Essen
Verschwundene Aylin nach vier Tagen wieder aufgetaucht

Essen (ots/nex) – Offenbar unversehrt ist die 15 Jahre alte Schülerin heute Abend (24. Januar) gegen 20 Uhr bei einer Familienangehörigen in Köln aufgetaucht. Zu den Hintergründen ihres Verschwindens ist aktuell nichts bekannt. Die Essenerin war am vergangenen Mittwoch unter bislang ungeklärten Umständen aus dem Haus der Familie verschwunden. Seitdem hatte die Essener Polizei intensiv nach dem Mädchen gesucht, aus der Bevölkerung seien bis zum Freitag rund hundert Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter des Mädchens war am Mittwoch nach Hause gekommen und hatte Geräusche im Keller des Hauses gehört. Sie rief einen Nachbarn hinzu. Im Keller trafen die beiden auf eine vermummte Person, die mit einem Messer bewaffnet war. Die Person konnte fliehen. Die Polizei hatte am Freitag nicht ausgeschlossen, dass es sich dabei um Aylin selbst gehandelt haben könnte.

Port-au-Prince
Haiti: Schwere Unruhen nach Wahl-Absage

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Port-au-Prince (dts) – Nach der erneuten Absage der Stichwahlen um das Präsidentenamt in Haiti ist es im Land zu schweren Unruhen gekommen. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben. Demonstranten forderten den Rücktritt von Staatschef Martelly und die Auflösung des Provisorischen Wahlrates. Der Wahlrat hatte bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen die Stichwahl zwischen dem Regierungskandidaten Jovenel Moïse und dem Oppositionellen Jude Célestin verschoben. Grund dafür seien Boykott-Drohungen der Opposition und Massenproteste gewesen. Einen neuen Termin für die Wahl gab die Behörde zunächst nicht bekannt, allerdings scheidet der amtierende Präsident Anfang Februar aus dem Amt.

Musik
Phil Collins: „Eine Genesis-Reunion? Reizvoll wäre das schon“

Berlin (dts) – Der britische Pop-Star Phil Collins („In the air tonight“, „Against all odds“) will eine Reunion mit seiner alten Band Genesis nicht länger ausschließen: Die BBC hatte die fünf Band-Mitglieder der wichtigsten Genesis-Formation 2014 erstmals nach vielen Jahren wieder für eine TV-Dokumentation zusammengebracht, darunter auch Peter Gabriel, der in den 70ern Sänger war, während Collins damals noch Schlagzeug spielte. Es sei wie Gruppentherapie vor der Kamera gewesen, sagte Phil Collins der „Welt am Sonntag“, „da war viel Liebe im Raum. Wir mögen uns. Wir arbeiten nur nicht mehr bei derselben Firma.“ Collins war Mitte der 70er vom Schlagzeug zum Gesang gewechselt, sang mit „I can`t dance“ und „Invisible touch“ Welt-Hits, nachdem Gabriel die Band Mitte der 70er verlassen hatte, um unter eigenem Namen Musik zu machen. „Natürlich fände ich es reizvoll, wenn Peter mal einen meiner Songs singen würde. Wenn er dazu bereit wäre, würde ich sagen: `Klar, auf jeden Fall`“, sagte Collins der Zeitung, „reizvoll wäre das schon. https://youtu.be/m_qgSs65-mY Wenn sich das Band-Komitee das nächste Mal trifft, werde ich das Thema auf die Tagesordnung setzen.“ Collins, der im Herbst vergangenen Jahres am Rücken operiert wurde, wird am 30. Januar 65 Jahre alt. Zu dem Zeitpunkt erscheinen seine Solo-Alben „Face Value“ und „Both sides“ neu abgemischt und um unveröffentlichte Aufnahmen erweitert. Der Musiker hat sich für die Cover noch mal neu fotografieren lassen – sie zeigen ihn jetzt als älteren Mann. „Es ist manchmal ein bisschen angsteinflößend, wenn man die früheren Fotos mit denen von heute vergleicht. Ich habe mehr Falten, mehr Tränensäcke. Das ist nun mal die ungeschönte Wahrheit, so sehe ich heute aus“, sagte er der „Welt am Sonntag“, „die Plattenfirma wollte mir diese Porträts des Künstlers als alter Mann schnell wieder ausreden. Sie meinten: Einen alten Phil Collins auf dem Cover, den will doch niemand sehen. Da habe ich erst recht darauf bestanden.“ Collins hatte vor Jahren seinen Rückzug aus dem Musik-Geschäft verkündet – teils aus gesundheitlichen Gründen, teils, um sich um seine beiden jungen Söhne aus seiner dritten Ehe kümmern zu können. Als die Ehe geschieden wurde und seine Frau von der Schweiz in die USA zog, fing Collins mit dem Trinken an. „Ich trank erst ein bisschen, dann immer mehr, dann viel zu viel. Meine Bauchspeicheldrüse, meine Niere machten Probleme. Irgendwann lag ich im Krankenhaus, ich wäre beinahe gestorben“, sagte der Musiker der Zeitung, „als mir der Arzt sagte, dass ich fast gestorben wäre, war das ein Schock. Ich hörte sofort mit dem Trinken auf.“ Ob mit Genesis oder zunächst solo – er könne sich auf jeden Fall vorstellen, wieder auf Tournee zu gehen. „Meine beiden jüngsten Söhne kommen jetzt ins Teenager-Alter. Als ich das letzte Mal auf Tour war, trugen sie noch Windeln. Sie haben mir gesagt: Sie wollen, dass ich wieder auftrete. Mal schauen, was der Papa so drauf hat.“

Flüchtlingskrise
Japan nahm 2015 nur 27 Flüchtlinge auf – über 99 Prozent abgelehnt

Tokio (nex) – Wie aus einer Mitteilung des japanischen Justizministeriums hervorgeht, hat Japan im vergangenen Jahr nur 27 Flüchtlinge aufgenommen. Mehr als 99 Prozent der 2015 eingegangenen Anträge wurden rigoros abgelehnt. 2015 gab es 7586 Anträge – ein neuer Rekord. Den vorläufigen Daten des japanischen Justizministeriums zufolge führten im Jahr 2015 Flüchtlinge aus Nepal die Liste der Asylbewerber mit 1768 Flüchtlingen oder 27 Prozent aller Anträge an. Weitere 969 Flüchtlinge kamen aus Indonesien und 926 aus der Türkei. Den Angaben zufolge stammen von den 2015 aufgenommenen Flüchtlingen sechs aus Afghanistan und je drei aus Syrien, Äthiopien und Sri Lanka. Im Jahr 2013 wären sechs und im Jahr 2014 elf Flüchtlinge aufgenommen worden. Japan steht der Aufnahme von Fremden in seine homogene Gesellschaft ablehnend gegenüber. Die Regierung wird aber regelmäßig von Menschenrechtsorganisationen dazu aufgefordert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 38 633,70 $ (2013) gehört Japan zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.  

Flüchtlingskrise
Essen: SPD-Politiker halten an Kritik der Flüchtlingspolitik fest

Berlin (dts) – Auch nachdem drei SPD-Ortsvereine aus dem Essener Norden nun darauf verzichten, gegen eine zu hohe Belastung durch Flüchtlingsheime in ihren Stadtteilen zu demonstrieren, bleibt es bei deutlicher Kritik an der örtlichen und der bundesweiten Flüchtlingspolitik. „Immer mehr sozialdemokratische Kommunalpolitiker glauben nicht mehr, dass die Integration der ja sehr vielen Flüchtlinge gelingen wird“, sagte der SPD-Ratsherr Guido Reil aus dem Essener Stadtteil Karnap der „Rheinischen Post“. „Sie teilen den Zweckoptimismus von Bundes- und Landesregierung nicht mehr. Ich erfahre da viel Zuspruch auch von anderen Lokalpolitikern der SPD, aber auch von der CDU in NRW und speziell im Ruhrgebiet.“ Er ergänzte: „Im Internet gibt es geschlossene Nutzergruppen, in denen sich Sozialdemokraten austauschen, die die jetzige Flüchtlingspolitik für völlig falsch halten. Aber Bundes- und Landespolitiker halten sich vorerst noch an den von oben verordneten Zweckoptismus und diese Schönfärberei.“ Er halte es allerdings auch für angebracht, dass die Demonstration abgesagt wurde: „Es war richtig, die Demonstration abzusagen, weil ja rechte Trittbrettfahrer uns unterwandert hätten. Mit Nazis oder Rechtsradikalen haben wir nichts am Hut. Aber umso wichtiger ist, dass die Politiker der Volksparteien offener die Probleme mit der Integration ansprechen.“ Der Essener Ratspolitiker Karlheinz Endruschat ergänzte: „Wir brauchen eine andere Flüchtlingspolitik. Da wo in Kommunen und auch bundesweit schon sehr viele Immigranten leben, sollten weniger Flüchtlinge hinziehen.“

Entwicklungshilfe
Flüchtlingskrise: Noch mehr Geld für die Türkei

Berluin (dts) – Die Bundesregierung stockt die Entwicklungshilfe für die Türkei auf. Vor seinem Besuch in Mersin an der türkischen Küste am Dienstag sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) „Bild am Sonntag“: „Wir werden unsere Zusammenarbeit mit der Türkei in diesem Jahr noch einmal von 36 Millionen auf 50 Millionen Euro ausbauen.“ Vor allem im türkischen Grenzgebiet solle damit in Schulen, berufliche Ausbildungen und die Stärkung der kommunalen Infrastruktur investiert werden. Müller: „Die Türkei hat 2,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Wir müssen den Menschen dort Perspektiven geben und dazu leisten wir unseren Beitrag.“ Für viele Flüchtlinge ist die Türkei das wichtigste Transitlandauf auf ihrem Weg nach Europa. Die Europäische Union vereinbarte Ende November mit Ankara einen Aktionsplan zur Bewältigung der Krise. Darin verpflichtete sich die Türkei, Flüchtlinge nicht länger ungehindert in Richtung EU ziehen zu lassen.

Emnid
Umfrage: AfD wird fast nur von Männern gewählt

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Berlin (dts) – Die AfD findet derzeit fast ausschließlich Zuspruch bei Männern. Während nur 2 Prozent der wahlberechtigten Frauen derzeit AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für „Bild am Sonntag“. Umgekehrt ist das Geschlechterverhältnis bei den Regierungsparteien. 40 Prozent der Wählerinnen würden ihr Kreuz bei CDU/CSU machen (Männer 32 Prozent), 30 Prozent bei der SPD (Männer 20 Prozent). Trotz der aktuell guten Umfragen glaubt eine deutliche Mehrheit der Deutschen (68 Prozent), dass die AfD nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Lediglich 20 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Partei ein fester Bestandteil der deutschen Parteienlandschaft wird. Eine Mehrheit der Deutschen findet es falsch, die AfD von TV-Duellen vor den Landtagswahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt auszuschließen. 53 Prozent wollen demnach, dass die AfD bei den TV-Duellen dabei ist. 34 Prozent der Befragten lehnen das ab. Der AfD nützt die aktuelle Diskussion offenbar. Erstmals erreicht die Partei im Sonntagstrend, den Emnid wöchentlich für „Bild am Sonntag“ erhebt, 10 Prozent (Plus 1). CDU/CSU verlieren dagegen 2 Prozentpunkte und kommen auf 36 Prozent. Die Grünen erreichen 9 Prozent (Minus 1). Einen Zähler gewinnen kann die SPD, sie kommt auf 25 Prozent. Die Linke liegt unverändert bei 9 Prozent. die FDP bei 5 Prozent. Die Sonstigen kommen auf 6 Prozent (Plus 1).    

Eklat in Belek
Türkei: Paderborner Stürmer entblößt sich trotz Armlänge Abstand vor Organisatorin

Bielefeld (ots) – Grölend und offenbar alkoholisiert hat sich Nick Proschwitz, Stürmer des Fußball-Zweitligisten (5 Saisontore), in der Nacht zu Sonntag in einer Bar des Mannschaftshotels »Regnum Carya« vor einer Mitarbeiterin der Firma »Match IQ«, die für den SCP das Trainingslager organisiert hat, Sonntagfrüh gegen 0.30 Uhr entblößt. Der 29-Jährige zeigte der Frau aus nächster Distanz seine Männlichkeit. Die Angelegenheit ereignete sich vor Zeugen in der Sportsbar des Fünf-Sterne-Hotels. Am Sonntagmorgen ist der Zweitliga-Kader planmäßig zurück nach Paderborn gereist. Bereits beim Mannschaftsabend des SCP am Mittwoch soll es zu Entgleisungen durch Paderborner Profis gekommen sein. Am Tag danach ist es nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES deshalb zu einem Krisengespräch von Hotelmanagement, Match IQ und SCP gekommen.   Mehr zum Thema:

5x sexuelle Gewalt, die nichts mit Migranten zu tun hat

SWR-TV-Debatte
Kraft (SPD): „Ich gehe nicht in Fernsehsendungen mit Vertretern der AfD“

Berlin (dts) – Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will wie ihre rheinland-pfälzische Amtskollegin Malu Dreyer (SPD) nicht gemeinsam mit Vertretern der AfD im Fernsehen auftreten. „Ich habe für mich auch entschieden: Ich gehe nicht in Fernsehsendungen mit Vertretern der AfD“, sagte Kraft im Interview mit dem „Deutschlandfunk“. „Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden in seiner Situation.“ Die umstrittene Weigerung Dreyers, an einer TV-Runde mit der AfD teilzunehmen, wollte Kraft nicht kommentieren. „Das ist ihre persönliche Entscheidung“, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin. SPD und Grüne hatten sich geweigert, mit der AfD bei der SWR-TV-Debatte zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz aufzutreten. Der SWR entschied sich daraufhin, nur Vertreter der aktuell im Landtag vertretenen Parteien in die Runde aufzunehmen, die CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, hatte in der Folge ihre Teilnahme abgesagt: „Mit unserer Teilnahme würden wir die skandalöse Einflussnahme der SPD und die so erzwungene, falsche Reaktion des SWR nur noch belohnen“, erklärte der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, Patrick Schnieder.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Ministererlaubnis für Edeka belastet Verbraucher

Berlin (dts) – Die Ministererlaubnis für die Übernahme von Kaiser`s Tengelmann durch Edeka wird nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die Verbraucher belasten. Wegen der Vorgabe, die Filialen und die Arbeitsplätze einige Jahre lang zu erhalten, werde Edeka verpflichtet, „ineffiziente Strukturen künstlich zu erhalten“, schreibt der Unternehmensexperte Tomaso Duso vom DIW Berlin in einem Beitrag für den „Tagesspiegel“. Mögliche Effizienzgewinne der Fusion würden daher zu Lasten der Verbraucher gemindert. Hinzu komme, dass die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel angeordnete Auflagen Edeka für eine lange Zeit vor potentiellen Wettbewerbern schützten, die einige der Filialen hätten übernehmen können. Langfristig, glaubt Duso, werden jedoch Filialen und Arbeitsplätze bei Kaiser`s Tengelmann verschwinden. „Edeka wird an den unrentablen Standorten nicht festhalten wollen“, prophezeit der Unternehmensexperte. „Spätestens in fünf Jahren werden diese Arbeitsplätze höchstwahrscheinlich ohnehin verloren gehen.“