Vorwürfe gegen die Polizei
Hanau-Anschlag: „Die haben meinen Sohn behandelt wie einen Kriminellen“

Knapp ein Jahr nach dem Attentat vom 19. Februar 2020 in Hanau, bei dem ein psychisch kranker Mann neun Menschen mit Migrationshintergrund und danach seine Mutter und sich selbst tötete, erheben Überlebende sowie Angehörige der Opfer Vorwürfe gegen die Polizei. Der 19-jährige Piter Minnemann, der Gast in einer Bar war, in der der Attentäter mehrere Menschen erschoss, berichtet im ZEITmagazin, er sei in der Nacht des Anschlags von der Polizei aufgefordert worden, zu Fuß zu einer mehr als drei Kilometer entfernten Polizeiwache zu laufen, um dort seine Aussage zu machen. „Zu dieser Zeit war der Täter noch auf der Flucht“, so Minnemann. Auch Armin Kurtovic, 46, dessen Sohn Hamza bei dem Anschlag erschossen wurde, beklagt sich über die Polizeiarbeit in der Tatnacht. „Die haben meinen Sohn behandelt wie einen Kriminellen, als sei das ein Milieuverbrechen gewesen“, sagt Kurtovic. Er und seine Familie seien erst Stunden nach der Tat über den Tod ihres Sohnes informiert worden und hätten erst nach mehreren Tagen Zugang zu seiner Leiche bekommen. Zudem gaben mehrere Angehörige von Opfern an, in den Monaten nach dem Anschlag im Rahmen einer Gefährderansprache von der Polizei angerufen und davor gewarnt worden zu sein, Straftaten zu begehen. Seit im Dezember 2020 bekannt wurde, dass der Vater des Täters seinen Sohn für unschuldig hält und dessen Schusswaffen zurückfordert, fürchten einige der Angehörigen und Überlebenden neue Gewalt. „Wir wohnen keine zwei Minuten zu Fuß vom Vater des Täters entfernt“, sagt Mirkan Unvar, 20, dessen Bruder Ferhat Unvar beim Anschlag ums Leben kam. „Was ist die Motivation dahinter, wenn jemand die Tatwaffen zurückverlangt? Und was hat ein Mann, dessen Frau und einziger Sohn tot sind, noch zu verlieren?“, so Unvar. Auch der Überlebende Piter Minnemann äußerte sich beunruhigt: „Ich muss ja in Angst leben, wenn ich weiß, dass der Vater genauso tickt.“ Gemeinsam mit weiteren Betroffenen engagiert Minnemann sich in der „Initiative 19. Februar“. Die Initiative fordert aus Angst vor einem möglichen weiteren Anschlag unter anderem, dem Vater des Täters den Führerschein zu entziehen.

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– Frankfurt – „Miese Türkensau“: Türkische Anwältin von Polizisten bedroht

Die türkischstämmige Rechtsanwältin und Vertreterin der Nebenklage im NSU Prozess, Seda Başay-Yildiz, wurde laut einem Bericht der „Frankfurter Neue Presse“ (FNP) von fünf Frankfurter Polizisten bedroht.

„Miese Türkensau“: Türkische Anwältin von Polizisten bedroht

Corona-Krise
FDP-Chef Lindner fordert Ende des Kooperationsverbots für Bildung

Angesichts der Corona-Pandemie und der fehlenden Digitalisierung bei den Schulen fordert der FDP-Vorsitzende eine komplette Abschaffung des Kooperationsverbots von Bund und Ländern in der Bildung. „In der Coronakrise zeigt sich jetzt endgültig: Der Bildungsföderalismus ist überfordert“, schreibt Lindner in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel. Stattdessen sei ein „Kooperationsgebot“ im Artikel 91b des Grundgesetzes nötig. Die Schulen in Deutschland würden in der Pandemie einen „klaren Kurs“ brauchen, fordert Lindner. „Digitale Defizite sind ungelöst. Ein bundesweiter Stufenplan, der Inzidenz-Werte für regionale Schulöffnungen definiert, würde Schulen und Familien die nötige Planbarkeit geben.“ Bund und Länder hatten 2018 das Grundgesetz ein wenig im Bildungsbereich geöffnet, um den Digitalpakt für die Schulen zu ermöglichen. Das reiche jedoch bei weitem nicht aus, sagt Lindner jetzt: „Daher braucht Deutschland eine Bildungsrevolution.“ Lindner forderte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die vor kurzem bereits einen Vorstoß für eine Lockerung des Kooperationsverbots gemacht hatte, zu „politischen Taten“ auf: „Kommen wir erneut über eine Grundgesetzänderung in das Gespräch. Machen wir Deutschland gemeinsam zu einer echten Bildungsnation.“ Auch interessant

– Corona-Pandemie – Russischer Corona-Impfstoff Sputnik V soll in der Türkei hergestellt werden

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V soll in Zukunft auch in der Türkei hergestellt werden.

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Hamburg
Anruf bei Polizei: Deutsch-kenianischer Lehrer wird für Schuleinbrecher gehalten

Hamburg – Wie viele seiner Kollegen an der Stadtteilschule Am Heidberg wollte Philip Oprong Spenner an einem Sonntag Ende November ganz in Ruhe die nächste Unterrichtsstunde vorbereiten. „Wegen der Corona-Maßnahmen ist es nicht einfach, die Abstände im Lehrerzimmer einzuhalten. Ich musste viele Kopien machen und wusste, dass es am Montag schwierig werden würde, ohne von vielen Menschen umgeben zu sein und ohne die Kollegen und Kolleginnen zu nerven“, zitiert die Hamburger Morgenpost (MOPO) den 42-jährigen Lehrer kenianischer Abstammung. Nachdem er die Zettel kopierte, brachte er sie eine Etage tiefer zum Klassenzimmer der 8a, um die Englisch-Aufgaben auf die Tische zu verteilen. Plötzlich seien etwa 15 Polizisten mit Taschenlampen, schusssicheren Westen und gezogenen Waffen auf ihn zugestürmt. Für einen Mann, der in seiner Kindheit als Straßenjunge in Kenia mehrmals polizeilicher Willkür ausgesetzt war (Spenner hat darüber ein Buch geschrieben: „Move On Up“), eine besonders bedrohliche Situation, berichtet MOPO weiter. „Ich war im Klassenzimmer, als ich plötzlich in die Visiere mehrerer Pistolen blickte, die auf mich gerichtet waren.“ Eine Passantin habe ihn durchs Fenster im Klassenraum gesehen und die Polizei alarmiert und somit einen Großeinsatz ausgelöst. Ein „schwarzer maskierter Mann“ halte sich im Klassenzimmer auf, habe die 14-Jährige aufgeregt der Polizei mitgeteilt, wie eine Sprecherin der Polizei der MOPO bestätigt habe. Spenner sei jedoch ruhig geblieben und habe die Beamten darauf hingewiesen, dass er Lehrer auf der Schule sei und einen Schlüssel für das Gebäude habe. Den Polizisten habe die Antwort jedoch nicht gereicht und sie hätten nach dem Namen der Schulleitung und des Hausmeisters gefragt, berichtet MOPO weiter.  Obwohl er alle Fragen flüssig beantwortet habe, musste sich Spenner trotzdem ausweisen. Im Lehrerzimmer seien seine Daten aufgenommen worden. Einige Telefonate später habe er den Ausweis zurückbekommen. Zuvor habe er aber noch erklären müssen, wo er geboren wurde und seit wann er in Deutschland lebe. Der Einsatz, bei dem fünf Streifenwagen zum Einsatz kamen, habe 38 Minuten gedauert. Es habe der Verdacht bestanden, dass sich „ein oder mehrere Einbrecher in der Schule befände(n)“, so die Sprecherin gegenüber MOPO. „Was passiert wäre, wenn er seinen Ausweis zufällig nicht dabei gehabt hätte. „Ob sie mich aufs Revier mitgenommen hätten?“ Oder was, wenn er aufgrund seiner Kindheitserlebnisse panisch reagiert hätte? Wie hätten die Polizisten da wohl reagiert?“, fragt Spenner. Lehrer schreibt Brief an die Beschwerdestelle der Polizei Ende November habe Spenner einen Brief an die Beschwerde- und Disziplinarabteilung der Polizei Hamburg geschrieben. Bis heute habe er jedoch keine Antwort erhalten. Als sein Sohn ihn am Tag des Polizeieinsatzes zu Hause fragte, ob die Polizisten sich bei ihm entschuldigt haben, sei Spenner erst bewusst geworden, dass eine Entschuldigung genau das ist, was er gebraucht hätte, um das Erlebte besser wegstecken zu können. Laut der Polizeisprecherin sei „in Absprache mit Herrn Spenner geplant, einen Kontakt zu einem Stadtteilpolizisten oder einem sogenannten Cop4you herzustellen“, so MOPO. Stephan Anpalagan verurtielt Vorgehensweise der Polizei
Der Journalist Stephan Anpalagan hat die Vorgehensweise der Polizei scharf verurteilt. In einem Facebook Post schreibt der 37-Jährige:
„Ich finde, dieser unfassbare Vorfall könnte ein wenig Öffentlichkeit vertragen. Vielleicht hat die Polizei Hamburg ja Zeit und Lust sich zu äußern. Und weil sich in den vergangenen Tagen genügend Menschen ihre Mäuler über „Antirassismus als Geschäftsmodell“ zerrissen haben: Das hier ist der gottverdammte Alltag in Deutschland, wenn man nicht weiß ist. Wenn die Polizei einen auf dem Kieker hat. Wenn fucking Racial Profiling stattfindet. Jeden Tag und überall. Wenn man als Lehrer nicht einmal Unterrichtsmaterialien vorbereiten kann, ohne dass irgendwelche Hirnamputierten die einfachsten und harmlosesten Tätigkeiten kriminalisieren. Und dann fragt Euch mal, warum wir alle ein klitzekleines bisschen wütend sind. Warum wir keine Sekunde länger diese Verhältnisse anzuerkennen bereit sind. Warum wir ziemlich dünnhäutig reagieren, wenn sich der Eindruck verfestigt, dass die Mehrheitsgesellschaft all diese Vorfälle und strukturellen Untergründe nicht ernst nimmt. In jeder verdammten Veranstaltung werde ich gefragt, ob es Rassismus „eigentlich“ gibt. Was glaubt Ihr denn, Ihr Dullies? Und wenn Ihr eine Antwort haben wollt, warum hört Ihr dann nicht zu? Oder ist Euch die Antwort zu anstrengend? Und wenn man schreibt, dass man müde ist, kommt irgendeine hohle Nuss um die Ecke und schreibt eine 10.000-Zeichen Kolumne darüber, wie empfindlich man sei. Oder dass man sich doch bitte nicht zum Opfer machen solle. Und nur um einmal einen kleinen Einblick in den Wahnsinn meines Lebens zu geben: Ich habe vor weniger als 3 Stunden (!) eine Vorlesung an einer Polizeihochschule zum Thema „Grundrechte und Menschenrechte“ gehalten – als Teil Polizeiausbildung im gehobenen Dienst. Themen: „Gefahrenpotenzial“, „Racial Profiling“, „Kriminalitätsentwicklung“, „Sicherheitsgefühl“, „Dessau“, „Korpsgeist“. Was für eine Ironie des Schicksals… Ich empfehle der Polizei Hamburg sehr, sich mit Amnesty International Deutschland zusammenzusetzen, um diesen Vorfall mit externer Hilfe aufzuarbeiten. Irgendwann muss man doch mal anfangen etwas zu verändern… Es ist einfach alles so un-fucking-fassbar kaputt. Einfach alles.“

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– Fremdenfeindlichkeit – „Wo wohnen hier noch Scheißtürken?“: Die Ermordung des Seydi Battal Koparan

Viele Jahre vor der NSU oder den Ermordungen türkischer Familien in Solingen oder Mölln Anfang der 1990er, kam es bereits in den frühen 1980er Jahren zu zahlreichen tödlichen Angriffen rechtsradikaler Gruppen auf Migranten, insbesondere  Türken. Anfang der 1980er Jahre machten Neonazis bundesweit Jagd auf türkische Migranten.

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Wirtschafts-News
Pepsi und Beyond Meat wollen bei Fleischersatz-Snacks kooperieren

New York – Der Getränkeriese Pepsico und der US-amerikanische Nahrungsmittelproduzent veganer Fleischersatzprodukte mit Sitz in Kalifornien, Beyond Meat, wollen künftig bei der Entwicklung neuer pflanzenbasierter Snacks kooperieren. PepsiCo Inc und Beyond Meat Inc teilten am Dienstag mit, dass sie ein Joint Venture gründen werden, um Snacks und Getränke aus pflanzlichem Protein zu entwickeln. Die finanziellen Bedingungen der Partnerschaft wurden nicht bekannt gegeben. Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis, wie Burger-Patties und Würstchen von Beyond Meat, haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da gesundheitsbewusste Verbraucher ihre Ernährung auf Basis von Fleisch erweitern oder umstellen wollen. Wie CNBC berichtet, stiegen die Aktien von Beyond im vorbörslichen Handel nach Bekanntgabe der Kooperation um mehr als 31 Prozent, während die Aktien von Pepsi um etwa 1 Prozent zulegten. Die Partnerschaft gibt Beyond, einem relativen Neuling in der Lebensmittelwelt, die Chance, Pepsis Produktions- und Marketingerfahrung für neue Produkte zu nutzen. Pepsi seinerseits kann seine Investitionen in pflanzliche Kategorien vertiefen und gleichzeitig mit einem der Top-Hersteller von Fleischersatzprodukten zusammenarbeiten. Beyond Meat kontrolliert nach Schätzungen etwa 13 Prozent der Kategorie Fleischalternativen in den USA. „PepsiCo ist für uns der ideale Partner in diesem spannenden Vorhaben, das von globaler Reichweite und Bedeutung ist“, zitiert CNBC Ethan Brown, CEO von Beyond Meat, aus einer Erklärung. „Pflanzliche Proteine stellen für uns eine aufregende Wachstumschance dar, eine neue Grenze in unseren Bemühungen, ein nachhaltigeres Lebensmittelsystem aufzubauen“, sagte Ram Krishnan, PepsiCo Global Chief Commercial Officer. Der Betrieb werde über eine neu gegründete Gesellschaft namens PLANeT Partnership LLC abgewickelt.
(Foto: Twitter)

Corona-Krise
Innenstadt-Gipfel: Ruf nach Hilfen im Umgang mit City-Verödung

Die Städte in Nordrhein-Westfalen verlangen mehr finanzielle und rechtliche Hilfe, um die weitere Verödung ihrer Einkaufsstraßen im Zuge der Corona-Krise zu verhindern. Vor einem für Dienstag einberufenen „Innenstadt-Gipfel“ bei NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) forderte der Vorsitzende des Städtetags NRW, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD), eine Ausweitung und Verlängerung des Sofortprogramms des Landes zur Stärkung der Innenstädte und Zentren: „Dann wäre es zum Beispiel für mehr Städte möglich, im Einzelfall relevante Schlüsselimmobilien, etwa aufgegebene Kauf- und Geschäftshäuser, zur vorübergehenden Zwischennutzung zu erwerben“, sagte Clausen der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Landesregierung hatte das Hilfsprogramm im vergangenen Sommer mit einem Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro aufgelegt. Clausen forderte überdies mehr Tempo bei der Reform des Baurechts. Die Städte benötigten ein gestärktes Vorkaufsrecht, um Flächen leichter erwerben und diese für Folgenutzungen wie den Bau bezahlbarer Wohnungen anbieten zu können. Das Land solle sich beim Bund für einen schnellen Abschluss der Novelle stark machen, so Clausen. Als „gutes Signal“ bezeichnete der Städtetag die neuen Pandemie-Vorschriften des Miet- und Pachtrechts. Gewerbemieter, die aufgrund der staatlich verordneten Corona-Maßnahmen ihr Geschäft nicht mehr öffnen dürfen, können eine Mietanpassung verlangen.

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Corona-Krise
Trotz Corona: IWF hebt Wachstumsprognose für Türkei auf sechs Prozent an

New York – Während die Wirtschaften vieler Länder im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Krise eingebrochen sind und Finanzexperten auch für 2021 keine Besserungen erwarten, hat der Internationale Währungsfonds (IWF; englisch International Monetary Fund, IMF) seine Prognose für die türkische Wirtschaft für dieses Jahr auf sechs Prozent angehoben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters weiter berichtet, hatte der IWF für die Türkei im Oktober für 2021 noch eine Wachstumsprognose von fünf Prozent angegeben Als Gründe für die optimistischere Prognose nannte der Währungsfond unter anderem das schnelle Vorgehen der türkischen Regierung bei der Beschaffung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus und einer zügigen Impfung der gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Ein weiterer Grund sei „die Erholung des Wachstums der Handelspartner und die Übertragung der positiven Dynamik Ende 2020“. Der Währungsfond forderte Ankara auf, zusätzliche gezielte Schritte einzuleiten, um die COVID-19-Pandemie zu bewältigen.
Wie in allen anderen Ländern hat die Pandemie auch in der Türkei einen schweren menschlichen und wirtschaftlichen Tribut gefordert. Die politische Reaktion, die sich auf die Ausweitung der Geldmenge und der Kreditvergabe konzentrierte, führte nach dem anfänglichen Schock zu einem starken Wiederanstieg des Wachstums.
Der frühe Stimulus habe sich sich vor allem auf eine „schnelle Geld- und Kreditexpansion, einschließlich Leitzinssenkungen, billige und schnelle Kreditvergabe durch staatliche Banken sowie administrative und regulatorische Maßnahmen zur Ankurbelung der Kreditvergabe gestützt“, so der IWF weiter. Diese kombinierten Maßnahmen trugen dazu bei, dass sich die Wirtschaftstätigkeit im dritten Quartal stark erholte und über dem Niveau vor der Pandemie lag, wobei die Türkei zu den wenigen Ländern gehört, die Schätzungen zufolge im Jahr 2020 ein positives Gesamtwachstum aufweisen werden, teilte der IWF weiter mit. „Schritte verschärfen Schwachstellen“ Diese politische Schritte hätten jedoch hat auch die Schwachstellen verschärft. Die Inflation liege nach wie vor deutlich über dem Zielwert, was die Glaubwürdigkeit der Politik weiter belaste. Die zunehmende Dollarisierung, relativ hohe Importe und Finanzabflüsse lösten umfangreiche Devisenmarktinterventionen aus, um die Abwertung der Lira aufzuhalten, so der IWF.

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Corona-Krise
Patientenschützer: Berlin und Brüssel müssen Impfstoffhersteller zu Lieferungen zwingen

Osnabrück – Patientenschützer zeigen sich erzürnt über Verzögerungen der Corona-Impfstofflieferungen und verlangen von Berlin und Brüssel, den Druck auf die Hersteller zu erhöhen. „Die Menschen wollen sich impfen lassen, doch es gibt keinen Impfstoff. Der Branche ist das egal. Es geht ums Geld, koste es, was es wolle“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Dabei bleibt der Schutz für Leib und Leben auf der Strecke. Bundesregierung und Europäische Kommission müssen das stoppen. Sei es mit Regressforderungen oder Ausfuhrbegrenzungen.“ Der Patientenschützer reagierte auf Ankündigungen von Biontech und AstraZeneca, wegen Produktionsengpässen Millionen für das erste Quartal zugesagte Impfstoffdosen erst später liefern zu können. Am Montag hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gegenüber AstraZeneca protestiert. „Die Impfstoffe-Hersteller machen, was sie wollen“, schimpfte Brysch, gab Berlin und Brüssel aber eine Mitverantwortung. „Die Verträge sind blauäugig verhandelt. Selbst Forschungsgelder in Milliardenhöhe haben Deutschland und Europa ohne Bedingungen überwiesen. Jetzt kommt die Quittung.“

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Finanzen
Bitcoins: Tipps für Anfänger

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Dinge, die ein Anfänger über Bitcoins wissen muss Der Bitcoin könnte in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Schon von Anfang an erfreute sich die digitale Währung großer Beliebtheit und wurde schnell bekannt. Die Chancen für  weitere Wertanstiege lägen gut, so die Prognose von Beobachtern. Durch den stetigen Anstieg ihrer Popularität könnten Bitcoins unter Umständen eine gute Investition für ein gewinnbringendes Geschäft sein – vorausgesetzt, der zukünftige Nutzer ist im Vorfeld umfassend über Bitcoins gut informiert. Das bedeutet, dass er eine Liste von bestimmten Faktoren im Zusammenhang mit Bitcoins verstehen lernen muss. Überall auf der Welt verlassen sich private Anleger auf Bitcoins. Beobachtet man die tiefgreifenden technologischen Veränderungen, nehmen diese viele Menschen mit offenen Armen auf. Zweifellos ziehen Bitcoins auch immer mehr das Interesse von Investoren auf sich und rücken in den Mittelpunkt des Interesses. Diese digitale Währung wird weltweit akzeptiert und bereits von vielen Benutzern und Investoren bevorzugt. Schwankende Bitcoin-Preise Einfach ausgedrückt – die Preise für Bitcoins sind volatil (schwankend). Auf dem Markt ist nur ein begrenztes Angebot für Bitcoins verfügbar. Außerdem ist die Anzahl der Bitcoin-Benutzer im Vergleich zu den Benutzern anderer Währungen geringer. Angesichts dieser Tatsache ist davon auszugehen, dass die Preise für Bitcoins weiterhin auf Angebot und Nachfrage basieren werden. Lagerung von Bitcoins: Was müssen Sie über Bitcoin Wallets wissen? Gegenwärtig steigt die Zahl der Bitcoin-Benutzer aufgrund der vorteilhaften Aussichten, die mit Bitcoins verbunden sind. Ein wichtiger Faktor, den alle Käufer von Bitcoins vor einer Investition kennen sollten, ist das Bitcoin-Wallet (Bitcoin-Geldbörse). Es stehen zwei Wallets zur Verfügung, um die Bitcoins digital zu speichern. Sie werden in zwei Kategorien eingeteilt: 1. Cold Wallet Diese digitale Geldbörse ist als ein verschlüsseltes Gerät zu verstehen, das zum Herunterladen der Bitcoins zur Verfügung steht. Außerdem sind Bitcoins leicht in einem Cold Wallet aufzubewahren. Diese portable Geldbörse muss auch nicht an eine Internetverbindung angeschlossen sein. 2. Hot Wallet  Wer eine digitale Währung verwendet, muss sie auf einer vertrauenswürdigen Plattform speichern können. Für die Aufbewahrung von Bitcoins gibt es deshalb auch eine Hot Wallet. Die Aufbewahrung digitaler Währung kann als sicher bezeichnet werden, wenn sie in einer Cloud gespeichert wird, die über einen sicheren Austausch läuft. Zudem ist ein leichter Zugang über eine mobile Anwendung, eine Desktop-App oder einen Browser möglich. Im Vergleich handelt es sich bei Hot Wallet und Cold Wallet um zwei verschiedene Geldbörsen. Ohne eine Hot Wallet ist es jedoch nicht möglich, die Bitcoins in einer Cold Wallet aufzubewahren. Bitcoins und ihre Vorteile Der Bitcoin bietet derzeit vorteilhafte Aussichten für Investoren. Ein Nutzer sollte neben der vielversprechenden Investition in Bitcoins noch einige andere attraktive Vorteile kennen: 1. Keine Einmischung der Regierung: Alle Bitcoin-Transaktionen sind frei von jeglichen staatlichen Eingriffen. Dadurch wird jeder Zwischenhändler eliminiert, der die Regulierung von Bitcoins kontrollieren möchte. Häufig suchen Investoren nach einer digitalen Währung, die frei von jeder staatlichen oder zwischengeschalteten Regulierung ist. Für eine solche Lösung sind Bitcoins eine perfekte digitale Währung. Nur der Benutzer hat die ultimative Kontrolle über Bitcoins. Jegliche Einmischung Dritter ist bei Bitcoin-Transaktionen nicht möglich. 2. Sichere Transaktionen: Ein weiterer Vorteil – es gibt ein sicheres Netzwerk für die Benutzer. Bei den Bitcoin-Transaktionen werden keine vertraulichen Informationen wie Name, Adresse, Kartendetails oder andere Dinge gespeichert. Es ist einem Hacker oder Cyberkriminellen nicht möglich, vertrauliche Informationen für unbefugte Aktivitäten zu verwenden und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Identitätsdiebstahls, wenn Bitcoins zur Online-Zahlung oder zur Durchführung von Transaktionen verwendet werden. 3. Höheres Wachstumspotential: Aufgrund des aktuellen Zeitgeschehens investieren immer mehr Menschen in Bitcoins. Je mehr Nutzer den Bitcoin-Markt für sich entdecken, um so höher steigt das Wachstumspotential des Bitcoins. Bereits jetzt bevorzugen viele Investoren Bitcoins zu Investitionszwecken. Einige Netzwerke akzeptieren bereits Zahlungen in Form von Bitcoins. Dies trägt zur steigenden Popularität der Bitcoins bei. 4. Niedrige Gebühren: Wer ein Bankkonto unterhält, muss für bestimmte Leistungen der Bank Gebühren bezahlen, einschließlich Bearbeitungsgebühren, Transaktionsgebühren usw. Beim Verwenden von Bitcoins fallen keine zusätzlichen Gebühren bei der Vermittlungsstelle an. Jeder Benutzer kann Bitcoins einfach von jedem beliebigen Ort der Welt aus überweisen, ohne zusätzliche Gebühren für die Transaktionen zu zahlen. Fazit: Bitcoins erfreuen sich bei Anlegern und sonstigen Nutzern aufgrund ihrer vielen Vorteile zunehmender Beliebtheit. Betrachtet man die große Popularität, kann davon ausgegangen werden, dass der Bitcoin-Markt in den kommenden Jahren ein hohes Wachstumspotential besitzt. Für weitere Informationen werfen Sie bitte einen Blick auf bitqt-software.
Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte lassen sich bei Bedarf von einem Finanzfachmann beraten.
 

Lifestyle
Retrotrends: Zurück in die Vergangenheit

Wie kommt es, dass der Mensch sich so sehr nach gestern sehnt? Zuerst einmal rufen Kindheitserinnerungen oft warme Emotionen hervor, die nicht nur die Seele, sondern auch den Körper beeinflussen: Wir fühlen uns tatsächlich in kalten Räumen wärmer, sobald die Nostalgie ins Spiel kommt. Und dann wären da noch die sogenannten „gefühlten Wahrheiten“, die sich in unserer Seele einnisten und denen wir gern Glauben schenken. „Früher“ wird so zum Synonym für etwas Altvertrautes und für ein gutes Stück mehr Geborgenheit. Gerade weil die moderne Zeit sich so schnell verändert, Digitalisierung und Globalisierung immer mehr in unser Leben dringen, suchen viele Schutz in dem, was sie von damals kennen. Ihnen schließen sich diejenigen an, die selbst noch jung an Jahren sind, aber die Welt gern auch aus einem anderen, altmodischen Winkel sehen. Ganz sicher bildet in diesen Tagen der Retrotrend einen starken Akzent zum digitalen Leben. Er ist mittlerweile sogar in den Spielbanken angekommen, wo klassisch gestaltete Spielautomaten klar auf dem Vormarsch sind. Teilweise erinnern die Slot Machines nicht nur in den lokalen Spielstätten, sondern auch in den Casinos Online wie Betano an die typischen einarmigen Banditen aus Las Vegas. Der aktuelle Trend greift den Hang zum Storytelling auf, ebenso wie die Wirkung künstlerischer Grafik. Das zieht sich quer durch die analoge und virtuelle Casinowelt, nur ein großer Unterschied bleibt bestehen: Die glamouröse Abendgarderobe fällt online ersatzlos weg. Vintage, das ist ein Modewort, das schon seit vielen Jahrzehnten besteht. Im Grunde handelt es sich um also um einen Trend aus der Mottenkiste, etwas Altes, das niemals zu altern scheint. Der Hype um das Vergangene steht im Kontrast zum rasanten Fortschreiten virtueller Erfahrungswelten, und ganz sicher wird die rückwärtsgewandte Sehnsucht noch von der Digitalisierung befeuert. Denn „damals“ war alles, was es gab, noch anfassbar, ganz real und verflüchtigte sich nicht in irreale Bits und Bytes. Man rief sich noch gegenseitig zum Geburtstag an oder kam mit einem Blumenstrauß vorbei, statt sich kurz per Social Media zu melden. Und gespielt wurde rund um den Küchentisch, von Angesicht zu Angesicht, manchmal bis tief in die Nacht hinein. Heute scheint es zumindest so, als rückten die Menschen zunehmend voneinander ab, um sich dem virtuellen Leben zuzuwenden. Manch einer sieht die digitale Welt nicht mehr nur als Zusatzoption zur analogen Wirklichkeit, sondern als eine Art Ersatz. Dass sich in diesem Zusammenhang ein Gegentrend entwickelt, war fast schon absehbar. Der schlägt sich eben nicht nur darin nieder, dass Menschen wieder mehr im physischen Raum aktiv werden. Es äußert sich auch in einem Revival der 80er-Mode, sowohl bezüglich der Kleidung als auch, was die Innenausstattung und vielleicht auch das Denken betrifft.
(Symbolfoto: pixabay)
Kunst und Kultur greifen Retrotrends auf, lösen diese oftmals sogar aus. Filme mit historischem Background gehören dazu, sie zeigen vergangene Zeiten aus künstlerischer Sicht. Nichts ist so wirklich wie der aktuelle Moment, jeder Blick zurück wird automatisch zur Interpretation. Darum bilden noch so authentische Darstellungen niemals die volle Wahrheit ab, ob sie nun in Wort und Bild oder schriftlich als Buch erscheinen. Doch eines können sie ganz bestimmt: inspirieren – und das satt und reichlich. Ähnlich steht es bei anderen Formen der Kunst, wie zum Beispiel der Malerei oder dem Theater. Dass Künstler bei der Suche nach einer neuen Thematik ausgerechnet in der Vergangenheit wühlen, geschieht nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrhunderten. Bildhauer setzten imposante Denkmäler für historische Helden – und Maler stellten Szenen dar, die bereits Hunderte Jahre zurücklagen. Genau wie ein moderner Schriftsteller einen Roman über Napoleon verfasst oder ein Regisseur einen spannenden Kinofilm über die britischen Suffragetten plant. Irgendwann in den 2040ern wird vielleicht jemand eine Geschichte schreiben, die im Jahr 2021 spielt, vor dem geschichtlichen Background also, der sich jetzt gerade rund um uns abspielt. Alles ist in Bewegung, die Zeit bleibt niemals stehen. Veränderungen und Fortschritt gab es schon immer, wird es immer geben. Unser Heute ist auch schon fast wieder Gestern mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.

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– Das Leben des Salt Bae – Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?

Seit dieser gutaussehende Mann mit dem abgewinkelten Arm Salz wie Feenstaub über das Steak bei Nusr-Et verteilt, steht die Frage im Raum: Wer ist dieser Salt Bae?

Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?

Russland-Demonstrationen
Moskau: Der Westen befindet sich in einer tiefen Krise

Moskau – Die Aktionen des Westens in Bezug auf Russland, einschließlich der Sperrung der offiziellen russischen Konten von US-Internet-Plattformen, zeigen eine tiefe Krise in seiner Ideologie, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Sonntag. „Es ist eine Krise, eine tiefe Krise der westlichen Denkweise, der westlichen Pseudo-Demokratie und des Pseudo-Liberalismus“, zitiert die Nachrichtenagentur TASS Sacharowa, die in einem Programm des TV-Senders Rossija-1 mit dem Moderator Wladimir Solowjow sprach. „Es ist eine Krise ihrer Ideologie, aber diese Krise ist gefährlich, weil sie die Souveränität vieler Nationen bedroht“, bemerkte Sacharowa. Die Außenamtssprecherin warf zudem der US-Botschaft in Moskau vor, sich in die Demonstrationen in Russland am Samstag eingemischt zu haben. Auf Facebook schrieb Sacharowa, dass die Botschaft Marschrouten für die Demonstranten veröffentlicht haben soll. Und das „inmitten der Corona-Pandemie, während alle anderen Länder versuchen, die Auswirkungen zu minimieren“. Russlands Außenministerium werde wegen den Kommentaren der US-Botschaft zu den „nicht autorisierten Kundgebungen“ die erforderlichen Maßnahmen einleiten, so Sacharowa. Das russische Außenministerium habe von der US-Botschaft bereits eine Erklärung gefordert. Die Kommentare der Botschafter und die Aussagen weiterer „westlicher Außenministerien“ seien jedoch nur „die Spitze eines Eisbergs“, betonte Sacharowa. Auf Twitter schrieb das russische Außenministerium in Bezug auf die Tweets der US-Botschaft:
Heuchelei ist ein Instrument der amerikanischen Demokratie, das während der #COVID19-Pandemie besonders gefährlich geworden ist. Kümmert euch um eure eigenen Probleme und hört auf, euch in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.
Klimow macht „fremde Mächte“ verantwortlich Auch Andrei Klimow, Senator des russischen Föderationsrats, macht ausländische Akteure für die Unruhen verantwortlich. „Die Kommission [des Föderationsrates] hat Grund zu der Annahme, dass die Aktionen ausländischer Staaten eindeutig hinter all diesen Ereignissen stecken und all dies mit Hilfe ausländischer Spezialisten geschieht“, sagte er. Um Russen zur Teilnahme an nicht genehmigten Veranstaltungen zu bewegen, wurde ein Fokus auf ausländische digitale Plattformen und Messenger gelegt, stellte Klimow fest. Außerdem seien minderjährige Personen zur Teilnahme ermutigt worden. „Das ist selbst eine illegale Handlung“, so Klimow. Demonstrationen gegen Festnahme Nawalnyjs Tausende Menschen protestierten am Samstag in zahlreichen Städten Russlands für die Freilassung des Kremlkritikers Alexej Nawalny. Westliche Politiker verurteilten die darauffolgenden Festnahmen durch die Sicherheitskräfte. „Die Vereinigten Staaten verurteilen ausdrücklich das harsche Vorgehen gegen Demonstranten und Journalisten an diesem Wochenende“, erklärte der neue Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. Josep Borrell, EU-Außenbeauftragter, verurteilte auf Twitter „den unangemessenen Einsatz von Gewalt“.

Fünf Monate nach seiner Vergiftung mit Nowitschok war Nawalny nach Russland zurückgekehrt und nach seiner Ankunft in Moskau  bei der Passkontrolle verhaftet worden. Weil er während seines Aufenthaltes in Deutschland gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll, hatten russische Behörden einen Haftbefehl ausgeschrieben.

Nawalny ist einer der größten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Vor knapp fünf Monaten war er Opfer eines Giftanschlags geworden.  Die Bundesregierung sprach von einem Mordversuch. Moskau weist jede Verwicklung in den Vorfall zurück.