ton, in welcher Häme und in welcher Abfälligkeit manche über die Schlüsselindustrie unseres Landes reden.“ Für viele scheine das Ende des motorisierten Individualverkehrs das Ziel schlechthin zu sein. „Sie sägen am Ast des Wohlstands unseres Landes“, warnte der Ministerpräsiden. Unterstützung sagte auch Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu, „um das Thema Mobilität in voller Breite und Tiefe voranzutreiben, zu stärken und auf eine neue Ebene zu heben. Köln ist bereit, neue Mobilitätskonzepte und -technologien erfahrbar zu machen.“

Militäroffensive Friedensquelle
Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen

Gaziantep – Im Rahmen eines im Oktober unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland am Freitag mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen. Dies teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Das Moskauer Verteidigungsministerium bestätigte, dass die erste Patrouille zur örtlichen Mittagszeit begonnen habe. Sie bewege sich in Richtung Westen die syrisch-türkische Grenze entlang. Insgesamt seien „neun Einheiten, Sicherungsfahrzeuge und Transporter der russischen Militärpolizei“ auf einer Route von mehr als 110 Kilometern unterwegs, berichtet die Welt. Dem Abkommen nach sollten sich Kämpfer der YPG, welche ein verlängerter Arm der Terrororganisation PKK in Syrien ist und von Menschenrechtsorganisationen für Gewalt gegen christliche Minderheiten in Nordsyrien verantwortlich gemacht wird, auf 30 Kilometer von der türkischen Grenze zurückziehen. Christliche Minderheiten wie Assyrer und Aramäer begrüßten das Abkommen.
(Screenshot)
Am 9. Oktober hatte die Türkei, gemeinsam mit syrischen Oppositionellen, eine Militäroffensive gegen den IS und die YPG begonnen, nachdem die USA ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen hatten. Nach einem Treffen in Sotschi pausierte die Türkei die Offensive auf Bitten Russlands am 23. Oktober für weitere 150 Stunden, nachdem Washington am 17. des vergangenen Monats eine fünftägige Waffenpause ausgehandelt hatte. Die Türkei möchte an ihrer Grenze zu Syrien eine 440 km lange und 30 km tiefe Sicherheitszone schaffen, um zwei Millionen syrischen Flüchtlingen eine Rückkehr zu ermöglichen.
(Foto: Screenshot/Twitter)

Film
Türkische Serie Immortals trägt zur allgemeinen Vampir-Beliebtheit bei

Vampire faszinieren Menschen schon seit jeher. Wenn Sie an die Thematik denken, ist Graf Dracula sicherlich einer Ihrer ersten Gedanken. Das ist auch nicht verwunderlich, denn das Vampirgenre begann mit der Veröffentlichung des ersten Draculabuches im Jahre 1897. Die Zeit der Fernsehserien hat den Vampiren natürlich einen neuen Popularitätsauftrieb verschafft. Als Serienklassiker gilt Buffy – Der Vampir-Killer, welcher noch vor der Jahrtausendwende startete. Im 21. Jahrhundert waren es sicherlich True  Blood und Vampire Diaries, die die Herzen der Fans eroberten. Besonders letzterer Titel schaffte es zu großer Beliebtheit, weshalb es  das Spin-off The Originals gab, welches bis 2018 lief. Seit 2019 hatte die türkische Serie Immortals (org.  Yasamayanlar) es bei Netflix auf die internationale Bühne geschafft. Bei Immortals handelt es sich um den ersten türkischen Fantasy-Thriller, welcher es auf Netflix schaffte, die weiterhin laut Netzwelt die beliebteste Streamingplattform ist. Die erste Staffel von Immortals wurde im März 2019 auf Netflix veröffentlicht und beinhaltete acht Episoden. Doch worum ging es überhaupt? Die Geschichte ist in Istanbul angesiedelt und handelt von Vampirin Mia (Elçin Sangu), welche auf der Suche nach Dimitry (Kerem Bürsin) ist, der sie in eine Blutsaugerin verwandelt hat. Sein Tod würde sie wieder zurück in einen Menschen verwandeln. Dies erklärt ihre Motivation, ihn zu finden, und gibt dem ganzen Feldzug von Mia ein festes Fundament, welches  über Rache hinausgeht. Im Verlaufe der Geschichte verbündet sie sich ebenfalls mit einem anderen Vampir, der seine Menschlichkeit aufgrund eines anderen Vampirs verlor. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Situation wesentlich komplexer ist, als man anfangs vermutet hatte. Die Serie hat dem Vampirgenre in der Türkei neues Leben eingehaucht und damit den Zeitgeist eingefangen. Vampire genießen eine große Beliebtheit in der Populärkultur. Dies liegt an den eingangs erwähnten Serien, aber auch bei Videospielen wird die Thematik immer wieder gerne aufgegriffen. So erschien 2018 der Titel Vampyr für Windows, Xbox und PS4. Der Titel ist Anfang der 1900er angesiedelt und spielt in einem fiktiven Stadtteil Londons. Als Spieler können Sie freie Entscheidungen treffen, welche direkte Konsequenzen auf den Spielverlauf und Ihre Umgebung haben. Sie können mehr über die Spielmechanik im Testbericht der Gamestar erfahren. Im Internet finden sich ebenfalls eine Menge Browserspiele, die sich für zwischendurch eignen. Im Speedy Casino finden sich gleich mehrere Vampirslots, wie BloodLore  Vampire Clan oder Vampire Hunters  vor. Lesen Sie mehr bei CasinoWings, um sich einen Überblick über die Spiele zu verschaffen. Wenn Sie lieber mit anderen Spielern interagieren wollen, empfiehlt sich der Browsertitel Aetolia, in dem man gegen andere Spieler antreten kann.
(Foto: pixa)
Wer im Vampirfieber ist, wird bei der großen Spieleauswahl sicherlich einen guten Zeitvertreib finden, bis die nächste Vampirserie einen wieder an den Bildschirm fesselt. Doch wie sieht es bei Immortals mit einer zweiten Staffel aus? Diese wurde bislang noch nicht bestätigt. Man kann jedoch sagen, dass eine Fortsetzung der Serie zuerst in der Türkei veröffentlicht werden würde, bevor sie es auf Netflix schafft. Fans sollten Ausschau nach Teasern halten, welche ein guter Indikator für eine weitere Staffel sein könnten. Schließlich endete die erste Staffel mit einem  großen Cliffhanger.

Berlin
Spahn warnt CDU, Fehler der SPD zu machen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Ordnungsruf an seine Partei gesendet und davor gewarnt, dass sie die gleichen Fehler begeht wie die SPD. „Wir sind auf dem Weg, den Fehler zu machen, den eine andere große Volkspartei gemacht hat, wenn es nämlich um die Frage geht, dass Verfahrensfragen vor Ideen stehen oder Personen vor Lösungen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch beim Netzwerktreffen „Düsseldorf IN“ der „Rheinischen Post“. „Wofür ich werbe, ist, dass wir uns viel, viel stärker auf Sachfragen fokussieren“, sagte Spahn. Die CDU habe gerade erst einen Parteivorsitzenden-Wettbewerb gehabt, bei dem sich die Partei mit der Frage beschäftigt habe, wie es weitergeht. „Und nun führen wir ein Jahr später schon wieder eine Debatte“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe eine große Ambivalenz im Land und in der Partei. „Viele Bürger, CDU-Mitglieder auch viele Kollegen im Bundestag, sind dankbar für die Arbeit der Kanzlerin in den letzten 14 Jahren. Da gibt es eine hohe Anerkennung. Und gleichzeitig spüren alle, dass es so nicht weitergehen kann, das Vertrauen verloren wurde.“ Es gebe das starke Bedürfnis nach Führung, nach einer Idee, „wo wir mit Deutschland hinwollen in den 20er- Jahren“. Aus diesem Spannungsfeld entstehe die Anspannung. Auf die Kritik seines Parteikollegen Friedrich Merz, der der Bundesregierung zuletzt „ein grottenschlechtes Erscheinungsbild“ ausstellte, entgegnete Spahn: „Das, was wir in den 18 Monaten, die wir mit der Regierung im Amt sind, gemacht haben, kann sich ziemlich gut sehen lassen, finde ich.“ Zum Beispiel in der Pflege, bei der Infrastrukturbeschleunigung, beim Digitalpakt oder beim Aufbau der Bundespolizei, sagte Spahn. Er schränkte jedoch ein, dass die Groko zwar ziemlich viel umgesetzt habe. „Aber wir haben es gleichzeitig geschafft, dass es keiner merkt.“ Auf die Frage, ob Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Parteitag Ende November noch Parteichefin sein werde, antwortete Spahn: „Ja“.