Corona-Krise
VRR: 260 Millionen Euro fehlen wegen Corona
Brexit
US-Banken bringen fast 400 Milliarden Euro nach Deutschland
Bergkarabach-Konflikt
Dr. Farhad Jafarli: Armenien hat die Goldvorräte Bergkarabachs geplündert
- Die Parlamentarische Versammlung erinnerte alle ihre Mitgliedstaaten daran, dass das Recht auf Wasser in Übereinstimmung mit den Helsinki-Regeln von 1966 über die Nutzung der Gewässer internationaler Flüsse und den Berliner Regeln über Wasserressourcen von 2004 eine wesentliche Voraussetzung für Leben und Gesundheit ist und somit eine Vorbedingung für den Genuss anderer Menschenrechte darstellt. Die Versammlung unterstrich die Verpflichtung der Staaten, den Zugang ihrer Bevölkerung zu ausreichenden, sicheren und erschwinglichen Wasserressourcen zu sichern.
- Die Versammlung betrachtete den ungehinderten Zugang zu Trinkwasser, der nicht durch die Existenz von Grenzen eingeschränkt werden kann, als ein Grundrecht, eine Quelle des Lebens und ein Gut von strategischer Bedeutung für jeden Staat. Sie bestätigt, dass der bewusste Entzug von Wasser nicht als Mittel zum Schaden unschuldiger Bürger eingesetzt werden darf.
- Die Versammlung vertrat die Auffassung, dass die bewusste Schaffung einer künstlichen Umweltkrise als „Umweltaggression“ und als feindseliger Akt eines Staates gegenüber einem anderen Staat zu betrachten ist, der darauf abzielt, Umweltkatastrophengebiete zu schaffen und der betroffenen Bevölkerung ein normales Leben unmöglich zu machen.
- Sie bedauert die Tatsache, dass die Besetzung Bergkarabachs und anderer angrenzender Gebiete Aserbaidschans durch Armenien ähnliche humanitäre und ökologische Probleme für die im unteren Karabach-Tal lebenden Bürger Aserbaidschans schafft.
- Er stellte fest, dass die seit über zwanzig Jahren fehlenden regelmäßigen Wartungsarbeiten am Sarsang-Stausee, der in einem der von Armenien besetzten Gebiete Aserbaidschans liegt, eine Gefahr für die gesamte Grenzregion darstellt. Die Versammlung betonte, dass der Zustand der Zerstörung des Sarsang-Staudamms zu einer großen Katastrophe mit großen Verlusten an Menschenleben und möglicherweise zu einer neuen humanitären Krise führen könnte.
- Die Versammlung hat auch den sofortigen Rückzug der armenischen Streitkräfte aus der betroffenen Region gefordert.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Dr. Farhad Jafarli, geboren 1989 in Baku, Aserbaidschan, promovierte in Chemie. Seine Doktorarbeit schrieb er an der Universität Tübingen zum Thema: „Hybrid-Silicapartikel mit Kern-Schale und Kern-Doppel-Schalen Strukturen“.
Auch interessant
– Bergkarabach-Konflikt – Prof. Wilfried Fuhrmann: Aserbaidschan hat 27 Jahre das Unrecht der Okkupation ertragen
Die Lage des armenischen Militärs erscheint stark bedrängt. Aber Aufrufe und Artikel, dass man Armenien helfen und/oder den Druck auf Aserbaidschan massiv erhöhen müsse, um ein drohendes Blutbad oder Massaker an 60.000 Menschen zu verhindern, sind eine beleidigende Parteinahme, die zugleich Ängste schürt und den Aserbaidschanern Teuflisches unterstellt.
Kommentar: Aserbaidschan setzt in Bergkarabach das UN-Völkerrecht um
US-Wahlen
Gabriel: Mit Joe Biden werden Konflikte zwischen Deutschland und USA nicht verschwinden
„Die Frage ist ja eher, was wird aus der Wählerkoalition, die Donald Trump zum zweiten Mal und sogar mit mehr Zustimmung bilden konnte? Die gibt es ja auch noch nach seiner Amtszeit.“Gabriel machte dafür indirekt auch die US-Demokraten mitverantwortlich: „Das kann ja nur an den Defiziten seiner Gegner liegen. Es gibt eben eine immer größer gewordene Anzahl an Menschen in den USA, die sich von den wirtschaftlichen und politischen Eliten in den großen Zentren des Landes vergessen fühlen. Daran muss man arbeiten und nicht an der Charakteranalyse von Donald Trump.“ Gabriel erwartet auch bei einem Wechsel im Weißen Haus Differenzen mit den USA.
„Mit Joe Biden werden die Konflikte zwischen Europa und Deutschland auf der einen Seite und den USA auf der anderen Seite des Atlantik nicht verschwinden. Konflikte über den Umgang mit China, mit Russland, mit der Erdgaspipeline North Stream oder in Handelsfragen. Aber Joe Biden weiß, wie wichtig auch im 21. Jahrhundert Alliierte und Partner für die USA sind. Das sieht bei Donald Trump ganz anders aus.“Mit Biden würden Kompromisse möglich sein, etwa in der Klimapolitik. Aber Biden werde Europa auch mehr fordern. „Denn bislang bringen wir in die atlantische Partnerschaft wenig ein“, so Gabriel.
NEX24 Interview
Sozialwissenschaftler Mammadov: Wir wünschen ein friedliches Miteinander mit Armenien
Das Interview führte der Berliner Politikwissenschaftler Asif Masimov.
Auch interessant
– Bergkarabach-Konflikt – Prof. Wilfried Fuhrmann: Aserbaidschan hat 27 Jahre das Unrecht der Okkupation ertragen
Die Lage des armenischen Militärs erscheint stark bedrängt. Aber Aufrufe und Artikel, dass man Armenien helfen und/oder den Druck auf Aserbaidschan massiv erhöhen müsse, um ein drohendes Blutbad oder Massaker an 60.000 Menschen zu verhindern, sind eine beleidigende Parteinahme, die zugleich Ängste schürt und den Aserbaidschanern Teuflisches unterstellt.
Prof. Wilfried Fuhrmann: Aserbaidschan hat 27 Jahre das Unrecht der Okkupation ertragen
Kaukasus
Aserbaidschan: 1.500 Religionsgemeinschaften
Religion in Aserbaidschan: Was ist die Religion Aserbaidschans
Von Asif Masimov Heute ist Aserbaidschan ein multiethnisches und multikulturelles Land, in dem unterschiedliche Nationalitäten zusammenleben und gemeinsam ihre Traditionen bzw. Kultur weiterentwickeln. Inmitten von Baku wurde im Jahr 1967 eine Statue einer Frau errichtet, die ihren Schleier ablegt. Diese Darstellung zeigt, dass in Aserbaidschan Geschichte, Kultur und Religion harmonisch koexistieren. Laut einer Statistik aus dem Jahr 2011 gibt es in Aserbaidschan 1.500 Religionsgemeinschaften. Zu diesen Gemeinschaften zählen u. a. auch nicht muslimische, wie etwa 23 christliche, 7 jüdische, 3 Baha’i und eine, die dem Krishna-Bewusstsein nacheifert.[1] Laut einer aktuellen Statistik aus dem Jahr 2020 liegt die Bevölkerung Aserbaidschans bereits bei über 10 Mio., wobei 97 % von Geburt an muslimisch sind. Dennoch praktizieren, laut der Untersuchung von Arif Junusov, nur 20 bis 22 % dieser Personen (ca. 2 Mio.) den Islam. In Aserbaidschan gibt es, neben den Moscheen, 14 Kirchen und 7 Synagogen.[2] Auf aserbaidschanischem Territorium gab es einst einen Staat namens Albanien (kaukasisches Albanien), dessen Bevölkerung auch christlich war. In Aserbaidschan wurden die albanischen Kirchen beibehalten. Die aserbaidschanische Bevölkerung praktiziert auch weiterhin die Bräuche einiger heidnischer Religionen, u. a. wird das zoroastrische Fest Nowruz als Volksfest gefeiert. [1] Vgl. Junusov, Arif: Islamskaja palitra Azerbajdžana, in: Institut mira i demokratii, Baku 2012, S. 13. Im Internet: http://elibrary.bsu.az/books_460/N_447.pdf, letzter Zugriff am 01.11.2020. [2] Vgl. Junusov, Arif: Statistika religioznoj situacii v Azerbajdžane, in: Institute for Peace and Democracy. 2019. Im Internet: https://www.ipd-az.org/wp-content/uploads/2019/12/Religious-statistics-Azerbaijan-2019-ru.pdf, letzter Zugriff am 01.2020.
Digital
Deshalb brauchen wir eine allgemeine Bildung im Bereich der digitalen Sicherheit
Kommentar
Streumuniton und SCUD-Raketen: Armenien als ungeahndeter Kriegsverbrecher
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Asif Masimov
Asif Masimov hat Internationale Beziehungen und Politikwissenschaften studiert. Er bloggt auf masimovasif.net zu historischen und politischen Themen rund um Deutschland, Aserbaidschan und Russland.
Auch interessant
– NEX24 Interview – Sozialwissenschaftler Mammadov: Wir wünschen ein friedliches Miteinander mit Armenien
Ein Interview mit Nurlan Mammadov, Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen. Er hat in Fulda studiert und arbeitet aktuell im Bereich Migration und Integration.
Sozialwissenschaftler Mammadov: Wir wünschen ein friedliches Miteinander mit Armenien
US-Wahlen
Biden-Vize Harris: Werden die Hilfen für Palästinenser wieder aufnehmen
Die Wahllokale in den USA sind nun in allen Bundesstaaten geschlossen. Bei der US-Präsidentenwahl hat Donald Trump in den Swing States wichtige Siege eingefahren. Obwohl einige Bundesstaaten noch nicht ausgezählt sind, erklärte sich der Amtsinhaber zum Wahlsieger. Trump spricht von einem großartigen Ergebnis und teilte mit, dass er sich schon auf die Wahlfeier vorbereite.

