Verkehr
2021: Zahl der Verkehrstoten sinkt voraussichtlich auf neuen Tiefststand

Wiesbaden – Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird im Jahr 2021 voraussichtlich einen neuen Tiefststand erreichen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Daten für den Zeitraum Januar bis September 2021 basiert, dürfte die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr auf 2 450 zurückgehen. Das wäre der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 65 Jahren. Der bisherige Tiefststand war 2020 mit 2 719 Verkehrstoten erfasst worden, das waren 327 oder 11 % weniger als im Jahr 2019 (3 046 Verkehrstote). Die Rückgänge sind maßgeblich auf das im Vergleich zu 2019 deutlich geringere Verkehrsaufkommen infolge der Corona-Pandemie zurückzuführen. Auch bei der Zahl der Verletzten ist im Jahr 2021 gegenüber 2020 ein Rückgang zu erwarten, und zwar um rund 8 % auf rund 301 000. Dennoch bedeutet dies weiterhin täglich durchschnittlich knapp 7 Todesopfer und mehr als 800 Verletzte im Straßenverkehr. Mehr als 2,2 Millionen Straßenverkehrsunfälle erwartet Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis zum Jahresende voraussichtlich leicht um etwa 1 % gegenüber dem Vorjahr sinken. Es wird 2021 trotzdem schätzungsweise mehr als 2,2 Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen geben. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden wird um rund 8 % auf etwa 244 000 zurückgehen. Auch die Zahl der Unfälle, die ausschließlich zu Sachschaden führen, wird gegenüber dem Vorjahr auf knapp 2,0 Millionen leicht sinken.

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigt an, ein Tempolimit in Deutschland mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen.

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Beruf
Arbeitslosmeldung: Ab dem 1. Januar 2022 auch online möglich

Nürnberg – Mit Beginn des Jahres 2022 können sich Kundinnen und Kunden mit ihrem Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion arbeitslos melden. Dieser neue eService ist ein weiteres modernes digitales Angebot und macht ein persönliches Erscheinen für die Arbeitslosmeldung nicht mehr zwingend erforderlich. Sich online arbeitsuchend melden, auf elektronischem Weg einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen und online einen Beratungstermin vereinbaren: Diese eService-Angebote der Bundesagentur für Arbeit werden ab dem 1. Januar 2022 um ein weiteres digitales Angebot ergänzt, das einen durchgängigen Online-Prozess ermöglicht. Mit der elektronischen Arbeitslosmeldung können sich Kundinnen und Kunden zu Beginn des neuen Jahres im Bereich der Arbeitslosenversicherung rund um die Uhr und ortsunabhängig arbeitslos melden. Ab dem 1. Januar 2022 ist die elektronische Arbeitslosmeldung der persönlichen Arbeitslosmeldung gleichgestellt. Bisher war ein persönliches Erscheinen zwingend erforderlich. Wie bei der persönlichen Arbeitslosmeldung ist auch bei der Online-Arbeitslosmeldung ein Identifikationsnachweis erforderlich. Die Identifikation erfolgt dabei mit Hilfe des Personalausweises mit Online-Ausweisfunktion bzw. eines anderen elektronischen Identifikationsnachweises (elektronischer Aufenthaltstitel, eID-Karte, Ausweis eines EU-/EWR-Mitgliedslandes mit Online-Ausweisfunktion). Als Alternative zur Online-Meldung bleibt die persönliche Arbeitslosmeldung auch weiterhin bestehen. Nähere Informationen zur Online-Arbeitslosmeldung, der Online-Identifikation und den technischen Voraussetzungen unter:

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Männlichen Hartz-IV-Empfängern wird doppelt so oft wegen Pflichtverletzungen das Geld gekürzt wie Frauen.

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Telegram
BDK: „Bei Mordaufrufen muss Identifizierung möglich sein“

Berlin – Angesichts von zunehmend gewaltbereiten Gegnern der Corona-Politik fordert auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter, den Druck auf den Messengerdienst Telegram zu erhöhen. Der Vorsitzende Dirk Peglow hat am Dienstag im Inforadio vom rbb kritisiert, dass Telegram mit Sitz in Dubai bisher keine Ansprechpartner für Behörden in Deutschland habe. „Wenn hier Mordaufrufe, wenn hier Drohungen, wenn hier Gewalt propagiert wird, muss es für die Behörden möglich sein, hier eine Identifizierung der Teilnehmenden durchzuführen, die in vielen Fällen mit Nicknames auftreten. Derzeit sind wir nicht in der Lage, dort von Telegram Auskünfte zu erhalten, weil das auch zur Geschäftspolitik von Telegram gehört, dass man mit den Behörden nicht zusammenarbeitet.“ Mit Blick auf die steigende Zahl von nicht angemeldeten Protesten gegen die Pandemie-Maßnahmen sagte Peglow: „Wir haben es immer mehr mit einer deutlich heterogenen Bewegung innerhalb dieser Demonstrationen zu tun (…), die sich zunehmend aus gewaltbereiten Menschen bildet. Wir haben fanatische Impfgegner, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, aber auch sehr starke Mischungen mit Rechtsextremisten, Reichsbürgern und Selbstverwaltern.“ Laut dem Vorsitzenden des BdK gibt es ausreichend Polizeikräfte, um diese Proteste zu begleiten. Die Beamten seien durch die Einsätze aber belastet: „Jedes Mal, wenn so eine Demonstration ist, führt das zu einem erheblichen Einsatz von Kolleginnen und Kollegen. Da werden sehr viele Überstunden gemacht.“

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Türkei
Türkei und Armenien wollen Beziehungen verbessern

Ankara – Nach Jahren der Spannungen werden die Türkei und Armenien in Kürze Sonderbeauftragte ernennen, um Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu erörtern, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Montag. In einer Rede vor Abgeordneten im Parlament erklärte Cavusoglu, dass die Türkei auch die Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu Armenien mit Aserbaidschan abstimmen werde. „Im Kaukasus unternehmen wir intensive diplomatische Anstrengungen, um regionalen Frieden und Wohlstand mit Aserbaidschan aufzubauen“, sagte Cavusoglu. Der türkische Außenminister fügte hinzu, dass sehr bald auch Charterflüge zwischen Istanbul und Jerewan aufgenommen würden. „Alle Länder der Region, einschließlich Armenien, und die ganze Welt werden von Frieden und Entspannung im Kaukasus profitieren“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede vor dem aserbaidschanischen Parlament bereits im Juni. Im Dezember vergangenen Jahres hatte Erdogan bei einem Staatsbesuch in Aserbaidschan in einer bedeutungsvollen Geste des Frieden eine mögliche Öffnung der Grenzen zu Armenien angekündigt.  Erdogan sagte damals, sein Land könne seine Grenzen zu Armenien öffnen, wenn auch Jerewan Schritte für einen regionalen Frieden unternimmt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev in Baku betonte Erdogan, dass die Türkei keine Probleme mit der armenischen Bevölkerung habe.

„Wir hegen keinen Groll gegen das Volk von Armenien. Das Problem ist mit der armenischen Regierung. Über 100.000 Armenier leben in meinem Land“, erklärte Erdogan. Die Grenze zwischen der Türkei und Armenien wurde nach den Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung in Bergkarabach durch armenische Milizen 1993 geschlossen und seitdem nicht mehr geöffnet. Unter den damaligen türkischen Außenminister Abdullah Gül, Ali Babacan und Ahmet Davutoglu (2003-2014) gab es eine Annäherung zwischen der Türkei und Armenien was 2009 zur Unterzeichnung der Züricher Protokolle führte, in denen eine Wiederöffnung der Grenze in Aussicht gestellt wurde. Die Gespräche scheiterten jedoch und die Grenze blieb geschlossen.

US-Präsident Joe Biden habe Erdogan während eines Treffens in Rom im Oktober dieses Jahres gebeten, die Grenze zu Armenien zu öffnen, so ein namentlich nicht genannter hoher türkischer Regierungsvertreter gegenüber Bloomberg.

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Axios-Interview
Trump über Netanyahu: F*ck him

Miami – In einem Interview hat sich Ex-Präsident Donald Trump über den ehemaligen Premierminister Israels, Benjamin Netanyahu, beschwert. „Ich mochte Bibi. Ich mag Bibi immer noch. Aber ich mag auch Loyalität. Die erste Person, die Biden gratulierte, war Bibi Netanyahu, der Mann, für den ich mehr getan habe als für jede andere Person, mit der ich zu tun hatte. … Bibi hätte schweigen können. Er hat einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich habe seitdem nicht mehr mit ihm gesprochen. F**k ihn!“, sagte Trump in einer Interview-Reihe mit der israelischen Newsseite Axios. Netanjahus Glückwunschrede für Biden sei die einer Person, „die um Liebe bettelt“, so der Ex-Präsident weiter. Aus innenpolitischen Gründen kultivierten sowohl Trump als auch Netanjahu in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass es keine Differenzen zwischen ihnen gab, da sie in wichtigen Fragen eng zusammenarbeiteten. Am Ende seiner Präsidentschaft kam Trump jedoch zu dem Schluss, dass Netanyahu nicht wirklich an einem Frieden mit den Palästinensern interessiert war und ihn in der Iran-Frage benutzte. „Ich glaube nicht, dass Bibi jemals Frieden schließen wollte“, sagte Trump. „Mein ganzes Leben besteht aus Deals. Ich bin wie ein einziger großer Deal“, erklärte Trump. „Das ist alles, was ich tue, also verstehe ich es“. „Und nachdem ich mich drei Minuten lang mit Bibi getroffen hatte … unterbrach ich Bibi mitten in einem Satz. Ich sagte: ‚Bibi, du willst keinen Deal machen. Willst du?‘ Und er sagte: ‚Nun, äh, äh, äh‘ – und Tatsache ist, dass ich nicht glaube, dass Bibi jemals einen Deal machen wollte“. Trump habe in dem Interview zudem erklärt, dass der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, kein Hindernis für den Frieden sei. Er habe Abbas sehr gelobt. „Ich fand ihn großartig“, sagte Trump über Abbas. „Er war fast wie ein Vater. Er hätte nicht netter sein können. Ich fand, er wollte mehr als Netanjahu einen Deal machen.“ Trump ist nicht der erste US-Präsident, der Netanyahu als Hindernis auf dem Weg zum Frieden bezeichnet. Der frühere Präsident Bill Clinton sagte 2014 in einem Interview, dass Bibi wahrscheinlich nicht „der Typ“ sei, der ein Friedensabkommen schließen würde, und auch Barack Obama hatte angespannte Beziehungen zu dem ehemaligen israelischen Premier. Rückkehr ins Weiße Haus Der ehemalige US-Präsident hat seine Niederlage im vergangenen Jahr gegen seinen demokratischen Widersacher US-Präsident Joe Biden nicht akzeptiert und ihm vorgeworfen die „Wahlen gestohlen zu haben“. „Wahlbetrug“ der Linken und „das Verbrechen des Jahrhunderts“, nannte er die Ergebnisse wiederholt. Vieles deutet darauf hin, dass Trump vor einem politischen Comeback steht. Er hat eine erneute Kandidatur zwar noch nicht angekündigt, diese aber auch nicht ausgeschlossen. Laut jüngsten Umfragen liegt er mit 45 zu 43 Prozent vor Biden. 78 Prozent der republikanischen Wähler würden demnach eine zweite Kandidatur von Trump unterstützen. Er werde „wahrscheinlich“ bis nach den Zwischenwahlen im nächsten Jahr warten, um zu verkünden, ob er 2024 für das Präsidentenamt kandidieren wird, so Trump. „Ich denke, dass viele Leute mit dieser Entscheidung sehr zufrieden sein werden“, sagte Trump in einem Interview mit Fox News.

Auf die Frage nach den anderen Republikanern, über deren Kandidatur für das Weiße Haus im Jahr 2024 spekuliert wird – darunter der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley – merkte Trump an, dass viele bereits erklärt hätten, dass sie seine Entscheidung, ob sie für das Amt des Präsidenten kandidieren, abwarten würden.

„Wir haben eine Menge. Aber fast alle von ihnen haben gesagt, wenn ich kandidiere, werden sie nie kandidieren“, so Trump.

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Frankreich
Muslimischer Friedhof in Mulhouse geschändet

Mulhouse – Im muslimischen Teil des Friedhofs von Mulhouse (Mülhausen) sind mehrere Dutzend Gräber von Unbekannten geschändet worden. Besucher des Friedhofs bemerkten am vergangenen Samstag (11. Dezember) umgestürzte Blumentöpfe, abgerissene Pflanzen und verschobene Ornamente. Zur Aufklärung der Friedhofsschändung leitete die Polizei von Mulhouse Ermittlungen ein. Die Bürgermeisterin von Mulhouse, Michèle Lutz, verurteilte die Tat auf Schärfste. Der Regionalrat der Muslime des Elsass (CRCM) bezeichnete die Tat als „feige und abscheulich“ und rief die Behörden dazu auf, alles dafür zu tun, um die Täter dieser abscheulichen Tat festzunehmen und vor Gericht zu stellen. Auch die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) verurteilte den Angriff und drückte ihre Trauer über die Schändung der muslimischen Grabstätten aus. In der Mitteilung der DITIB heißt es: „Wie jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat, verdienen auch die Friedhöfe, auf denen wir uns von unseren Lieben verabschieden, zweifellos unseren Respekt. Gleichwohl es bedauerlich ist, dass der Vandalismus so weit geht, sollte man wissen, dass solche Bewegungen nicht Frankreich repräsentieren, und lässt uns für die Zukunft hoffen“, so die DITIB in einer Verlautbarung gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu Kemal Bölge/Frankfurt

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Gastbeitrag
Selahattin Demirtaş – Menschenrechtspreis mit Konfliktpotential

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die thüringische Stadt Weimar hat den inhaftierten völkisch-kurdischen Politiker und Anwalt Selahattin Demirtaş mit ihrem diesjährigen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Mit dem Preis wird laut deutschsprachigen Medien der Einsatz des 48-Jährigen für „eine friedliche Lösung der Situation der Kurden, Glaubensfreiheit und Gleichberechtigung der Menschen in der Türkei“ gewürdigt. Der ehemalige völkisch-kurdische HDP-Oppositionspolitiker Selahattin Demirtaş sitzt laut Angaben der Stadt Weimar seit 2016 „unrechtmäßig“ in Haft. Eine Ehrung mit Konfliktpotential Derselbe Selahattin Demirtaş, der von der Stadt Weimar für seine Arbeit für „eine friedliche Lösung der Situation der Kurden“ in der Türkei geehrt wurde, hatte nach 2013 zielstrebig daran gearbeitet, von der Kanzel – ob im türkischen Parlament oder auf den Straßen türkischer Städte – zum Widerstand, zur Rebellion gegen den Staat aufzurufen. Dieses Treiben mündete darin, dass die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK im Oktober 2014 die Zeit für reif erachtete, um im Südosten des Landes in den Städten Unruhen auszulösen, die in weit über 50 Todesopfern mündete. Selahattin Demirtaş setzte nach der ersten Bewährungsprobe noch nach und ist als Antreiber des Aufstands zwischen August 2015 bis März 2016 in die türkische Geschichte eingegangen. Während dieser Zeit wurden Barrikaden aufgebaut, unter dem Asphalt oder Pflastersteinen Sprengfallen installiert, Jugendliche mit Waffen ausgestattet, um sie mit versierten kampferfahrenen „Genossen“ der PKK gegen die türkischen Sicherheitskräfte zu führen. Das Ergebnis: Allein in der Provinzstadt Şırnak verloren 117 Sicherheitskräfte ihr Leben. Insgesamt starben 420 Sicherheitskräfte. 131 Zivilisten starben bei Kampfhandlungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und völkisch-kurdischen Militanten der PKK, die in den Städten zwischen die Fronten gerieten. Natürlich hat Selahattin Demirtaş nicht gesagt, macht das, macht dies. Aber viele Jahre hat Selahattin Demirtaş immer wieder erklärt, die türkische Regierung wolle den „Kurden“ die Freiheiten, ihre Identität vorenthalten, ja sogar wegnehmen. Für Leute, die ohnehin in diesem völkisch-kurdischen Spektrum unterwegs sind, ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu sagen, „ich muss dagegen ankämpfen.“ Die Versuche zielten stets darauf ab, die politische Unabhängigkeit und die Integrität des Landes zu destabilisieren, im besten Fall außer Kraft zu setzen. Selahattin Demirtaş, damals Co-Vorsitzender der völkisch-kurdischen HDP, war der Kopf dieser Bewegung, die – da muss man nur noch über die benachbarte Grenze schauen – in eine Zeit fällt, in der in Syrien die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK unter dem Pseudonym YPG bzw. SDF immer mehr Einfluss und Kontrolle ausübte. Seit November 2016 sitzt nun Selahattin Demirtaş in Untersuchungshaft und muss sich für dieses politische Treiben rechtfertigen. Die westlichen Reaktionen fielen entsprechend kritisch aus. Die USA zeigten sich besorgt über das geforderte exorbitante Strafmaß, obwohl man selbst für Julian Assange 175 Jahre Haft fordert. Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestellte gleich zweimal den türkischen Botschafter in Berlin ein und weitere EU-Länder folgten diesem Beispiel nach. Dieselben europäischen Staaten finanzieren seit Jahren die in Nordsyrien installierte Marionetten-Autonomie „Rojava“, während die USA die völkisch-kurdischen Militanten mit Waffen und Equipment versorgt. Sprich, dieselben westlichen Länder, die doch so gern von Integrität und Völkerrecht fabulieren, haben in Syrien massiv das Völkerrecht verletzt und tun es bis heute. Erst jüngst wurde bekannt, dass die schwedische Regierung die YPG/SDF seit ihrem Bestehen bis 2023 mit bis zu 376 Millionen US-Dollar unterstützen will. Seit 2014 verfolgen westliche Länder das Ziel, die türkische Integrität zu beeinflussen Seit mehr als 7 Jahren verfolgen westliche Länder das Ziel, die Integrität der Türkei zu beeinflussen. Man muss dieses Treiben nicht ausführlich darlegen – die Geschichte hat uns gelehrt, wie so etwas vonstattengeht. Wer rückblickend einen Stein sucht, der die Ereignisse im Balkan bis zum Frieden von Bukarest 1913 und von Lausanne 1923 ins Rollen brachte, landet zwangsläufig im Jahr 1903. Unter dem Vorwand, die christliche Bevölkerung schützen zu müssen, mischten sich die europäischen Großmächte in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches ein und versuchten die Balkanstaaten für ihre Interessen zu instrumentalisieren. Dabei rivalisierten sie um die Vorherrschaft in der Region und gaben den bestehenden Gegensätzen auf dem Balkan durch die Übertragung ihrer Konflikte einen immer gefährlicheren Charakter. Die Folgen dieser massiven Einmischung kann man im Balkan bis heute live mitverfolgen. Wie in der Wahrnehmung der europäischen Öffentlichkeit entwickelte sich der Balkan so immer mehr zu einem „Pulverfass“, wobei es jedoch gerade die imperialistischen Ambitionen der Großmächte waren, die der komplizierten Verstrickung unterschiedlicher Konflikte im Osmanischen Reich eine europäische Dimension gaben. In der Gegenwart wird die europäische Öffentlichkeit genauso gelenkt, die Türkei als „Pulverfass“ umschrieben. Gegensätzliche Interessen und Grundsätze Stellt euch nun einen strammen AfD-Politiker vor, der mit Demagogie und Propaganda im Parlament sowie auf der Straße von der Kanzel ruft und stramme Deutsche allein mit seinen Reden und Gestik zu Gewalt anstiftet und damit einen Milliardenschaden verursacht und Dutzende Todesopfer auf dem Kerbholz hat. Dieser Jemand hätte eine Halbwertszeit von wenigen Monaten und dürfte keine solidarischen Botschaften und Ehrungen erwarten. Das hat in Deutschland noch kein AfD‘ler geschafft, was dieser völkisch-kurdische Selahattin Demirtaş geschafft hat – dieses Potenzial besitzt noch kein einziger deutscher Politiker. Es versteht sich von selbst, dass Selahattin Demirtaş bei den provozierten Unruhen und Konflikten zwischen 2014/2016 dann nicht einen Finger gerührt hat, um die Lage zu stabilisieren, Frieden zu beschwören. Nein, Demirtaş hat sogar bis zuletzt nachgetreten und weiter gezündelt. Setzt jetzt im Vergleich dazu die Haltung westlicher, vor allem europäischer Länder zur katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Hier ist nach europäischer Lesart die Rede von Separatismus und europäischer Instabilität. Die politischen Anführer der „Katalanen“ werden Kleingehalten, ihr Bewegungsspielraum stark eingeschränkt. Ihr politisches Wirken ist in Europa auf ein Minimum reduziert worden, was einer kontrollierten Entzauberung der Unabhängigkeitsbewegung gleichkommt. Von europäischer Solidarität oder Preisverleihungen können Carles Puigdemont oder Oriol Junqueras nur schwärmen. Weimar ehrt potenziellen Gefährder Dass nun eine deutsche thüringische Stadt diesen Burschen namens Selahattin Demirtaş ehrt, ist nur ein weiterer Beleg, nur ein weiteres Glied einer Kette von Umständen, die für die Türkei nicht nur gefährlich ist, sondern die Integrität massiv stört, ja sogar gefährdet. Hier geht es längst nicht mehr um Völkerverständigung oder Frieden, sondern um Spaltung und die Durchsetzung handfester gegensätzlicher Interessen. So hat es auch in Jugoslawien mit Radovan Karadžić begonnen, aber hier waren andere Akteure, andere Mächte hinter dem Serbenführer. Heute ist es u.a. die Stadt Weimar, die hier einen Führer veredelt und einen „Pulverfass“ nachzeichnen will.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Nachdem wichtige Kurden-Clans, Politiker und zuletzt auch Prominente Stars, Musiker und Schauspieler den vor der HDP-Zentrale in Diyarbakır protestierenden Müttern beistanden, kamen nun fünf kurdische Familien aus dem Iran hinzu, die das gleiche Schicksal wie die „Diyarbakır-Mütter” teilen.

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Tourismus
Skifahren unter Corona-Auflagen

Winter-Urlauber können in diesem Jahr trotz der fortdauernden Corona-Pandemie zum Skifahren in die Schweiz, nach Österreich, Italien oder Frankreich reisen. In jedem Land gelten allerdings unterschiedliche Regelungen und Auflagen. Der ADAC gibt einen Überblick, unter welchen Bedingungen was möglich ist. Wer in die österreichischen Skigebiete reisen möchte, muss sich in Liften und Seilbahnen an die 2G-Regel halten. Nur Geimpfte oder Genesene dürfen befördert werden. Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sind davon ausgenommen. Eine FFP2-Maskenpflicht gilt für Skifans ab 15 Jahren in Gondeln, Sesselliften mit Haube und den Zugangsbereichen zu den Liften. Für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren reicht ein Mund-Nasen-Schutz. In Restaurants und Hotels gilt die 2G-Regel, Après Ski-Lokale müssen geschlossen bleiben. Während in Tirol und in Vorarlberg die Unterkünfte wieder geöffnet sind, folgen Kärnten, die Steiermark und Salzburg erst ab 17. Dezember. In Oberösterreich gilt noch bis zum 16.12 der Lockdown, auch für Geimpfte. Die Schweiz gilt derzeit als Hochrisiko-Gebiet. Wer sich dort länger als 24 Stunden aufhält, muss nach der Rückreise in eine 10-tägige Quarantäne, aus der man sich frühestens am fünften Tag frei testen kann. Für die Nutzung von Seilbahnen gibt es bislang keine Auflagen. In Innenbereichen der Gastronomie benötigen Menschen ab 16 Jahren einen 3G-Nachweis. Ausnahmen von diesen Regelungen gibt es etwa im Skigebiet Samnaun, das im Skiverbund mit Ischgl in Österreich ist, wo man einen 2G-Nachweis benötigt. Maskenpflicht gilt in allen geschlossenen Berg- und Seilbahnen, Skiliften und Sesselbahnen sowie in geschlossenen Stationsgebäuden, Wartezonen und Liftkarten-Verkaufsstellen. In Italien gilt die 3G-Regel. Alle Wintersportler ab 12 Jahren müssen eine Impfung, Genesung oder Testung in Form des digitalen Covid-Zertifikats der EU nachweisen. Geschlossene Kabinenbahnen und Sessellifte mit Haube dürfen nur zu 80 Prozent ausgelastet sein. Fahrgäste müssen einen Sicherheitsabstand einhalten und ab einem Alter von sechs Jahren eine Maske tragen. Wer in einem Restaurant bzw. auf der Hütte essen möchte und 12 Jahre oder älter ist, muss einen Impf- oder Genesenen-Nachweis („Super Green Pass“) vorlegen. Für Hotels ist ein 3G-Nachweis notwendig. Ab 1.1.2022 besteht in Italien zudem eine Versicherungspflicht auf Skipisten. Skifahrer und Snowboarder benötigen dann eine Haftpflichtversicherung, die Sach- und Personenschäden im Rahmen des Ski- oder Snowboardfahrens abdeckt. Diese muss vor Ort nachgewiesen werden, da ansonsten eine Tageshaftpflicht-Versicherung abgeschlossen werden muss. Außerdem gilt künftig eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Zudem müssen Wintersportler mit Alkoholtests und Ahndungen von Alkoholfahrten rechnen. In Frankreich müssen Wintersportler wegen der gestiegenen Corona-Zahlen eine Impfung, die Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Ab einem Alter von 11 Jahren sind in Seilbahnen und Warteschlangen Masken Pflicht In Restaurants und Cafés gilt für Besucher ab 12 Jahren und 2 Monaten die 3G-Regelung. Dabei darf der negative Corona-Test nicht älter als 24 Stunden sein. Als Voraussetzung für die Einreise gilt für alle Länder der Nachweis einer Impfung bzw. Genesung oder ein negativer Corona-Test. Außerdem muss ein Einreiseformular für das jeweilige Land ausgefüllt werden. Verschärfte Regelungen gibt es derzeit nur in der Schweiz. Hier müssen geimpfte und genesene Personen ab 16 Jahren zusätzlich einen negativen PCR-Test vorweisen. Vier bis sieben Tage nach der Einreise muss sogar ein zweiter Test vor Ort durchgeführt werden.

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Nordzyperns Tourismusminister Ataoğlu: Die Teilöffnung des Badeortes Maraş ist ein positiver Schritt.

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Gaming
Digitalisierung: Das veränderte Spielverhalten

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Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und bringt einige Veränderungen sowie Innovationen mit sich. So veränderte sich in den letzten Jahren insbesondere das Kaufverhalten von zahlreichen Menschen, ebenso konnte eine Veränderung im Spielverhalten der Menschen verzeichnet werden. Das Online-Gaming erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit und konnte seinen Umsatz in den letzten Jahren immens steigern. Dies hat verschiedene Gründe, in erster Linie ist das digitale Spielen bequem und unkompliziert. Heutzutage können nahezu alle Dinge von unterwegs aus erledigt werden. Die Verlagerung in die digitale Welt In der heutigen Zeit ist die Woche vieler Menschen von Stress, Hektik und Zeitdruck geprägt. Der Beruf, die Familie, die Kindererziehung sowie die Freizeit müssen unter einen Hut gebracht werden. Oftmals bleibt jedoch die Zeit für sich selbst auf der Strecke. Dabei ist es wichtig, sich auch einmal eine Auszeit zu gönnen, um wieder zu neuen Kräften zu gelangen. Die digitale Welt stellt für viele Menschen eine Entlastung dar, denn alltägliche Aufgaben wie Einkäufe sowie Terminvereinbarung können heutzutage online erledigt werden. Jedoch beherbergt die Digitalisierung Fluch und Segen gleichzeitig, denn speziell ältere Menschen fühlen sich überfordert. Für sie ist die digitale Welt etwas vollkommen Neues, in der sie sich kaum und langsam zurechtfinden. Verschiedene Kurs-Angebote können hierbei jedoch Abhilfe schaffen, denn dort lernen Senioren Schritt für Schritt die digitale Welt sowie ihre Vorteile kennen. Für die jüngere Generation sowie berufstätige Menschen ist die Digitalisierung hingegen ein unglaublicher Gewinn. Tagesabläufe können einfacher und schneller gestaltet werden. Des Weiteren bietet das Internet zahlreiche Möglichkeiten zu entspannen und die freie Zeit zur Erholung und zum Abschalten zu nutzen. Gelegentliche Online-Spiele können jederzeit von unterwegs gespielt und ausprobiert werden. Des Weiteren können verschiedene Zahlungsmittel wie zum Beispiel Kryptowährungen in Anspruch genommen werden. Hierzu zählen auch die immer beliebter werdenden Online-Casinos. Wer auf der Suche nach Entspannung ist und gleichzeitig die Kasse aufbessern möchte, ist im Bereich des Glücksspieles genau richtig. Ein Vergleich der verschiedenen Online-Casinos sowie ein Blick auf die Urteile zu Online-Casinos kann dabei helfen, einen seriösen sowie risikofreien Buchmacher zu finden. So steht dem großen Jackpot nichts mehr im Wege. Welche Vorteile bietet die Digitalisierung? Die Digitalisierung bietet in der heutigen Zeit zahlreiche Vorteile. So können alltägliche Aufgaben schneller und leichter erledigt werden und gleichzeitig bleibt am Ende des Tages mehr Zeit zum Entspannen. Insbesondere nach einer stressigen Arbeitswoche, voll von Terminen und unzähligen Aufgaben, ist es wichtig, sich zu erholen. Doch die Digitalisierung stellt weitere Vorteile dar, denn sie vereinfacht vielerorts die Kommunikation. Das gilt sowohl für das private als auch für das berufliche Leben. Der Austausch mit den Liebsten kann unkompliziert über einen der unterschiedlichen Kurznachrichtendienste erfolgen. Im Berufsleben findet die Kommunikation mit Arbeitskollegen, Kunden, Vertragspartner sowie dem Vorgesetzten vielerorts auf dem digitalen Weg per E-Mail statt. Dies spart in einem stressigen Arbeitsalltag viel Zeit. Es ist jedoch wichtig, dass nach Feierabend oder im Urlaub darauf verzichtet wird, in das geschäftliche Postfach zu schauen. Um erholt und gesund in den Arbeitsalltag zu starten ist es wichtig, die freie Zeit bewusst und aktiv wahrzunehmen. Die Digitalisierung ist jedoch noch längst nicht vollständig ausgebaut, vielerorts lässt der Ausbau noch auf sich warten.

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Internetabhängigkeit sollte nicht nur mit Verboten, sondern auch mit alternativen Freizeitangeboten begegnet werden. Das rät der Arzt und Experte für Internetabhängigkeit Dr. Bert te Wildt Lehrern und Eltern von Betroffenen.

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Kampf gegen Terror
Türkische Kampfflugzeuge bombardieren PKK-Stellungen im nordirakischen Sindschar

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Diyarbakır – Die türkische Luftwaffe hat am Abend Stellungen der Terrororganisation PKK im nordirakischen Sindschar bombardiert. Laut Medienberichten sollen dabei zahlreiche Extremisten außer Gefecht gesetzt worden sein. Die getroffenen Ziele seien zuvor  am Boden und aus der Luft mit Beobachtungs-Drohnen  nachrichtendienstlich erkundet worden. Ferner habe eine Kampfdrohne im nordirakischen Dorf Hanesor der Region Sindschar den sogenannten Vorsitzenden Volksparlaments von Sindschar, Mervan Bedel, durch einen gezielten Angriff aus der Luft getötet. Beim Volksparlament von Sindschar handelt es sich um eine Tarnorganisation der PKK. Das vom „Volksparlament“ als Terrorunterschlupf genutzte Gebäude in Hanesor wurde durch Kampfflugzeuge des 2. Luftwaffenstützpunkts in Diyarbakır komplett zerstört. Dabei sollen Raketen und Bomben zum Einsatz gekommen sein, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet waren. Sindschar gilt wegen seiner strategischen Lage und der unmittelbaren Nähe zum Nordosten Syriens als wichtiger Stützpunkt der Terrororganisation PKK. Darüber hinaus gilt das Sindschar-Gebirge für die PKK als wichtige Route, um vom Irak nach Syrien zu gelangen. Die Türkei hat mehrfach von der irakischen Zentralregierung und der kurdischen Regionalregierung in Erbil die Säuberung Sindschars von der PKK verlangt. Insbesondere die Vereinigten Staaten haben ihren Einfluss in Bagdad und Erbil geltend gemacht, damit die Forderung der Türkei nicht erfüllt wird. Die USA unterstützen die PKK/YPG in Nordostsyrien massiv mit Waffen und finanziellen Mitteln. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Kaan Aydin/Ankara

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