Türkei
Istanbul: Flugzeug zerbricht nach Landung in zwei Teile

Istanbul – Nach der Landung auf dem Sabiha Gökcen Flughafen in Istanbul ist eine Maschine der Pegasus Airlines von der Piste abgekommen und in zwei Teile gebrochen.

Das Flugzeug sei lokalen Medienberichten zufolge erst hinter der Landebahn zum Stehen gekommen ist.

Laut Verkehrsminister Turhan sind bei dem Unglück bisher keine Todesopfer zu beklagen. Allerdings habe es 21 Verletzte gegeben, die ins Krankenhaus gebracht wurden.

Das türkische Verkehrsministerium: Es gab 171 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord. Alle wurden lebend geborgen.

Die Maschine war auf dem Inlandsflug von Izmir nach Istanbul Sabiha Gökçen.

Ein weiteres Flugzeug der Pegasus-Airline war erst im Januar auf dem gleichen Flughafen von der Landebahn abgekommen.

TV-Tipp
Doku: „Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich obdachlos werde“

Köln – „Das ist kein Lebenssinn, das ist ein Vegetieren. Das ist einfach nur ein Dasein und kein Leben“, sagt Helmut, 62 Jahre alt, heroinabhängig, über sein „Überleben“ auf der Straße. In rund acht Jahren Obdachlosigkeit hat der gebürtige Düsseldorfer immer auf die Chance gehofft, endlich wieder ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Mit dem realen Projekt „Housing First“ – bei dem Obdachlose ohne Vorbedingung einen unbefristeten Mietvertrag bekommen – ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Hautnah und unmittelbar zeigt die VOX-Doku-Reihe „Obdachlos – Einzug in ein neues Leben“ Helmut sowie sieben weitere Menschen bei ihrem Weg von der Straße in die eigenen vier Wände und ihr neues Leben. VOX begleitete die Obdachlosen über ein Jahr – war bei Lichtblicken, Rückschlägen und teils überraschenden Verwandlungen nach dem Einzug dabei. In insgesamt drei Folgen blicken die Zuschauer aber auch auf die persönlichen und hochemotionalen Geschichten jedes Protagonisten und erleben, wie ein einfacher Wohnungsschlüssel zur Eintrittskarte in ein neues Leben werden kann. Die Sozialarbeiter der gemeinnützigen Organisation fiftyfifty, die „Housing First“ in Deutschland etabliert haben, helfen den Obdachlosen dabei, Schritt für Schritt wieder auf die Beine zu kommen – und ihre Chance auf einen Neuanfang zu nutzen. Alle weiteren Probleme, wie beispielsweise Drogensucht oder Verschuldung werden im zweiten Schritt in Angriff genommen. „Eine Wohnung ist ganz elementar. Wenn du eine hast, dann kannst du von da aus wieder Freundschaften und eine Arbeit finden. Ansonsten bewegst du dich in einem Kreislauf“, so Oliver Ongaro, Streetworker bei fiftyfifty. Ela ist beispielsweise schon seit ihrer Kindheit in solch einem Kreislauf aus Sucht und Prostitution gefangen. „Mit acht Jahren hat mich meine Mutter anschaffen geschickt. Mit dreizehn bin ich dann an Heroin und Kokain gekommen“, erzählt die heute 45-Jährige. Zurzeit ist es vor allem der Alkohol, über zwei Flaschen Wodka am Tag, der sie das Erlebte vergessen lässt. Ela war insgesamt fünf Jahre obdachlos und lebte zwischenzeitlich bei sogenannten Wohnungsfreiern. Julia von Lindern, Streetworkerin von fiftyfifty, erklärt: „Da sprechen wir über Abhängigkeitsverhältnisse. Diese Männer missbrauchen die Situation der Frauen in der Obdachlosigkeit. In der vermeintlichen Annahme ihnen Hilfe zu gewähren, verlangen sie dafür sexuelle Dienstleistungen, die allerdings nicht auf freiwilliger Basis passieren.“ Mit einer neuen Wohnung hat Ela nun endlich die Chance, sich aus der scheinbar endlosen Spirale von Missbrauch und Alkohol zu befreien – und gemeinsam mit ihrem Freund Heiko (43) neu zu starten. Neustarten möchte auch Nici, 36 Jahre alt, seit drei Jahren auf der Straße, Mutter von zwei Söhnen. Gemeinsam mit anderen Obdachlosen lebt sie in einem Zelt am NRW-Forum in Düsseldorf, erschnorrt sich in der Fußgängerzone Kleingeld, um über die Runden zu kommen. „Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich obdachlos werde. Ich habe immer geglaubt, das passiert anderen, aber nicht mir“, erzählt Nici. Ihr Ex-Mann war gewalttätig, hinzu kam ein hoher Schuldenberg und dann die fristlose Kündigung. Mit dem Wohnungsverlust wurden Nici vor drei Jahren dann auch ihre zwei Kinder genommen. „In der Vergangenheit ist viel falsch gelaufen. Das hätte ich meinen Kindern am liebsten erspart.“ Die Belastung für die junge Mutter ist groß: „Ich denke jeden Tag, jede freie Minute an meine Kinder.“ Eine Wohnung bedeutet für sie mehr als nur ein Dach über dem Kopf – denn dadurch steigen für Nici auch die Chancen, endlich wieder ihr Leben in den Griff zu bekommen und so ihre Söhne wiederzusehen. Ausblick Neben Helmut, Nici, Ela und ihrem Partner Heiko (43), hofft auch Chris auf einen Neuanfang. Nach zehn Jahren Obdachlosigkeit hat der 28-Jährige mit einer festen Wohnung endlich die Aussicht auf einen Job. Gerd (52) ist nach einem schweren Schicksalsschlag in der Kindheit auf sich alleine gestellt, lebt seit neun Jahren auf den Straßen Düsseldorfs – und kämpft mit seiner Alkoholabhängigkeit. Jasmin (24) und ihr Freund Patrick (33), beide Eltern, bekommen die Chance, in einer Wohngemeinschaft ihr Leben in die richtigen Bahnen zu lenken – und werden mit einer erneuten Schwangerschaft konfrontiert, die ihr Leben noch einmal komplett verändern könnte. Ab 11. Februar 2020 zeigt VOX drei Folgen der neuen Doku-Reihe „Obdachlos – Einzug in ein neues Leben“, immer dienstags, um 20:15 Uhr.

Syrienkrise
Kommentar: Gefahr einer Eskalation in Syrien

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge – kboelge@web.de Die Landschaftlich reizvolle und von Olivenhainen umgebene Stadt Afrin liegt im äußersten Nordwesten Syriens. An diesem Tag saßen Zohra und Samira mit ihren Mitschülern gerade in ihrem Klassenzimmer und folgten dem Mathematikunterricht, als mehrere Explosionen den Klassenraum der Schüler/innen erschütterten. Zahlreiche Schüler/innen wurden durch die Wucht der Explosionen auf den Boden geschleudert und andere schrien von Angst und Verzweiflung. Die Terrororganisation PKK/YPG feuerte mit „4 Grad Raketen“ auf zwei Schulen und eine Moschee, bei dem nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums ein Schüler getötet und sieben weitere verletzt wurden. Es sind vor allem blutige Anschläge auf Zivilisten, mit der die Terrororganisation PKK/YPG versucht die syrische Bevölkerung zu demoralisieren. Von Oktober bis Dezember 2019 hat die PKK/YPG bei Anschlägen auf unschuldige Zivilisten in Nordsyrien 45 Menschen getötet und 244 verletzt. Bei gezielten Autobombenanschlägen der Terroristen starben 23 Zivilisten und 189 wurden verletzt. Die türkische Armee hatte die Stadt Afrin durch eine Militäroffensive 2018 vom Joch der PKK/YPG befreit. Nach Medienberichten sind bei einem Angriff der syrischen Armee auf einen Verstärkungskonvoi der türkischen Armee in der syrischen Provinz Idlib sieben türkische Soldaten gefallen. In der Provinz Idlip hatte die Türkei im Rahmen des Astana Prozesses Beobachtungsposten eingerichtet, um die dortige Zivilbevölkerung vor den Angriffen der syrischen Armee zu schützen. Als Reaktion darauf griff die türkische Armee Stellungen der syrischen Armee mit Artillerie und Kampfflugzeugen an, bei dem nach Angaben türkischer Medien mehr als „40 Soldaten“ der syrischen Armee getötet wurden. Der syrische Angriff auf den türkischen Armeekonvois ist ein klarer Bruch der bisherigen Übereinkunft mit Russland und dem Iran über Syrien und könnte zu einer gefährlichen Eskalation führen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– „Back to Turkey“ – Karriere: Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Deutschtürken

Der türkische Rüstungskonzern ASELSAN (Askeri Elektronik Sanayii A.S.) möchte ausgewanderte türkische Ingenieure wieder zurückgewinnen und startet deshalb jetzt eine Kampagne.

Karriere: Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Deutschtürken

Gesellschaft
Kommentar: Verschleierungsverbot, German Angst, Alman und Krauts

Ein Gastkommentar von Nabic Yücel Im schleswig-holsteinischen Landtag geht es um genau eine einzige Studentin, die in einer Universität, in einer sogenannten weltoffenen und rechtsstaatlichen Gesellschaft an die Grenzen stößt, die staatliche Ordnung in den Grundfesten erschüttert. Was ist geschehen? Nicht die `Ndrangheta hat wie in Duisburg wieder brutal zugeschlagen, sondern die Textilmafia hat das Bundesland derzeit fest im Würgegriff. Die Marktschreier, die das Veto der Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag zum Verschleierungsverbot nicht verstehen wollen oder können, plärren seither munter drauf los. Das Grünen-Veto galt dem CDU-Vorstoß zu einem Gesetzentwurf, die die Verschleierung verbieten sollte. Erwartet hätte man das ja von der AfD oder NPD. In Baden-Württemberg und Hamburg gibt es in dieser Hinsicht sogar gar keinen, keinen einzigen akuten Anlass, um bundesweit in Schnappatmung zu geraten. Hier haben wiederum die Grünen, an vorderster Front sogar Cem Özdemir, eine Debatte losgetreten und wollen eine Regelung, um Burka oder Nikab aus Schul- und Lehrveranstaltungen zu verbannen; wobei man in Hamburg selbst das Urteil des Oberlandesgerichts zum Verschleierungsverbot schlichtweg mit einem Schulgesetz aushebeln will. Dabei geht es längst nicht mehr um schulische Leistunge, verfassungskonforme Ansichten und Äußerlichkeiten der Betroffenen Schülerinnen oder Studentinnen. Es geht auch gar nicht mehr um mehr LehrerInnen, mehr Geld für Bildung, Chancengleichheit oder Integration, sondern um Selektion, um Wertehygiene, um Kulturerhaltung. Dass es auch anders und ruhiger geht, zeigen wieder einmal andere Vorzeigedemokratien in der Welt. In Kanada lehrt eine Dozentin in Vollverschleierung an einer Uni, während auf den britischen Inseln Polizistinnen mit Kopftuch über Recht und Gesetz wachen, Sikhs-Polizisten schusssichere Turbane tragen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind sogar vereinzelte Kopftücher im US-Repräsentantenhaus inzwischen Normalität. Alexander Gauland käme in solch einem Umfeld nicht auf die Idee, einzuschlafen. Natürlich gibt es auf der Welt auch die andere Seite der Medaille: in Volksrepublik China ist muslimischen Uiguren per Gesetz das Tragen von Kopftüchern im Land verboten und wenn sie es tragen, landen sie für unbestimmte Zeit in Konzentrationslagern. Bald könnten einige deutsche Bundesländer dem Beispiel ja folgen. Sie sind schon dabei Fakten zu schaffen. Um das durchzusetzen wird eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben, womit sich AfD und NPD bislang nicht profilieren durften und jedesmal die Zähne ausgebissen haben. Überzeugend demokratisch und liberal ist das nicht, wenn andere Parteien dieser Fundamental-Opposition ständig die Show stehlen. Aber während man das „Nie wieder“ ständig und lautstark in Szene setzt und nebenbei über die Osmanen-Germania, die DITIB-Spione, die Erdogan-Schulen und über den Miri-Clan herzieht, somit quasi das Rechtssystem obsolet macht, hat man jetzt wieder einmal die muslimische Textilmafia im Visier, die die rechtsstaatliche Demokratie, die deutsche „säkulare“ Rechtsstaatlichkeit mit einem Stück Stoff zu verhüllen versucht. Dabei wäre dem Recht eher geholfen, sie käme selbst auf die Schnappsidee, das Grundgesetz durchzusetzen, Verbrechen auf die Spur zu kommen und zu verfolgen. Aber nein, man erfindet gar Verordnungen und Gesetze, damit Verschleierte verfolgt werden können. Öff ya Almanya, du kannst einen auch nach Jahrzehnten echt auf die Nerven gehen. Noch mehr nervt in diesen nun seit Jahren ausgefochtenen Politpossen die muselmanische Imamin einer Sekte mit Sitz in Berlin, die zusammen mit einem CDU-Kurdenaktivisten namens Ali Ertan Toprak im sozialen Netzwerk just jetzt zur Einigkeit gegen die Selbstverschleierung demonstriert. Während Toprak auf die Religion verweist, die keine Begründung für die Verschleierung liefere, zieht die Sektenanführerin Seyran Ates die Notbremse und erklärt, die Religion mache in einem „säkularen“ Rechtsstaat nicht die Regel. Wenn man nicht aufpasse, werde man sich „bald in Unfreiheit wiederfinden.“ Die Sektenanführerin mit türkischen Wurzeln ist mit Ihrem Verständnis von Integration und Toleranz, die auch noch mit Bundes- und Landesmitteln unterstützt wird, Deutscher als Deutsch geworden und befeuert die German Angst mit. Das deutsche Kollektiv soll von der Angst erfasst und damit das Grundgesetz nach eigenen Gutdünken umfassend ausgehebelt werden. Die Unfreiheit trifft dann womöglich nur die Anderen, die nicht ihre Gesinnung oder Aussehen teilen, aber damit hat man ja schließlich Erfahrung. Mit Hilfe von Thilo Sarrazin oder Alexander Gauland haben es die Protagonisten geschafft, dass ein Viertel der hessischen Polizei nach Jahren der medialen Orgie selbst daran glaubt, dass das „säkulare“ rechtsstaatliche Land ein islamisches Land wird. Offenbar glaubt auch die überwiegende Mehrheit der Deutschen, dass das Land alleine durch Gesetze und schon gar nicht mit Merkel, zu halten ist. Kein Wunder, dass die Minderheiten in diesem Land nicht nur in der Bildung, sondern bei der Berufsorientierung oder Wohnungssuche rassistischen Vorbehalten zum Opfer fallen. Übrigens, wieso Ates in einer „christlich-jüdischen“ Wertekultur ständig das „säkulare“ hervorhebt, ist bislang nicht näher erläutert worden oder strebt sie die deutsche Revolution nach französischen Vorbild mit legalisiertem Terror und Entmuselmanisierung an? Was ist aus diesem Land der Dichter und Denker geworden? Nun, es gab Dichter und Denker, und vor allem die German Angst. Man könnte mehr als ein Dutzend Dichter und Denker beim Namen nennen, die diese German Angst in der jüngeren Geschichte Deutschlands angefacht haben. Nach der goldenen Ära Deutschlands kamen die ständigen Hiobsbotschaften über versauerte Wälder, was nach 1985 dazu führte, dass der Kindersegen in Deutschland rapide abnahm. Heute kompensiert man die fehlenden Fachkräfte und Renteneinzahler mit Hindus, Syrern und mit Stellenanzeigen, die wie folgt, beginnen: m/w/d, sprich, männlich/weiblich/divers. Vielleicht setzen die Grünen bei ihrer Vielfalt und Diversität in Schleswig-Holstein dem m/w/d/ mit einem „v“, sprich, männlich/weiblich/verschleiert, die Krone auf? Nein, die Krone gebührt erst einmal Ali Utlu. Auf Twitter erklärt dieser, „Wer „Alman“ sagt muss auch „Kanake“ aushalten“, wobei er sich auf einen gewalttätigen Übergriff von mehreren Deutschen auf ein türkisches Paar bezieht, die die Deutsche Gruppe als „Alman“ (aus dem türkischen bzw. arabischen übersetzt „Deutscher“) bezeichnet haben soll. Cem Özdemir gefiel das natürlich wie vielen anderen Deutschen, was Utlu da vom Stapel ließ, denn was blond, blauäugig und weiß ist sowie die deutsche Muttersprache beherrscht, darf nicht als „Alman“ bezeichnet werden. Dagegen dürfen seit den 60ern zugewanderte Türken, Italiener, Spanier und Griechen als Kanacke beschimpf werden, was diese Protagonisten in ihrer Erhabenheit geflissentlich übergehen. Trauen sich Ali Utlu und Cem Özdemir denn auch mal, „Wer Alman sagt muss auch Nigger, Judensau oder Schwuchtel aushalten.“ zu sagen? Offenbar haben diese Herren das Mechanismus des Machtmissbrauchs – die der Mehrheit über eine Minderheit – nicht verstanden, die diese umgangssprachlichen Wörter entstehen lässt. Nigger, Judensäue oder Schwuchtel entstanden in solchen Machtverhältnissen, Krauts ebenfalls, aber das kam ja nach dem Machtmissbrauch und danach hieß es ja bekanntlich „Nie wieder!“
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Auto-News – 1600 PS: Bugatti stellt 9-Millionen-Dollar Supersportwagen Centodieci vor

Bugatti präsentierte am Freitag auf einer Oldtimer-Show in Kalifornien sein neuestes limitiertes Modell. Der Bugatti Centodieci wird 9 Millionen Dollar kosten und nur 10 davon werden hergestellt.

1600 PS: Bugatti stellt 9-Millionen-Dollar Supersportwagen Centodieci vor

Syrienkrieg
Israelischer General bestätigt Unterstützung von Oppositionsgruppen in Syrien

Tel Aviv – Der ehemalige israelische Armeegeneral Gadi Eisenkot bekräftigte die seit langem erhobenen Vorwürfe, nach denen Israel syrischen Oppositionskämpfern Waffen liefere, die gegen die Regierungskämpfer von Präsident Bashar Al-Assad eingesetzt werden. Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz weichen die Enthüllungen zu diesem Thema von den bisherigen Aussagen Israels ab, die darauf bestanden, dass Tel Aviv nur humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung geleistet habe, und zwar über Feldkrankenhäuser auf den besetzten syrischen Golanhöhen und Gesundheitseinrichtungen in Nordisrael. Eisenkot ist der ranghöchste israelische Beamte, der die Rolle Israels im syrischen Konflikt und seine Unterstützung bewaffneter Oppositionsgruppen, einschließlich der mit Al-Qaida verbundenen Terroristen, zugibt. Im Jahr 2017 berichtete das Wall Street Journal, dass Israel die Rebellen seit Jahren unterstütze und dass die israelische Armee in regelmäßiger Kommunikation mit den Rebellengruppen stehe, unter anderem durch die Zusendung nicht bekannt gegebener Zahlungen, um die Gehälter der Kämpfer zu zahlen. „Israel stand auf heroische Weise an unserer Seite“, sagte Moatasem Al-Golani, Sprecher der Rebellengruppe Fursan Al-Joulan. „Ohne Israels Hilfe hätten wir nicht überlebt.“ In dem aufschlussreichen Interview mit der Sunday Times rechtfertigte Eisenkot die grenzüberschreitende Unterstützung der syrischen Rebellen als „Selbstverteidigung“ mit dem Hinweis auf Militäreinsätzen, die dem Einfluss des Iran im Land entgegenwirken sollten. „Wir haben [in den letzten Jahren] Tausende von Angriffen durchgeführt, ohne die Verantwortung zu übernehmen und ohne um Anerkennung zu bitten.

"Back to Turkey"
Karriere: Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Deutschtürken

Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Rückkehr von Fachleuten Istanbul – Der türkische Rüstungskonzern ASELSAN (Askeri Elektronik Sanayii A.S.) möchte ausgewanderte türkische Ingenieure wieder zurückgewinnen und startet deshalb jetzt eine Kampagne. Auch ehemaligen Mitarbeiter des Technologie- und Rüstungsunternehmens werden über eine neu eingerichtete Internetseite angesprochen. Kampagne „Back to Turkey“ Das Projekt, das den Titel „Back to Turkey“ trägt, beabsichtigt die Rückkehr von Ingenieuren, die zuvor in der Türkei ausgebildet wurden, allerdings derzeit im Ausland tätig sind. Wie der Konzern mitteilte, wolle man auf der einen Seite die hochqualifizierten Experten wiedergewinnen, aber auf der anderen Seite auch von deren Auslandserfahrung profitieren. Deshalb habe man die Initiative „Back to Turkey“ ins Leben gerufen. Gespräche zur Rückkehr türkischer Spezialisten Anlässlich der Kampagne haben Vertreter des Rüstungsherstellers bereits Gespräche mit ausgewanderten türkischen Ingenieuren geführt. Die Verhandlungen fanden vor allem in den von den türkischen Spezialisten bevorzugten Staaten wie Deutschland, Niederlande, Großbritannien oder Usbekistan statt. Webplattform ist online Der börsennotierte Rüstungs- und Technologiekonzern, der sich mehrheitlich im Besitzt der türkischen Streitkräfte befindet, hat diesbezüglich eine Internetseite programmiert, auf der sich die rückkehrwilligen Fachleute, u.a. auch Wissenschaftler, bewerben können. Hier: Back To Turkey Hakan Karataş, stellvertretender Geschäftsführer von ASELSAN, sagte in Bezug auf die gestartete Rückkehrkampagne: „Wir möchten die ganze Welt erreichen und diese Talente sowohl für ASELSAN als auch für die Türkei gewinnen. Vielleicht wird es nicht möglich sein in jedes Land der Welt zu gelangen, aber wir haben ein Projekt ins Leben gerufen, das ermöglicht, dass sich jeder mit uns in Verbindung setzen kann und wir uns dort intensiv um die Belange dieser Menschen kümmern können.“ Karataş erklärte, dass ein Kontakt über die Internetseite www.backtoturkey.aselsan.com.tr nun für jede Bewerberin und jeden Bewerber möglich sei. Das Rekrutierungsteam von ASELSAN werde die Bewerberinnen und Bewerber kontaktieren und den Bewerbungsprozess gemeinsam mit ihnen durchlaufen. Karataş sagte: „In unseren Netzwerkstandorten, die wir im Ausland bereits geschaffen haben und die wir ferner aufbauen werden, werden wir sowohl die Kampagne als auch den Rückkehrprozess unterstützen.“ Fachmesse für Talente, die in der Türkei arbeiten möchten ASELSAN, das sowohl für die türkischen Streitkräfte als auch für mehrere NATO-Staaten Rüstungsgüter, elektronisches Gerät, Hard- sowie Software (z.B. Verteidigungs-, Überwachungs- und Kommunikationssysteme) herstellt, war schon im April 2019 bei der türkischen Talentmesse im Kölner Hotel Pullman vertreten. Auch 2020 findet ein Talentforum in Köln statt, wo wieder zahlreiche türkische Unternehmen und Einrichtungen, darunter ASELSAN, um türkische und türkischstämmige Fachleute werben werden. Die zweitägige Messe findet dieses Mal vom 3. bis 4. April im Kölner Nobelhotel Marriott statt.

Krise im Mittelmeer
„Athen und Ankara können ihre Differenzen zum Vorteil beider Seiten lösen“

Athen – Athen und Ankara können ihre Differenzen zum Vorteil beider Seiten lösen, sagte der griechische Außenminister am gestrigen Montag. „Ich glaube wirklich, dass Griechenland und die Türkei eine Lösung finden können; es ist in unser beider Interesse“, sagte Nikos Dendias in einem Interview mit dem griechischen Radiosender Thema, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  Griechenland versuche, durch seine Handlungen gegen die Energieexploration der Türkei im Mittelmeerraum keine antitürkische Front zu schaffen, sondern eine, die „die Logik unterstützt“. „Das Mittelmeer könnte ein Meer der Zusammenarbeit sein“, sagte Dendias. „Wir wollen, dass die Länder, die ein Mitspracherecht haben und sich mit den Fragen der Region befassen, über die Positionen Griechenlands umfassend informiert sind und verstehen, dass wir die Seite der Logik vertreten. Wenn die Türkei diesen Ländern beitreten möchte, wäre niemand glücklicher als wir“, so Dendias. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum wiederholt angefochten und betont, dass auch die Türkische Republik Nordzypern (TRNC) Rechte an den Ressourcen in der Region hat. Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres hat Ankara zwei Bohrschiffe – Fatih und Yavuz – in das östliche Mittelmeer befördert, um das Recht der Türkei und der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC) auf die Ressourcen der Region geltend zu machen. Das erste seismische Schiff der Türkei, die Barbaros Hayrettin Pasa, die 2013 in Norwegen gekauft wurde, erkundet seit April 2017 das Mittelmeer. Im Juli haben die Außenminister der EU-Staaten in Reaktion auf die umstrittenen türkischen Erdgas-Erkundungen vor Zypern Strafmaßnahmen gegen die Türkei beschlossen. Unter anderem sollen EU-Gelder für Ankara gekürzt und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen eingestellt werden. Die türkische Regierung zeigte sich jedoch unbeeindruckt von den angekündigten Strafmaßnahmen und entsandte am darauffolgenden Tag ein viertes Bohrschiff Richtung Zypern.      

Kurden gegen PKK
Türkei: Weiterem Kurden gelingt Flucht von der PKK

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Diyarbakir – Einem weiteren Kurden ist die Flucht von der Terrororganisation PKK gelungen. Laut den Eltern hatten sie seit vier Jahren nichts mehr von ihrem Sohn gehört. H. Acan sei damals von der PKK entführt worden. Nach Angaben der Sicherheitskräfte hat sich H. Acan am Montag am Grenzübergang Şırnak Habur im Südosten der Türkei den Behörden gestellt. H. Acans Eltern – Metin Acan und Necla Acan – aus der östlichen Provinz Bingol, nahmen an dem seit Sommer vergangenen Jahres andauernden Sitzstreik kurdischer Eltern gegen die Partei HDP und PKK in der südöstlichen Provinz Diyarbakir teil. Seit Monaten protestieren kurdische Eltern vor den Büros der oppositionellen „Demokratischen Volkspartei“ (HDP) in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır gegen die Verschleppung und Rekrutierung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Im August hatte die kurdische Mutter Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakir einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen. Die HDP wird seit ihrer Gründung beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich.

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– Militäroffensive Friedensquelle – Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört.

Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Landwirtschaft
Deutsche Landwirte verdienen im EU-Vergleich wenig

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Osnabrück – Neue Zahlen der europäischen Statistik-Behörde Eurostat belegen, dass das Einkommen der deutschen Bauern und ihrer Beschäftigten im Schnitt stark schwankt und deutlich niedriger ist als das ihrer europäischen Kollegen. Das geht aus Daten der europäischen Statistikbehörde (Eurostat) hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegen. Demnach liegt Deutschland seit 2015 im Eurostat-Index der Einkommensentwicklung deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Der Index legt die Nettogewinne eines landwirtschaftlichen Betriebes auf die Landwirte und ihre Familienangehörigen um und liefert so ein europaweit vergleichbares Maß für die Entwicklung der Einkommen. Der Index lag in Deutschland nach vorläufigen Zahlen für das Jahr 2019 mit 100,47 deutlich unter dem europäischen Schnitt von 133,73. 2015 lag er in Deutschland bei nur 45,20, während der Index in der EU bei 114,32 lag. Im Dürrejahr 2018 kamen die deutschen Landwirte auf nur 43,48 im Vergleich zu 130,76 in der EU. Das Durchschnittseinkommen aller Beschäftigten in der Landwirtschaft liegt Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zufolge in guten Wirtschaftsjahren bei etwa 3000 Euro brutto monatlich, in schlechten Jahren deutlich darunter. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, nennt die Daten gegenüber der NOZ „alarmierend“. Landwirte verdienten „ein verlässliches Einkommen, das für ein gutes Leben reicht“, sagt Zimmermann. „Bisher kommt vom Verkaufspreis viel zu wenig bei den Landwirten und ihren Beschäftigen an.“

Wirtschafts-News
Ex-Mannesmann-Chef Esser bezeichnet Übernahme durch Vodafone als „großes Unglück“

Düsseldorf – Der Ex-Chef von Mannesmann, Klaus Esser, sieht die Übernahme von Vodafone vor 20 Jahren als „großes Unglück“. Das sagt er in einem Interview der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Anlass ist der Jahrestag des Aufsichtsratsbeschlusses vom 4. Februar 2000, das Unternehmen für 190 Milliarden Euro an Vodafone zu verkaufen. Esser sagte: „Die Fortführung unserer Strategie wäre für die Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre besser gewesen, weil es mehr Wachstum und Gewinn gegeben hätte. Die Integration von Mobilkommunikation und Festnetzkommunikation war damals schon bei uns praktiziertes Konzept.“ Esser berichtete, Mannesmann habe schon im Jahr 1999 versucht, die TV-Kabelnetze der Deutschen Telekom zu kaufen, die die eher auf Mobilfunk konzentrierte Vodafone erst in den letzten Jahren erworben hat. Esser:
„Wir hatten in 1999 geboten auf das Kabelnetz der Deutschen Telekom für die Fernsehversorgung in Wohngegenden. Das hätte uns in der Telekommunikation ab 2000 sehr stark gemacht. Genau deshalb wollte die Deutsche Telekom absolut nicht, dass wir das Kabelnetz bekämen.  Dieser Konflikt war hochpolitisch. Hätten wir in 2000 Mannesmann fortgeführt, hätten wir mit sehr guten Argumenten sehr gute Chancen gehabt.“
Der jetzt 72-jährige zeigte Verständnis dafür, dass die Öffentlichkeit entsetzt auf die 16-Millionen-Euro-Prämie an ihn nach der Übernahme reagierte: „Die Aktionäre fanden, dass die 16 Millionen Prämie passend sei, bei dieser einzigartigen Kurssteigerung von 150 Milliarden Euro. Aber die meisten Menschen waren eben nicht Aktionäre, hatten keinen Grund, sich zu freuen und fanden meine Prämie sei zu hoch. Das verstehe ich.“ Trotzdem sei der Bonus an ihn nicht rechtswidrig gewesen, sagte er. Er wäre lieber Mannesmann-Chef geblieben als das Geld zu erhalten: „Natürlich hätte ich lieber keine Prämie bekommen und weiter meine Arbeit gemacht für Mannesmann und die Aktionäre.“