Rüstungstechnologie
Türkei testet erfolgreich eigene Luftabwehrrakete HISAR-A

Ankara – Wie das türkische Verteidigungsministerium am Montag mitteilte, war der Test der einheimisch entwickelten Luftabwehrrakete HISAR-A erfolgreich. Bei dem in der Provinz Aksaray durchgeführten Test haben die Raketen mit Präzision die Ziel-Drohne getroffen, teilte das Ministerium auf Twitter mit. Das HISAR-System ist eine Familie von Boden-Luft-Raketensystemen mit kurzer bis langer Reichweite, die von den international tätigen türkischen Rüstungsunternehmen ASELSAN und ROKETSAN seit 2007 entwickelt wird, um um Militärbasen, Häfen, Einrichtungen und Truppen gegen Bedrohungen aus der Luft zu verteidigen. Sie besteht aus dem HİSAR-A Luftabwehrsystem für niedrige Höhen, dem HİSAR-O Luftabwehrsystem für mittlere Reichweite und dem HİSAR-U (umbenannt in Siper) Luftabwehrsystem für lange Reichweite. Die Lenkung erfolgt per Infrarot-Suchlauf. ASELSAN hat die Radar-, Kommandokontroll- und Feuerkontrollsysteme entwickelt, ROKETSAN die Raketensysteme, die alle von den türkischen Streitkräften definierten Erfordernisse hinsichtlich der Luftabwehr in niedriger und mittlerer Höhe erfüllen. Der erste Test einer unbewaffneten HISAR-0 fand 2014 in Aksaray statt. Nach zahlreichen Sanktionen westlicher Staaten auf militärische Güter hat die Türkei ihre Rüstungsindustrie massiv ausgebaut

Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.

Wenn die türkische Armee heute wie in der Vergangenheit in der Lage ist, Operationen im Inland oder grenzüberschreitenden Einsätze durchzuführen, ist dabei ihr größter Unterstützer die türkische Verteidigungsindustrie.

Die Zusammenarbeit im Rüstungsbereich wird koordiniert von der Präsidentschaft der Verteidigungsindustrie (SSB) mit den Unternehmen der Stiftung zur Stärkung der türkischen Streitkräfte, Forschungsinstituten wie TÜBITAK, privaten Rüstungskonzernen, kleinen- und mittelständischen Unternehmen sowie den Universitäten des Landes.

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– „Back to Turkey“ – Karriere: Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Deutschtürken

Der türkische Rüstungskonzern ASELSAN (Askeri Elektronik Sanayii A.S.) möchte ausgewanderte türkische Ingenieure wieder zurückgewinnen und startet deshalb jetzt eine Kampagne.

Karriere: Türkischer Rüstungskonzern ASELSAN wirbt um Deutschtürken
 

Pädo-Kriminalität
Kinderpornographie: „Darknet ist für viele Pädo-Kriminelle ein echtes Paradies“

Nach der Zerschlagung der Kinderpornographie-Plattform „Boystown“ fordert der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, weitere Anstrengungen. Er sei sehr „happy“ über diesen wichtigen Ermittlungserfolg, so Rörig am Montag im Inforadio vom rbb, aber „das Darknet ist für viele Pädo-Kriminelle ein echtes Paradies und das Entdeckungsrisiko leider noch nicht groß genug“. Rörig betonte, „es muss unbedingt im Verhältnis Datenschutz und Kinderschutz in Deutschland nachgesteuert werden, denn oft steht der Datenschutz dem Kinderschutz tatsächlich im Bereich des Internets noch im Wege“. Es sei zwar schon viel Wichtiges unternommen worden in dieser Legislaturperiode, „aber wir haben zum Beispiel ein großes Problem in dem Austausch von Missbrauchsabbildungen über Messenger wie WhatsApp oder Telegram. Da ist es für die Polizei nicht möglich, vernünftig zu ermitteln“; das zeige auch der Fall Metzelder. Rörig sagte weiter, der Markt sei unerträglich groß und die Nachfrage riesig: „Hunderttausende von Pädokriminellen sind ständig auf der Suche nach neuen sexuellen Kicks, indem sie sich Bilder anschauen, in denen Kinder und Kleinkinder missbraucht, vergewaltigt und sexuell ausgebeutet werden. Wir müssen den Kampf gegen sexuelle Gewalt im Netz in Deutschland und weltweit stärken!“

Zum Thema

– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Finanztip
Internet: Regelmäßige Vertragsaktualisierung regelmäßig spart bis zu 200 Euro im Jahr

Schnelles Internet ist in Corona-Zeiten für viele Menschen essenziell. Doch gerade ältere Verträge bieten meist weniger Leistung und sind dazu noch oft zu teuer. Der Geldratgeber Finanztip rät deshalb, den Internettarif alle zwei Jahre zu prüfen und zu aktualisieren – entweder durch einen Wechsel in einen besseren Vertrag oder zu einem anderen Anbieter. Für einen aktuellen Vergleich empfiehlt Finanztip die Rechner von Check24 und Verivox, die beim Anbieterwechsel oft noch attraktive Boni bieten. Laut Statistischem Bundesamt verfügen inzwischen über 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Breitband-Internet-Anschluss. Doch wenn der Vertrag zu alt ist, kann es teuer werden: „Die meisten DSL- und Kabeltarife sind in den ersten zwei Jahren wesentlich günstiger, um Neukunden anzulocken. Danach steigt die monatliche Grundgebühr oft erheblich an“, sagt Arne Düsterhöft, Telekommunikations-Experte bei Finanztip. „Wer seinen Tarif über das dritte, vierte oder fünfte Jahr einfach weiterlaufen lässt, zahlt jährlich bis zu 200 Euro drauf.“ Hinzu kommt, dass ältere Verträge auch im Hinblick auf die im Tarif enthaltenen Leistungen oftmals nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Der Finanztip-Experte rät deshalb, den Vertrag alle zwei Jahre zu aktualisieren. Vertrags-Update oder Anbieterwechsel Wer mit seinem Anbieter eigentlich zufrieden ist, den Vertrag aber zu teuer findet, kann einen Rabatt aushandeln. „Oft reicht ein Anruf beim Kundenservice und schon bekommt man für die nächsten zwei Jahre einen neuen Rabatt“, sagt Düsterhöft. Zur Vorbereitung des Gesprächs ist es ratsam, aktuelle Konditionen und Preise auch der Konkurrenz mit Hilfe eines Vergleichportals zu recherchieren. Will der Anbieter auf den Rabattwunsch nicht eingehen, sollten Verbraucher den Vertrag kündigen und den Anbieter wechseln. Wie eine aktuelle Untersuchung von Finanztip ergab, geht das am besten mit Check24 und Verivox. „Wir fanden für alle unsere Musterfälle sehr günstige Tarife auf beiden Portalen“, so Düsterhöft. „Hinzu kommt, dass beide häufig eigene Portalboni anbieten, wodurch der DSL- oder Kabeltarif am Ende oft billiger ist als beim Anbieter selbst.“ Den neuen Anbieter mit der Kündigung beauftragen Die technische Umstellung kann beim Anbieterwechsel einige Wochen dauern. Damit man zwischenzeitlich nicht ohne Internet dasteht, gibt es einen Trick: „Es ist ratsam, beim neuen Anbieter anzugeben, dass der neue Vertrag an dem Tag beginnen soll, an dem der alte endet“, sagt Düsterhöft. „Hierzu am besten den neuen Anbieter damit beauftragen, den alten Vertrag zu kündigen. Dann kümmert sich der neue Anbieter um alle Formalitäten.“ Wichtig ist, penibel auf die richtigen Angaben zu achten. „Name und Anschrift des neuen Anschlussinhabers müssen exakt mit dem alten Anschlussinhaber übereinstimmen. Schon ein falsches Zeichen kann den problemlosen Wechsel scheitern lassen.“ Läuft alles glatt, dürfen Verbraucher höchstens einen Tag ohne Internet dastehen.

Microsoft-Gründer
Nach 27 Jahren: Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Seattle – Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda lassen sich nach 27 Jahren Ehe scheiden. Sie würden nach wie vor in ihrer Stiftung zusammenarbeiten, aber sähen keine Möglichkeit mehr, als Paar gemeinsam zu wachsen, teilten sie auf Twitter mit. „Nach vielen Überlegungen und einer Menge Arbeit an unserer Beziehung haben wir die Entscheidung getroffen, unsere Ehe zu beenden“, twitterte Gates. Sie würden jedoch weiterhin gemeinsam in der Bill & Melinda Gates Foundation arbeiten, der größten gemeinnützigen Stiftung der Welt. Der amerikanische Wirtschaftsmagnat und Mitbegründer von Microsoft ist der drittreichste Mann der Welt. Die finanziellen Details der Trennung wurden nicht bekannt gegeben. „Wir haben drei unglaubliche Kinder großgezogen und eine Stiftung aufgebaut, die sich auf der ganzen Welt dafür einsetzt, dass alle Menschen ein gesundes und produktives Leben führen können“, hieß es. „Wir teilen weiterhin den Glauben an diese Mission und werden unsere Arbeit gemeinsam fortsetzen.“ Die Stiftung hat ein Vermögen von mehr als 50 Milliarden Dollar, wie aus einer Steuererklärung hervorgeht, aus der der US-Sender CNBC zitiert. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 konzentriert sich die Stiftung auf globale Gesundheits- und Entwicklungsfragen sowie auf die Bildung in den USA. Die Gates‘ haben auch große Summen in die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus investiert und haben für die Forschung zur Behandlung von COVID-19 gespendet.

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– Verschwörungsmythen – Bill Gates und sein angeblicher Plan der Bevölkerungsreduktion

Gleichwie auch Weltkrisen der Vergangenheit – wie etwa die Spanische Grippe Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit fast 50 Millionen Toten – hat auch die Corona-Pandemie die skurrilsten Fantastereien und Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht.

Bill Gates und sein angeblicher Plan der Bevölkerungsreduktion

"Völkermord-Vowürfe"
US-Verfassungsrechtler Fein: Armenien würde vor dem Internationalen Gerichtshof verlieren

Washington – US-Verfassungsrechtler Bruce Fein hat die Entscheidung der US-Regierung die damaligen Ereignisse im Osmanischen Reich als „Völkermord“ zu bezeichnen, scharf verurteilt. Die Entscheidung sei politisch motiviert, so Fein in einem Interview. Die Entscheidung habe keine historische oder rechtliche Grundlage. „Denken Sie daran, Politiker lesen nicht die Geschichte und hintergründige politische Motive. Glauben Sie wirklich, dass Biden und sein Team die unzähligen Archive und historische Schriften gelesen und studiert haben? Nein, natürlich nicht“, so Fein in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Der Grund für solche Entscheidungen seien politischer Natur. US-Armenier seien besser organisiert und viel wohlhabender als Türken in den USA. Fein erinnerte daran, das US-Armenier in vielen Parteien vertreten seien und an diese hohe Geldsummen spendeten. „Und so ist das alles eine politische Aussage. Es hat überhaupt nichts mit dem Gesetz zu tun“, so Fein. Fein hob zudem hervor, dass unter allen relevanten Mächten des Ersten Weltkriegs nur Armenien seine Archive geheim halte. „Was verbergen sie?“, fragte Fein. „Nach Artikel 9 der Völkermordkonvention sind Streitigkeiten darüber, ob es sich um Völkermord handelt, vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu entscheiden. Dieser Artikel trat vor 70 Jahren, 1951, in Kraft. Armenien hat seinen Anspruch noch nie vor den Internationalen Gerichtshof gebracht, wie es die Völkermordkonvention vorschreibt. Natürlich gilt für die Türkei, wie für jede andere Person, die Unschuldsvermutung, und solange es kein Tribunal gibt, das in die eine oder andere Richtung entscheidet, gilt die Unschuldsvermutung“, betonte Fein. Der Verfassungsrechtler erinnerte daran, dass der Internationale Gerichtshof in der Vergangenheit bereits über andere Völkermordvorwürfe wie etwa Kroatien gegen Serbien im Jahr 2015, oder Anklagen von Bosnien-Herzegowina gegen Serbien 2007, entschieden habe. „Es ist also nicht so, dass Völkermordvorwürfe nicht prozessiert werden können, sie können und sie wurden vor dem Internationalen Gerichtshof prozessiert und es gab Urteile in dieser Sache. Warum wehren sich die Armenier? Ich komme noch einmal darauf zurück: Sie denken, sie würden verlieren“, so Fein. Fein war ein hochrangiger Beamter des Justizministeriums unter der Regierung von Ronald Reagan. Biden stuft Tod Hunderttausender als Völkermord ein Als erster US-Präsident hatte Joe Biden am Samstag die Einstufung der Ereignisse von 1915 als Genozid bezeichnet.

„Wir gedenken all derer, die im Völkermord an den Armeniern während der Zeit der Osmanen gestorben sind“, erklärte er zum 106. Jahrestag der Massaker. Es handele sich um die Bestätigung einer historischen Tatsache und gehe nicht darum, der Türkei „Vorwürfe zu machen“, betonte Biden. Die Anerkennung der Geschichte sei wichtig um zu verhindern, „dass solch eine Gräueltat sich jemals wiederholt“.

Türkische Regierung weist Erklärung zurück Das türkische Außenministerium wies die Erklärung Bidens „in schärfster Form“ zurück. Die Aussagen Biden hätten „keinen Wert“. Zudem habe Biden „weder legale noch moralische Autorität zur Bewertung historischer Ereignisse“. Laut dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu basiere die Aussage „nur auf Populismus“. „Wir haben nichts von niemandem über unsere eigene Vergangenheit zu lernen. Politischer Opportunismus ist der größte Verrat an Frieden und Gerechtigkeit“, schrieb er auf Twitter. Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen Hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie.

Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

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– Türkei – Armenischer Patriarch Maschalian verurteilt Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915

Der armenische „Patriarch von Konstantinopel“, Sahag Maschalian, hat die Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915 im Osmanischen Reich scharf verurteilt.

Armenischer Patriarch Maschalian verurteilt Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915
 

Wirtschaft
Türkei: Allzeit-Rekord bei Exporten

Ankara – Türkische Exporte übertrafen im April das Niveau vor der Pandemie und erreichten 18,8 Milliarden Dollar, so der Handelsminister am Montag. Mit einem Anstieg von 109 Prozent haben sich die Exporte der Türkei im Vergleich zum April des Vorjahres demnach mehr als verdoppelt. „Wir haben den höchsten April-Wert aller Zeiten erreicht und auch den zweithöchsten monatlichen Export aller Zeiten“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Mehmet Mus, der auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Ankara sprach. Im Vergleich zum April vor Ausbruch der Pandemie seien die Exporte um 22 Prozent gestiegen, so Mus. Er betonte, dass die türkischen Importe im letzten Monat auf Jahresbasis ebenfalls um 64,1 Prozent auf 21,9 Milliarden gestiegen seien und erklärte, dass sich das Außenhandelsdefizit im gleichen Zeitraum um 32 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar verringert habe. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres stiegen die türkischen Exporte im Jahresvergleich demnach um 33,1 Prozent auf 68,8 Milliarden Dollar während die Importe um 19,8 Prozent auf 82,9 Milliarden Dollar stiegen, so der Minister. In diesem Zeitraum schrumpfte das türkische Außenhandelsdefizit um 19,5 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar, bemerkte Mus weiter.

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– Türkische Wirtschaft – Handelsblatt: Türkei gelingt Comeback

Lange haben Anleger den türkischen Finanzmarkt gemieden. Jetzt wollen viele Investoren an einem Aufschwung teilhaben,  berichtet das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt.

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Corona-Pandemie
Türkei: Diese Länder brauchen zur Einreise keinen Corona-Test mehr

Ankara – Ab dem 15. Mai benötigen Bürger aus zahlreichen Ländern zur Einreise in die Türkei keinen PCR-Test mehr. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, werden ab dem genannten Datum 16 Länder und Regionen von der Testpflicht befreit. Zu den Ländern und Regionen gehören Hongkong, China, Taiwan, Vietnam, Australien, Neuseeland, Singapur, Thailand, Südkorea, Israel, Japan, Großbritannien, Lettland, Luxemburg, Ukraine und Estland, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Harter Lockdown Nachdem die Türkei wochenlang alarmierende Corona-Zahlen vermeldete, sah sich die Regierung gezwungen eine Notbremse zu ziehen. Am vergangenen Donnerstag trat daraufhin ein dreiwöchiger Lockdown in Kraft. Alle öffentlichen Gebäude und Schule bleiben geschlossen. Reisen zwischen Städten sind in dieser Zeit nur noch mit Sondergenehmigung möglich

Die werktägliche Ausgangssperre dauert nun von 19 Uhr (vorverlegt von 21 Uhr) bis 5 Uhr morgens, während der auch Fahrten zwischen den Städten verboten sind, außer in Notfällen. In Städten mit hohem Risiko gelten auch in der Woche Ausgangssperren. Cafés und Restaurants bieten nur Liefer- und Mitnahmeservices an, während Hochzeitssäle, Sportzentren und Spielhallen bis zum Ende des Ramadan geschlossen bleiben.

Wie der Gesundheitsminister weiter mitteilt, wurden seit der am 14. Januar begonnenen landesweiten Impfkampagne der Türkei  22,8 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Davon seien 9,1 Millionen Menschen zwei Mal geimpft worden.

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– Corona-Pandemie – Türkischer Wissenschaftler entwickelt Medikament: Coronavirus in 48 Stunden zerstört

Nach dem deutsch-türkischen Power-Paar Uğur Şahin (55) und Özlem Türeci (53), die mit ihrem Unternehmen BioNTech den mRNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das tödliche Virus Covid-19 entwickelten, könnte einem weiteren türkischstämmigen Forscher im Kampf gegen Corona ein Durchbruch gelingen.

Türkischer Wissenschaftler entwickelt Medikament: Coronavirus in 48 Stunden zerstört
   

Kryptowährungen
Bitcoin und Bitcoin Cash: Was ist der Unterschied? Ist es eine gute Investition?

Das Unternehmen Bitcoin.com wurde mit dem Ziel gegründet, die digitale Währung ohne Einschränkungen an alle Menschen auf der Welt weiterzugeben. Mithilfe der Technologie zum Aufbau eines verteilten Peer-to-Peer-Netzwerks werden digitale Zahlungen buchstäblich innerhalb weniger Sekunden ausgeführt. Aufgrund eines Skalierungsfehlers des Bitcoin-Netzwerks wurde 2017 die Bitcoin-Blockchain in zwei separate Blockchains aufgeteilt, was zu einer neuen digitalen Währung namens Bitcoin Cash führte. BTH wurde zur erfolgreichsten BTC-Fork. Außerdem haben einige Dienste und Benutzergruppen sogar die BTC-Blockchain aufgegeben und auf BCH umgestellt. Warum passierte es? Wodurch unterscheiden sich diese beiden Kryptowährungen? Diese Fragen versuchen wir im Folgenden zu beantworten. Bitcoin – die erste digitale Währung Im Jahr 2009, nach der Veröffentlichung seines White Papers, das die Schaffung eines dezentralen digitalen P2P-Systems beschrieb, wurde Bitcoin zur weltweit ersten Kryptowährung. Heute ist Bitcoin die anerkannte alternative Währung mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar. Es wird jetzt als Währung für Online-Abrechnungen, als Geldspeicher oder als neue alternative Anlage verwendet, deshalb möchten viele Menschen heutzutage bitcoin kaufen. Mit dem wachsenden Interesse an Bitcoin hat die Auslastung seines Netzwerks jedoch enorm zugenommen, was zu langsameren Transaktionen und höheren Gebühren für Benutzer geführt hat. Es wurde klar, dass Bitcoin für die weitere Entwicklung modernisiert werden muss. Warum wurde Bitcoin Cash gegründet? Bitcoin Cash wurde erstellt, um die für die ursprüngliche Bitcoin-Software charakteristischen Eigenschaften des Geldes wiederherzustellen. Im Laufe der Jahre wurden diese Eigenschaften aus Bitcoin entfernt, und der Prozess wurde von verschiedenen Personen, Organisationen und Firmen abgestoppt, die an der Erstellung des Blockchain-Protokolls beteiligt waren. Daher war das BTC-Netzwerk nicht für die Verwendung als Zahlungssystem geeignet. Benutzer des Bitcoin-Systems beschworen sich über enorme Gebühren für die Möglichkeit, die Geschwindigkeit von Transaktionen zu erhöhen, da eine mit einer Mindestgebühr gesendete Überweisung Stunden dauern kann und es häufig Fälle bis zu mehreren Tagen gab. Dies alles war auf Probleme mit der Skalierbarkeit des Netzwerks zurückzuführen. Es gab Probleme bei der Erstellung von Bitcoin-Blöcken. Sie wurden alle gefüllt. Schlimmer noch, aufgrund der steigenden Nachfrage waren die Bitcoin-Entwickler nicht in der Lage, die Blockgröße zu erhöhen, um Bitcoin zu skalieren. In ihren eigenen Worten sahen die BTC-Entwickler diesen „Belohnungsmarkt“ und die Langsamkeit von Transaktionen als positives Merkmal des Bitcoin -Netzwerks. Dies führte dazu, dass viele in der Krypto-Community alternative digitale Münzen erstellten, da die Frustrationen von Benutzern in Bitcoin zunahm, da die Gebühren höher und Transaktionszeiten immer länger wurden. SegWit-Update (Segregated Witness) Es wurden verschiedene Lösungen für das Skalierbarkeitsproblem vorgeschlagen, aber die Segregated Witness-Technologie, kurz SegWit, hebt sich von ihrem Hintergrund ab. Hierbei handelt es sich um ein Blockchain-Upgrade, bei dem einige Daten entfernt werden, um Speicherplatz in Blöcken freizugeben. Dadurch können mehr Transaktionen im gleichen Zeitraum ausgeführt werden. Gegner von SegWit schlugen wiederum vor, die Blockgröße zu erhöhen. Infolgedessen wurde beschlossen, SegWit zu implementieren und anschließend die Blockgröße zu erhöhen, was den Gegnern von SegWit jedoch nicht ausreichte. Im August 2017 wurde SegWit implementiert, und gleichzeitig mit diesem Upgrade wurde die Blockchain aufgeteilt, um die BTH-Altcoin zu erstellen, mit der größere Blöcke generiert werden konnten. Der ursprüngliche BTC konnte aufgrund von SegWit mehr Transaktionen durchführen als zuvor. Bitcoin Cash – eine Fork von Bitcoin Bitcoin Cash (BCH) ist eine erweiterte Version der BTC-Software. Eine Art Hochgeschwindigkeitsfork wurde 2017 auf den Markt gebracht. Das Hauptupdate von BTH ist die Erhöhung des Blocklimits auf 8 MB, wodurch das Skalierungsproblem behoben wird. Dies wiederum macht es für die Miner möglich, in der BCH-Kette effektiv, mehr Bestätigungen pro Sekunde zu verarbeiten, wodurch schnellere und billigere Überweisungen ermöglicht werden. Allein diese Tatsachen machen BCH zu einer idealen digitalen Währung für alle Finanztransaktionen weltweit. Was man mit BCH tun kann:
  • Bitcoin Cash mit mehreren Grafikkarten abbauen
  • Währung wechseln
  • Elektronisches Geld mit Zahlungssystemen abheben
  • Kryptowährung als Zahlung für erbrachte Dienstleistungen oder im Internet verkaufte Waren erhalten.
Der Preis von Bitcoin Cash Der Preis für BCH ist heute nicht sehr hoch, besonders im Vergleich mit Bitcoin. Die Situation kann sich jedoch schnell ändern. Die Wertsteigerung der Bitcoin Cash-Kapitalisierung in kurzer Zeit, die aktive Förderung der Währung in interessierten Kreisen spricht für seine hohe Perspektive. Bitcoin, der Klassiker, der allen bekannt ist, konnte die Probleme mit der Langsamkeit und die hohen Transaktionskosten nicht lösen, was die Position seiner Fork stärkte. Die relative niedrige Preis von BCH im Vergleich zum Original erhöht auch seine Popularität. Es wird angenommen, dass Spekulanten am Aufstieg von Bitcoin Cash beteiligt waren, was es in hohem Maße von der Marktnachfrage abhängig machte. Der Anstieg oder Abfall hängt von der Geschwindigkeit der erfolgreichen Integration einer sicheren Skalierungslösung ab, auf die die gesamte Community so lange gewartet hat. Der Preis von BCH für heute beträgt 550 Dollar und viele Experten sind einig, dass er weiter wachsen wird. Unterschied zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash Der Hauptunterschied zwischen BTC und BCH ist die Blockgröße. Die Blockgröße von Bitcoin ist auf 1 MB begrenzt, während Bitcoin Cash einen Block von 8 MB bietet. Wenn ein Bitcoin-Block ungefähr 2.500 Transaktionen enthält, erreichte diese Zahl für die ersten BCH-Blöcke 7.000. Somit sehen die Aussichten für Bitcoin Cash in Bezug auf die Skalierbarkeit auf den ersten Blick viel besser aus. Die meisten Bitcoin-Infrastrukturen (Brieftaschen, Zahlungsdienste usw.) unterstützen Bitcoin Cash jedoch nicht und betrachten es nur als eine andere Altcoin, nicht als „neuer Bitcoin“. Das heißt, dass seine Verwendung weiterhin auf Spekulationen an Börsen beschränkt ist. Man kann also die folgenden Unterschiede zwischen beiden Kryptos hervorheben: Der BTH-Knoten wurde auf 8 MB gegenüber 1 MB BTC erhöht. Dem Fork-Netzwerk fehlt ein periodisches SegWit-Update, um die Überweisungsverarbeitung zu beschleunigen. Im BCH-Netzwerk gibt es keine Gebührensetzung (Replace-by-Fee) – die Möglichkeit, eine Transaktion vor der Bestätigung durch Zuweisung einer größeren Provision abzubrechen. Fazit BTH, die als eine fork für Bitcoin gilt, ist vielmals billiger als das Original, aber sein täglicher Umsatz beträgt ungefähr 65% von Bitcoin. Daraus können wir schließen, dass BCH-Münzen für Abwicklungsoperationen und Spekulationen verwendet werden und Einlagen in BTC Anlagecharakter haben. Sie können alle Stärken und Schwächen dieser beiden Kryptos auswägen und die Entscheidung in Bezug auf Investition basierend auf Ihren Zielen, Vorlieben und Anlagegröße treffen.

Bergkarabach-Konflikt
Bergkarabach: Hauptfaktoren, die die Friedenskonsolidierung nach dem Konflikt untergraben

Ein Gastbeitrag von Dr. Gurban Alakbarov

Der zweite Karabach-Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan veränderte den Status quo in einem langwierigen, jahrzehntelangen Konflikt. Als Ergebnis der militärischen Operationen befreite die aserbaidschanische Armee mehrere Bezirke und Dörfer, darunter auch die kulturelle Hauptstadt Aserbaidschans, die Stadt Schuscha.

Am 9. November 2020 schlossen Moskau, Baku und Eriwan ein trilaterales Abkommen, in dem sich Armenien verpflichtete, den verbleibenden Teil seiner Truppen aus dem Gebiet Aserbaidschans abzuziehen. Die russischen Friedenstruppen wurden auf einem kleinen, von Armeniern dicht besiedelten Gebiet von 3.000 Quadratkilometern stationiert. Der Rest der armenisch besetzten Gebiete kehrte unter die volle Kontrolle Aserbaidschans zurück.

Ein 5 Kilometer breiter Korridor führt durch das  aserbaidschanische Territorium, um die humanitären Beziehungen zwischen Armenien und der armenischen Bevölkerung in Karabach aufrechtzuerhalten. Baku garantiert die Sicherheit des Korridors, und es gibt auch russische Militärkontrollpunkte entlang der Passage. Außerdem einigten sich die Parteien darauf, alle Kommunikationswege in der Region freizugeben.

Die armenisch-türkische und armenisch-aserbaidschanische Grenze wird geöffnet, was den Interessen der gesamten Region und Deutschlands als Partner Armeniens und Aserbaidschans entgegenkommt. Als Folge des zweiten Karabach-Krieges vereinbarten die Parteien gemäß Punkt 8 der trilateralen Erklärung, die von den Präsidenten Aserbaidschans und Russlands sowie dem Ministerpräsidenten Armeniens am 10. November 2020 unterzeichnet wurde, den Austausch von Kriegsgefangene, Geiseln und anderen Gefangenen. 5

Die Umsetzung der Verpflichtung begann Anfang Dezember 2020. Am 4. Dezember reichten die Parteien eine Liste der Gefangenen beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein. Im Dezember und Januar fand der Austauschprozess mehrmals statt, und nach den letzten Informationen übergab die aserbaidschanische Seite 69 Kriegsgefangene an Armenien und die armenische Seite 15 Gefangene und Geiseln nach dem Prinzip „alle gegen alle“. Aserbaidschan hat offiziell angekündigt, dass die Rückgabe aller armenischen Kriegsgefangenen damit abgeschlossen sei.

Trotz des Abkommens vom 9. November verlegte Armenien Anfang Dezember 2020 eine neue Gruppe von Soldaten nach Karabach und nutzte dabei den humanitären Korridor. Diese Gruppe versuchte, im Rücken der aserbaidschanischen Armee Fuß zu fassen. Dabei wurden vier aserbaidschanische Soldaten getötet, zwei weitere Personen wurden schwer verwundet, darunter ein Zivilist – ein Ingenieur, der gerade eine Mobilfunkverbindung herstellte. Daraufhin führte Aserbaidschan eine Anti-Terror-Operation in dem Gebiet durch.

Selbst Armeniens Verbündeter Russland gab durch seinen Außenminister Lawrow zu, dass Armenien unrechtmäßig Kämpfer nach Karabach verlegt und damit das Abkommen vom 9. November verletzt hat. Mit Kämpfern sind die 62 bewaffneten armenischen Männer aus der Region Schirak Armeniens gemeint. Aserbaidschan betrachtet diese Soldaten nicht als Kriegsgefangenen, sondern als Saboteure, die nach dem Ende der Feindseligkeiten auf dem Territorium Aserbaidschans bewusst Verbrechen begangen haben. Es kann keine Kriegsgefangenen geben, wenn es keine militärischen Operationen gibt, sie sind Kriminelle, aber keine Kriegsgefangenen.

Außerdem besagt Artikel 49 des Zusatzprotokolls I (1977) zu den Genfer Konventionen, dass solche Saboteure nicht das Recht haben, den Status eines „Kriegsgefangenen“ zu erhalten. Die armenische Seite, die eine Politik der Manipulation der Gefangenen verfolgt, will eine voreingenommene Meinung über Aserbaidschan schaffen, was ein ernsthaftes Hindernis für den Friedensprozess ist. Wenn wir einen wirklichen Frieden in Berg-Karabach sehen wollen, muss Armenien davon absehen, den Friedensprozess mit der Frage der Kriegsgefangenen zu manipulieren.

Armeniens Weigerung, Landminenkarten zu übergeben, verhindert die Minenräumung in der Karabach-Region Aserbaidschans

Seit dem 9. November ist die Region Karabach zwar stabilisiert, aber der Frieden ist immer noch sehr fragil. Armenien hat in großem Umfang Landminen und Panzerabwehrminen eingesetzt, um massive menschliche Verluste unter aserbaidschanischen Zivilisten und Militärs zu verursachen. Dies führte zu einer humanitären Katastrophe in der vom Krieg betroffenen Region und blockiert den Zugang für humanitäre und Wiederaufbauaktivitäten.

Aserbaidschans Gebiet wurde während der fast 30-jährigen Besetzung durch Armenien seit Anfang der 1990er Jahre stark vermint. Kurz nach dem Krieg begannen die aserbaidschanischen Behörden mit groß angelegten Minenräumungsaktionen in der Karabach-Region. Regierungsvertreter und Unternehmen aus vielen Ländern, darunter die Türkei, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Pakistan, haben bereits ihre Absicht bekundet, Aserbaidschan in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Um Landminen aus seinen Gebieten zu entfernen, brachte Aserbaidschan hochmoderne Minenräumungsmaschinen mit, wie z.B. die MEMATT aus türkischer Produktion und die AARDVARK aus britischer Produktion.

Die Minenräumung in den befreiten Gebieten stößt auf große Schwierigkeiten, weil Armenien sich weigert, die Karten der mit Minen verseuchten Gebiete vorzulegen. Seit der Unterzeichnung der trilateralen Erklärung durch die Staats- und Regierungsoberhäupter Aserbaidschans, Armeniens und Russlands am 10. November 2020 wurden 22 Bürger Aserbaidschans, darunter 14 Zivilisten, infolge von Minenexplosionen in den kürzlich befreiten Gebieten getötet. 85 Bürger, darunter 16 Zivilisten, wurden schwer verletzt, darunter auch die Mitarbeiter der Aserbaidschanischen Nationalen Agentur für Minenbekämpfung (ANAMA), die versuchten, andere zu schützen. Armenische Panzerabwehrminen töteten alle Besucher im Auto während der Fahrt in der Nähe der Ruinen ihres Dorfes.

Armenien weigert sich, diese Krise auf diplomatischem Wege zu lösen. Seit Monaten verweist Präsident Alijew auf die Weigerung Armeniens, die Karten herauszugeben, obwohl die armenische Regierung nach dem humanitären Völkerrecht verpflichtet ist, die Informationen offenzulegen. Aserbaidschan hat seine Bedenken auch bei den Vereinten Nationen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa vorgebracht. In einem Brief an den UN-Generalsekretär vom 24. Februar erklärte der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov, dass das Ausbleiben einer Antwort Armeniens „die Aufrichtigkeit dieses Landes für eine Normalisierung der Beziehungen zu Aserbaidschan ernsthaft in Frage stellt.“

Obwohl das oberirdische Arsenal der Besatzer in 44 Tagen zerstört wurde, ist das unterirdische Arsenal noch vorhanden. Die Minen wurden in den befreiten Gebieten entlang von Stromleitungen, Straßenrändern, Dorf- und Stadtwegen, Flussufern und anderen Stellen vergraben. Es ist notwendig, die Zusammenarbeit zwischen der Regierung,

Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen zu verstärken, um die Bedrohung durch Landminen zu verhindern. Es ist wichtig, Reisen von einheimischen und ausländischen Journalisten in die befreiten Gebiete zu organisieren, um Menschen davon abzuhalten, die verminten Gebiete zu besuchen. Internationale Organisationen sollten Druck auf Armenien ausüben, damit es endlich die Karte der verminten Gebiete zur Verfügung stellt.


Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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– NEX24 Interview – Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Bénard: An einem Winterabend saß ich mit türkischen Freunden in einer Kneipe, wo wir uns gewöhnlich einmal die Woche treffen, um Karten zu spielen. Die Nachrichten liefen im Fernseher. Als erste Schlagzeile verkündete der Journalist, dass Präsident Chirac und sein erster Minister Lionel Jospin am 29.1.2001 ein Dekret verabschiedet haben, in dem stand, dass Frankreich den Völkermord an den Armeniern anerkannte.

Die Ankündigung ließ meine Freunde verstummen. Nach einer langen Zeit des Schweigens fingen sie an zu erzählen. Ich hörte zu, ohne mich an den Gesprächen zu beteiligen. Sie kamen aus einer kleinen Stadt namens Bayburt, in der Osttürkei. 1915 nahmen Armenier die jungen und alten türkischen Bewohner der Stadt gefangen und sperrten sie in drei Scheunen auf dem Stadthügel unterhalb der Festung ein. Sie stecken die erste, dann die zweite an. Zum Glück für die dritte Scheune kam die türkische Armee rechtzeitig und vertrieb die Mörder. Die türkischen Soldaten befreiten die Gefangenen. Aber leider wurden Hunderte bei lebendigem Leib verbrannt.

Wie alle Franzosen war ich überzeugt, dass gegen die Armenier ein Völkermord begangen worden war, und dass sie in diesem Konflikt nur Opfer gewesen waren und auf gar keinen Fall Täter. Ich kannte meine Freunde seit langem und konnte nicht an deren Worten zweifeln. So fasste ich meinen Entschluss und begann über die türkisch-armenischen Ereignisse von 1915 zu recherchieren.
Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Kunst
Preußischer Kulturbesitz begrüßt Rückgabe der Benin-Bronzen und hält Leihgaben für möglich

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat die Einigung über die Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen an Nigeria begrüßt. Die Kunstwerke stammen aus britischen Plünderungen Ende des 19. Jahrhunderts. Parzinger sagte am Freitag im Inforadio vom rbb, es werde ab dem kommenden Jahr substanzielle Rückgaben geben, nicht nur einige wenige symbolische. Gleichzeitig hält er Leihgaben für Deutsche Museen für möglich. „Wir wünschen uns natürlich schon, dass hier in Berlin im Humboldt-Forum wie auch in anderen deutschen Städten weiterhin diese herausragende Kunst Afrikas zu sehen ist.“ Parzinger zeigte sich überzeugt, eine gute Lösung zu finden. Auch in Nigeria gebe es entsprechende Wünsche. „Der Gouverneur der Provinz in der Benin-City liegt, der sagt, diese Kunst aus Benin ist Teil der Weltkunst und wir wollen, dass es auch außerhalb Nigerias, außerhalb Afrikas gezeigt wird.“ Parzinger kündigte für Mai eine zweite Reise des Auswärtigen Amtes nach Nigeria an. Dabei soll über Einzelheiten der Rückgabe sowie mögliche Leihgaben gesprochen werden. „Es ist wichtig, dass die Fachleute mit der Politik hier in Dialog kommen und ich bin absolut sicher, wir werden eine Lösung finden, die für beide Seiten gut ist.“

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