Gaza
Israelischer Luftangriff tötet bekannten Wissenschaftler Sufyan Tayeh

Gaza – Bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Al-Faluja, 30 km nordöstlich von Gaza-Stadt, sind der prominente palästinensische Wissenschaftler Sufyan Tayeh und seine Familie ums Leben gekommen. Tayeh, der Präsident der Islamischen Universität von Gaza war, war ein führender Forscher in den Bereichen Physik und angewandte Mathematik, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters weiter. Mit dem Wiederaufflammen des Konflikts ist der Gazastreifen erneut zu einem der gefährlichsten Orte der Welt geworden, insbesondere für Kinder. Die jüngsten verstärkten Angriffe auf den südlichen Teil des Streifens haben seit Wiederaufnahme der Kämpfe mindestens 200 weitere palästinensische Todesopfer gefordert. Angesichts dieser schrecklichen Umstände hat die internationale Gemeinschaft, darunter die USA, die EU, die Vereinten Nationen und UNICEF, ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck gebracht und Israel aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die palästinensische Zivilbevölkerung zu schützen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn des Krieges mehr als 15 200 Menschen im Gazastreifen getötet, 70 Prozent davon waren Frauen und Kinder.  

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Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck.

Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Fußball International
U17-Fußball-WM: Deutschland ist Weltmeister

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Sukarta – Die deutsche U17 hat in Indonesien den Weltmeister-Titel erkämpft. Im Finale der U17-Weltmeisterschaft hat Deutschland nach Elfmeterschießen (4:3) im indonesischen Surakarta gegen Frankreich gewonnen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (1:0) gestanden. Almugera Kabar von Borussia Dortmund verwandelte den entscheidenden Elfmeter für Deutschland. Für Deutschland ist es der erste Weltmeistertitel in dieser Altersklasse und der zweite im Nachwuchsbereich. Tore: 1:0 Brunner (Elf./29.), 2:0 Darvich (51.), 2:1 Bouabre (53.), 2:2 Amougou (85.)

Auto-News
Beschleunigung: Tesla-Truck schlägt Porsche 911

Los Angeles – Dies war nicht nur ein Rennen, sondern ein bahnbrechender Moment in der Welt der Elektrofahrzeuge, der die schiere Kraft und Innovation des futuristischen Tesla Cybertrucks unter Beweis stellt. In einem von Tesla-Chef Elon Musk auf X (vormals Twitter) veröffentlichten Video hat Teslas Cybertruck, auch Cyberbeast genannt, in einem Beschleunigungsrennen einen 911er Porsche geschlagen. Und nicht nur das: Bei dem Rennen über eine Viertelmeile zog der Truck dabei sogar einen weiteren Porsche. Dem Video isrt nicht zu entnehmen um welchen Porsche es sich handelt, aber womöglich war es ein 911 Carrera. Die Beschleunigung des Über-Trucks wird mit bahnbrechenden 2,6 Sekunden angegeben. Das ist schneller als die meisten Sportautos. Die Reichweite soll je nach Modell zwischen 402 und 515 km liegen. Als Topmodell fungiert der 857 PS starke Cyberbeast aus dem Video mit 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Laut Tesla hat der Truck eine Anhängelast von knapp fünf Tonnen und eine Zuladung von maximal 1.134kg. Die Einstiegsversion mit knapp 400 PS und Heckantrieb soll umgerechnet etwa 56.000 Euro kosten. Der Preis für die Allradversion mit 750 PS soll bei umgerechnet etwa 73.445 Euro liegen. Die dreimotorige 857 PS starke Top-Version aus dem Video, das Cyberbeast, werde für 100.000 Dollar zu haben sein. Laut der Nachrichtenagentur AFP gibt es für den Truck bereits mehr als eine Million Bestellungen. Am 30. November 2023 startetete die Auslieferung des Tesla Cybertruck. Bei einer Veranstaltung, dem „Cybertruck Delivery Event“, übergab Elon Musk in der texanischen Tesla-Fabrik rund zehn Fahrzeuge aus der ersten Produktionsreihe höchstpersönlich an handverlesene Kunden. „Ich glaube, das ist unser bestes Produkt. Die Zukunft wird endlich aussehen wie die Zukunft“, so der 52-Jährige bei der Veranstaltung. Beim Cybertruck handle es sich um einen „besseren Truck als jeder andere Truck und ein besseres Sportauto als jedes andere Sportauto“, kündigte Musk an.
(Foto/Tesla)

Antizionistische Juden
Juden rufen gegen „Zionismus“ auf

von Nabi Yücel

„Auweh, Netanjahu!“ [Oy, Netanjahu!] kommentiert ein bekannter jüdischer User auf X (ehemals Twitter) ein Straßenschild, auf dem „The Hague“ steht. Den Haag steht sinnbildlich für den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Immer mehr Juden in Israel wie im Ausland fordern, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aufgrund der Kriegsverbrechen im Gazastreifen gegen Palästinenser zur Verantwortung gezogen wird.

In einer Zeit, in der die israelische Regierung über 12.000 Palästinenser in Gaza und im Westjordanland vernichtet hat, Tausende weitere vermisst werden und Millionen ihr Hab und Gut verloren sowie aus ihren angestammten Gebieten vertrieben wurden, werden immer öfter Rufe nach Gerechtigkeit laut. International steht Israel bereits in Verruf, Kriegsverbrechen, ja sogar einen Völkermord zu begehen, während Solidaritätsbekundungen vereinzelter europäischer Staaten und den USA das desaströse Ergebnis des „Selbstverteidigungsrechts“ noch wacker aufrecht zu erhalten versuchen.

Zuletzt hatte die in Deutschland lebende US-amerikanische jüdische Aktivistin und Enkelin einer Holocaustüberlebenden, Rachael Shapiro, in einer Reihe von Videos Deutschland vorgeworfen, eine verlogene Debatte im sogenannten Kampf gegen den Antisemitismus zu führen. (Link)

Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des „Genozids in Gaza“ müsse ein Ende finden, so Rachael Shapiro von der „Jüdische Stimme“. Die Cousins ihrer Holocaustüberlebenden Großmutter seien Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg gewesen. Aus diesem Grund sei Shapiro mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Widerstand gegen jeden Unterdrücker ein Menschenrecht sei.

International steht Israel seit langem in Kritik. Südafrika, das Land am Kap, reiht sich ebenfalls in eine Handvoll Staaten ein, die stärkeren diplomatischen Druck auf Israel ausüben, darunter Staaten wie die Türkei, aber auch Chile, Honduras, Belgien und Spanien. Zuletzt hatten der belgische Premier Alexander de Croo sowie der spanische Amtskollege Pedro Sánchez von Israel gefordert, sich für Frieden einzusetzen statt auf Waffengang zu setzen.

„Es liegt im Interesse Israels, sich für den Frieden einzusetzen, und Frieden bedeutet heute die Errichtung eines lebensfähigen palästinensischen Staates, der das Westjordanland, den Gazastreifen und Ostjerusalem umfasst, gemäß den UN-Resolutionen“, sagte etwa Pedro Sánchez. (Link)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Netanjahu zuletzt bei einer Rede in der Türkei als jenen bezeichnet, der in die Geschichte als „Schlächter von Gaza“ eingehen werde.

Zwar versucht Netanjahu die internationale Kritik im Keim zu ersticken; so zog er etwa die Botschafter Spaniens und Südafrikas zurück. Doch auch im Land selbst wird Kritik immer deutlicher und vehementer. Ausgerechnet Bürger Israels wollen eine neue große „antizionistische“ Gesamtorganisation gründen, unter der sich alle, von jung bis alt, vom Verein bis Institution, vereinen und eine geballte Stimme gegen die israelische Regierung werden. So soll eine Organisation entstehen, die gegen den „kolonialen Völkermord der zionistischen Siedler“ vorgeht und ihren politischen Kampf fortsetzt, bis „Palästina vom Fluss bis zum Meer frei ist“, heißt es in dem Aufruf auf einem Internetportal.

Juden in aller Welt müssten unbedingt vermitteln, dass sich Zionismus und Judentum unterscheiden, es sich im Konflikt in Gaza um einen „Völkermord“ handle, der im Namen aller Juden aktiv begangen werde. Auch das gesamte „zionistische Siedler-Kolonialprojekt“ werde im Namen der Juden begangen, so im Aufruf.

Das „Good Shepherd Collective“ und der jüdische Autor Em Cohen veröffentlichten kürzlich einen Leitfaden für jüdische antizionistische Verbündete wie Normen Finkelstein, Prof. Dr. Sabine Broeck oder der „Jews Against White Supremacy“ (JAWS), in der sie ausdrücklich betonen, dass die internationale Infrastruktur des „Zionismus“ von „vielen jüdischen kommunalen Organisationen und Institutionen“ gefördert werde.

Von Organisationen, die Propagandareisen veranstalten oder zionistische Siedlungen direkt finanzieren, bis hin zu Organisationen, die zionistische Propaganda verbreiten, gebe es viele jüdische Organisationen, die den „Zionismus“ strukturell unterstützen würden. Dies sei eine Form des direkten „zionistischen Schadens, der um uns herum existiert und gegen den antizionistische Juden kämpfen können und sollten.“

Seit Jahrzehnten fordern Palästinenser, dass sich Juden zur Bekämpfung des „Zionismus“ in ihren eigenen Gemeinden organisieren, wobei die jüdische Linke im Knesset sich dies nicht zu einer Priorität gemacht hätte. Dies werde besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die jüdische Linke in der Gegenwart völlig daran gescheitert sei, sich mit dem palästinensischen Volk solidarisch zu zeigen.

Laut dem Aufruf hätten alle Juden bis zum 7. Oktober nicht gehandelt und auch danach sei man aufgrund der israelischen Trauer über die Opfer nicht dazu übergegangen, die Verbrechen der israelischen Regierung in den Mittelpunkt zu rücken. Die systematische Entmenschlichung der Palästinenser werde seit über 75 Jahren unvermindert fortgesetzt und habe einen neuen Höhepunkt erreicht. (Link)

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– Gaza-Krieg –

Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck.
Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Gaza-Krieg
Israelische Aktivisten lassen sich aus Protest ausbürgern

Toronto – Immer mehr Juden und israelische Staatsbürger verurteilen die brutale Vorgehensweise der israelischen Armee in Gaza und bringen in den sozialen Medien ihren Protest zum Ausdruck. Ein zunehmend genutzter Weg, der in letzter Zeit in Anspruch genommen wird, um gegen die israelischen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren, ist die Aufgabe der Staatsbürgerschaft. Und hierbei handelt es sich nicht um ultraorthodoxe Juden, die den Staat Israel schon immer ablehnten, sondern meist eher um liberale Israelis. Hierzu gehört auch die in Kanada lebende jüdische Filmemacherin und Aktivistin Yuula Benivolski. In einem kürzlich veröffentlichtem Video hat sie ihren Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt. In der vergangenen Woche habe sie im israelischen Konsulat einen Antrag auf einen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft gestellt. Benivolski:
„Es war keine einfache Entscheidung, die ich leichtfertig getroffen habe. Ich hatte schon lange darüber nachgedacht. […} Es war ein langer Prozess, der zwei Jahrzehnte dauerte. Ja, ich habe es als Reaktion auf den grausamen Angriff Israels auf Gaza getan. Aber da es nicht das erste Mal ist, dass Israel Gaza bombardiert, warum jetzt, warum gerade jetzt? Weil die Zahl der Opfer ein katastrophales Ausmaß erreicht hat.
Auch wenn es momentan einen vorübergehenden Waffenstillstand gibt, glaube sie nicht, dass es enden werde. „Und selbst israelische Offizielle sagen, dass sie nach der Pause noch mindestens zwei Monate lang weiterbomben wollen. Ob Israel sich dessen bewusst ist oder nicht, all diese Toten schaden auch seinem eigenen Volk“, so die Künstlerin. In ihrer Kindheit in Israel habe sie Kriege, Intifadas (palästinensische Aufstände, Anm Red.) und 26 Selbstmordattentate miterlebt. Die Stadt in der sie lebte, nahe der libanesischen Grenze, sei während ihrer ganzen Kindheit alle paar Tage bombardiert worden. Bereits mit zehn Jahren habe sie gelernt an ihre Geschwister und sich selbst Gasmasken anzubringen. Die Medien und Politiker hätten der Bevölkerung stets den Anschein gegeben, dass diese Angriffe normal seien und sie angegriffen würden, nur weil sie Juden seien. „Und alle um uns herum wollen uns vernichten“, so Benivolski weiter. Die jüdische Filmemacherin kritisiert in ihrem Video auch das Verhalten der israelischen Soldaten im aktuellen Krieg
„Israelische Soldaten machen spöttische Tiktok-Videos auf den trümmern palästinensischer Häuser in Gaza“
Mehr denn je sei ihr jetzt klar geworden, dass in Israel Frieden nicht das Ziel sei. Und sie wisse nicht, ob das jemals der Fall war. In ihrem Video kritisiert Benivolski auch die Menschenrechtslage für andere Minderheiten in Israel. Der Wert eines Menschen sei mit seiner Identität verbunden. „Aus diesem Grund werden unerwünschte Bevölkerungsgruppen, also arme Menschen, farbige Menschen, Einwanderer aus anderen Ländern, die nicht wohlhabend sind, oft an vergessenen Orten untergebracht, an Orten entlang der Grenzen“, so die Künstlerin weiter. https://www.tiktok.com/@ali.a806097/video/7306856733316615429   Warum ich aus meine israelischen Staatsbürgerschaft austrete Auch der Journalist Nadav Gazit hat in einem Beitrag seinen Austritt aus der israelischen Staatsbürgerschaft angekündigt und seine Beweggründe dafür erläutert. (Quelle) Gazit: „Am 6. November sollte ich einen Termin im israelischen Konsulat in New York haben, um meinen Antrag auf Verzicht auf die israelische Staatsbürgerschaft zu stellen. An diesem Morgen verfasste ich ein Erklärungsschreiben an die israelische Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde, in dem ich meine Beweggründe erläuterte. Zu diesem Zeitpunkt hatten der Apartheidstaat Israel, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und die Siedler im Westjordanland allein in den vergangenen Wochen bereits unzählige Gräueltaten begangen, Krankenhäuser, Schulen und Kirchen bombardiert, Tausende von Palästinensern getötet und verstümmelt und Tausende weitere vertrieben. Der Völkermord, der sich seit dem 7. Oktober ereignet hat, ist nur ein schreckliches Kapitel in der jahrzehntelangen Brutalität und Unmenschlichkeit des zionistischen Projekts zur Kolonisierung Palästinas. Dies ist eine klare Fortsetzung der Nakba, des Landraubs an den Palästinensern, der ethnischen Säuberung und des Völkermords am palästinensischen Volk seit und vor 1948.“ Der moderne Zionismus, der in den 1800er Jahren entstand, sei ein „unethisches, unmoralisches und bösartiges Siedlerkolonialprojekt, das durch Lügen, Rassismus, Propaganda und die Unterstützung von Weltsupermächten mit eigenen Interessen in der ressourcenreichen Region zusammengehalten“ werde. Es könne keinen „sicheren Hafen“ für Juden bieten, und der Zionismus stehe im Widerspruch zu den jüdischen Werten. Das sehe man auch daran, dass „die Regierung, die derzeit von dem völkermordenden faschistischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt wird, bereit ist, Israelis zu töten“, schreibt Gazit weiter.

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– Gaza-Krieg – Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor

Die Ablehnung des Zionismus durch Juden versetze deutsche Medien und auch den deutschen Staat in eine „hysterische, und gewalttätige Raserei“

Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor
   

Weltklimakonferenz
UNO: Klimakrise ist die größte humanitäre Krise weltweit

Dubai – Der Klimawandel und Naturkatastrophen wirken sich auf das Leben von Millionen von vertriebenen Personen weltweit aus. Anlässlich der Weltklimakonferenz (COP28) in Dubai kommentiert Peter Ruhenstroth-Bauer, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe:
„Der Klimawandel ist die prägende Krise unserer Zeit. Er kennt keine Grenzen und betrifft die ganze Menschheit: im besonderen Maße aber vertriebene und staatenlose Menschen. Die Auswirkungen des Klimawandels vertiefen Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die Weltgemeinschaft muss dem Kreislauf aus zunehmenden Wetterextremen, Hungersnöten und Konflikten jetzt konsequent entgegenwirken.“
Hintergrund: Folgen des Klimawandels Die Konsequenzen des Klimawandels sind längst zu spüren und nehmen weiter zu: Er verschärft so sowohl die Ursachen als auch die Auswirkungen von Flucht und Vertreibung. Klimawandel, Konflikte, Armut, Ernährungsunsicherheit und Vertreibung überschneiden sich zunehmend, so dass immer mehr Menschen auf der Suche nach Sicherheit fliehen müssen. Diese Flucht muss nicht zwangsläufig über Landesgrenzen hinweg passieren, viele Menschen verlassen ihre Heimat, bleiben aber im eigenen Land. Viele Menschen, die fliehen müssen, finden in Ländern Schutz, die zu den ärmsten und vom Klimawandel oft besonders stark betroffenen gehören: Über 70 Prozent der Flüchtlinge und 80 Prozent der Binnenvertriebenen stammen aus Ländern, die sehr stark von der Klimakrise betroffen sind (z.B. aus Bangladesch und den Ländern am Horn von Afrika). Auch in den Zufluchtsländern sind Flüchtlinge besonders oft klimabedingten Risiken ausgesetzt: Etwa vier von zehn Flüchtlingen sind in stark klimatisch gefährdeten Ländern untergebracht, wo sie zusammen mit den Aufnahmegemeinschaften unter ähnlich prekären Bedingungen leben und in der Regel nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um sich an eine zunehmend menschenfeindliche Umwelt anzupassen.  

USA
Ex-US-Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben

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Hartford – Dr. Henry Kissinger, ein angesehener US-Gelehrter und Staatsmann, starb heute in seinem Haus in Connecticut. Henry Kissinger wurde 1923 im Süden Deutschlands geboren. Seine Familie floh aus Nazi-Deutschland und kam 1938 nach Amerika. Nachdem er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, diente Dr. Kissinger in der 84. Army Division von 1943 bis 1946. Für seinen „Verdienstvollen Einsatz“ erhielt er den Bronze Star. Dr. Kissinger diente danach bei der Counter Intelligence Corps in besetztem Deutschland. Er befand sich in den US Army Reserves bis 1959. Dr. Kissinger erwarb seinen Bachelor, Master- und PhD-Abschluss an der Harvard University, wo er fast 20 Jahre lang internationale Beziehungen lehrte. Präsident Nixon ernannte ihn 1969 zum National Security Advisor. Anschließend diente Kissinger als Secretary of State unter Presidents Nixon und Ford, wo er eine zentrale Rolle bei der Öffnung gegenüber China, bei den Verhandlungen über das Ende des Jom-Kippur-Krieges im Nahen Osten und bei der Beendigung von Amerikas Rolle im Vietnamkrieg spielte. Er arbeitete daran, das ehemalige Rhodesien auf den Weg zu einer repräsentativen Regierung zu bringen und handelte wichtige Rüstungskontrollabkommen mit der Sowjetunion aus. Kissinger hat 21 Bücher über nationale Sicherheitsfragen geschrieben. Als einer der großen Staatsmänner in Amerika, wurde Kissinger regelmäßig von amerikanischen Präsidenten beider Parteien und einer Reihe ausländischer Führungspersönlichkeiten befragt, nachdem er 1977 den Regierungsdienst abgeschlossen hatte. Im Mai 2023 feierte er seinen 100. Geburtstag und blieb bis zu seinem 100. Lebensjahr aktiv. Kissinger konzentrierte sich zuletzt auf die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz. Er war häufig Gast in den Medien und bei Podiumsdiskussionen, schrieb und reiste ins Ausland. Zusätzliche biografische Informationen über Dr. Kissinger und seine Schriften finden Sie unter www.henryakissinger.com. Kissinger hinterließ seine Frau aus seiner fast 50 Jahre langen Ehe, Nancy Maginnes Kissinger, zwei Kinder aus seiner ersten Ehe, David und Elizabeth und fünf Enkelkinder. Er wird in einem privaten Familiendienst beigesetzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es einen Gedenkdienst in New York City geben. Anstelle von Blumen schlägt die Familie vor, an Spenden zu denken.

Gaza-Krieg
Antisemitismus: US-Jüdin wirft Deutschland Heuchelei vor

Berlin – Die in Deutschland lebende US-amerikanische jüdische Aktivistin und Enkelin einer Holocaustüberlebenden hat in einer Reihe von Videos Deutschland eine Verlogenheit im sogenannten Kampf gegen den Antisemitismus vorgeworfen. Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des Genozids in Gaza müsse ein Ende finden, so Rachael Shapiro von der „Jüdische Stimme“. Die Cousins ihrer Holocausüberlebenden Großmutter seien Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg gewesen. Aus diesem Grund sei Shapiro mit dem Verständnis aufgewachsen, dass Widerstand gegen jeden Unterdrücker ein Menschenrecht ist. „Im Westen sehen wir jeden Tag, dass den Palästinensern dieses Menschenrecht abgesprochen wird“, so Shapiro weiter. Sie wirft in den Videos Israel vor, im Gaza einen Völkermord an den Palästinensern zu begehen. Der Staat Israel setze die jüdische Identität als Waffe ein, um „das Opfer zu spielen und sich vor der Verantwortung zu schützen“, sagte die Aktivistin. Die palästinensische Bevölkerung werde seit 75 Jahren brutalisiert und entmenschlicht. Die Ablehnung des Zionismus durch Juden versetze deutsche Medien und auch den deutschen Staat in eine „hysterische, und gewalttätige Raserei, weil wir die von ihnen fabrizierten Lügen zertrümmern. Wir beweisen, dass ihre Unterstützung und der angebliche Kampf gegen den Antisemitismus inhaltsleer und verlogen sind“, so die US-Jüdin in einem der Videos weiter. Eine Instrumentaliserung des Holocaust als Totschlagargument sei ein Missbrauch und versetze die deutsche Bevölkerung „in gefügiges Schweigen“.
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Rachael Shapiro von der Initiative Sozialismus von unten & der Jüdischen Stimme findet klare Worte: Die Instrumentalisierung jüdischer Identität zur Legitimation des Genozids an Gaza muss ein Ende finden! #israel #zionismus #judentum #jüdisch #jude #juden #freepalestine #gaza #freegaza #palästina

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Architektur
Geschichtsentdeckungen: Die Yeni Valide Camii in Istanbul

von Thomas Weiberg

Diese in Eminönü am Goldenen Horn in unmittelbarer Nähe des Ägyptischen Basars liegende Moschee wurde zunächst von Safiye Valide Sultan (1550-1619) im Jahr 1597 zur Befestigung ihrer Memoria gestiftet.

Die vermutlich aus Albanien stammende Safiye Sultan war die Gemahlin Sultan Murads III. und Mutter Sultan Mohammeds (Mehmeds) III. Sie war eine sehr bemerkenswerte, machtbewußte, skrupellose und intelligente Regentin in der Phase der sogenannten ›Weiberherrschaft‹, während der die Sultane auf dem Thron sich nicht um die Politik kümmerten und sich stattdessen oftmals eher dem Müßiggang ergaben.

Safiye Valide Sultan korrespondierte mit Königin Elisabeth I. von England, tauschte reiche Geschenke mit ihr aus und unterhielt enge Beziehungen zur ›Serenissima‹, also zu Venedig, das damals die beherrschende Macht im östlichen Mittelmeer war – und als Handelsmacht ein großer Konkurrent Konstantinopels. Als dann ihr Enkel Sultan Ahmet I. 1603 den Thron bestieg, mußte sich die mehr als einflußreiche Regentin aus der Öffentlichkeit und der Politik bis zu ihrem Tod in den Harem zurückziehen. Die von ihr gestiftete Moschee blieb allerdings lange eine Bauruine, die nicht genutzt werden konnte.

(Foto: Weiberg)

Erst 1663, über vierzig Jahre nach dem Tod Safiye Sultans, wurde die Moschee im Auftrag von Hatice Turhan Sultan (1627-1683), einer Gemahlin Sultan Ibrahims des Wahnsinnigen und Mutter Sultan Mohammeds IV. (Mehmed IV.) vollendet. Hatice Turhan Sultan, die aus Rußland oder der Ukraine stammte, stand ihrer berühmten Vorgängerin Safiye Sultan an Bedeutung nicht nach. Als ihr Sohn Mehmed 1648 im Alter von nur sechs Jahren den Thron bestieg wurde auch sie zur mächtigen Sultansmutter, die für den minderjährigen an Politik Zeit seines Lebens wenig interessierten Sohn, der wegen seiner Leidenschaft für die Jagd ›Mehmed Avcı‹ (Mehmed der Jäger) genannt wurde, die Regentschaft führte.

Da aber ihre Schwiegermutter Kösem Mahpeyker Valide Sultan (1589-1651) noch am Leben war, die zwischen 1623 und 1632 ebenfalls für ihren minderjährigen Sohn die Geschicke des Reiches gelenkt hatte, gab es zwischen den beiden skrupellos agierenden Frauen schwere Auseinandersetzungen um die Führung der Politik sowie den Einfluß am osmanischen Hof. Kösem Mahpeyker Sultan war übrigens Griechin von der Insel Tinos, die Tochter eines orthodoxen Priesters und hieß zunächst Anastasia.

(Foto: Weiberg)

Dieser Konkurrenzkampf der beiden machtbewußten Frauen dauerte drei Jahre an, bis dann Kösem Mahpeyker Sultan im September 1651 während einer blutigen Palastrevolte wohl im Auftrag ihrer Schwiegertochter mit einer Bogensehne erwürgt wurde. Pikant mag im Verhältnis dieser beiden herausragenden Frauen der osmanischen Geschichte sein, daß Hatice Turhan Sultan im Alter von zwölf Jahren als Geschenk des Herrschers des Krim-Khanats an den Hof von Kösem Mahpeyker Sultan gelangte und dort ihre umfassende Bildung erhielt.

 

Hatice Turhan Sultan war in der Folge vierunddreißig Jahre lang die einflußreiche Valide Sultan am osmanischen Hof, von ihrem Sohn als Ratgeberin stets geschätzt und hochgeachtet. Damit war sie die am längsten diesen Titel tragende Sultansmutter. In ihre Regentschaft fiel der Krieg der Osmanen gegen Venedig (Fünfter Venezianischer Krieg 1645 bis 1669) um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer sowie an der dalmatinischen Adriaküste und um den Besitz der reichen Insel Kreta.

Letztlich konnte das Osmanische Reich sich Kreta einverleiben und in Dalmatien erhebliche Territorialgewinne erzielen. Venedig ging stark geschwächt, aber keineswegs vollständig geschlagen, aus diesem blutigen Krieg hervor. Neben ihren politischen Maßnahmen, zu denen die Ernennung des fähigen und klugen Machtpolitikers Köprülü Mehmed Pasha zum Großwesir gehörte, wird ihr die Initiierung wichtiger Bauvorhaben zugeschrieben. Neben der Yeni Valide Moschee, in deren unmittelbarer Nähe sich auch die Türbe der Sultansmutter befindet, entstand in deren Auftrag ab Mitte des 17. Jahrhunderts auch der Ägyptische Basar (Mısır Çarşısı) als Teil der ausgedehnten Moschee-Stiftung der Hatice Turhan Sultan.

(Foto: Weiberg)

Die elegant proportionierte Moschee verfügt außen und innen über einen reichen Schmuck an hervorragenden İznik-Fayencen und herrlichen Kalligraphien. Der relativ kleine reichverziehrte Reinigungsbrunnen (Şadırvan) aus der Mitte des 17. Jahrhunderts im Hof der Moschee gehört zu den schönsten seiner Art in Istanbul. Der sich an den Moscheekomplex anschließende Pavillon für den Sultan beziehungsweise die Sultan Valide hat sich ebenfalls erhalten, seine Innenräume sind auch mit sehr qualitätvollen İznik-Fayencen ausgestattet.

Die Türbe für Hatice Turhan Sultan befindet sich ganz in der Nähe ›ihrer‹ Moschee. Dieser Memorialbau lohnt ebenfalls unbedingt einen Besuch, denn er wurde vor einigen Jahren umfassend restauriert und erstrahlt seit dem wieder in seinem alten Glanz. Mit über vierzig Bestattungen gehört diese Türbe zu den bedeutendsten osmanischen Grablegen in Istanbul. Neben Hatice Turhan Sultan sind ihr Sohn Sultan Mehmed IV. und auch fünf seiner Nachfolger auf dem Thron sowie weitere Angehörige der Dynastie dort beigesetzt.

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Saltbae-Burger
Nusret-Restaurant jetzt auch am Flughafen Istanbul

Istanbul – Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Flughafengastronomie auf Fastfood-Ketten oder langweilige Angebote beschränkte. Flughäfen auf der ganzen Welt haben die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen gastronomischen Angeboten erkannt, die die Kultur der von ihnen angeflogenen Ziele widerspiegeln. Das Konzept, sich vor dem Abflug ein Gourmet-Menü zu gönnen, wird bei Reisenden immer beliebter. Der türkische Starkoch und Unternehmer Nusret Gökçe, auch als Saltbae bekannt, hat mit der Eröffnung seines ersten Saltbae-Burger-Restaurants am internationalen Flughafen Istanbul erneut Wellen in der kulinarischen Szene geschlagen. Das neue Lokal, das Platz für fast 200 Personen bietet, ist nicht nur eines der größten Restaurants am Flughafen, sondern auch ein wichtiger Meilenstein in Gökçes Strategie, die Marke weltweit zu expandieren. Während das Lokal am Flughafen eine wichtige Rolle bei der Einführung der Marke bei einem globalen Publikum spielt, ist Gökçes kulinarisches Imperium bereits gut etabliert. Mit Standorten auf der ganzen Welt, unter anderem in New York, Las Vegas, Miami, Dallas, Beverly Hills, Dubai, Bodrum und Mykonos, sind sowohl das Nusr-Et Steakhouse mit seiner gehobenen Küche als auch die zwanglosere Küche von Saltbae Burger sehr beliebt. Rund 40 weitere neue Standorte sind in Planung, darunter etwa zehn an großen Flughäfen weltweit.

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