Wissenschaft
Lebensursprung: Türkischer Wissenschaftler macht Entdeckung

Cambridge – Furkan Öztürk, ein 26-jähriger türkischer Physiker an der amerikanischen Elite-Universität Harvard, macht eine Entdeckung über den Ursprung des Lebens auf der Erde und sorgt damit für große Aufregung unter Wissenschaftlern. Öztürks Arbeit eröffnet neue Möglichkeiten für das Verständnis der grundlegenden Prozesse, die die Entstehung des Lebens ausgelöst haben. Die Forschungsergebnisse des türkischen Wissenschaftlers und seinem Team wurden in der von Experten begutachteten Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht. Sie schlagen vor, dass magnetische Mineralien auf der frühen Erde die Auswahl einer spiegelbildlichen Form von Biomolekülen gegenüber der anderen beeinflusst haben könnten. Im Jahr 1848 führte der französische Chemiker Louis Pasteur das Konzept der Homochiralität ein, das erklärt, dass bestimmte Moleküle, die für das Leben notwendig sind, in spiegelbildlichen Formen existieren, genau wie die linke und die rechte Hand. Doch trotz 175 Jahren Forschung blieb der Ursprung dieser Eigenschaft eines der großen Rätsel der Biologie. Obwohl weitere Arbeiten erforderlich sind, um das Geheimnis vollständig zu lüften, glauben die Wissenschaftler, dass Öztürks Entdeckung ein entscheidender Schritt zum Verständnis der grundlegenden Prozesse ist, die die Entstehung des Lebens ausgelöst haben. Ein echter Durchbruch Die Entdeckung, die Einblicke in die Ursprünge des Lebens auf der Erde und die Möglichkeit außerirdischen Lebens geben soll, dreht sich um die Homochiralität, die die Vorliebe für bestimmte spiegelbildliche Formen von Molekülen in lebenden Organismen erklärt. „Das ist ein echter Durchbruch. Homochiralität ist für den Beginn der Biologie unerlässlich, und dies ist eine mögliche – und ich würde sagen, sehr wahrscheinliche – Lösung“, sagte der Nobelpreisträger für Biochemie, Jack Szostak, laut der Zeitschrift. Öztürk, der seinen Bachelor in Physik an der Bilkent-Universität in der türkischen Hauptstadt Ankara gemacht hat, forscht seit etwa zweieinhalb Jahren in Harvard über den Ursprung des Lebens, berichtet TRT World. „Wir haben nach einer physikalischen Wechselwirkung gesucht, die die chirale oder Spiegelsymmetrie brechen könnte. Unsere Untersuchungen ergaben, dass magnetische Minerale, die in der Natur reichlich vorkommen und als natürliche Magnete angesehen werden können, zum Brechen dieser Symmetrie führen können. Unsere Experimente zeigen, dass magnetische Oberflächen stark mit chiralen Molekülen wechselwirken und dass der Magnetismus zur Homochiralität beigetragen haben könnte“, sagte er. Wir beginnen, die ersten Spuren von Leben auf der Erde zu sehen „Vor ungefähr 4 Milliarden Jahren, etwa 500 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems und unserer Erde, beginnen wir, die ersten Spuren von Leben auf der Erde zu sehen“, sagte der 26-jährige Physiker gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Er fügte hinzu, dass seine experimentellen Studien darauf abzielen, dieses Rätsel zu erhellen, das von der Zeitschrift Science als eines der 125 bedeutendsten Probleme der Naturwissenschaften anerkannt wurde.
Er sagte über die Auswirkungen seiner Entdeckung: „Unsere Entdeckung wirft Licht auf den Ursprung des Lebens, ein zentrales Rätsel der Natur. Es ist wie die Lösung eines Puzzles, für das wir nur begrenzte Beweise von vor 4 Milliarden Jahren haben. Unsere Studie leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Ursprungs des Lebens“
„Obwohl wir nicht wissen, wie alles zusammenpasst, wird diese Entdeckung helfen, Fragen zu beantworten und Hinweise auf die Anfänge des Lebens zu geben. Sie könnte auch Aufschluss über das Leben auf anderen Planeten geben. Das Verständnis der Entstehung von Leben auf der Erde verbessert unser Wissen über die Bedingungen für Leben anderswo. Dieses Wissen hilft uns bei der Suche nach außerirdischem Leben. Obwohl Gewissheit eine Herausforderung bleibt, ist es möglich“, fügte er hinzu.

Akdeniz Plaza
Alanya: Neue Mall in Mahmutlar öffnet ihre Tore

Alanya – Das neue sechsstöckige Einkaufszentrum in Alanya Mahmutlar, Akdeniz Park, hat nach einer elfjährigen Planungszeit am gestrigen Donnerstag endlich seine Pforten geöffnet. Der Generaldirektor der Mall, Ahmet Paşaoğlu, erklärte, dass sie einen bedeutenden kommerziellen Beitrag für Mahmutlar leisten und etwa tausend Menschen Arbeit bieten werden. Die Bewohner des Stadtteil Mahmutlar und der Umgebungen mussten bisher ins Zentrum von Alanya fahren, wo sich das Einkaufszentrum Alanyum befindet. Paşaoğlu wies darauf hin, dass die Vermietungsverfahren für alle Geschäfte abgeschlossen seien und es keinen Leerstand gebe. Er lud die Bürger von Alanya ein, das Einkaufszentrum zu besuchen. In dem Einkaufszentrum sollen bald 100 nahmhafte Marken vertreten sein, darunter auch Adidas, Benetton und Samsonite. Die Eröffnung des Foodcourt soll in etwa zwei Wochen erfolgen. „Die Geschäfte sind vermietet. Wir haben keine leeren Flächen. Von unseren 100 Geschäften sind derzeit 60 bis 65 fertig und haben ihren Betrieb aufgenommen. Außerdem werden mit zehn Ständen weitere Händler ihre Waren anbieten“, so Paşaoğlu weiter. Mahmutlar ist eine Gemeinde im Landkreis Alanya und liegt 12 km östlich von Alanya in der türkischen Provinz Antalya.    

Iran
Iran habe die USA über Angriff auf Israel informiert

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Teheran – Der Iran hat den USA mitgeteilt, dass seine Angriffe gegen Israel „begrenzt“ sein werden und der Selbstverteidigung dienen, sagte der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian am Sonntag bei einem Treffen mit ausländischen Botschaftern in Teheran. Amir-Abdollahian sagte auch, dass der Iran seine Nachbarn 72 Stunden im Voraus über seine Vergeltungsschläge gegen Israel informiert habe. „Etwa 72 Stunden vor unseren Operationen haben wir unsere Freunde und Nachbarn in der Region darüber informiert, dass die Antwort des Irans auf Israel sicher, legitim und unwiderruflich ist“, sagte er auf einer Pressekonferenz, berichtet Alarabiya. „Wir haben eine Botschaft an die Vereinigten Staaten geschickt, in der wir sie über die Operation informieren, und eine weitere Botschaft am frühen Sonntagmorgen, dass wir keine weiteren Spannungen in der Region wollen“, sagte Amir-Abollahian erneut am Donnerstag der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. „Wir haben den Amerikanern in unseren Botschaften klar und deutlich gesagt, dass die Entscheidung des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Irans unter der Leitung des Präsidenten, das zionistische Regime zu bestrafen, endgültig und nach der Strafaktion getroffen wurde“, sagte er und bezog sich dabei auf Israel. Der Spitzendiplomat sagte, Teheran habe Washington klar gemacht, dass die US-Basen und -Interessen in der Region nicht angegriffen würden, „es sei denn, Washington führt einen Krieg zur Unterstützung des zionistischen Regimes“. Er sagte, die iranischen Botschaften, die den USA über die Schweizer Botschaft, die die US-Interessen im Iran vertritt, und über offizielle diplomatische Kanäle übermittelt wurden, zielten darauf ab, „ein korrektes Verständnis für das iranische Vorgehen zu schaffen und die Eskalation von Spannungen und Krisen in der Region zu verhindern“, zitiert Anadolu den iranischen Außenminister.

Washington dementiert Meldungen

Türkische, jordanische und irakische Offizielle sagten am Sonntag, dass der Iran seinen Drohnen- und Raketenangriff auf Israel schon Tage vorher angekündigt habe, aber US-Beamte sagten, Teheran habe Washington nicht gewarnt. Das türkische Außenministerium erklärte, es habe vor dem Angriff sowohl mit Washington als auch mit Teheran gesprochen und als Vermittler Botschaften übermittelt, um sicherzustellen, dass die Reaktionen angemessen sind. Der Iran hatte am Samstag Hunderte von Drohnen und Raketen als Vergeltungsschlag nach einem mutmaßlichen israelischen Angriff auf seine Botschaft in Syrien gestartet. Die meisten Drohnen und Raketen wurden abgeschossen, bevor sie israelisches Territorium erreichten. „Der Iran sagte, dass die Reaktion eine Antwort auf den Angriff Israels auf seine Botschaft in Damaskus sein würde und dass sie nicht darüber hinausgehen würde. Wir waren uns der Möglichkeiten bewusst. Die Entwicklungen waren keine Überraschung“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine türkische diplomatische Quelle. Ein hochrangiger Beamter in der Regierung von US-Präsident Joe Biden habe Reuters zufolge Amirabdollahians Aussage dementiert und sagte, Washington habe zwar über Schweizer Vermittler Kontakt mit dem Iran gehabt, sei aber nicht 72 Stunden im Voraus informiert worden.

#fahişyemeğeboykot
Turkey: Calls to boycott restaurants because of high prices

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Istanbul – People in Turkey have called for a boycott of restaurants and cafés to protest against price increases. Inflation is being used as an excuse to demand exorbitant prices, they say. Under the hashtag „#Fahiş yemeğe boykot“ (boycott for overpriced food), calls were made on social media not to go to cafés and restaurants on April 20 and 21. The citizens organized on social media declared: „On Saturday and Sunday, 20 and 21 April, we will not go to cafés and restaurants. We invite everyone to take part to put an end to opportunism,“ the appeal said. Eating out is becoming more and more of a luxury in Turkey. While the price of a portion of kebab sometimes exceeds 600 lira (approx. €17), even eating a toast is barely affordable. „The exorbitant prices for reduced portions in restaurants have nothing to do with inflation or rising costs. This is pure theft. Unscrupulous! A portion of pasta costs 400-450 TL in a normal café,“ wrote journalist Tuna Öztunç on X. Trade Minister Ömer Bolat has also called for a boycott against restaurants with extortionate prices: „Whoever charges usurious prices, citizens should boycott them. They can complain to us and it is possible to punish a business by not shopping there,“ Bolat said. In this context, Bolat explained, there are also plans to increase the penalties for usurious prices.

#fahişyemeğeboykot
Türkei: Boykottaufrufe gegen Restaurants wegen hoher Preise

Istanbul – Um gegen die Preiserhöhungen zu protestieren haben Menschen in der Türkei zum Boykott gegen Restaurants und Cafés aufgerufen. Die Inflation würde als Vorwand genutzt um Wucherpreise zu verlangen. Unter dem Hashtag „Fahiş yemeğe boykot“ (Boykott für überteuertes Essen) wurde in den sozialen Medien dazu aufgerufen, am 20. und 21. April nicht in Cafés und Restaurants zu gehen. Die in den sozialen Medien organisierten Bürger erklärten: „Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. April, werde wir nicht in Cafés und Restaurants gehen. Wir laden alle ein, sich zu beteiligen, um dem Opportunismus ein Ende zu setzen“, so der Aufruf. Auswärts essen zu gehen wird in der Türkei immer mehr zu einem Luxus. Während der Preis für eine Portion Döner teilweise 600 Lira (ca 17 €) übersteigt, ist selbst das Essen von Toastbrot kaum noch bezahlbar. „Die exorbitanten Preise für reduzierte Portionen in Restaurants haben nichts mit Inflation oder steigenden Kosten zu tun. Das ist reiner Diebstahl. Skrupellos! Eine Portion Pasta kostet in einem normalen Café 400-450 TL“, schrieb der Journalist Tuna Öztunç auf X. Auch Handelsminister Ömer Bolat hat zu einem Boykott gegen Restaurants mit Wucherpreisen aufgerufen: „Wer auch immer Wucher-Preise verlangt, die Bürger sollten ihn boykottieren. Sie können sich bei uns beschweren, und es ist möglich, ein Geschäft zu bestrafen, indem sie nicht dort einkaufen“, sagte Bolat. In diesem Zusammenhang, erklärte Bolat, sei auch eine Erhöhung der Strafen für Wucherpreise geplant.

Gaza-Krieg
Türkei: Erdogan vergleicht Hamas mit türkischen Widerstandsgruppen

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die bewaffnete palästinensische Bewegung Hamas mit den türkischen revolutionären Kräften verglichen, die in den 1920er Jahren dazu beitrugen, ausländische Armeen aus Anatolien zu vertreiben. „Ich sage es ganz klar und offen: Die Hamas ist genau dasselbe wie die Kuva-i Milliye [Nationale Kräfte] in der Türkei während des Befreiungskrieges“, sagte er in seiner Ansprache. Die Kuvâ-yi Milliye waren Widerstandsgruppen in der Türkei, die sich nach der Besetzung des Landes durch die Truppen der Triple Entente nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg, bildeten. Sie bestanden aus desertierten Offizieren der osmanischen Armee und Milizen. Sie traten zum ersten Mal in Izmir, das durch die griechische Armee besetzt worden war, in Aktion. Dort wurden die Kuvâ-yi Milliye durch einige Offiziere aufgestellt und organisiert. In Westanatolien kämpften diese Kuvayı Milliye durch Hit and Run-Aktionen gegen die griechischen Armeen, bevor die Nationalbewegung um Mustafa Kemal eine Armee aufstellen konnte. Die Kuvâ-yi Milliye bekämpften die regulären Armeen der Besatzer mit Guerillataktik. Die zerstreuten Einheiten wurden durch die Gegenregierung in Ankara gebündelt und organisiert und ab der ersten Schlacht bei Inönü zu einer Armee auf- und umgebaut. Hamas dankt Erdogan für Vergleich Die Hamas erklärte daraufhin am heutigen Mittwoch, dass sie den Vergleich mit „großer Wertschätzung“ begrüße. „Die Erklärungen Erdogans, in denen er seine Position bekräftigte, die Verteidigung des palästinensischen Volkes und seinen legitimen Kampf für die Befreiung seines Landes fortzusetzen, wurden sehr geschätzt“, erklärte die Hamas in einer heute auf ihrer Website veröffentlichten Erklärung. Die Türkei hat den israelischen Feldzug im Gazastreifen schon früh kritisiert. Erdogan bezeichnete den Angriff bereits am 20. Oktober als Völkermord und war damit einer der ersten führenden Politiker der Welt, der diesen Begriff verwendete. Das Land ist neben den Vereinigten Arabischen Emiraten einer der größten Geber von humanitärer Hilfe für den Gazastreifen und hat Dutzende von Palästinensern aus dem Gazastreifen zur medizinischen Behandlung in türkische Krankenhäuser eingeflogen.

Neue Schnellzugstrecke
Türkei: Schnellzug Istanbul-Sivas nimmt Betrieb auf

Istanbul – Im stetig wachsenden Schienennetz der Türkei, nimmt ab Mai eine weitere Schnellzugstrecke den Betrieb auf. Der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, erklärte, dass der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Sivas und Istanbul am 4. Mai seinen Betrieb aufnehmen wird:
„Wir haben unsere Arbeit entsprechend den Wünschen unserer Bürger, die die Strecke Sivas-Ankara nutzen, abgeschlossen. Wir nehmen den Express- und Non-Stop-Verkehr zwischen Istanbul und Sivas auf, der durch Züge mit einer Kapazität von 483 Passagieren betrieben wird.“
Uraloğlu betonte, dass dank der Investitionen und des Durchbruchs bei den Eisenbahnen in der Türkei „epochale Projekte im Verkehrswesen umgesetzt worden“ seien, und erklärte, dass das Ministerium an Hochgeschwindigkeitszugprojekten, der Erneuerung und Modernisierung bestehender Eisenbahnen und der Entwicklung der nationalen und einheimischen Eisenbahnindustrie gearbeitet habe. Uraloğlu erinnerte daran, dass sich die Entfernung zwischen Ankara und Sivas mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara-Sivas am 26. April 2023 von 603 Kilometern auf 405 Kilometer und die Fahrzeit von 12 Stunden auf 2 Stunden verkürzt habe und dass sich die Entfernung zwischen Ankara und Yozgat um eine Stunde verringert habe. Wie Uraloğlu weiter bekannt gab, wird die erste Fahrt zwischen Istanbul und Sivas am 4. Mai stattfinden.
„Unser Hochgeschwindigkeitszug, der am 4. Mai um 13.00 Uhr in Sivas abfährt, wird als Expresszug und Non-Stop nach Istanbul weiterfahren. Unsere Expresszüge werden um 08.40 Uhr in Istanbul abfahren, um 15.58 Uhr in Sivas ankommen, um 13.00 Uhr in Sivas abfahren und um 20.08 Uhr in Istanbul ankommen.“

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Wie Abdulkadir Uraloğlu, Minister für Verkehr und Infrastruktur, mitteilte, soll mit dem Bau einer Strecke die Eskişehir mit Antalya verbindet, bald begonnen werden.

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Immobilien
Budget von 1.000 Euro für die Miete: 118 Quadratmeter in Duisburg, 54 in München

Nürnberg – In deutschen Großstädten gibt es große Unterschiede bei der Höhe der Miete: Während ein monatliches Budget von 1.000 Euro in 5 der 15 bevölkerungsreichsten Städten für die Kaltmiete einer sehr geräumigen Wohnung mit mehr als 100 Quadratmetern reicht, bekommt man für die gleiche Summe in 4 Städten weniger als 75 Quadratmeter – in München reicht es gar nur für durchschnittlich 54 Quadratmeter. Das zeigt eine Analyse von immowelt, in der die Fläche untersucht wurde, die Mieter in den 15 größten deutschen Städten für eine Summe von 1.000 Euro monatlich mieten können. Der Vergleich mit den Mieten im April 2022 belegt zudem, dass die anmietbare Fläche spürbar gesunken ist und sich Mieter bei einem Umzug trotz gleichen Budgets weniger Wohnfläche leisten können. Binnen 2 Jahren ist die durchschnittliche Fläche um bis zu 9 Quadratmeter zurückgegangen. „Der unverminderte Mietanstieg in deutschen Großstädten hat innerhalb der letzten Jahre dafür gesorgt, dass die Wohnfläche, die man fürs gleiche Geld bekommt, merklich geschrumpft ist“, sagt immowelt Geschäftsführer Felix Kusch. „Das stellt insbesondere Familien vor große finanzielle Herausforderungen. Eine monatliche Kaltmiete von 1.000 Euro reicht in vielen Großstädten nicht mehr für eine Familienwohnung.“ München: 2-Zimmer-Apartment für 1.000 Euro In den teuersten deutschen Städten müssen Mieter ohnehin schon viele Einschränkungen in Kauf nehmen, um sich Wohnraum leisten zu können. Oftmals reduzieren Suchende dann ihre Ansprüche an die Wohnungsgröße, um innerhalb ihres Budgets zu bleiben. In München, der teuersten Stadt Deutschlands, reichen 1.000 Euro Kaltmiete nur noch für 54 Quadratmeter, was meist einer 2-Zimmer-Wohnung entspricht. Das ist eine erneute Reduktion zu den 58 Quadratmetern, die sich Mieter in der bayerischen Landeshauptstadt 2022 noch leisten konnten. Auch in anderen hochpreisigen Großstädten langt ein Budget von 1.000 Euro meist nur noch für eine Wohnung für ein Pärchen oder eine 3-köpfige Familie. In Stuttgart, der zweitteuersten deutschen Großstadt, reduzierte sich die Fläche von 68 auf 67 Quadratmeter. Die Hauptstadt Baden-Württembergs bildet eine Ausnahme, da die Mietpreise dort zuletzt auf hohem Niveau stagniert sind. In anderen starken Wirtschaftszentren klettern die Mieten unterdessen weiter: Sowohl in Frankfurt am Main als auch in Hamburg bekommen Mieter derzeit für 1.000 Euro eine Wohnung mit 71 Quadratmetern. In Frankfurt entspricht dies einem Rückgang von 2 Quadratmetern, in Hamburg um 4 Quadratmeter. Berlin: 1.000 Euro reichen für 75 Quadratmeter – 7 Quadratmeter weniger In Berlin fällt der Rückgang mit 7 Quadratmetern stärker aus: Statt für 82 Quadratmeter reicht das Budget heute für 75. Bei einem Umzug fällt trotz gleicher Mietbelastung also theoretisch ein halbes Zimmer weg. Je nach Zimmeranzahl, kann das bei 75 Quadratmetern Gesamtfläche beispielsweise schon den Unterschied zwischen einem geräumigen und einem beengten Kinderzimmer bedeuten – oder den Wegfall eines Home-Office-Arbeitsplatzes in der Ecke des Wohnzimmers. Duisburg, Leipzig und Dresden: Größte Fläche, aber auch größte Einbußen Aufgrund vergleichsweise preiswerter Mieten reicht ein monatliches Budget von 1.000 Euro im Ruhrgebiet und im Osten Deutschlands für eine geräumige Stadtwohnung, in der auch 4-köpfige Familien komfortabel Platz finden. In Duisburg bekommt man für diese Summe derzeit im Mittel 118 Quadratmeter, jeweils 116 sind es in Leipzig und Dresden. In Essen können sich Mieter 112 Quadratmeter leisten. Allerdings geht der Anstieg der Mieten an diesen Städten auch nicht spurlos vorüber. Es sind sogar die im Vergleich günstigsten Städte, in denen der Verlust an Wohnfläche am deutlichsten ausgeprägt ist. In Essen schrumpfte die für 1.000 Euro anmietbare Fläche binnen 2 Jahren um 9 Quadratmeter. In Duisburg bekommen Mieter 8 Quadratmeter weniger als vor 2 Jahren. In Leipzig und Dortmund sind es je 7 Quadratmeter weniger. Angesichts von Wohnflächen jenseits von 100 Quadratmetern in allen 4 Städten dürfte die Flächenverkleinerung bei Umzug für die meisten Mieter wohl aber noch verschmerzbar sein. Berechnungsgrundlage: Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote in den 15 größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohner. Mit den mittels hedonischer Verfahren errechneten Werten wurde ermittelt, welche Wohnfläche bei einer Nettokaltmiete bei Neuvermietung von 1.000 Euro im April 2022 und April 2024 jeweils angemietet werden konnte.

Flüchtlingspolitik
Wegner meldet Bedarf für weitere Geflüchteten-Standorte an

Berlin – Berlins Bezirke müssen vermutlich schon bald weitere Flächen für neue Geflüchteten-Unterkünfte bereitstellen. Kurz nach der umstrittenen Senatsentscheidung über 16 neue Container-Standorte meldet der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Interview mit dem rbb24-Podcast „Spreepolitik“ bereits weiteren Bedarf an. „Diese 16 Standorte waren erst der Anfang“, so Wegner. Er erwartet, dass in diesem Jahr weitere 15.000 bis 20.000 Geflüchtete nach Berlin kommen. Bis Jahresende würden allerdings nicht ausreichend modulare Unterkünfte gebaut. „Das heißt, ich brauche wahrscheinlich Großunterkünfte, ich brauche wahrscheinlich weitere Containerlösungen und dafür brauche ich auch weitere Grundstücke.“ Deshalb werde der Senat das Thema weiterverfolgen. Der Regierende Bürgermeister rechnet damit, dass der Migrationsdruck groß bleibt, „solange die Bundesregierung kein wirksames Mittel findet, um diese Zahlen signifikant zu verringern“. Die Kritik aus einigen Bezirken, sie seien nicht ausreichend in die Entscheidung über die 16 neuen Container-Standorte eingebunden worden, wies der Regierende Bürgermeister zurück. „Es kann kein Bezirk sagen, dass er nicht wusste, dass Standorte auf ihn zukommen“, betonte Wegner. Falls ein Standort als nicht geeignet angesehen werde, müssten Alternativen benannt werden, forderte der CDU-Politiker.

Schnellzugverbindung
Türkei: Schnellzug von Istanbul nach Antalya angekündigt

Ankara – Antalyas 100-jähriger Traum von einem Hochgeschwindigkeitszugprojekt soll endlich Wirklichkeit werden. Wie Abdulkadir Uraloğlu, Minister für Verkehr und Infrastruktur, mitteilte, soll mit dem Bau einer Strecke, die Eskişehir mit Antalya verbindet, bald begonnen werden. Der Streckenabschnitt zwischen der Millionenmetropole Istanbul und Eskişehir war bereits im Jahr 2022 fertiggestellt worden. Die Fahrtzeit zwischen Istanbul und Antalya soll somit von etwa 10 Stunden auf „unter fünf Stunden“ verkürzt werden, so der Minister. Zwischen Eskişehir und der Hauptstadt Ankara besteht bereits seit dem Jahr 2009 eine Schnellzugverbindung. Im Dezember kündigte Uraloğlu zudem den Bau einer Schnellzugverbindung zwischen der zentralanatolischen Stadt Konya und Antalya an.