Proton Elic RB-128
Rüstungsdeal: Griechenland kauft türkische Drohnen

Athen – Ein privater Drohnenhersteller in der Türkei hat einen Vertrag über den Verkauf von 50 taktischen Drohnen an das griechische Verteidigungsministerium erhalten. Wie die Assuva Savunma Sanayi Company am Dienstag bekannt gab, wurden zwei ihrer Proton Elic RB-128-Drohnen nach Griechenland geliefert und haben die erforderlichen Abnahmetests bestanden. Dies ist das erste Exportgeschäft des Unternehmens in ein Land, das sowohl der Europäischen Union als auch der NATO angehört. Dieselbe Drohne wurde bereits an eine Reihe anderer Länder, darunter China und Sri Lanka, sowie an die türkischen Streitkräfte verkauft. Die taktische Drohne kann für Such- und Rettungsaktionen eingesetzt werden und verfügt über eine Wärmebildkamera, die Bilder aus einer Entfernung von 1 Kilometer und bis zu 50 Meter unter der Erde aufnehmen kann. Damit ist sie in der Lage, unterirdische Bunker, Sprengstoffe, Landminen und sogar chemische Stoffe aufzuspüren. Die türkische Rüstungsindustrie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, und ihre Drohnen, die bei den türkischen Streitkräften im Einsatz sind, haben bei militärischen Operationen in Nordsyrien und in Libyen zur Hilfe der von der UNO anerkannten Regierung große Luftunterstützung geleistet. Die operative Effizienz dieser Drohnen wurde Anfang dieses Monats vom britischen Verteidigungsminister gewürdigt, der sie als „Gamechanger“ bezeichnete. Das Kriegsgeschehen in Libyen etwa hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Regierungschef as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Tripolis konnte somit die von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland unterstützten Truppen des abtrünnigen Militärkommandanten Haftar zurückdrängen.  Laut der israelischen Fachzeitschrift Israel Defense sei die Bayraktar TB2 eine der besten Drohnen ihrer Klasse weltweit.

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Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit.

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Strafverfolgung
Landsberg: Länder müssen Videoüberwachung für Kommunen erleichtern

Osnabrück – Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hat die Bundesländer aufgefordert, zur wirksamen Strafverfolgung von Randalierern in den Innenstädten die Videoüberwachung von Straßen und Plätzen zu erleichtern. „Ich halte die verstärkte Videoüberwachung für ein geeignetes Instrument. Aber die Möglichkeiten dafür sind durch die Landesgesetze bislang sehr begrenzt“, sagte Landsberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Um Videoüberwachung bislang zu ermöglichen, müsse der Ort ein Kriminalitätsschwerpunkt sein. „Das ist natürlich auf vielen solcher Plätze nicht der Fall. Für die Strafverfolgung ist die Videoüberwachung aber ganz wichtig“, führte Landsberg aus. Es randalierten 400 Leute, davon würden 40 festgenommen, die am nächsten Tag alle wieder auf freiem Fuß sind. Landsberg meint: „Ohne Videoüberwachung kann man die Täter in der Masse kaum identifizieren. Sie wäre ein Weg, um die Strafverfolgung deutlich zu erleichtern. Wir brauchen hier nachhaltige und langfristige Gegenstrategien.“ Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes hält es außerdem für notwendig, es den Kommunen rechtlich zu erleichtern, Alkoholverbote auszusprechen. „Bislang ist das nur in engen Grenzen möglich“, kritisierte Landsberg.

E-Mobilität
Varta-Chef: Wir wollen auch Batteriezellen für Elektroautos bauen

Die Varta AG aus dem schwäbischen Ellwangen, Weltmarktführer für Hörgeräte- und Kopfhörerbatterien, will künftig auch Elektroautos ausrüsten. „Für die nächste Generation der E-Mobilität sind Ladezeit, hohe Leistung, hohe Energie und Langlebigkeit der Batterie die limitierenden Faktoren“, sagte Varta-Chef Herbert Schein dem Tagesspiegel. „Die Technologie, die wir heute entwickeln, könnte auch bei Anwendungen im Bereich der Elektromobilität Vorteile bieten. Wir freuen uns, wenn wir im Bereich Automotive eine Rolle spielen dürfen.“ Die Autohersteller selbst machten „große Fortschritte bei der Batterietechnologie und sehen die Batteriezelle als strategische Komponente für die Zukunft“. Varta sei offen für Partnerschaften auch mit Autoherstellern, die bislang ihre Batteriezellen ausschließlich von asiatischen Herstellern beziehen. Unter anderem für die Entwicklung größerer Zellenformate wird Varta vom Bund und den Ländern Baden-Württemberg und Bayern mit rund 300 Millionen Euro gefördert. „Wir wollen die Energiedichte unserer Lithium-Ionen-Zellen in den nächsten Jahren um 50 Prozent steigern“, kündigte Vorstandschef Schein im Gespräch mit dem Tagesspiegel an. „Allein in diesem Jahr schaffen wir 30 Prozent, die wir dann im nächsten Jahr in einer neuen Massenproduktion umsetzen wollen.“

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Da, wo es für die großen Standardbusse in der Straßenführung zu eng wird, soll der Midi-E-Bus Atac Elektric des türkischen Busherstellers Karsan zum Einsatz kommen und die Quartiersanbindung verbessern. Die Reichweite gibt Karsan mit 300 km an. Das Fahrzeug wird in Bursa (Türkei) hergestellt.

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Corona-Krise
NRW-Lehrerverband für Maskenpflicht auf Schulfluren

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In der Debatte um eine Maskenpflicht an den Schulen hat sich der Nordrhein-Westfälische Lehrerverband eingeschaltet. Dessen Präsident, Andreas Bartsch, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Ich halte zwar eine Maskenpflicht von morgens bis abends für falsch. Im Unterricht ist das Tragen einfach nicht darstellbar. Aber sobald die Schüler die Klasse verlassen, sollten sie vom Land dazu verpflichtet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“ Auf den Gängen könne es sich knubbeln, dann würden oft die Abstände nicht eingehalten. Auf den Schulhöfen könne man wegen der Frischluft darauf verzichten, so Bartsch. Zugleich zeigte er sich enttäuscht über das Ministerium von Yvonne Gebauer (FDP): „Wir sind mit der Vorbereitung des neuen Schuljahrs vonseiten des NRW-Schulministeriums nicht zufrieden. Vieles ist leider noch unklar. Welche genauen Folgen hat beispielsweise ein positiver Corona-Test bei einem Lehrer?“ Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben, kritisierte Bartsch. „Außerdem fehlt immer noch ein Plan dafür, wie eine Mischform des Unterrichts mit Präsenz- und Fernveranstaltungen aussehen soll. Gleiches gilt für den kompletten Lockdown. Da hätte ich mir mehr erhofft.“

E-Mobilität
Atak-Electric: In Hamburg sollen türkische Elektro-Busse zum Einsatz kommen

Hamburg – Da, wo es für die großen Standardbusse in der Straßenführung zu eng wird, soll der Midi-E-Bus Atac Elektric des türkischen Busherstellers Karsan zum Einsatz kommen und die Quartiersanbindung verbessern. Die Reichweite gibt Karsan mit 300 km an. Das Fahrzeug wird in Bursa (Türkei) hergestellt. Wie das Magazin Vision Mobility berichtet, ist der Midi-E-Bus mit 8,30 m deutlich kürzer als seine „großen Kollegen“, die zwischen 12 und 21 Meter lang sind. In der Höhe misst Karsans Midi-E-Bus 3,10 m, in der Breite 2,43 m. 22 Sitz- und 26 Stehplätze gibt es an Bord, der Zugang ist barrierefrei. Eine Woche lang werde der E-Bus im Testbetrieb nun geprüft. Bevor es zu einer Entscheidung kommt, sollen aber auch noch weitere Fahrzeuge von anderen Herstellern in der Praxis erprobt werden, so Vision Mobility. Karsan, der türkische Pionier im Fahrzeugbau In mehr als 50 Jahren türkischer Automobilgeschichte produziert Karsan eigene Fahrzeuge und Komponenten für weltweit führende Marken im Nutzfahrzeugbereich. Seit 1981 werden alle diese Aktivitäten mit 100% heimischem Kapital abgewickelt, und das Werk in Bursa nahe Istanbul kann im Einschichtbetrieb bis zu 18.200 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Dort können ganz flexibel Pkw, Lkw, Minivans und Busse an einem Standort hergestellt werden. Das Werk befindet sich 30 km vom Stadtzentrum von Bursa entfernt und wurde auf einer Fläche von 206.000 qm errichtet, von denen 90.000 qm geschlossene Flächen umfassen. Karsan ist seit mehr als 50 Jahren der einzige unabhängige Mehrmarken-Fahrzeughersteller in der Türkei, und die nächste Phase für das Unternehmen, unterstützt und gefördert von seinen Geschäftspartnern und Lizenzgebern, besteht darin, maßgeschneiderte Versionen von neuen und bestehenden Fahrzeugen zu entwickeln, um seine Präsenz auf alle Segmente des Güter- und Personenverkehrs auszuweiten. Mit dem Ziel, „innovative Produkte und Dienstleistungen von der Idee bis zur Marktreife zu entwickeln“ und jedes relevante Marktsegment zu bedienen, will Karsan vor allem seine Geschäftssparte Hauptproduzenten/OEM stärken. Dabei managt Karsan die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Marketing und Kundendienst. Derzeit produziert das Unternehmen den neuen leichten Nutzfahrzeugtyp H350 für die Hyundai Motor Company (HMC), 10-, 12- und 18-Meter-Busse für Menarinibus und die eigenen Modelle Jest, Atak und Star sowie die 100% elektrisch angetriebenen Modelle Jest Electric und Atak Electric in Partnerschaft mit dem Weltkonzern BMW.

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Berlin
Aserbaidschan verurteilt armenische Angriffe und Provokationen

Pressemitteilung:

Die Botschaft der Republik Aserbaidschan verurteilt die armenischen Angriffe auf aserbaidschanisches Staatsgebiet und Provokationen im Ausland

Berlin (ots) – Am 12. Juli 2020 begannen die Streitkräfte Armeniens einen Angriff mit schwerer Artillerie auf die aserbaidschanischen Stellungen im Bezirk Tovuz im Nordwesten Aserbaidschans. Die Versuche der armenischen Streitkräfte, militärische Positionen auf aserbaidschanischem Staatsgebiet zu erobern, wurden von den aserbaidschanischen Streitkräften abgewehrt. Infolge der 5 Tage dauernden intensiven militärischen Auseinandersetzungen, die von Artilleriebeschüssen begleitet wurden, kamen 12 Soldaten, darunter mehrere Offiziere, der Streitkräfte Aserbaidschans, und auch ziviler Bürger Aziz Azizov, der 76jährige Einwohner des Dorfes Agdam im Bezirk Tovuz, ums Leben. Die Angriffe auf die aserbaidschanischen militärischen Stellungen und Siedlungen sowie die armenischen Militäraktionen, die das Ziel verfolgten, Stellungen auf aserbaidschanischem Staatsgebiet zu erobern, stellen ohne Zweifel eine militärische Aggression gegen einen souveränen Staat und eine schwerwiegende Verletzung der völkerrechtlichen Normen und Prinzipien dar. Armenien beging mit seinen bewaffneten Angriffen auf die zivile Bevölkerung in den grenznahen Dörfern im aserbaidschanischen Bezirk Tovuz auch Kriegsverbrechen und verletzte die durch die Genfer Konvention 1949 obliegenden Verpflichtungen. Die genannten Aggressionen Armeniens müssen als Fortsetzung der unkonstruktiven Aktivitäten und Rhetorik Armeniens, welche vehement der weiteren Destabilisierung der Lage in der Region dienten, betrachtet werden. Statt die völkerrechtswidrige Okkupation der aserbaidschanischen Region Berg-Karabach und sieben umliegenden Bezirke, eines Fünftels des aserbaidschanischen Staatsgebiets, zu beenden und den über einer Million vertriebenen Aserbaidschanern eine Heimkehr zu ermöglichen, versucht Armenien den Konflikt weiter zu verschärfen und neue Orte in anderen Grenzgebieten zu okkupieren. Dies ist selbstverständlich auch ein harter Schlag auf den Friedensprozess im Rahmen der Minkser Gruppe der OSZE, die für eine friedliche Konfliktlösung beauftragt worden ist und zu deren Mitgliedern auch Deutschland zählt. Obwohl die Verhandlungen seit vielen Jahren ergebnislos verlaufen und Aserbaidschan trotz seiner rechtlichen, politischen, militärtechnischen und ökonomischen Überlegenheit die schwerwiegenden Folgen der armenischen Aggression seither tragen muss, ist Aserbaidschan bisher dem Friedensprozess treu geblieben. Armenien, das bisher immer substanzielle Verhandlungen im Friedensprozess blockierte und auf einer Verfestigung des Status quo setzte, ist jedoch geneigt, mit derartigen Provokationen und Eskalation den Friedensprozess aufs Spiel zu setzen, um von den Forderungen des Völkerrechts bzw. der vier einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 1993 abzuweichen. Festzustellen ist, dass sich Armenien angesichts des ausbleibenden Druckes seitens der Internationalen Gemeinschaft bezüglich der seit fast 30 Jahren fortdauernden Okkupationspolitik ermuntert sieht, neue Gebiete des Nachbarlandes Aserbaidschan zu okkupieren. Die kriegerischen Aktionen Armeniens an der international anerkannten Grenze und seine Bemühungen, im Anschluss an diese selbst verursachte Eskalation auch noch eine Sondersitzung der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (sog. ODKB) einzuberufen, belegen deutlich, dass Armenien versucht, seine Militärverbündeten mit in den Konflikt gegen Aserbaidschan einzubeziehen. Dies ist Armenien aber nicht gelungen. Aserbaidschan wird weiterhin das ihm im Einklang mit der UN-Charta zustehenden Selbstverteidigungsrecht nutzen und alles unternehmen, um sein Staatsgebiet und seine Bevölkerung gegen jegliche Aggressionen zu schützen. Um sich dem wachsenden Druck wegen der Eskalation, die eindeutig eine Folge der fortdauernden völkerrechtswidrigen Okkupation der aserbaidschanischen Gebiete durch Armenien war, zu entziehen und wie früher den Verhandlungsprozess zu torpedieren, versucht nun Armenien den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan auf eine ethnische Konfliktebene zu heben. Um dies zu erreichen, bemüht sich Armenien durch konstruierte Provokationen zwischen Aserbaidschanern und Armeniern und Verleumdungen an die Adresse der diplomatischen Vertretungen der Republik Aserbaidschan Hass und gewaltsame Auseinandersetzungen im Ausland zu schüren. In den Vereinigten Staaten, Russland und einigen europäischen Ländern wurden friedliche aserbaidschanische Demonstranten von hasserfüllten Bürgern armenischer Abstammung brutal angegriffen. Dutzende Täter wurden verhaftet. Statt diese Gewalteskalationen zu verurteilen, verbreiten die offizielle armenische Seite und armenische Diasporavereine in diesen Tagen haltlose und falsche Behauptungen über angebliche aggressive Aktivitäten der aserbaidschanischen Diasporaorganisationen in Deutschland und in anderen Ländern. Diese Vorwürfe sind falsch und wir weisen sie entschieden zurück! Straftaten müssen durch die jeweligen Justizbehörden aufgeklärt werden. Ohne eine rechtliche Beurteilung der Ereignisse jemanden zu beschuldigen, ist nichts anders als Verleumdung. Wir rufen von unserer Seite alle in Deutschland lebenden Aserbaidschaner auf, – wie im Appell der Ersten Vize-Präsidentin der Republik Aserbaidschan, Frau Mehriban Aliyeva, angesprochen, – rational zu handeln, sich nicht provozieren zu lassen und den Kampf um Gerechtigkeit ausschließlich im rechtlichen Rahmen fortzusetzen! Pressekontakt: Botschaft der Republik Aserbaidschan in der Bundesrepublik Deutschland Tel: +49 30 219 16 13 Email: berlin@mission.mfa.gov.az

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„Seit dem ersten Tag der Auseinandersetzung verfolge ich achtsam die deutschen Medien, um deren Berichterstattung zu beurteilen. Die ersten Tage war dies aus meiner Sicht zum großen Teil ausgewogen. In den letzten Tagen wurde ich hingegen sehr enttäuscht.“

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Mars-Mission
NASA: Salda See der Türkei ähnelt Krater auf dem Mars

Washington – Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat heute um 13.50 Uhr unserer Zeit vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ihre Mission „Mars 2020“ gestartet. An Bord der Atlas-V-Rakete: Der Mars-Rover Perseverance. Für die 480 Millionen Kilometer lange Reise benötige dieser sieben Monate. Die Entwicklung des Rovers hat acht Jahre gedauert und etwa 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet. Auf dem Mars soll Perseverance ab 2026 Gesteinsproben sammeln und nach Hinweisen auf früheres Leben in dem Krater „Jezero“ suchen. Als Leitfaden für die Mission untersuchten Wissenschaftler der NASA den Salda See der Türkei, auch bekannt unter der Bezeichnung „türkische Malediven“. Der See weise viele Gemeinsamkeiten mit einem früheren See auf dem Mars auf. Jezero ist ein 28 Meilen breiter Krater, in dem sich einst der See befand. Nach Angaben der NASA ist der Salda-See der einzige bekannte See auf der Erde, der Karbonate und Ablagerungsmerkmale enthält, die denen des Kraters Jezero ähneln. „Eines der großartigen Dinge am Besuch des Salda-Sees ist, dass man wirklich ein Gefühl dafür bekommt, wie es gewesen wäre, an den Ufern des antiken Jezero-Sees zu stehen“, sagte Briony Horgan, Planetenforscher an der Purdue University und Mitglied des Wissenschaftsteams „Perseverance“. Vor kurzem entdeckten Horgan und ihr Team anhand von Daten des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA, dass sich im Jezero-See Karbonatmineralien gebildet haben könnten. „Karbonate sind wichtig, weil sie wirklich gut darin sind, alles einzufangen, was in dieser Umgebung existierte, wie z.B. Mikroben, organische Stoffe oder bestimmte Texturen, die Beweise für vergangenes mikrobielles Leben liefern“, so Purdue-Absolvent Brad Garczynski. Die NASA veröffentlichte am Donnerstag ein Satellitenfoto des Salda Sees. „Ein Großteil unserer Arbeit am Salda-See trägt bereits dazu bei, festzustellen, welche Ablagerungen am vielversprechendsten für einen Besuch auf dem Mars sind“, sagte Horgan. „Wir freuen uns darauf, dieselbe Art von Arbeit zu leisten wie am Salda-See, aber jetzt mit unseren Instrumenten vor Ort in Jezero.“ Was den Küstenlinien von Salda die einzigartige Färbung verleiht, ist Hydromagnesit, welches den in Jezero beobachteten Karbonatmineralien ähnele. Der Salda See im Landkreis Yesilova der südtürkischen Provinz Burdur wird wegen ihres weißen, weichen und feinen Sandstrandes sowie klaren, türkisfarbenen Wassers auch gerne „die Malediven der Türkei“ genannt.

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NetzDG
Kontrolle im Netz: Türkei nahm deutsches Gesetz als Vorbild

Was in Deutschland und anderen Staaten schon die Regel ist, gilt jetzt auch in der Türkei: Onlinenetzwerke wie Twitter, Facebook und Co sollen in der Türkei stärker juristisch kontrolliert werden können.

Das türkische Parlament hat diesbezüglich am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet. Interessant dabei: Das deutsche Netzwerkdurchsuchungsgesetz (NetzDG) diente der neuen Verordnung als Vorbild. In Deutschland werden die Betreiber sozialer Netzwerke schon seit 2017 durch das Netzwerkdurchsuchungsgesetz (NetzDG) dazu verpflichtet, sogenannte „Hass-Postings“ den Behörden zu melden, nachdem sie entfernt wurden.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte Anfang Juli an, dass das Parlament dabei sei, ein Gesetz zu formulieren, das sich stark nach einem deutschen Modell orientiere und ergänzte: “Wir werden per Gesetz dafür sorgen, dass der Zugang zu den sozialen Medien künftig beschränkt werden kann und dass sie juristisch und finanziell sanktioniert werden können.“

Das deutsche NetzDG beispielsweise verpflichtet Provider dazu, sichtbare rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach einer Beschwerde zu löschen. Zudem ist in diesem Zusammenhang auch die Herausgabe der IP-Adressen der Nutzer in Deutschland für die Internetanbieter verpflichtend.

Die Nachrichten-Webseite heise.de berichtet, dass das deutsche NetzDG den Schätzungen des deutschen Justizministeriums nach die deutschen Ermittlungsbehörden und Gerichte mit etwa 250.000 zusätzlichen Äußerungsdeliktfällen jährlich beschäftigen” werde, weil es Facebook, YouTube, Twitter, Instagram und Tiktok dazu verpflichtet, gelöschte Hass-Postings nach Beschwerden an das Bundeskriminalamt zu melden.

Die sozialdemokratische Bundesjustizministerin Christine Lambrecht meine dazu, so heise.de, Deutschland werde hier Vorreiter sein, weil es eine solche Meldepflicht für strafbaren Hass sonst bislang nirgends gebe.

Durch die Änderung des Telemediengesetzes hatte die schwarz-rote Bundesregierung 2017 unter Führung vom damaligen Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ein neues Gesetz geschaffen, dass Anbietern von sozialen Netzwerken im Anwendungsbereich des NetzDG einige Pflichten auferlegt: Berichtspflichten, Einrichten eines Beschwerdemanagements sowie die Pflicht zur Benennung von Zustellungsbevollmächtigten und Empfangsberechtigten. Im Rahmen des Beschwerdemanagements geht es im Kern darum, dass Anbieter sozialer Netzwerke dazu verpflichtet werden, rechtswidrige Inhalte im Sinne des NetzDG nach Kenntnis und Prüfung zu entfernen oder den Zugang zu ihnen zu sperren.” Neben der Türkei haben auch Russland, Indien, Malaysia und andere Staaten das deutsche Gesetz in Teilen als Modell für entsprechende Gesetze verwendet.

Sittenverfall: Hetze im Internet nimmt beängstigende Maße an

Auslöser der Maßnahme sind in der Regel, dass Beleidigungen, Hass, Drohungen, Volksverhetzung und Mordaufrufe über soziale Netzwerke wie in Deutschland auch in der Türkei und anderswo stetig zunehmen. Immer wieder klagen Menschen aber auch Personen des öffentlichen Lebens über diesen „Sittenverfall“ in der virtuellen Welt, in der die Hemmschwelle für Straftaten oder Aufrufe zu kriminellen Handlungen sinkt.

Schmaler Grat zwischen virtueller und realer Welt

Die (Meinungs)freiheit hört dort auf, wo die Freiheit eines anderen Menschen berührt wird. Und diese wird online nicht nur viel öfter und leichter berührt, sondern gar ganz überschritten. Für Twitter, Facebook und Co darf es keine Sonderrechte geben, nur weil sie virtuell agieren. Nicht zuletzt beim Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mussten wir mit ansehen, wie weit bzw. wie nah der Weg zwischen einer virtueller Drohung und einem realem Mord beieinander liegen kann. Oft beginnt eine Radikalisierung in den sozialen Plattformen.

In Deutschland werden die Betreiber sozialer Netzwerke schon seit 2017 durch das Netzwerkdurchsuchungsgesetz (NetzDG) dazu verpflichtet, sogenannte „Hass-Postings“ den Behörden zu melden, nachdem sie entfernt wurden.

Anfällig für Manipulationen

In vielen Ländern der Welt müssen und werden Gerichte und Strafverfolgungsbehörden in Zukunft all dem Spuk in den Onlinenetzwerken Grenzen setzen. Beleidigungen und Belästigungen, die im Internet eine außerordentliche Reichweite besitzen muss ein Riegel vorgeschoben werden.

Zudem werden die sozialen Medien immer wieder in verstärkter Form für Verschwörungstheorien, Manipulationen und Falschinformationen missbraucht, die sich auch gegen die offenen, demokratischen Systeme wenden können. Liberale Ordnungen und Rechtsstaaten sind anfälliger für Desinformationskampagnen. Darüber hinaus informieren sich heutzutage immer weniger Menschen über klassische Nachrichtenquellen, sondern über Onlineplattformen. Während der Corona-Pandemie hat auch die EU-Kommission die Zügel der sozialen Medien angezogen. Marc Zuckerberg und Co mussten sich verpflichten, Leitlinien der EU zu akzeptieren, die sich gegen Desinformationskampagnen richten.

Neue Auflagen für soziale Medien in der Türkei

In der Türkei werden beispielsweise Plattformen mit täglich mehr als einer Million türkischen Nutzern verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen eine Niederlassung in der Türkei zu schaffen. So müssen Dienste wie Twitter, Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube einen türkischen Staatsbürger als Vertreter benennen, der neben den Behörden auch der Zivilbevölkerung als Ansprechpartner dienen soll. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die Daten der Nutzerinnen und Nutzer in der Türkei auf türkischen Servern aufbewahrt werden müssen. Dies wird von Beobachtern als ein weiterer Schritt für die Datensicherheit türkischer Verbraucher gewertet. Zudem wird es für Behörden praktischer, diese Daten zu kontrollieren. Überdies müssen die Betreiber der Onlineplattformen innerhalb von 48 Stunden (in Deutschland 24 Stunden) auf Anfragen der türkischen Justiz zur Löschung oder Änderung bestimmter Inhalte zumindest antworten. Bei Zuwiderhandlungen drohen den Diensten in der Türkei Einschränkungen oder Geldstrafen.

Corona-Krise
NRW-Gesundheitsministerium: Reiserückkehrer können sich zweimal testen lassen

Düsseldorf – Reiserückkehrer, die aus einem Risikogebiet nach NRW zurückkehren, können sich nach Angaben der Landesregierung zweimal auf Corona testen lassen. Ein Sprecher von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Der Test kann einmal wiederholt werden. Dies ist auch umsetzbar.“ Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hält eine Wiederholung des Tests nach drei Tagen dagegen für überflüssig. „Eine solche Teststrategie halten wir unabhängig von der Verfügbarkeit für nicht zielführend“, sagte ein Sprecher der KV Nordrhein. Das NRW-Gesundheitsministerium geht davon aus, dass an den Flughäfen genügend Personal- und Laborkapazitäten für die Testung der Rückkehrer zur Verfügung stünden: So hätten die Kassenärztlichen Vereinigungen ihre zugelassenen Labore gebeten, die Laborkapazitäten auszuweiten, sagte der Ministeriumssprecher. Die Testzentren an den Flughäfen würden mit Honorarkräften betrieben und hiervon stünden ausreichend zur Verfügung. Für die Testung bei niedergelassenen Ärzten werde ein entsprechender Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und Westfalen Lippe und dem Land vorbereitet. „Die Kassenärztlichen Vereinigungen und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gehen davon aus, dass die niedergelassenen Ärzte von diesen Testungen nicht überfordert werden“, sagte der Sprecher.

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Grundsicherung
Linke: Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz IV stoppen

Osnabrück – Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat die Pläne der Bundesregierung kritisiert, das Kindergeld und den Kinderfreibetrag ab 1. Januar 2021 zu erhöhen, und die Forderung nach einer Grundsicherung für Kinder bekräftigt. „Die Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag nützt denen am wenigsten, die sie am dringendsten brauchen. Die Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz-IV-Leistungen muss sofort beendet werden“, sagte Kipping der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „1,5 Millionen Kinder leben in Bedarfsgemeinschaften mit Leistungsbezug. Solange Kindergeld auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet wird, haben Leistungsberechtigte davon kaum etwas“, so die Linken-Vorsitzende. Vom Kinderfreibetrag würden außerdem nur diejenigen profitieren, die in entsprechender Höhe Steuern zahlten. „Das sind die, die ohnehin ein gutes Einkommen haben. Für viele Eltern trifft das aber nicht zu. Gerade kinderreiche Familien und Alleinerziehende haben besonders häufig geringe Einkommen und profitieren vom Kinderfreibetrag daher kaum“, führte Kipping aus. Im Jahr 2018 betrug die Armutsrisikoquote von Paaren mit drei oder mehr Kindern ihren Angaben zufolge 30 Prozent. Über ein Drittel der Alleinerziehenden beziehe Hartz IV – gleich ob erwerbstätig oder arbeitslos. „Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in Haushalten von Alleinerziehenden betrug 2016 durchschnittlich 967 Euro pro Monat – staatliche Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld eingerechnet. Die Anhebung des steuerlichen Kinderfreibetrages nutzt vor allem besser verdienenden Alleinerziehenden und Paaren“, sagte Kipping. „Wenn wir wirklich den Familien mit Kindern helfen wollen, die es am nötigsten haben, müssen wir endlich eine Kindergrundsicherung einführen“, forderte die Linken-Politikerin.