NATO-Jahrestagung
NATO-Chef Stoltenberg: Türkei wertvoller Verbündeter im Kampf gegen Terrorismus

Brüssel – Im Zusammenhang mit den Vorwürfen des Bundestagsabgeordneten der Grünen, Jürgen Trittin, erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass die Türkei eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Terrorismus und insbesondere gegen den IS habe. Die Türkei sei ein bedeutender Verbündeter bei den internationalen Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung. Während der 66. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO, warf Trittin der Türkei vor, nicht die Werte des Bündnisses zu teilen. „Sollten wir die Türkei nicht als Partner, sondern als Bedrohung für die NATO betrachten?“, fragte Trittin. Daraufhin dementierte Stoltenberg die Bemerkung und stellte fest: „Die Türkei ist ein wertvoller Verbündeter und ein wichtiger Verbündeter, weil sie beispielsweise im Kampf gegen den internationalen Terrorismus eine Schlüsselrolle spielt“. Die Türkei habe „bei der Bereitstellung der Infrastruktur und der Plattformen für die Befreiung der von der IS kontrollierten Gebiete eine wichtige Rolle gespielt“. Er fügte hinzu: „Kein anderer Verbündeter erlitt mehr Terroranschläge als die Türkei, und kein anderer Verbündeter nimmt mehr Flüchtlinge auf – fast 4 Millionen Flüchtlinge“. Der Leiter der türkischen Delegation, Osman Aşkın Bak, antwortete ebenfalls auf Trittins Äußerungen, indem er sagte „Die Türkei ist ein demokratisches Land, ein geschätzter Verbündeter, und die Türkei hat an allen NATO-Missionen teilgenommen“. Er versicherte, dass sie „das einzige Land ist, das in Syrien tapfer gegen den IS an vorderster Front kämpft.“ Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, brachte Stoltenberg jedoch seine Besorgnis über den Kauf des russischen S-400-Luftverteidigungssystems durch Ankara zum Ausdruck, das in den Beziehungen zwischen der NATO und der Türkei eine Hauptstreitfrage war. Er sprach auch seine Besorgnis über die Beteiligung der Türkei an der Unterstützung der libyschen Regierung aus sowie die Haltung der Türkei im östlichen Mittelmeerraum, die er, wie er sagte, bei einem kürzlichen Besuch des Landes bei Präsident Recep Tayyip Erdogan zur Sprache brachte. Ausschluss aus dem F-35-Programm

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner im Juli aus dem gemeinsamen F-35-Entwicklungsprogramm ausgeschlossen.

Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von  etwa 900 Bauteilen. Daraufhin mussten türkische Soldaten, die an dem Projekt mitarbeiten, die USA verlassen.

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– Sicherheitspolitik – NATO-Chef Stoltenberg: Ohne die Türkei kann sich Europa nicht selbst schützen

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Türkei bei der Sicherheit Europas eine Schlüsselrolle innehabe.

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Corona-Pandemie
GDL-Chef Weselsky fordert Impfvorrang für Bahnbeschäftigte

Düsseldorf – Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, hat sich für eine rasche Impfung von Bahnmitarbeitern ausgesprichen. Weselsky sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“, um den Verkehr auf der Schiene auch in Pandemie-Zeiten aufrechtzuerhalten, sei das gesamte direkte Personal aller Eisenbahnverkehrs- und Infrastrukturunternehmen gefordert. „Es ist daher systemrelevant.“ Neben Lokomotivführern und Zugbegleitern gehörten dazu auch Fahrdienstleiter und Werkstattmitarbeiter. „Wir geben zwar keine Impfempfehlung, da Impfungen im persönlichen Freiheitsbereich der Menschen angesiedelt sind und weder von der Politik noch von Arbeitgebern angeordnet werden dürfen. Wenn das direkte Personal jedoch eine Corona-Impfung wünscht, dann hat sie kostenfrei und prioritär zu erfolgen“, forderte der GDL-Chef. Auch Gewerkschaftsvertreter von Polizisten, Lehrern und Erziehern forderten für ihre Berufsgruppen einen solchen Impfvorrang. So nannte es der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Mertens, im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ „zwingend erforderlich“, dass die Polizei zur ersten Impfgruppe gehöre. „Wer berufsbedingt in den Nahkörperkontakt muss, sollte sich darauf verlassen können, dass der Dienstherr ihn auch ausreichend schützt.“ Mertens fordert eine Impfung aber nicht nur für die Beamten im Streifendienst: „Die Polizei ist in Gänze systemrelevant. Es darf keine Unterscheidung zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten bei der Impfung geben.“ Alle 50.000 Beschäftigten der Polizei müssten schnellstmöglich geimpft werden. „Eine interne Priorisierung ist möglich, sollte aber in den Dienststellen vorgenommen werden“, sagt er. Gabriele Schmidt, Landeschefin der Gewerkschaft Verdi, sagte der Zeitung, bei einer Abwägung müsse neben denjenigen, die ein hohes Risiko trügen, besonders auf die geschaut werden, deren Arbeit ein hohes Risiko berge: „Dazu zählen neben Beschäftigten in den Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und Gesundheitsämtern auch die Beschäftigten von Kindertageseinrichtungen und Schulen.“ Hier könnten Maßnahmen wie das Abstandsgebot oft nur eingeschränkt angewendet werden. Den Betriebsfrieden sieht Schmidt nicht gefährdet: „Wir gehen davon aus, dass ganze Betriebe voll umfassend zeitgleich geimpft werden“, sagt sie. In einer Kita sollten dann nicht nur Erzieher, sondern auch das Reinigungspersonal geimpft werden. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW, Maike Finnern, forderte: „Wenn Bildung in Schulen und Kitas weiter gewährleistet sein soll, muss der Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Erzieherinnen oberste Priorität haben. Beide Berufsgruppen müssen schnellstmöglich geimpft werden können.“

Mobilfunk
Im 5G-Netz: Vodafone und Ericsson entwickeln das Navi für Drohnen

Düsseldorf – Premiere im 5G Mobility Lab in Aldenhoven: Drohnen, die per Mobilfunk gesteuert werden, erkennen Gefahren selbstständig in Echtzeit und weichen ihnen automatisch aus. Möglich macht das der neue Mobilfunk-Standard 5G, den Vodafone momentan in Deutschland ausbaut.

Vodafone und Ericsson steuern Drohnen per 5G

Gemeinsam mit Ericsson testet der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern schon jetzt, wie Drohnen das schnelle Netz nutzen können, um potenziellen Gefahrensituationen automatisch auszuweichen. Gemeinsam entwickeln die Partner das erste Navigationssystem für Drohnen. Die Technologie soll künftig den Drohnen-Luftverkehr sicherer und effizienter machen. Wenn Drohnen per Mobilfunk gesteuert werden, braucht es stabile Netze. Das Signal zwischen der Drohne in der Luft und dem Steuermann am Boden muss zu jeder Zeit aufrecht erhalten werden, um Unfälle zu vermeiden. Was aber, wenn eine Drohne plötzlich in der Nähe eines Gebietes fliegt, in dem tausende Nutzer mit ihren Smartphones zeitgleich auf das Mobilfunknetz zugreifen und es so zu einer extremen Auslastung im Netz kommt? Zum Beispiel bei einem Stadtfest oder in der Nähe eines ausverkauften Fußball-Stadions? Hier sollte die Drohne in Zukunft bestmöglich automatisch die begrenzten Netzkapazitäten erkennen und dem Gebiet selbstständig ausweichen. Eine Technologie, die das möglich macht, entwickeln Vodafone und Ericsson im 5G Mobility Lab in Aldenhoven. „Wir bauen das Navi für Drohnen“, so Britta Rudolphi, Leiterin des Vodafone Innovation Labs. „In Zukunft können Drohnen per Mobilfunk in Echtzeit gesteuert werden. Hier braucht es intelligente Technologien, die für maximale Sicherheit in der Luft sorgen. Diese intelligenten Technologien entwickeln wir in unserem 5G Mobility Lab in Aldenhoven.“ „Logistiktransporte, Notfallmedizin oder Amazon-Pakete – die Drohnenanwendungsfälle von denen wir heute träumen, werden morgen mit 5G Realität“, erklärt Daniel Leimbach, Bereichsleiter für das Geschäft mit Vodafone bei Ericsson Deutschland. „Hierzu braucht es verlässliche Konnektivitätslösungen, die uns der Mobilfunk bietet. Als eines der führenden 5G-Technologieunternehmen entwickeln wir solche Lösungen immer am besten im Zusammenspiel mit starken Partnern, die die Bedürfnisse der Anwender und die Technologie wirklich verstehen. Starke Partner wie Vodafone.“ Die Drohnen, die Vodafone und Ericsson im 5G Mobility Lab in die Luft schicken, nutzen Informationen, die die Mobilfunknetze bereitstellen, um Flugrouten zu berechnen und diese bei kurzfristigen Gefahren anzupassen. Wie fliegen Drohnen im Vodafone 5G-Netz? Das Ziel der Kooperation: Drohnen sollen via 5G automatisch und eigenständig erkennen, wenn es in der Luft gefährlich werden könnte – zum Beispiel, weil an einem Ort auf der Flugroute plötzlich die Netzkapazitäten ausgelastet sind, was eine sichere Steuerung erschweren würde. Um Gebiete mit schlechter Netzabdeckung und stark belasteten Zellen zu erkennen, nutzt der Drohnenbetreiber sich ständig aktualisierende Echtzeit-Daten von digitalen Abdeckungskarten. Vodafone ist führend bei Erprobung netzverbundener Drohnen Vodafone erforscht im 5G Mobility jegliche Formen der Mobilität. Gemeinsam mit Continental oder Ford erprobt der Digitalisierungskonzern hier Technologien, die unseren Straßenverkehr sicherer machen können. Gemeinsam mit EASA erarbeitet Vodafone hier Konzepte, um Drohnen per Mobilfunk zu steuern. Weitere Drohnen-Tests sind bereits in der Fläche gestartet: In einer kürzlich durchgeführten Testsimulation in Spanien flog Vodafone einen leichtgewichtigen Defibrillator mit einer von 5G gesteuerten Drohne an den Schauplatz eines Herzstillstandspatienten. Innerhalb von zwei Minuten konnte der Defibrillator, dank 5G Geschwindigkeit, in über zwei Kilometer Entfernung sicher landen und den Patienten retten. Einen ähnlichen Versuch machte Ericsson kürzlich mit dem kanadischen Renfrew County Paramedic Services. Der ländliche Renfrew County in Ontario, Kanada, umfasst über 2.800 Quadratmeilen dicht bewaldetes, dünn besiedeltes, meist ländliches Gelände. Es ist eine echte Herausforderung, lebensrettende Geräte und medizinische Hilfe schnell zu seinen weit entfernten Bürgern zu bringen.

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– Türkei – Technologie-Gigant Ericsson eröffnet Forschungslabor in Istanbul

Das weltweit führende Informationstechnologie-Unternehmen Ericcson hat am Dienstag in Istanbul ein Forschungslabor eröffnet. In diesem sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre globale Industrietechnologien entwickelt werden.

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Umfrage
Zwei Drittel der Brandenburger rechnen mit Tesla-Effekt

Potsdam – Zwei Drittel der Brandenburgerinnen und Brandenburger rechnen nach dem Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide mit weiteren Industrieansiedlungen im Land. Das geht aus einer infratest-dimap-Umfrage im Auftrag von BRANDENBURG AKTUELL und ANTENNE BRANDENBURG hervor. 67 Prozent der Befragten glauben, dass sich das Tesla-Werk, in dem ab 2021 E-Autos produziert werden sollen, positiv auf die Ansiedlung anderer Industrieunternehmen auswirken wird. Die optimistische Sicht wird in allen Altersgruppen geteilt. Die Anhänger der im Landtag vertretenen Parteien rechnen überwiegend mit einem positiven Effekt. Eine Ausnahme bilden die Anhänger der AfD, von denen weniger als die Hälfte (47 Prozent) positive Effekte erwartet, eine knappe Mehrheit (53 Prozent) jedoch skeptisch ist. Insgesamt optimistischer als Frauen (60 Prozent) sehen Männer (74 Prozent) den Tesla-Effekt. Befragte mit einem höheren Schulabschluss haben mit 79 Prozent deutlich höhere Erwartungen für Brandenburgs Industrie als der Durchschnitt. Für die Umfrage wurden im Rahmen des BrandenburgTrends vom 12. bis 17. November 1.000 Wahlberechtige im Alter ab 16 Jahren repräsentativ befragt.

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– USA – Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Ein weiterer Tweet des Tesla-Gründers Elon Musk wird in der Türkei gefeiert und geht viral. Auf die Frage, was er in Deutschland am liebsten esse, antwortet der Multimilliardär mit „Döner Kebab“.

Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Türkei-Sanktionen
Frankreich: Beruhigende Erklärungen werden Erdoğan nicht vor EU-Sanktionen retten

Paris – „Beruhigende Erklärungen von Erdogan werden für die Türkei nicht ausreichen, um die EU-Sanktionen zu umgehen, Paris erwartet von der Türkei Taten, nicht Worte“, erklärte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian vor der entscheidenden Tagung des Europäischen Rates im kommenden Monat, auf der Sanktionen gegen Ankara beschlossen werden könnten, berichtet RT Deutsch. „Beruhigende Erklärungen, die wir in den vergangenen zwei oder drei Tagen von Präsident [Recep Tayyip] Erdogan gehört haben, reichen nicht aus, wir brauchen Taten“, sagte Le Drian vor der Sendung Le Grand Jury, die gleichzeitig von RTL, Le Figaro und LCI ausgestrahlt wird.
Beruhigende Erklärungen, die wir in den vergangenen zwei oder drei Tagen von Präsident Erdoğan gehört haben, reichen nicht aus. Wir brauchen Taten.
Einige der Aktionen, die Frankreich von der Türkei erwarte, könnten im „östlichen Mittelmeer und Libyen, problemlos durchgeführt werden“. Es gäbe auch einige, die leicht in Bergkarabach durchgeführt werden können, so der Außenminister. Wie RT Deutsch weiter berichtet, beschuldigte der französische Außenminister die Türkei mit „einer expansionistischen Politik sowie der Verletzung internationaler Normen in Libyen, im Irak, im östlichen Mittelmeerraum und in Bergkarabach, wo sie „syrische Söldner einsetze“. Im vergangenen Monat hätten sich die Staats- und Regierungschefs der EU darauf geeinigt, das Verhalten der Türkei zu bewerten und bei einem Treffen des Europäischen Rates im Dezember eine Entscheidung über mögliche Sanktionen gegen das Land zu treffen, so RT weiter.

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– Türkei – Erdogan: Die Türkei gehört zu Europa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Sonntag, die Türkei sehe sich selbst als Teil Europas. Er forderte die Europäische Union jedoch auf, „ihre Versprechen zu halten“, etwa was den Beitrittsantrag des Landes und die Flüchtlinge betreffe.

Erdogan: Die Türkei gehört zu Europa

Bergkarabach-Konflikt
Nobelpreisträger Aziz Sancar unterstützt 3-jährige aserbaidschanische Kriegswaise

Chapel Hill – Der in den USA lebende türkische Chemie-Nobelpreisträger Aziz Sancar hat einem aserbaidschanischen Kriegswaisenkind Geld für die zukünftige Ausbildung gespendet. Die dreijährige Hatice Shahnezerova hatte 17. Oktober ihre Eltern bei einem Angriff der armenischen Streitkräfte auf die aserbaidschanische Stadt Gandscha/Ganja verloren. Der Nobelpreisträger habe auch die Eröffnung eines Spendenkontos vorgeschlagen, um die Bildung weiterer Waisen zu gewährleisten, berichtet die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Azertac.  Sancar ist ein in den USA lebender türkischer Wissenschaftler. Er erhielt 2015 den Nobelpreis für Chemie zusammen mit Tomas Lindahl und Paul Modrich für ihre mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur. Er habe, so hieß es in der Begründung, „auf molekularer Ebene entschlüsselt, wie Zellen beschädigte DNA reparieren und die genetischen Informationen erhalten können“ – was aufzeigt, dass auch bereits vorhandene Erbgutschäden gezielt behoben werden können.  

Bergkarabach-Konflikt
Foltervideos: Aserbaidschans Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein

Baku – Die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft hat die Untersuchung mehrerer Videos eingeleitet, die die mutmaßliche Folterung gefangener armenischer Soldaten und die Schändung der Leichen durch aserbaidschanische Soldaten während der jüngsten Kämpfe in Bergkarabach zeigen. Die Generalstaatsanwaltschaft gab am Wochenende eine Erklärung heraus, in der es hieß, die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem die Ermittler die im Internet kursierenden Videos untersucht hatten. „Diejenigen, die die erwähnten illegalen Handlungen begangen haben, werden identifiziert und vor Gericht gestellt“, hieß es in der Erklärung, und es wurde hinzugefügt, dass „detaillierte Informationen über den Verlauf und die Ergebnisse der Untersuchungen später veröffentlicht werden“. Die Erklärung forderte auch die aserbaidschanischen Truppen und  Rückkehrende auf, die historischen Denkmäler und religiösen Gebäude in diesen Gebieten zu respektieren und zu schützen. „Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Zerstörung oder jegliche Form der Beschädigung bestehender historischer, religiöser und kultureller Denkmäler in unseren befreiten Gebieten inakzeptabel ist“, hieß es in der Erklärung, wobei betont wurde, dass Militärangehörige oder Zivilisten, die solche Verletzungen begehen, zur Verantwortung gezogen werden. In der Erklärung hieß es auch, dass auch die armenischen Streitkräfte Untersuchungen wegen mutmaßlicher nicht näher bezeichneter Verletzungen des Kriegsrechts eingeleitet hätten.  

Islamophobie
Mesut Özil: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus mit Barmherzigkeit „entwaffnen“

London – Der deutsche Weltmeister von 2014 hat die Muslime aufgefordert, Islamophobie und Antisemitismus mit „Barmherzigkeit zu entwaffnen“. „Leider nimmt Islamophobie und Antiislamismus in Europa und in anderen Teilen der Welt zu, wobei die Medien dabei eine große Rolle spielen“, so der 31-jährige Arsenal-Star auf Twitter. Mesut Özil appellierte an seine Fans auf Islamophobie und Antiislamismus in einer Weise zu reagieren, die sie nicht verstärkt, sondern sie vielmehr entwaffnet und mit Barmherzigkeit zum Schweigen bringt. In einem Twitter-Post zitierte Özil einen Vers aus dem Koran:
„Gut und Böse können nicht gleich sein. Antworte auf das Böse mit dem, was das Beste ist, dann wird derjenige, mit dem du in einer Fehde steckst, wie ein enger Freund sein“.
(Screenshot/Twitter)

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– „Big Shoe“ – Myanmar: Arsenal-Star Mesut Özil lässt 40 weitere Kinder operieren

Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil, hat mit einer weiteren guten Tat die Herzen der Menschen gewonnen.

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Film
Der beste Bond-Film aller Zeiten spielt in Istanbul

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James-Bond-Fans streiten seit Jahrzehnten darüber, welcher Film die Romanfigur von Ian Fleming am besten zum Leben erweckt hat. Während gemeinhin „Goldfinger“ aus dem Jahr 1964 in vielen Top-10-Listen als das ultimative Meisterwerk der Reihe angesehen wird, setzen Zelluloid-Gourmets eher auf dessen Vorgänger, „Liebesgrüße aus Moskau“. Sean Connery selbst bezeichnete ihn immer als seinen Lieblingsfilm als James Bond. „Liebesgrüße aus Moskau“ war der zweite Film mit ihm in der Hauptrolle und stellte seinem Publikum erstmals alle jene Eigenschaften des Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät vor, für die er bis heute berühmt ist. Gleichzeitig machte 007 aus dem hoffnungsvollen Schauspieler Connery einen Superstar. Der Film zeigt Istanbul als wichtigsten Schauplatz des Geschehens. Die Nachrufe auf Sean Connery rücken dessen Werk noch einmal in den Blickpunkt.
Istanbul (pixa)
Drei Karrieren vor Augen Mit dem Tod von Sean Connery im Alter von 90 Jahren verlässt einer der größten Charismatiker das Filmgeschäft. Auch wenn er sich bereits vor 17 Jahren aus dem Business zurückgezogen hatte, so blieb er seinen Fans doch immer als der einzig wahre James Bond und Darsteller unzähliger großartiger Rollen im Gedächtnis. Dabei konnte der Schotte in seinem Leben noch deutlich mehr Erfolge vorweisen. Als sich Arnold Schwarzenegger auf Twitter von seinem Bodybuilder-Kollegen verabschiedete, waren zahlreiche Fans zunächst erstaunt. Doch der Schauspieler hatte natürlich recht. Connery versuchte sich vor seine Filmkarriere auch im Bodybuilding. Der spätere Filmstar gewann im Jahr 1950 die schottische Meisterschaft und erreichte 1952 bei der Wahl zum Mister Universum immerhin Platz drei, wie die Welt berichtete. Was kaum jemand weiß ist, dass der Schauspieler einst auch einen Profi-Vertrag beim Fußballverein Manchester United abgelehnt hatte. Bei einem Gastspiel des unterklassigen schottischen Vereins Bonnyrigg Rose fiel er der Trainerlegende Matt Busby auf. Der bot ihm sofort einen Vertrag als Profi an. Doch Connery lehnte diesen schweren Herzens ab, denn er sah sich mit seinen 23 Jahren als zu alt dafür an. In der Zwischenzeit ist der Klub zu einem der größten und bekanntesten Fußballvereine der Welt aufgestiegen. So erhält Manchester United derzeit auf Betway eine Sportwetten Quote von 29,0 (Stand 17.11.) auf den Sieg in der englischen Premier League. Die ganz große Zeit des Klubs ist zwar vorbei, doch bei den Experten ist der Verein immer noch hoch angesehen. Sean Connery verzichtete auf eine Karriere als Fußballer und entschied sich für den Film. Das sollte sich noch als richtig erweisen. In seiner bekanntesten Rolle als Geheimagent reiste er um die Welt und präsentierte die aufregendsten Schauplätze in ihren schillerndsten Farben. Der Film „Liebesgrüße aus Moskau“, der auf Filmstarts mit 4 von 5 Sternen bewertet wurde, überzeugte auch wegen der Stadt Istanbul, die in der Geschichte eine wesentliche Rolle einnimmt. Vom Flughafen bis zur Hagia Sophia Was Reisende heute als den modernen Atatürk-Havaalani-Flughafen kennen, war in den 1960er Jahren der kleine Flughafen Yesilköy. Damals handelte es sich dabei um einen Inlandsflughafen. Dort betrat James Bond erstmals die Türkei, um sich auf die Suche nach einem Lektor-Decoder zu machen. Die Fahrt vom Flughafen führte ihn an der Mihrimah-Sultan Moschee vorbei. Vom Topkapi-Viertel ging es ins Edirnekapi-Viertel, vorbei an der alten Stadtmauer. Auf dem Weg zu seinem Kontakt kam er an alten osmanischen Holzhäusern vorbei. Diese befinden sich an der Ecke zwischen der Hauptstraße Alemdir Caddesi und der Seitenstraße Soguk Cesme Sokak. Sie sind von der Straßenbahnhaltestelle Gülhne aus zu sehen. Seine Zielperson traf James Bond auf dem Großen Basar. Dieser weltberühmte überdachte Platz beherbergt über 4.000 Geschäfte, darunter befinden sich unzählige Juweliere. Er ist bis heute eines der beliebtesten Touristenziele der Stadt. Bond stieg östlich des Großen Basars, nahe der Nuruosmaniye-Moschee aus. Er betrat den Schauplatz von Osten her und ging durch das prächtige Steintor in den Basar. Natürlich spielte auch die Hagia Sophia eine Hauptrolle in dem Film. Die ehemalige Kirche war zu jener Zeit ein Museum. Nach langen Diskussionen in der Türkei, wird sie nun wieder als Moschee genutzt. Die Türkei saniert darüber hinaus bis heute zahlreiche Bauten in Istanbul, darunter auch viele von Minderheiten. Die Film-Crew erhielt zwar eine Drehgenehmigung für die Hagia Sophia, musste sich allerdings dazu verpflichten, die Besucher nicht zu stören. Das sorgte wie erwartet für zahlreiche Schwierigkeiten bei den Dreharbeiten. Doch das raffiniert entworfene Gebäude war einfach zu prachtvoll, um ihm nicht einen viel bestaunten Auftritt in dem Film zukommen zu lassen. Der Tod eines Agenten im Film blieb erstaunlicherweise von den Produzenten unentdeckt. Denn nach Abschluss der Dreharbeiten einer Autoverfolgungsjagd stellten sie fest, dass der beteiligte Agent bereits zuvor sein Duell in der Hagia Sophia gegen James Bond für immer verloren hatte. Die Szene, die Insider als eine der besten beschrieben, musste daher nachträglich aus dem Film gestrichen werden. Natürlich durfte zum Abschluss auch noch eine Bootsfahrt auf dem Bosporus nicht fehlen. „Liebesgrüße aus Moskau“ zeigt die Metropole Istanbul in seinem besten Licht und ist noch immer für viele Touristen ein Grund, die berühmten Drehorte zu besuchen.

Corona-Krise
Lauterbach: Reisebusse sollen als Schulbusse den Nahverkehr unterstützen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor den Beratungen von Bund und Ländern in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen an Schulen zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen gefordert. „Künftig sollte der Unterricht ab der 11. Klasse an allen weiterführenden Schulen immer aufgeteilt in Präsenz- und Digitalunterricht stattfinden“, sagte Lauterbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ . „In Hotspotregionen mit einem Inzidenzwert von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche sollten Oberstufenschüler nur noch digital unterrichtet werden“, sagte Lauterbach weiter. Denn: Die Infektionszahlen seien in der Alterskohorte derzeit viel zu hoch, so der ausgebildete Epidemiologe. Zudem sollte „in allen Klassenstufen ab sofort eine Maskenpflicht im Unterricht verhängt werden, mit Ausnahme für Grundschulen“, sagte Lauterbach. Mit Blick auf den Pendelverkehr fügte er hinzu: „Es ist paradox, dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten“, so Lauterbach. Er unterstützte zudem eine Ausweitung der Quarantäne-Regelungen. „Bund und Länder sollten sich am Mittwoch darauf verständigen, dass bei einem Infektionsfall ab der 5. Klasse alle Mitschüler und der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin für fünf Tage in Quarantäne gehen müssen“, sagte Lauterbach. Nach fünf Tagen würde ein negativer Antigen-Schnelltest genügen, um die Quarantäne zu beenden, so der SPD-Politiker. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich dazu am Wochenende ähnlich geäußert.