
Kurdisch Demokratische Partei
Türkei: Neue kurdische Partei KDP gegründet

Proteste in Albanien
Albanische Ministerin Elisa Spiropali: „Demonstranten wurden bezahlt“
Der als Klodian Rasha identifizierte Mann wurde am Dienstagmorgen durch die Polizei getötet, da er sich „verdächtig verhielt“ und sich nicht an die coronabedingten Ausgangssperren gehalten haben soll. Zudem habe er die vorgeschriebene Atemschutmaske nicht getragen.
Die Demonstranten beschuldigen die Regierung, die Beweise zu manipulieren und dem Opfer die Schuld zu geben. Trotz des Rücktritts von Innenminister Sander Lleshaj am Freitag fordern die Demonstranten die Entlassung des Generaldirektors der albanischen Polizei Ardi Veliu und eine Reform der Polizei. Einige Demonstranten randalierten in der Stadt, worauf die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Pfefferspray reagierte. Sie haben mehr als hundert Demonstranten verhaftet, darunter Dutzende von Minderjährigen. Zudem wurden auch zwei Journalisten festgenommen. In Shkoder, der einzigen von der Opposition geführten Gemeinde des Landes, haben sich die Regierung und der Bürgermeister gegenseitig beschuldigt für die gewaltsamen Proteste verantwortlich zu sein. Die Opposition hat die „Hassrede“ und „Polizeibrutalität“ der Regierung verurteilt. Vater verurteilt Tat In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video hat der Vater des Getöteten die Tat verurteilt. Sein Sohn sei an dem Morgen in der Nähe des Hauses bloß Zigaretten holen gegangen und die Polizei habe ihn erschossen, nur weil er keine Maske trug. „Selbst wenn er ein Krimineller wäre, der wegen eines Verbrechens gefasst wurde. wenn er etwas getan hätte, hätte ihn die Polizei einfangen, verhaften und ins Gefängnis stecken können“, so der Vater. „Sowas würden nicht einmal die Serben tun“, klagt der leidende Vater in dem Video. https://twitter.com/i/status/1336841503403020288
Florida
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Türkei
49 Stunden: Türkische Kampfdrohne Aksungur stellt bei Flugdauer Rekord auf
Von Kemal Bölge
Die türkische Aksungur-Drohne flog kürzlich 28 Stunden lang mit 12 MAM-L-Nutzlasten (Smart Micro Munition) beladen in einer Höhe von 20.000 Fuß. Der Flug fand bereits im September statt und war der erste Flug, bei dem die Drohne mit einer voll beladenen Nutzlast abhob. Anfang September brach die Drohne einen Rekord, indem sie unbeladen ununterbrochen 49 Stunden lang flog, Die Drohne hat eine Reisegeschwindigkeit von 160 Meilen pro Stunde (etwa 265 km/h) und kann bis zu 40 Stunden mit einer minimalen Nutzlast in einer maximalen Höhe von 40.000 Fuß fliegen
Bei den türkischen Kampf- und Aufklärungsdrohnen hielt bis zum 3. September 2020 die Bayraktar TB2 mit einer ununterbrochenen Flugzeit von 27 Stunden und 3 Minuten den Rekord inne. Die vom türkischen Luft- und Raumfahrtkonzern TAI Turkish Aerospace Industries (Türk Havacılık ve Uzay Sanayi A.Ş) mit eigenen finanziellen Mitteln in 18 Monaten konzipierte Kampf- und Aufklärungsdrohne Aksungur flog an jenem 3. September 49 Stunden, also ganze zwei Tage und eine Stunde. Bei ihrem Jungfernflug im März 2019 waren es noch 4 Stunden und 20 Minuten gewesen, bei der die automatische Start- und Landefunktion aktiviert war.
Größerer Operationsradius
Die zweimotorige Drohne mit PD 170 Diesel-Motor, die mit zwei Turboladern angetrieben wird, flog dabei in einer Höhe von 20.000 Feet, also umgerechnet 6.600 Meter. Sie hat eine Spannweite von 24 Metern und wiegt mit Nutzlast 3,3 Tonnen, wobei das unbemannte Luftfahrzeug bis zu 750 kg transportieren kann. Die Besonderheit dieser bisher größten türkischen Drohne besteht darin, dass sie in einem Operationsradius von 6.500 km sowohl Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben als auch Angriffe gegen feindliche Ziele durchführen kann.
Zu der Bewaffnung gehören unter anderem die präzisionsgelenkten MAM-L und MAM-C Fliegerbomben, die Luft-Boden-Panzerabwehrrakete L-UMTAS mit Infrarotlenkung, die Cirit-Rakete mit Laserlenksystem sowie Snake Eye-Bomben des Typs TEBER 81 und 82, die ursprünglich für das F-16 Kampfflugzeug entwickelt wurde. Aber auch eine Bewaffnung mit den Hochpräzisionsmarschflugkörpern des Typs SOM ist möglich.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Vorgängermodell Anka, das in den Modellen A, B und S entwickelt und produziert wurde. Der Typ S ist technisch betrachtet (Die Abkürzung S bedeutet Satellit) das wohl interessanteste Modell, weil es zu ganz entfernten Operationen gesteuert werden kann, ohne dabei die Mithilfe einer Bodenstation zu benötigen.
Vorgängermodell Anka S ist kriegserprobt
Die Anka S bewies mit der Bayraktar TB2 ihre technologischen Fähigkeiten bei der Operation im Februar im syrischen Idlib, als diese gegen syrische Bodentruppen, Panzer und andere Militärfahrzeuge eingesetzt wurde. Damit gilt sie als „combat proven“ bzw. kriegserprobt. Die Entwickler von TAI haben bei der Aksungur gegenüber der Anka B und S die Nutzlastfähigkeit von 250 kg auf 750 kg erhöht. Die Flughöhe konnte von 10.000 Metern bei der Anka auf 13.300 Metern bei der Aksungur mit zwei Triebwerken erhöht werden.
Serienproduktion hat begonnen
Ein weiterer Vorteil der Aksungur ist die Möglichkeit, elektronische Kommunikation zu sammeln und auszuwerten, wie zum Beispiel die Überwachung von Terrororganisationen. Durch die Fähigkeit, lange in der Luft zu bleiben, kann es Informationen über feindliche Stellungen, Kriegsschiffe und militärische Infrastruktur sammeln und an die Operationszentrale übermitteln. Anfang Dezember teilte der Vorstandsvorsitzende von TAI, Prof. Temel Kotil mit, dass nach 59 erfolgreich absolvierten Testflügen die Serienproduktion von Aksungur begonnen habe.
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Fall Hager Barkous
„Entweder Kopftuch ausziehen oder Toiletten putzen“
„Das Erstarken des antimuslimischen Populismus ist nur eine von vielen Signalen des wachsenden Rassismus in Europa. Das gefährdet nicht nur die Rechte der europäischen Muslime, sondern bedroht auch die Existenz der liberalen Demokratie ernsthaft. Deutliche Beispiele können wir etwa in Ungarn finden. Aus diesem Grund sollten alle christlichen und muslimischen Demokraten, aber auch alle Religionsgemeinschaften, Hager beistehen“.Die seit vielen Jahren in Nizza lebende Hager Barkous wurde im Juni 2018 bei McDonalds als vielseitiges Teammitglied eingestellt. Damals habe ihr der Manager deutlich gemacht, dass er nichts gegen ihr Kopftuch oder ihre langen Ärmeln habe. Allerdings teilte man ihr nur einen Monat später bereits mit, dass sich einige Kunden über ihren Kleidungsstil beklagt hätten. Daraufhin habe zwischen Barkous und ihrem Manager ein Gespräch stattgefunden. In diesem habe er ihr eine Position als Empfangsdame angeboten, in der sie eine Arbeitskappe aufsetzen könne. Barkous habe die neue Arbeitsstelle angenommen und trug fortan die Arbeitskappe und Oberteile mit kürzeren 3/4-Ärmeln. Probleme mit Kunden habe es daraufhin nicht mehr gegeben. An der Université Côte d’Azur begann Barkous parallel ein Masterstudium für Management und internationalem Handel. Dies ermutigte sie auch dazu, sich an ihrer jetzigen Arbeitsstelle als Betriebsleiterin für die administrative Leitung des Restaurants zu bewerben. Obwohl es viele Bewerbungen für diese Stelle gegeben habe, wurde Hager eingestellt. Die eigentlichen Probleme begannen laut Barkous, nachdem ein neuer Manager die Geschäftsleitung des Restaurants übernahm. Er habe sich gleich zu Beginn nicht an „die arbeitsvertraglichen Bestimmungen gehalten“, so Barkous. Unter anderem seien ihr seitdem keine Verwaltungsaufgaben mehr anvertraut worden. „Als der neue Manager herausfand, dass ich eine Kopfbedeckung trug und meine Arme bedecke, begann er, mich aggressiv aufzufordern, diese abzunehmen. Als ich dem nicht nachkam, erhielt ich daraufhin eine viertägige Disziplinarstrafe“, erklärte Barkous gegenüber NEX24. Nach ihrer Rückkehr habe der Manager sie aufgefordert, die Toiletten zu putzen. Sie könne mit der Bekleidung keinen Kundenkontakt mehr haben. Er habe gefordert: „Kopftuch runter oder Toiletten putzen“. Als Barkous sich weigerte, habe sie bereits wenige Tage später wegen „schwerwiegenden Fehlverhaltens“ ihre Kündigung erhalten. Das Management habe seine Entscheidung zur Entlassung damit begründet, dass „interne Vorschriften“ (Hygiene- und Sicherheitsvorschriften) nicht eingehalten worden seien. Barkous:
„Meine Kollegen arbeiten problemlos mit künstlichen Nägeln, offenen Haaren, Schmuck oder auch langärmeligen Pullovern, war alles kein Problem. Ich verstehe nicht, warum mein frischgewaschenes Kopftuch, welches auch das Essen der Kunden vor meinen Haaren schützt, ein Problem darstellt“.„Hager ist ein Fall von vielen“ Der Fall Barkous stelle nicht die Ausnahme dar, sondern bestätige eher die Regel, so Samir Falah, der Präsident des in 28 Ländern vertretenen Council of European Muslims aus Brüssel gegenüber NEX24:
„Hager führt einen legalen und menschenrechtlichen Kampf gegen religiöse Diskriminierung. Hager ist einer von vielen Fällen, von denen einige ihre Stimme laut erheben und viele von ihnen Stille und Rückzug bevorzugen. Wir sind mit beunruhigenden Auswirkungen konfrontiert, die den gesellschaftlichen Frieden bedrohen. Unser Vertrauen in die Justiz ist derart groß, dass wir zuversichtlich sind, dass die Gerechtigkeit siegen wird. Wir haben die Hoffnung, dass die Verfechter von Freiheit und Menschenrechten dafür Sorge tragen werden, dass die Gesellschaft nicht gespalten wird. Die muslimische Präsenz in europäischen Gesellschaften ist eine Bereicherung. Denn der Zustand der Angst und Einschüchterung muss beendet werden.“Die Geschichte Hagers hat eine große Unterstützungskampagne in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Auch in Deutschland. In einem Gespräch mit NEX24 appelliert Tolga Özgül, Bundesvorsitzender der Genç ASiP aus Köln:
„In Frankreich verschwinden meistens alle Begrifflichkeiten der Menschenrechte und des Feminismus, sobald es um muslimische Frauen geht. Es ist sehr traurig zu sehen, wie Frankreich in Richtung des 18. Jahrhunderts zurückfällt. Denn sowas wäre vielleicht vor 1789 in der Zeiten von Louis XVI akzeptabel, aber nicht in 2020.“Dr. Nabil Messabia, Direktor des Department of Accounting Sciences der Universität von Quebec in Outaouais, Kanada, lobt den Multikulturalismus Kanadas. Er funktioniere besser:
„Multikulturalismus im kanadischen Stil ist eine Erfolgsgeschichte. Unsere Vielfalt ist das Wesen unserer Identität. Es hat sich bewiesen, dass diese Art und Weise nicht nur funktioniert, sondern auch gut und besser ist.“

