Mexiko
Mexiko: Cártel de Jalisco Nueva Generación veröffentlicht Drohvideo an Regierung

Guadalajara – Die kriminelle Organisation Jalisco Nueva Generación hat ein Video mit einer Nachricht an die mexikanische Regierung veröffentlicht. Seit der Verrhaftung von El Chapo 2016 gilt sie als das mächtigste mexikanische Drogenkartell. Unter den Mitgliedern und Führungskräften sollen sich auch Ex-Militärs und Polizisten befinden. In dem veröffentlichten Video posieren Dutzende Mitglieder in Uniformen, gepanzerten Lieferwagen und Waffen die eigentlich ausschließlich für die Nutzung in der Armee bestimmt seien. Die mexikanische Regierung überprüfe nun die Echtheit des Videos. „Das einer kriminellen Bande zugeschriebene Propagandavideo wird analysiert, um seine eventuelle Authentizität und Zeitlichkeit zu bestätigen“, schrieb Sekretär Alfonso Durazo auf Twitter. Das in der Sierra de Jalisco im Bundesstaat Westmexiko aufgenommene Video ist eine „mehr als klare Botschaft an die Bundesregierung“, erklärte Falko Ernst, Senior Analyst bei der International Crisis Group, einer Organisation, die bewaffnete Konflikte in mehreren Ländern analysiert. Er bestätigte die Authentizität des Videos. „Aus meiner Sicht ist es mehr als eine Kriegserklärung, der Status quo in einem entscheidenden Moment zu halten, in dem die Bundesregierung ihre Position definieren muss“, schrieb Ernst in in einem Beitrag in einem Kommentar. Das CJNG hat seine Hochburg im Bundesstaat Jalisco. Nemesio Ruben Oseguera Cervantes (alias El Mencho) wird als Gründer des CJNG und als aktueller Anführer bezeichnet. Angesichts einer Welle der Gewalt hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador die mächtigen Verbrechersyndikate des  Landes gewarnt. Im Gegensatz zu den Vorgängerregierungen werde er keine Absprachen mit den Drogenkartellen treffen, um sich Ruhe zu erkaufen. Wie Nau.ch unter Berufung auf eine Mitteilung der Behörden weiter berichtet, wurden im Bundesstaat Guanajuato Anfang Juli fünf Polizisten getötet. Wenig darauf erschossen Angreifer 24 Menschen in einer Entzugsklinik in der Stadt Irapuato. Zuvor wurde der Polizeichef von Mexiko-Stadt bei einem Attentat verletzt und ein Richter im Bundesstaat Colima getötet, berichtet Nau.ch weiter. Der ehemalige Kartellboss „El Chapo“ sitzt seit etwa einem Jahr in einem US-Gefängnis. In seiner Heimat Mexiko geht der Drogenkrieg mit unverminderter Härte weiter. Dort kämpfen die Söhne des 63-jährigen Ex-Bosses mittlerweile gegen einen ehemaligen Verbündeten.  

Türkisches E-Auto
Türkei: Erdogan legt Grundstein für neue Autofabrik

Bursa – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Samstag den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes gelegt. „Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa. Man habe mit dem Bau eines „riesigen Produktionskomplexes  begonnen, der die Wahrnehmung einer Fabrik in den Köpfen der Menschen radikal verändern wird, so Erdogan. Er sei stolz darauf so ein gigantisches Projekt, trotz Einschränkungen durch die Coronakrise, realisieren zu können. Das erste einheimische Auto sei ein seit 60 Jahren währender Traum der Türkei und diese Fabrik somit ein historischer Schritt. Anfang dieses Jahres sagte Gurcan Karakas, der CEO der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), dass das Werk im Jahr 2022 mit einer Jahreskapazität von 175.000 Einheiten die Massenproduktion aufnehmen werde, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu weiter. Über eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2030 auf den Straßen der Türkei unterwegs sein, so der türkische Energie- und Rohstoffminister Fatih Donmez im Januar. „Bis 2022 oder 2023 hoffen wir, unser eigenes einheimisches Auto auf den Straßen zu sehen“, sagte Dönmez in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu Am 27. Dezember stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde.
(Foto: TOGG)
Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Am Freitag wurde neben der SUV-Variante auch eine Limousine vorgestellt. Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus.   

Dumping-System
Habeck will Verkauf von Billigfleisch stoppen lassen

Grünen-Co-Chef Robert Habeck will den Verkauf von Billigfleisch von der nächsten Bundesregierung stoppen lassen. „Sie muss die Wirtschafts- und Konsumweise so verändern, dass wir nicht nachträglich immer die Schäden reparieren müssen, sondern dass diese gar nicht erst entstehen“, sagte Habeck der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“. Dafür müsse die nächste Regierungskoalition unter anderem „das Dumping-System beim Fleisch beenden und den Verkauf von Lebensmitteln unter dem Erzeugerpreis unterbinden“. Die Veränderungen würden anstrengend werden. Aber daran werde sich die nächste Regierung messen lassen müssen. An CDU und CSU würde Habeck zufolge der Grünen-Kurs zu einem Systemwechsel, zu dem auch die Besteuerung klimaschädlichen Verhaltens, neue Formen der Mobilität und ein massiver Ausbau und Einsatz der Erneuerbaren Energien gehörten, nicht scheitern. „Die Union ist biegsam“, sagte Habeck. Die Grünen hätten sich auch schon aus der jetzigen Opposition heraus mit Ausgaben des Staates für den Klimaschutz, der Einführung einer CO2-Steuer, gemeinsamen europäischen Anleihen und selbst der langfristigen Beendigung von Kastenständen bei Schweinen durchgesetzt.

Corona-Pandemie
Suchtforscher: Corona erhöht Gefahr von Alkoholabhängigkeit

Düsseldorf – Suchtforscher warnen vor einem deutlichen Anstieg der Zahl von Alkoholabhängigen in Deutschland durch die Belastungen in der Corona-Krise. Nach einer Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim und des Klinikums Nürnberg trinken viele Menschen seit Ausbruch der Pandemie mehr Alkohol – bei einer Umfrage unter rund 3200 Befragten gaben 35,5 Prozent von ihnen an, dass ihr Alkoholkonsum seit den Einschränkungen gestiegen sei. „Die Pandemie bietet eine neue Gelegenheit zum Trinken. Wer schon davor zu Hause abends ein Glas Wein getrunken hat, greift jetzt vielleicht auch nachmittags zu“, sagte Falk Kiefer, Ärztlicher Direktor in Mannheim, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Er warnte: „Alkohol macht psychisch und körperlich abhängig. Wer jetzt mehr trinkt, trinkt oft auch danach mehr. Die Gewöhnung an die höhere Dosis führt nach und nach in die Abhängigkeit.“ Schon aus früheren Pandemien sei bekannt, dass sie Alkoholabhängigkeit begünstigen könnten. Die Umfrage zeige zum ersten Mal für Deutschland, dass diese Gefahr auch während der Corona-Krise bestehe. „Wir haben inzwischen recht belastbare Ergebnisse“, sagte Kiefer. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte auf Anfrage, die Umfrage sei bekannt, aber nicht repräsentativ. „Wenn wir keine belastbaren Zahlen haben, wollen wir darüber auch nicht spekulieren“, sagte ein Sprecher der Drogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU). Kiefer und seine Kollegen schreiben in ihrem Bericht allerdings, dass Prävention „schon während der Akutphase“ der Pandemie wichtig sei.

Libyen-Krise
Erdogan: Ägyptens Handlungen in Libyen sind illegal

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Vorgehen Ägyptens in Libyen als „illegal“ bezeichnet. 

Der türkische Präsident verurteilte Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate wegen der Unterstützung der Rebellen im Osten Libyens. 

Rebellenkommandeur Chalifa Haftar hatte bei seinem Kampf gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis Unterstützung von Kairo angefordert. Die Türkei unterstützt Libyens Präsident Fayiz As-Sarradsch. 

Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Regierungschef as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Tripolis konnte somit die von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland unterstützten Truppen des abtrünnigen Militärkommandanten Haftar zurückdrängen. 

Die Rebellen forderten diese Woche Ägypten auf, in den Konflikt einzugreifen. El-Sisi traf am Donnerstag libysche Stammesangehörige und sagte, Ägypten werde angesichts einer direkten Bedrohung der ägyptischen und libyschen Sicherheit nicht untätig bleiben. Auf die Möglichkeit einer ägyptischen Intervention angesprochen, sagte Erdogan am Freitag, die Türkei werde ihre Unterstützung für die libysche Regierung beibehalten.

„Die Handlungen Ägyptens hier, insbesondere ihre Seite mit dem Putschisten Haftar, zeigen, dass sie sich in einem illegalen Prozess befinden“, sagte er. Er beschrieb auch den Ansatz der VAE als „piratenhaft“.

El-Sisi sagte letzten Monat, die ägyptische Armee könnte in Libyen einmarschieren, wenn die Regierung von Tripolis und ihre türkischen Verbündeten einen Angriff auf die zentrale Frontlinie von Sirte-Jufrah wiederholen, die als Tor zu Libyens wichtigsten Ölexportterminals angesehen wird, die jetzt von Haftars Verbündeten gehalten werden.

Libyen befindet sich seit 2011 in einem Konflikt, als der langjährige Herrscher Muammar Gaddafi in einer von der NATO unterstützten Operation getötet wurde.

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Russisch-türkische Beziehungen
Russland: Statusänderung der Hagia Sophia kommt Touristen zugute

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Moskau – Laut dem Sprecher des Kremls ist Russlands offizieller Standpunkt zur Statusänderung der Hagia Sophia, dass es sich um eine innere Angelegenheit der Türkei handele. Moskau denke, dass die Entscheidung den Touristen zugute kommen werde In einem Interview mit dem Lokalsender Avtoradio sagte Dmitri Peskow, die Menschen könnten die historische Stätte nun kostenlos besuchen, im Gegensatz zum Kauf „ziemlich teurer Eintrittskarten“, als sie noch ein Museum war, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  „Unsere türkischen Partner erklärten, dass alles auf bestmögliche Weise erhalten bleibt und jeder die Hagia Sophia besuchen kann. Außerdem kann ich Ihnen sagen, dass die Eintrittskarten für die Hagia Sophia ziemlich teuer waren“, sagte Peskow. „Jetzt wird der Eintritt frei sein. In dieser Hinsicht werden unsere Touristen davon profitieren“, sagte Peskow. Die russische Regierung respektiere die Position des Patriarchen von Moskau und der russischen Bevölkerung in dieser Angelegenheit, die sich von der Position des Staates unterscheide. Peskow erwarte nicht, dass die Hagia-Sophia-Frage die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei beeinträchtigen werde. Er lobte die Beziehungen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan und sagte, die beiden Führer hätten einen ähnlichen Arbeitsstil. „Sie treffen sich, und beide sind für ihre Worte verantwortlich, und beide haben die Situation unter Kontrolle, und beide sind in der Lage, verantwortungsvolle und schnelle Entscheidungen zu treffen, was sie auch tun“, so Peskov. Er sagte, ein solcher Ansatz sei der Schlüssel zur Lösung schwieriger Probleme, „wie es in der syrischen Frage und in anderen Situationen der Fall war“. Am 10. Juli annullierte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei einen Kabinettsbeschluss von 1934, der die Hagia Sophia in Istanbul in ein Museum umwandelte. Dieser Schritt ebnete nach 86 Jahren den Weg für ihre Wiedernutzung als Moschee. Das Gericht entschied, dass das architektonische Juwel im Besitz einer Stiftung ist, die von Sultan Mehmet II., dem Eroberer Istanbuls, gegründet und der Gemeinde als Moschee geschenkt wurde – ein Status, der rechtlich nicht geändert werden kann. Die Hagia Sophia ist eine der bedeutendsten historischen und kulturellen Stätten der Welt. Sie wurde im sechsten Jahrhundert zur Zeit des christlich-byzantinischen Reiches erbaut und diente als Sitz der griechisch-orthodoxen Kirche. Nach der osmanischen Eroberung Istanbuls im Jahr 1453 wurde sie in eine Moschee und 1935 letztendlich in ein Museum umgewandelt.

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Karabach Konflikt
„Türkische Raketen und Drohnen stehen Aserbaidschan zur Verfügung“

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Ankara – Türkische Raketen und Drohnen stehen Aserbaidschan zur Verfügung, sagte der Leiter der „Präsidentschaft der Verteidigungsindustrie“, die im türkischen Verteidigungsministerium für Rüstungsprojekte zuständig ist. Die Türkei und Aserbaidschan besprechen momentan eine industrielle Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung, so Ismail Demir. Die Türkei und Aserbaidschan müssten der Welt zeigen, dass die „Brüder-Nationen eine Einheit sind“, twitterte Demir nach einem Treffen in der türkischen Hauptstadt Ankara mit Ramiz Tahirov, dem stellvertretenden Verteidigungsminister Aserbaidschans, und Kerem Mustafayev, dem Armeekommandeur der Autonomen Republik Nachitschewan. Mit all ihrer Technologie, Kapazität und Erfahrung stehe die türkische Verteidigungsindustrie Aserbaidschan zur Verfügung, von bewaffneten unbemannten Luftfahrzeugen über Raketen bis hin zu elektronischen Kampfsystemen, betonte er. Neben der Einführung neuer Systeme in die aserbaidschanische Armee werden die beiden Länder bei der Modernisierung bestehender Systeme sowie bei der Wartung und Ausbildung zusammenarbeiten, fügte Demir hinzu und zitierte das Motto der beiden Länder: „Eine Nation, zwei Staaten“. Jüngste Zusammenstöße Am 12. Juli 2020 sind an der Staatsgrenze zwischen Armenien und Aserbaidschan wieder schwere Kämpfe ausgebrochen, die seit April 2016 geruht haben. Es handelt sich dabei um Militärstandorte und Zivilobjekte der Republik Aserbaidschan in der Region Tovuz (Towus) im Nordwesten und der Republik Armenien im Bezirk Tawusch im Nordosten. Im Zuge dieser Gefechte sind bereits zwölf aserbaidschanische und fünf armenische Angehörige des Militärs ums Leben gekommen. Trotz internationaler Aufrufe zur Zurückhaltung eröffneten armenische Truppen auch das Feuer auf Wohngebiete in den Dörfern Agdam und Dondar Kuscu. Ein 76-jähriger Aserbaidschaner kam bei den Angriffen Armeniens ums Leben. Aserbaidschan hat Armenien „provokative Aktionen“ vorgeworfen. Türkische Drohnen in Libyen im Einsatz Das Kriegsgeschehen hat sich auch in Libyen mit dem Einsatz türkischer Drohnen verändert. Libyens Präsident Al-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Laut der israelischen Fachzeitschrift Israel Defense sei die Bayraktar TB2 eine der besten Drohnen weltweit ihrer Klasse. Noch vor einigen Monaten sah Rebellenkommandeur Chalifa Haftar im Libyen-Konflikt bereits wie der sichere Sieger aus. Doch dann schloss die Regierung von al-Sarradsch im November einen Pakt mit der Türkei, in dem sie anerkannte, dass die türkischen Hoheitsrechte im Mittelmeer bis an die libysche Seegrenze reichten. Ankara lieferte türkische Kampfdrohnen, gegen die von Russland produzierten und von den VAE finanzierten Flugabwehrsysteme Pantsir-S1 sich als nicht effektiv erwiesen.    

Medizin
Medizin: Cannabis kann vielfältige pharmakologische Wirkungen entfalten

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Was ist dran am CBD-Hype? Hanf gehört zu den ältesten von der Menschheit genutzten Kulturpflanzen. Das Wort Cannabis leitet sich direkt vom griechischen Wort für Hanf her. Neben der Verwendung von Teilen der Pflanze für Textilien und Seile werden seit dem Altertum die Wirkungen der Bestandteile von Hanf auf das menschliche Empfinden genutzt. Marihuana wird aus den getrockneten Blättern und Blüten der weiblichen Pflanze gewonnen und enthält größere Mengen des Wirkstoffs THC, der die bekannte berauschende Wirkung hat. Cannabidiol oder CBD wirkt nicht berauschend, hat aber auch verschiedene Anwendungen in der Medizin, der Nahrungsmittelherstellung und der Körperpflege. CBD finden sie z.B. hier Ist CBD in Deutschland legal? Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Hanf und seine Bestandteile als unproblematisch gesehen. Die berauschende Wirkung führte in weiterer Folge zum Abdrängen der Pflanze in die Illegalität, wobei aber das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wurde und auch eindeutig nicht berauschende Anwendungen verboten wurden. Heute sind CBD-hältige Stoffe in Deutschland legal, wenn der Anteil an THC hinreichend niedrig ist. Die Pflanze an sich kann auch vom Arzt verschrieben werden. Je nach Sorte der Pflanze enthält sie deutlich verschieden hohe Anteile der beiden Wirkstoffe. Zu beachten ist allerdings, dass in anderen Ländern wie etwa der Schweiz der zulässige Anteil an THC höher als in Deutschland ist. Mit der Bestellung solcher Produkte macht man sich in Deutschland also strafbar. Die Wirkung von CBD in der Medizin Cannabis hat eine sehr lange Tradition und ihre Wirkung ist so vielfältig, dass sie auch heute noch Gegenstand der Forschung ist. Erwiesen ist, dass CBD sehr vielfältige pharmakologische Wirkungen entfalten kann. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass daraus auch ein für Menschen geeignetes Medikament gewonnen werden kann, jedoch wurden für etliche Leiden bereits solche Erfolge erzielt. CBD wirkt entzündungshemmend und damit indirekt auch schmerzlindernd. Des Weiteren kann es Juckreiz hemmen. Als leichtes Schmerzmittel kann CBD Opiate zumindest sinnvoll ergänzen und in manchen Fällen auch ganz ersetzen. Das ist ein wesentlicher Vorteil, weil die Suchtproblematik der Opiate so verringert oder ganz vermieden werden kann. Insbesondere die Wirkung von Cannabinoiden gegen chronische neuropathische Schmerzen ist gut belegt. Eine weitere etablierte Anwendung gehört in den Bereich der Behandlung von Muskelspastik bei multipler Sklerose. Besonders in der Palliativmedizin haben sich mit Cannabiswirkstoffen Erfolge erzielen lassen. Der Wirkstoff CBD wirkt beruhigend, was sich für die Behandlung von Stress und Angstzuständen einsetzen lässt. Dazu gehören Probleme wie Schwierigkeiten beim Einschlafen. Unter Soldaten ist die Anwendung zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen verbreitet und in ihrer Wirkung anerkannt. Die Forschung beginnt, diese Wirkungen systematischer nachzuvollziehen. Noch wenig etabliert und erforscht, aber zur Diskussion gestellt wird die Anwendung von CBD für Autismus, ADHS, Depressionen und Autoimmunerkrankungen. Kosmetische Wirkungen Die regenerative Wirkung auf Zellen ist nicht nur die Grundlage für die neurologische Wirkung von Cannabis, sondern legt auch kosmetische Anwendungen nahe. Diese Effekte haben bereits Erfolge im Bereich des Anti-Agings ermöglicht. Cannabis in Nahrungsmitteln In bestimmten Regionen Indiens haben cannabishältige Getränke eine lange Tradition. Dazu gehören auch berauschende Mittel, aber CBD kann dafür genauso verwendet werden. Derzeit wird von Getränkeherstellern mit solchen Produkten experimentiert.

Russisch-türkische Beziehungen
Russland: Beziehungen mit der Türkei sind gut

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Moskau – Die Beziehungen Russlands und der Türkei basieren „auf festem Fundament“ und haben eine „positive Interdependenz“, sagte Russlands stellvertretender Außenminister am Donnerstag. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, sagte Alexander Grushko in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax. dass die beiden Länder bei langfristigen Projekten zusammenarbeiten, darunter der Bau des Kernkraftwerks Akkuyu und der TurkStream-Gaspipeline, „Wenn man sich den Inhalt der bilateralen Beziehungen ansieht, einschließlich der Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Energie und humanitäre Hilfe, ist es schwer zu übersehen, dass sie auf einer soliden Grundlage beruhen“, erklärte er. „Es gibt hier eindeutig Elemente einer positiven Interdependenz. Projekte wie das TurkStream- und das Akkuyu-Kernkraftwerk haben positive Auswirkungen auf die Beziehungen an sich“. Dank der Bemühungen des russischen und des türkischen Präsidenten, haben die beiden Länder „große Fortschritte beim Aufbau einer strategischen Partnerschaft gemacht“, fügte der Diplomat hinzu. In Bezug auf Syrien sagte Grushko, dass sich Moskau und Ankara trotz unterschiedlicher Einschätzungen der Lage einig seien in ihrer Überzeugung, dass Syrien „ein geeinter, unteilbarer Staat innerhalb seiner gegenwärtigen Grenzen sein sollte und dass die Syrer selbst über ihr Schicksal entscheiden sollten“. „Ja, wir erkennen an, dass Russland und die Türkei unterschiedliche Interessen haben können, auch im Nahen Osten. Aber vergessen Sie nicht, dass es Russland und der Türkei unter Beteiligung des Iran gelungen ist, das Astana-Format zu schaffen, das heute die Grundprinzipien der syrischen Regelung formuliert“, sagte er.  

Corona-Pandemie
Ruf nach breit angelegten Corona-Tests nach den Ferien wird lauter

Angesichts der Infektionsrisiken durch Urlaubsrückkehrer mehren sich in NRW die Stimmen, die breit angelegte Corona-Tests zum Schuljahresbeginn unter Schülern und Lehrern fordern. „Nach den Ferien in Schulen und Kitas flächendeckend zu testen, ist erstmal ein sinnvoller Gedanke“, sagte Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Der Neustart würde uns allen leichter fallen, wenn wir sicher sein können, dass niemand das Virus in die Einrichtungen einschleppt. Tests würden das möglich machen.“ Zuvor müsse allerdings sichergestellt sein, dass genügend Testkapazitäten vorhanden seien. „Das ist organisatorisch und finanziell keine Kleinigkeit. Wir sprechen hier von deutlich mehr als drei Millionen Kindern und Jugendlichen“, so Schneider. Wichtig ist nach Einschätzung des Verbandes, dass Schulen und Kitas wieder einen geregelten Betrieb anbieten könnten und nicht nach einem Infektionsfall schließen müssten. „Wir brauchen daher auch auf Dauer Testkapazitäten, mit denen wir jederzeit gezielt und schnell dort testen können, wo es Verdachtsfälle gibt“, sagte Schneider. Professor Jörg Timm, Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Düsseldorf, unterstützt diese Forderung: „Eine möglichst breite Testung in Schulen und Kitas ist vor dem Hintergrund der häufig asymptomatischen Verläufe bei Kindern sicherlich sinnvoll“, sagte Timm der WAZ. Der Aufwand für ein flächendeckendes Konzept wäre sehr groß und in der kurzfristigen Umsetzung schwierig, erklärte der Virologe. „Alternativ sollten daher gezielte Strategien für die Testung von Einrichtungen entwickelt werden. Zum Beispiel könnte bei Auftreten eines Infektionsfalls in einer Kita oder einer Schule sofort eine Testung der kompletten Einrichtung durchgeführt werden, um frühzeitig Infektionsfälle zu isolieren und damit Infektionsketten zu verhindern.“ Solche Konzepte sollten laut Timm in den Kommunen vorbereitet sein, wenn die Schulen nach den Ferien wieder öffnen.

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Die Wollnys aus der gleichnamigen RTL II Pseudo-Doku lassen es sich derzeit in der Türkei gut gehen und teilen Videos und Bilder von ihrem Urlaub auf Instagram.

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