Anti-IS-Koalition
USA: State Department bestätigt Verbindung zwischen YPG und PKK

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Ankara (nex) – Am Freitag erklärte das U.S. State Department erstmals, es könne eine Verbindung zwischen der terroristischen PKK und den in Syrien operierenden „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) geben. „Ich kann nicht kategorisch sagen, dass es da nicht, Sie wissen, keinerlei Verbindungen gäbe“, äußerte Sprecher Mark Toner in einem Pressebriefing. Die USA würden beide Gruppen allerdings immer noch als „getrennte Einheiten“ wahrnehmen und weiterhin empfehlen, die YPG in Operationen gegen die Terrormiliz IS (Daesh) im Norden Syriens zu unterstützen. Die YPG stellen den bewaffneten Arm der „Demokratischen Vereinigungspartei“ (PYD) dar, welche der syrische Ableger der PKK ist. Die PKK wird in der Türkei, der EU und den USA als terroristische Organisation eingestuft. Während die Türkei auch PYD und YPG als terroristische Gruppen betrachtet, unterstützen die USA diese Vereinigungen weiterhin als „effektive Partner“ im Kampf gegen den IS. Im Zusammenhang mit diesem haben die USA der Gruppe bereits mehrfach Luftunterstützung gegeben und US-Einheiten zu Zwecken der Beratung und Unterstützung in deren Reihen entsandt. Toners Äußerung kam einen Tag, nachdem Bilder von US-Soldaten aufgetaucht waren, die während einer Offensive gegen Rakka, die Hauptstadt des selbsternannten „Islamischen Staates“, YPG-Embleme als Hoheitszeichen getragen haben sollen. Die USA haben erst mit Verzögerung auf die Veröffentlichung reagiert und versuchten, den Vorfall als vermeintliches Entsprechen von operationellen Gepflogenheiten herunterzuspielen. Zwischen den USA und der Türkei hat der Vorfall jedoch Spannungen ausgelöst. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärte, es sei für einen Verbündeten der USA „inakzeptabel“, Insignien einer terroristischen Organisation zu tragen. „Unser Vorschlag an sie ist, sie könnten genauso gut Insignien von Daesh, Al-Nusra oder Al-Qaida tragen, wenn sie in anderen Gegenden Syriens Operationen durchführen. Oder solche von Boko Haram, wenn sie nach Afrika gehen“, so Çavuşoğlu. Toner lehnte einen Kommentar zu den Äußerungen aus Gründen „operationeller Sicherheit“ ab. Er erklärte, die USA verstünden die Bedenken der Türkei bezüglich Nordsyriens und würden an einer Verbesserung der Gesamtsituationen arbeiten, indem man die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze verstärke und weitere Schritte setze, um die Beziehungen zu Ankara zu verbessern. „Die Türkei ist weiterhin ein aktives Mitglied [der Anti-IS-Koalition] und wir sind sehr dankbar für ihre Unterstützung“, so Toner.
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Supersport-WM
Motorradsport: Türke Kenan Sofuoglu verlängert vorzeitig Vertrag mit Kawasaki Puccetti

Kawasaki und Sofuoglu verlängern bis 2017 Dortmund (nex) – Der seit 2012 bei Kawasaki unter Vertrag stehende Türke hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2017 verlängert. Sofuoglu wird weiterhin für Kawasaki Puccetti fahren. Er nahm bereits an 110 Supersport-Rennen teil und siegte 34 Mal. 73 Mal belegte er den zweiten oder dritten Platz. Viermal wurde der Türke bereits Weltmeister. Das siebte Rennwochenende der Supersport-WM, an der der türkische Motorradrennfahrer Kenan Sofuoglu teilnimmt, wird in Großbritannien stattfinden.

Der erfolgreichste Fahrer der Supersportgeschichte  möchte seine unglaubliche Erfolgsstory in Großbritannien, in der siebten Etappe der Supersport-WM, fortsetzen.

Die ersten sechs Rennwochenenden fanden in Australien, Thailand, Spanien, den Niederlanden, Italien und Malaysia statt. Das siebte Rennwochenende soll nun am 29. Mai im Donington Park Circuit mit einer Rennstrecke von 4023 Meter durchgeführt werden.

Sofuoglu, der bei den Supersport-WM in Spanien und Italien mit seiner Mannschaft Kawasaki Pucetti den ersten Platz belegte, hält auch bei der Fahrerklassifizierung seine Führungsposition.


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Türkische-russische Beziehungen
Putin: „Russland möchte die Beziehungen zur Türkei wiederherstellen“

Athen (nex) – Russischer Staatspräsident Wladimir Putin erklärte am gestrigen Freitag, dass er bereit sei, die Beziehungen zu Ankara wiederherzustellen, es dazu aber eines ersten Schrittes vonseiten der Türkei bedürfe. „Auch Russland möchte die Beziehungen zur Türkei wiederherstellen, wir können nur noch immer nicht nachvollziehen, warum das Flugzeug abgeschossen wurde“, teilte Putin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras mit. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten im November vergangenen Jahres ein neues Tief erreicht, als die türkische Luftwaffe einen Sukhoi-24M-Bomber an der syrischen Grenze wegen Verletzung des türkischen Luftraums abschoss. Die Türkei legte zum Beweis Radaraufnahmen vor, Moskau bestand darauf, dass keine Luftraumverletzung vorgelegen habe. Die Türkei unternahm mehrere Versuche, die Krise mit Russland zu lösen, erhielt aber keine angemessene Reaktion vom Kreml. Im April bot der damalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu den russischen Führern ein persönliches Gespräch zur Beilegung des diplomatischen Streits an. Außenminister Mevlüt Cavusoglu erklärte, dass Ankara zwar eine Verbesserung des angespannten Verhältnisses mit Russland erwarte, wies jedoch darauf hin, dass dies Geduld erfordere, da die Türkei ein Ende der „grundlosen Anschuldigungen“ erwarte. Nach dem Vorfall hatte Moskau weitreichende Sanktionen gegen die Türkei angekündigt, unter anderem die Aufhebung des visafreien Reisens sowie ein Einfuhrverbot türkischer Lebensmittel. Desweiteren hatte Russland seine Staatsbürger zum Boykott der Türkei als Urlaubsland aufgerufen. Die Türkei und Russland verfolgen seit Jahren eine unterschiedliche Politik, was Syrien und die Ukraine betrifft. Die Türkei erkennt die russische Annexion der ukrainischen Autonomen Republik Krim im Jahr 2014 nicht an und hat Russland wiederholt der Unterstützung des Assad-Regimes in Syrien beschuldigt.

"Das Internet zurückgewinnen"
Twitter-Studie: Frauen beleidigen online genauso oft in sexistischer Weise wie Männer

Londin (nex) – Eine am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Studie des britischen Thinktanks ‚Demos‘ kommt auf ein erstaunliches Ergebnis: Die Hälfte der sexistischen Bemerkungen, denen Frauen auf Twitter ausgesetzt sind, kommt von anderen Frauen. Demos‘ Untersuchung zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen im selben Maß auf Twitter ein frauenfeindliches Verhalten an den Tag legen: Beide Geschlechter benutzen Ausdrücke wie „Schlampe“ oder „Hure“, welche Indikatoren für geschlechtsbezogene Beleidigungen im Internet darstellen. Der Thinktank beobachtete britische Twitteruser über drei Wochen und stellte fest, dass 6500 Userinnen 10 000 „eindeutig aggressiven und frauenfeindlichen“ Tweets im Vereinigten Königreich ausgesetzt waren. Als die Untersuchung auf die internationale Ebene ausgeweitet wurde, fanden die Forscher sogar über 200 000 Tweets mit denselben Kraftausdrücken, die im gleichen Zeitraum an 80 000 Menschen gesendet wurden. Eine vorherige ebenfalls von Demos durchgeführte Studie  kam damals zum Ergebnis, dass im Internet Frauen viel eher Opfer aggressiver, beleidigender Tweets werden als Männer. Die Untersuchung wurde auf Initiative der fünf Unterhausabgeordneten Yvette Cooper, Maria Miller, Stella Creasy, Jo Swinson und Jess Philips durchgeführt. Sie starteten eine Kampagne „Reclaim the Internet“ („Das Internet zurückgewinnen“), die verschiedene Institutionen und soziale Medienplattformen zur Zusammenarbeit und Bewältigung des Online-Sexismus aufruft.  

"Verdacht der Manipulation"
Mord an chinesischer Studentin: Eltern des Tatverdächtigen weisen Vertuschungsvorwürfe zurück

Halle (ots) – Im Fall der in Dessau-Roßlau getöteten Studentin Yangjie Li melden sich nun die Eltern des Tatverdächtigen zu Wort. „Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagte die Mutter Ramona S. im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung. Mit „keiner Silbe“ habe sie ihren Sohn und seine ebenfalls tatverdächtige Verlobte bis zu ihrer Verhaftung verdächtigt. Ramona S. und ihr Mann sind beide Polizisten, Jörg S. leitet sogar das Polizeirevier in Dessau. Beide weisen den Verdacht der Manipulation des Ermittlungsverfahrens von sich. Ramona S. räumt zwar unter anderem ein, dass sie bei den Ermittlungen mitgeholfen hat und vom Leiter der Mordkommission über eine Vorladung ihres Sohnes informiert wurde. Sie habe aber nur bei der Befragung von Zeugen geholfen. „Ich hatte weder zu den Akten, noch zu den Asservaten und Spuren Zugang“, sagte die Mutter dem Blatt. Der Stiefvater Jörg S. zeigt sich „enttäuscht“ über seine Vorgesetzten. Sie hätten ihm beschieden, die Situation sei für die Polizeidirektion schwierig. „Ich kann mich nicht erinnern, dass man mich gefragt hat, wie schwierig meine Situation ist“, so Jörg S. Das Ehepaar bekundete sein Mitgefühl für die Familie Yangjie Lis, verweist aber auch auf die eigene Belastung. „Wir sind am Boden zerstört.“ Die Mordermittlungen beschäftigen derweil auch die Politik. Die Linksfraktion im Landtag kritisiert, dass die Staatsanwaltschaft „nicht immer professionell“ wirke und fordert Konsequenzen. Es gebe Indizien, die auf „Desorganisation, zahlreiche Pannen, Behinderungen und mögliche Manipulationen“ hinweisen. „Der Generalstaatsanwalt sollte die Ermittlungen an sich ziehen, um jeglichen Verdacht vom Verfahren zu nehmen“, sagte die rechtspolitische Sprecherin der Linken, Eva von Angern, der Zeitung.

"Hilfstruppe der etablierten Parteien"
Verfassungsschutz will in Sachen AfD nicht „Konkurrenzschutz“ etablierter Parteien sein

Düsseldorf (ots) – Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen will die AfD weiterhin nicht beobachten und lehnt es ab, seine Behörde als „Hilfstruppe der etablierten Parteien“ zur Verfügung zu stellen. „Wir können nicht der Konkurrenzschutz in einer Frage sein, die als politische Auseinandersetzung über Positionen geführt werden muss“, sagte Maaßen der „Rheinischen Post“. Der Verfassungsschutz sehe weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Beobachtung der Partei. „Die AfD ist aus unserer Sicht derzeit keine rechtsextremistische Partei“, sagte Maaßen. Soweit Politiker sich in strafrechtlich relevanter Weise äußerten, sei das eine Sache für die Polizei und die Gerichte.

Mega-Projekte
Istanbul: 500.000 Quadratmeter Messegelände am weltgrößten Flughafen geplant

Istanbul (nex) – Die Handelskammer Istanbul und der Neue Flughafen Istanbul verhandeln über den Bau eines 500 000 Quadratmeter großen Messegeländes in der Nähe des dritten Flughafens, der bei seiner Eröffnung im Jahr 2018 die Türkei voraussichtlich zu einem Luftfahrtdrehkreuz machen wird.
Die Handelskammer Istanbul (ITO) hat Gespräche mit dem Neuen Flughafen Istanbul (IGA) über die Errichtung eines großen Messe- und Ausstellungsgeländes in der Nähe des dritten, sich noch im Bau befindlichen Flughafens aufgenommen. ITO-Chef Ibrahim Caglar teilte mit, dass die Kammer mit der Provinzverwaltung Istanbul Verhandlungen über den Bau des besagten Geländes begonnen habe: „Wir planen den Bau eines Messegeländes, das mindestens 500 000 Quadratmeter groß sein soll. Wir befinden uns in Gesprächen mit dem IGA, der das Flughafenprojekt leitet. Zeit ist noch vorhanden und die Gespräche werden noch eine Weile dauern.“ Der dritte Flughafen von Istanbul, der die Türkei zu einem Luftfahrtdrehkreuz in Europa machen wird, zieht neue Investitionen an. Er wird auf einer Fläche von 76 Millionen Quadratmeter und mit einer Investitionssumme von 14 Milliarden US-Dollar errichtet. As one of the world’s largest business organizations with its 400,000 members, the ITO has also initiated works to increase the existing fairground at the Istanbul World Trade Center to 700,000 square meters with an investment of $500 million. Als einer der weltweit größten Unternehmensverbände mit seinen 400 000 Mitgliedern initiierte die ITO mit einer Investitionssumme von 500 Millionen US-Dollar auch eine Erweiterung des bereits bestehenden Messegeländes beim Istanbul World Trade Center auf 700 000 Quadratmeter.
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Ereignisse von 1915/16
„Politiker sind keine Historiker“: Kundgebung türkischer Vereine gegen geplante Armenier-Resolution

Berlin (nex) – Mit Befremden nehmen in Deutschland lebende Türken über Parteigrenzen hinweg die Ankündigung wahr, der Deutsche Bundestag werde am kommenden Donnerstag, dem 2. Juni, Geschichtsforschung zum Gegenstand der Politik machen und den armenischen und westeuropäischen Narrativ zu den Ereignissen von 1915/16 zur offiziellen Position des deutschen Staates machen. Aus diesem Grund haben türkische Vereine und NGOs, unter anderem die Türkisch-Aserbaidschanischen Union in Deutschland oder die AYTK für Samstag, den 28. Mai, zu einer Kundgebung in Berlin aufgerufen. Der Vorsitzende der türkisch-aserbaidschanischen Vereinigung, Hakkı Keskin, sagte zu dem geplanten Protestmarsch, die in Deutschland lebenden Türken würden es niemals hinnehmen, dass die Ereignisse von 1915 als Völkermord anerkannt werden. In jener Zeit seien armenische Gemeinden gegen die Türken aufgestachelt worden und von ihnen wären im Umfeld der Kämpfe an der Kaukasusfront im Ersten Weltkrieg, wo armenische Freischärler mit der russischen Armee kollaboriert hätten, auch Massaker an den Türken ausgegangen. Daraufhin habe der Osmanische Staat eine Umsiedlung angeordnet. Im Osmanischen Reich, so Keskin weiter, hätten Menschen verschiedener Religionen und Rassen hunderte Jahre miteinander verbracht und gemeinsam in Frieden gelebt. Das gegenwärtige Vorgehen gegen die Türkei stelle einen Akt großer Ungerechtigkeit dar.

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Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Berlin (TGB), Bekir Yilmaz, sagte, es sei nicht richtig, dass der Bundestag einen Beschluss zu dieser Frage treffe. Außerdem sagte Yilmaz, man würde eine Anerkennung eines so genannten „armenischen Genozids“ durch den Bundestag nicht akzeptieren, die Ereignisse von 1915 müssten einer Geschichtskommission überlassen werden und nicht von Politikern beurteilt. Ferner wurde in einem offenen Brief, der zuvor dem Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin und mehreren Abgeordneten zugeschickt worden war, darauf hingewiesen, dass ein derart brisantes Thema nicht im Aufgabenbereich der Politiker liegen würde.  
https://youtu.be/1aJwUD9JpeE

Interkultureller Kunstdialog
Wien: Ausstellung über osmanischen Gelehrten Matrakci Nasuh eröffnet

Ausstellung über osmanischen Gelehrten und Intellektuellen Matrakci Nasuh in österreichischer Hauptstadt eröffnet

Wien (nex) – Die Ausstellung wurde vom Verein für Interkulturellen Kunstdialog Istanbul (IAKSD) entworfen. Veranstalter ist die Wiener Zweigstelle des Yunus-Emre-Instituts. Bei der Eröffnung am vergangenen Mittwoch hielt der türkische Architekt Sinan Genim eine Lesung über „Matrakci Nasuh und seine Memoiren“.

Nasuh wurde im Jahre 1480 in der bosnischen Stadt Visoko geboren. Er ging als Janitschar an den Hof des osmanischen Sultans und stellte sich als begnadeter Militär heraus. Nasuh erfand das „matrak“ – ein Schwertkampfspiel fürs Training.

Er schrieb Bücher über Kriegsführung, Geschichte, Mathematik und war ein talentierter Miniaturkünstler, der auch einen neuen Malstil schuf, bei dem man sich auf den Panoramablick fokussiert.

Der Botschafter der Türkei in Wien, Hasan Gögüs erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, die der globale Kommunikationspartner des Projekts ist: „Matrakci Nasuh leistete einen großartigen Beitrag zum kulturellen Welterbe und inspirierte die modernen Künstler.“

Während der Eröffnung fand ein kleines Konzert mit dem Titel „Türkische Musik des 16. Jahrhunderts“ des Ensembles Musikforschung und Musikperformanz Istanbul statt.

Der 450. Todestag von Nasuh wurde im vergangenen Jahr von der UNESCO begangen. Die Ausstellung dauert noch bis zum 12. Juni. Zuvor fand sie bereits in Sarajevo, Belgrad und Istanbul statt. Die Präsentation wird auch in anderen Städten rund um die Welt, so auch in Paris, Rom, Tokyo und Washington zu sehen sein.

Arbeitsmarktreform
Französischer Ministerpräsident deutet Änderungen am Gesetzesvorschlag an

Paris (nex) – Valls erklärt nach der Unterbrechung der Benzin- und Dieselversorgung infolge der landesweiten Proteste, dass ‚Verbesserungen‘ am Gesetzesvorschlag möglich seien. Der französische Premierminister Manuel Valls deutete am gestrigen Donnerstag ‚Verbesserungen‘ an der vorgeschlagenen Arbeitsmarktreform an, nachdem Spannungen in der Frage ganz Frankreich erfasst haben. Nach Angaben des französischen Senders BMF zögerte Valls zu sagen, ob der Gesetzesvorschlag entsprechend den Forderungen der Demonstranten geändert werden solle. “Es könnte Verbesserungen und Änderungen geben”, erklärte er, ging aber nicht darauf ein, was genau die Regierung ändern möchte. Die Reform räumt den Unternehmen weitgehende Freiheiten bei der Lohnsenkung und Aufweichung des Kündigungsschutzes ein. Außerdem schwächen sie die Position der Gewerkschaften bei Verhandlungen mit Unternehmen über Fragen wie Arbeitszeiten, die aktuell durchschnittlich 35 Stunden betragen. Das Land wurde im vergangenen Jahr infolge der kontrovers diskutierten Vorschläge zur Arbeitsmarktreform von einer Streikwelle erfasst, die immer noch anhält. Sechs der insgesamt acht Ölraffinerien wurden von den Streiks so stark getroffen, dass an den Tankstellen ernstzunehmende Engpässe bei der Versorgung mit Treibstoff zu verzeichnen sind. Nach Angaben des Erdöl-Industrieverbands UFIP stehen über 4000 Tankstellen kein Treibstoff mehr zur Verfügung. Tankstellen in Westfrankreich sind besonders stark betroffen. Der Streik, der auch auf den Verkehr erhebliche Auswirkungen hat, traf auch Paris. Die Proteste tangieren auch den U-Bahn- und lokalen Zugverkehr sowie den Flughafendienst. Die Demonstranten sperrten Autobahnen und Brücken und unterbrachen so die Versorgungsleitungen für Treibstofflager in der Normandie. Laut Berichten wurden auch Eisenbahngleise blockiert. Der Allgemeine Gewerkschaftsbund (CGT) beschloss, sich den landesweitern Streiks anzuschließen, die nach örtlichen Medien 16 von 19 Kraftwerken betreffen würden.