Gastbeitrag
Kommentar: Schwache Lira wird Exporte ankurbeln

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel In europäischen Gefilden macht man sich mehr Sorgen um die türkische Währung und Inflation als um die eigene. Die Prognosen sind entsprechend düster umschrieben und kündigen einen nie dagewesenen Währungsverfall, ja sogar einen Bankrott voraus. Grund ist demnach die vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan groß angekündigte Niedrigzinspolitik, die die türkische Wirtschaft gefährde. Entgegen der Erwartung, es gehe dabei um die türkische Wirtschaft an sich, offeriert man zwischen den Zeilen die türkische Opposition, die für die kommende Wahl ihre Chance sieht. Offenbar ist die Erwartungshaltung in Europa größer, dass die türkische Opposition das Ruder übernimmt, nach dem diese die vorzeitigen Wahlen durchgesetzt hat, als dass die türkische Währung sich erholt und die Inflation sinkt. Nun geht es aber erst einmal um den Währungsverfall der türkischen Lira sowie die steigende Inflation, die mit der bislang von Erdoğan gefahrenen Leitzinspolitik. Ich maße mir nicht an, ein Experte zu sein, aber betrachte das aus mehreren Perspektiven. Vor allem betrachte ich die weltweite Wirtschaft und bilde mir dann eine Meinung. Ist die bislang anhaltende Niedrigzinspolitik für die Türkei Fluch oder Segen? Die Türkei hat derzeit eine Staatsverschuldung in Relation zum BIP von rund 40 Prozent. Von anfänglich 76 Prozent im Jahre 2001, drückte die Türkei ihre Verschuldung im Jahre 2016 bis auf 28 Prozent runter, um danach 2020 auf 39,7 Prozent anzuheben. Auch das Handelsbilanzdefizit hatte sich seit 2011 von einst -106 Prozent auf unter -29,5 Prozent im Jahre 2019 merklich verringert, steigt aber seither wieder an, lag im Jahre 2020 bei rund -50 Prozent. Sprich, der Wert der Importe übersteigt den Wert der Exporte. Die Regierung unter Erdoğan drückte die Inflation seit 2001 von 54 Prozent auf unter 7,8 Prozent im Jahre 2016. Die Vorgängerregierungen kämpften zwischen 1980 und 1999 mit Inflationsraten zwischen 55 und 110 Prozent. Sprich, die derzeitige Inflation mit knapp 20 Prozent ist auf den ersten Blick für Europäer wie auch für die junge Generation von Türken besorgniserregend, für einen Türken, der die Ära vor Erdoğan kennt, aber nur ein müdes Lächeln wert. Erdoğan fährt seit einigen Jahren eine Niedrigzinspolitik. Damit widerspricht der Staatspräsident bis heute nach Ansicht vieler den Lehren der modernen Ökonomie. Weshalb hält Erdoğan nun an seiner niedrigeren Zinspolitik fest? Das ist schwer zu sagen! Fest steht nur, dass die Lehre der modernen Ökonomie offenbar in anderen Schwellenländern nicht verfängt. Brasilien hat seit 2019 von anfänglich 2,5 Prozent, mit einer Inflation von 10,25 Prozent im Oktober 2021 zu kämpfen, obwohl die Zentralbank allein in diesem Jahr über 7 Leitzinserhöhungen vollzogen hat. Auch Mexiko, Indien, Russland oder China müssen seit 2019 mit einer Verdopplung der Inflationsrate kämpfen, benutzen dabei die ökonomische Lehre, werden aber trotz deutlicher Anhebung der Leitzinsen weiterhin mit Währungsverfall belohnt. Die Schwellenländer stehen also trotz der Anhebungen der Leitzinsen geldpolitisch unter Druck, obwohl sie das Gegenteil von dem machen, was die Türkei macht. Hinzukommt der weltweite Preisanstieg bei den Lebenshaltungskosten. Dem Lebensmittelpreisindex der Vereinten Nationen zufolge stiegen die weltweiten Lebensmittelpreise im Mai und damit im zwölften Monat in Folge um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise kletterte allein im Mai um 4,8 Prozent in die Höhe. Das war der stärkste monatliche Anstieg seit über zehn Jahren. Dabei spielt vor allem auch der ansteigende Bedarf an Rohstoffen eine große Rolle. Das heißt, vor allem die Schwellenländer brauchen mehr Rohstoffe als der Weltmarkt hergibt. Ergo gibt es zwar eine hohe Nachfrage nach Rohstoffen, die aber nicht mehr genügend gedeckt wird, weshalb die Preise steigen. Steigende Preise, damit einhergehend auch eine steigende Inflation bedeutet auch, dass die Schwellenländer sich den Weltmarktpreisen stellen müssen, sich aber gleichzeitig dem Preisniveau wie auch dem Lebensqualitätsniveau angleichen, wenn sie denn eine vorausschauende Wirtschafts- und Geldpolitik verfolgen. Da zudem die Währungen dieser Schwellenländer gegenüber dem US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt um etwa 10 Prozent abgewertet wurden, exportieren diese Schwellenländer neuerdings nicht mehr Deflation, sondern Inflation. Im Gegensatz zu den Schwellenländern verschärft sich aber auch der Preisdruck in den Industrieländern, die mehr importieren als exportieren, da mit dem Preisanstieg auch die Kosten steigen. Steigende Produktpreise wirken sich negativ auf Exporte aus, jedoch positiv auf Importe. Betrachtet man nun die andere Seite der Medaille, müssten sich die Industrieländer über die steigenden Rohstoffpreise, damit auch über die langsam und nicht markant steigenden Inflationsraten eher Sorgen machen. Inflationssprünge von bis zu 20 Prozent und mehr, können Schwellenländer, wenn sie denn genügend Reserven und wenig Verschuldung aufweisen, eher verkraften als Industrieländer mit Verschuldungen weit über dem BIP hinaus und wenigen Prozentpunkten Inflationsanstieg. Solche kleinen Sätze in der Inflation können ein westliches Land eher ins Chaos stürzen, als große Sätze in den Schwellenländern. Es sieht also ziemlich ernst aus, aber eher für die Industrieländer als für Schwellenländer. Wachstum bleibt trotz steigender Inflation eine zentrale politische Priorität der Türkei. Eine lockerere Haltung der Leitzinsen wird die Lira höchstwahrscheinlich weiter schwächen. Das wird aber auch die Exporte weiter ankurbeln und gleichzeitig das Importwachstum dämpfen. Dadurch werden Handels- und Leistungsbilanzdefizite begrenzt. Die Inflationsaussichten dürften sich mit einer schwächeren Lira zwar verschlechtern, aber hier ist auch die türkische Wirtschaft gefragt, Lösungen aufzugreifen und die Binnennachfrage mit eigenen Produkten zu decken und sich damit von Importen zu lösen. Die Türkei und damit Erdoğan an der Spitze, müsste, um im Land die Ordnung und Sicherheit zu wahren, die Bürger in die Lage versetzen, die Kaufkraftverluste, die sie durch die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise erleiden, durch entsprechend höhere Lohnabschlüsse oder Rentenanhebungen ausgleichen. Das tut Erdoğan in immer kürzeren Abständen, vor allem aber bei den Energiekosten wie Strom und Benzin, die seit Jahren subventioniert werden. Jetzt wird auch klarer, weshalb die Türkei auf Atomenergie setzt und in kürzester Zeit gegen alle Widerstände die Meiler hochziehen lässt. Es ist auch nicht weit hergeholt, wenn ich nun behaupte, dass die Türkei im östlichen Mittelmeer sich bei den Gasvorkommen nicht lumpen lassen will oder seit einigen Jahren im gesamten Küstenverlauf Erdöl- und Erdgasvorkommen erkundet. Es ist offensichtlich, dass in wenigen Jahren diese Politik erste Früchte tragen soll, um a) das Handelsbilanzdefizit zu senken und b) sich von der Abhängigkeit zu lösen. Umgekehrt sieht die Lage in den Industrieländern etwas anders aus. Hier befürchtet man schon eine Inflation, wenn auch nur mit leiser Stimme, um den sozialen Frieden zu wahren. In der EU will die EZB ebenfalls die Zinsen nicht erhöhen, obwohl die Inflation steigt; wieso sollte also die Türkei ihre Zinsen erhöhen, wenn es bei anderen Schwellenländern bislang nichts gebracht, ja sogar weiter verschärft hat? Geht es etwa um die Durchsetzung eigener Interessen, sprich der eigenen Stabilität auf Kosten der Türkei? Anscheinend! Denn eins müssen wir uns gut einprägen: Es gibt keine kostenlosen Ratschläge oder Bemerkungen von Dritten, die dir auch nicht gerade wohlgesonnen sind. Seit fast einem Jahrzehnt hat man schlichtweg das Gefühl, dass die derzeitige türkische Regierung eben nicht im Interesse des Westens agiert, was man auch in den politischen Statements hört und zwischen den Schlagzeilen lesen kann. Setzt man deshalb vermehrt die Hoffnung auf die Opposition, anstatt sich mit der Währung und der Inflation zu beschäftigen?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Auch interessant

– Wirtschaft – Türkei und Großbritannien wollen Freihandelsabkommen ausweiten

Türkei und Vereinigtes Königreich verhandeln über ein Freihandelsabkommen, das weitere Sektoren einbeziehen soll.

Türkei und Großbritannien wollen Freihandelsabkommen ausweiten

London
Nusret – Salt Bae – Gökce plant Unterwäsche Modelinie

London – Der türkische Stargastronom Nusret – Salt Bae -Gökce erlangte internationale Berühmtheit, nachdem er anfing, Fotos seiner theatralischen Salzstreu-Pose in den sozialen Netzwerken zu teilen. Dutzende Restaurants weltweit und ein 50-Millionen-Dollar-Hotel, gehören mittlerweile zu seiner Unternehmensgruppe. Sein Vermögen wird auf 50-60 Millionen Dollar geschätzt. Nun ist er womöglich dabei, seine eigene Bekleidungsmarke auf den Markt zu bringen, indem er seinen berühmten Namen zum Verkauf von Westen und sogar Unterwäsche nutzt. Der 38-jährige hat laut der britischen Boulevardzeitung The Sun seinen Spitznamen, Salt Bae, zusammen mit einem Bild seiner berühmten Salzstreu-Pose, beim britischen Amt für geistiges Eigentum schützen lassen. Zu den in den juristischen Dokumenten genannten Artikeln gehören Röcke, Anzüge, Trikots, Westen, Hemden – und sogar Damenunterwäsche, berichtet The Sun weiter. Der türkische Starkoch habe seinen Namen und sein Image auch für Lebensmittelprodukte schützen lassen – was seine Fans zu der Frage veranlasst, ob ein Supermarktsortiment in Planung ist.
(Foto: Instagram/Screenshot)
Nusret Gökçe – Ein Video ging viral Ein Teil seines Erfolges ist sicher die Marke, die er für sich selbst kreierte. Ein eng anliegendes weißes T-Shirt, eine Sonnenbrille und ab und zu auch eine Zigarre. So kennt man ihn, so zeigt er sich auf Instagram, wo er zwischenzeitlich über 31 Mio Follower hat. Und dort wurde er als türkischer Koch 2017 auch zum erfolgreichsten Meme des Jahres.

Dafür genügte ein Video, das ihn zeigt, wie er kunstvoll ein Stück Fleisch tranchiert und mit erhobenem Arm und dem mittlerweile legendären abgeknicktem Handgelenk die Salzkörner wie Feenstaub über das Fleisch rieseln lässt. Innerhalb kürzester Zeit ging dieses Video von @lolalissaa viral und war der Start für Nusret Gökçes weltweite Karriere. Das Video hatte schnell 13 Mio Aufrufe und erhielt über 50.000 Kommentare. Dabei erhielt Nusret auch diesen liebevollen Slangausdruck Salt Bae. Bae steht dabei für Freund oder Freundin.

Zum Thema

– Das Leben des Salt Bae – Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?

Seit dieser gutaussehende Mann mit dem abgewinkelten Arm Salz wie Feenstaub über das Steak bei Nusr-Et verteilt, steht die Frage im Raum: Wer ist dieser Salt Bae?

Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?
   

Koalitionsvertrag
Linke: Koalitionsvertrag bedeutet Blockade statt Fortschritt

Osnabrück – Der Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP manifestiert nach den Worten der Linken-Abgeordneten Sahra Wagenknecht „Blockade statt Fortschritt“. Die frühere Bundestagsfraktionsvorsitzende sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung„: „Statt die wachsende gesellschaftliche Ungleichheit durch eine gerechte Steuerreform mit einer deutlichen Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen zu begrenzen, kündigt die Ampel für Arbeitnehmer und Rentner neue Zumutungen durch höhere Pflegebeiträge und weniger Rentenerhöhungen an.“ Wagenknecht kritisierte zudem, der angestrebte vorgezogene Kohleausstieg berge gesellschaftlichen Sprengstoff, weil er „weder durch einen praktisch umsetzbaren Plan unterlegt noch sozial abgesichert“ sei. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Zur Einhaltung der Klimaschutzziele ist auch ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung nötig. Idealerweise gelingt das schon bis 2030.“ Wagenknecht sagte außerdem voraus, FDP-Chef Christian Lindner werde als Bundesfinanzminister „sowohl jede soziale Verbesserung, die über einen höheren Mindestlohn hinausgeht, als auch dringend notwendige öffentliche Investitionen in Bildung und öffentliche Infrastruktur verhindern“. Und anstatt ein Zeichen für eine friedliche Außenpolitik zu setzen, wolle die Ampel erstmals bewaffnete Killerdrohnen anschaffen. Wagenknecht fasste ihre Kritik zusammen: „Ein solcher Koalitionsvertrag verspielt die Zukunft.“

Auch interessant

– Wirtschaft – Türkei: Emirate kündigen 10 Milliarden-Dollar-Investition an

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Pläne zur Einrichtung eines 10-Milliarden-Dollar-Fonds zur Unterstützung von Investitionen in der Türkei vorgestellt.

Türkei: Emirate kündigen 10 Milliarden-Dollar-Investition an

NDR
Sexueller Missbrauch: Fachleute werfen politisch Verantwortlichen Tatenlosigkeit vor

Hamburg – Zehn Jahre nach dem Ende des Runden Tischs der Bundesregierung gegen sexuellen Missbrauch ziehen Fachleute und Betroffenenverbände gegenüber dem NDR eine denkbar negative Bilanz und werfen den politisch Verantwortlichen Tatenlosigkeit vor. So auch der unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig. Der Jurist, der zum Ende des Jahres aus dem Amt scheidet, berichtet von vergeblichen Versuchen, das zuständige Bundesgesundheitsministerium zu mehr Engagement für eine bessere therapeutische Versorgung zu bewegen. Minister Jens Spahn habe er in den vergangenen vier Jahren trotz vieler Versuche „kein einziges Mal gesprochen“, so Röhrig. Am 30. November 2011 legte der „Runde Tisch: Sexueller Kindesmissbrauch“ seinen Abschlussbericht vor und beendete seine Arbeit. Ein Ziel war, für mehr Hilfen und Unterstützung für Betroffene zu sorgen. Was hat sich in den vergangen zehn Jahren getan? Die NDR-Doku-Reihe „45Min“ zieht in einem Schwerpunkt Bilanz. Das NDR Fernsehen zeigt am Montag, 29. November, um 22 Uhr die Dokumentation „45Min: Sexuelle Gewalt – wo bleibt die Hilfe?“ und in der ARD Mediathek ist die dreiteilige Doku-Serie „Schutzlos. Sexuelle Gewalt gegen Kinder“ zu sehen. Darin kommen Fachleute und Betroffenen-Vertreter zu einem einhelligen Fazit: An der desaströsen therapeutischen Versorgung und an den fehlenden konkreten Hilfsangeboten habe sich kaum etwas geändert. Zudem hat die Corona-Pandemie die Situation für Kinder nach Ansicht vieler Fachleute verschärft. Viele Kinder seien ihren Täter*innen im Lockdown schutzlos ausgeliefert – sei es in der elterlichen Wohnung oder virtuell in sozialen Medien und in Online-Spielen. Die sexuelle Kontaktanbahnung über das Netz, Cybergrooming genannt, hat aus Sicht von Expert*innen wie Julia von Weiler massiv zugenommen. Auch, weil die Polizei online praktisch kaum präsent sei. „Das Entdeckungsrisiko für Täter*innen im Netz ist so gering, dass sie ungehindert weitermachen“, so die Psychologin. Das bestätigen Kriminalpolizisten aus Rostock, die in der Dokumentation bei der Arbeit begleitet werden: „Wir haben mit der Auswertung von Missbrauchsabbildungen so viel zu tun, wir können uns nicht noch neue Arbeit in irgendwelchen Chaträumen suchen“, so ein Ermittler. Im Interview räumt NRW-Innenminister Herbert Reul ein, das Problem der sexuellen Gewalt gegen Kinder lange Jahre „nicht ernst genommen“ zu haben. Hat die Politik das Thema generell verschlafen? „Total“, so der CDU-Politiker. Autor und Regisseur Sebastian Bellwinkel berichtet für NDR und ARD-weit seit dem Missbrauchsskandal 2010 regelmäßig über das Thema. Damals waren zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs im Kreis der katholischen Kirche bekannt geworden und in Folge der Runde Tisch eingerichtet. Für den aktuellen Schwerpunkt interviewt er Expert*innen wie Fock und trifft erneut Betroffene, die schon in früheren Filmen zu Wort kamen. „45 Min: Sexuelle Gewalt gegen Kinder- wo bleibt die Hilfe?“, am Montag, 29.November, um 22.00 Uhr im NDR Fernsehen. Autor: Sebastian Bellwinkel; Redaktion: Sabine Reifenberg „Schutzlos – Sexuelle Gewalt gegen Kinder“, Folge 1: Die Tat; Folge 2: Der Kampf; Folge 3: Die Folgen. Ab Montag, 29. November in der ARD Mediathek. Autor*in: Noura Mahdhaoui, Sebastian Bellwinkel; Redaktion: Kathrin Becker, Sabine Reifenberg.

Auch interessant

– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

REWE
Rückruf: Fremdkörper aus Plastik in REWE Beste Wahl Weizen Tortillas

0
Die Firma Mexma Food, Kerkrade, ruft vorsorglich das Produkt „REWE Beste Wahl Weizen Tortillas 432g, 6 x 25 cm“ zurück. Die Firma Mexma Food mit Sitz im niederländischen Kerkrade ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vorsorglich das Produkt „REWE Beste Wahl Weizen Tortillas 432g 6 x 25 cm“ mit dem MHD 15/04/2022 und der Charge L521286 und der Produktionszeit von 21.45 Uhr bis 23.15 Uhrzurück. Von dem Verzehr des betroffenen Produktes wird dringend abgeraten. Grund für den vorsorglichen Rückruf der betroffenen Charge sind mögliche transparente Fremdkörper aus Plastik, die in das Produkt gelangt sein können. Deshalb hat das Unternehmen umgehend reagiert und das betroffene Produkt unmittelbar aus dem Verkauf nehmen lassen. Von dieser vorsorglichen Maßnahme sind Produkte, die von den angegebenen Daten von MHD, Charge und Uhrzeiten abweichen, nicht betroffen. Kunden können das Produkt im jeweiligen Markt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Für die entstehenden Unannehmlichkeiten entschuldigt sich die Mexma Food bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ausdrücklich.

Corona-Krise
Arminia Bielefeld streicht ungeimpften Profis bei Quarantäne das Gehalt

Bielefeld – Auch Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld streicht seinen ungeimpften Profis künftig das Gehalt, solange sich diese etwa als enge Kontakte einer am Coronavirus erkrankten Person in eine häusliche Quarantäne begeben müssen. Das bestätigte der Sport-Geschäftsführer des DSC, Samir Arabi, der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. „Wir leisten weiterhin Überzeugungsarbeit“, sagte Arabi im Bezug auf den Umgang mit jenen, die sich noch nicht immunisieren lassen wollten. Im Gegensatz zu einigen anderen Erstligisten hat die Arminia noch keine Impfquote von 100 Prozent erlangt. Arabi sprach in der Vergangenheit von einem „sehr guten“ Wert, nur einzelne Spieler haben bislang die Impfung verweigert. Ihnen droht in Nordrhein-Westfalen künftig ein Spielverbot: Nach einer noch nicht zeitlich definierten Übergangsfrist gilt in NRW künftig auch für Profisportler die 2G-Regelung. Zuletzt hatten unter anderem Bayern München, Hertha BSC und Werder Bremen angekündigt, ihren ungeimpften Fußballern den Lohn zu kürzen, wenn diese wegen einer Quarantäne nicht zur Verfügung stehen. Auch interessant

– Corona-Krise – Türkei: Gesundheitsminister Fahrettin Koca fordert zur Impfung auf

„Wir möchten diejenigen, die noch unentschlossen sind, daran erinnern, sich impfen zu lassen: Die Menschheit ist bereit, sich impfen zu lassen“, sagte Fahrettin Koca in einem Tweet.

Türkei: Gesundheitsminister Fahrettin Koca fordert zur Impfung auf

Wirtschaft
Türkei: Emirate kündigen 10 Milliarden-Dollar-Investition an

Ankara – Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Pläne zur Einrichtung eines 10-Milliarden-Dollar-Fonds zur Unterstützung von Investitionen in der Türkei vorgestellt. Zum Auftakt des Besuchs, der als höchster seit Jahren gilt, unterzeichneten beide Länder eine Reihe von bilateralen Abkommen. Der Fonds wird sich auf strategische Sektoren wie Energie, Lebensmittel und Gesundheitswesen konzentrieren, berichtete die staatliche VAE-Nachrichtenagentur WAM. Die VAE und die Türkei unterzeichneten auch Kooperationsabkommen für ihre Vermögensfonds, Börsen und Zentralbanken. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfing am Mittwoch den Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan (MBZ). Der Besuch des Kronprinzen, der als De-facto-Führer und treibende Kraft hinter der außenpolitischen Haltung der VAE gilt, war seine erste offizielle Reise in die Türkei seit 2012 und der hochrangigste Besuch eines emiratischen Offiziellen. Die Beziehungen erreichten in letzten Jahren einen Tiefpunkt, als die Länder um regionalen Einfluss kämpften und in Konflikten gegnerische Seiten unterstützten. Der Bruder des Kronprinzen, der nationale Sicherheitsberater der VAE, Tahnoun bin Zayed Al Nahyan, besuchte die Türkei im August als ersten großen Schritt zur Verbesserung der angespannten Beziehungen. In einer Erklärung des türkischen Präsidialamtes hieß es, die beiden Staatsoberhäupter würden die bilateralen Beziehungen sowie mögliche Schritte zum Ausbau der Zusammenarbeit erörtern. Sie würden auch ihre Ansichten über regionale und internationale Entwicklungen austauschen. Die beiden Länder werden auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Außenpolitik prüfen. „Die Probleme mit den VAE liegen nun hinter uns. Wir treten in eine Phase ein, die voll und ganz auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Nutzen beruht“, so eine anonymer hoher türkischer Regierungsbeamter gegenüber Daily Sabah. Die türkische Lira erholte sich am Mittwoch, nachdem sie am Vortag um bis zu 15 Prozent eingebrochen war. Die Währung wurde um 18:51 Uhr in Istanbul mit 12,2717 pro Dollar gehandelt, 4,5 Prozent höher als am Vortag.

Auch interessant

– Wirtschaft – Türkei und Großbritannien wollen Freihandelsabkommen ausweiten Türkei und Vereinigtes Königreich verhandeln über ein Freihandelsabkommen, das weitere Sektoren einbeziehen soll.
Türkei und Großbritannien wollen Freihandelsabkommen ausweiten

Immobilien
DEGAG Deutsche Grundbesitz AG ist schuldenfrei!

Pressemitteilung Die Erfolgsserie der DEGAG Deutsche Grundbesitz AG der letzten 12 Jahre konnte in den vergangenen 12 Monaten noch deutlich übertroffen werden. Dank außerordentlich erfolgreicher Geschäfte konnte aus dem Cash-Flow eine vollständige Rückzahlung aller Verbindlichkeiten erreicht werden. Die DEGAG AG ist nun inkl. aller Immobilien vollständig schuldenfrei und investiert nunmehr ausschließlich ihr eigenes Kapital. Zum 31.7. wurden alle Anleger vollständig rückgezahlt, 12 Jahre lang wurden konstant durchschnittlich 7,6 % Zinsen ausgezahlt. Ein großartiges Ergebnis für alle Seiten. Die DEGAG erhält mit ihren hohen Investitionen bezahlbaren und attraktiven Wohnraum für alle Bezahlbarer Wohnraum wird immer seltener, insbesondere in den großen Städten und Ballungsräumen. Dadurch stehen Immobilienbesitzer und -unternehmen in der Verantwortung, Mieterinnen und Mietern einen ansprechenden Wohnraum zu bieten, den sie sich auch leisten können. Doch während viele Vermieter entweder die Investitionen scheuen oder nach Modernisierungen entsprechend heftige Mieterhöhungen veranlassen, setzt sich die DEGAG seit jeher für ihre Mieterinnen und Mieter ein. Jede getätigte Investition kommt dabei nicht nur der Zufriedenheit der Anwohner zugute – auch die DEGAG selbst profitiert auf lange Sicht von der Instandhaltung ihrer Immobilien. Dafür setzt die Unternehmensgruppe auf gezielte Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der einzelnen Wohnungen, aber auch der gesamten Gebäude, Grün- und Nutzflächen. Anschließend ist eine kontinuierliche Pflege essenziell, um den neu etablierten Wohnstandard auch langfristig aufrechterhalten zu können. DEGAG übernimmt soziale Verantwortung und schafft besonders lebenswerte Wohnquartiere Dabei haben alle Objekt-Aufwertungen der DEGAG Deutsche Grundbesitz AG gleichzeitig eine positive Auswirkung auf das gesamte Quartier sowie das entsprechende Stadtbild. Schöne und lebenswerte Quartiere locken Händler und Dienstleister an, außerdem entsteht dort eher ein florierendes Sozial- und Kulturleben. Dadurch werden die Stadtviertel nicht nur attraktiver, sondern können auch erfolgreich revitalisiert werden. Bei der Auswahl ihrer Immobilien achtet die DEGAG deshalb vor allem auch auf das Potenzial der jeweiligen Standorte – darunter fallen eine gute Verkehrsanbindung genauso wie vielseitige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Indem sie zudem keine neuen Flächen bebaut, sondern bestehenden Wohnraum optimiert und somit bestens nutzt, geht mit der Quartiersentwicklung auch immer ein nachhaltiger Prozess einher. Neben dem nachhaltigen Bauen ist es der DEGAG auch wichtig, eine Gentrifizierung der Quartiere zu vermeiden. Teure Luxussanierungen kommen daher nicht in Frage, denn sowohl neue als auch alteingesessene Bewohner sollen sich ein schönes und modernes Zuhause leisten können. Dass die DEGAG Deutsche Grundbesitz AG nun erfolgreich und frühzeitig alle Verbindlichkeiten von Anlegern sowie alle Bankdarlehen tilgen konnte, ermöglicht ihr die künftige Investition von Eigenkapital. So kann die Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren weiterhin ansprechende, erschwingliche Wohnräume für all ihre Mieterinnen und Mieter bereitstellen und ihre beeindruckende Erfolgsserie weiterführen Pressekontakt: DEGAG Deutsche Grundbesitz AG Theaterstr. 1330159 Hannover +49 (511) 5335599-50 info@degag-wohnen.de http://www.degag-wohnen.de

Wirtschaft
Türkei und Großbritannien wollen Freihandelsabkommen ausweiten

London – Türkei und Großbritannien verhandeln über ein Freihandelsabkommen, das weitere Sektoren einbeziehen soll. „Der Brexit hat die Handelsbeziehungen des Vereinigten Königreichs mit der Türkei dank der historischen Freihandelsabkommen nicht beeinträchtigt“, erklärte Chris Gaunt, Vorsitzender der Britischen Handelskammer in der Türkei (BCCT), gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.  Er wies darauf hin, dass das Abkommen eine Klausel zur Erweiterung und Verbesserung der Freihandelsabkommen enthält.
„Es besteht also die Möglichkeit, in den nächsten zwei Jahren die Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und dem Vereinigten Königreich neu zu verhandeln, um mehr Sektoren einzubeziehen und sowohl türkischen als auch britischen Unternehmen mehr Möglichkeiten zu bieten.“
Landwirtschaft, Pharmazie, Technologie und Finanzdienstleistungen seien Bereiche, die für beide Länder großes Potenzial böten. „Hoffentlich können wir damit beginnen, diese Bereiche in die Verhandlungen über das neue Freihandelsabkommen einzubeziehen“, so Gaunt. Die Handelsminister beider Länder werden sich in den nächsten sechs bis acht Monaten treffen, um den Neuverhandlungsprozess einzuleiten, erklärte er. Der Technologiesektor in der Türkei wachse sehr schnell, betonte Gaunt und fügte hinzu:
„Er entwickelt sich zu einer wichtigen Kraft in Europa. Das Potenzial für die Türkei und das Vereinigte Königreich, ihren Handel auszubauen, ist also immer noch sehr groß. Und wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem wir dieses Potenzial über das hinaus, was wir derzeit haben, ausschöpfen können.“
Nach Angaben des türkischen Statistikamtes stiegen die türkischen Ausfuhren in das Vereinigte Königreich von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 9,7 Mrd. USD, während die Einfuhren aus dem Land im selben Zeitraum um 4,5 Prozent auf 4,2 Mrd. USD stiegen. „Das Vereinigte Königreich ist der zweitgrößte Exportmarkt der Türkei. Hoffentlich wird das Vereinigte Königreich in Zukunft der größte Exportmarkt der Türkei sein“, so Gaunt. Auf die Frage, ob einige globale Unternehmen ihre Produktionszentren in die Türkei verlagern, sagte Gaunt, die Türkei biete eine große Chance und eine Alternative für den Fernen Osten, insbesondere für China. „Etwas Näheres mit kürzeren Vorlaufzeiten und mehr Flexibilität zu haben, zieht natürlich viel Aufmerksamkeit für britische Unternehmen auf sich, und die Türkei erfüllt alle Attribute, die wir brauchen. Sie hat eine starke Produktionsbasis, sie hat gut ausgebildete Arbeitskräfte. Technologie wird zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Arbeitsweise türkischer Hersteller“, betonte Gaunt. Zeit nach Brexit Die Handelsgespräche zwischen der Türkei und Großbritannien hatten nach dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU am 31. Dezember 2019 an Fahrt gewonnen. „Wir haben uns bereits mit Großbritannien darauf geeinigt, dass wir in der Zeit nach Brexit unseren bilateralen Handel ausweiten werden; in Bezug auf das Volumen haben wir uns ein Ziel von 20 Milliarden Dollar [bilateraler Handel] gesetzt“, erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Gespräch mit der in London ansässigen Wirtschaftszeitung Financial Times.  Zweitgrößter Handelspartner der Türkei Financial Times berichtete, dass Großbritannien mit einem Handelsvolumen von 18,8 Milliarden Pfund (fast 21 Milliarden Euro) nach Deutschland der zweitgrößte Handelspartner der Türkei ist und mehr als 2.500 britische Unternehmen in der Türkei tätig sind, darunter BP, Shell, Vodafone, Unilever, BAE Systems, HSBC, Aviva und Diageo.  

Auch interessant

– Ankara – Ukraines Premier Schmyhal wünscht Freihandelsabkommen mit der Türkei

Die Türkei sei ein wichtiger strategischer Partner für die Ukraine, sagte Denys Schmyhal am Sonntag.

Ukraines Premier Schmyhal wünscht Freihandelsabkommen mit der Türkei

Finanzmarktverordnung
Düstere Zukunft für Online-Broker: „Payment for Order Flow“-Bann

0
Die EU-Kommission plant offensichtlich, Online-Brokern die „Payment for Order Flow“ (PFOF) Praxis zu verbieten – zusammen mit weiteren, ähnlich ausgerichteten Maßnahmen bedroht dies das Geschäftsmodell zahlreicher Anbieter erheblich. Wie sie dagegen Vorkehrungen treffen können, kommentiert Maximilian Biesenbach, Partner in der globalen Banking Practice der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners: Die EU-Kommission scheint tatsächlich die sogenannten „Payment for Order Flow“-Gebühren im Retail-Brokerage verbieten zu wollen. In einem kürzlich veröffentlichten Entwurf zur Reform der Europäischen Finanzmarktverordnung (Mifir) heißt es:
„Investment firms acting on behalf of clients shall not receive any fee or commission or non-monetary benefits from any third party for forwarding client orders to such third party for their execution.“
Tritt dies in Kraft, ist die „Payment for Order Flow“ Praxis, also Gebühren, die Online-Broker für die Weiterleitung von Kundenaufträgen an Dritte (bspw. Handelsplätze oder Börsen) von diesen Dritten erhalten, Geschichte. Was wären die Auswirkungen? Erhebliche Ertragsverluste mittelfristig befürchtet Das Ertragsmodell der europäischen Online-Broker-Platzhirsche ist damit in Gefahr. Zwar macht die genannte Rückvergütung von Handelsplätzen in der Regel nur drei bis fünf Prozent der Gesamterträge der arrivierten Broker aus, jedoch belegt der PFOF-Bann eine eindeutige Strategie des Gesetzgebers, „versteckten“ Vergütungen im Wertpapierhandel den Garaus zu machen. Daher ist ein Verbot von Rückvergütungen von Produktemittenten (etwa für Zertifikate oder Hebelprodukte) nur der logische nächste Schritt, was dann schon insgesamt 15 bis 20 Prozent der Erträge renommierter Online-Broker vernichten würde. Rechnen wir jetzt noch den seit der Einführung von MiFID II unter Beschuss geratenen Ertragsstrom der Bestandspflegeprovisionen von Fonds hinzu (je nach Plattform für zwischen 20 und 30 Prozent der Gesamterträge verantwortlich), zeichnet sich ein düsteres Bild für die Zukunft. Mittelfristig ist so nämlich etwa die Hälfte der heutigen Ertragsströme der europäischen Online-Broker-Platzhirsche in Gefahr. Und die derzeit florierenden Low- und Zero-Cost-Broker müssen gleich ihr gesamtes Geschäftsmodell umstellen, da „Payment for Order Flow“-Erträge bei diesen Spielern teilweise für über 25 Prozent ihrer Gesamteinnahmen verantwortlich sind. Kundengebühren als „Payment for Order Flow“-Ersatz Daher ist es höchste Zeit, dass Online-Broker, aber auch betroffene Retail- und Regionalbanken, ihre Ertragsmodelle dahingehend neu aufstellen, dass fehlende PFOF-Einnahmen durch Service-Gebühren für Kunden ausgeglichen werden. Welche Bereiche sind hier besonders erfolgsversprechend? Ich empfehle den Marktteilnehmern die Einführung oder Erhöhung der folgenden vier Gebührenkomponenten:
  1. Erhöhung der Handelsplatz- oder Abwicklungsgebühren, die den Ausfall direkt kompensieren
  2. Einführung von wiederkehrenden Gebührenkomponenten, wie regelmäßige Plattform- oder Depotgebühren für Stabilität und Perfomance der Plattform sowie für Mehrwertdienstleistungen wie Charting-Tools, Research, etc.
  3. Erhöhung der Devisengebühren, da bspw. deutsche oder österreichische Anleger im internationalen Vergleich bislang deutlich geringere Aufschläge auf beim Wertpapierkauf anfallende Devisen-Tauschgeschäfte zahlen
  4. Erhöhung der Transaktionsgebühren, um die sichere, schnelle und fehlerlose Ausführung adäquat zu vergüten

Auch interessant

– Wirtschaft – Deutschland: Stärkster Anstieg der Inflation seit 70 Jahren

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Güter in Deutschland sind im Oktober so stark gestiegen wie seit dem Jahr 1951 nicht mehr. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche (WiWo) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

Deutschland: Stärkster Anstieg der Inflation seit 70 Jahren