- Der öffentlich-rechtliche türkische Rundfunk TRT Deutsch bekommt derzeit in deutschen Gefilden die ganze geballte Ladung an propagandistischem Mist ab. Die Meldungen sorgen für Schwerstarbeit meiner Lachmuskeln.
- In Afrin explodiert mitten in der nordsyrischen Stadt Afrin eine Autobombe. Ein deutscher Journalist quittiert die Meldung im sozialen Netzwerk Twitter mit Anerkennung. Ich weiß nicht wie ich das kommentieren soll.
- Deutsche Medien warnen seit gefühlt 100 Jahren die Türken vor weiteren Zinssenkungen, die Erdogan angeblich aufgrund seiner Religiosität vorantreibe. Der Leitzins in der Türkei beträgt derzeit rund 11 Prozent, während die EZB und damit die Bundesbank mit einer 0 Prozent-Offerte die Inflationsgefahr bändigen will. Bin ich der einzige, der darin eine Unplausibilität erkennt?
- Nur zwei Tage nachdem sich der FDP-Abgeordnete Thomas Kemmerich auch mit den Stimmen der AfD zum thüringischen Ministerpräsidenten wählen ließ und einen Tag nachdem der Ministerpräsident seinen Rücktritt erklärt hatte, traten bei der ARD-Sendung „Anne Will“ alle Parteien zusammen, darunter auch die AfD, vertreten durch Alice Weidel. Heuchelei ist das.
Das passiert des Öfteren derzeit mit Autobomben, Selbstmordanschlägen und Kidnapping, die in extralegalen Hinrichtungen durch PKK-Terrorzellen enden. Das ist zwar nach internationalem Recht oder humanitären Gesichtspunkten verwerflich, verbrecherisch oder terroristisch, aber was interessiert das einen deutschen Journalisten, der die Meldung anerkennend mit „Gefällt mir“ markiert. Die völkisch-kurdischen Dreibuchstaben-Terrororganisationen YPG, SDF oder PKK vergießen für ihre linksdrehenden fünfzackigen roten Stern so lange Zivilistenblut, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Und wem gefällt das? Frank Nordhausen, einer, der für seinen Aktivismus für den völkisch-kurdischen Separatismus bekannt ist. Diese Seite von Nordhausen wollte ich nicht kennenlernen. Hier stinkt es nach Scheiße! Gefühlt 100 Jahre, genauer gesagt, seit 2016, wird die türkische Regierung für ihre Niedrigzins-Politik kritisiert. War der Leitzins der türkischen Notenbank im Jahre 2002 bei rund 62 Prozent, lag sie im August 2013 bei 7,25 Prozent, Juni 2017 bei 16,5 Prozent und liegt heute bei rund 12 Prozent. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass die deutsche Presse sich nach 2002, also mit Regierungsantritt der AKP oder mit Amtserhebung von Erdogan zum Ministerpräsidenten, sich so rührend Sorgen um den türkischen Leitzins gemacht hat. Aber seit 2016 ist der türkische Leitzins in deutschen Grundschulen bekannter als die Bundeskanzlerin dieser Republik, nach Erdogan selbst. Der türkische Leitzins war also 2013 auf einem noch niedrigeren Level als heute, aber damals wollte oder konnte man keine Inflation ausmachen, stattdessen wunderte man sich über die stetigen Zuwachsraten der Wirtschaftsleistung. Seit 2016 bis in die Gegenwart hat man in der deutschen Medienlandschaft die türkische Leitzinspolitik im Visier, als gehe es um die eigene Zinspolitik und um die eigene Zukunft. Die eigene Zukunft der Leitzinsen ist an die Europäische Zentralbank gebunden, sprich, wenn die EZB demnächst sogar Kredite honoriert, Sparer abstraft, damit die Wirtschaft angekurbelt wird, dann kann man davon ausgehen, dass die EU-Wirtschaft demnächst kollabieren wird. Ich würde mir als Deutscher also eher sorgen um die heimische Wirtschaft und Geldpolitik, als um die der Türkei machen. An Heuchelei kaum zu überbieten! Nachdem sich der FDP-Abgeordnete Thomas Kemmerich auch mit den Stimmen der AfD zum thüringischen Ministerpräsidenten wählen ließ und einen Tag danach aufgrund der heftigen Schnappatmung der Linken, SPD, CDU und Grünen, seinen Rücktritt bekannt gab, trafen drei Tage später bei der ARD-Sendung „Anne Will“ alle Parteien zusammen, darunter auch die AfD. Wir erinnern uns: Die Linke warf Thomas Kemmerich nach der Wahl im Thüringer Landtag den Glückwunschstrauß vor die Füße. Die Bundes-CDU ruderte wie wild zurück und forderte Neuwahlen, um sich von der AfD zu distanzieren. Die SPD und Grünen teilten als Berufsschnappatmer mächtig gegen die AfD und FDP sowie CDU aus. Aber nur Tage später sitzen als Vertreter dieser Parteien Peter Altmaier (CDU), Kevin Kühnert (SPD) und Sahra Wagenknecht (Die Linke) mit Alice Weidel (AfD) sowie Wolfgang Kubicki (FDP) in der ARD-Takshow „Anne Will“ an einem Tisch und tratschen über den Wahlausgang. Etwas Gesicht wahren, mehr Anstand und Rückgrat würde jedem gut stehen. Jetzt verstehe ich die Politikverdrossenheit in Deutschland!#Now
— afrin activists (@afrinactivists) February 10, 2020
A car bomb explosion on Raju Road, in the center of Afrin.#Afrin_activists_network #عاجل
انفجار سيارة مفخخة على طريق راجو في مركز مدينة عفرين. #شبكة_نشطاء_عفرين pic.twitter.com/oN8czeMQ3Y
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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