Studie
Vier von zehn Politikerinnen berichten von Sexismuserfahrungen

Berlin – Unangemessene Berührungen und Bemerkungen: Parteiübergreifend sind Frauen in politischen Ämtern laut einer Studie von Sexismus betroffen. Sexuelle Belästigung ist für viele Frauen im politischen Alltag ein Thema, zeigt eine Studie des Instituts Allensbach für die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF Berlin), über die das ARD-Mittagsmagazin berichtet. Die Politologin Helga Lukoschat hat eine Selbstverpflichtung der Parteien beim Thema Sexismus in der Politik gefordert. „Es ist keine Frauensache, es ist eine Sache von allen“, sagte die Mitgründerin und Vorsitzende der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin. Es seien Strukturen der Selbstverpflichtung in den Parteien notwendig, um Frauen die Möglichkeit zu geben, auf sexistische Momente aufmerksam zu machen, sagte Lukoschat. Diese könnten beispielsweise in informellen Situationen auf Parteitagen zustande kommen und so thematisiert werden. Das Thema Sexismus in der Politik müsse in die Öffentlichkeit, um „die Parteien zu ermuntern, eine Diskussion darüber zu führen“. Einige Parteien hätten solche Strukturen bereits, andere nicht, sagte Lukoschat. Sie ist Mitverfasserin einer ersten empirischen Studie zu Sexismus in der Politik. Die Studie, die dem „Team Upward“ vom ARD-Mittagsmagazin exklusiv vorliegt, belegt, dass Politikerinnen quer durch das Parteienspektrum von sexueller Belästigung betroffen sind. Demnach gaben 40 Prozent aller befragten Politikerinnen an, schon einmal sexuelle Belästigung erlebt zu haben. Bei den unter 45-Jährigen sind es sogar 60 Prozent. Im Auftrag der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF Berlin) befragte das Meinungsforschungsinstitut Allensbach für die Studie mehr als 800 Amts- oder Mandatsträger*innen aus Bund, Ländern und Kommunen. Zu sexueller Belästigung zählen die Autorinnen der Studie unangemessene Berührungen, aber auch sexistische Bemerkungen. „Parteiübergreifend wird von unangemessenen, anzüglichen Bemerkungen über Aussehen, Figur oder Kleidung berichtet“, heißt es. Sexuelle Belästigung und sexistische Sprüche kommen laut der Studienautorinnen auf allen politischen Ebenen vor. Damit sich das ändere, sei ein Kulturwandel notwendig, fordern sie. Der werde vor allem dadurch erschwert, dass Frauen in politischen Ämtern nach wie vor unterrepräsentiert sind. Vor allem auf kommunaler Ebene. Nicht einmal ein Drittel der Stadt- und Gemeinderäte sind Frauen, 90 Prozent der Spitzenpositionen in den Städten und Kommunen werden von Männern eingenommen. Was das für die Kommunalpolitikerinnen bedeutet, haben Reporterinnen und Reporter von rbb und BR in der crossmedialen Langzeitbeobachtung „Zeit für Local Heroes“ festgehalten.

Umweltschutz
Kölns Verkehrsdezernent will Pakete mit der Straßenbahn transportieren lassen

Köln – Der neue Verkehrsdezernent der Stadt Köln, Ascan Egerer, hat den Transport von Waren und Paketen mit der Straßenbahn angeregt, um klimaschädlichen Verkehr aus der Innenstadt herauszuhalten. Es wäre denkbar, dass Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) „nachts einen Transport organisieren, der dann morgens mit Lastenrädern verteilt wird“, sagte Egerer in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Da hätten wir möglicherweise schon eine Menge klimaschädlichen Verkehr aus der Stadt raus.“ Dies sei „ein ganz wichtiges Thema, weil uns der zunehmende Warenladungs- und Lieferverkehr als Kommune immer stärker belastet“. Egerer zeigte sich auch offen für neue Verkehrsmittel in der Stadt, etwa eine Seilbahn oder Wasserbusse. „Aus meiner Sicht brauchen wir alles, was dem Umweltverbund ergänzend hilft. Also dort, wo es sinnvoll funktioniert, sollten wir ein Seilbahnsystem ernsthaft prüfen.“ Dies gelte auch für Wasserbusse auf dem Rhein. „An dem Thema sind wir ja auch dran. Da ist die Infrastruktur ja quasi schon gegeben.“ Egerer, der auf Vorschlag der Grünen zum Dezernenten gewählt wurde, ist seit 1. November im Amt.

Luxemburg
EGMR-Richter Yannis Ktistakis: Griechenland ist verpflichtet Urteile des EGMR umzusetzen

Luxemburg – Zahlreiche Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), die der Gerichtshof zu den Minderheitenvereinen in Westthrakien gefällt hatte, gehören zu jenen Urteilen, die von Griechenland seit Langem nicht umgesetzt wurden. Zu dieser Einschätzung kommt Yannis Ktistakis, der als Richter am EGMR in Straßburg tätig ist. Der Professor für öffentliches internationales Recht und internationale Menschenrechte sprach im Rahmen eines Webinars von Sakkula Publishing und des Zentrums für Europäisches Verfassungsrecht. Gegen Griechenland liefen vor dem EGRM 1.445 Klagen und fast die Hälfte davon entfielen auf die Haftbedingungen. Die Prozesse wegen Misshandlungen während der Festnahme und Menschenrechtsverletzungen liege bei 633 Fällen. Bei den übrigen Rechtsstreitigkeiten handle es sich um Artikel zur Europäische Menschenrechtskonvention. Griechenland unter den ersten zehn mit den meisten Klagen Athen gehöre zu den zehn Ländern mit den meisten Klagen und in 953 Gerichtsprozessen sei es verurteilt und in 45 Fällen freigesprochen worden. Wenn man diesem Staat ein Zeugnis des EGMR ausstellen würde, sollten als Maßstab nicht die 47 Mitgliedsstaaten des Europäischen Rats herangezogen werden, sondern das Jahr 1981, als Griechenland Mitglied der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft geworden sei. Mit diesen Ländern solle Athen verglichen werden. Nach Ktistakis gebe es Entscheidungen des EGMR, die das Land seit über 10 Jahren nicht umsetze und diese könne man in 6 Gruppen zusammenfassen. Die Urteile zu den Minderheitenvereinen in Westthrakien gehörten den erwähnten 6 Gruppen, die seit 13 Jahren nicht umgesetzt würden. Aus Sicht Griechenlands bestehe die größte Schwachstelle darin, dass der EGMR es verurteilt habe, aber Athen die Gerichtsentscheidungen nicht umsetze. Kemal Bölge/Luxemburg

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– Menschenrechte – Menschenrechtler Dimitras: Griechenland erkennt ethnische Minderheiten nicht an

Rassistische Straftaten werden zum großen Teil strafrechtlich nicht verfolgt und bestraft. Menschenrechtsorganisation Greek Helsinki Monitor: „Griechenland ist das einzige Land in Europa, das ethnische Minderheiten nicht anerkennt“.

Menschenrechtler Dimitras: Griechenland erkennt ethnische Minderheiten nicht an

Türkei
Türkische Unternehmen finden keine Mitarbeiter

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Inzwischen genügt ein Blick in soziale Medien, um zu erkennen, wie verzweifelt Türken um etwas Spende für den täglichen Lebensunterhalt betteln und versuchen auf Accounts von Persönlichkeiten wie Can Dündar die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auf der anderen Seite ist das neue Apple iPhone 13 kurz nach Erscheinen in der Türkei schon gar nicht mehr erhältlich. Wie kommt das? In sozialen Medien braucht dieser Tage eine türkische Persönlichkeit der Opposition nur einen Einzeiler zu veröffentlichen, schon hängen mindestens zwei Kommentare darunter, in der offenbar verzweifelte Türken um Hilfe für den täglichen Lebensunterhalt betteln. Die Begründungen sind dabei vielfältig: Arbeitslosigkeit, geringer Lohn, teure Mieten, die Inflation, Schicksalsschlag… Auf der anderen Seite ist der Konsumrausch ein Segen für den Handel und die Wirtschaft aber auch Fluch zugleich. Unternehmer und Konzerne finden nämlich keine Mitarbeiter, obwohl sie sich sogar mit hohen Offerten zu Lohn und anderen Vergünstigungen gegenseitig überbieten. In der Landwirtschaft wurden vor Jahren händeringend Saisonarbeiter gesucht. Die Wanderarbeiter konnten den Bedarf gar nicht mehr decken. Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge füllen inzwischen die Lücke. Sehr zur Freude der Haselnuss- und Teeplantagen-Besitzer. Zwischen Haselnussbäumen und Teesträuchern streifen nun Georgier, Äthiopier oder Syrer hindurch, um die Ernte einzufahren, während die Arbeitslosigkeit zum Politikum erhoben wird. Im Pflegedienst und in Krankenhäusern oder auch in Restaurants haben sich willige ArbeiterInnen aus Usbekistan, Aserbaidschan, Armenien oder Georgien verdient gemacht. Ihr Fleiß ist in aller Munde, wie eine Verwandte die in der Provinz Amasya in einem Pflegeheim arbeitet, zu berichten weiß. Diese Arbeiten will in der Türkei offenbar niemand mehr machen, weshalb aus dem Ausland Menschen diese Arbeiten übernehmen. In der produktiven Wirtschaft wie Maschinenbau oder auch im zusammenhängenden Logistikbereich suchen Jung- wie Altunternehmer händeringend nach Mitarbeitern, werden aber aus unerfindlichen Gründen nicht fündig. Inzwischen überbietet man sich beim Lohnentgeld, feilscht um jeden Bewerber und dennoch finden die Unternehmer keinen langfristigen Mitarbeiter. Ein Jungunternehmer, den ich persönlich kenne, hat sich in Antalya vor drei Jahren selbstständig gemacht. Er bietet Bio-Gemüse und Bio-Früchte an, die er teilweise selbst angepflanzt hat und erntet, teilweise aus dem Ausland importiert. Früchte wie Bananen, Kiwi oder Erdberen kann er inzwischen saisonunabhängig anbieten, weil er in Gewächhäuser investiert hat. Die Technik dazu hatte er sich aus Italien besorgt, nach dem er zwei Messen besucht hatte. Sein Unternehmen floriert, eigentlich! Aber wachsen kann er nicht, weil er das Arbeitspensum mit den Stammmitarbeitern nicht mehr durchhält. So wie viele hatte er sich vor zwei Jahren erst bei der türkischen Arbeitsagentur angemeldet und den Bedarf an angelernten Arbeitskraft angezeigt. Bis heute hat sich kein einziger unqualifizierter oder qualifizierter Bewerber gemeldet. Gesucht werden gegenwärtig immer noch ein Mitarbeiter in der Verpackung, drei für die Ernte mithilfe von Erntemaschinen sowie zwei Kaufleute und ein Buchhalter. Dann begann der Kollege sich im Umfeld umzuhören, aber alle wiegelten ab. Nun hat er notgedrungen großformatige Anzeigen in Printmedien geschalten, aber glaubt irgend einer, da hätte jemand bei sozialer Absicherung, Lohn ab Netto 5.000 TL und einer günstigen Mietwohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes angebissen? Nein! Jetzt hat er seine Eltern gebeten, ihm zumindest die Büroarbeiten abzunehmen. Die düsten mit dem Bus von Eskisehir nach Antalya, wo sie jetzt das dringlichste abarbeiten. Sowie diesem Jungunternehmer in der Türkei geht es vielen anderen. Immer mehr Unternehmer beschweren sich mittlerweile öffentlich über den unhaltbaren Zustand, während bei Straßenumfragen junge Menschen vor die Kameras treten und über ihre Perspektivlosigkeit schwadronieren. In sozialen Medien bieten offensichtlich in Not geratene Menschen ihre selbstgenähten Pantöffelchen und Strickereien unter jenen Persönlichkeiten an, die die türkische Regierung 24 Stunden am Tag scharf dafür kritisieren, dass das Land für junge Menschen keine Zukunftsperspektive biete. Vor allem das sticht förmlich ins Auge. Währenddessen lese ich Statements von türkischen Unternehmen, die verzweifelt nach Mitarbeitern ausschau halten. Mitunter schildern sie dabei den Werdegang ihrer Bemühungen. So kam sich das Beratungsunternehmen ATAK geradezu verarscht vor, als sie diese jungen Menschen in den kurzen Videomitschnitten reden hörten, die angeblich Jobs suchen, aber keine finden würden. Laut dem Geschäftsführer von ATAK, Saadettin Çay, habe das Unternehmen wie in einem anderen Fall auch etwa 7.000 TL ausgegeben, um über eine Karriereseite im Internet Mitarbeiter anzusprechen. Sieben Interessierte hätten sich laut dem Mitbewerber schriftlich beworben, aber auf Einladung hin sei kein einziger erschienen. Çay zufolge wäre dass die bittere Wahrheit.
(Screenshot/Twitter)
Um die Chancen zu erhöhen, habe ATAK wie die Konkurrenz ebenfalls einen professionellen Jobvermittler engagiert. Der hätte daraufhin 42 mögliche Kandidaten genannt, die man angeschrieben und um eine Bewerbungsmappe gebeten hätte. Lediglich 5 hätten daraufhin eine Mappe zugesendet. Alle hätte man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, aber nur ein einziger wäre zum Termin erschienen. Diesem einen einzigen Bewerber hätte man dann jede gestellte Bedingung anstandslos erfüllt, nur um ihn am Arbeitsplatz zu halten. Dieser wäre aber nur einen einzigen Tag zur Arbeit gekommen. Am nächsten Tag habe sich dieser mit „ich glaube, ich will nicht arbeiten“ schon wieder von der Arbeit entfernt. ATAK hat die Hoffnung, wie mein Kollege aus Antalya, bereits aufgegeben, vom türkischen amtlichen Jobcenter noch irgend einen Bewerber vorgestellt zu bekommen. Von der Illusion, ein Kandidat würde in Eigeninitiative eine Bewerbung schicken, davon hat man sich längst verabschiedet. Man ist quasi dazu übergegangen, den Gemeindevorsteher, den Parteivorsitzenden des Landkreises oder den der Provinz auf die Lage aufmerksam zu machen, damit die politischen Weichen gestellt und die jungen Menschen zu Lohn und Brot gebracht werden. Aber was soll die Politik tun? Die Menschen zwingen bei überdurchschnittlichem Lohn und Vergünstigungen zur Arbeit zu drängen?
(Screenshot/Twitter)
Der türkische Mindestlohn ist nicht berauschend, aber Unternehmen bieten ja auch nicht den Mindestlohn an, sondern weitaus bessere Löhne bei voller sozialer Absicherung für gelernte Berufe, und dennoch finden sie kaum oder gar keine gelernten MitarbeiterInnen, obwohl die Universitäten jedes Jahr Tausende qualifizierte wie überqualifizierte Jobsuchende in den Arbeitsmarkt werfen. Wie viele andere Unternehmen ist nun auch ATAK ausserstande zu wachsen und das Geschäft so fortzuführen, wie das Klientel es möchte. Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre gefahrenen Schichten zu kürzen, die Produktion herunterzufahren oder ganz aufzugeben, weil die Arbeit brach liegt. Während also die Kundschaft mit Aufträgen drohen, wiegeln die Unternehmen dankend ab. Wie Saadettin Çay in einem Statement zum Schluss feststellt, dass sei die bittere Wahrheit, so stellen auch andere Unternehmen leidig fest, dass trotz der angeblich hohen Arbeitslosigkeit, sich kein Mitarbeiter finden lässt. „Açız aç!“, synomym für „Wir sind hungrig!“ gewinnt daher eine neue Bedeutung. Unternehmen sind hungrig nach Mitarbeitern, während ihnen mit Aufträgen gedroht wird.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Arbeitsmarkt – „Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Aufgrund der stagnierenden Bevölkerungszahl in Deutschland, hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Bundesregierung aufgerufen, mehr Zuwanderer ins Land zu holen.

„Deutschland braucht 400.000 Zuwanderer pro Jahr“

Hollywood
Lana Wood: „Natalie Wood wurde als Teenager von Kirk Douglas sexuell missbraucht“

New York – Seit Jahrzehnten ist es eines der dunkelsten Gerüchte Hollywoods: Die Teenagerin Natalie Wood wurde von einem mehr als doppelt so alten Filmstar sexuell missbraucht, als sie sich mit ihm in einem Hotel in Los Angeles traf. In ihren Memoiren, die nächste Woche erscheinen, nennt Woods jüngere Schwester Hollywood-Legende Kirk Douglas als Täter. „Ich erinnere mich, dass Natalie besonders schön aussah, als Mama und ich sie an jenem Abend am Eingang des Chateau Marmont absetzten“, zitiert die Nachrichtenagentur AP Lana Wood aus ihrem Buch „Little Sister“. Der Vorfall habe sich demnach im Sommer 1955 ereignet, etwa zu der Zeit, als Natalie Wood „The Searchers“ drehte. Das Treffen sei damals von ihrer Mutter, Maria Zakharenko, arrangiert worden, die dachte, dass „ihr viele Türen geöffnet werden könnten, wenn er ihr nur mit seinem berühmten, gut aussehenden Kopf zunickt“, so Lana Wood. Doch als die Darstellerin von ihrem Treffen mit dem Prominenten zurückkehrte, wusste ihre Schwester, dass etwas nicht stimmte, berichtet AP weiter. Lana, die damals 8 Jahre alt war, schilderte die beunruhigende Szene: „Es schien eine lange Zeit vergangen zu sein, bevor Natalie wieder ins Auto stieg und mich aufweckte, als sie die Tür zuschlug“, schrieb sie laut AP in ihrem Buch. „Sie sah schrecklich aus. Sie war sehr zerzaust und sehr aufgeregt, und sie und Mom begannen eindringlich miteinander zu flüstern.“ Die Autorin fügte hinzu: „Ich konnte sie nicht wirklich hören oder verstehen, was sie sagten. Offensichtlich war meiner Schwester etwas Schlimmes zugestoßen, aber was auch immer es war, ich war anscheinend zu jung, um es zu erfahren.“ Doch erst als die Geschwister beide erwachsen waren, erzählte Natalie schließlich, was sich angeblich zugetragen hatte. „Ich hatte Angst, ich war verwirrt“ „Es war wie eine außerkörperliche Erfahrung. Ich hatte Angst, ich war verwirrt“, erinnert sich Lana Wood an die Worte ihrer Schwester damals. Lana, die heute 75 Jahre alt ist und etwa 8 Jahre alt war, als sich der angebliche Vorfall ereignete, erinnert sich, dass ihre Schwester und ihre Mutter sich einig waren, dass es Natalies Karriere ruinieren würde, wenn sie ihn öffentlich anklagen würde. „Nimm es hin“, war laut „Little Sister“ der Rat der Mutter. In dem Buch „Little Sister“ gehe es vor allem um den mysteriösen Tod von Natalie Wood im Jahr 1981 im Alter von 43 Jahren. Obwohl es sich offiziell um einen Badetod handelte, haben viele, darunter auch Lana, ihren damaligen Ehemann Robert Wagner verdächtigt. Der 1916 in New York geborene Kirk Douglas war ein US-amerikanischer Schauspieler und Schriftsteller. In den 1950er und 1960er Jahren zählte er zu den führenden Hollywood-Stars und war oft in Western und Abenteuerfilmen zu sehen. Er starb im vergangenen jahr im Alter von 103 Jahren.

Klimaschutz
Türkei: Pariser Klimaabkommen tritt kommende Woche in Kraft

Ankara – Das Pariser Klimaabkommen, das das türkische Parlament im Oktober ratifiziert hat, wird nächste Woche in Kraft treten, so ein von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichnetes Dekret. Das Datum des Inkrafttretens des Abkommens wurde auf den 10. November 2021 festgelegt, wie aus einem am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlichten Präsidialdekret hervorgeht. Dementsprechend werde die Türkei das Ziel von Netto-Null-Kohlenstoffemissionen bis 2053 erreichen. Alle politischen Parteien im türkischen Parlament stimmten im Oktober mit „Ja“ für das Abkommen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Erdogan hatte die Ratifizierung im September in der Uno-Vollversammlung angekündigt. Er begründete den Schritt mit „der historischen Verantwortung aller Staaten für den Klimawandel“. Die Türkei gehörte 2016 zu den ersten Ländern, die das Pariser Abkommen 2016 unterzeichneten. Aber es hatte die Ratifizierung bisher mit dem Argument verweigert, es solle in dem Vertrag nicht als entwickeltes Land geführt werden. Das Pariser Klimaabkommen vom 12. Dezember 2015 ist das Nachfolgedokument des Kyoto-Protokolls und gilt als ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Erderwärmung. Auf der UN-Klimakonferenz in Frankreich im Dezember 2015 vereinbarten erstmals 196 Staaten plus die Europäische Union, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, möglichst sogar auf unter 1,5 Grad. Durch die Eindämmung des Klimawandels unterhalb dieses Temperaturniveaus sollen Umweltfolgen wie Naturkatastrophen, Dürren und ein Anstieg der Meeresspiegel wirksam begrenzt werden, schreibt bpb.

Anti-Stress-Methode
Türkei: Mann lässt sich gegen Bezahlung verprügeln

Istanbul – Dies ist mal eine Anti-Stress-Methode anderer Art. Als erster registrierter „Stress-Coach“ der Türkei lässt sich Hasan Rıza Günay seit 11 Jahren von gestressten Menschen verprügeln. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, kommen die Kunden zu ihm mit Problemen wie Überlastung, Depressionen oder gar Panikattacken. Die meisten seiner Kunden seien Frauen. Inspiriert war er nach eigenen Angaben von dem Film Şark Bülbülü, in dem sich der Schauspieler Kemal Sunal freiwillig verprügeln ließ. Manche Menschen meditieren, andere schreien, wieder andere schlagen jemanden, um Stress abzubauen, sagte er und fügte hinzu, dass dies eine legale Alternative sei, unter der niemand leide. Er erklärt, dass er nur zwei bis vier Kunden pro Tag annimmt und dass eine Sitzung durchschnittlich 10-15 Minuten dauere. Etwa 70 Prozent seiner Kunden seien Frauen. Er betont zudem, dass er nicht alle Anfragen annimmt. Wenn er das Gefühl hat, dass sein Gegenüber böses im Sinn hat, lehne er ab. „Meine Zeit ist begrenzt“, so Günay.

NRW
Städtetag verlangt von Ampel-Parteien mehr Geld vom Bund für den ÖPNV

Köln – Der Städtetag in NRW appelliert an die Ampel-Parteien in Berlin, bei den Koalitionsverhandlungen mehr Geld für den Öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung zu stellen. „Der Bund muss sich noch stärker an den Investitionskosten, aber auch an den Betriebskosten für den Nahverkehr beteiligen“, sagte der Vorsitzende des NRW-Städtetags, Pit Claussen, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wir erwarten von der Ampel grünes Licht zur Verkehrswende mit konkret unterlegten Zahlen“, fügte Claussen hinzu. „Die Regionalisierungsmittel des Bundes für Busse und Bahnen müssen deutlich aufgestockt werden“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld. Die Regionalisierungsmittel sollten von derzeit jährlich neun Milliarden Euro Jahr für Jahr um weitere 1,5 Milliarden Euro steigen. Claussen forderte von den Ampel-Parteien zudem für die neue Legislaturperiode eine Kooperation mit dem Kommunen auf Augenhöhe ein. Notwendig seien mehr Entscheidungsfreiräume der Städte für die Belange vor Ort, zum Beispiel um Solaranlagen und Dachbegrünungen verpflichtend vorgeben können. Außerdem müsse gerade für die Städte in NRW endlich das Altschuldenproblem gelöst werden.

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– Fall Jalloh – Neues Gutachten: Polizisten zündeten Oury Jalloh in Zelle an

Laut einem neuen Gutachten wurde Oury Jalloh 2005  in einer Gefängniszelle von Polizisten angezündet.

Neues Gutachten: Polizisten zündeten Oury Jalloh in Zelle an

Corona-Pandemie
Mehrheit der gegen Corona Geimpften plant Auffrischungsimpfung

Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv, macht sich jeder vierte befragte Bundesbürger (24%) vor dem Hintergrund der zuletzt steigenden Corona-Infektionszahlen und der Berichte über Infektionen von vollständig geimpften Personen aktuell mehr Sorgen als noch vor einigen Wochen, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren. 11 Prozent machen sich weniger, 65 Prozent weder mehr noch weniger Sorgen vor einer eigenen Infektion als vor einigen Wochen. Dass sie sich weniger oder unverändert Sorgen machen, geben vor allem diejenigen an, die nicht gegen Corona (weniger Sorgen: 21%; unverändert: 77%) geimpft sind. 40% befürchten Einschränkungen wie im letzten Winter 40 Prozent aller Befragten glauben, dass es im kommenden Winter angesichts der steigenden Infektionszahlen noch einmal zu ähnlichen Einschränkungen wie im letzten Winter kommen wird. Mehrheitlich (56%) glauben die Befragten allerdings nicht an so weitreichende Einschränkungen. Dass es erneut zu ähnlichen Einschränkungen kommen wird, glauben überdurchschnittlich häufig die unter 30-Jährigen (51%), die Nicht-Geimpften (49%) sowie die Anhänger der AfD (53%). Mehrheit der bereits vollständig Geimpften beabsichtigt Auffrischungsimpfung vornehmen zu lassen Zwei Drittel (69%) der vollständig gegen das Coronavirus Geimpften fühlen sich ausreichend darüber informiert, ob für sie persönlich eine Auffrischungsimpfung gegen Corona sinnvoll ist. Ein Drittel (31%) der vollständig Geimpften – insbesondere die unter 45-Jährigen (30- bis 44-Jährige: 43%; 18- bis 29-Jährige: 54%) – fühlt sich darüber allerdings nicht ausreichend informiert. Die große Mehrheit der gegen vollständig gegen Corona Geimpften (75%) hat vor, eine Auffrischungsimpfung gegen Corona vornehmen zu lassen (70%) oder hat diese bereits erhalten (5%). Rund jeder fünfte vollständig Geimpfte (18%) strebt keine Auffrischungsimpfung an, 7 Prozent sind sich diesbezüglich noch unsicher („weiß nicht“).

Nordzypern
Maraş entwickelt sich zum alternativen Tourismusmodell

Antalya – Die Wiedereröffnung eines Teils der einstigen zyprischen Urlauberhochburg Maraş (Varosha) stellt nach Ansicht des Tourismus- und Umweltministers der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), Fikri Ataoğlu, aus touristischer Sicht einen positiven Schritt dar. Ataoğlu besuchte in Antalya die diesjährige Tourismus-Messe, an dem auch Nordzypern teilnimmt. Im Oktober letzten Jahres eröffneten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der damalige Ministerpräsident Nordzyperns, Ersin Tatar, nach 46 Jahren teilweise den Stadtteil Maraş, der zur Stadt Gazimağusa (Famagusta) gehört. Maraş hat sich zu einem alternativen Tourismusmodell entwickelt Zunächst sei ein Küstenabschnitt und danach ein anderer Teil des früheren Tourismusortes eröffnet worden. Trotz der Pandemie hätten viele in- und ausländische Touristen die Stadt besucht und sie zähle mittlerweile als Alternative. Es kämen aus der gesamten Welt Menschen, die Maraş besuchen wollten und bemerkte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Es gibt einen ernsthaften Anstieg der Besucherzahlen. Die Eröffnung von Maraş war aus touristischer Perspektive betrachtet ein positiver Schritt. Sicherlich wird es einen Mehrwert schaffen. Es kommen Touristen nach Maraş und es hat sich zu einem alternativen Tourismusmodell entwickelt.“ Tourismusbündnis mit der Türkei Um den Tourismus in Nordzypern zu entwickeln, arbeite man koordiniert mit dem Kultur- und Tourismusministerium der Türkei zusammen. Mit der Türkei hätte Nordzypern ein ernsthaftes Bündnis zusammengeschmiedet und an den Messen, an dem die Türkei im Tourismus-Sektor teilnehme, sei auch Nordzypern präsent. Das mache sie stolz. Der nordzyprische Tourismusminister bedankte sich für die Unterstützung seines türkischen Amtskollegen Mehmet Nuri Ersoy und fügte hinzu: „Mit jedem Tag vertiefen wir unsere Zusammenarbeit mit der Türkei. Es gibt keine Schnittstellen zwischen uns. Wir fühlen uns hier wie zu Hause.“ Seit einem Militärputsch zyperngriechischer Offiziere gegen den damaligen Präsidenten Makarios, ist die Insel seit 1974 geteilt, die einen gewaltsamen Anschluss an Griechenland (Enosis) erzwingen wollten. Unter Berufung auf die Züricher und Londoner Verträge von 1959 intervenierte am 20. Juli 1974 die Garantiemacht Türkei, um die zyperntürkische Volksgruppe zu schützen und einen drohenden Anschluss an Griechenland zu verhindern. Am 15. November 1983 rief das Parlament des Türkischen Föderativstaats die Türkische Republik Nordzypern aus. Kemal Bölge/Antalya

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Schon seit der Frühzeit ist die wechselvolle Geschichte Zyperns durch seine Lage bestimmt worden, die im Spannungsfeld der drei Kontinente Afrika, Europa und Asien liegt.

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