Besuch aus der Ferne
Türkei: Fasten in diesem Ramadan Außerirdische mit?

Einwohner sichten UFO im Urlaubsort Bodrum (nex) – Mehrere Personen behaupten, in Bodrum, einer Stadt in der südtürkischen Provinz Mugla, die zugleich ein beliebter Urlaubsort ist, ein leuchtendes Objekt gesehen zu haben, das sich sprunghaft am Himmel bewegt haben soll, was zu Spekulationen geführt hat, dass es sich dabei um ein UFO gehandelt haben könnte. Das vermeintliche Objekt wurde während des Sahur, des Frühmahls vor Fastenbeginn im Ramadan, entdeckt, und löste im Ort Aufregung aus. Die Einwohner sagen, das Objekt habe sich etwa 20 Minuten am Himmel befunden.
(Foto: dha)
(Foto: dha)
„Als wir zum Sahur aufstanden, gingen wir auf die Terasse. Ich schaue dann immer in den Himmel und betrachte die Sterne. Ich war schockiert, als ich ein Objekt sah, das ich nie zuvor gesehen hatte und das immer wieder plötzlich strahlte und die Farben wechselte und sich manchmal auch gar nicht bewegte“, erzählt Necla Karaca. Die 39-Jährige schoss Fotos vom „UFO“. Das „sich ungewöhnlich bewegende Objekt“ habe nicht wie ein Flugzeug ausgesehen, fügt sie hinzu. „Unsere Nachbarn und Verwandten haben es auch gesehen. Wir waren sehr aufgeregt und vermuteten, dass das ein UFO gewesen sein muss“, meint die Zeugin.

Eurasientunnel
Hundert Meter unterm Meer: Tunnel zwischen Europa und Asien ab Dezember betriebsbereit

Istanbul (nex) – Der türkische Minister für Transport, Seewesen und Kommunikation, Ahmet Arslan, erklärte, dass 85 Prozent des Eurasientunnel-Projekts vollendet seien und der Tunnel ab Dezember betriebsbereit sein werde. Der Tunnel ist sicher gegen Erdbeben bis zu einer Stärke von 7,5 auf der Richterskala. Die Gebühr wird pro Fahrzeug 5 US-Dollar plus Mehrwertsteuer betragen. Arslan begutachtete Arbeiten im Eurasiatunnel, dem 5,4 Kilometer langen Unterwasser-Autobahntunnel zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil Istanbuls. Arslan, der von der tiefsten Stelle des Tunnels (106,4 m) aus mit den Journalisten sprach, merkte an, dass der Eurasientunnel den intensiven Istanbuler Verkehr, besonders die Kazilicesme-Göztepe-Strecke, entlasten werde.
Eurasia-Tunnel Türkei (Foto: aa)
Eurasia-Tunnel Türkei (Foto: aa)
Er erklärte: “Das 5,4 kilometerlange Teilstück der 14,6 kilometerlangen Route wird unter dem Wasser auf zwei Ebenen platziert werden. Nach Fertigstellung wird die bisher 100-minütige Reise auf 15 Minuten reduziert werden.“ Aslan betonte, dass der Tunnel Erdbeben von einer Stärke von 7,5 auf der Richterskala standhalten könne. Er wies darauf hin, dass der Tunnel zum Ausgleich der Bodenunterschiede zwischen dem asiatischen und dem europäischen Teil über zwei flexible Gelenksysteme verfüge. Um den Küstenverkehr auf der europäischen Seite zu entlasten, werden 5 U-Bahn-Unterführungen und sieben Fußgängerüberführungen gebaut. Der zweistöckige Tunnel wird rund um die Uhr in Betrieb sein. Vignetten für die zweispurige Autobahn werden in beiden Stockwerken ausgegeben werden. Die Fahrer werden die Gebühren per elektronischer Mauterhebung (HGS oder OGS) begleichen können. Private Unternehmen werden das Projekt im Wert von 1,245 Milliarden US-Dollar für 29 Jahre übernehmen.  
Mehr zum Thema:
Mega-Projekte Türkei: Größter Staudamm wird schon 2018 fertig

 

Ausland
Palästina und Turkmenistan wollen Beziehungen stärken

0
Ramallah (eurasia/nex) – Der Außenminister von Turkmenisten hat am Montag bekanntgegeben, dass der Turkstaat seine Beziehungen zu Palästina vertiefen wird. Zuvor hat der Diplomat die palästinensische Vertretung in Ramallah besucht.
Bei einer Pressekonferenz mit seinem palästinensischen Amtskollegen Riad el-Maliki sagte Raschit Meredow aus Turkmenistan, dass sich die beiden Diplomaten darauf einigten, verstärkt in den Bereichen Bildung, Sport, Jugend und Kultur zusammenarbeiten zu wollen.
Mehr zum Thema:

Israelischer Professor: Türkei soll Gaza verwalten


El-Maliki fügte hinzu, dass die zwei Parteien die Stärkung von Wirtschaftsbeziehungen und der Arbeit auf dem diplomatischen Feld diskutierten. Darunter fiel auch die Möglichkeit, eine palästinensische Botschaft in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat eröffnen zu dürfen. Zudem habe er den turkmenischen Außenminister über die jüngsten politischen Entwicklungen im Friedensprozess mit Israel informiert.  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews  

Wirtschaft
Türkei überrascht Finanzanalysten mit 4,8% Wachstum

0
Ankara (eurasia/nex) – Die türkische Volkswirtschaft ist in den ersten drei Monaten dieses Jahr um 4,8 Prozent gewachsen. Erneut schlug die wirtschaftliche Dynamik der Türkei die Erwartungen internationaler Finanzanalysten.

Das Bruttoinlandsprodukt der Türkei legte im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent zu, teilte das türkische Statistikamt (TurkStat) am Freitag mit.

Die Zahlen überschritten den allgemeinen Konsens von Analysten. Sie prognostizierten ein Wachstum von 4,4 Prozent, gab die Nachrichtenagentur Anadolu an.

Die positive Entwicklung im ersten Quartal drückte die Erwartung für das Wirtschaftswachstum der Türkei über das gesamte Jahr hinweg ebenfalls auf eine Rate von 4,8 Prozent hoch.


Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Nazis und Hooligans provozieren Fans
Euro 2016: Französische Hooligans haben es auf Türken abgesehen

0

Hooligans tragen T-Shirts mit der Aufschrift «Turkey not welcome»

Paris (nex) – Die am Freitagabend beginnende Fußball-Euro 2016 in Frankreich ist trotz immenser Sicherheitsvorkehrungen bereits von ersten Zusammenstößen zwischen englischen und französischen Hooligans begleitet worden. Wegen der Terrorgefahr, aber auch auf Grund gewaltbereiter Extremisten, die am Rande des Turniers für Ausschreitungen sorgen könnten, sollen nicht weniger als 100 000 Polizeibeamte, Rettungskräfte und private Sicherheitsleute für die Sicherheit der erwarteten zehn Millionen Fußballfans in und um die Stadien sorgen. Für Misstöne hatten in diesem Zusammenhang auch französische Hooligans und Neonazis im Vorfeld des Turniers gesorgt, die vor allem mit Provokationen gegen türkische Fans auf den Plan getreten waren.
(Foto: Twitter)
(Foto: Twitter)
So vertreibt ein brauner Versand Kleidungsstücke mit dem Aufdruck „Turkey not welcome“ und in den sozialen Netzwerken stellten Rechtsextreme Bilder von sich mit türkenfeindlichen Transparenten online. Die türkischen Fans scheinen die Provokationen nur mäßig zu beeindrucken. Sie posierten mit Transparenten des Aufdrucks „Wir sind schon da“ vor den Stadien und teilten diese über die Netzwerke. Dennoch gelten sämtliche Spiele der türkischen Nationalmannschaft den Veranstaltern zufolge als Hochrisiko-Matches. Das erste Spiel gegen Kroatien findet am Sonntag, dem 12. Juni, um 15 Uhr statt.

Ausland
Pakistan: Muslime bauen Kirche für christliche Gemeinde

Muslime in der Provinz Punjab helfen ihren christlichen Nachbarn, die erste Kirche im Dorf zu bauen. Punjab (nex) – In der nordostpakistanischen Provinz Punjab sammeln muslimische Dorfbewohner Geld, um ihre christlichen Nachbarn beim Bau einer Kirche zu unterstützen. Die Initiative startete kurz vor Ostern eine Gruppe Muslime aus einem Dorf bei Faisalabad, der drittgrößten Stadt Pakistans, die wegen ihrer Textilfabriken bekannt ist. “Es gibt eine kleine christliche Gemeinde im Dorf, die nur aus 20 Familien besteht, und die keine Gebetsstätte hat”, erzählt der örtliche Pfarrer Aftab James der Nachrichtenagentur Anadolu und fügt hinzu: “Nur einige Tage vor Ostern ergriffen unsere muslimischen Brüder die Initiative.” Pfarrer James sagt, dass sich die Christen im Dorf für den Gottesdienst an Feiertagen bislang bei jemandem zuhause oder an einem anderen Ort treffen mussten. “Die muslimischen Dorfbewohner boten uns an, uns eine Kirche als Geschenk zu bauen”, fährt er fort. „Wir sind unseren muslimischen Geschwistern sehr dankbar für diese wunderbare Geste. Es macht uns stolz.“ Die christliche Gemeinde freut sich nun sehr darauf, eine Kirche im Dorf zu haben “Zuvor mussten wir immer ein Haus anmieten, um Weihnachten, Ostern und andere Feiern abzuhalten“, schildert Faryad Masih, ein christlicher Arbeiter, die bisherige Situation. „Aber nun werden wir bald unsere eigene Gebetsstätte haben. Zuerst konnte ich es nicht glauben, als die Führer der muslimischen Gemeinde uns mitteilten, dass sie uns eine Kirche bauen würden“, erinnert er sich. „Aber zu meiner Überraschung begannen die Bauarbeiten innerhalb eines Monats nach der Ankündigung“, erzählt ein sichtlich aufgeregter Faryad. „Nun wird der langersehnte Traum unserer Gemeinde wahr.“

Diskriminierung im Jobcenter
Studie: Arbeitsagentur benachteiligt türkische Namen

1
Berlin (nex) – In deutschen Jobcentern müssen Menschen, deren Namen nicht Deutsch klingen, damit rechnen, schlechtere Auskünfte und weniger Hilfe zu bekommen als solche mit „althergebrachten“ Namen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, über die in der Berliner Zeitung berichtet wird. Demnach haben die beiden Autoren unter insgesamt sechs Pseudonymen identische Anfragen mit zwei einfachen Fragen an alle 408 Jobcenter und werteten die Antworten aus. „Der Unterschied in der Behandlung ist signifikant und substantiell“, meint Anselm Rink, der als einer der beiden Autoren am Projekt beteiligt war. Antworten an Anfragen, die mit türkisch oder rumänisch klingenden Namen verschickt worden waren, fielen knapper, unvollständiger und teilweise kryptischer aus, etwa wenn die Formalvoraussetzungen für einen Hartz-IV-Antrag als umfangreicher dargestellt wurden als sie tatsächlich seien. Tendenziell, so die Autoren der Studie, sei die Qualität der Antworten in direkt von der Bundesagentur für Arbeit betriebenen Einrichtungen besser als in den Jobcentern so genannter Optionskommunen. Als möglicher Ausweg wäre nach Meinung der Studienautoren beispielsweise eine Anonymisierung der Anfragen möglich. Ein Sprecher der Bundesagentur kündigte an, man werde den Hinweisen nachgehen und die Anstrengungen in Richtung der Befolgung von Antidiskriminierungsrichtlinien weiter forcieren. „Antidiskriminierung ist in den Führungsrundsätzen der BA verankert und ist Gegenstand von Mitarbeiterbeurteilungen“, hieß es aus der Bundesagentur. Man habe dem Thema Diversität bereits seit längerem mehr Aufmerksamkeit geschenkt, betonte ein Sprecher. Mittlerweile hätten rund 16,3 Prozent der Servicemitarbeiter Migrationshintergrund und es gäbe die Möglichkeit, Beschwerden an die Geschäftsführung oder eine Führungskraft zu richten.

Armenien-Resolution
Herero-Sprecherin: „Deutschland verhält sich wie ein Vergewaltiger, der gleichzeitig Richter ist“

4
Windhuk (nex) – Unter den überlebenden Angehörigen der namibischen Volksgruppe der Herero hat der umstrittene Beschluss des Deutschen Bundestages, in dem in der Vorwoche im Zusammenhang mit den Ereignisse im Osmanischen Reich von 1915 von einem „Völkermord“ an Armeniern gesprochen wurde, Empörung ausgelöst. „Wir finden es sehr interessant, dass sich die Deutschen so aktiv für die Sache der Armenier einsetzen, während sie ihre eigenen Angelegenheiten unter den Tisch kehren“, wird die Vorsitzende des Ovaherero Genocide Committee (OGC), Esther Muinjangue, in der „Welt“ zitiert. Das Ovaherero Genocide Committee weist 28 Mitglieder auf und wird vom Stammesoberhaupt der heute 200 000 Menschen zählenden Volksgruppe der Herero, Vekuii Rukoro, geführt. Rukoro lehnt die mittlerweile zwischen Deutschland und der namibischen Regierung geführten Verhandlungen über Reparationszahlungen für deutsche Verbrechen während der Kolonialzeit ab, weil er befürchtet, dass sein Stamm übervorteilt werden könnte, wenn statt einer direkten Einigung mit der Vertretung der Herero lediglich eine Grundsatzvereinbarung mit der Regierung von Namibia zustande käme.
Mehr zum Thema:
Herero-Sprecher Kaunatjike: “Sie werden uns nicht bremsen können”

Er argumentiert, dass es nur gegen die Herero eine explizite Genozidanordnung gegeben habe, auch würden die Nachfahren seines Stammes außen vor bleiben, die einst vor den Deutschen in die Nachbarländer geflohen waren. Im Jahre 1904 erteilte der deutsche Generalleutnant Lothar von Trotha in der damaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika den Befehl, alle Stammesangehörigen der Herero zu töten. Bis 1908 wurden zwischen 65 000 und 80 000 Herero umgebracht, außerdem bis zu 20 000 Angehörige des Stammes der Nama. Die „Welt“ weist in ihrem Bericht darauf hin, dass Historiker sich darüber uneinig wären, „wie viele der Toten an damals üblichen Krankheiten starben“ – ein Hinweis, der im Zusammenhang mit der Debatte um die Ereignisse von 1915 von nicht wenigen Befürwortern der „Völkermord“-These bezüglich der osmanischen Armenier schon als „Genozidleugnung“ betrachtet wird. Auch habe Deutschland „seit 1990 […] mehr als 800 Millionen Euro Entwicklungshilfe an Namibia gezahlt“. Damit erhalte das Land pro Kopf der Bevölkerung mehr Entwicklungshilfe aus Deutschland als jedes andere in Afrika. Eine offizielle Anerkennung der deutschen Ausrottungspolitik gegenüber den Herero sei, wie Esther Muinjangue betont, in Deutschland zudem mit der Begründung unterblieben, die Verbrechen seien lange vor der 1948 verabschiedeten UN-Völkermordkonvention erfolgt und könnten nicht nach den dort festgelegten Artikeln bestraft werden. „Der Völkermord an den Armeniern fand nur sieben Jahre nach dem an den Herero statt, hier sprechen die Deutschen plötzlich wie selbstverständlich von Völkermord“, wird die NGO-Vorsitzende in der „Welt“ zitiert. „Was ist der Unterschied? Die Herero sind schwarz, die Deutschen glauben, dass sie Schwarze nicht ernst nehmen müssen. Das ist für mich die einzige Schlussfolgerung.“ Deutschland verhalte sich den Herero gegenüber „wie ein Vergewaltiger, der gleichzeitig Richter ist“.    

Im Schatten der Armenien-Resolution
Amnesty International: Deutschland ignoriert sein Rassismusproblem

0
Berlin (nex) – Deutsche Behörden ermittelten bei Angriffen auf Migranten und Flüchtlingen nicht angemessen und ignorierten häufig die rassistischen Motive hinter diesen Taten, erklärte Amnesty International am gestrigen Donnerstag. In einem 80-seitigen Bericht zu dem Thema, den die Menschenrechtsorganisation auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellte, warnte sie vor dem starken Anstieg der rassistischen Gewalt in den letzten Jahren in Deutschland und äußerte Kritik am Versagen der Behörden. Der Hauptautor des Amnesty-Berichts Marco Perolini erklärte, dass deutsche Behörden versagten, angemessen auf den Anstieg rechter Gewalt zu reagieren und den Migranten und Asylsuchenden trotz zunehmender Bedrohung keinen verstärkten Schutz böten. Perolini wies darauf hin, dass in Deutschland zwischen 2013 und 2015 ein starker Anstieg bei den Hassverbrechen zu verzeichnen gewesen sei. Hierbei gehe es um einen 16-fachen Anstieg bei Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte. Im selben Zeitraum habe es bei den rassistischen Straftaten gegen Minderheiten einen Anstieg um 87 Prozent gegeben, so Perolini weiter. Laut dem Bericht nahm die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte von 63 im Jahr 2013 auf 1031 im Jahr 2015 zu, was in der jüngeren Geschichte des Landes ein Negativrekord bedeutet. Der institutionelle Rassismus in Deutschland Perolini übte Kritik am Widerstreben der deutschen Behörden, notwendige Maßnahmen zur Ermittlung, Verfolgung und Vermeidung der steigenden Zahl rassistischer Straftaten zu ergreifen. Er betonte, dass das Versagen im Bereich der Ermittlungen mit dem institutionellen Rassismus zusammenhängen könne. In dem Bericht seien mehrere Punkte aufgegriffen worden, die einen Hinweis auf institutionellen Rassismus vor allem bei der Polizei und auch innerhalb der Justizbehörden Deutschlands lieferten. Der Menschenrechtler unterstrich, dass Stereotypen über Minderheiten und Flüchtlinge unter deutschen Beamten noch immer sehr weitverbreitet seien. Dies führe dazu, dass bei rassistischen Straftaten nicht angemessen ermittelt würde und mögliche rassistische Motive hinter vielen Straftaten, bei denen Migranten oder Flüchtlinge die Opfer seien, ignoriert würden. Perolini beschrieb das Versagen der deutschen Behörden bei der Aufklärung der NSU-Morde als den Beweis für Deutschlands Problem des institutionellen Rassismus und erklärte, dass das Problem auch heute noch bestehe.

USA
Erdogan verfasst Hommage an Muhammad Ali

Louisville (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verfasste eine Hommage für den legendären Boxchampion Muhammad Ali, der am vergangenen Freitag im Alter von 74 Jahren verstarb. Erdogan schrieb, dass die Muslime Lehren aus dem Kampf des Champions als Mitglied einer muslimischen Minderheit in den USA ziehen sollten. „Muhammad Ali war ein Ausnahmesportler und ein ungewöhnlicher Mensch. Wie für viele in der Welt waren es auch für mich und unzählige andere Menschen in der Türkei schlaflose Nächte in den 1970er-Jahren, wenn wir in den frühen Morgenstunden aufstanden, um die Kämpfe des ‚The Greatest‘ zu verfolgen“, so der türkische Präsident. Erdogan schrieb die Hommage, bevor er in die USA flog, um vom Weltchampion während der Trauerfeier in dessen Heimatstadt Louisville Abschied zu nehmen. Während der Zeremonie wurde die Sure ar-Rahman aus dem Koran rezitiert. Weiter heißt es in der Hommage: „Ich werde Muhammad Ali im Namen des türkischen Volkes meinen Respekt zollen. Denn seine außergewöhnliche Geschichte darf hier nicht zu Ende gehen. Indem sie seine Ideale in die Tat umsetzen, können Staats- und Regierungschefs dieser Welt viele anhaltende Probleme bewältigen. Als aufrichtiger Muslim und Mann des Friedens war Ali, wie viele von uns auch, besorgt darüber, dass der Islam und Gewalt miteinander in Verbindung gebracht wurden. Was ihn wirklich verletzt habe, erklärte Ali nach den Anschlägen vom 11. September 2001, war, ‚dass der Name des Islam, dass ein Muslim in die Sache involviert war und Unruhe stiftete, dass er Hass und Gewalt ausgelöst hatte. Der Islam ist keine Mörderreligion. Islam bedeutet Frieden. Ich könnte nicht einfach zuhause sitzen und zusehen, wie die Leute Muslime als Grund für dieses Problem ausmachen.‘ Und er hatte recht damit, dass dies letzten Endes zu einer Diskriminierungskampagne gegen eine Gemeinschaft von 1,7 Milliarden Gläubigen auf der ganzen Welt würde. Es wird eine beachtliche Menge an Reden über Muhammad Alis sportliche Leistungen geben. Aber wir dürfen nicht denken, dass sein Tod bedeutet, dass seine Ideen nicht weiterleben können. Die Probleme, die Ali schon vor Jahrzehnten zur Sprache brachte, bleiben nach wie vor wichtig. Der richtige Weg, den Champion der Menschen zu ehren, ist also, seine Vision von Freiheit, Gleichheit und Solidarität umzusetzen.“