Ramadan in New York
New York: Bürgermeister Mamdani beim Suhoor-Essen mit Müllwerkern

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat am frühen Samstagmorgen ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die städtischen Angestellten gesetzt.

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New York – New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat am frühen Samstagmorgen ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die städtischen Angestellten gesetzt.

Inmitten der Vorbereitungen auf einen herannahenden Schneesturm nahm Mamdani gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtreinigung (Müllwerkern) am Suhoor – des muslimischen Frühstücks vor dem täglichen Fastenbeginn im Ramadan – teil.

Laut Berichten der New York Times haben mit dem Beginn des Ramadan über eine halbe Million Muslime in der Metropole das Fasten aufgenommen. Mamdani, der erste muslimische Bürgermeister der Stadt, teilte Eindrücke des morgendlichen Treffens auf der Plattform X:

„Ich habe vor der Dämmerung das Suhoor mit den Mitarbeitern von @NYCSanitation geteilt, bevor sie ausrückten, um New York City auf den Blizzard vorzubereiten“, schrieb er. „Man nennt sie nicht ohne Grund ‚New York’s Strongest‘.“

„Ziemlich durstig“: Zwischen Humor und Besinnung

Auf die Frage, wie er sich am ersten Tag des Fastens fühle, antwortete Mamdani gegenüber Journalisten scherzhaft: „Ich fühle mich gerade ziemlich durstig.“ Trotz der körperlichen Herausforderung betonte er, dass der Ramadan sein Lieblingsmonat im Jahr sei.

Der Bürgermeister merkte an, dass der Monat oft fälschlicherweise nur als eine Zeit des Verzichts auf Essen und Trinken wahrgenommen werde. Laut Mamdani sei dies jedoch nur ein Teil der Geschichte. Der Ramadan sei vor allem eine Zeit der persönlichen Reflexion, der Hilfe für andere und der spirituellen Weiterentwicklung.

Ein straffer Zeitplan unter Verzicht

Diese spirituelle Komponente integriert Mamdani in einen harten Arbeitsalltag. Seine leitende Beraterin, Zara Rahim, erklärte, dass der Bürgermeister trotz der körperlichen Belastungen strikt faste – ohne auch nur einen Schluck Wasser oder einen Snack während seiner Reisen und Reden quer durch die Stadt. Sein Büro unterstützt zudem aktiv die Essensverteilung in Moscheen, die insbesondere eine große Anzahl von Migranten versorgen.

Neben den Müllwerkern sind weitere Fastenbrechen (Iftar) mit Feuerwehrleuten, Lieferanten und verschiedenen muslimischen Communities geplant, um die Vielfalt der Stadt – von westafrikanischen bis hin zu südasiatischen Einflüssen – zu repräsentieren.

Von Uganda ins Rathaus

Mamdanis Weg ins höchste Amt der Stadt war von einer starken persönlichen Biografie geprägt. Geboren 1991 in Kampala, Uganda, als Sohn der Filmregisseurin Mira Nair und des Wissenschaftlers Mahmood Mamdani, kam er im Alter von sieben Jahren nach New York.

Mamdani mit seiner Mutter, der Filmemacherin Mira Nair.

Bereits vor seiner Wahl war er aufgrund seiner Identität Zielscheibe rassistischer und islamfeindlicher Kampagnen. Gegner versuchten wiederholt, seinen Glauben politisch gegen ihn zu verwenden. Einen Tag vor Beginn der Frühwahlen reagierte Mamdani in der Bronx vor einer Moschee mit einer emotionalen Rede auf diese „rassistischen und haltlosen Angriffe“.

Dabei betonte er, dass die Islamophobie nicht nur ihn, sondern die gesamte Gemeinschaft treffe:

„In New York ein Muslim zu sein bedeutet, mit Herabwürdigung rechnen zu müssen. Aber die Herabwürdigung macht uns nicht einzigartig – es gibt viele New Yorker, die damit konfrontiert sind. Es ist die Duldung dieser Herabwürdigung, die den Unterschied macht“, so Mamdani kurz vor seinem Wahlsieg am 4. November.

Mit dem gemeinsamen Suhoor und der Einbindung des Ramadan in den offiziellen Regierungskalender unterstreicht Mamdani seinen Anspruch, die Belange der arbeitenden Bevölkerung und die religiöse Vielfalt New Yorks in das Zentrum seiner Politik zu rücken.

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