1. Bundesliga
Wolfsburg schlägt Leverkusen 2:1

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Wolfsburg (nex) – Am elften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg mit 2:1 gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Die Partie begann zäh und sehr taktisch mit Ausnahme weniger Einzelaktionen. Leverkusen dominierte die Anfangsphase, erst nach einer halben Stunde fanden die Wölfe in das Spiel. In der 34. Minute ging Wolfsburg durch ein Tor von Bendtner mit 1:0 in Führung: Vieirinha stand beim Zuspiel von Schürrle jedoch eindeutig in Abseitsposition. Danach öffneten beide Seiten ihre defensiven Haltungen und kamen rasch zu einer Reihe hochkarätiger Chancen. Nur sechs Minuten später erzielten die Gäste durch Hernández den Ausgleich: Kramer setzte sich auf dem Flügel gegen drei Wolfsburger durch und legte für Hernández auf, der den Ball einschieben konnte. In der 51. Minute gab Schiedsrichter Gräfe in einer weiteren umstrittenen Entscheidung keinen Strafstoß nach einem Foul von Leno an Caligiuri an der Strafraum. Danach wurde das Spiel zunehmend hektischer und war von mehr Foulspielen geprägt. In der 77. Minute kam der frisch eingewechselte Draxler zum 2:1 für Wolfsburg: Bayer-Schlussmann Benaglio wehrte einen Gewaltschuss von Rodríguez knapp ab, der jedoch direkt beim Schützen landete. Es war Draxlers erstes Tor im Trikot der Wölfe. Danach zog Wolfsburg sich weit zurück und überließ das Mittelfeld den Leverkusenern. In der 84. Minute scheiterte Wendell am Ausgleich am Wolfsburger Pfosten. Durch den Sieg klettert Wolfsburg auf Rang drei, die Werkself rutscht auf Platz siebe

Systemgastronomie
VAPIANO reagiert entsetzt auf Beitrag der Welt am Sonntag

Bonn (ots) – VAPIANO reagiert schockiert und entsetzt auf den erneuten kritischen Beitrag der Welt am Sonntag. Das Unternehmen verweist auf die außergewöhnlich hohen internen Qualitäts- und Kontrollstandards, die jüngst von renommierten Instanzen wie TÜV und SGS INSTITUT FRESENIUS attestiert worden sind. „Externe Autoritäten wie das SGS INSTITUT FRESENIUS und der TÜV Rheinland bestätigen uns enorm hohe Qualitätsstandards. Das Management und alle Führungskräfte von VAPIANO würden nicht mehrmals wöchentlich in unseren Restaurants essen, wenn die Darstellungen der VAPIANO-Wirklichkeit entsprechen würden. Wir hätten nicht 60.000 Gäste täglich – allein in Deutschland, die immer wieder gern zu uns kommen, wenn es bei VAPIANO so zuginge wie es der Artikel glauben lassen will“, so Jochen Halfmann, seit Kurzem neuer CEO der VAPIANO SE. „Es entzieht sich meiner und unser aller Vorstellungskraft, dass es solche Fälle bei VAPIANO aktuell trotz allerstrengster Vorschriften und Kontrollen geben soll. Es gibt keinerlei Management-Anweisungen für solch ein Fehlverhalten, denn dieses würde gegen sämtliche Werte und Vorschriften von VAPIANO verstoßen. Sollte es diese Fälle aber trotz der strengsten internen Bestimmungen tatsächlich gegeben haben, so verurteilen wir sie aufs Allerschärfste. Wir gehen den Vorwürfen daher konsequent nach, auch wenn sie zum Teil absurd erscheinen. Pasta zum Beispiel wird bei uns für jeden Gast ersichtlich jeden Tag frisch aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt und in allerkürzester Zeit verbraucht. Es gibt nicht den geringsten Grund, da etwas umzuetikettieren und damit gegen alle, aber auch wirklich alle Regeln zu verstoßen“, so Jochen Halfmann weiter. VAPIANO erwartet jetzt von der Welt am Sonntag, sämtliche Informationen mit VAPIANO zu teilen, um ihnen bis ins Detail konsequent nachgehen zu können. Tatsächlich haben gerade ganz aktuell unabhängige, renommierte Dritte wie das SGS INSTITUT FRESENIUS und der TÜV Rheinland das hohe Niveau der Qualitätssicherung bei VAPIANO testiert. Denn VAPIANO lässt sämtliche Restaurants regelmäßig unangekündigt und engmaschig kontrollieren und schult Mitarbeiter intensiv zur Einhaltung der strengen Qualitätsvorschriften. VAPIANO habe mit den hohen Standards schließlich eine Vorreiterrolle in der Systemgastronomie und will die Standards jetzt sogar weiter erhöhen – unter anderem mit einem neuen Gütesiegel. „Frische hat bei uns oberste Priorität und ist Kern unserer Marke. Da kennen wir keine Kompromisse. Insofern macht uns und insbesondere mich der Artikel so betroffen“, so Jochen Halfmann. Die VAPIANO SE Restaurants werden seit 2009 zweimal im Jahr vom SGS INSTITUT FRESENIUS unangekündigt von speziell ausgebildeten Hygieneauditoren auf die Erfüllung lebensmittelrechtlicher Anforderungen überprüft. Dirk Lindemann vom SGS INSTITUT FRESENIUS bestätigt: „Dieses freiwillige Kontrollsystem von VAPIANO ist für den Gastronomie-Sektor keine Selbstverständlichkeit. Das umfassende Prüfkonzept und die damit verbundenen Kontrollen durch uns als unabhängige Dritte gehen zum Teil deutlich über gesetzliche Anforderungen hinaus und bringen das hohe Qualitätsbewusstsein von VAPIANO zum Ausdruck.“ Darüber hinaus hat VAPIANO am 16. Oktober 2015 das Zertifikat des TÜV Rheinland erhalten. Dieses zeichnet die durch das interne Qualitätsmanagement von VAPIANO durchgeführten Hygienechecks aus, die die Anforderungen gemäß der Zertifizierungsrichtlinie ZDL Cert 01 erfüllen. Auch im Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) ist das Engagement von VAPIANO in Bezug auf Qualitäts- und Hygienestandards bekannt. Hauptgeschäftsführerin Valerie Holsboer: „VAPIANO war nach der Neuausrichtung des Verbands die erste Marke, die der BdS-Wertegemeinschaft beigetreten ist. VAPIANO zeichnet sich durch hohe Qualitätsstandards aus. Die Zusammenarbeit mit dem unabhängigen SGS INSTITUT FRESENIUS sowie die Zertifizierung der Prüfprozesse durch den TÜV Rheinland sind ein gutes Beispiel für die konsequente Umsetzung der eigenen Vorgaben.“ Über VAPIANO Die gastronomische Lifestylemarke VAPIANO aus Deutschland begründete 2002 mit ihrem innovativen „Fresh Casual Dining“-Konzept eine neue Kategorie in der Systemgastronomie. Sie kombiniert Elemente aus „Fast Casual“ und „Casual Dining“ und ermöglicht so den Gästen einen hohen Grad an Selbstbestimmung. Qualität, Frische und Transparenz sind die Basis des Restaurantkonzepts. VAPIANO verwendet fast ausschließlich frische Zutaten. In jedem einzelnen VAPIANO werden Pasta, Pizzateig, Soßen, Dressings sowie Dolci selbst hergestellt, zum Teil sogar mitten im Gastraum in der gläsernen Manifattura. Die Speisen werden direkt vor den Augen des Gastes in der Showküche „à la minute“ zubereitet. Dies, gepaart mit einem kosmopolitischen Ambiente, macht das Erfolgsrezept des Unternehmens aus. Von Hamburg aus verbreitete sich das Erfolgskonzept schnell in die ganze Welt. VAPIANO zählt aktuell über 161 Restaurants in 31 Ländern auf fünf Kontinenten. Weitere Informationen finden Sie auf de.vapiano.com, facebook.com/vapiano und twitter.com/vapiano. Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Nach dem Attentat
Kölner Oberbürgermeisterin Reker aus dem Krankenhaus entlassen

Köln (dts) – Die neugewählte Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie habe eine Rehabilitations-Maßnahme begonnen, teilte der Kölner CDU-Vorsitzende Bernd Petelkau mit. Sie werde sich in den nächsten Wochen weiter erholen, so Petelkau. „Sie braucht jetzt die volle Erholung und Zeit.“ Reker war vor zwei Wochen einen Tag vor der Bürgermeisterwahl in Köln von einem Attentäter mit einem Messer angegriffen worden. Dabei hatte sie lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Bei der Wahl setzte sie sich bereits im ersten Wahlgang gegen ihre Konkurrenten durch und nahm die Wahl an. Noch ist unklar, wann Reker die Amtsgeschäfte übernehmen kann.

Ägypten
Twitter-Mitteilung: IS-Ableger will russisches Flugzeug abgeschossen haben

Kairo (dts) – Ein ägyptischer Ableger der Terrormiliz IS hat behauptet, für den Absturz eines russischen Flugzeugs in der ägyptischen Provinz Sinai verantwortlich zu sein. In einer Twitter-Mitteilung der Terrororganisation hieß es, Kämpfer hätten die Maschine abgeschossen. Die ägyptischen Behörden gehen unterdessen allerdings von einem technischen Defekt aus. An Bord des Airbus 321, der am Samstagmorgen auf dem Weg vom Ferienort Scharm el-Scheich am Roten Meer nach Sankt Petersburg abgestürzt war, waren 217 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der russischen Botschaft in Kairo gab es keine Überlebenden. Der Kontakt zu der Maschine war kurz nach dem Start abgebrochen. Medienberichten zufolge hatte die Besatzung des Fliegers kurz vor dem Absturz technische Probleme gemeldet, der Pilot habe angekündigt, auf dem nächstgelegenen Flughafen landen zu wollen.

Reaktion auf Fall Mohamed
Missbrauchsbeauftragter will besseren Schutz von Flüchtlingskindern

Berlin (dts) – Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert einen besseren Schutz für Flüchtlingskinder: Weitere Fälle wie der des entführten und ermordeten Mohamed könnten nicht ausgeschlossen werden.

Im Gespräch mit der „Welt“ sprach der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, von einem „Skandal, dass im Moment Flüchtlingskinder in den Unterkünften so wenig geschützt“ seien. Durch die Umstände der Flucht sei ein Fünftel der Kinder stark traumatisiert und deshalb besonders schutzbedürftig. „Wenn man Täterstrategien kennt, weiß man, dass gerade diese besondere Schutzbedürftigkeit es Tätern leicht macht, sich Nähe zu Kindern zu verschaffen. Sie planen ihre Taten überaus gründlich und schätzen sehr genau ab, ob sie an Orten, an denen es an klaren Strukturen, Regeln und Kontrollen fehlt, wie zum Beispiel in den Flüchtlingsunterkünften, Zugang zu Kindern finden und sie sogar, wie jetzt im Fall Mohamed, entführen können“, sagte Rörig der „Welt“. Die Gefahr für die Kinder und Jugendlichen ginge dabei auch von haupt- und ehrenamtlichen Helfern aus sowie von Wachleuten, die auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften und Erstregistrierungsstellen tätig seien. Es seien auch Fälle bekannt, in denen zum Beispiel Wachleute gegenüber unter 14-jährigen Mädchen sexuell übergriffig geworden seien. „Das Problem ist, dass Menschen ohne Nachweis und Ausweiskontrolle auf diese Gelände gelangen und ohne eine Kontrolle diese Gelände wieder verlassen können“, sagte der Missbrauchsbeauftragte der „Welt“. „Ich weiß von Fällen, in denen mir bekannte Menschen sich unter falschem Namen angemeldet haben und bei denen keine Ausweiskontrolle bei einer Berliner Flüchtlingseinrichtung vorgenommen wurde. Sie hatten Zugang zu einem Spielbereich für Kinder, konnten sich frei in der Flüchtlingsunterkunft bewegen und auch ohne Kontrolle die Flüchtlingsunterkunft wieder verlassen.“ Da, wie sich Rörig gegenüber der „Welt“ äußerte, auch die Gefahr bestehe, „dass Ehrenamtliche sich als vermeintliche Helfer den Zugang zu Kindern verschaffen“, fordert er Zugangskontrollen für Großunterkünfte und Flüchtlingseinrichtungen sowie den Nachweis eines erweitertes Führungszeugnisses für Helfer. „In Kitas oder Schulen wird das zu Recht gefordert. Flüchtlingskinder brauchen den gleichen Schutz“, sagte Rörig der Zeitung weiter. Zudem fordere er eine Betriebserlaubnis für Flüchtlingsunterkünfte, wie sie etwa jede Kita haben müsse. Das würde das Nähe-Distanz-Verhältnis von Erwachsenen und Kindern regeln. „Auch wenn in hohem Tempo viele Tausend Unterkünfte bereitgestellt werden müssen, sind Mindeststandards einzuhalten. Zum Beispiel ist die separate Unterbringung von alleinstehenden Müttern oder auch Vätern und ihren Kindern wichtig. Wir brauchen getrennte und abschließbare Duschmöglichkeiten und Toiletten für Frauen und Männer. Das ist organisierbar“, sagte Rörig der „Welt“. „Ganz wichtig ist, dass Mädchen und Jungen betreute Spiel- und Freizeitbereiche haben. Auch ein Flüchtlingskind muss endlich mal wieder Kind sein können, um seine Selbstwahrnehmung wieder zu stärken, das ist ein wichtiger Schutz.“ Eine erneute Kindesentführung aus Flüchtlingseinrichtungen mit anschließendem Missbrauch wie im Fall des vierjährigen Mohamed könne nicht ausgeschlossen werden. „Ich hoffe, dass uns das erspart bleibt, aber ich weiß auch, dass es eine hohe Dunkelziffer bezüglich sexueller Übergriffe gibt. Solche eklatanten Fälle wie dieser sind sehr selten. Aber ausschließen kann man im Moment gar nichts. Ich habe in den letzten Jahren meine Vorstellungskraft in Bezug auf das, was Erwachsene Kindern Schreckliches antun können, erheblich erweitern müssen. Das macht mich sehr betroffen“, sagte Rörig der „Welt“.

1. Bundesliga
Dortmund bezwingt Bremen 3:1

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Bremen (dts) – Am elften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund mit einem 3:1-Sieg gegen Werder Bremen Anschluss an Spitzenreiter Bayern gehalten.

Die Gäste aus Dortmund gingen bereits nach neun Minuten durch ein Tor von Reus mit 1:0 in Führung. Bremen zeigte sich unbeeindruckt und drängte immer wieder auf einen Ausgleich. In der 32. Spielminute glichen die Bremer durch ein Tor des starken Ujah aus: Ginter wehrte zunächst einen Torschuss von Grillitsch ab, der Ball landete dann aber bei Ujah der aus kurzer Distanz einschob. Kurz vor der Pause landete eine Flanke von Hummels bei Mkhitaryan, der per Kopf zur erneuten Führung für Dortmund traf. Die Abwehr der Hausherren war vor allem für weite Pässe anfällig und Dortmund dominierte vor allem in der zweiten Hälfte das Geschehen. In der 73. Minute traf Reus nach Vorlage von Mkhitaryan mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:1. Damit verkürzt Dortmund den Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München auf fünf Punkte. Werder Bremen steht mit zehn Zählern aus elf Partien auf Rang 14. In den übrigen Partien trennten sich Schalke 04 und Ingolstadt 1:1, Augsburg und Mainz trennten sich 3:3, die Begegnung zwischen Köln und Hoffenheim blieb torlos und Hertha BSC unterlag Borussia Mönchengladbach mit 1:4. Am Abend folgt noch die Begegnung zwischen Wolfsburg und Bayer Leverkusen.

Nach Absturz des russischen Airbus
Lufthansa umfliegt aus Sicherheitsgründen den Sinai

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Berlin (dts) – Die Lufthansa ändert wegen des Absturzes der russischen Passagiermaschine in Ägypten ihre Flugrouten. Kurz nach dem Unglück sei entschieden worden, dass „die Lufthansa die Sinai-Halbinsel aus Sicherheitsgründen zunächst nicht mehr überfliegt“, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage der „Welt am Sonntag“. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, weil die Unglücksursache noch nicht feststeht. „Die bislang über das Sinai-Gebiet entlanglaufenden Routen, etwa in den Mittleren Osten, werden jetzt je nach Zielflughafen rechts- oder links vorbeigeleitet“, sagte die Sprecherin. Die Fluggesellschaft stehe wegen des Weiteren Vorgehens in engem Kontakt mit den relevanten Behörden.

Flüchtlingspolitik
SPD verlangt von Union Klärung ihres Flüchtlingsstreits

Berlin (dts) – Kurz vor dem Koalitions-Spitzentreffen zur Flüchtlingskrise fordern führende Sozialdemokraten die Union auf, ihre fundamentalen Differenzen in der Flüchtlingspolitik zu klären. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel attackierte dabei vor allem die CSU: „Wir brauchen keine großen Inhaftierungscamps mit der Bezeichnung Transitzone, was wir brauchen sind Ruhezonen vor unausgegorenen Vorschlägen aus München“, sagte Schäfer-Gümbel der „Welt am Sonntag“. „Eine Obergrenze für Unsinn und Profilierungssucht wäre auch hilfreich.“ Er fügte hinzu: „Der Streit vermittelt nur den Eindruck von Handlungsunfähigkeit. Richtig ist aber, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung endlich konsequent umgesetzt werden müssen. Wenn Horst Seehofer daran kein Interesse hat, soll er wenigstens den Rest in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.“ Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, rief die Union zur Einigkeit auf. „CDU und CSU müssen wieder zueinander finden. Ihr permanenter Zoff schadet dem Land und frustriert die Bürger“, sagte Kahrs der „Welt am Sonntag“. „Vor allem die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer erwarten, dass Frau Merkel endlich erklärt, wie wir es schaffen – und dass Herr Seehofer seinen Theaterdonner einstellt.“

Türkei rettet Flüchtlinge
Türkei: Küstenwache rettet 448 Flüchtlinge in 24 Stunden aus Seenot

Izmir (nex/AA) – Das Kommando der türkischen Küstenwache hat innerhalb der letzten 24 Stunden 448 in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet. Darüber hat der Generalstab der türkischen Armee am Samstag auf seiner Webseite informiert. Die Flüchtlinge befanden sich an Bord von Booten, die entlang der türkischen Westküste vor İzmir, Aydin, Balıkesir und Çanakkale unterwegs waren, hieß es in dem Statement. Die Provinzen, die im Ägäischen Meer sowie im Mittelmeer nahe den dortigen griechischen Inseln liegen, gehören zu den primären Ausgangspunkten für die Versuche von Flüchtlingen, von der Türkei aus auf dem gefährlichen Seeweg die Europäische Union zu erreichen.

Rettungsschirm für Printmedien?
Nach Auflagenrückgang: DJV-Chef will Haushaltsabgabe zur Rettung deutscher Printmedien

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Berlin (nex) – In einem Interview mit dem Mediendienst kress.de hat der scheidende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), Michael Konken, selbstkritische Töne in Richtung seines eigenen Berufsstandes anklingen lassen. Der 62-Jährige, der sich nach 12 Jahren im Amt am kommenden Montag nicht mehr zur Wahl stellen wird, erklärte, das zunehmende Unbehagen in vielen Teilen der Bevölkerung über die etablierten Medien habe damit zu tun, dass „die Menschen merken, dass wir uns zunehmend von der klassischen Berichterstattung verabschieden“. Mit Blick auf die zum Teil massiven Auflagenrückgänge deutscher Printmedien, die bis dato nicht durch den Ausbau von Onlineangeboten wettgemacht werden können, mahnte Konken zu mehr Wahrhaftigkeit gegenüber dem Publikum und Rücksicht auf dessen Interessen. „Die wollen sich ihre Meinung selber bilden, und damit haben sie durchaus Recht“, so Konken. „Andererseits gibt es natürlich auch Medienkonsumenten, die diese Beeinflussung nicht bemerken – und die werden von uns in eine Richtung gelenkt. Das ist keine gute Entwicklung. Wir müssen einfach die Grenze zwischen Meinung und Information wieder klarer ziehen. In den Hochschulen und Journalistenschulen lehren wir diese klassische Schule, aber in der Praxis wird die Grenze kontinuierlich überschritten.“ Andererseits plädierte Konken aber auch für eine neue Form eines Auffangnetzes für journalistische Projekte im Angesicht der prekären Situation vieler Medienformate. So brachte Konken ein mögliches Finanzierungsmodell für Print- und Onlinezeitungen nach dem Modell der öffentlich-rechtlichen Sender durch eine Haushaltsabgabe ins Spiel. „Wenn sich der Auflagenrückgang so fortsetzt, werden wir in zehn Jahren weniger Zeitungen haben“, erklärte Konken. Mit den Printzeitungen sterbe dann aber auch der Online-Journalismus, da dieser bislang kein tragfähiges Geschäftsmodell hervorgebracht habe. Für Schwarmfinanzierungs-Modelle wie etwa bei Krautreporter sei das Spendenaufkommen in Deutschland hingegen zu gering. Vor allem zur Rettung des Lokal- und Regionaljournalismus wäre eine solche Rettungsschirm-Konstruktion erforderlich. Die von Konken angeregte Finanzierung über die Haushaltsabgabe müsse dann aber „staatsfern“ erfolgen. Unterdessen könnten auch die öffentlich-rechtlichen Medien zeitnah auf eine Erhöhung der Haushaltsabgabe pochen. Bei ARD und ZDF erwartet man aktuell durch die Umstellung des Rundfunkbeitrags auf die Haushaltsabgabe für den Zeitraum von 2013 bis 2016 insgesamt rund 1,59 Milliarden Euro an Mehreinnahmen. Für die Zeit danach haben die Sender allerdings bereits Mehrbedarf angemeldet. Bei der ARD übersteigt der angestrebte Betrag sogar die erwarteten Rücklagen.