Verkehr
ADAC: Diese Hilfsmittel gehören im Winter ins Auto

Der Winter stellt viele Autofahrer vor besondere Herausforderungen: Ob Eiskratzen am Morgen, ein feuchter Innenraum oder Kälte – vieles kann schnell nervenaufreibend werden. Auch die Technik der Fahrzeuge stellen die kalten Tage auf die Probe. Umso wichtiger ist es, die richtigen Hilfsmittel dabeizuhaben. Der ADAC erklärt, was im Winter auf jeden Fall in das Auto gehört. Niedrige Temperaturen führen dazu, dass die Scheiben des Fahrzeugs gefrieren. Daher sollte sich im Winter in jedem Fahrzeug ein Eiskratzer befinden. Achtung: Beim Kratzen den Motor nicht laufen lassen. Dies ist nicht nur verboten, sondern belastet die Umwelt erheblich. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen. Mit einem Handfeger kann außerdem Schnee problemlos von den Scheiben gewischt werden. Vor allem im Winter kann es vorkommen, dass die Autobatterie versagt. Daher ist es ratsam, ein Starthilfekabel im Auto zu haben, um sich und anderen die Weiterfahrt zu ermöglichen. Zusätzlich empfiehlt der ADAC, Ersatz-Scheibenwischwasser an Bord zu haben. Gerade in alpinen Gegenden sind Schneeketten sinnvoll, in einigen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wer trotz schneebedeckter Fahrbahn ohne Schneeketten fährt, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro. Nützlich ist es, bei Fahrten im Winter eine Decke mitzunehmen, falls man längere Zeit im Stau steht und Kraftstoff durch das Abschalten der Heizung sparen will. Was auch hilfreich ist: Einweg-Trockentücher. Mit diesem lassen sich beschlagene Fenster von innen frei machen. Saubere Scheiben dienen der Verkehrssicherheit und neigen weniger dazu zu beschlagen. Der ADAC rät, das Auto während des Winters immer wieder zu überprüfen. Neben der Fensterreinigung ist auch die Pflege der Türdichtungen notwendig, um ein Einfrieren zu vermeiden. Weitere Tipps zum Autofahren im Winter bei Eis und Schnee gibt es auf adac.de.

Corona-Pandemie
Johanniter unterstützen Impfzentren

Die Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt bundesweit den Aufbau und Betrieb der Impfzentren, die die Bevölkerung gegen das Virus SARS-CoV-2 schützen sollen. „Mit unseren etablierten Katastrophenschutzstrukturen sind wir bestens gerüstet, unseren Beitrag für die Eindämmung des Virus zu leisten“, sagt Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter. In vielen Regionen sind die Vorbereitungen für den Betrieb der Impfzentren und die Bereitstellung von mobilen Impfteams in vollem Gange. Alle neun Landesverbände der Johanniter sind aktuell an rund 200 Standorten in Deutschland in die Umsetzung eingebunden. So zum Beispiel in Mannheim, Bielefeld, Frankfurt/Main, Essen, Berlin, Leipzig, Gießen und Köln. Federführend sind die Johanniter unter anderem in Göttingen und Osnabrück tätig. Kevin Grigorian, Fachbereichsleiter der Johanniter für den Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz in der Bundesgeschäftsstelle, unterstreicht: „Auch wenn für uns alle der Aufbau und Betrieb von Impfzentren etwas Neues ist und wir uns immer an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen vor Ort anpassen müssen, können wir gut auf unseren Katastrophenschutzerfahrungen aus vergangenen Einsätzen bauen. Wir unterstützen aktuell nicht nur mit Personal, sondern auch mit Material und Fahrzeugen beim Aufbau der Impfzentren.“ Als Hilfsorganisation verfügt die Johanniter-Unfall-Hilfe über mehr als 40.000 ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfer. Mehr als 6.000 von ihnen haben eine spezialisierte Katastrophenschutz-Ausbildung. Sie stehen in 194 Katastrophenschutz-Einheiten im gesamten Bundesgebiet bereit, in Situationen – wie aktuell während der Corona-Pandemie – Aufgaben zu übernehmen. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind die Johanniter seit Februar dieses Jahres an vielen Stellen aktiv. Aktuell werden durch die Hilfsorganisation knapp 100 Corona-Teststationen betrieben und mobile Testteams bereitgestellt. Seit sechs Monaten sind die Johanniter Partner der bundesweiten Antikörperstudie des Helmholtz-Instituts. Darüber hinaus gibt es an vielen Ort ehrenamtliche Aktivitäten wie Einkaufsservices für Risikopatienten, Lernunterstützung für Kinder und Jugendliche und Begegnungsangebote gegen Einsamkeit für Senioren. Über die Johanniter-Unfall-Hilfe Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Medien
Basketball: Sportschau und funk starten neuen Instagram-Kanal „NBA Overtime“

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Am 14. Dezember 2020 geht der neue Instagram-Kanal „NBA Overtime“ von Sportschau und funk online. Hier findet die Community künftig Analysen und Hintergründe, Lifestyle-Formate und Memes sowie persönliche Einschätzungen und journalistische Einordnungen. „Wir schauen auf eine Liga, in der in jedem Spiel im Schnitt über 200 Punkte fallen“, erklärt Host Torben Beckmann seine Faszination zur NBA. „Wenn man dann bedenkt, dass es 30 Teams gibt und jedes Team in der kommenden Saison 72 Spiele vor der Brust hat, dann sind das nach Adam Riese echt ’ne ganze Menge Punkte, die wir uns anschauen können und die richtig viel Spektakel versprechen.“ Das Team, bestehend aus den Hosts Torben Beckmann und Lovis Binder sowie weiteren Autor*innen, orientiert sich zwar am aktuellen Geschehen, setzt den Fokus aber auf die Qualität und Tiefe der Inhalte. Die Journalist*innen gehen ins Detail, hinterfragen kritisch und zeigen das nicht Offensichtliche. Sie berichten beispielsweise nicht nur über den Titel der Lakers, sondern beleuchten die Hintergründe des Erfolgs und analysieren, wie der deutsche NBA-Star Dennis Schröder in das Top-Team passt. Sie schauen nicht nur auf James Hardens Dreier-Festivals, sondern reflektieren die Entwicklung des Spiels. Das Format „NBA Overtime“ startete bereits vor drei Jahren auf dem YouTube-Kanal der Sportschau und ist seitdem stetig gewachsen. Der neue Instagram-Kanal ergänzt die Inhalte und bietet weitere Möglichkeiten. „Wir können jetzt täglich Content produzieren und im Austausch mit unserer Community stehen. Das ist ein großer Vorteil des eigenen Kanals“, sagt Host Lovis Binder. „Außerdem haben wir die Möglichkeit, vielfältigere Umsetzungen zu generieren: kurz, lang, informativ, einordnend, unterhaltend.“ Die Journalist*innen freuen sich auf den Start des Kanals. Beckmann verspricht den User*innen „richtig viel Liebe für Basketball und die NBA, viel Sorgfalt beim Besprechen der Themen und ein Blick hinter die Kulissen, der so in Deutschland einfach noch nicht existiert.“

Frankreich
Paris: Ankara ernennt Macrons Studienkollegen als neuen Botschafter

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Paris – Ankara hat einen ehemaligen Studienkollegen des französischen Präsidenten als neuen Botschafter in Frankreich ernannt. Der 47-jährige Ali Onaner studierte gemeinsam mit Emmanuel Macron von 2002 bis 2004 im Rahmen der Léopold-Sédar-Senghor-Förderung an der Nationalen Hochschule für Management (ENA), berichtet das französische Nachrichtenmagazin Le Point. Onaner, der fließend Französisch spricht, wurde nach seinem Abschluss am Charles-de-Gaulle-Gymnasium in Ankara für zwei Jahre Botschafter der Türkei in Tunesien, wo er an vorderster Front die militärische Intervention des Landes in Libyen begleitete, für die er sich in den tunesischen Medien vehement einsetzte. Ankara unterstützte die Regierung in Tripolis, während Frankreich die andere Seite wählte, die des Führers aus dem Osten Libyens, General Haftar. Libyen ist eines der vielen Themen, die zwischen der Türkei und Frankreich für Spannungen sorgen, und Ali Onaner wird viel dazu beitragen, die bilateralen Beziehungen zu erleichtern. Onaner ist ein enger Vertrauter von Außenminister Mevlüt Cavusoglu und war von 2017 bis 2018 sein Stabschef. Zuvor war er Leiter der Menschenrechtsabteilung im Außenministerium in Ankara. Onaner und Macron tauschten im September Nachrichten auf Twitter aus. Ersterer ermutigte den sogenannten „Klassenkameraden“, „weiterzumachen“, nachdem der französische Präsident auf Twitter – in türkischer Sprache – eine Aufforderung an die Türkei gepostet hatte, einen „wohlwollenden, verantwortungsvollen Dialog, ohne Naivität“ zu beginnen.    

SOS-Kinderdörfer
Nigeria: Frauen und Kinder aus „Babyfabrik“ gerettet

Abuja – Bei einer Razzia in Nigeria sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer 10 Kinder und Frauen von der Polizei aus einer sogenannten „Babyfabrik“ befreit worden. In den illegalen Einrichtungen werden Frauen festgehalten, bis sie ein Baby zur Welt bringen. Die Babys werden anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft. Teilweise sogar nach Europa. Anlass zur Hoffnung gebe die Rettungsaktion aber nicht. „Der Vorfall macht erneut deutlich, dass diese Einrichtungen weit verbreitet sind und es dem Staat nicht gelingt, sie einzudämmen. Oft stecken gut organisierte kriminelle Syndikate dahinter“, sagt Eghosha Erhumwunse, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nigeria. Immer wieder habe es in den letzten Jahren solche Razzien gegeben. Oft werden die Betroffenen nicht einmal festgenommen oder aber gegen Kaution schnell wieder freigelassen. „In den meisten Fällen betreiben sie ihr illegales Geschäft ungehindert weiter“, sagt Erhumwunse. Meist seien die Einrichtungen getarnt als Frauenhäuser, Kliniken oder Waisenhäuser. Schwangere Frauen und junge Mädchen, vielfach minderjährig, werden mit Versprechungen auf einen professionellen Schwangerschaftsabbruch oder einen guten Job geködert und eingesperrt. „Sind die Mädchen nicht ohnehin schon schwanger, werden sie vergewaltigt“, sagt Erhumwunse. Die Babys würden hauptsächlich an Paare verkauft, die selbst keine Kinder bekommen können. Kinderlosigkeit gelte in Nigeria als gesellschaftliches Stigma. Manche der Kinder würden auch als Arbeits- und Sexsklaven eingesetzt oder gar für rituelle Handlungen. Eghosha Erhumwunse sagt: „Wir müssen dieser grausamen Praxis endlich ein Ende setzen, indem wir das Problem umfassend angehen: die weitverbreitete Armut bekämpfen, durch die die jungen Mädchen erst in diese Notsituation geraten, die Bevölkerung intensiver aufklären, das Thema „Kinderlosigkeit“ aus der Tabuzone holen und die Täter empfindlich bestrafen!“ Die SOS-Kinderdörfer unterstützen verlassene Kinder und Familien in Not in Nigeria seit Jahrzehnten. Sie setzen sich vielfältig gegen Kinderhandel ein: durch politische Arbeit, Aufklärungskampagnen sowie die intensive Bekämpfung der Armut.

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kurdisch Demokratische Partei
Türkei: Neue kurdische Partei KDP gegründet

Ankara – Die Gründer der Kurdisch Demokratischen Partei der Türkei (KDP) haben die neue Partei formell beim Innenministerium registriert. Das Innenministerium teilte mit, dass die Charta und das Programm der Partei an das Kassationsgericht geschickt wurden, um ihre Vereinbarkeit mit der Verfassung und dem Gesetz über die Regulierung politischer Parteien zu prüfen. Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei (CHP), der größten Oppositionspartei der Türkei, sagte in einem Interview, dass die KDP ein Versuch der Regierung sei, die pro-kurdische Demokratische Volkspartei (HDP) zu „spalten“. „Die Machthaber versuchen, eine zweite Partei zu gründen und die HDP zu spalten, da sie letztere nicht auf ihre Seite ziehen konnten“, sagte Kılıçdaroğlu. KDP-Vorsitzender Reşit Akıncı dementierte diese Vorwürfe und erklärte, dass diese Behauptungen sie „nicht beträfen“. „Weder haben wir die Volksallianz um Unterstützung gebeten, noch haben sie eine solche Forderung an uns herangetragen“, so Akıncı. Die Volksallianz ist ein Wahlbündnis, das von der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) und der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) im Jahr 2018 gegründet wurde. Auf die Frage, ob die KDP eine Alternative zur HDP sein wird, sagte Akıncı: „Wir sind eine Partei, die aus konservativen Kurden besteht. Wir werden keine Alternative zur HDP, oder CHP, AKP sein. Wir haben keine solchen Ideen.“ Akıncı sagte, dass sie ursprünglich einen Antrag beim Innenministerium für die Gründung der Partei am 26. Februar einreichen wollten. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es jedoch etwas länger gedauert. Savci Sayan, der AKP-Bürgermeister der östlichen Stadt Agri, sagte kürzlich, dass die Kurden eine neue Partei gründen und das Volksbündnis unterstützen werden. „Diejenigen, die gegen die HDP sind, diejenigen, die den Terror ablehnen, diejenigen, die konservativ sind und die Einheit des Landes unterstützen, werden eine neue Partei gründen und die Volksallianz unterstützen. Das ist eine neue und sichere Information. Lasst uns auf das Beste hoffen“, twitterte er am 18. November. Der Parteivorsitzende behauptete, dass die KDP die konservative kurdische Jugend ansprechen und versuchen wird, ein junges Profil zu bewahren. Die Partei werde am 14. Dezember ihre erste Zentrale in der mehrheitlich kurdischen südöstlichen Provinz Diyarbakir eröffnen und weitere Filialen vor dem neuen Jahr eröffnen. Sie hoffen, in naher Zukunft bei Wahlen anzutreten.
(Screenshot/Twitter)

Proteste in Albanien
Albanische Ministerin Elisa Spiropali: „Demonstranten wurden bezahlt“

Tirana – Elisa Spiropali, Albaniens Staatsministerin für die Beziehungen zum Parlament, hat die Demonstranten als „Schläger“ bezeichnet, mit denen die Regierung nicht verhandeln werde. „Man wird nicht mit Schlägern verhandeln, die die Stadt niederbrennen“, sagte sie in einer Fernsehsendung am Samstag. Die Ministerin beschuldigte die Demonstranten, von Präsident Ilir Meta und dem ehemaligen Oppositionsabgeordneten Sali Berisha bezahlt worden zu sein, die beide „die albanische Zivilisation bedroht“ hätten. Man habe Beweise dafür. Spiropali: „Es ist nicht die albanische Jugend, es sind nur ein paar von ihnen. Sie werden manipuliert. Selbst in Bürgerkriegen in Afrika zögert man, Kinder zu benutzen. Nur terroristische Organisationen benutzen Kinder“. Tausende Albaner protestieren seit Tagen gegen die Tötung eines 25-jährigen Mannes durch die Polizei.

Der als Klodian Rasha identifizierte Mann wurde am Dienstagmorgen durch die Polizei getötet, da er sich „verdächtig verhielt“ und sich nicht an die  coronabedingten Ausgangssperren gehalten haben soll. Zudem habe er die vorgeschriebene Atemschutmaske nicht getragen.

Die Demonstranten beschuldigen die Regierung, die Beweise zu manipulieren und dem Opfer die Schuld zu geben. Trotz des Rücktritts von Innenminister Sander Lleshaj am Freitag fordern die Demonstranten die Entlassung des Generaldirektors der albanischen Polizei Ardi Veliu und eine Reform der Polizei. Einige Demonstranten randalierten in der Stadt, worauf die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Pfefferspray reagierte. Sie haben mehr als hundert Demonstranten verhaftet, darunter Dutzende von Minderjährigen. Zudem wurden auch zwei Journalisten festgenommen. In Shkoder, der einzigen von der Opposition geführten Gemeinde des Landes, haben sich die Regierung und der Bürgermeister gegenseitig beschuldigt für die gewaltsamen Proteste verantwortlich zu sein. Die Opposition hat die „Hassrede“ und „Polizeibrutalität“ der Regierung verurteilt. Vater verurteilt Tat In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video hat der Vater des Getöteten die Tat verurteilt. Sein Sohn sei an dem Morgen in der Nähe des Hauses bloß Zigaretten holen gegangen und die Polizei habe ihn erschossen, nur weil er keine Maske trug. „Selbst wenn er ein Krimineller wäre, der wegen eines Verbrechens gefasst wurde. wenn er etwas getan hätte, hätte ihn die Polizei einfangen, verhaften und ins Gefängnis stecken können“, so der Vater. „Sowas würden nicht einmal die Serben tun“, klagt der leidende Vater in dem Video. https://twitter.com/i/status/1336841503403020288

Florida
Nacktfotos: Aljazeera Moderatorin Oueiss verklagt Saudi-Prinz Mohammed Bin Salman

Miami – Die libanesische Moderatorin des katarischen Fernsehsenders Al Jazeera, Ghada Oueiss, habe in Florida gegen den Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed Bin Salman und den Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed Bin Zayed sowie gegen andere Beamte aus den beiden Ländern eine Klage eingereicht. Man habe mit einer israelischen Spionagesoftware ihr Handy gehackt und wegen ihrer kritischen Berichten über das Königsreich versucht, sie zu erpressen. Das Telefon von Oueiss sei über eine Schwachstelle im Messaging-Dienst WhatsApp infiltriert worden. Mit dem Hacking-Tool der in Israel ansässigen NSO Group sei es möglich, Spyware in ein Gerät einzuschleusen, so die Klage. Die Spyware wurde entwickelt, um das Schutzprogram von Handys außer Kraft zu setzen und somit Zugriff auf Audio- und Videomaterial zu erhalten. „Es ist klar, dass es eine konzertierte und koordinierte Anstrengung der Saudis, der VAE [Vereinigte Arabische Emirate] und einiger US-Bürger gab, um Kritiker ihrer Regime zum Schweigen zu bringen. Ihre neueste Taktik ist die Verwendung von illegalem Hacking, die Veröffentlichung von gestohlenen und manipulierten Bildern und eine Online-Kampagne der Einschüchterung“, sagte Daniel Rashbaum, ein Anwalt von Oueiss und ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt. Diese Bilder, von denen einige manipuliert wurden, um sie nackt erscheinen zu lassen, wurden angeblich von einem pro-saudischen Netzwerk von Twitter-Nutzern verbreitet, darunter eine Amerikanerin, Sharon Collins, die ebenfalls von Oueiss, wie Prinz Mohammed, dem De-facto-Herrscher der VAE, Mohammed bin Zayed sowie mehreren ihrer Helfer und zwei saudischen Nachrichtenagenturen verklagt wurde. Das Ziel sei es, „ihre Persönlichkeit und ihre journalistische Karriere zu untergraben“. In der Klage wurde kein konkreter Beweis dafür angeführt, dass der Hack ihres Telefons von Saudi-Arabien gesteuert wurde. Stattdessen stützte sie sich auf Indizien, die ihrer Meinung nach in ein Muster der Schikanierung kritischer ausländischer Journalisten sowie dem Missbrauch der Spionagesoftware der NSO Group durch das Königreich passen. Bereits Menschenrechtsorganisationen warfen dem Königreich diese Vorgehensweise vor. 

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– Türkei – Khashoggi-Mord: Türkei erlässt Haftbefehl gegen saudischen Ex-Geheimdienstchef

Ein Gericht in Istanbul hat am Mittwoch Haftbefehle gegen zwei ehemalige saudische Beamte wegen der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi erlassen.

Khashoggi-Mord: Türkei erlässt Haftbefehl gegen saudischen Ex-Geheimdienstchef

Bergkarabach-Konflikt
Gegenseitige Vorwürfe: Waffenstillstand in Bergkarabach gebrochen

Stepanakert  – Einen Monat nach Ende der Kämpfe in Bergkarabach im Südkaukasus hat es wieder Gefechte gegeben. Armenien und Aserbaidschan haben sich gegenseitig den Verstoß gegen den Waffenstillstand in Bergkarabach vorgeworfen, berichtet die tagesschau am Sonntag. Laut dem aserbaidschanischen Verteidigungsministerium sind bei den Gefechten vier Soldaten ums Leben gekommen. Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev drohte eine Reaktion mit eiserner Faust an. Armenische Behörden teilten unterdessen mit, dass sechs ihrer Soldaten bei einer aserbaidschanischen Militäroffensive am Samstag verwundet worden seien. „Die Provokationen Aserbaidschans setzten sich heute in Richtung der Dörfer Mets Shen und Hin Shen in der Region Hadrut fort“, teilte das armenische Außenministerium in einer Erklärung mit. In einer weiteren Erklärung sagte das armenische Verteidigungsministerium: „Verhandlungen zwischen armenischen, russischen und aserbaidschanischen Soldaten sind im Gange, um die Situation in Hadrut zu lösen und die Rückkehr der Parteien auf ihre früheren Positionen zu gewährleisten“.

Türkei
49 Stunden: Türkische Kampfdrohne Aksungur stellt bei Flugdauer Rekord auf

Von Kemal Bölge

Die türkische Aksungur-Drohne flog kürzlich 28 Stunden lang mit 12 MAM-L-Nutzlasten (Smart Micro Munition) beladen in einer Höhe von 20.000 Fuß. Der Flug fand bereits im September statt und war der erste Flug, bei dem die Drohne mit einer voll beladenen Nutzlast abhob. Anfang September brach die Drohne einen Rekord, indem sie unbeladen ununterbrochen 49 Stunden lang flog, Die Drohne hat eine Reisegeschwindigkeit von 160 Meilen pro Stunde (etwa 265 km/h) und kann bis zu 40 Stunden mit einer minimalen Nutzlast in einer maximalen Höhe von 40.000 Fuß fliegen

Bei den türkischen Kampf- und Aufklärungsdrohnen hielt bis zum 3. September 2020 die Bayraktar TB2 mit einer ununterbrochenen Flugzeit von 27 Stunden und 3 Minuten den Rekord inne. Die vom türkischen Luft- und Raumfahrtkonzern TAI Turkish Aerospace Industries (Türk Havacılık ve Uzay Sanayi A.Ş) mit eigenen finanziellen Mitteln in 18 Monaten konzipierte Kampf- und Aufklärungsdrohne Aksungur flog an jenem 3. September 49 Stunden, also ganze zwei Tage und eine Stunde. Bei ihrem Jungfernflug im März 2019 waren es noch 4 Stunden und 20 Minuten gewesen, bei der die automatische Start- und Landefunktion aktiviert war.

Größerer Operationsradius

Die zweimotorige Drohne mit PD 170 Diesel-Motor, die mit zwei Turboladern angetrieben wird, flog dabei in einer Höhe von 20.000 Feet, also umgerechnet 6.600 Meter. Sie hat eine Spannweite von 24 Metern und wiegt mit Nutzlast 3,3 Tonnen, wobei das unbemannte Luftfahrzeug bis zu 750 kg transportieren kann. Die Besonderheit dieser bisher größten türkischen Drohne besteht darin, dass sie in einem Operationsradius von 6.500 km sowohl Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben als auch Angriffe gegen feindliche Ziele durchführen kann.

Zu der Bewaffnung gehören unter anderem die präzisionsgelenkten MAM-L und MAM-C Fliegerbomben, die Luft-Boden-Panzerabwehrrakete L-UMTAS mit Infrarotlenkung, die Cirit-Rakete mit Laserlenksystem sowie Snake Eye-Bomben des Typs TEBER 81 und 82, die ursprünglich für das F-16 Kampfflugzeug entwickelt wurde. Aber auch eine Bewaffnung mit den Hochpräzisionsmarschflugkörpern des Typs SOM ist möglich.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Vorgängermodell Anka, das in den Modellen A, B und S entwickelt und produziert wurde. Der Typ S ist technisch betrachtet (Die Abkürzung S bedeutet Satellit) das wohl interessanteste Modell, weil es zu ganz entfernten Operationen gesteuert werden kann, ohne dabei die Mithilfe einer Bodenstation zu benötigen.

Vorgängermodell Anka S ist kriegserprobt

Die Anka S bewies mit der Bayraktar TB2 ihre technologischen Fähigkeiten bei der Operation im Februar im syrischen Idlib, als diese gegen syrische Bodentruppen, Panzer und andere Militärfahrzeuge eingesetzt wurde. Damit gilt sie als „combat proven“ bzw. kriegserprobt. Die Entwickler von TAI haben bei der Aksungur gegenüber der Anka B und S die Nutzlastfähigkeit von 250 kg auf 750 kg erhöht. Die Flughöhe konnte von 10.000 Metern bei der Anka auf 13.300 Metern bei der Aksungur mit zwei Triebwerken erhöht werden.

Serienproduktion hat begonnen

Ein weiterer Vorteil der Aksungur ist die Möglichkeit, elektronische Kommunikation zu sammeln und auszuwerten, wie zum Beispiel die Überwachung von Terrororganisationen. Durch die Fähigkeit, lange in der Luft zu bleiben, kann es Informationen über feindliche Stellungen, Kriegsschiffe und militärische Infrastruktur sammeln und an die Operationszentrale übermitteln. Anfang Dezember teilte der Vorstandsvorsitzende von TAI, Prof. Temel Kotil mit, dass nach 59 erfolgreich absolvierten Testflügen die Serienproduktion von Aksungur begonnen habe.

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– Rüstungstechnologie – Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet

Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.

Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet