- Social Media ist die Medienform mit der stärksten Nutzerbasis (78%), doch erste Personen ab Mitte 50 fahren ihre Nutzung zurück.
- Das Interesse der Deutschen am Generieren eigener KI-Videos ist groß (43%), allerdings haben zwei Drittel Schwierigkeiten, KI-generierte Inhalte im Netz zu erkennen.
- Der Konsum von Video-Streaming-Diensten nimmt weiter zu; viele (43%) könnten sich eine Bündelung unterschiedlicher Angebote auf einer Plattform vorstellen.
Medien
Mediennutzung 2026: Zwischen KI-Euphorie und Deepfakes Generationen driften im Medienverhalten weiter auseinander
Naher Osten
Analyst Peter Germanos: Türkischer Pragmatismus schafft Stabilität
„Europäische Demagogie gegen türkischen Pragmatismus“
In seinem jüngsten Kommentar auf der Plattform X stellt Germanos das türkische Vorgehen dem europäischen Agieren im Libanon gegenüber. Während Europa im Libanon ein „bewaffnetes Ungleichgewicht toleriert“ und Souveränität durch eine „verwaltete Instabilität“ ersetzt habe, habe Ankara in Nordzypern und Syrien klare Strukturen geschaffen. In Nordzypern habe die Türkei den Konflikt zwischen Christen und Muslimen „eingefroren und Ordnung durchgesetzt“. Zwar entspreche dies vielleicht nicht formaler Legalität, wohl aber bringe es „Frieden und Ordnung“. Auch in Idlib habe die Türkei inmitten von Gewalt und Chaos eine „funktionierende Enklave“ geschaffen. Wo Europa laut Germanos lediglich ein „Abdriften administrativ verwalte“, baue die Türkei gezielte Kontrollzonen auf. Das Ergebnis sei eindeutig: „Stabilität dort, wo Macht behauptet wird, und permanente Krisen dort, wo Unklarheit bewahrt wird.“Der Sieg über die strategische Einkreisung
Diese aktuelle Einschätzung knüpft an frühere Analysen von Germanos an, in denen er den Aufstieg der Türkei in der Levante als „einzigartiges Beispiel in der modernen Geschichte des Nahen Ostens“ bezeichnete. Er erinnerte daran, dass die Türkei noch im Jahr 2018 an ihrer Südgrenze faktisch eingekreist gewesen sei. Auf der einen Seite habe die Achse aus Russland, Iran und dem Assad-Regime gestanden, auf der anderen die vom US-Kommando CENTCOM unterstützte PKK/YPG. Ankara habe es jedoch geschafft, diese Bedrohungslage durch eine seltene Koordination von Diplomatie, Geheimdienst und militärischer Führung umzukehren. Germanos betont, dass die Türkei dabei keine direkte Konfrontation mit Großmächten gesucht habe. Stattdessen seien Moskau und Teheran durch „maßvolle Diplomatie“ in Schach gehalten worden, während man das „Kurd-Projekt Washingtons“ durch konstanten militärischen Druck und politische Isolation effektiv neutralisiert habe.Kontrollierter Staatsaufbau statt Besatzung
Besonders hervorzuheben sei laut Germanos, dass die Türkei nicht als klassische Besatzungsmacht agiere. Syrien sei für Ankara heute kein bloßer Bedrohungsherd mehr, sondern eine „Pufferzone und ein strategischer Einflussbereich“. Die Türkei habe das Kunststück vollbracht, einen gescheiterten Staat nicht durch Annexion, sondern durch einen „kontrollierten Staatsaufbau über lokale Akteure“ neu zu gestalten. Die von Ankara ausgebildeten und strukturierten Oppositionsgruppen hätten sich von zersplitterten Milizen zur „dominanten politisch-militärischen Autorität“ entwickelt. Germanos kommt zu dem Schluss, dass dieser Erfolg – zeitgleich gegen die Interessen Russlands, des Irans und der USA erzielt – die Türkei in eine eigene Kategorie hebe: Sie gehöre zu den wenigen Staaten der Moderne, die die politische Ordnung ihrer Nachbarn ohne direktes „imperiales Regiment“ grundlegend neu gestalten können.European demagoguery vs. Turkish pragmatism.
Türkiye demonstrated, in both Cyprus and Idlib, that stability is not a slogan but a strategy built through force, security control, institutional support, and political clarity. In northern Cyprus, it froze conflict between… pic.twitter.com/chyxSx4zCB — Peter Germanos (@GermanosPeter) March 26, 2026
AUCH INTERESSANT
– Kommentar – Der nächste türkische Präsident: Hakan Fidan
Eine tiefgehende Analyse der strategischen Realität der Türkei: Warum Hakan Fidan die logische Konsequenz für die Ära nach Erdoğan darstellt.
Der nächste türkische Präsident: Hakan Fidan
Typhoon-Kampfjets
Eurofighter: Großbritannien und Türkei unterzeichnen Kampfjet-Deal
BAE Systems, Leonardo UK, MBDA, Rolls-Royce
Ziel ist es, die türkischen Luftstreitkräfte in die Lage zu versetzen, das Training und den Support für zukünftiges Personal eigenständig durchzuführen. An dem Programm sind führende Verteidigungsunternehmen wie BAE Systems, Leonardo UK, MBDA, Rolls-Royce und Martin-Baker beteiligt. Diese Firmen liefern Komponenten, Ersatzeile, Support-Ausrüstung, hochpräzise Trainingssimulatoren sowie Systeme für die elektronische Kriegsführung. BAE Systems wird den technischen Support für einen ersten Zeitraum von drei Jahren ab der Inbetriebnahme der Flugzeuge leisten. Die türkische Luftwaffe beabsichtigt, die Instandhaltung der Flugzeugzellen, Triebwerke und der Bordausrüstung auf Depot-Ebene direkt in der Türkei durchzuführen. Obwohl der exakte Wert des aktuellen Support-Vertrags nicht offiziell genannt wurde, lassen die Gesamtzahlen des im Oktober 2025 verkündeten Geschäfts Rückschlüsse zu. Demnach zahlt die Türkei 5,4 Milliarden Pfund für den Kauf von 20 Typhoon-Kampfjets inklusive Waffen- und Integrationspaketen. Damit beläuft sich der Wert des begleitenden Support- und Trainingsvertrags auf maximal 2,6 Milliarden Pfund. Das Geschäft wurde möglich, nachdem Deutschland im Jahr 2025 sein Veto gegen den Verkauf aufgegeben hatte.Transformation des türkischen Verteidigungssektors
Hintergrund dieser massiven Investitionen ist die Transformation des türkischen Verteidigungssektors zu einer globalen Macht in der Waffenentwicklung. Diese Entwicklung entstand ursprünglich aus der Not heraus, nachdem westliche Waffenembargos infolge der Zypern-Invasion 1974 Ankara dazu zwangen, eigene Kapazitäten aufzubauen. Was mit einfachen Montagelinien begann, hat sich durch staatliche Anreize und Investitionen in Forschung und Entwicklung beschleunigt. Bis zum Jahr 2024 stieg die Türkei zum 13. größten Waffenexporteur der Welt auf. Heute exportiert das Land Hightech-Ausrüstung in über 30 Staaten, darunter die im Einsatz bewährten Bayraktar TB2-Drohnen. Zum Portfolio gehören zudem Korvetten für Pakistan und Indonesien sowie T129-Kampfhubschrauber für die Philippinen und Nigeria. Mit dem aktuellen Eurofighter-Abkommen und der angestrebten technologischen Autonomie festigt die Türkei ihre Rolle als Brücke zwischen Ost und West in der Verteidigungsinnovation.BREAKING: The UK and Turkiye signed a multibillion-pound agreement on Wednesday for a major new training and support contract tied to their £8bn ($10.73bn) Typhoon fighter jet deal concluded last year. pic.twitter.com/5sKksmoRVi
— Al Jazeera Breaking News (@AJENews) March 25, 2026
ZUM THEMA
– Rüstungsindustrie – Türkei baut Kriegsschiff für NATO-Partner Portugal
Mit der Zeremonie wurde der Bau des ersten von zwei Hilfs-Tanker- und Logistikversorgungsschiffen (AOR+) im Rahmen eines Auftrags im Wert von 300 Millionen Euro (320 Millionen US-Dollar) begonnen
Türkei baut Kriegsschiff für NATO-Partner Portugal
Verkehrsministerkonferenz
Verkehrsminister beraten über Tempo 80 auf Landstraßen
Studien belegen hohes Sicherheitspotenzial
Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs VCD, betont, dass fast 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen passieren, wobei bei mehr als einem Drittel zu schnelles Fahren die Hauptursache war. Arno Wolter, Geschäftsführer der Initiative für sichere Straßen, verweist auf Erfahrungen aus Frankreich, wo eine Absenkung auf 80 km/h die Zahl der Unfälle signifikant reduziert habe.Klimaziele und ökonomische Faktoren im Fokus
Neben der Sicherheit steht der Klimaschutz im Fokus. Der Verkehrssektor hat seine Klimaziele erneut verfehlt und verursachte laut Umweltbundesamt (UBA) im Jahr 2025 insgesamt 146,3 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen – ein Anstieg um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe zufolge könnten kombinierte Tempolimits von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts die CO2-Emissionen um bis zu 11,7 Millionen Tonnen senken. Das UBA beziffert die durchschnittliche Einsparung bei Tempo 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen auf 8,3 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2035. Zusätzlich werden ökonomische Aspekte angeführt. Infolge internationaler Spannungen und deren Auswirkungen auf den Ölmarkt sind die Spritpreise gestiegen. Verbände fordern daher eine Mobilitätsgarantie mit verlässlichen Takten und barrierefreien Angeboten im öffentlichen Nahverkehr, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen zudem die Aufstockung der Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr, die Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen sowie die Beratung über einen Preisindex für das Deutschlandticket.Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Fahrausbildung.Streit um Fahrausbildung und ÖPNV-Finanzierung
Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert Pläne, die Pflichtstunden auf Landstraßen im Rahmen einer Entschlackung der Ausbildung zu streichen. Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der GdP, bezeichnet dies angesichts der Unfallzahlen als falsches Signal. Laut Statistischem Bundesamt starben im Jahr 2025 insgesamt 2.814 Menschen auf deutschen Straßen, während 366.000 Personen verletzt wurden.Landstraßen sind in Deutschland besonders gefährlich, die Verkehrsminister beraten über Maßnahmen für mehr Sicherheit. Ex-Polizist und Opferschützer Wulf Hoffmann sagt, warum er Lkw dort sogar schneller fahren lassen würde als bisher. https://t.co/rZijiEsuGp
— DER SPIEGEL (@derspiegel) March 26, 2026
AUCH INTERESSANT
– Iran-Krieg – Steinmeier: Krieg gegen Iran ist völkerrechtswidrig
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übt scharfe Kritik am Iran-Krieg der USA und Israels. Er spricht von Völkerrechtsbruch und einem verhängnisvollen Fehler.
Steinmeier: Krieg gegen Iran ist völkerrechtswidrig
Ukraine-Krieg
Friedensabkommen: Ukraine soll den Donbass an Russland abtreten
Kiew/New York – In der Debatte um ein Ende des Ukraine-Krieges erhöht die US-Regierung massiv den Druck auf Kiew. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Exklusiv-Interview mit Reuters am Mittwoch bestätigte, knüpft Washington künftige Sicherheitsgarantien an eine harte Bedingung: Die Ukraine müsse ihre Truppen aus dem gesamten Donbass abziehen.
Selenskyj zeichnete ein ernüchterndes Bild der aktuellen Verhandlungen. Während die USA zunehmend durch den Konflikt mit dem Iran im Nahen Osten gebunden sind, drängt Präsident Donald Trump auf ein schnelles Ende des vierjährigen Krieges in Europa.
„Der Nahe Osten hat definitiv Auswirkungen auf die nächsten Schritte von Präsident Trump“, so Selenskyj gegenüber Reuters. Er kritisierte, dass die US-Strategie derzeit darauf abzuzielen scheint, den Druck primär auf die ukrainische Seite auszuüben: „Die Amerikaner sind bereit, diese Garantien auf hoher Ebene abzuschließen, sobald die Ukraine bereit ist, sich aus dem Donbass zurückzuziehen.“
Die „Anchorage-Formel“ und der Druck aus Florida
Laut Berichten von Ukrainska Pravda, die sich auf die jüngsten Gespräche in Miami (21.–22. März) beziehen, fordern US-Unterhändler die Umsetzung der sogenannten „Anchorage-Formel“.
Dieser Rahmen, der angeblich auf einem Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska im August 2025 basiert, sieht vor, dass die ukrainischen Streitkräfte die noch gehaltenen Gebiete in den Regionen Donezk und Luhansk räumen. Im Gegenzug stellt Washington umfassende Sicherheitsgarantien für die nächsten 20 Jahre in Aussicht.
Für Kiew ist dies eine gefährliche Gratwanderung. Selenskyj warnte, dass ein Rückzug aus dem befestigten Donbass die Sicherheit der gesamten Ukraine und Europas gefährden würde, da man strategisch wertvolle Verteidigungslinien aufgeben müsste. Zudem sieht er das Risiko einer Spaltung der ukrainischen Gesellschaft. „Ich sehe das nicht einfach als Land. Ich sehe es als Verrat an Hunderttausenden von Menschen, die dort leben“, betonte er bereits zuvor gegenüber der BBC.
USA drohen mit Abbruch der Gespräche
Die Dringlichkeit aus Washington hat einen strategischen Grund: Sollte in den kommenden Wochen kein Durchbruch gelingen, drohen die USA damit, sich vollständig aus dem Vermittlungsprozess zurückzuziehen.
„Die Amerikaner sehen derzeit nicht, wo wir eine Einigung erzielen können“, zitiert Ukrainska Pravda eine Quelle aus Selenskyjs Umfeld. Dies könnte Washington dazu bewegen, den Prozess ganz zu verlassen und den Fokus endgültig auf den Iran zu legen.
Russland setzt unterdessen darauf, dass der Westen das Interesse verliert. Trotz der diplomatischen Sackgasse dankte Selenskyj der Trump-Administration für die fortgesetzte Lieferung von Patriot-Abwehrsystemen, die trotz des hohen Bedarfs am Golf weiterhin die ukrainischen Städte schützen.
Dennoch bleibe die Lage prekär: Ohne ein klares Sicherheitsdokument, das Selenskyj bereits im Januar als „zu 100 % fertig“ bezeichnet hatte, steht die Zukunft der Ukraine auf dem Spiel. Ein geplanter Gipfel zwischen Trump, Putin und Selenskyj gilt derzeit als einzige Hoffnung, um die territorialen Fragen und Garantien doch noch zu besiegeln.
Exclusive: The US has made its offer of security guarantees needed for a peace deal in Ukraine conditional on Kyiv ceding all of the country’s eastern region of Donbas to Russia, President Volodymyr Zelenskiy told Reuters https://t.co/5tNeMoiMpJ
— Reuters (@Reuters) March 25, 2026
Trump-Behauptungen
Iran: USA verhandeln mit sich selbst, um Gesicht zu wahren
🇮🇷🇺🇸 Mocking Trump, the Spokesperson of the Khatam al-Anbiya Central Headquarters, Lieutenant Colonel Ebrahim Zolfaghari, whle addressing the United States, says that US is negotiating with itself:
Do not call your defeat an agreement. Neither will your investments in the region… pic.twitter.com/gWP9hMFnIt — The Daily News (@DailyNewsJustIn) March 25, 2026
Francesca Albanese
Mehrere EU-Außenminister fordern den Rücktritt der UNO-Sonderberichterstatterin für „Palästina“ Francesca Albanese
US-Sanktionen und europäische Rücktrittsforderungen
US-Außenminister Marco Rubio gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen Albanese verhängt haben. Er begründete diesen Schritt damit, dass sie ihr Mandat für politische Zwecke instrumentalisiere. In Europa äußerten sich die Außenministerien von Deutschland und Frankreich kritisch und forderten Albanese offiziell zum Rücktritt auf. Sie beziehen sich dabei auch auf Vorfälle aus dem Jahr 2024, als Albanese die Motivation hinter den Ereignissen vom 7. Oktober in einer Weise kommentierte, die in Berlin und Paris auf scharfe Ablehnung stieß. Italiens Außenminister Antonio Tajani schloss sich diesen Forderungen nun an und verwies auf die Notwendigkeit der Neutralität in UN-Sonderfunktionen.Kontroversen um die Mandatsführung
Francesca Albanese vertritt seit ihrem Amtsantritt 2022 Positionen, die international unterschiedlich bewertet werden. Während Menschenrechtsorganisationen ihre Berichte über die Lage in den palästinensischen Gebieten als notwendige Dokumentation unterstützen, werfen ihr westliche Regierungen vor, die Grenze zur Parteilichkeit überschritten zu haben. Kritisiert wurden in der Vergangenheit insbesondere ihre Analysen zur Rolle der USA im Nahostkonflikt sowie ihre Einordnung des Hamas-Angriffs, den sie als Folge einer jahrzehntelangen Unterdrückung beschrieb. Albanese weist Vorwürfe des Antisemitismus stets zurück und betont, dass ihre Arbeit auf internationalem Recht basiere. Zudem bezeichnete Albanese die Situation im Gazastreifen in ihren Berichten offiziell als Völkermord, was die Spannungen mit westlichen Regierungen weiter verschärfte. Auf die gegen sie verhängten Maßnahmen reagierte die UN-Berichterstatterin entschlossen: „Ich bin die erste UN-Offizielle, die sanktioniert wird. Wofür? Dafür, dass ich einen Völkermord aufdecke?“ (“I am the first UN official to be sanctioned. For what? For exposing a genocide?”).Offene Zukunft des Mandats
Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass Francesca Albanese freiwillig von ihrem Posten zurücktritt. Da Sonderberichterstatter unabhängig agieren, liegt die Entscheidung über eine mögliche Absetzung beim UN-Menschenrechtsrat. Der Fall hat jedoch bereits zu einer merklichen Belastung der Beziehungen zwischen den UN-Menschenrechtsgremien und führenden westlichen Geberländern geführt.“I am the first UN official to be sanctioned. For what? For exposing a genocide?”
—Francesca Albanese pic.twitter.com/xsevWJXXTY — Censored Humans (@CensoredHumans) March 20, 2026
Israel-Criticism
Kasparian: „You are not hated because you are Jewish“
Hollywood and the Moral Imperative
The fact that this criticism has reached the heart of Hollywood is evidenced by the recent involvement of Richard Gere. The 76-year-old „Pretty Woman“ star described the situation in Gaza as „devastating“ and a „tragedy that exceeds every limit of humanity.“ Gere, who has criticized Israel’s settlement policy in the past, did not hold back: he accused Prime Minister Benjamin Netanyahu of prolonging the war for self-interest to avoid a prison sentence for corruption. At the same time, the pressure on artists who speak out is growing. Pink Floyd co-founder Roger Waters reports massive „censorship“ and „cancel culture.“ After the Berlin-based record company BMG terminated its contract with him, Waters spoke of pro-Israeli pressure on German media companies. His credo remains: „I will not be cancelled.“„Annihilation of a People“: Pep Guardiola’s Emotional Statement
The silence is also breaking in professional sports. Manchester City manager Pep Guardiola, in an interview with the broadcaster RAC1, found words that are rare in the world of football. He spoke bluntly of the „annihilation of an entire people“ and accused the world community of practically abandoning the Palestinian people.„I cannot imagine anyone in this world who could defend this. It is not about who is right—it is about the fact that our children could be there.“This stance is shared by an increasing number of athletes. Recently, around 70 sports figures, including Premier League stars and former internationals, called on UEFA to exclude Israel from international competitions until a permanent ceasefire is reached.
A Diplomatic Firestorm: Spain Labels Israel a „Genocidal State“
On the political level, Spain is leading the protest within the European Union. Prime Minister Pedro Sánchez triggered a diplomatic scandal when he explicitly labeled Israel a „genocidal state“ during a heated parliamentary session. The official recognition of Palestinian statehood by Spain, Norway, and Ireland, along with the cancellation of arms contracts, marks a new stage in Israel’s diplomatic isolation in Europe.The Blockade of Truth: Journalists Demand Access
A key reason for the radicalization of international criticism is the information policy on the ground. The Foreign Press Association (FPA) and Reporters Without Borders (RSF) have sharply criticized the Israeli government for its „delaying tactics.“ For over two year, international reporters have been denied independent access to the Gaza Strip. While numerous Palestinian reporters have been killed—the highest toll for journalists in modern history—the world remains dependent on fragmented reports, a condition RSF describes as an „unprecedented violation of press freedom.“From Words to Action: The Power of the Working Class
Perhaps the most drastic step is being taken by organized labor. In an unprecedented transnational action, dockworkers in 21 strategic Mediterranean ports—from Genoa and Piraeus to Mersin and Antalya—have walked off the job. Under the slogan „Dockworkers don’t work for war,“ they refuse to load weapons, ammunition, and „dual-use“ goods destined for the conflict. The message from the unions is clear: if politics fails to act, the grassroots will enforce a de facto arms embargo. „We refuse to be accomplices to a genocide,“ said Francesco Staccioli of the Italian union USB.A Turning Point in Perception
The sum of these developments shows that Ana Kasparian’s argument is striking a nerve. Criticism of Israel has evolved from a purely political niche into a global movement that unites celebrities, world-class athletes, trade unionists, and heads of state. It is no longer just about diplomatic notes, but about a fundamental moral protest against the scale of civilian casualties, which, according to local health authorities, has now reached the staggering milestone of 100,000.ALSO INTERESTING
– Iran-War – U.S. Counterterrorism Chief Joe Kent: Resignation Due to Israeli Pressure for War with Iran
U.S. intelligence chief Joe Kent is stepping down. He accuses Israel of pushing Trump into an unnecessary war with Iran through misinformation.
U.S. Counterterrorism Chief Joe Kent: Resignation Due to Israeli Pressure for War with Iran
Israel-Kritik
Ana Kasparian: „Ihr werdet nicht gehasst, weil ihr jüdisch seid“
Hollywood und die moralische Pflicht
Dass die Kritik mittlerweile das Herz von Hollywood erreicht hat, zeigt das jüngste Engagement von Richard Gere. Der 76-jährige „Pretty Woman“-Star bezeichnete die Lage in Gaza als „herzzerreißend“ und „Tragödie, die jede Grenze der Menschlichkeit überschreitet“. Gere, der Israel bereits in der Vergangenheit für seine Siedlungspolitik kritisierte, nahm nun kein Blatt mehr vor den Mund: Er warf Premierminister Netanjahu vor, den Krieg auch aus Eigennutz zu verlängern, um einer Gefängnisstrafe wegen Korruption zu entgehen. Gleichzeitig wird der Druck auf Künstler, die sich kritisch äußern, immer größer. Der Mitbegründer von Pink Floyd, Roger Waters, berichtet von massiver „Zensur“ und „Cancel Culture“. Nachdem die Berliner Plattenfirma BMG den Vertrag mit ihm kündigte, sprach Waters von pro-israelischem Druck auf deutsche Medienunternehmen. Sein Credo bleibt dennoch: „I will not be cancelled.“„Vernichtung eines Volkes“: Pep Guardiolas emotionales Statement
Auch im Profisport bricht das Schweigen. Manchester-City-Trainer Pep Guardiola fand in einem Interview mit dem Sender RAC1 Worte, die in der Fußballwelt Seltenheit haben. Er sprach unverblümt von der „Vernichtung eines ganzen Volkes“ und warf der Weltgemeinschaft vor, die Palästinenser im Stich gelassen zu haben.„Ich kann mir niemanden auf dieser Welt vorstellen, der das verteidigen könnte. Es geht nicht darum, wer Recht hat – es geht darum, dass unsere Kinder dort sein könnten.“Diese Haltung wird von immer mehr Athleten geteilt. Erst kürzlich forderten rund 70 Sportler, darunter Stars der Premier League, die UEFA auf, Israel von internationalen Wettbewerben auszuschließen, solange kein Waffenstillstand erreicht ist.
Diplomatischer Feuersturm: Spanien bezeichnet Israel als „völkermordenden Staat“
Auf politischer Ebene führt Spanien den Protest innerhalb der EU an. Ministerpräsident Pedro Sánchez löste einen diplomatischen Eklat aus, als er Israel im Parlament explizit als „völkermordenden Staat“ bezeichnete. Die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit sowie die Kündigung von Rüstungsverträgen markieren eine neue Stufe der diplomatischen Isolierung Israels in Europa.Die Blockade der Wahrheit: Journalisten fordern Zugang
Ein wesentlicher Grund für die Radikalisierung der Kritik ist die Informationspolitik vor Ort. Die Foreign Press Association (FPA) und Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisieren die israelische Regierung scharf für ihre „Verzögerungstaktiken“. Seit über einem Jahr wird internationalen Reportern der unabhängige Zugang zum Gazastreifen verwehrt. Während zahlreiche palästinensische Reporter getötet wurden, bleibt die Welt auf fragmentierte Berichte angewiesen – ein Zustand, den RSF als „beispiellose Verletzung der Pressefreiheit“ bezeichnet.Von Worten zu Taten: Die Macht der Arbeiterklasse
Den vielleicht drastischsten Schritt unternimmt jedoch die organisierte Arbeiterschaft. In einer beispiellosen transnationalen Aktion haben Hafenarbeiter in 21 Mittelmeerhäfen – von Genua über Piräus bis nach Mersin und Antalya – die Arbeit niedergelegt. Unter dem Slogan „Dockworkers don’t work for war“ weigern sie sich, Waffen und Munition zu verladen, die für den Einsatz in Gaza bestimmt sind. Die Botschaft der Gewerkschaften ist klar: Wenn die Politik nicht handelt, übernimmt die Basis die Durchsetzung eines faktischen Waffenembargos. „Wir weigern uns, Komplizen eines Völkermords zu sein“, so Francesco Staccioli von der italienischen Gewerkschaft USB.Ein Wendepunkt in der Wahrnehmung
Die Summe dieser Entwicklungen zeigt, dass die Argumentation von Ana Kasparian einen Nerv trifft. Die Kritik an Israel hat sich von einer rein politischen Nische zu einer globalen Bewegung entwickelt, die Prominente, Sportler, Gewerkschafter und Staatschefs vereint. Es geht nicht mehr nur um diplomatische Noten, sondern um einen fundamentalen moralischen Protest gegen das Ausmaß der zivilen Opferzahlen, die laut Gesundheitsbehörden mittlerweile die Marke von 100.000 erreicht haben.ZUM THEMA
– Gaza-Konflikt – Spaniens Premier Sánchez nennt Israel „völkermordender Staat“
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Mittwoch einen diplomatischen Feuersturm ausgelöst, als er Israel während einer hitzigen Parlamentssitzung als „völkermordenden Staat“ bezeichnete.
Spaniens Premier Sánchez nennt Israel „völkermordender Staat“
Arbeit
Destatis: Fachkräfte verdienen im Schnitt 4.125 Euro brutto
- Der durchschnittliche Verdienst aller Personen mit Ausbildungsabschluss lag im April 2025 bei 4 125 Euro, im Handwerk lag der Verdienst häufig darunter
- Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss verdienten überdurchschnittlich
- Interaktiver Gehaltsvergleich zeigt Einfluss von Beruf, Branche, Ausbildung und weiteren Faktoren auf die Verdienstmöglichkeiten
Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss verdienten 621 Euro mehr als der Durchschnitt aller Personen
Die Wahl des Berufs ist nicht der einzige Einflussfaktor auf den Verdienst. Höhere Bildungsabschlüsse führen im Regelfall auch zu höheren Verdiensten der Beschäftigten. Im April 2025 erhielten Vollzeitbeschäftigte ohne einen beruflichen Ausbildungsabschluss durchschnittlich 3 432 Euro und damit rund 693 Euro weniger als Beschäftigte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (4 125 Euro). Wer einen Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss vorweisen konnte, kam im Durchschnitt auf 5 405 Euro und damit auf 621 Euro mehr als der Gesamtdurchschnitt aller Personen (mit und ohne Bildungsabschluss). Mit einem Bachelorabschluss betrug der Verdienst 5 289 Euro, während mit einem Masterabschluss rund 1 730 Euro mehr erzielt wurden (7 019 Euro). Bei promovierten oder habilitierten Beschäftigten lag der durchschnittliche Verdienst bei 9 476 Euro.Interaktiver Gehaltsvergleich berücksichtigt auch den Einfluss von Branche, Berufserfahrung und weiteren Faktoren auf den Verdienst
Neben Beruf und Ausbildungsabschluss beeinflussen auch andere Faktoren wie die Branche oder die mit dem Alter gewonnene Berufserfahrung den erzielten Verdienst. Der interaktive Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/gehaltsvergleich) berücksichtigt solche Faktoren und liefert dadurch individuell zugeschnittene Informationen zu den Verdiensten in einzelnen Berufen. Die interaktive Anwendung nutzt die Daten der Verdiensterhebung für April 2025 und gibt für individuelle Profile Schätzungen des Bruttomonatsverdienstes aus. So können die Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel sehen, ob sie mit ihrer Ausbildung in einer anderen Branche mehr verdienen würden oder ob es sich lohnt, eine Meisterprüfung anzustreben. Auch zur Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen oder zur Orientierung, welche Berufswahl finanziell besonders vorteilhaft ist, können sie den Gehaltsvergleich nutzen. Dazu werden Beruf, Branche, Ausbildungsabschluss sowie andere stellen- und personenbezogene Merkmale ausgewählt. Für das individuelle Profil zeigt die Anwendung den geschätzten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst an. Methodische Hinweise: Die Daten stammen aus der Verdiensterhebung 2025 und beziehen sich auf den April des Jahres. Steuerpflichtige Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden hier nicht mit abgebildet. Es werden ausschließlich abhängige Beschäftigungsverhältnisse erfasst. Bei den abgebildeten Ausbildungsberufen aus dem Handwerk handelt es sich um eine beispielhafte Auswahl. Angaben zu den Verdiensten aller Berufe für Vollzeitbeschäftigte stehen in der Datenbank GENESIS-Online (Tabelle 62361-0030) zur Verfügung.AUCH INTERESSANT
– Index der Tarifverdienste – Lohnwachstum in Europa bleibt über dem Inflationsziel
Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt für Europa bei T. Rowe Price kommentiert: Tariflohnwachstum im Euroraum zeigt, dass das Lohnwachstum über dem Inflationsziel bleibt – EZB-Zinssenkung könnte schwierig werden
Lohnwachstum in Europa bleibt über dem Inflationsziel

