Corona-Pandemie
Kommentar zur Weltspiegel-Sendung „Türkei: Vertuschen statt Helfen“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Ich habe mir den Weltspiegel in der ARD vom 5. April angesehen und es wurde dabei unter anderem auch über die Türkei berichtet. Der Titel des Beitrags über die Türkei hieß „Türkei: Vertuschen statt Helfen“. Unter dem Link der Sendung Weltspiegel kann man sich den Beitrag noch einmal ansehen. In der Anmoderation wird erklärt, dass auch die türkische Regierung die Gefahr des Coronavirus lange heruntergespielt hätte. Jetzt würden sich die Nachrichten vom rasanten Anstieg der Infizierten häufen. Die Zweifel würden immer lauter, die die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums über die Opferzahlen infrage stellten und erklärt „Angeblich sollen auch schon Massengräber für die Toten ausgehoben worden sein.“ Die Regierung würde das dementieren. Ich weiß nicht, woher die Journalisten des Weltspiegels ihre Informationen beziehen, aber der Vorwurf an die türkische Regierung die Gefahren vor dem Coronavirus heruntergespielt zu haben ist absurd, weil die Türkei zu den ersten Staaten gehörte, die konkrete Maßnahmen gegen die Pandemie ergriffen haben. Zu den „angeblichen“ Massengräbern: Wenn das wirklich der Fall wäre, hätte sich das in den sozialen Medien und anderen Medien schon längst rumgesprochen. An die Weltspiegel Redaktion: Wo sind denn bitte die Massengräber, wenn ihr das schon behauptet? Aber dem Weltspiegel geht es gar nicht um die Wahrheit, sondern um die Verbreitung von gehörtem. Ich möchte nicht behaupten, dass es im Rahmen der Corona-Pandemie keine Probleme in der Türkei gibt, denn die gibt es auch in anderen Ländern. Aber lasst bitte die Kirche im Dorf. Wir alle befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die es vorher in dieser Form noch nicht gab. Dann kommt in dem Beitrag eine anonyme Ärztin zu Wort, die Corona-Patienten behandeln würde und die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums für zu niedrig hält. Das Personal des Krankenhauses, in dem sie arbeitet, wäre auch auf Corona getestet worden, aber man hätte ihnen keine Ergebnisse mitgeteilt, weil nach ihrer Ansicht „bei 70 Prozent positiv getestetem Krankenhauspersonal“ keiner mehr da wäre, der die Patienten versorgt. Diese angebliche Ärztin kann eine andere Meinung vertreten, was auch normal wäre, aber was sie sagt ist nicht repräsentativ. Es ist ihre Meinung und aus der kann ich nicht auf die Allgemeinheit schließen. Jetzt komme ich zu den Maßnahmen in der Türkei gegen die Corona-Pandemie. Ich nenne jetzt ein paar Maßnahmen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen, wie in Deutschland auch, Einschränkungen im täglichen Leben hinnehmen. Für Menschen ab 65 Jahren und für unter 20-Jährige gilt eine Ausgangssperre. Stadtreisen in andere Städte sind nur in Ausnahmefällen bzw. mit Zustimmung des örtlichen Regierungspräsidiums möglich. Es gibt noch andere Einschränkungen, aber ich kann jetzt nicht alle hier aufführen. Jeder Bürger in der Türkei und Ausländer mit Aufenthaltstitel können über ihre persönlichen e-devlet (Internetportal des türkischen Staates) Zugangsdaten kostenlos eine Schutzmaske bestellen. Jeder Supermarkt in der Türkei bietet vor seinem Eingang kostenlose Hygienehandschuhe und Masken an. Warum um Himmels willen erwähnt der Weltspiegel das nicht? Stattdessen kommt eine anonyme Ärztin zu Wort. Hier in Deutschland bekomme ich nicht einmal gegen Bezahlung in der Apotheke Hygienehandschuhe. Stattdessen heißt es „Tut uns leid, leider ausverkauft.“ In Deutschland hatte zeitweise nicht einmal das Krankenhauspersonal eigene Schutzmasken und dem Weltspiegel fällt nichts Besseres ein, als die Türkei schlecht zu reden. In der Türkei bekommt jeder Bürger pro Woche 5 Masken kostenlos zur Verfügung gestellt. In welcher Institution bekomme ich hier in Deutschland kostenlos Hygienehandschuhe gestellt? Jetzt komme ich noch auf die medizinischen Hilfslieferungen der Türkei zurück. Die Türkei ist ein hilfsbereites Land und das zeigt sie gerade eindrucksvoll. Über Italien, Spanien, Österreich, Serbien, Nordmazedonien, Kosovo, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Großbritannien und andere Länder, hat die Türkei ihre Unterstützung bewiesen und wird es auch weiterhin tun. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich die wahre Größe eines Staates bzw. Landes. Aber auch die Bundeswehr hilft in diesen schwierigen Zeiten. So transportierten Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 100 Covid-19 erkrankte Patienten aus Frankreich und Italien zur Behandlung nach Deutschland. In diesen außergewöhnlich schwierigen Zeiten, aber auch sonst, sollten die Staaten zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Corona-Pandemie – Corona-Krise: Türkei schickt auch nach Großbritannien Hilfslieferung

Auf Anweisung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan lieferte ein Militärflugzeug der türkischen Luftwaffe am Freitag neben einem persönlichen Brief Erdogans an den britischen Premierminister Boris Johnson, medizinische Hilfsgüter an Großbritannien.

Corona-Krise: Türkei schickt auch nach Großbritannien Hilfslieferung

Meinung
Kommentar: Feindbild Jens Spahn

Ein Gastkommentar von Sahin Karanlik Ich habe jetzt ein neues Hobby. Bringt mir zwar viele Feinde, Beschimpfungen und Blockierungen ein, aber ich kann nicht damit aufhören, weil ich mich wie ein Getriebener fühle. Inzwischen ist es ist wie eine Sucht, schlimmer als Meth oder Heroin und ich weiß nicht, wie ich aus diesem Sumpf wieder herauskomme. Ich korrigiere Fake-Zitate von Jens Spahn. Gut, hört sich auf dem ersten Blick krank an und viele werden sich angewidert von mir abwenden, aber ich kann nicht damit aufhören. Zuerst begann es mit einem kleinen Zitat.
„Jens Spahn möchte, dass die Pflegekräfte mehr arbeiten.“
Ich weiß nicht, was mich zu der Zeit geritten hat. Vielleicht war es Neugierde oder der Reiz etwas Verbotenes zu tun, aber ich habe einfach gegoogelt, warum er so etwas verlangen sollte. Heraus kam, dass er die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessern wollte, um Teilzeitkräfte wieder zu mehr Stunden zu motivieren. Also nichts Schlechtes, im Gegenteil. Trotzdem kursiert das Zitat seit fast zwei Jahren im Netz. Einmal auf dem Geschmack gekommen, ging es weiter. Jetzt war ich angefixt und wollte den Kick wiederholen.
„Wer zu wenig Pflegekräfte hat, muss Betten abbauen!“
Beim ganzen Zitat ging es darum, Patienten mit Personaluntergrenzen zu schützen, damit nicht zu wenig qualifiziertes Personal auf den Stationen ist.
„Spahn hat tausende Krankenhäuser geschlossen!“
Auch hier: Da ich bisher keine Kranken auf Ikea-Parkplätzen und Feldwegen liegen gesehen habe, die von Freiwilligen notdürftig versorgt wurden, musste ich nachschauen. Obwohl das umstritten ist, wird das von vielen Experten befürwortet, weil es wieder um eine höhere Qualität der Krankenhäuser und um eine bessere Bündelung der Kräfte geht.
„Spahn hat tausende Notfallstationen dicht gemacht!“
Und wieder ging es dabei um Konzentration auf große Kliniken, um Komplikationen und Todesfälle zu vermeiden, da bei kleineren Stationen die Qualität nicht immer gewährleistet ist.
„Spahn hat alles kaputt gespart!“
Das können die Ärzte und Pfleger vor Ort zwar besser beurteilen, aber Deutschland hat während der Corona-Krise im Verhältnis zu den Infizierten die geringsten Toten und die meisten Intensivbetten der Welt. Wir sind sogar in der Lage, Patienten aus Italien und Frankreich aufzunehmen und zu versorgen. Es ist leicht meiner Sucht zu frönen. Kein einziges Meme über Jens Spahn, das der Wahrheit entspricht. Meist Zitate aus dem Zusammenhalt gerissen, stark verkürzt, verdreht oder einfach gelogen. Wie kann ich mich also davon freimachen, wenn mir der Stoff immer wieder unter die Nase gehalten wird? Ich persönlich halte eine gute Gesundheitsversorgung für das Allerwichtigste, wichtiger als noch schickere Autobahnen oder Flughäfen und ich finde Kritik sehr wichtig. Das muss ein Minister, besonders so ein karriereorientierter Politiker wie Jens Spahn aushalten, aber es hilft niemandem weiter, auf ihn einzuschlagen und am Ende geht es nicht um eine Verbesserung der Zustände, sondern nur darum, die Person schlecht zu machen, auch wenn er an diesen Verbesserungen arbeitet. Das einzige, was ich ihm vorwerfe ist, dass er mich nicht inzwischen dafür bezahlt. Ich habe schließlich auch andere Süchte. Vielen Dank Sahin Karanlik
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Corona-Pandemie
Corona-Krise: Türkei schickt auch nach Großbritannien Hilfslieferung

London – Auf Anweisung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan lieferte ein Militärflugzeug der türkischen Luftwaffe am Freitag neben einem persönlichen Brief Erdogans an den britischen Premierminister Boris Johnson, medizinische Hilfsgüter an Großbritannien.  Das Hilfspaket umfasse Schutzmasken und -anzüge. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu, dankte am Mittwoch der britische Außenminister Dominic Raab in einem Telefongespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu der Türkei für eine weitere Hilfssendung. Dieser Schritt sei ein „Zeichen der starken Freundschaft zwischen den beiden Ländern“, so Raab. Laut der Sky News Korrespondentin Alex Crawford umfasse die Lieferung unter anderem 159.000  Schutzmasken und 100.000 Schutzanzüge. In den vergangenen Tagen entsandte die Türkei auch Hilfslieferungen an viele weitere Staaten wie Serbien, Nordmazedonien, Kosovo, Spanien und Italien. Die NATO dankte der Türkei für ihre Hilfssendungen. „#NATO Solidarität in Aktion: Die Türkei schickt heute ein Frachtflugzeug mit medizinischen Hilfsgütern nach Italien und Spanien, um unseren gemeinsamen Kampf gegen #COVID19 zu unterstützen“, sagte Stoltenberg auf Twitter. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, lobte die Türkei am Freitag für ihre Solidarität mit den vom Coronavirus befallenen Ländern und sagte, dass die Türkei ein Vorbild für die ganze Welt sei.

Corona-Krise
Corona lässt Pommes-Nachfrage einbrechen: Bauern sitzen auf Hunderttausenden Tonnen Kartoffeln

Osnabrück – Die Landwirte in Deutschland könnten in diesem Jahr wegen der Corona-Krise auf etwa 200.000 Tonnen spezieller Pommes-Kartoffeln sitzen bleiben. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Schätzungen des Bauernverbandes. Bauernverband rechnet mit bis zu 40 Millionen Euro Schaden Den möglichen Schaden taxiert der Verband mit 30 bis 40 Millionen Euro. Generalsekretär Bernhard Krüsken teilte der „NOZ“ mit: „Anbieter von Verarbeitungskartoffeln werden Verluste hinnehmen müssen, weil einige Verarbeiter ihre Abnahmeverträge nicht einhalten oder kurzfristig stornieren.“ Auslöser der Pommes-Krise sind die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus: Weil Kantinen, Restaurants und andere Großabnehmer weitgehend geschlossen haben, fehlen Pommes-Produzenten die Kunden. Die Produktion ruht. Andere Vermarktungen der Kartoffeln gelten als schwierig, weil die Sorten speziell für die Pommes-Herstellung gezüchtet worden sind. Am Ende bliebe nur die Vernichtung. Landwirte in Belgien und den Niederlanden stehen vor vergleichbaren Problemen. Hier sollen jeweils bis zu eine Million Tonnen Pommes-Kartoffeln auf Abnehmer warten.  

Corona-Pandemie
Italien: 100 Ärzte an Coronavirus gestorben

Rom – Wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos mitteilte, sind in Italien inzwischen 100 Ärzte an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Wie das Ärzteblatt unter Berufung auf eine Mitteilung der Nationalen Ärzte- und Zahnärztekammer berichtet, hatten sich die Mediziner im Einsatz für infizierte Patienten angesteckt. Auf ihrer Website listet die Ärztekammer die Namen der Verstorbenen auf. Einige seien aus dem Ruhestand zurückgeholt worden, um im Kampf gegen das Coronavirus mitzuhelfen. „Wir dürfen nicht länger zulassen, dass unsere Ärzte und unser Gesundheitspersonal völlig ohne Schutz gegen das Virus kämpfen muss“, zitiert das Ärzteblatt Verbandspräsident Filippo Anelli. „Das ist ein unfairer Kampf.“ Italien gehört zu den von der Coronapandemie am stärksten betroffenen Ländern. Insgesamt hat das Land bisher 17 669 Opfer zu beklagen. Die Zahl der Infizierten gab der Zivilschutz in Rom am Donnerstag mit 139 422 an.

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– Corona-Pandemie – Corona-Krise: Italien, Spanien und NATO danken Türkei für Hilfe

Zur Bekämpfung des Coronavirus hat die Türkei in die von der Pandemie hart getroffenen Länder Italien und Spanien Hilfscontainer geschickt. Die Außenminister Italiens und Spaniens haben der Türkei am Mittwoch dafür gedankt.

Corona-Krise: Italien, Spanien und NATO danken Türkei für Hilfe
 

Soziale Medien
Kommentar: Der Wert der Person wird an seinen Followern gemessen

Ein Gastkommentar von Hakija Avdic – twitter.com/hakijaavdic Social Media – Sei, was du sein willst! Wenn wir diesem Zeitalter einen Namen geben müssten, dann wäre es zweifelsohne „Das Zeitalter der sozialen Netzwerke“. Es ist zwar nur virtuell, aber dennoch ist es lebendig. Menschen aller Art beleben es mit den verschiedenartigsten Charakteren! Genau das macht sie ja auch interessant und attraktiv. Der Mensch ist ein soziales Wesen und der Mensch wird ja bekanntlich durch Menschen zum Mensch. Und genau hier lauern auch die Gefahren. Ist denn der Mensch auch wirklich so, wie er sich in dieser virtuellen Welt gibt oder eher derjenige, der er gerne sein würde? Sag mir, wer dein Freund ist und ich sage dir, wer du bist, heißt es doch so schön. Aber trifft das denn auch auf eine virtuelle Freundschaft zu? Wir sehen, dass altbekannte Weisheiten und Regeln wohl hier nicht mehr so richtig greifen, denn die Definition der Freundschaft hat sich mittlerweile ja auch verschoben. Wir haben uns also eine unnatürliche Gesellschaft aufgebaut, in der man als Individuum den natürlichen Drang verspürt, ein Teil derer zu werden! Wer oder wie sollen wir denn dort sein? Denn ich glaube kaum, dass es jemanden neben den ganzen scheinbar perfekten Menschen interessiert, wenn ich mit meinem gewöhnlichen und natürlichen Alltag daherkomme. Für gewöhnliche Menschen scheint dort kein Platz zu sein. Der Wert der Person wird an seinen Followern gemessen. Folgt dir wer, bist du wer! So hat sich ein Bild entwickelt, dass die Likes und die Gefolgschaft dir einen Sinn geben! Somit ist die Jagd auf Likes eröffnet! Jawohl! Like ist hier das Stichwort. Überlegen wir doch nur mal, ob social media irgend einen Wert hätte, wenn es diese eine Funktion nicht gäbe? Den Like! Gefällt es jemandem oder nicht, ist ja mittlerweile gleichbedeutend wie „Gefalle ICH jemandem oder nicht“. Somit fühlt sich jeder unter Druck gesetzt und will nicht nur seine beste Seite zeigen, sondern auch darüber hinaus. Denn wie bereits erwähnt, ist dort kein Platz für gewöhnliche Menschen!
(Beispielfoto: pxhere)
Bilder, Zitate und sonstige Weisheiten werden nur so hinausgeschossen. Der Leser, der diese Person nur durch ihre Posts kennt, könnte den Eindruck gewinnen, dass er es hier mit einem Imam, Professor oder jemandem, der 24/7 sein Leben genießt, zu tun hat. Hat man sich nun diesen Ruf aufgebaut, will dieser auch gepflegt werden. Das bedeutet wiederum, dass man dranbleiben muss und immer wieder neuen Content bieten muss, denn die Likes, die man bekommt, sind ja eine Art Bestätigung, nach der man nun täglich hinterherrennt. Somit ist man, von anfänglich vielleicht sogar gut gemeinten Ratschlägen, zu einer „wichtigen Person im Netz“ geworden. Die Follower haben nun ein Bild von dir geschaffen, das oft nichts mit der Person aus dem realen Leben zu tun hat. Um das auch hier klarzustellen, ich meine nicht, dass jeder so ist und ich meine auch nicht, dass man nicht das Gute im Netz oder sonst wo verbreiten soll. Viel eher meine ich, dass man hier etwas geschaffen hat, was nicht viel mit der Realität selbst zu tun hat und davor gilt es, sich zu hüten. Wir alle! Denn wir alle sind Menschen! Insbesondere für die jüngeren Nutzer ist es schwer zu unterscheiden, was nun realistisch ist und was nicht. Schnell werden Vergleiche gezogen und viele kommen sich nun minderwertig und nutzlos vor und nicht selten endet das bei einigen in einer Depression. Denn die täglichen Vergleiche mit der scheinbar perfekten Influencerin oder dem Influencer, mit sich oder dem Ehepartner, wird früher oder später zu Problemen in einer Beziehung führen. Möge Allah uns davor bewahren! Somit sollte jeder von uns sein Verhalten hinterfragen und ehrlich mit sich selbst ins Gericht gehen! So sagt Allah zB. Im Quran (Sura 61:2) „O die ihr glaubt, warum sagt ihr, was ihr nicht tut? Welch schwerwiegende Abscheu erregt es bei Allah, dass ihr sagt, was ihr nicht tut.“ Hier können wir klar erkennen, dass wir wirklich nur Dinge sagen oder veröffentlichen sollten, wie wir auch wirklich selber sind. Des Weiteren folgen wir vielleicht Menschen, die täglich in ihrer Story unmoralische, also Dinge die haram sind, veröffentlichen! Was uns anfangs zuwider ist, wird irgendwann unser Herz gar nicht mehr belasten. Die niedrigste Form des Glaubens ist laut einer Überlieferung, dass man eine Sünde im Herzen zumindest ablehnt. Haben wir uns mal diese und ähnliche Fragen gestellt? Unser Gehirn ist wie eine Festplatte. Das was wir aufnehmen, sind auch die Dinge, womit wir arbeiten. Kommt also Haram rein, werden wir auch Haram produzieren! Ich habe mir wirklich Gedanken darüber gemacht, wie man als Konsument oder als Influencer positiv diese Plattformen nutzen könnte, um auch seiner Verantwortung gerecht zu werden. Ich kam zu folgendem Entschluss. Diejenigen, die sich einen Account aufstellen, sollten auch einen Mehrwert bieten können. Dieser sollte in aller erster Linie halal sein und zum Zweiten soll der Inhalt etwas sein, wovon die Gesellschaft auch wirklich profitiert. Was bringen Tausend gleichartige Seiten, in denen man sich dann sozusagen aussticht. Es geht nicht darum, einfach dabei zu sein. Es geht eher darum, was wir alle davon haben. Macht es mich oder die Community besser? Macht es mich oder die Gesellschaft erfolgreicher? Oder will ich einfach nur dabei sein, um auch ein Stück vom Ruhm zu bekommen. Unabhängig davon, ob man ihn bekommt oder nicht, so ist doch beides schädlich und verwerflich. Hast du das Ganze für Likes gemacht, so ist dein Wohlbefinden von Menschen, von Followern abhängig und bekommst nicht die von dir gewünschte Aufmerksamkeit, so wirst du neidisch auf diejenigen sein, die es bekommen haben. Denkt mal darüber nach!
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Corona-Pandemie – Corona-Maßnahmen in Afrika: „Wer zu Hause bleibt, verhungert!“

In den Armenvierteln Afrikas drohen die Maßnahmen gegen das Coronavirus zur tödlichen Falle zu werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer sind vor allem die Ausgangssperren, die zum Teil mit massiver Gewalt umgesetzt werden, lebensbedrohlich für den ärmsten Teil der Bevölkerung.

Corona-Maßnahmen in Afrika: „Wer zu Hause bleibt, verhungert!“

Wirtschaft
Arbeitgeberpräsident: Erhöhte Nachfrage für deutsche Güter nach Corona-Krise

Düsseldorf – Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hält eine Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise im kommenden Jahr für möglich. „Ich halte es für möglich, dass wir aus dieser Krise mit einem blauen Auge herauskommen“, sagte Kramer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Bei seiner Prognose berief er sich auf die Szenarien das Sachverständigenrats. „Demnach schrumpft die Wirtschaft dieses Jahr um 2,8 bis 5,4 Prozent. In beiden Fällen ist aber die vollständige Kompensation schon nächstes Jahr wahrscheinlich“, betonte Kramer. „Das heißt: Wenn wir die zwei Jahre 2020 und 2021 zusammennehmen, sind wir insgesamt bei plus minus Null. Danach wären wir wieder auf einem soliden Wachstumspfad.“ Deutschland sei aus einer Phase der Hochkonjunktur in diesen Shutdown hineingekommen. Deswegen werde der Bedarf nach unseren Gütern und Dienstleistungen hinterher nicht bei Null beginnen, betonte Kramer. „Im Gegenteil, es gibt dann noch einen zusätzlichen Nachholbedarf.“ Im Sommer, im Frühherbst werde die Nachfrage dem Sachverständigengutachten folgend wieder kräftig anspringen. Dann müsse man genau prüfen, welche Branchen nicht in Gang kämen. „Da müsste man gezielt mit einem maßgeschneiderten Konjunkturprogramm nachhelfen, zum Beispiel in der Tourismusbranche und bei der Gastronomie“, forderte Kramer. Aber man solle jetzt bloß nicht mit der Gießkanne das große Konjunkturprogramm für Jedermann entwerfen. „Doch gezielte Maßnahmen für Staatshilfen einzelner zurückfallender Branchen werden sinnvoll sein. Das Gleiche gilt für Zukunftsprojekte, die unser Land voranbringen, wie Digitalisierung, Infrastruktur, den Klimawandel bremsende Energiekonzepte und Bildungsinvestitionen.“

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Auch Kosovo dankt Türkei für Hilfe

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Pristina – Zu der Liste der zahlreichen Länder, die der Türkei während der Corona-Krise für ihre Hilfe gedankt haben, ist nun auch der Kosovo hinzugekommen. Der kosovarische Präsident Hashim Thaci dankte seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan und der Türkei für eine Hilfsladung von Gesundheitsmaterial. „Wir sind Präsident [Recep Tayyip] Erdogan und der Türkei zutiefst dankbar, dass sie den Kosovo in dieser beispiellosen Zeit unterstützt haben“, twitterte er. Um ihren Kampf gegen das tödliche Virus zu unterstützen, lieferte die Türkei am Mittwoch auf Anweisung Erdogans medizinische Hilfsgüter an fünf Balkanländer. Masken, Schutzanzüge und Testkits wurden an Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und den Kosovo übergeben. NATO und Italien danken der Türkei In der vergangenen Woche dankten auch Italien und Spanien der Türkei für ihre Hilfen. „Die heutige Hilfe ist für uns sehr wichtig. Wir danken Präsident [Recep Tayyip] Erdogan, Außenminister [Mevlut] Cavusoglu und dem gesamten türkischen Volk für ihre Solidarität, sagte der italienische Außenminister Luigi Di Maio. Spaniens Außenministerin Arancha Gonzalez Laya dankte der Türkei in einem Beitrag auf Twitter für die Hilfe. Cavusoglu antwortete separat auf Nachrichten seiner Amtskollegen und betonte, dass sich Freunde in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen. „Mit Liebe aus der Türkei für die Menschen in Spanien und Italien“, war auf den Kisten mit den Hilfsgütern zu lesen. Auf einigen Kisten auch die Worte des Sufi-Mystikers Mevlana Jalaluddin Rumi aus dem 13. Jahrhundert:
„Es gibt Hoffnung nach der Verzweiflung und viele Sonnen nach der Dunkelheit.“
Der Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Nacho Sanchez Amor, schrieb:

„Vielen Dank an die türkische Regierung und das türkische Volk für Ihre einfühlsame Lieferung von Gesundheitsmaterial nach Spanien. Ich hoffe, Ihr Land leidet nicht unter der Grausamkeit von # COVID19 und erlebt dasselbe Ausmaß wie Spanien. Wir werden Ihre Solidarität niemals vergessen. teşekkür ederim,“

Auch NATO-Generalsekretär Stoltenberg lobte die Türkei auf Twitter. Er sei stolz zu sehen, wie sich Alliierte gegenseitig unterstützten. „#NATO Solidarität in Aktion: Die Türkei schickt heute ein Frachtflugzeug mit medizinischen Hilfsgütern nach Italien und Spanien, um unseren gemeinsamen Kampf gegen #COVID19 zu unterstützen“, sagte Stoltenberg auf Twitter.
(Screenshot/Twitter)

Kommentar
Türkei: Die Hintergründe des Putschversuchs vom 15. Juli 2016

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge  Heute werde ich mich mit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 in der Türkei beschäftigen. Ich werde über das Ereignis selbst und auf mögliche Hintergründe des Putschversuchs eingehen. In den meisten hiesigen Medien wird nicht der Putschversuch selbst thematisiert, sondern immer wieder darauf hingewiesen, dass Präsident Erdoğan den in den „USA lebenden Prediger Fetullah Gülen“ für den Putschversuch verantwortlich macht. Ich habe mich immer gefragt, weshalb die „Mainstream-Medien“ Terrorchef Gülen als Prediger ansehen, obwohl dieser seit Jahrzehnten die Religion für seine eigenen Zwecke missbraucht hat. Außerdem ist er 1999 unter dem Vorwand einer medizinischen Untersuchung in die USA geflohen, um sich einem Gerichtsverfahren in der Türkei zu entziehen. Weshalb interessiert es diese Medien nicht, dass Gülens Gefolgsleute in der türkischen Armee 2016 die verfassungsmäßige Ordnung der türkischen Republik beseitigen wollten und dabei, ohne mit der Wimper zu zucken, über 250 türkische Zivilisten ermordet haben, weil diese Bürger sich heldenhaft gegen den Putsch gestellt haben? Das türkische Parlament in Ankara wurde von den Putschisten bombardiert, aber das kommt bei der Berichterstattung in den meisten deutschen Medien nicht vor. Das Netzwerk, das von Gülen aufgebaut wurde, also die systematische Unterwanderung des türkischen Staates, gab es auch vor der Regierungsübernahme der AKP 2002, nur konnte die Organisation von Gülen erst danach ihren Einfluss erheblich ausbauen. Ein weiterer Aspekt ist die Mitgliedschaft der Türkei in der NATO seit 1952. Die USA waren stets darauf bedacht, dass Regierungen an der Macht waren, die ihre Interessen berücksichtigt bzw. verteidigt. Das gilt aber nicht nur für die Türkei, sondern auch für andere Länder. Der Einfluss der USA blieb nicht nur auf die Regierungen beschränkt, sondern zeigte sich auch deutlich bei den Streitkräften. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass die Militärputsche in der Türkei von 1960, 1971 und 1980 unter der Ägide und Mitwirkung der USA zustande kamen, aber der damalige Ost-West-Konflikt sollte dabei als Faktor mitberücksichtigt werden. Der 15. Juli 2016 ist ein warmer Sommertag in der Hauptstadt Ankara, Stadtteil Yenimahalle. Gegen 14:30 Uhr Ortszeit tritt ein Pilot mit dem Dienstgrad Major der türkischen Heeresflieger an den schwer bewachten Eingang des zentralen Nachrichtendienstes (MİT) und erklärt, er wolle wichtige Informationen weitergeben. Die Mitteilung, die dieser Major macht, sollte für den späteren Putschversuch von entscheidender Bedeutung sein. Er wird von verschiedenen Bediensteten des Nachrichtendienstes verhört und die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen überprüft. In seinen Schilderungen berichtet er den Nachrichtendienstlern unter anderem von einem Angriff mit Kampfhubschraubern auf das Gebäude des MİT in Ankara und der Entführung des Präsidenten des Nachrichtendienstes. Zunächst wird der stellvertretende Chef des Nachrichtendienstes zum Generalstab vorgeschickt und gegen 16 Uhr fährt Präsident Hakan Fidan selbst zum Generalstab vor und trifft sich dort mit dem damaligen Generalstabschef Hulusi Akar. Der Generalstabschef schickt daraufhin Heeresgeneral Salih Zeki Çolak zu den Heeresfliegern und lässt gleichzeitig den türkischen Luftraum für militärische Flüge sperren. Die Putschisten in der Armee bekommen dieses wichtige Detail mit und der Umsturzversuch, der eigentlich gegen 3 Uhr morgens beginnen sollte, wird vorverlegt. Es ist 20:09 Uhr, im Dienstzimmer des Generalstabschefs bemerkt der Personalchef des Generalstabs, Generalleutnant Ilhan Talu, Nachrichtendienstchef Fidan. Talu sollte die Namen von mutmaßlichen Mitgliedern des Gülen-Netzwerks bei den Heeresfliegern dem Generalstabschef vorlegen, damit diese festgenommen werden können. Doch dabei gibt es ein Problem, denn Ilhan Talu ist selbst Mitglied des Gülen-Netzwerks und gilt als Schlüsselfigur bei der Vorverlegung des Putschversuchs von 2016 und wurde letztes Jahr von einem Gericht in Ankara wegen des bewaffneten Umsturzversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt. Was an jenem Abend des 15. Juli noch ins Auge fällt: Die US-amerikanische Denkfabrik (Think-Tank) Stratfor veröffentlicht auf ihrer Internetseite und in den sozialen Medien die genauen Flugdaten des Flugzeugs vom türkischen Präsidenten Erdoğan, der sich zu einem Kurztrip in Marmaris aufhält. Die Veröffentlichung der Flugdaten des türkischen Präsidenten läuft bis Mitternacht 00:02 Uhr. Doch dann passiert etwas Merkwürdiges. Plötzlich bricht die Veröffentlichung der Flugdaten ab. Was war der Grund? Was Stratfor und andere NATO-Verbündete nicht wussten: Die türkischen Sicherheitsbehörden verfolgen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls die Publizierung der Flugdaten Erdoğans und fanden heraus, dass die Flugdaten des türkischen Präsidenten von der NATO an die US-amerikanische Denkfabrik Stratfor weitergegeben wurden. Daraufhin erteilt der damalige Ministerpräsident Binali Yıldırım dem Luftwaffenstützpunkt in Eskişehir die Weisung den türkischen Luftraum für NATO-Flugzeuge zu sperren. Man muss sich das noch einmal kurz vergegenwärtigen. Die Türkei, die seit 1952 Mitglied der NATO ist, sperrt am 15. Juli 2016 ihren Luftraum für verbündete NATO-Flugzeuge, weil Informationen über die Flugdaten von Präsident Erdoğans Flugzeug an die Denkfabrik Stratfor weitergeleitet wurden. Präsident Erdoğans Flugzeug landet gegen 00:25 Uhr sicher auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul. Zuvor veröffentlichte Stratfor eine Falschmeldung, die von verschiedenen Medien aufgegriffen und verbreitet wurde. Nach Angaben von Stratfor habe Erdoğan um politisches Asyl in Deutschland gebeten. Diese Information ist keine Behauptung von mir, sondern ist nachlesbar auf der Website von Stratfor. Auch in Deutschland wurde diese Falschmeldung durch verschiedene Medien wiedergegeben, ohne die Richtigkeit zu überprüfen. Ich habe zwar Falschmeldung geschrieben, aber die Verfasser dieser Falschmeldung wussten natürlich warum sie diese Fake-News in die Welt gesetzt haben. In der Putschnacht bombardierten F-16 Kampfflugzeuge, die vom Luftwaffenstützpunkt in Diyarbakır starteten, das Parlamentsgebäude in Ankara, das zentrale Polizeipräsidium der Türkei, den Stützpunkt der Sondereinheiten der Polizei, die unmittelbare Umgebung des Präsidentenpalastes, das Luftfahrtamt usw. Die Frage wäre, wer diese Kampfflugzeuge betankt hat, wenn der türkische Luftraum gesperrt war. Hier die Antwort: In der Putschnacht starteten vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik (NATO-Stützpunkt) mehrere Tankflugzeuge, die die F-16 Kampfflugzeuge in der Luft betankten und dann die türkische Hauptstadt bombardierten. Bei der Koordinierung des Putschversuchs gilt Incirlik nach Angaben der Ermittler und der Gerichte mittlerweile als Hauptstelle. Noch in der Putschnacht wurde die Luftwaffenbasis von der türkischen Armee und Sondereinheiten der Polizei umstellt und die Putschisten anschließend festgenommen. Nach dem Putschversuch eröffnete die Generalstaatsanwaltschaft in Adana gegen die beschuldigten Fetö-Mitglieder in der türkischen Armee Gerichtsverfahren. Von den US-amerikanischen Mietern der Luftwaffenbasis forderte das Gericht in Adana im September 2016 die Übermittlung der Telekommunikationsdaten aus der Putschnacht. Wenn die Amerikaner in der Luftwaffenbasis die Telekommunikationsdaten aus der Putschnacht dem Gericht übergeben hätten, wäre das ganze Ausmaß der Verstrickung eines verbündeten NATO-Mitglieds offen zutage getreten. In einer kurzen Antwort erklärte das Kommando der US-amerikanischen Luftwaffenbasis gegenüber dem Gericht, dass die Telekommunikationsdaten „leider nur 45 Tage aufgezeichnet“ würden und danach automatisch gelöscht und wieder neu aufgenommen würde. Die Antwort des US-amerikanischen Kommandos in Incirlik verwundert kaum, denn für solche Operationen wie der Putschversuch vom 15. Juli 2016, werden „Bauern“ benutzt und das ist in diesem Fall das Terrornetzwerk von Gülen. Wie zerknirscht und ratlos die US-amerikanischen Verantwortlichen nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei waren, zeigen Aussagen des Oberbefehlshabers des US-Zentralkommandos, General Joseph Votel. Der vier Sterne General erklärte damals beim Aspen Security Forum in Colorado, einige engste Verbündete des US-Militärs in der türkischen Armee [Votel meint die Mitglieder des terroristischen Gülen-Netzwerks] seien nach dem Putschversuch im Gefängnis. Er sei besorgt bzw. beunruhigt über die Situation in der Türkei. Ähnlich äußerte sich der damalige Direktor des National Intelligence (Nationaler Nachrichtendienst), James Clapper. Der gescheiterte Putschversuch und die Reaktionen der türkischen Regierung darauf beträfen alle Bereiche des Sicherheitsapparates. Viele der „Gesprächspartner“ der US-Amerikaner seien „gesäubert“ oder festgenommen worden. Achtung, jetzt kommt der entscheidende Satz von James Clapper. Er gibt freimütig zu, dass dies die Nahost-Strategie der USA erschweren bzw. zurückwerfen würde. Die Aussagen des US-amerikanischen Generals Votel oder des Direktors des Nachrichtendienstes, James Clapper, sind exemplarisch für die Reaktionen von Verantwortlichen der US-Administration und des US-Militärs, aber auch der NATO. Interessanterweise sah sich der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, genötigt dem Spiegel zum Putschversuch in der Türkei in der Ausgabe vom 18. März 2017 ein Interview zu geben.4 Darin bezweifelt er die Verwicklung von Mitgliedern des Gülen Netzwerks in der türkischen Armee in den Putschversuch. Es ist offensichtlich, dass Kahl seine Aussagen ohne die Zustimmung der Bundesregierung nicht machen konnte und vielleicht auf deren Weisung diese Aussagen getätigt hat. Die Aufsicht und Kontrolle über den BND obliegt der Bundesregierung.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Türkei – Regierungs- und Oppositionsparteien fordern von USA Auslieferung Fethullah Gülens

Die Regierungs- und Oppositionsparteien in der Türkei haben am Freitag eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die Auslieferung des Führers der sogenannten FETO aus den USA fordern.

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Umfrage
Corona-Krise: Mehr Menschen sind zu Fuß unterwegs

München – Die Auswirkungen des Corona-Virus sind auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens spürbar. Dabei betreffen die Einschränkungen der Corona-Krise unter anderem Fragen der Mobilität. Jenseits von Verzicht reagieren die Menschen auch mit einem teilweise veränderten Mobilitätsverhalten – soweit sie noch unterwegs sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des ADAC zum Mobilitätsverhalten in der Corona-Krise. Größere Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten nach der Krise ergeben sich aus der Umfrage derzeit noch nicht. Eine Fünf-Tage-Woche mit täglicher Hin- und Rückfahrt zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz absolvieren laut ADAC-Umfrage aktuell nur noch 32 Prozent der Befragten. Normalerweise sind es 66 Prozent. 39 Prozent der Befragten gaben an, Wege zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz gar nicht mehr zurückzulegen. Wer noch regelmäßige Arbeitswege zurücklegen muss, verzichtet angesichts der Ansteckungsgefahren aktuell häufiger auf den Öffentlichen Nahverkehr als bevorzugtes Verkehrsmittel. Statt 19 Prozent, die bislang die öffentlichen Angebote nutzten, greifen derzeit nur noch 7 Prozent darauf zurück. 26 beziehungsweise 29 Prozent der Befragten gaben an, den ÖPNV und die Bahn derzeit generell nicht mehr zu nutzen. 40 Prozent der Befragten erledigen Einkäufe jetzt an nur noch einem Tag in der Woche. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren es nur 13 Prozent, während 85 Prozent mehrmals in der Woche zum Einkaufen gingen. Die Zahl derer, die zu Fuß unterwegs sind, hat deutlich zugenommen. Dagegen wird das Fahrrad auch angesichts ausbleibender Arbeitswege etwas weniger genutzt. Auch mit dem Auto sind die Menschen aufgrund der Corona-Einschränkungen weniger unterwegs: Gut ein Viertel der Befragten fährt nicht mehr oder weniger mit dem PKW. Nur 15 Prozent der Befragten nutzt das Auto häufiger. Ein grundsätzlich verändertes Mobilitätsverhalten wird laut ADAC-Umfrage aus den Erfahrungen in der Corona-Krise nicht resultieren. Allerdings will jeder Vierte auch künftig häufiger zu Fuß unterwegs sein und jeder Fünfte das Fahrrad stärker nutzen. Die Mehrheit der Befragten geht dagegen davon aus, die einzelnen Verkehrsmittel nach der Krise unverändert zu nutzen. Allerdings will fast jeder Vierte zukünftig weniger fliegen.

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