Wirtschaft
ASEAN: Wachsender Produktionsstandort für Elektronik, Textil und Automobil

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Von Anh Lu

In der vergangenen Woche richteten sich die Augen der Weltöffentlichkeit auf Kasan: Kann sich BRICS als neuer Gegenpol zu Nordamerika und Europa positionieren? Dabei übersehen viele eine wirklich starke aufstrebende Kraft: ASEAN

In den letzten Jahren hat sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf Südostasien verlagert, wobei viele Analysten den Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) als aufstrebende Kraft auf der Weltbühne anerkennen.

Die ASEAN, die oft als Außenseiter in Geopolitik und Wirtschaft bezeichnet wird, mag untertrieben erscheinen, denn ihr Einfluss wächst rapide. Dieser Zusammenschluss von zehn südostasiatischen Nationen – Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam – hat sich als wichtiger Akteur bei der Gestaltung der regionalen Stabilität, des Wirtschaftswachstums und des diplomatischen Dialogs erwiesen.

Mit einer Gesamtbevölkerung von über 680 Millionen und einem kollektiven BIP von über 3 Billionen US-Dollar ist die ASEAN nicht mehr nur ein regionaler Block.[1] Sie positioniert sich als zentraler Akteur im globalen Kräfteverhältnis.

Robustes Wirtschaftswachstum und Potenzial

Eines der prägenden Merkmale des Aufstiegs der ASEAN zu einem globalen Akteur ist ihr robustes Wirtschaftswachstum. Die Region hat in den letzten zwei Jahrzehnten konstante BIP-Wachstumsraten von rund 5 % pro Jahr verzeichnet und damit viele andere Teile der Welt übertroffen.

Die vielfältigen Volkswirtschaften der ASEAN-Staaten, die vom hochentwickelten Finanzzentrum Singapur bis hin zu den sich schnell industrialisierenden Ländern Vietnam und Indonesien reichen, bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für Investoren und Unternehmen gleichermaßen.

Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in der Region sind sprunghaft angestiegen, wobei die ASEAN allein im Jahr 2022 mehr als 174 Milliarden US-Dollar anzog.[2] Ein Großteil dieses Wachstums ist auf die strategische Lage der ASEAN an wichtigen globalen Handelsrouten sowie auf die relativ niedrigen Arbeitskosten und die Verbesserung der Infrastruktur in der Region zurückzuführen.

Seine Wirtschaftspolitik, insbesondere die Bemühungen um den Abbau von Zöllen und die Straffung des regulatorischen Rahmens, haben das Land zu einem Magneten für Unternehmen gemacht, die eine junge und wachsende Verbraucherbasis erschließen wollen.

Darüber hinaus bietet die junge und wachsende Bevölkerung der ASEAN eine bedeutende Marktchance. Mit einem Durchschnittsalter von nur 29,8 Jahren steht der demografische Vorteil der ASEAN in scharfem Kontrast zu den alternden Bevölkerungen in entwickelten Volkswirtschaften wie Japan und weiten Teilen Europas.[3] Diese junge Bevölkerung kurbelt die Binnennachfrage nach Konsumgütern, Technologie und Dienstleistungen an und positioniert die ASEAN als zunehmend wichtiges Konsumzentrum.

Strategische Rolle in globalen Lieferketten

Der Weg der ASEAN zu einer wirtschaftlichen Macht ist eng mit ihrer Rolle in den globalen Lieferketten verbunden. Da Unternehmen versuchen, ihre Produktionsstätten zu diversifizieren, hat sich die Region zu einem alternativen Zentrum für Fertigung und Montage entwickelt, insbesondere in Branchen wie Elektronik, Textil und Automobil. Der Trend hat sich mit der „China +1“-Strategie beschleunigt, bei der multinationale Unternehmen ihre übermäßige Abhängigkeit von China verringern wollen, indem sie die Produktion auf die Nachbarländer ausweiten.

Vietnam zum Beispiel hat sich zu einem wichtigen Zentrum für die Elektronikfertigung entwickelt und zieht Investitionen von globalen Giganten wie Samsung und Apple an. Indonesien und Malaysia mit ihren großen Inlandsmärkten und ressourcenreichen Volkswirtschaften haben ebenfalls einen Anstieg der Investitionen in das verarbeitende Gewerbe erlebt. Die günstige Demografie, die wettbewerbsfähigen Arbeitskosten und die verbesserte Infrastruktur der ASEAN haben sie zu einem idealen Standort für Unternehmen gemacht, die ihre Widerstandsfähigkeit und Flexibilität in ihren globalen Lieferketten sicherstellen wollen.

Neben der Produktion hat sich die ASEAN durch ihre strategische Lage entlang wichtiger Seerouten, einschließlich der Straße von Malakka, zu einem wichtigen Drehkreuz für den Welthandel entwickelt. Die Konnektivität zwischen Ostasien, Südasien und darüber hinaus stärkt seine Rolle als wichtiger Kanal für Waren und Dienstleistungen. Große Häfen in Singapur, Malaysia und Thailand bauen ihre Kapazitäten weiter aus, um als wichtige Bindeglieder im globalen Logistiknetzwerk zu dienen.

Digitale Transformation und technologischer Fortschritt

Einer der vielversprechendsten Wachstumstreiber der ASEAN ist ihr Engagement für die digitale Transformation. Es wird erwartet, dass die digitale Wirtschaft der Region bis 2025 300 Milliarden US-Dollar überschreiten wird[4], angetrieben durch eine zunehmende Internetdurchdringung, eine wachsende Mittelschicht und eine junge, technikaffine Bevölkerung. E-Commerce, Fintech und digitale Dienstleistungen boomen in der gesamten ASEAN-Region, wobei Plattformen wie Grab, Gojek und Shopee führend bei der Veränderung der Art und Weise sind, wie Menschen einkaufen, bezahlen und pendeln.

Regierungen in der gesamten Region investieren stark in digitale Infrastrukturen wie 5G-Netze und Smart Cities, um dieses Wachstum zu unterstützen. Diese Investitionen zielen darauf ab, sicherzustellen, dass die ASEAN in der globalen digitalen Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt und mehr Investitionen von Technologieunternehmen anziehen kann.

Die digitale Transformation erstreckt sich auch auf Branchen wie Fertigung, Logistik und Finanzen. Die Einführung von Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI), Blockchain und dem Internet der Dinge (IoT) hilft ASEAN-Unternehmen, ihre Abläufe zu rationalisieren und sich effizienter in globale Lieferketten zu integrieren. Dieser anhaltende digitale Wandel wird die ASEAN wahrscheinlich an die Spitze der vierten industriellen Revolution bringen und ihre Rolle als globales Wirtschaftszentrum weiter festigen.

Der Aufstieg der ASEAN als „aufstrebende Kraft“

Für uns als aktive Anleger stellt sich die Frage, wie wir diese Vielfalt und den strukturellen Rückenwind am besten über die Aktienmärkte nutzen können. Während die Bevölkerung groß ist, sind die Aktienmärkte sowohl in Bezug auf die Anzahl der börsennotierten Unternehmen als auch auf ihre Liquidität relativ klein. Dennoch sind die Märkte reich an Möglichkeiten für Stockpicker, da es eine hohe Streuung der Renditen zwischen und innerhalb der Länder gibt. Es lohnt sich, selektiv zu sein.

In der Regel investieren wir bevorzugt in diese Märkte über die Banken, die ein direktes Engagement in den oben beschriebenen wirtschaftlichen und demografischen Trends bieten. Im Gegensatz zu vielen ihrer globalen Konkurrenten sind ASEAN-Banken, vor allem in Indonesien und auf den Philippinen, Unternehmen mit hoher Eigenkapitalrendite und hohem Wachstum.

Wir sehen auch Chancen in einigen der etablierteren, wachstumsschwächeren Sektoren wie Telekommunikation und Immobilien, in denen das günstige Wettbewerbsumfeld in Verbindung mit einer Fokussierung auf den freien Cashflow statt auf die Investitionen zu einem Rückgang der Rentabilität geführt hat. In den reiferen Märkten wie Thailand sehen wir Chancen in Branchen wie Gesundheitswesen und Logistik, die gut positioniert sind, um Trends im Medizintourismus bzw. bei ausländischen Direktinvestitionen zu nutzen.

Insgesamt haben wir eine positive Sicht auf die Region. Die Bewertungen sind im historischen Vergleich attraktiv, und die Zinssenkungen der Fed geben den Zentralbanken in der gesamten Region die Flexibilität, die Zinsen zu senken, um das Wirtschaftswachstum zu stützen, anstatt die Zinsen hoch zu halten, um ihre Währungen zu verteidigen.

Der Aufstieg der ASEAN als „aufstrebende Kraft“ auf der Weltbühne ist keine Spekulation mehr; Es ist eine Realität. Mit ihrer wirtschaftlichen Dynamik, ihrer strategischen Lage und ihrer diplomatischen Agilität hat sich die ASEAN von einem regionalen Block, der auf Frieden und Stabilität ausgerichtet ist, zu einem globalen Akteur mit wachsendem Einfluss entwickelt.

Der Weg, der vor uns liegt, ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Politische Spaltungen, wirtschaftliche Ungleichheit und regionale Sicherheitsbedenken werden die Einheit und Widerstandsfähigkeit der ASEAN auf die Probe stellen. Doch wenn die EU diese Herausforderungen weiterhin so geschickt meistert wie in der Vergangenheit, ist sie bereit, ein zentraler Akteur bei der Gestaltung der Zukunft der globalen Geopolitik und Wirtschaft zu sein.


Anh Lu, Portfoliomanager bei T. Rowe Price        

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Glücksspiel
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Platzieren Sie Ihre erste Wette

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Entdecken Sie das Locowin Live Casino

Das Locowin Casino bietet ein unvergleichliches Spielerlebnis mit einer vielfältigen Auswahl an Live-Spielen. Egal, ob Sie ein erfahrener Spieler oder neu in der Welt der Online-Casinos sind, Locowin bietet für jeden ein spannendes und aufregendes Umfeld.

Blackjack-Erfahrung

Blackjack-Enthusiasten werden bei Locowin mit seinen Live-Blackjack-Tischen ein Zuhause finden. Das Spiel bewahrt seinen traditionellen Reiz und fordert die Spieler heraus, einen Handwert zu erreichen, der näher an 21 liegt als der des Dealers, ohne darüber hinauszugehen. Die Live-Dealer sorgen für eine authentische Note und machen das Gameplay spannender und realistischer.

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Spektakuläre Spielshow

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Fazit

Locowin Live Casino bietet mit seiner vielfältigen Auswahl an Spielen und spannender Live-Action ein umfassendes Spielerlebnis, das sowohl neue als auch erfahrene Spieler zufriedenstellt. Vom klassischen Charme des Blackjack und der strategischen Tiefe des Pokers bis hin zu den spannenden Roulette-Runden und interaktiven Spielshows ist für jeden etwas dabei. Die benutzerfreundliche Oberfläche der Plattform erleichtert die Navigation und Live-Dealer verleihen jeder Sitzung Authentizität. Egal, ob Sie auf der Suche nach Spannung oder Entspannung sind, Locowin bietet eine Live-Umgebung für spannende Unterhaltung und lädt Spieler ein, die vielen verfügbaren Spieloptionen zu erkunden und zu genießen.

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Glücksspiel
Wie wählt man ein Casino aus, das den eigenen Bedürfnissen voll entspricht?

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Die Wahl des richtigen Online-Casinos ist wie die Wahl eines vertrauenswürdigen und treuen Freundes, der Ihnen nicht nur Unterhaltung, sondern auch Sicherheit, Komfort und die Möglichkeit zu gewinnen bietet. In einer Welt, in der es Tausende von virtuellen Websites gibt, die alle unvergleichliche Vorteile versprechen, ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren wirklich wichtig sind. In diesem Artikel werden wir einen genaueren Blick darauf werfen, worauf Sie bei der Auswahl eines Online-Casinos besonders achten sollten, damit Ihr Spielerlebnis nicht nur angenehm, sondern auch so sicher wie möglich ist.

Verstehen Sie Ihre Bedürfnisse

Bestimmen Sie Ihre Prioritäten

Die Wahl eines Online-Casinos sollte mit einer klaren Vorstellung von Ihren Spielvorlieben und Erwartungen beginnen. Die wichtigsten Aspekte, auf die Sie achten sollten, sind:
  • Vielfalt der Spiele: Die Vielfalt des Spielsortiments ist ein entscheidender Faktor. Wenn Sie ein Fan von Spielautomaten sind, suchen Sie nach einem Casino, das Spiele von Top-Entwicklern mit einer Vielzahl von Themen und Mechanismen anbietet. Fans von Tischspielen sollten auf die Verfügbarkeit verschiedener Versionen von Roulette, Blackjack, Baccarat und Poker achten. Genauso wichtig ist das Vorhandensein eines Live-Casinos, das die Möglichkeit bietet, in Echtzeit mit professionellen Dealern zu spielen.
  • Boni und Werbeaktionen: Willkommenspakete, Freispiele, Einzahlungsboni, Treueprogramme – all das sollte transparent und klar sein. Besonderes Augenmerk sollte auf Neue Casino Bonus ohne Einzahlung gelegt werden, die es Ihnen ermöglichen, ohne Anfangsinvestition zu spielen und trotzdem eine Chance auf Gewinne zu haben. Informieren Sie sich über die Einsatzbedingungen und Auszahlungslimits, um zu sehen, wie günstig die Angebote auf lange Sicht sind.
  • Zahlungsmethoden: Bequeme und sichere Methoden für Einzahlungen und Auszahlungen von Gewinnen sind ein Muss. Prüfen Sie, ob das Casino Ihre bevorzugte Zahlungsmethode unterstützt, seien es Kreditkarten, E-Wallets oder Kryptowährungen. Es ist auch wichtig, die Bearbeitungszeiten für Transaktionen und mögliche Gebühren zu klären.
  • Kundenbetreuung: Die Qualität des Kundendienstes kann einen großen Unterschied zu Ihrer Erfahrung in einem Casino machen. Ein 24/7-Support über mehrere Kommunikationskanäle wie Live-Chat, E-Mail und Telefon stellt sicher, dass Sie jederzeit Hilfe erhalten können. Prüfen Sie, wie schnell das Support-Team auf Anfragen antwortet und wie informativ es ist.

Persönliche Vorlieben berücksichtigen

Ihre persönlichen Vorlieben spielen bei der Auswahl des perfekten Online-Casinos eine ebenso große Rolle:
  • Website-Design: Die Benutzeroberfläche sollte nicht nur attraktiv, sondern auch intuitiv sein. Eine gut strukturierte und leicht zu navigierende Website verkürzt die Zeit, die für die Suche nach den richtigen Informationen und Spielen aufgewendet wird.
  • Mobile App: Für diejenigen, die lieber unterwegs spielen, ist eine mobile App oder eine gut angepasste mobile Website ein Muss. Prüfen Sie, ob alle Funktionen der Website auch auf Ihrem mobilen Gerät funktionieren.
  • Benutzerfreundlichkeit der Benutzeroberfläche: Die Navigation durch die Website sollte reibungslos und logisch sein. Es ist wichtig, dass alle Bedienelemente leicht zugänglich sind und wichtige Informationen deutlich sichtbar sind.

Lizenzvergabe und Sicherheit

Überprüfung der Lizenzen

Eine Lizenz ist nicht nur ein Symbol für Legalität, sondern ein grundlegender Indikator für die Zuverlässigkeit und Integrität eines Online-Casinos. Eine Lizenz für ein Casino bedeutet, dass sein Betrieb von autorisierten Stellen wie der Malta Gambling Commission, der UK Gambling Commission oder Curaçao eGaming reguliert und überwacht wird. Dadurch wird sichergestellt, dass das Casino strengen Standards in Bezug auf Fairness, Spielerschutz und verantwortungsvolles Spielen unterliegt. Bevor Sie sich bei einem Casino anmelden, sollten Sie sich über die Existenz und Echtheit der Lizenz vergewissern. Dies kann oft durch einen Blick auf die Informationen in der Fußzeile der Casino-Website oder im Abschnitt „Über uns“ geschehen.

Sicherheitstechnologien

Bei der Sicherheit in einem Online-Casino geht es nicht nur um den Schutz persönlicher Daten, sondern auch um finanzielle Transaktionen. Es ist wichtig, dass das Casino fortschrittliche Verschlüsselungstechnologien wie SSL (Secure Socket Layer) oder TLS (Transport Layer Security) verwendet, die die zwischen Ihrem Gerät und den Casinoservern übertragenen Daten schützen. Dies verhindert, dass Dritte sensible Informationen abfangen und entschlüsseln können. Es lohnt sich auch, auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu achten, wie z. B. eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Datenschutzerklärung, die klar erklärt, wie Ihre Daten verwendet und geschützt werden.

Reputationsforschung

Nutzerbewertungen

Nutzerbewertungen sind ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit und Servicequalität eines Online-Casinos. Es ist wichtig, nicht nur die Bewertungen auf der offiziellen Website des Casinos zu lesen, sondern auch nach Meinungen auf unabhängigen Plattformen und Foren wie AskGamblers und Casino.org zu suchen. In diesen Bewertungen teilen die Spieler oft ihre Geschichten aus dem wirklichen Leben über Gewinne und Verluste, die Qualität des Kundensupports und Auszahlungsprobleme. Diese Informationen helfen zu verstehen, wie sehr sich das Casino um seine Kunden kümmert und wie bereit es ist, Probleme zu lösen.

Geschichte auf dem Markt

Wie lange ein Casino schon auf dem Markt ist, ist oft ein Hinweis auf seine Stabilität und Zuverlässigkeit. Ein Casino, das bereits seit langem erfolgreich tätig ist, hat in der Regel einen guten Ruf und verfügt über große Erfahrung bei der Erfüllung der Bedürfnisse der Spieler. Dies garantiert oft ein höheres Serviceniveau und größere Zuverlässigkeit im Vergleich zu neuen Plattformen, die möglicherweise noch mit Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen haben. Es lohnt sich jedoch auch, die Bemühungen neuer Casinos um Innovation und attraktive Boni zu berücksichtigen, was auf ihr Potenzial und ihr Engagement für Qualität hinweisen kann.

Boni und Werbeaktionen

Lesen Sie die Bedingungen und Konditionen

Wenn Sie sich für ein Online-Casino entscheiden, sollten Sie unbedingt auf die Bedingungen für Boni und Werbeaktionen achten. Diese können sich von Casino zu Casino und von Angebot zu Angebot erheblich unterscheiden. Im Folgenden finden Sie eine Liste der wichtigsten Elemente, auf die Sie achten sollten, wenn Sie sich über die Bonusbedingungen informieren:
  • Wettanforderungen: Dies ist die Anzahl der Wetten, die Sie mit dem Bonusbetrag abschließen müssen, bevor Sie ihn abheben können. Zum Beispiel, wenn die Wette ist x35 und Sie erhalten einen Bonus von $ 100, müssen Sie insgesamt $ 3500 wetten, bevor die Mittel für die Auszahlung zur Verfügung stehen.
  • Verfallsdatum des Bonus: Boni haben in der Regel ein begrenztes Verfallsdatum. Vergewissern Sie sich, dass Sie wissen, wie viel Zeit Sie haben, um den Bonus zu setzen, bevor er abläuft.
  • Spielbeschränkungen: Einige Boni können nur für bestimmte Spiele verwendet werden. Es kann auch Spiele geben, deren Einsätze weniger zur Erfüllung der Umsatzbedingungen beitragen.
  • Maximaler Wetteinsatz: In den Bonusbedingungen ist oft der maximale Wetteinsatz angegeben, den Sie mit dem Bonusgeld tätigen können. Wenn Sie diesen Einsatz überschreiten, kann der Bonus storniert werden.
  • Mindesteinzahlung: Viele Willkommensboni und Werbeaktionen erfordern eine Mindesteinzahlung, um aktiviert zu werden. Vergewissern Sie sich, dass Sie diesen Betrag kennen, um sich für den Bonus zu qualifizieren.

Regelmäßige Promotionen

Regelmäßige Werbeaktionen und Turniere in Online-Casinos können Ihr Spielerlebnis erheblich verbessern und Ihre Gewinnchancen erhöhen. Hier ist, was Sie beachten sollten:
  • Häufigkeit von Werbeaktionen: Einige Casinos bieten tägliche, wöchentliche oder monatliche Werbeaktionen an. Regelmäßige Promotionen können Freispiele, Einzahlungsboni, Cashback und andere attraktive Angebote umfassen.
  • Turniere: Viele Casinos veranstalten Spielautomaten- oder Tischspielturniere, bei denen Spieler gegeneinander um Preise antreten können. Diese Turniere können hohe Geldpreise oder Boni bieten und haben oft spezielle Regeln für die Teilnahme und das Weiterkommen.
  • Besondere Ereignisse: Zu besonderen Anlässen wie Casino-Jubiläen oder Feiertagen kann es spezielle Marketing-Aktionen geben, die einzigartige Boni oder erhöhte Gewinnchancen bieten.

Qualität des Supports

Verfügbarkeit des Kundendienstes

Die Qualität und Verfügbarkeit des Kundendienstes ist ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines Online-Casinos. Ein effizientes Support-Team kann Ihre Zufriedenheit mit Ihrem Spielerlebnis und Ihr Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Casinos erheblich steigern. Im Folgenden finden Sie einige Schlüsselfaktoren, auf die Sie bei der Bewertung des Kundendienstes achten sollten:
  • Reaktionszeit: Einer der wichtigsten Indikatoren für die Leistung des Supports ist die Geschwindigkeit, mit der der Dienst auf Anfragen reagiert. Ein gutes Support-Team sollte E-Mails innerhalb weniger Stunden beantworten und über den Live-Chat sofortige Antworten geben.
  • Qualität der Antworten: Genauso wichtig ist, wie hilfreich und informativ die Antworten sind. Das Support-Team sollte nicht nur schnell reagieren, sondern auch spezifische, genaue und hilfreiche Antworten auf Ihre Fragen geben.
  • Verfügbarkeit von Kommunikationskanälen: Prüfen Sie, ob verschiedene Kommunikationskanäle wie Telefon, E-Mail, Live-Chat und vielleicht sogar Support über soziale Medien verfügbar sind. Mehrere Kommunikationskanäle verbessern die Benutzerfreundlichkeit der Casinodienste und stellen sicher, dass Sie Unterstützung erhalten, wann immer Sie sie benötigen.
  • Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit: Das ideale Support-Team sollte rund um die Uhr verfügbar sein, insbesondere in Casinos mit internationaler Kundschaft, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Hilfe zu leisten.

Sprachliche Optionen

Sprachbarrieren können ein großes Problem bei der Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Betreuer darstellen. Um sicherzustellen, dass die Kommunikation so bequem und effektiv wie möglich ist, ist es wichtig, dass der Support in der von Ihnen bevorzugten Sprache verfügbar ist:
  • Mehrsprachige Unterstützung: Ein gutes Online-Casino bietet Unterstützung in mehreren Sprachen an, was darauf hindeutet, dass es auf ein internationales Publikum ausgerichtet ist. Prüfen Sie, ob Sprachoptionen verfügbar sind, die Ihren Vorlieben entsprechen.
  • Qualität der Übersetzung: Achten Sie darauf, dass die Sprachoptionen nicht auf eine automatische Übersetzung beschränkt sind, die ungenau sein kann. Qualitativ hochwertiger mehrsprachiger Support sollte aus Muttersprachlern bestehen, die genau und effektiv kommunizieren können, um Missverständnisse und Fehler zu vermeiden.
  • Kulturelle Anpassung: Neben der sprachlichen Unterstützung ist es wichtig, dass das Support-Team kulturell sensibilisiert ist und nuanciert kommuniziert, um die Interaktionen persönlicher zu gestalten und auf Ihre spezifischen Bedürfnisse einzugehen.

Warum ist die Wahl eines Casinos mit geringer Einzahlung Ihr Schritt zum intelligenten Spielen?

Das Spielen in Casinos mit geringer Einzahlung zieht viele Spieler aus der ganzen Welt an. Warum sind Casinos mit niedriger Einzahlung die beste Art zu spielen? Der Hauptgrund ist:

Minimierung der Risiken

Das Spielen in einem Casino mit geringer Mindesteinzahlung ist für viele Spieler attraktiv, insbesondere für Anfänger, die noch nicht bereit sind, große Geldbeträge zu investieren. Dieses Modell ermöglicht es den Nutzern,:
  • Verringerung des finanziellen Risikos: Kleine Einzahlungen verringern die potenziellen Verluste, was besonders für neue, im Glücksspiel unerfahrene Spieler wichtig ist.
  • Erkunden Sie die Plattform ohne große Investitionen: Neue Nutzer können sich mit der Funktionalität der Website vertraut machen, die Qualität der Spiele und die allgemeine Zuverlässigkeit des Casinos prüfen, ohne große Geldbeträge zu riskieren.
  • Verwaltung der Bankroll: Die Spieler können ihre Finanzen besser verwalten, indem sie die Risiken streuen und sich nicht durch die Möglichkeit großer Verluste unter Druck setzen lassen.

Zugänglichkeit für alle

Ein Casino mit einer niedrigen Mindesteinlage öffnet seine Türen für eine Vielzahl von Spielern, darunter:
  • Studenten und junge Leute: Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln können an Spielen teilnehmen, ohne sich Gedanken über die Einzahlung großer Geldbeträge machen zu müssen.
  • Anfänger, die das Online-Glücksspiel gerade erst ausprobieren: Mit kleinen Einsätzen zu beginnen, ist ideal für diejenigen, die das Spielen erlernen möchten, ohne eine ernsthafte finanzielle Verpflichtung einzugehen.
  • Erfahrene Spieler mit begrenztem Budget: Spieler, die ihr Spielbudget im Griff haben, finden diese Option attraktiv, um ein regelmäßiges Spiel aufrechtzuerhalten.
 

Fahrzeugbau
TEMSA: 6.000 türkische Busse auf französischen Straßen

Adana – Der türkische Bushersteller ist in Deutschland kaum bekannt, jedoch sind die Fahrzeuge von TEMSA bereits auf zahlreichen europäischen Straßen unterwegs – auch in Deutschland. TEMSA setzt sein starkes Wachstum in Europa fort und hat mit der jüngsten Buslieferung nach Frankreich die Zahl seiner Fahrzeuge in diesem Land auf sechstausend erhöht. Ingesamt hat das türkische Unternehmen Busse in 70 Länder exportiert. Mit der Lieferung von Fahrzeugen des Modells LD SB Plus 13 an Tchizz Voyages – Cars Ferry, ein in den französischen Vogesen tätiges Unternehmen, erzielte TEMSA kürzlich einen historischen Erfolg auf ausländischen Märkten. Somit wurde Frankreich das Land mit der höchsten Anzahl an Fahrzeugen von TEMSA im Ausland. Evren Güzel, CEO von TEMSA, betonte, dass die globale Präsenz von TEMSA von Jahr zu Jahr zunimmt:
Wir haben unser Exportvolumen seit 2020 nachhaltig gesteigert. Im Jahr 2023 haben wir in den Exportmärkten von TEMSA Rekordwachstumsraten erzielt. Wir freuen uns, diese starke Leistung auch im Jahr 2024 fortzusetzen. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres stiegen unsere Exporte um 32 Prozent an der Stückzahl und 68 Prozent  in Dollar gemessen am Umsatz im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
TEMSA-CEO Evren Güzel (Foto: TEMSA)
TEMSA TEMSA wurde 1968 in der Türkei gegründet und produziert in seiner 510.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte in Adana seit 1987 jährlich über 10.000 Busse, Midibusse und leichte Lkw. Außerhalb der Türkei ist TEMSA mit führenden Marktanteilen in großen Volkswirtschaften wie den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien sowie weltweit in 70 Ländern tätig. Mit seiner breiten Produktpalette erfüllt TEMSA die einzigartigen Bedürfnisse der verschiedenen Regionen.

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Der in der Türkei entwickelte fahrerlose E-Bus, der Atak Electric, soll künftig zwischen dem niederländischen Flughafen Rotterdam und der Innenstadt pendeln.

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Gaza-Krieg
Gaza: Zahl getöteter Journalisten steigt auf 180

Gaza – Drei weitere Journalisten wurden am Sonntag bei israelischen Angriffen im Gazastreifen getötet, womit sich die Gesamtzahl der getöteten Journalisten seit letztem Jahr auf 180 erhöht hat, teilte die Zivilschutzbehörde des Gazastreifens mit. Nach Angaben der Behörde handelt es sich bei den getöteten Reportern um Saed Radwan vom lokalen Fernsehsender Al-Aqsa TV, Hamza Abu Salmiya von der Nachrichtenagentur Sanad und Haneen Baroud, die für die Al-Quds-Stiftung arbeitet, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. In einer Erklärung vom Sonntag bestätigte das Büro, dass die Zahl der seit Beginn der israelischen Besatzungsangriffe auf den Gazastreifen getöteten Journalisten 180 erreicht hat. „Das israelische Militär hat seine Offensive auf den Gazastreifen den 387. Tag in Folge fortgesetzt und dabei verschiedene Lebensbereiche angegriffen und unvorstellbare Grausamkeiten begangen“, heißt es in der Erklärung weiter. Israel habe am Sonntag ein von den Vereinten Nationen betriebenes Schulgebäude, in dem vertriebene Palästinenser untergebracht sind, angegriffen und mindestens neun Menschen getötet. Bei dem Angriff auf die Asma-Schule im Al-Shati-Flüchtlingslager in Gaza-Stadt seien neun Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden, während Rettungskräfte unter den Trümmern nach weiteren Opfern suchten.

Gastkommentar
Yücel: Gülen-Ideologie wird mithilfe des Westens weiterleben

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Fethullah Gülen, der Führer der einst mächtigsten islamischen Bewegung in der Türkei, ist tot. Aber seine Ideologie, die Machtbesessenheit, dass Verdrängen von Schuld und Sühne, die Leugnung der Verbrechen, sie lebt weiter, und das mithilfe des Westens.

83 Jahre alt wurde der Führer der einst mächtigsten islamischen Bewegung in der Türkei. Seine Jünger bestatteten Fethullah Gülen in Salisbury-Pennsylvania jedoch als 86-jährigen. So steht es jedenfalls auf seiner Grabinschrift auf dem Anwesen der Gülen-Sekte in Salisbury: „1938 – 2024“

Das ist gewollt, steht es doch sinnbildlich für den „auserwählten Mehdi“, der im Jahr des Todes von Atatürk auf die Welt kam, um die Geschicke des Landes zu übernehmen, in seinem Sinne umzugestalten.

Tatsächlich baute Fethullah Gülen nach 1960 mit seiner Missionierung bis in die 1990er-Jahre hinein seine religiös-politische Autorität bis in die Staatsbürokratie aus, wurde von der Landeselite als Musterdemokrat ausgewiesen, stand bei Staatsbanketts an vorderster Reihe, während andere islamisch-politische Bewegungen mit Repressionen belegt wurden.

Erbittertster Gegner von Gülen und einer der Figuren der islamisch-politischen Bewegungen war seinerseits Necmettin Erbakan, aus dessen Reihen auch Recep Tayyip Erdoğan stammt. Am 28. Februar 1997 diktierte der Nationalen Sicherheitsrat ein Memorandum, das Erbakan zwang, sang und klanglos abzudanken, während Fethullah Gülen mit der berühmten Rahşan-Begnadigung vorerst unbehelligt davon kam.

Zwei Jahre später geriet Fethullah Gülen jedoch erneut in den Blickpunkt eines Skandals. Noch kurz vor der Ausstrahlung einer heimlich aufgenommenen Rede von Gülen im TV-Fernsehkanal ATV, in dem er seine Anhänger aufforderte, geduldig zu arbeiten, um die Kontrolle im Staat zu erlangen, verließ Gülen das Land und blieb bis zum Tode in Salisbury.

Bereits zu dieser Zeit gab es erste starke Hinweise einer Unterwanderung des Staates. Im Nationalen Sicherheitsrat warnte der türkische militärische Nachrichtendienst wie auch der türkische Nachrichtendienst vor der Unterwanderung staatlicher Strukturen. Die Politik winkte jedoch ab und beschwichtigte.

Als Erdoğan nach etlichen politischen Wiederanläufen von Erbakan und dessen Scheitern seine eigene Partei gründen wollte, suchte er im Jahre 2000 die Nähe zu Gülen und der mächtigen Bewegung. Was Erdoğan von Gülen hielt, erfuhr man bereits im Jahre 2016 in einer Rede u. a. von einem ZDF-Journalisten während eines TV-Interviews. Gülen über das Gespräch von Erdoğan mit einem seiner Komplizen im Aufzug nach der Unterredung mit ihm: „Mit dem müssen wir uns zuerst befassen.“

Während sich Erdoğan noch mit Fethullah Gülen Zeit ließ, überschatteten nach 2006 mehrere Morde an Journalisten, Politikern, Zivilisten und Autoren den türkischen Demokratisierungsprozess unter Ministerpräsident Erdoğan.

Mit der Verhaftung mehrerer pensionierter Generäle als vermeintliche Putschisten in der Türkei Anfang Juli 2008, begannen die ersten Mammutprozesse gegen Militärs, aber auch Politiker, Staatsanwälte, Richter, Akademiker und Journalisten, die als „Kemalisten“ verschrien wurden. Schnell war allen politischen kritischen Akteuren klar, dass die Gülen-Sekte dahintersteckt.

Bereits 2010 bezeichnete Politikwissenschaftler Soner Çağaptay in einem Beitrag für Foreign Policy die Gülen-Sekte als „ultrakonservativ“, berichtete über die aktuelle Entwicklung in der Türkei, in der die Macht der Militärs zurückgedrängt werde und vordergründig nur den Anschein einer Demokratisierung erwecke.

In Wirklichkeit habe sich das Machtgefälle derart vertauscht, dass nun die Gülen-Sekte an die Stelle der Militärs getreten sei und einen neuen „tiefen Staat“ bilde. Die Bewegung kontrolliere Polizei samt Justizapparat und gewinne immer mehr Einfluss in der Politik.

Trotz aller Unkenrufe und eindringlichen Warnungen, die Gülen-Sekte ging noch viel weiter und benutzte vor allem die von ihr kontrollierten Medien, die Polizei und Justiz, um Erdoğan unter Kontrolle oder unter Druck zu bringen.

Kurz nach dem gescheiterten Putschversuch erklärte der ehemalige Generalstabschef İlker Başbuğ während einer Forumsitzung des Rotary Clubs der Sekte den Kampf. Başbuğ zufolge habe Erdoğan den Kampf gegen die Gülen-Sekte ab 2012 allein aufgenommen; er sei ganz allein gewesen; er sei in manchen problematischen Fragen von der Politik und sogar von der eigenen Partei im Stich gelassen worden.

Tatsächlich brauchte es noch mehrere Jahre, bis dem Staat das Werkzeug in die Hand gegeben wurde, dem Staat im Staat das Handwerk zu legen. Der eigentliche Niedergang der Gülen-Sekte begann dann zwischen 2014-2015 mit Aktivitäten des Generalstabs, dem Hohen Rat der Richter und Staatsanwälte (HSYK), Geschädigten im Militär wie auch der Politik bzw. Personen des öffentlichen Lebens sowie zivilen Kreisen, die sich auf die Fahne geschrieben hatten, der jetzt als FETÖ/PYD bezeichneten Gülen-Sekte das Handwerk zu legen.

Die Regierung setzte sich innerhalb der HSYK durch, die Belegung der Posten entgegen den starken Gegenmeinungen neu zu besetzen. In den Streitkräften wurden die Sondereinsatzkräfte sowie der militärische Nachrichtendienst gestärkt. Das zwang das terroristische Spionagenetzwerk, unter dem vorherrschenden Druck sich aus der Deckung zu begeben, medial in Erscheinung zu treten, Fehler zu begehen.

Als es um die letzte und umfassendste Neustrukturierung des Militärs in den höheren Offiziersrängen ging, beging die Gülen-Sekte dann den entscheidenden Fehler und unternahm Hals über Kopf am Abend des 15. Juli 2016 einen Putschversuch. Damit war das Ende des Gülen-Sekte in der Türkei und in weiten Teilen der Welt vorprogrammiert.

Noch vor dem Scheitern des Putschversuchs und vor allem danach, suchten führende Köpfe der Gülen-Sekte das Heil im Westen. Sie wurden aufgenommen, teils von Sicherheitskreisen der Aufnahmeländer, auf Rattenlinien über mehrere Fluchtrouten über zig Länder in Schutz gebracht.

Mit Hilfe dieser Rattenlinien gelang es den wichtigsten Köpfen der Gülen-Sekte, sich der drohenden Strafe zu entziehen, im Westen eine neue Existenz aufzubauen, die bis heute von Mitgliedern der Sekte mitfinanziert werden. Unter den Flüchtigen befanden sich u. a. Adil Öksüz, der Blackbox der Gülen-Sekte zum gescheiterten Putschversuch schlechthin, der während der Flucht auch zeitweise in Berlin untertauchte und nach Aufdeckung seines Wohnorts in Berlin, vom LKA-Berlin rechtzeitig in Sicherheit gebracht wurde.

Im Juni 2018 hatten regierungsnahe Medien in der Türkei die Berliner Wohnanschrift eines mutmaßlichen Putschisten veröffentlicht und somit Erdogan-Anhänger indirekt zu Aktionen gegen den Mann aufgerufen. Der betroffene Adil Öksüz ist für Ankara Hauptverdächtiger des Putschversuchs in der Türkei vor zwei Jahren. Die Türkei hat ihn als Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben, die Bundesregierung lehnt eine Auslieferung in die Türkei ab. Das Landeskriminalamt Berlin hat Schutzmaßnahmen für Öksüz ergriffen.
[Tagesspiegel, 10.10.2018]

Bei der Bestattung von Fethullah Gülen konnte man Öksüz jedoch am Fuße des Grabes von Fethullah Gülen zweifelsfrei feststellen, wie auch viele Sekten-Mitglieder während der Trauerfeier in Salisbury vergeblich versuchten, ihre Identität unter Verwendung von Schutzmasken, Hüten und Sonnenbrillen zu verschleiern.


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Gastkommentar
Türkei: Kurdenkonflikt oder doch Interessenskonflikt?

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bpb, hat aktuell wieder den sogenannten „Kurdenkonflikt“ bzw. die „kurdische Frage“ für sich entdeckt… just zu einer Zeit, in der der Bündnispartner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, Devlet Bahçeli, eine mögliche kurzzeitige Freilassung des inhaftierten Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, zur Debatte stellt.

In einer Rede vor der Fraktion der MHP warf Devlet Bahçeli sprichwörtlich eine Granate in den Raum. Bahçeli erklärte, Abdullah Öcalan solle als Führer der PKK, die Terrororganisation in einer Rede vor der völkisch-kurdischen DEM-Fraktion im türkischen Parlament zu Gewalt- und Waffenverzicht auffordern und sich damit entscheiden, ob sie mit der Türkei oder mit anderen Mächten in die Zukunft blicken wollen. Die Reaktionen darauf waren in den ersten Stunden entsprechend kontrovers. Öcalan verbüßt auf der Gefängnisinsel İmralı eine lebenslange Haftstrafe. Eine Freilassung käme aufgrund der Gesetzeslage so nicht infrage. Jedoch wäre ein kurzer Landgang möglich, wenn per Gesetz die Isolationshaft aufgehoben wird. Dazu benötigt die Koalitionsregierung jedoch eine Mehrheit und die ist nur mithilfe der CHP und der DEM möglich. In den ersten Stunden nach dieser Hiobsbotschaft von Bahçeli, ging selbstverständlich ein unüberhörbares Raunen durch die Türkei, gar sprichwörtlich ein Erdbeben. Die MHP geriet unmittelbar danach unter besonderen Druck. Bahçeli, der im Februar 2015 noch ein kategorisches „Nein“ zum Friedensprozess mit der PKK bewarb und deshalb einer der vehementesten Gegner Erdoğans wurde, erklärt also fast ein Jahrzehnt später, dass der von der DEM als Führer der „Kurden“ und als Messias für Frieden gepriesene Öcalan, die PKK zum uneingeschränkten Gewalt- und Waffenverzicht auffordert; und zwar im türkischen Großen Nationalparlament. Wieso stellt sich ein Dinosaurier der türkischen Politik vor Fraktionsmitglieder und plädiert öffentlich, dass alle Mitglieder des Parlaments sich zusammenraffen und sich für diesen Weg entscheiden müssen, sprich ein Gesetz mittragen, der einen Freigang Öcalans ermöglicht, um im Parlament die PKK zur Aufgabe zu zwingen? Bahçeli, so meine Meinung, hat nicht nur eine Granate geworfen, sondern fordert die oppositionelle CHP und die völkisch-kurdische DEM auf, die Granate auch zu entsichern, wenn sie den Schneid dazu haben. Bahçeli weiß sehr wohl, dass die DEM wie die CHP damit in ein Interessenskonflikt geraten und das nicht ohne weiteres tun können, ohne sich kategorisch für das eine oder andere zu entscheiden: stehen sie für die „Türkei oder für andere Mächte“, betonte doch Bahçeli während seiner Rede. Der CHP-Parteivorsitzende Özgür Özel, der zuvor noch den inhaftierten ehemaligen Parteivorsitzenden der DEM, Selahattin Demirtaş, in Silivri besuchte, war just während der Rede Bahçelis drauf und dran zu einer Stippvisite durch die südöstlichen Regionen der Türkei unter dem Motto „es gibt eine Kurdenfrage“ aufzubrechen. Die CHP sucht nicht erst seit den letzten Wahlen, die Stimmen der kurdischstämmigen Wähler für sich zu gewinnen, um eine Regierung zu bilden. Die bescheidenen Ergebnisse führten jedoch dazu, dass die CHP immer mehr dazu überging, ihre Mandate an die ehemalige HDP zu verscherbeln, in der Hoffnung, in einer Koalition die Regierung zu bilden. Doch das Scheitern, zuletzt bei den Wahlen von Anfang 2024, hat die CHP offensichtlich nicht davon abgebracht, diesen Plan weiter zu verfolgen. Bahçeli stahl Özel jedoch mit seiner Aufforderung nicht nur die Politshow im Südosten, sondern spornte sogar an, noch weiterzugehen, als man bisher über die Lippen brachte und ständig darum eierte. Özel brach seine Reise durch den Südosten nach nur einem Tag ab – nach dem Terroranschlag der PKK in Kahramankazan. Und die DEM fordert ja seither (auch ihre Vorgängerparteien), dass ihr „Führer“ Öcalan aus der Haft entlassen wird, um dem „Frieden“ entsprechend ihrer weiteren Forderungen den sogenannten einen und einzigen Weg zu ebnen. Mit der Rede von Bahçeli steht nun auch die DEM in Zugzwang, sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Wird die DEM zum Beispiel in der Lage sein, sich an die PKK zu wenden und zu sagen: „Lass die Waffen fallen, wir werden jetzt eine vereinte Nation“, weil Öcalan es im Parlament herausposaunt hat? Die Mutter aller Fragen lautet jedoch: wird die PKK überhaupt auf Abdullah Öcalan hören, der bei Überführung von Kenia in die Türkei im Charterjet noch sang, er werde dem türkischen Staat dienlich sein. Offensichtlich nicht, wie es jüngst aus Verlautbarungen der PKK-Führung zu hören war. Ist Öcalan etwa für die PKK wie auch die DEM längst verstorben, wird nur noch sein Erbe vor sich hergetragen? Die Antwort auf die Einlassung von Bahçeli ist banal wie genial zugleich: Wenn die Parteien der Aufforderung von Bahçeli mit „Nein“ kommen, wird es nicht funktionieren, weil sie ja den absoluten Frieden und die Einheit konterkarieren und damit die Wählerschicht mit kurdischen, laizistischen oder säkularen Hintergrund vor den Kopf stoßen – in der Frage, ob sie Öcalan folgen oder ausländischen Mächten! Wenn sie mit „Ja“ kommen, stünde das im Widerspruch zum Gründungsepos der DEM-Partei oder dem Parteibuch der CHP, auf der die Parteiführungen ja bislang einen Eiertanz hinlegt haben! Und weil Bahçeli diesen genialen Schachzug, zudem eine kurzfristig durchdachte Lösung anbot, der für niemanden Platz für kontroverse Debatten zulässt, steht jetzt nur noch im Raum, wer nun die Masken zuerst fallen lässt, die man Live verfolgen kann. Wer steht also für was ein, dass steht zur Debatte, und nicht, wer vertritt wessen Interessen? Interessant ist, dass die Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bdp, über Günter Seufert just zu diesem Augenblick ebenfalls eine Antwort erarbeitet hat. In der „Kurdenfrage“, so lautet der Vorspann der Ausarbeitung, bleibe die „kurdische Frage virulent, solange, wie die „Türkei, Irak, Iran und Syrien die kollektive und individuelle Gleichberechtigung der auf ihrem Staatsgebiet siedelnden Kurden ablehnen, werden die Kurden für die Schaffung eines eigenen Staates kämpfen. Was die „kollektive und individuelle Gleichberechtigung“ bedeutet, wird zuletzt in drei Punkten erklärt, wobei der letzte Punkt anscheinend nicht favorisiert wird, obwohl es die Staatsräson der Türkei ist:
  • Gründung eines oder mehrerer kurdischer Staaten…
  • Gewährung regionaler Autonomie…
  • Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratisierung…
Trotz der Fortschritte und vor allem wegen dieser Fortschritte seit den 2000er, nicht zuletzt zwischen Ende 2012 bis Mitte 2015, hat die PKK nie die gänzlich die Waffen niedergestreckt, hat die Vorgängerpartei der DEM, die HDP unter der Führung von Selahattin Demirtaş, einen bewaffneten Aufstand für eine kurdische Autonomie ausgerufen, die rasch und blutig endete. Das heißt in diesem Kontext für die gegenwärtige DEM wie der CHP, wofür sie sich entscheiden, wofür sie wirklich einstehen: einer vereinten Nation oder vereint unter einer fremden Knute!
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– Wahlen in Nordirak – Kurden-Präsident Barzani: „Sehr gute Beziehungen zur Türkei“

Der Präsident der irakisch-kurdischen Regionalregierung (KRG) erklärte am Sonntag, man habe „sehr gute“ Beziehungen zur Türkei.

Kurden-Präsident Barzani: „Sehr gute Beziehungen zur Türkei“

Gastbeitrag
BRICS-Treffen: Deutschland lebt in einer Blase der Einbildung

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Deutschland bewertet geradezu mit Schadenfreude, wie die Türkei beim BRICS-Gipfel ausgerechnet an Indien „krachend gescheitert“ sei, während US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit Drohgebärden gegenüber der BRICS wie auch ihren Anwärtern mit Strafzöllen droht und damit Wähler mobilisiert. Es ist ja schon beinahe amüsant zu beobachten, wie BILD, N-TV oder die Funke Mediengruppe die Lage im russischen Kasan in Zusammenhang mit der Einladung der Türkei zum BRICS-Gipfeltreffen bewerten. Von einem krachendem Scheitern bis hin zum Ausschluss der Türkei ist die Rede. Niemandem fiel dabei auf, dass die Staatschef Narendra Modi und Recep Tayyip Erdoğan auf dem „Familienfoto“ nebeneinander stehen. Im Ernst, Deutschland lebt in einer Blase der Einbildung, der Selbstüberschätzung und Selbstsicherheit. Selbstgefällig glaubt man, die Türkei müsse bei der BRICS einen Antrag stellen und scheitere damit zu Beginn an Indien. Richtig ist vielmehr, dass die BRICS keinen formellen Antrag kennt und erst recht keine Aufnahmekriterien hat wie z.B. die Europäische Union. Von daher ist schon ein großer Teil der Berichte der Klatsch- und Tratschpresse geradezu eine Farce. Es sei Ihnen gegönnt, zumal man damit offenlegt, dass man keine eigene Strategie hat, um der drohenden geopolitischen als auch wirtschaftlichen Dominanz etwas entgegenzusetzen, als die Schadenfrohe selbst. Indes, Donald Trump, favorisierter Kandidat der US-Präsidentschaftswahl, macht Nägel mit Köpfen. Der Vertreter der US-Oligarchie, will den US-Dollar verteidigen, wenn es sein muss auch gegen die gesamte Welt. Hauptgegner sind die BRICS-Staaten, die der US-Dollar-orientierten Nachkriegsordnung etwas entgegensetzen wollen. 159 von 195 Ländern, also mehr als drei Viertel der Welt, sind oder wollen in die BRICS und passen sich allmählich in mehreren Gipfel- und Staatstreffen dem BRICS-System an. Der BRICS-Kern hatte vor einiger Zeit die Schaffung einer Blockchain-basierten Zahlungsplattform angekündigt, der als Pendant zum SWIFT-Zahlungssystem dienen soll. Diese neue Zahlungsplattform soll die globale wirtschaftliche Stellung des Wirtschaftsbündnisses neu definieren und darüber hinaus mit einigen der größten Zahlungssysteme der Welt konkurrieren. Dazu gehört auch das westlich dominierte TARGET2-System. Was die BRICS geritten hat, ein alternatives Zahlungssystem aus dem Hut zu zaubern? Das liegt an den Drohgebärden der USA, die den US-Dollar als Waffe einsetzt. Es hat Länder mit Sanktionen belegt und ihnen u. a. die Nutzung des SWIFT-Zahlungssystems untersagt. Die BRICS-Staaten wollen ihre eigene Währungsunion und ihr eigenes System schaffen und werden damit in der Lage sein, dass Rohstoffgeschäfte in ihrer eigenen Währung abgewickelt werden. Die BRICS-Staaten sind, so eine Studie der US-amerikanischen Tufts Universität, durch gemeinsame Entwicklungsinteressen und das Streben nach einer multipolaren Weltordnung verbunden, in der keine einzelne Macht dominiert. Doch die Konsolidierung der BRICS-Staaten hat die Gruppe zu einer schlagkräftigen Verhandlungsmacht gemacht, die nun Washingtons geopolitische und wirtschaftliche Ziele in Frage stellt. Das ist auch dem Weißen Haus in Washington nicht entgangen. Donald Trump drohte schon in seiner ersten Amtsperiode und droht nun während seiner gegenwärtigen Wahlkampftour erneut, er würde einen hundertprozentigen Einfuhrzoll auf Länder erheben, die in die USA exportieren und sich mit den BRICS-Staaten zusammenschließen wollen. Das wären summa summarum 159 von 195 Ländern, die bereits Mitglied sind, Partnerstatus haben, ihren Beitrittswunsch bekundet haben oder offen Interesse zeigen. Was würde eigentlich passieren, wenn die BRICS zu einer Größe anwächst, die den US-Dollar als Weltwährung unter Druck setzt? Was wäre als nächstes vorstellbar? Diese Staaten drohen im Umkehrschluss den USA oder ihren Verbündeten! Das wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für die USA, aber auch für die Verbündeten, die sich mit Gedeih und Verderb dem Atlantikpakt verschrieben haben. Insofern macht die Türkei alles richtig! Weder setzt sie voll auf die Europäische Union, bei der sie nach wie vor als „Bittsteller“ ansteht, noch auf die BRICS. Sie setzt noch auf ganz andere Wirtschaftsunionen, wie im südasiatischen Raum oder dem asiatisch-pazifischen Raum. Dafür nimmt man auch lächelnd in Kauf, die Deutschen auf dem hohen Ross amüsiert zu haben.
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Die alte Ordnung, die sich nach Ost- und Westblock richtete, ist spätestens nach dem Zusammenbruch der UdSSR, der Russland folgte, längst Vergangenheit.

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FRA-Studie
Antimuslimischer Rassismus in Österreich am höchsten

Wien – Jeder zweite Muslim in der EU ist in seinem Alltag mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert – ein starker Anstieg seit 2016. Muslimische Frauen, Männer und Kinder werden nicht nur wegen ihrer Religion, sondern auch wegen ihrer Hautfarbe und ihrer Ethnie oder ihres Migrationshintergrundes angegriffen. Junge Muslime, die in der EU geboren sind, und Frauen, die religiöse Kleidung tragen, sind besonders betroffen. Dies sind einige der Ergebnisse des jüngsten Berichts der EU-Agentur für Grundrechte (FRA). Laut der Studie „Being Muslim in the EU“ ist in der EU Österreich das Land, in dem Menschen am häufigsten antimuslimischen Rassismus erleben. Deutschland liegt demnach auf Platz zwei und Finnland auf Platz drei. Spanien und Italien sind die Länder mit den niedrigsten Werten. Zitat der FRA-Direktorin Sirpa Rautio:
„Wir beobachten einen besorgniserregenden Anstieg von Rassismus und Diskriminierung gegen Muslime in Europa. Dies wird durch die Konflikte im Nahen Osten angeheizt und durch die entmenschlichende antimuslimische Rhetorik, die wir überall auf dem Kontinent erleben, noch verschlimmert. Anstatt Spaltung in unseren Gesellschaften zu säen, müssen wir dafür sorgen, dass sich jeder in der EU sicher, einbezogen und respektiert fühlt, unabhängig von seiner Hautfarbe, Herkunft oder Religion.“
Auf der Grundlage einer EU-weiten Erhebung unter Zuwanderern und ihren Kindern zeigt der Bericht einen Anstieg des antimuslimischen Rassismus seit der letzten Erhebung im Jahr 2016, vor allem auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Betrachtet man die fünf Jahre vor der Erhebung, so sind die wichtigsten Ergebnisse folgende:
  • Rassismus – fast einer von zwei Muslimen (47 %) wird rassistisch diskriminiert, gegenüber 39 % im Jahr 2016. Die höchsten Raten in den 13 untersuchten Ländern finden sich in Österreich (71 %), Deutschland (68 %) und Finnland (63 %).
  • Arbeit – Muslime werden am häufigsten bei der Arbeitssuche (39 %) oder am Arbeitsplatz (35 %) diskriminiert, gegenüber 31 % und 23 % im Jahr 2016. Dies wirkt sich auch auf andere Lebensbereiche wie Wohnen, Bildung oder Gesundheit aus. Darüber hinaus sind zwei von fünf (41 %) für ihren Job überqualifiziert, verglichen mit 22 % der Menschen allgemein.
  • Wohnen – ein Drittel (35 %) der Befragten konnte aufgrund von Diskriminierung kein Haus kaufen oder mieten, gegenüber 22 % im Jahr 2016. Muslimische Befragte mit Behinderungen sehen sich sogar noch mehr Hindernissen gegenüber; 46 % werden auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert.
  • Religiöse Kleidung – Frauen, die religiöse Kleidung tragen, werden stärker diskriminiert als Frauen, die dies nicht tun, insbesondere bei der Arbeitssuche (45 % gegenüber 31 %). Bei jungen Frauen (16-24 Jahre), die religiöse Kleidung tragen, erhöht sich dieser Anteil auf 58 %.
  • Rassistische Belästigung – fast 1 von 3 (27 %) der befragten Muslime wurde in den fünf Jahren vor der Erhebung rassistisch belästigt; die meisten von ihnen mehr als einmal.
Die meisten Muslime melden keine Vorfälle von Diskriminierung oder Rassismus, weil sie nicht glauben, dass sich etwas ändern würde. – Nur 6 % der Opfer meldeten im Jahr vor der Erhebung Diskriminierung oder reichten eine Beschwerde ein, und nur sehr wenige meldeten die Vorfälle einer Gleichstellungsstelle (4 %). – Schweden verzeichnet mit 21 % die höchste Meldequote, Österreich und Italien mit 3 % bzw. 2 % die niedrigsten. Wie häufig ist rassistische Gewalt?  Rassistische Gewalt ist körperliche Gewalt, die durch die ethnische Herkunft oder den Migrationshintergrund einer Person motiviert ist. Dazu gehören Schlagen, Stoßen, Treten oder Grapschen. 5 – Muslime aus Ländern südlich der Sahara, die meist schwarz sind, sind am häufigsten von Gewalt betroffen. Junge muslimische Männer, die in Europa geboren wurden, und Menschen, die religiöse Kleidung tragen, sind häufiger von Gewalt betroffen.

Anschlag in Ankara
„Terroranschlag auf die TUSAŞ war von langer Hand geplant“

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Bei einem Terroranschlag auf das staatliche türkische Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen TUSAŞ (TAI) bei Ankara in Kahramankazan wurden fünf Menschen getötet. Zur selben Zeit nahm der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im tatarischen Kasan am BRICS-Gipfel teil. Der Terroranschlag auf die TUSAŞ war von langer Hand geplant; das erkennt man bereits an der Wahl des Terror-Einfalltors ins Konzerngelände, von denen es zwar mehrere gibt, aber nur eine für die Terroristen offensichtlich eine Schwachstelle aufwies. Zudem kannten die zwei Terroristen den zeitlichen Ablauf, sprich, wann der Schichtwechsel der Sicherheitskräfte an den Eingangstoren stattfindet. H Hinzu kommt, dass die Experten befürchten, dass diese sensiblen Informationen auch aus dem Inneren des Betriebsgeländes stammen könnten, da die Terroristen sich zielgerichtet bewegten. Just zum günstigsten Zeitpunkt, stießen die zwei Terroristen mit einem zuvor gewaltsam an sich gebrachten Taxi bis zum anvisierten Eingang der TUSAŞ in Kahramankazan vor, stiegen aus dem PKW und eröffneten unmittelbar das Feuer auf alles, was sich bewegte. Kasan, Kahramankazan, Terror Zum selben Zeitpunkt, im 3.000 km entfernten tatarischen Kasan, nahm Erdoğan am BRICS-Gipfeltreffen teil. Kasan heißt im türkischen Kazan, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Tataren ein Turkvolk sind. Nicht unbedeutend ist auch, dass Kahramankazan erst seit dem Putschversuch 2016 so heißt. Zuvor hieß die Stadt noch Kazan und wurde dann umbenannt. Und nicht unbedeutend ist auch, dass die türkische Kerntechnik, Luftfahrt- und Rüstungsindustrie erst in den jüngeren Geschichte von etlichen gewaltsamen Toden überschattet wurde. Seit den 2000er kamen auf „unerklärlicherweise“ sehr viele Ingenieure und Wissenschaftler ums Leben. Die bekannteste und wohl umstrittenste Verschwörungstheorie ist, dass die türkische Physikerin Prof. Engin Arık zusammen mit weiteren vier Wissenschaftlern beim Atlasjet-Flug 4203 im Jahre 2007 absichtlich getötet wurden. Genährt wird diese Theorie mit dem Tod von 8 Ingenieuren der ASELSAN, einem türkischen Rüstungskonzern in Mehrheitsbesitz der türkischen Streitkräfte. Von 2006 bis 2017 starben diese Ingenieure auf höchst ungewöhnliche Art, die bis heute juristisch nicht aufgeklärt sind. Nach dem Terroranschlag in Kahramankazan schaukelt sich die Verschwörungsszene wieder hoch. Nicht unbegründet, wenn man bedenkt, dass das Sykes-Picot-Abkommen von 1916 wie auch der Vertrag von Sèvres von 1920 für die Türkei nach wie vor ein Trauma bleibt und als Werk von „Kolonialherren“ bzw. „Imperialisten“ bezeichnet wird. Und in diesem Kontext ist es nicht verwunderlich, dass die türkischen Kommentatoren, allesamt Experten in ihrem Fach, darunter ehemalige Diplomaten, Stabsoffiziere, Politiker oder Wissenschaftler, von einem Wink mit dem Zaunpfahl sprechen, wenn sie darauf angesprochen werden, was sie vom Terroranschlag in Kahramankazan halten. Dabei wird stets der Eindruck erweckt, dass dieser Terroranschlag sich nicht mit den eigentlichen Zielen einer Terrororganisation deckt, vielmehr eine Machtdemonstration einer viel höheren Ebene ist und sich geschmeidig in den BRICS-Gipfel einfügt. Und, damit treffen diese Herrschaften bei den Menschen das Mark, weil diesen im selben Augenblick die Reaktionen im westlichen Ausland übermittelt werden, seit Jahren beobachten können, wie in den angrenzenden Ländern der Türkei Terrororganisationen getätschelt, verwöhnt und mit dem aller nötigsten versorgt werden. Nehmen wir z. B. die deutsche Medienlandschaft… man zeigte sich in Zusammenhang mit der Türkei vor dem BRICS-Gipfeltreffen geradezu nervös, irritiert, sprach von einem Interessenskonflikt seitens der Türkei mit der NATO und der EU, obwohl es nur ein wirtschaftliches Zweckbündnis ist. Nach dem Gipfeltreffen und der Erkenntnis, dass der Türkei bei der BRICS vorerst nur ein Partnerstatus eingeräumt werde, ist man sichtlich erfreut, zeigt sich geradezu amüsiert. Die einvernehmliche Meinung in der Türkei ist daher, dass ganz offensichtlich westliche Länder besorgt sind, dass ihnen die Türkei gänzlich entgleiten könnte, wo sie doch schon in ihrem Interesse nach dem gescheiterten Putschversuch unkontrollierbar geworden ist. Ein sichtbares Zeichen dafür ist auch, dass lange verweigerte Rüstungslieferungen aus den USA und Deutschland, die kurz vor diesem Treffen in Kasan in Teilen wieder aufgenommen wurden. Die Menschen in der Türkei scheinen sich jedoch von sichtbaren Zeichen nicht zu beeindrucken. Zu sehr wird die Bevölkerung mit anderen, viel dringenderen Fragen konfrontiert. So steht an erster Stelle die Frage im Raum, weshalb westliche Länder in der nahen Region noch immer als Steckenpferd eine Terrororganisation mit politischer wie militärischer Unterstützung hofieren. Nur unter dem Druck der Türkei ließ sich z. B. Schweden dazu überreden, sich von der PKK ausnahmslos loszusagen, bevor sie mit einem Wink der Türkei in die NATO aufgenommen werden konnte. Doch unabhängig dieser Lippenbekenntnisse, versorgt das Pentagon in Syrien die Demokratischen Kräfte Syriens, die für die Türkei kategorisch als Schwesterorganisation der PKK gilt. Keiner der europäischen Staaten hat jedoch auch nur ansatzweise ihre Kontakte zur PKK in Syrien oder Irak abgerissen. Noch immer besteht, wenn schon keine organische, eine anorganische Verbindung in Form von Zuwendungen an unmittelbar vor Ort wirkende NGO´s, die in europäischen Ländern beheimatet sind und von Regierungen entsprechend hofiert werden. Alles in allem und in diesem Lichte betrachtet, glauben sehr viele Menschen in der Türkei nach wie vor, dass die westliche Hemisphäre die Türkei seit der Grenzziehung der Herren Syke sowie Picot mit dem Bleistift und dem Knebelvertrag in Sèvres, als Sprungbrett in die nahöstliche, südasiatische Welt versteht und entsprechend auf ihre Interessen trimmt oder zu trimmen versucht. Was ja, und das kommt auch noch erschwerend hinzu, die türkische Republiksgeschichte eindrücklich unter Beweis stellt. Da kommt so ein Terroranschlag wie gerufen, so der O-Ton in den türkischen Medien, um die Ambitionen der türkischen Regierung, die laut dem Westen nicht gegensätzlicher sein können, zum Einlenken zu bewegen, sie zu warnen oder gar zu sabotieren. Ist das so verwunderlich?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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