Von Kemal Bölge
Das Stadtparlament von Nea Propondida (Νέα Προποντίδα) hat in einer Sitzung einstimmig die erneute Umbettung der aus osmanischer Zeit stammenden muslimischen Gräber beschlossen. Zuvor waren bei Bauarbeiten zu einer Turnhalle die Arbeiter auf die muslimischen Grabstätten gestoßen, in dem die Gebeine von 201 Toten lagen. Die Gebeine der Toten wurden von den griechischen Behörden fotografiert, dokumentiert und vom Baugelände abtransportiert.
Journalist Ilhan Tahsin: Vorgehensweise ohne Rücksicht auf islamische Religion
Diese Vorgehensweise wurde am 18. Februar 2021 unter anderem vom Journalisten Ilhan Tahsin in einem Artikel scharf kritisiert, weil dabei ohne das nötige Feingefühl vorgegangen und auf die religiösen Riten der islamischen Religion keine Rücksicht genommen worden sei. Nach Bekanntwerden des Vorfalls bestellte das türkische Außenministerium den Botschafter Griechenlands in Ankara ein, um das Missfallen der türkischen Regierung zum Ausdruck zu bringen.
Historikerin Dr. Konuk Halaçoğlu: Unser Dank gilt dem Stadtparlament von Nea Propontida
Zum Thema der muslimischen Grabstätten erklärte die Historikerin Dr. Neval Konuk Halaçoğlu von der Marmara Universität in Istanbul, dass sie von 2009-2010 bei Forschungsarbeiten in dieser Region auf osmanische Grabstätten gestoßen sei und dazu eine Gedenkstätte mit einer religiösen Zeremonie vorgeschlagen habe.
Sie hob hervor:
„Die Stadtverwaltung von Nea Propondida, zu der das Dorf Simandra des zur Stadt Thessaloniki gehörenden Landkreises, hat im Stadtparlament die Entscheidung (Nummer 65/2021) zur erneuten Beerdigung der vor dem Bevölkerungsaustausch bestatteten Toten getroffen. Es wurde beschlossen, die während der Bauarbeiten zur Sporthalle entdeckten Leichname in einem beschilderten Bereich des Stadtfriedhofs zu bestatten. Dass die Beerdigungszeremonie wie geplant stattfindet, wurde von Vertretern der Stadt bestätigt. Wir möchten uns im Namen der Familien des Bevölkerungsaustauschs bei der Stadtverwaltung von Nea Propontida und allen bedanken, die aus Respekt vor unseren Verstorbenen diese einstimmig getroffene Entscheidung ermöglicht haben.“
Dr. Konuk Halaçoğlu betonte, die durch griechische Behörden genehmigte Beerdigungszeremonie sei die erste offizielle türkische Bestattungszeremonie ihrer Art in Griechenland. In dem ehemaligen osmanischen 500-Seelen-Dorf lebten nach Angaben der Universitätsdozentin einst 167 türkische Familien, die aus Fethiye, Gemlik (Bursa), Içel und Istanbul auswanderten, um sich in der landschaftlich reizvollen und fruchtbaren Region der Chalkidike Halbinsel anzusiedeln.
Historikerin Dr. Konuk Halaçoğlu (Foto: Millet Gazetesi)Stellvertretender türkische Außenminister Kıran zur Stippvisite in Westthrakien
Der stellvertretende türkische Außenminister Yavuz Selim Kıran kam bei einer offiziellen Visite im griechischen Westthrakien mit Vertretern der türkischen Minderheit und NGOs zusammen. Kıran verwies auf die Rechte der Minderheit und erklärte bei einer Pressekonferenz:
„Niemand sollte von uns erwarten, dass wir bei Rechtsverstößen gegen die türkische Minderheit tatenlos zusehen. Um die Rechte der Minderheit zu schützen, werden wir weiterhin auf bilateraler und internationaler Ebene unsere Stimme erheben und dafür Schritte unternehmen. Ohne Zweifel sind die Sorgen der Auslandstürken auch unsere Sorgen.“
Darüber hinaus besuchte der Minister in Thessaloniki auch das Geburtshaus des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk, das seit 1953 als Museum fungiert.
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Inmitten der Spannungen zwischen Ankara und Athen hat eine türkische Stadt eine schöne Botschaft des Friedens an Griechenland gesendet.
Täglich vor dem Bildschirm: Für eine Mehrheit der Deutschen vergeht kein Tag ohne Surfen, kein Tag ohne Fernsehen oder Videos, kein Tag ohne WhatsApp oder andere Nachrichten. Fast jeder besitzt heute ein Smartphone, die Nutzung hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Corona-Krise hat diesen Trend noch einmal beschleunigt: Mehr als jeder Dritte nutzt es häufiger als vorher. Dies sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie „Die Süchte der Deutschen“ der pronova BKK.
Alltag in der Pandemie: Der Kontakt zu anderen läuft in vielen Fällen nur noch über Videoschalten. Das hat die Nutzung digitaler Medien und Kommunikationswege noch verstärkt. 67 Prozent der Deutschen surfen täglich im Internet. 63 Prozent tauschen sich mit anderen über Messenger-Dienste wie WhatsApp aus. 59 Prozent schauen täglich Fernsehen oder Videos. Ob Streaming oder TV, der Video-Konsum hat in der Corona-Krise deutlich zugenommen. Das sagen 35 Prozent der Deutschen. Fast ebenso viele berichten, dass sie auch mehr im Internet surfen als vor der Pandemie. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagen dies sogar knapp zwei Drittel der Befragten über ihren Pandemie-Alltag.
Nicht ohne mein Smartphone
Nur noch sieben Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger haben kein Smartphone. Der Vergleich mit der Vorgänger-Studie der pronova BKK aus dem Jahr 2017 belegt auch einen steilen Anstieg der Nutzung: Damals waren 74 Prozent der Deutschen mit ihrem Handy im Internet unterwegs und schrieben Nachrichten über Messenger. Heute tun dies bereits 84 Prozent der Bevölkerung. Die Corona-Krise hat den Trend noch einmal beschleunigt: Mehr als jeder Dritte hängt seit Beginn der Pandemie häufiger am Mobiltelefon als vorher. Vor allem die unter 30-Jährigen legen ihr Handy kaum noch aus der Hand: 72 Prozent nutzen es mehr als vor der Krise.
Ein Leben ohne Smartphone? Das kann sich die Hälfte der Deutschen schlicht nicht mehr vorstellen. Bei der Befragung vor vier Jahren ging es erst einem Drittel der Befragten so. Bei den unter 30-Jährigen sind es heute sogar drei Viertel der Befragten, die nicht mehr ohne ihr Handy auskommen.
Fast jeden Dritten befällt Panik, wenn das Smartphone gerade nicht zur Hand ist. 43 Prozent erwischen sich dabei, wie sie nach einer gewissen Zeit automatisch auf das Smartphone schauen. Morgens gilt der erste Blick dem Handy und abends der letzte, das berichten 41 Prozent. 37 Prozent checken regelmäßig auch auf der Arbeit ihre privaten Nachrichten.
Generation Smartphone
Die unter 30-Jährigen sind in einer Welt mit Handys aufgewachsen – und sie sind heute ihren Geräten noch viel enger verbunden: 31 Prozent der Befragten insgesamt und 74 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gestehen, dass sie ihr Smartphone sogar häufig mit aufs Klo nehmen. Vor vier Jahren haben das erst 25 Prozent der Deutschen getan. „Die Nutzung ist Gewohnheit geworden. Wer sich dabei ertappt, das Smartphone immer in Reichweite haben zu müssen, ist zumindest gefährdet, die Kontrolle zu verlieren“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. „Gezieltes Training kann helfen, das Steuer wieder zu übernehmen und zur dosierten Nutzung zurückzukehren: Täglich werden handyfreie Zeiten definiert, in denen das Gerät bewusst zur Seite gelegt wird.“
Das Smartphone benötigt Regeln
Digitale Medien durchdringen zunehmend auch das Familienleben. In der Corona-Krise erlauben knapp zwei Drittel der Eltern ihren Kindern zum Zeitvertreib eine großzügigere Nutzung, um Videos zu schauen, zu chatten oder zu spielen. Zugleich sind 63 Prozent davon überzeugt, dass die intensive Nutzung digitaler Medien durch die Eltern Säuglingen und Kleinkindern schadet. Viele Eltern bemühen sich deshalb um einen verantwortungsvollen Umgang: In 65 Prozent der Familien gilt ein striktes Smartphone-Verbot zu den Mahlzeiten am Tisch, 55 Prozent versuchen, ein gutes Vorbild zu sein, auch wenn es ihnen mitunter schwerfällt, sich selbst zu beschränken. „Es ist wichtig, dass für das Handy und andere digitale Medien Regeln gelten, die den Kindern Orientierung geben. So kann der Nachwuchs den bewussten und dosierten Umgang mit Medien lernen“, sagt Herold von der pronova BKK.
Zur Studie
Die Bevölkerungsbefragung „Die Süchte der Deutschen“ wurde im Januar 2021 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland online befragt.
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– Studie –
„Viele Selfies können Anzeichen einer psychischen Störung sein“
Der Begriff „Selfitis“ wurde erstmals im Jahr 2014 von der britischen Tageszeitung Daily Telegraph verwendet, um Menschen zu verspotten, die ständig Selfies machten. Nach drei Jahren glauben Psychologen, dass „Selfitis“ zu einer echten psychischen Krankheit geworden ist und sagen, dass Menschen, die an „Selfitis“ leiden, professionelle Hilfe suchen sollten.
Das menschliche Auge ist ein faszinierendes Organ. Es nimmt fein abgestufte Signale wahr, Farben, Kontraste und Formen. Die Direktleitung zum Gehirn sorgt nicht nur dafür, dass wir verstehen, was wir sehen, sondern setzt auch Emotionen und Assoziationen frei. Das gilt natürlich auch, wenn Menschen sich eine Webseite anschauen, die bestimmte Farbmuster enthält, ob harmonisch oder krass, grell oder dezent. Firmeninhaber und Webmaster können allein schon mit Farbtönen vieles steuern.
Eine Homepage einfach intuitiv zu gestalten, ohne genaue Planung, mag in manchen Fällen zwar gut gehen, ist insgesamt aber nicht zu empfehlen. Schließlich handelt es sich um eine öffentlich sichtbare Visitenkarte, die nicht nur einen gewissen Informationsgehalt bieten, sondern auch Vertrauen einflößen, Neugier wecken und Sympathien erzeugen soll. Vorher ein genaues Farbmuster festzulegen gehört zur Routinearbeit professioneller Webmaster – und das ganz zu Recht.
Farbtöne senden immer Signale aus, einzeln und in Kombination zueinander, und diese Botschaften gilt es gezielt zu nutzen. Farbzusammenstellungen dienen auch dazu, den Inhalt besser zu strukturieren und eine optische Hierarchie von Wichtigem und weniger Wichtigem zu schaffen. Der Gestaltungsprozess zieht sich durch das intensive Brainstorming zwar zunächst in die Länge, doch die Zeitinvestition lohnt sich!
Welche Farben – und wie viele?
Auf von Profihand gestalteten Webseiten dominiert häufig ein besonders ins Auge fallender Ton, andere Farben ordnen sich unter. Manchmal sind es auch zwei farbliche Hauptakteure, die sich gegenseitig unterstützen. Extrem selten kommt eine Homepage mit nur einer einzigen Farbe aus, das empfindet selbst der unerfahrene Laie als zu langweilig. Zu bunt sollte es allerdings auch nicht werden, das sorgt für zu viel Unruhe und führt oft dazu, dass sich Besucher genervt abwenden, weil sie sich im Farbenmeer schlecht orientieren können. Es gilt also, mit Feingefühl die Waage zu halten und eine begrenzte Farbpalette auszuwählen, die mit der gewünschten Aussage übereinstimmt.
An dieser Stelle kommt automatisch die Frage auf: Wie viele Farben dürfen es insgesamt sein? Wer sich aufmerksam umsieht, der merkt schnell, dass auf Profi-Homepages ein Potpourri von etwa 4 bis 6 Farben dominiert, die teilweise aus Abstufungen ein und desselben Tons bestehen. Viel mehr braucht es normalerweise nicht, um alle gewünschten visuellen Effekte zu erzielen. Der Hauptton kommt oft sogar seltener zum Einsatz als alle anderen, weil er ganz von selbst kräftig heraussticht. Wer sich die emotionale Wirkung einzelner Farben genau ansieht, erhält erste Hinweise auf die Richtung, die das eigene Web-Design einschlagen sollte.
Rot – die Königin der Farben
Rot ist eindeutig die Farbe mit der stärksten Signalwirkung, es zieht alle Blicke auf sich. Das frische Primärrot sticht besonders stark heraus, dagegen kommt kein anderer Ton an. Aber Achtung: Schnell fühlt sich der Betrachter überstimuliert, dann zieht er sich nach anfänglicher Neugier eher zurück. Rot lässt sich natürlich auch abstufen, dimmen und anpassen, sodass daraus Töne entstehen, die nicht mehr so alarmierend wirken.
Ein dunkles Rot mit Blaustich wirkt beispielsweise angenehm edel, solange es sich nicht über allzu große Flächen erstreckt. Die Gefahr der Überfrachtung ist immer gegeben, darum bleibt Fingerspitzengefühl das A und O beim Einsatz von roten Tönen. Wer mit Rottönen umzugehen weiß, der erregt Aufmerksamkeit, ohne jemanden zu verschrecken: Meistens findet sich nach einigem Herumprobieren genau die passende Dosis! Wichtig ist, das passende Rot zum eigenen Anliegen zu herauszufiltern: Geht es tatsächlich darum, Alarm zu schlagen oder sollen eher warme, romantische Gefühle entstehen? Daran bemisst sich die Entscheidung.
(Beispielfoto: Pixabay)
Violett – ein Hauch von Luxus
Lila beziehungsweise Violett kommt im Webdesign häufig dann zu Wort, wenn sich alles um luxuriöse Produkte dreht. Der Hintergrund: Purpur gehörte viele Jahrhunderte zu den teuersten Farben der Welt, die sich nur die reichsten Menschen leisten konnten. Viele Edelsteine einschließlich Amethyste, Saphire und Diamanten, bestechen durch violette Farbnuancen. Heutzutage wird diese Farbe häufig verwendet, um Akzente im VIP-Bereich zu setzen, denn sie bringt stets einen Hauch von Glamour mit.
Aus diesem Grund bedienen sich auch Spielbanken auf der ganzen Welt dieses Tons, und sogar bei Online Anbietern wie das PokerStars Vegas ist dieser Trend angekommen. Extravaganz heißt die Devise, und die lässt sich am besten mit Violett ausdrücken! Doch auch hier gilt der wichtige Grundsatz, im Zweifelsfall eher zurückhaltend zu sein, um Übertreibungen zu vermeiden. Einem kräftigen Lila einen zarten Pastellton hinzuzufügen, sorgt beispielsweise für Entspannung. Auch Grautöne helfen dabei, die Webseite nicht zu überfrachten.
Blau – die Farbe des Erfolgs
Blau gehört ebenfalls zu den Farben, die sehr häufig auf Webseiten anzutreffen sind. Dieser Ton präsentiert sich deutlich unauffälliger und zurückhaltender als Lila und Rot, selbst in seiner kräftigsten Variante. Er steht für Erfolg und Seriosität, bringt aber auch eine gewisse Luftigkeit mit. Eine Farbe, die man ernst nehmen muss, ohne sie allzu ernst zu nehmen.
Ein tiefes Azurblau kann sogar richtig edel wirken, es lässt nebenbei aber auch den Gedanken an Urlaub und Meer aufkommen. Himmelblau wirkt deutlich verspielter und frischer, verlangt jedoch meistens nach einem dunkleren Kontrast. Viele Reise-Webseiten setzen auf Blautöne, das hält aber auch andere Unternehmen nicht davon ab, sich der blauen Farbpalette zu bedienen. Im Grunde kann jeder Blau verwenden, der sich zu dieser Farbe hingezogen fühlt.
Banken schmücken ihre Webseiten ebenso damit wie Fahrradshops oder Fanpages. Wie immer gilt es, die richtige Nuance zu finden und diese passend zu positionieren, damit der Gesamteindruck zur Botschaft passt.
Gelb und Orange – die junge Frische
Gelb und Orange sind wahre Sonnenfarben, sie bringen eine spezielle Fröhlichkeit und Frische mit. Zitronengelb wirkt besonders spritzig, während das warme Sonnengelb an schöne Sommertage erinnert. Orange bringt durch die Beimischung von Rot eine etwas schwere Note ins Spiel, viele denken dabei an einen Sonnenuntergang oder an die süße gleichnamige Frucht. Auch hier haben wir wieder eine enorme Spannweite verschiedener Töne vor uns, die sich miteinander kombinieren oder einzeln in Szene setzen lassen.
Helles Gelb findet oftmals dort Anwendung, wo es um Spaß und Jugend geht, aber auch Originalität und Kreativität lassen sich damit assoziieren. Künstler-Webseiten profitieren von gelben Akzenten ebenso wie Anbieter von Jugendreisen oder Obsthändler. Natürlich sind wir hier noch nicht am Ende aller Möglichkeiten, viele andere Webseiteninhaber können Gelb und Orange ebenfalls für sich nutzen. Ein Mix aus verschiedenen Gelbtönen unter Zugabe von blauen Akzenten ist nicht ohne Grund besonders beliebt, denn Sonne und Himmel gehören schließlich auch in der Natur fest zusammen.
(Beispielfoto: Pixabay)
Schwarz – die düstere Option
Dunkler als Schwarz geht es nicht – und gerade deshalb scheuen zahlreiche Webseitengestalter davor zurück. Immerhin bleibt normalerweise die Schrift pechschwarz, ansonsten taucht dieser Ton meistens nur in Form dünner Linien oder Striche auf. Schwarze Flächen im Design sind in der Tat gewöhnungsbedürftig, heben aber Inhalte sehr effektiv hervor.
Große weiße Schrift vor schwarzem Hintergrund knallt förmlich ins Auge; bunte Bilder tun es vor dunklem Grund ebenso. Wer sich an das Schwarz herantraut, muss natürlich achtgeben, dass seine Homepage nicht das Flair einer Traueranzeige ausströmt – es sei denn, es handelt sich um einen Leichenbestatter. Vorsicht ist wie immer die Mutter der Porzellankiste, nicht, dass die Besucher zu Schwarzsehern werden!
Grün – der Natureffekt
Keine Farbe steht in einem so engen Zusammenhang mit der Natur wie Grün. Blätter sind grün, Gras ist grün, auch Blumen sind in erster Linie grün. Grüntöne bringen also Natürlichkeit ins Spiel, so erscheint ihre Beliebtheit kaum verwunderlich. Jetzt kommt es nur noch darauf an, in welchem farblichen Umfeld das jeweilige Grün auftaucht: Allgemein steht eine Kombination aus Weiß, Blau und Grün für Sicherheit, wenn dabei Grün dominiert.
Ist Blau der herausragende Ton im Terzett, dann geht die Assoziation eher in Richtung Sympathie. Grün zusammen mit Braun wirkt geerdet und weckt das Gefühl von Zuverlässigkeit. So lassen sich die Parameter je nach gewünschtem Effekt immer ein wenig verschieben, bis genau das passende Ergebnis herauskommt. Auch das Grün selbst ist natürlich variabel: Während helle, gelbliche Nuancen an den jungen Frühling erinnern, wirken tiefdunkle Grüntöne wie Moos oder satte Wiesen.
(Beispielfoto: Pixabay)
Das augenfälligste Fazit lautet: Die Farbgebung sollte sich immer am jeweiligen Unternehmen und dessen Zielsetzung orientieren. Dabei lohnt es sich, das Thema Farbpsychologie ins Auge zu fassen und mit verschiedenen Tönen herum zu probieren. Es geht nicht nur einfach ums farbliche „Gefallen“, sondern auch darum, einen vorher festgelegten Effekt zu erzielen. Der Weg dorthin nimmt Geduld und Zeit in Anspruch, doch ist das Ergebnis – die neu gestaltete Homepage! – endlich da, hat sich der Kampf gewiss gelohnt.
Bagdad – Das irakische Außenministerium hat am Montag den türkischen Botschafter in Bagdad einbestellt und gegen den Besuch von Verteidigungsminister Hulusi Akar auf einem türkischen Armeestützpunkt im Nordirak protestiert.
Das Ministerium sagte in einer Erklärung, es habe dem türkischen Spitzendiplomaten im Irak eine „Protestnote“ über die anhaltenden Verletzungen der irakischen Souveränität durch die türkischen Streitkräfte übergeben.
(Foto: Republik of Iraq)
In dieser Protestnote habe die irakische Regierung „ihren starken Unmut und ihre Verurteilung der Anwesenheit des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar auf irakischem Territorium und des Treffens mit türkischen Streitkräften, die sich dort illegal und ohne Koordination oder vorherige Genehmigung durch die zuständigen Behörden im Irak aufhalten“, zum Ausdruck gebracht.
In der Note wurden zudem die Äußerungen des türkischen Innenministers über die Absicht der Türkei, eine ständige Militärbasis im Nordirak zu errichten, verurteilt.
„Die irakische Regierung hat die Äußerungen des türkischen Innenministers über die Absicht seines Landes, eine permanente Militärbasis im Nordirak zu errichten, verurteilt“, hieß es in der Erklärung des Außenministeriums.
Der leitende Unterstaatssekretär des Außenministeriums, Nizar Al-Khairallah, erklärte: „Die irakische Regierung lehnt die ständigen Verletzungen der irakischen Souveränität sowie des Land- und Luftraums durch die türkischen Streitkräfte, die den freundschaftlichen Beziehungen, der guten Nachbarschaft und den einschlägigen internationalen Gesetzen und Normen widersprechen, kategorisch ab.“
(Foto: MSB)
Am Samstag besuchte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar in Begleitung des Generalstabschefs, General Yasar Güler, und des Kommandeurs der türkischen Landstreitkräfte, Umit Dündar, den türkischen Stützpunkt im Nordirak, um die Militäroperationen gegen die PKK)zu überwachen.
„Die Türkei respektiert die territoriale Integrität und Souveränität aller ihrer Nachbarn, einschließlich des Irak“, sagte Akar als Reaktion auf Bagdads Äußerungen am Mittwoch.
„Unser einziges Ziel ist es, Terrorismus und Terroristen zu bekämpfen. Jeder sollte wissen, dass wir im Nordirak wegen der Terroristen sind, die aufgrund der geografischen Bedingungen der Region dort Unterschlupf gefunden haben“, sagte Akar bei einem Besuch der Gölcük-Marineflotte im nordwesttürkischen Kocaeli am Mittwoch.
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Istanbul – Während zahlreiche Fluggesellschaften die Corona-Pandemie nicht überlebt haben, erzielte Turkish Airlines als eine der ersten großen Fluggesellschaften einen Gewinn.
Turkish Airlines hat die Gefahren des Jahres 2020 in relativ guter Verfassung überstanden. Wie die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen, geht es der Fluggesellschaft auch im Jahr 2021 gut. Während das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent zurückgingen, war die Fluggesellschaft eine der wenigen, die tatsächlich einen Nettogewinn ausweisen konnte.
Turkish Airlines hat inmitten pandemiebedingter Reisebeschränkungen auf der ganzen Welt im ersten Quartal 2021 einen Gesamtumsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar erzielt, wie die Fluggesellschaft mitteilte.
„In dieser schwierigen Zeit ist es Turkish Airlines gelungen, trotz der Auswirkungen der durch Covid-19 verursachten Krise das erste Quartal 2021 mit einem realen Betriebsverlust von 41 Millionen Dollar und einem Nettogewinn von 61 Millionen Dollar abzuschließen“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu das Unternehmen.
Im Zeitraum Januar-März, in dem die Zahl der Flugpassagiere um 48 Prozent zurückging, beförderte Turkish Airlines insgesamt 6,4 Millionen Reisende mit einer Auslastung von 74 Prozent bei Inlandsflügen und 61 Prozent bei internationalen Flügen.
„Während die Pandemie mit verheerenden Auswirkungen auf die weltweite Luftfahrtindustrie weitergeht, kann man diese Leistung nur als ‚mit Bravour überstanden‘ bezeichnen“, so Turkish Airlines-Chef Ilker Ayci gegenüber Anadolu. Dieser Erfolg sei das Ergebnis der Kombination aus nationalem Pflichtbewusstsein, professionellem Können und Erfahrung im Krisenmanagement. Ayci weiter.
„Wir werden weiterhin mit der gleichen Selbstlosigkeit arbeiten, um diese dunklen Tage hinter uns zu lassen und am Himmel weiter zu erstarken“, sagte er.
Ein großer Teil dieses Erfolges ist auf das Frachtgeschäft zurückzuführen, dessen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent gestiegen ist. Ein erheblicher Teil dieser Frachtkapazität wird von Passagierflugzeugen ausgeliefert. Nach den Daten vom Februar 2021 wurde Turkish Cargo zum fünftgrößten Luftfrachtunternehmen der Welt mit einem Rekordwachstum im Frachtmarkt.
„Turkish Airlines kompensiert die nachlassende Nachfrage auf der Passagierseite teilweise mit einer starken Leistung im Frachtverkehr. Unser Unternehmen hat einen bedeutenden Beitrag zum Transport von medizinischen Hilfsgütern im Kampf gegen den Ausbruch von COVID-19 geleistet“, so die türkische Airline.
Da weniger Passagierflugzeuge Fracht transportieren, sind die Kosten für Sendungen in die Höhe geschossen. Die Luftverkehrsvereinigung IATA teilte mit, dass die Luftfrachtnachfrage mit einem Anstieg von 4,4 Prozent weiterhin das Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie im März 2020 übertrifft. Die Nachfrage im März erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Serie im Jahr 1990.
Um aus dieser Nachfrage Kapital zu schlagen, hat Turkish Airlines seine nicht ausgelastete Passagierflotte genutzt, um zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen. Sie betreibt bereits mehr als 10 Passagier-Großraumflugzeuge für Fracht und scheut sich nicht, in den kommenden Monaten weitere hinzuzufügen.
„Der Frachtbetrieb wird mit voller Kapazität fortgesetzt und mehr als 10 Großraum-Passagierflugzeuge werden dafür eingesetzt. Die Anzahl der Passagierflugzeuge, die im Frachtbetrieb eingesetzt werden, kann je nach dem Umfeld der Frachtnachfrage und den Passagierflugbeschränkungen ebenfalls erhöht werden“, so die Airline in ihrem Quartalsbericht.
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Bonn – Der frühere Außenminister und aktuelle Vorsitzende des Vereins „Atlantik-Brücke“, Sigmar Gabriel (SPD), bezweifelt, dass man durch wirtschaftlichen Druck Einfluss auf Menschenrechte bei Handelspartnern wie China oder Russland nehmen könne.
„Länder verändern sich aus sich selbst heraus, aber nicht dadurch, dass andere wirtschaftlichen Druck machen“, sagte Gabriel im phoenix-Interview. Wolle man westliche Wertvorstellungen zum alleinigen Maßstab des wirtschaftlichen Handelns machen, so müssen man auch bereit sein, massive Folgen und erhebliche Arbeitslosigkeit in Kauf zu nehmen.
„Das werden wir alle nicht machen und deswegen wird es dieses Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und westlichen Wertvorstellungen und Menschenrechten immer geben“, sagt Gabriel. Man könne lediglich darauf hoffen, zwei Dinge zu erreichen: Fairness in Handelsfragen und, „dass wir verhindern, dass aus Konflikten, wie wir sie haben, echte Kriege werden, denn auch solche Gefahren gibt es heute auf der Welt. Damit sei schon viel erreicht“, ergänzt Sigmar Gabriel. Die Außenminister der G7-Staaten hatten gestern in London unter anderem über den Umgang mit China beraten.
Mit Bezug auf das umstrittene Pipeline-Projekt Nord Stream 2 erklärt Sigmar Gabriel, die Entscheidung für oder gegen das Projekt müsse eine europäische bleiben und dürfe nicht von den USA beeinflusst werden, schließlich gebe es hier seit 25 Jahren einen liberalisierten Energiemarkt.
„Ich halte es für ein Problem, aus dem Ausland heraus eine Energierichtlinie zu verändern und wieder zu politischen Entscheidungen in den Energiemarkt zu gehen. Das würden die USA auch nicht erlauben“, so der frühere SPD-Politiker. Er wies darauf hin, dass die USA etwa im gleichen Finanzvolumen, wie Europa Gas mit Nordstream 2 aus Russland kaufen wolle, planten, Öl aus Russland zu beziehen, um nicht mehr in Ländern wie Venezuela oder Iran kaufen zu müssen. „Man muss ein bisschen aufpassen, dass man nicht unterschiedliche Maßstäbe anlegt“, so Gabriel.
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Markus Braun, der ehemalige Chef des zusammengebrochenen Skandalkonzerns Wirecard, hat sich erstmals seit seiner Verhaftung im vergangenen Juli öffentlich geäußert. Über seinen Kommunikationsberater Dirk Metz lässt der 51-jährige Braun in der Wochenzeitung DIE ZEIT erklären, er habe von den Betrügereien bei Wirecard erst aus den Akten der Ermittler erfahren.
Dabei ging es unter anderem um ein Schattenreich aus zahlreichen Briefkastenfirmen und Offshore-Konten. „Markus Braun legt entschieden Wert auf die Feststellung, dass er von diesen Schattenstrukturen und Veruntreuungen nichts wusste.“ Daraus folge: „Markus Braun taugt daher nicht als Kronzeuge.“
Braun schiebt die Verantwortung auf seinen früheren Partner Jan Marsalek, der im Vorstand der Firma saß und jetzt auf der Flucht ist. „Wenn einer zur Aufklärung etwas beitragen könnte, dann Jan Marsalek“, erklärt Brauns Sprecher im ZEIT-Interview. „Zum Verbleib des Geldes kann er sicher viel sagen. Deshalb hat niemand ein größeres Interesse daran, dass sich Marsalek stellt oder gefasst wird, als Markus Braun.“
Braun bestreitet auch den Vorwurf, er habe Journalisten bespitzeln lassen. Der ehemalige Konzernchef wehrt sich zudem gegen die Darstellung, er habe sich „im gesellschaftlichen Glanze gesonnt“. Dazu erklärt Brauns Sprecher: „Von 30 Einladungen zu gesellschaftlichen Veranstaltungen hat er nach seinem Gefühl mindestens 29 abgesagt.“
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Istanbul – Seit ihrer Eröffnung vor gerade mal zwei Jahren, hat die neue Mega-Moschee in Istanbul bereits 12 Millionen Besucher willkommen geheißen.
Die Moschee, mit einer Aufnahmekapazität von 63.000 Menschen, ist zu einem der Symbole der Millionenmetropole geworden. Der Bau der Moschee begann im Jahr 2013 auf dem gleichnamigen Hügel der asiatischen Seite der Stadt. Es handelt sich bei der Çamlıca-Moschee um das größte Gotteshaus der Türkei.
(Foto: Nura Ursula Schmidt)
„Die Moschee ist die größte in der Türkei in Bezug auf die Kapazität“, so Ergin Külünk, Leiter der Istanbuler Moschee- und Kultur-Service-Einheiten Bau- und Unterhaltsvereinigung gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Jeden Freitag verrichteten unter Einhaltung der Distanz-Regeln aufgrund der Corona-Pandemie etwa 5-6.000 Gläubige ihre Gebete in der Moschee. „Etwa 8-10.000 Menschen werden in der Lage sein, hier das Freitagsgebet zu verrichten, wenn wir anfangen, den Innenhof zu nutzen, wenn das Wetter wärmer wird.“
(Foto: Nura Ursula Schmidt)
Er betonte, dass die Moschee mit ihrer Eröffnung große Aufmerksamkeit von in- und ausländischen Touristen auf sich zog und nun zu den touristischen Zielen gehöre. Im ersten Jahr nach der Eröffnung etwa 10 Millionen Menschen die Moschee besuchten und die Zahl bis heute, trotz der Pandemie, 12 Millionen erreicht habe.
(Foto: Nura Ursula Schmidt)
Külünk fügte hinzu, dass im Innenbereich 25.000 Menschen gleichzeitig beten können, während die Gesamtkapazität 63.000 Menschen einschließlich der Außenbereiche betrage. Der Komplex werde neben den bereits vorhandenen Einrichtungen wie der Bibliothek bald auch ein Museum beherbergen.
Die Moschee wurde von zwei Architektinnen, Bahar Mizrak und Hayriye Gül Totu, entworfen. Das 57.500 Quadratmeter große Gotteshaus wurde frauenfreundlich und auch behindertengerecht konzipiert. Es gibt eine Plattform, von der aus Besucher das Gebet verfolgen können. Die Moschee hat sechs Minaretten, von denen vier 107,1 Meter hoch sind – ein Hinweis auf das Jahr 1071 und den Sieg der Türken in der Schlacht bei Manzikert.
Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel
Es gab in Deutschland einen Klassiker von Verschwörungsideologie, der offenbar immer noch zieht: „Sie“ wollen die Herrschaft an sich reißen; „Sie“ sind an allem Schuld. Einst wurden Juden für alles verantwortlich gemacht. Heute steht ein fiktives Kollektiv von türkisch-muslimischen Gemeinden sinnbildlich für Verbrechen, Unheil und Weltherrschaftsallüren.
Was bisher geschah:
Im schweizerischen Rümlang wurde in einem Briefkasten der Türkischen Gemeinschaft Schweiz ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, was einen Großeinsatz von Rettungskräften und des Bombenräumkommandos ausgelöst hat. Der Gegenstand konnte zwar sicher geborgen werden, aber in den Medien war es allenfalls einer kleinen Meldung wert, als dieser Textblock lang ist. Während die schweizerischen Behörden im Dunkeln tappten und die Medien unerwartet sich in Zurückhaltung übten, meldete sich die apoistische völkisch-kurdische Jugendguerilla und übernahm die volle Verantwortung für die „Sprengung der Briefkästen“. Dabei faselte man etwas von „zwei Stützen des türkischen Faschismus“.
Vor mehr als drei Jahren befand der Profi-Fußballer Deniz Naki, dass er nicht einmal mehr in Deutschland sicher sei, weshalb er prompt auf der Autobahn beschossen wurde – von wem, dass ist bis heute nicht geklärt. Nun, gegenwärtig müssten sich die „Grauen Wölfe“ sowie der türkische Geheimdienst richtig ins Zeug legen, um Naki klammheimlich aus der deutschen Untersuchungshaft zu befreien und in die Türkei zu überführen, wo er als „Kurde“ weiter verfolgt werden kann.
Nun verfolgt das Landgericht Aachen die Sache zwischen Deniz Naki und den kurdischen Pampersrockern „Bahoz“, statt die Staatsschutzkammer Köln. Naki kann nun nicht mehr ein Drama um politische Verfolgung spinnen und seine Fangemeinde ist seither stumm wie Stroh.
Was jetzt passiert:
Der türkische Staatspräsident lädt wie jedes Jahr zum traditionellen Essenfassen. Diesmal ist es wieder einmal Erdogan, der zum Iftar Prominente, Sportler, Generäle, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, und ja, auch Deutschtürken einlädt, um im Ramadan gemeinsam das Fasten zu brechen.
Auch diesmal waren „Türken“ aus Deutschland eingeladen; die Damen und Herren der größten deutsch-türkischen Religionsgemeinschaften, DITIB, Atib, Milli Görüs etc..
Während also diese Religions- und Kulturgemeinschaften in Deutschland interkulturellen Dialog vorgaukeln, schmieden sie zusammen mit Erdogan – und zwar immer jedes Jahr zum Iftar – „hinter verschlossenen Türen“ Pläne, um die Herrschaft über Deutschland an sich zu reißen.
Wer diese Verschwörung zuerst aufgedeckt hat, ob nun der „Experte“ Burak Copur, Lennart Pfahler von der WELT oder der um „interreligiösen Dialog“ bemühte Alhambra-Absolvent Eren Güvercin, ist doch wirklich nebensächlich. Entscheidend ist, dass diese Verschwörungstheorien bei den Linken bis zu den PI-News verfangen.
Und wenn etwas verfängt und wenn man daran feste glaubt, glauben will, wie z.B., dass die Bundesregierung oder die Landesregierungen offensichtlich nichts gegen diese „Islamisten“, „Faschisten“ oder „Genozidleugner“ in der Funktion einer fünften Kolonne unternehmen, dann kommt die Ohnmacht hoch. Wird anschaulich in den sozialen Netzwerken vorgelebt, vor allem unter den Tweets von diesen aussichtsreichen Politkandidaten und Haustürken.
Das Problem ist nur, dass diese vermeintliche Ohnmacht irgendwann zu Frust, dann zu Aggression und schlussendlich zu Opfern und Leid führt. Das erkennt man gegenwärtig in Rümelang an Briefkästen, an den Moscheen in Europa, die auch heute wieder geschändet oder angegriffen wurden oder an den umgestoßenen Grabsteinen in einem muslimischen Friedhof. Salopp gesagt an den unhaltbaren Vorwürfen gegenüber einem fiktiven Kollektiv.
Ich wüsste jedenfalls nicht, dass die „Grauen Wölfe“ im gleichen Zeitraum jüdische Friedhöfe geschändet, kurdische Einrichtungen, alevitische Kultur- und Gebetsstätten angegriffen, deren Briefkästen in die Luft gesprengt oder Persönlichkeiten wie Deniz Naki attackiert hätten. Ich meine, welche „Grauen Wölfe“ wurden denn nun in den letzten Jahren strafrechtlich belangt? Wie viele Sympathisanten und Führungsleute der völkisch-kurdischen PKK, der Antifa bzw. der rechten Szene wurden denn bislang allein in Deutschland verurteilt, weil sie eben das getan haben, was man ihnen vorwarf?
Offenbar greift der deutsche Rechtsstaat durch, was die unzähligen Verurteilungen von völkischen Kurden mit türkischer oder deutscher Staatsbürgerschaft, deutschen Antifamitgliedern oder deutschen rechten Gesocks widerspiegeln. Sprich, obwohl es auf der einen Seite Verurteilungen gibt, auf der anderen Seite eine fiktive Gefahr heraufbeschworen, aber sich bislang nicht bewahrheitet hat, scheinen die Verschwörungstheoretiker immer noch die Deutungshoheit zu besitzen. Die Medien fressen diese Geschichten um die Weltherrschaft, Unterdrückung oder Unterwanderung regelrecht auf, die Erdogan jedes Jahr zu pflegen scheint.
Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Aachen –
Erdogan-Kritiker Ex-St. Pauli-Profi Deniz Naki in U-Haft
Er war von seinen Fans als „Erdogan-Kritiker“ gefeiert worden, und als sein Auto im Januar 2018 auf der A4 bei Düren beschossen wurde, machte er in einem Interview mit der WELT den türkischen Geheimdienst MIT für den Anschlag verantwortlich. Erdogan versuche ihn zum Schweigen zu bringen.
Ljubljana – Der slowenische Außenminister Anze Logar hat zugesagt, eine konstruktive Rolle für die Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union spielen zu wollen.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, erklärte Logar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu, dass Slowenien während seiner Amtszeit als Präsident des Rates der Europäischen Union den Dialog zwischen der EU und der Türkei fördern werde.
„Slowenien wird auf den Dialog bestehen. Wir denken, dass die offenen Fragen im Rahmen der gegenseitigen Interessen angesprochen und bewertet werden sollten. Ich habe erklärt, dass Slowenien in dieser Hinsicht eine äußerst konstruktive Rolle spielen wird. Wir betonten, wie wichtig es ist, weitere Schritte zu unternehmen, insbesondere in Bezug auf die Zollunion. Wir werden auch unsere Unterstützung für die Visaliberalisierung anbieten. Sie können eine sehr konstruktive Rolle von Slowenien erwarten“, so Logar.
Slowenien wird im Juli zum zweiten Mal den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernehmen.
Çavuşoğlu betonte, dass der Besuch von hochrangigen EU-Beamten in Ankara im vergangenen Monat fruchtbare Diskussionen zwischen beiden Seiten ermöglicht habe.
„Es gibt jetzt eine viel bessere Atmosphäre in unseren Beziehungen. Jetzt ist es an der Zeit, konkrete Schritte zu unternehmen. Insbesondere sind wir der Meinung, dass es wichtig ist, Schritte zu unternehmen, um bei wichtigen Themen wie Dialogen auf hoher Ebene zusammenzuarbeiten, wie zum Beispiel bei der Modernisierung der Zollunion, der Visaliberalisierung, dem Kampf gegen den Terrorismus und der Einwanderung, wie mein Amtskollege sagte“, so Çavuşoğlu.
Bilaterale Beziehungen
Çavuşoğlu fügte hinzu, dass sich die Beziehungen zwischen der Türkei und Slowenien in allen Bereichen entwickeln.
„Unser Handelsvolumen hat 2 Milliarden Dollar erreicht und es wächst immer noch auf eine ausgeglichene Weise. Außerdem werden wir gemeinsam für Stabilität und Wohlstand auf dem Westbalkan zusammenarbeiten“, sagte Çavuşoğlu.
Çavuşoğlu traf am Dienstag zu offiziellen Gesprächen mit hochrangigen Politikern in der Hauptstadt Ljubljana ein. Dort traf er traf auch den Vorsitzenden der slowenischen islamischen Gesellschaft Mufti Nedzad Grabus.
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