"Who Would Imagine A King"
Yvonne Catterfeld singt Whitney-Houston-Songs zum Einschlafen
Berlin (dts) – Dass Yvonne Catterfeld gern singt ist bekannt. Als Gute-Nacht-Song für ihren anderthalbjährigen Sohn hat sie sogar ein ganz bestimmtes Lied. „Ich singe Charlie vor allem vor, wenn es ins Bett geht und habe da ein paar ganz bestimmte Lieder, die er sehr liebt“, sagte die 35-Jährige der Zeitschrift „Gala“.
Ganz oben auf ihrer Liste steht „Who Would Imagine A King“ von Whitney Houston. „Den Song habe ich ihm schon vorgesungen, als er noch in meinem Bauch war“, so Catterfeld. „Es war einfach unglaublich, wie er nach der Geburt sofort auf das Lied reagiert hat.“
"Toleranzexperimente"
Seelsorger fordern getrennte Heime für christliche Flüchtlinge
Berlin (dts) – Weil christliche Flüchtlinge in Asylbewerberheimen immer häufiger Opfer von Bedrohungen und Gewalt durch radikale muslimische Heimbewohner würden, haben Seelsorger aus Deutschland eigene Unterkünfte für Christen gefordert. Gegenüber dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) erklärte Pfarrer Gottfried Martens von der evangelischen Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz, es sei nicht zu verantworten, die Minderheit christlicher Flüchtlinge „zu Versuchskaninchen für irgendwelche Toleranzexperimente zu machen“. Auch wenn sich nur eine Minderheit der muslimischen Flüchtlinge intolerant verhalte, fordere er eine intensive soziale Betreuung aller Flüchtlinge, um Spannungen abzubauen.
Übergriffe gegen Flüchtlinge, die Christen sind oder konvertierten, seien mittlerweile keine Einzelfälle mehr. Auch Pfarrer Paul Klaß von der Phillipus-Nathanael-Gemeinde in Schöneberg berichtete, er werde häufiger um Hilfe bei der Wohnungssuche gebeten. Die Christen in den Heimen seien „immens unter Druck“, so Klaß. „Erst fliehen sie wegen ihres Glaubens, haben Gewalt erfahren und stehen jetzt in den Heimen wieder vor diesen Konflikten.“
Pfarrer Harry Karcz von der katholischen Gemeinde Mater-Dolorosa in Berlin-Lankwitz organisiert seit langem Hilfe für irakische Christen und beobachtet seit Jahren, dass sich die Probleme christlicher Flüchtlinge verschärfen. Dagegen helfe nur die Vernetzung innerhalb der orientalischen christlichen Gemeinden, um Betroffene schnell aus den Heimen zu holen. Karcz forderte wie sein protestantischer Amtskollege Martens die Trennung von Flüchtlingen nach Religionen, um die Situationen zu entspannen.
Empörung im Internet
US-Missionarin verkleidet sich zu Halloween als „Syrische Flüchtlingsfrau“
Durban (nex) – Eine US-amerikanische evangelikale Missionarin in Südafrika hat mit einem Halloween-Kostüm Aufsehen erregt und für Empörung in der Netzgemeinde gesorgt. Die aus St. Louis (Missouri) stammende Abigail Dapron hat ein Bild von sich selbst auf Instagram gepostet, auf dem sie in einer Verkleidung als „syrische Flüchtlingsfrau“ zu sehen ist, die ein Baby trägt. Dazu schrieb sie den Text: „Der Nutzen, von Saudis großgezogene Freunde zu haben“ #hijabmaster #weloveourrefugeefriends #jesuslovestherefugees #jesuswasarefugee.
https://twitter.com/JigmeUgen/status/660689229438029824/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
Das Bild verbreitete sich in Windeseile über die Netzwerke, die Reaktionen waren jedoch vorwiegend entrüstete. Das nicht datierte Bild wurde von zahlreichen Kommentatoren als „rassistisch“ und „empathielos“ bewertet.
https://twitter.com/ZaahiraYelena/status/660900800911302656/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw
Die Missionarin arbeitet derzeit in einer Einrichtung in der südafrikanischen Provinz Westkap. Üblicherweise lehnen Protestanten die Teilnahme an Halloween-Veranstaltungen ab, da viele von ihnen das aus stark katholisch geprägten Gegenden überlieferte Fest zum Teil für „satanisch“ halten oder zumindest für ein Event, das vom Gedenken an die Reformation ablenken würde, das traditionell ebenfalls am 31. Oktober begangen wird.
Einigung zur Asylpolitik
Koalition einigt sich auf „verschärfte Residenzpflicht“ für Flüchtlinge
Berlin (dts) – Die Koalitionsspitzen haben sich auf die Schaffung von speziellen Aufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge mit geringer Bleibeperspektive geeinigt, in denen beschleunigte Asylverfahren abgewickelt werden sollen. Dort soll eine „verschärfte Residenzpflicht gelten“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend nach dem Treffen der Parteivorsitzenden der großen Koalition. Das bedeute, dass die Asylbewerber den Landkreis, in dem sich die Einrichtung befindet, nicht verlassen dürfen.
Nur bei einer Registrierung in einem solchen Zentrum bestehe Anspruch auf Leistungen. Insgesamt soll es drei bis fünf Registrierzentren geben. Zudem soll es einheitliche Ausweise für Flüchtlinge geben, die Voraussetzung für einen Asylantrag sein sollen.
Bekannter Zeitgeschichtler tot
Historiker Hans Mommsen (85) im bayerischen Tutzing gestorben
Tutzing (dts) – Der Historiker Hans Mommsen ist der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge gestorben. Demnach erlag er am Donnerstag an seinem 85. Geburtstag einer langen Krankheit. Mommsen war damit bekannt geworden, unbequeme Blicke auf die deutsche Vergangenheit zu werfen.
Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Wolfgang zählte er zu den wichtigsten Geschichtswissenschaftlern der Nachkriegszeit. Seine Ansichten waren nicht immer beliebt. 1971 schrieb er beispielsweise, dass Hitler ein „schwacher Diktator“ gewesen sei. Die Schoah, so arbeitete Mommsen heraus, sei nicht einfach auf Befehl der NS-Spitze in Gang gesetzt worden. Die Vernichtung der Juden habe sich aus dem Wunsch niederer Chargen ergeben, sich lieb Kind zu machen. Doch immer wieder nahm die internationale Geschichtswissenschaft seine Arbeit auf. Seine Erkenntnisse fasste er zuletzt noch einmal in seinem Buch, „Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa“ zusammen, das 2014 erschien.
Beratungen zur Asylpolitik
Flüchtlingskrise: Koalitionsspitzen und Länderchefs beraten über Transitzonen
Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sind am Donnerstagnachmittag erneut zu Beratungen über die Bewältigung der Flüchtlingskrise zusammengekommen. Dabei soll unter anderem ein Kompromiss bei den umstrittenen Transitzonen gefunden werden. Vor dem Treffen der Parteivorsitzenden der großen Koalition hatte Merkel sich mit CSU-Chef Seehofer beraten, am Abend trifft sich die Bundeskanzlerin im Kanzleramt mit den Regierungschefs der Länder.
An dem Bund-Länder-Treffen zur Asylpolitik werden unter anderem auch der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit und Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble teilnehmen.
Terrorangst in Ägypten
Lufthansa stellt kommerziellen Flugbetrieb nach Scharm el-Scheich ein
Frankfurt/Main (dts) – Aufgrund der aktuellen Situation auf der Sinai-Halbinsel stellen die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe vorsorglich bis auf Weiteres den kommerziellen Flugbetrieb nach Scharm el-Scheich ein. Zum weiteren Vorgehen werde man sich eng mit den Behörden abstimmen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Geplant waren demnach zwei wöchentliche Flüge der Fluggesellschaften Edelweiss und Eurowings nach Scharm el-Scheich.
Darüber hinaus will sich die Lufthansa-Gruppe gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und den Veranstaltern um ihre vor Ort befindlichen Fluggäste kümmern und deren Rückflüge aus Scharm el-Scheich organisieren. Bereits seit dem vergangenen Samstag umfliegen die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe den Sinai. Kairo werde weiterhin angeflogen und sei von diesen Maßnahmen nicht betroffen, so das Unternehmen. In der vergangenen Woche war ein russischer Airbus 321 mit 224 Menschen an Bord auf dem Weg vom Ferienort Scharm el-Scheich nach Sankt Petersburg aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt. Die britische Regierung sowie US-Geheimdienste schließen nicht aus, dass es einen Bombenanschlag auf den Flieger gab.
Facebook
Neue künstliche Intelligenz soll künftig Bilder auf Facebook erkennen
Menlo Park (dts) – Der Chefentwickler von Facebook, Mike Schroepfer, sieht die internationale Kommunikation zwischen Facebook-Nutzern durch die Uneinigkeit nationaler Regulierer gefährdet – und hat einige Neuerungen angekündigt. „Wir haben Server und Systeme vor Ort, die natürlich an die jeweiligen lokalen Regeln angepasst werden“, sagte Schroepfer der „Welt“. „Aber der globale Austausch zwischen den Nutzern überall in der Welt wird dadurch potentiell erschwert.“
Schroepfer warnte vor den Folgen der Aufkündigung des Safe-Harbor-Abkommens durch den EuGH, und bezeichnet den internationalen Datenaustausch zwischen Facebook-Nutzern als Grundrecht: „Ich denke, Menschen überall in der Welt sollten miteinander in Verbindung bleiben und Dinge teilen können – das ist ein Grundrecht.“ Er betonte, Facebook habe sich nicht nur auf Safe Harbor verlassen.
Schroepfer kritisierte die Netzneutralitäts-Entscheidung des europäischen Parlaments: „Die Möglichkeit auf freie Wahl zwischen Angeboten ist gesund für das Ökosystem im Internet. Sie sollte nicht verwässert werden, indem einzelne Angebote in der zugrunde liegenden Netzwerk-Infrastruktur bevorzugt oder benachteiligt werden.“ Der Chefentwickler erklärte, Facebook habe eine neue künstliche Intelligenz entwickelt, die auch Bildinhalte erkennen und differenzieren kann.
„Wir können Dinge identifizieren – wir können den Eiffelturm von einem Baby oder einem Sonnenuntergang unterscheiden.“ Die Technik wird von Facebook künftig auch eingesetzt, um Inhalte der Nutzer der Tochterfirmen Whatsapp und Instagram zu analysieren, erklärte Schropefer. „Wir setzen die KI auf verschiedene Weisen auch bei Whatsapp und Instagram ein. Andernfalls würden die Nutzer irgendwann überwältigt angesichts der Masse von Informationen in den Netzwerken.“
Facebook will außerdem in Zukunft in Entwicklungsländern kostenlose unlimitierte Internet-Zugänge anbieten. Facebook arbeite laut Schroepfer außerdem an virtuellen Umgebungen für seine Nutzer, um die VR-Brille Rift der Facebook-Tochterfirma Oculus in dem sozialen Netzwerk zu implementieren: „Jeder auf der Welt kann künftig das Louvre besuchen, ohne dass dessen Hallen in der Realität aus allen Nähten platzen, oder Orte wie Syriens antike Stätten sehen, die unerreichbar oder bereits verloren sind.“ Nutzer der Oculus-VR-Technik könnten künftig „in virtuellen Umgebungen auf Facebook interagieren“.
Syrienkrieg
Amnesty International: Assad-Regime schockt mit neuen Grausamkeiten
Aleppo (dts/nex) – Das syrische Regime hat laut eines Berichts von Amnesty International seit 2011 mindestens 65.000 Menschen verschleppt – darunter rund 58.000 Zivilisten. Das Syrische Netzwerk für Menschenrechte habe die Entführungen dokumentiert.
Demnach seien die verschleppten Syrer unter entsetzlichen Bedingungen festgehalten worden. In überfüllten Zellen starben die meisten von ihnen an den Folgen von Folter oder Krankheiten. Viele seien ohne Prozess hingerichtet worden. Auf der Suche nach ihren Angehörigen müssten die Familien hohe Bestechungsgelder zahlen – oft ohne Erfolg.
In der syrischen Stadt Aleppo sollen Truppen von Präsident Baschar al-Assad auch auf friedliche Demonstranten geschossen haben. Das geht aus dem Bericht hervor. So seien dutzende junger Männer, aber auch Kinder und Ältere von Regierungstruppen oder Milizen erschossen worden.
In Syrien herrscht seit vier Jahren Bürgerkrieg. Die Kämpfe zwischen den Truppen des Machthabers Baschar al-Assad und Rebellen hätten Schätzungen zufolge mehr als 250.000 Todesopfer gefordert. Bislang seien rund 22 Millionen Syrer auf der Flucht.
Armutsbericht
Rund 20 Prozent der Deutschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
Wiesbaden (dts) – 20,6 Prozent der Bevölkerung in Deutschland das sind 16,5 Millionen Menschen waren 2014 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. 2013 hatte dieser Anteil bei 20,3 Prozent (16,2 Millionen Menschen) gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Demnach war der Anteil armer oder sozial ausgegrenzter Menschen in der gesamten Europäischen Union in beiden Jahren mit 24,4 Prozent (2014) beziehungsweise 24,5 Prozent (2013) deutlich höher als in Deutschland.
Eine Person gilt als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn mindestens eine der folgenden drei Lebenssituationen zutrifft: Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgefährdungsgrenze, die Person ist also von Armut bedroht, ihr Haushalt ist von erheblicher materieller Entbehrung betroffen oder sie lebt in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung.
Danach war mit 16,7 Prozent der Bevölkerung jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2014 von Armut bedroht. Das entspricht rund 13,3 Millionen Menschen. Der Anteil dieser armutsgefährdeten Personen hat sich damit seit 2013 (16,1 Prozent) erhöht. Eine Person gilt nach der EU-Definition als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt (Schwellenwert der Armutsgefährdung).
2014 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 987 Euro im Monat und damit etwas höher als im Berichtsjahr 2013 (979 Euro im Monat). Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert im Berichtsjahr 2014 bei 2.072 Euro im Monat. 5,0 Prozent der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2014 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden Mitteln eingeschränkt waren.
Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. 10,0 Prozent der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung. Das bedeutet, dass die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder insgesamt weniger als 20 Prozent betrug. EU-weit waren 17,2 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht, 9,0 Prozent von erheblicher materieller Entbehrung betroffen, und 11,0 Prozent lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung.


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