Ankara (nex) – Das türkische Unternehmen Verteidigungstechnologien, Engineering und Handel (STM) hat eine öffentliche Ausschreibung zur Modernısıerung dreier pakistanischer U-Boote gewonnen, teilte das Unternehmen am vergangenen Montag mit.
„Zum ersten Mal werden in unserem Land Exporte im Ingenieursektor für U-Boote stattfinden, – ein Bereich, der für Hochtechnologie steht“, heißt es in dem Statement des in Ankara ansässigen STM.
„STM hat mit der internationalen Ausschreibung, die sie an Land gezogen hat, einen großen Erfolg erzielt. Es handelt sich hierbei um die Modernisierung von A 90-Booten der Agosta-Klasse der pakistanischen Seestreitkräfte“, ist weiter zu lesen.
Der Vertrag, dessen Auftragswert nicht bekannt ist, wurde am vergangenen Mittwoch für die Aufrüstung von insgesamt drei U-Booten unterzeichnet. Nach Angaben einer anonymen Quelle aus dem pakistanischen Verteidigungsministerium habe sich das türkische Unternehmen sowohl beim technischen als auch beim finanziellen Angebot qualifiziert und sei deshalb zum Hauptvertragspartner für das Projekt bestimmt worden.
Zuvor hatte STM eine Aufrüstung nach halber Lebenszeit bei seinen eigenen U-Booten deutscher Produktion durchgeführt. Die Modernisierungsmaßnahmen würden auf der Karachi Militärwerft (KS&EW) vorgenommen. Das erste U-Boot soll in 45 Monaten abgeliefert werden. Die beiden anderen U-Boote würden voraussichtlich innerhalb von zwei Jahren nach der Lieferung des ersten U-Bootes aufgerüstet, so das türkische Unternehmen weiter.
Nach Angaben einer hochrangigen pakistanischen Quelle sei es im Interesse beider Länder, die Zusammenarbeit im Verteidigungssektor zu intensivieren: „Sowohl Pakistan als auch die Türkei sind bemüht, die bestehende Kooperation in diesem Bereich voranzutreiben. Dieser Vertrag wird dabei eine große Stütze sein.“ Die Quelle fügte hinzu, dass der Bau eines Flottentankers durch das STM zusammen mit den pakistanischen Seestreitkräften ebenfalls die Zuversicht beider Parteien gestärkt habe, weitere Projekte in Angriff zu nehmen.
Die Türkei und Pakistan hätten eine stabile politische Beziehung, die tief im gemeinsamen Glauben und in der gemeinsamen Geschichte verwurzelt sei. Beide Länder seien bereit, einander zu helfen und ihre Technologie zu teilen, fügte die Quelle hinzu.
Bonn/Brüssel (ots) – Der Chef der rechtspopulistischen niederländischen Freiheits-Partei, Geert Wilders, glaubt, dass mit dem britischen Referendum ein Prozess in Europa begonnen hat, der zur Spaltung der EU führen wird.
„Man kann den Geist nicht mehr in die Flasche bekommen. Das Ende der EU hat schon begonnen, unabhängig davon, wie sich die Briten entscheiden“, erklärte Wilders im Fernsehsender phoenix.
Die Freiheitsbestrebungen weg von der EU würden in den Niederlanden, in Frankreich und Deutschland immer stärker. Er selbst werde alsbald in seinem Land eine entsprechende Kampagne für den Austritt auf den Weg bringen. „Die totalitäre europäische Planung muss aufhören.“
Er strebe, so Wilders, eine europäische Freihandelszone ohne politischen Verbund an. In den Niederlanden gebe es Schätzungen, wonach das Wirtschaftswachstum bei einem Austritt um zehn Prozent ansteigen werde.
Halle (ots) – Im Mordfall Yangjie Li will Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) den suspendierten Dessauer Polizeichef versetzen.
Der Revierleiter Jörg S. ist der Stiefvater des 20-jährigen Hauptverdächtigen. S. habe dem Ansehen der Polizei einen solchen Schaden zufügt, dass er nicht weiter Revierleiter sein könne, sagte Stahlknecht im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.
„Ich habe eine Fürsorgepflicht ihm gegenüber“, sagte Stahlknecht. „Ich will aber auch gegenüber der Bevölkerung das Vertrauen in die Polizei erhalten.“ Jörg S., dem Stahlknecht erst die Ausübung seiner Dienstgeschäfte untersagt hatte, werde dauerhaft versetzt.
Stahlknecht hatte ihn suspendiert, nachdem er mit seiner Frau und Mutter des Tatverdächtigen – auch sie ist Polizistin – einen Tag nach der Trauerfeier für Yangjie Li ein Gartenlokal eröffnet hatte.
Stahlknecht spricht in dem Zusammenhang von einem „unsensiblen und pietätlosen Verhalten“. Damit sei Jörg S. seiner Vorbildfunktion als Revierleiter nicht mehr gerecht geworden.
Tausende marschieren in Frankreich gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform. Seit dem Beginn der Proteste sind bereits 16 Wochen vergangen.
Paris (nex) – Die Polizei teilte mit, dass die Festgenommenen Objekte bei sich führten, die als Geschosse hätten benützt werden können. Sie hätten sich unter etwa 100 Personen befunden, denen die Teilnahme an Demonstrationen verboten worden sei, so die Polizei weiter.
Die Demonstration fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Mehr als 2 000 Polizisten waren im Einsatz, es wurden Kontrollpunkte an den Straßeneingängen entlang der gesamten Demonstrationsstrecke errichtet.
Die Demonstration wurde zunächst von der Polizei aus Sicherheitsgründen verboten, bis am vergangenen Mittwoch Innenminister Bernard Cazeneuve und die Gewerkschaft einen Kompromiss schlossen. Sie einigten sich auf eine Änderung der Strecke, die von der Bastille zum Port de l’Arsenal und von dort wieder zur Bastille führt anstatt wie ursprünglich geplant von der Bastille zur Place de la Nation.
Das Verbot wurde aus Sicherheitsgründen ausgesprochen, da die EM 2016 in Frankreich ausgetragen wird.
Ein Protestmarsch am 14. Juni wurde von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Hunderten maskierter Personen und der Polizei begleitet. Mindestens 39 Personen wurden verletzt, es entstanden Sachschäden wie beispielsweise an der Kinderklinik Necker Paris.
Am frühen Donnerstagmorgen verurteilte Philippe Martinez, der Vorsitzende des CGT, der größten Gewerkschaft des Landes, die Randalierer und beschuldigte den Premierminister Manuel Valls, die Situation weiter aufheizen.
„Jedesmal, wenn wir versuchen, die Situation zu beruhigen, schüttet der Premierminister Öl ins Feuer“, erklärte Martinez gegenüber dem französischen Fernsehsender BFMV.
Die Gewerkschaften protestieren und streiken seit dem 9. März. Sie verlangen, dass die linke Regierung ein umstrittenes Arbeitsgesetz, das nach der Arbeitsministerin benannte el-Khomry-Gesetz, wieder zurückziehen. Es ebne, so die Gewerkschaften, den Weg für grundlegende Änderungen zum Nachteil der Arbeitnehmer.
Der französische Staatspräsident Francois Hollande erklärte, dass seine Regierung die Reformen nicht zurückziehen werde. Der Protest in der Hauptstadt war wegen Furcht vor neuen Ausschreitungen erst nach einigem Hin und Her auf einer verkürzten Route genehmigt worden. Nach ersten Berichten wurden fast 100 Personen von der Polizei aufgehalten und etwa zur Überprüfung mit auf Dienststellen genommen.
Seit Monaten wehren sich mehrere Gewerkschaften gegen die geplante Lockerung des Arbeitsrechts. Dabei kam es am Rande der Demonstrationen immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und der Polizei. Die Behörden zählten bisher rund 1800 Festnahmen und 550 verletzte Beamte.
Düsseldorf (ots) – Seit März nimmt NRW im Schnitt nur noch halb so viele Flüchtlinge wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf. Das geht aus einem noch unveröffentlichten Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) für den Landtag hervor, der der „Rheinischen Post“ vorliegt.
Die meisten Flüchtlinge kommen demnach weiterhin aus Syrien (16 Prozent), gefolgt vom Irak (7,4 Prozent) und Afghanistan (sieben Prozent). Flüchtlinge aus Nordafrika, die als besonders problematisch gelten, kommen so gut wie gar nicht mehr nach NRW. Insgesamt hat der Bund NRW im ersten Halbjahr 2016 rund 15 Prozent mehr Flüchtlinge als im ersten Halbjahr 2015 zugewiesen.
Dabei fielen vor allem die Monate Januar (plus 179 Prozent) und Februar (plus 90 Prozent) ins Gewicht. Im März kam dann ein Drittel weniger Flüchtlinge nach NRW als im März 2015, im April ging die Zahl um 53 Prozent zurück, im Mai um 56 Prozent und in der ersten Hälfte des aktuellen Monats um 64 Prozent. Insgesamt hat der Bund NRW im ersten Halbjahr 48.188 Asylsuchende zugewiesen.
„Die Entwicklung der letzten Monate zeigt deutlich, dass viele der zu uns fliehenden Menschen nicht nur vorübergehend sondern für eine lange Zeit, wenn nicht sogar für immer hierbleiben werden“, heißt es laut Bericht im Anhang zu dem Bericht.
Ankara (eurasia/nex) – Die türkische Regierung hat die Zerschlagung des Cash-Flows der Terrororganisation PKK in einer kürzlichen Kabinettssitzung unter dem Vorsitz des Präsidenten diskutiert. Das teilte der türkische Innenminister Efkan Ala gegenüber Journalisten mit.
Ala sagte, Militäroperationen im Lice-Distrikt der Provinz Diyarbakir seien im Fokus der Diskussionen am 20. Juni in Ankara gewesen. Die Behörden wollten dem Drogenhandel als Einkommensquelle der PKK ein Ende bereiten, so der Innenminister weiter.
Er fügte hinzu, die verbotene Gruppe bereite fortwährend mit Bomben beladene Autoangriffe vor. Diese sollen im Westen der Türkei zum Einsatz kommen. Präpariert würden die Autos vermutlich in der Senyayla-Region von Lice.
Türkische Kampfjets bombardieren regelmäßig PKK-Positionen im Nordirak und den ruralen Regionen von Lice. Hier nehmen die Jets vor allem Drogenanbaufelder ins Visier. Unterdessen führt die Armee Bodenoperationen in der Region durch.
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„Nachdem die PKK über die YPG sogenannte Kantone in Syrien ausgerufen hatte, wertete die Organisation den Status ihrer Camps in Senyayla auf. Sie benutzt die Region als Transferpunkt in andere Städte“, sagte er.
An der Kabinettssitzung nahmen der Vorsitzende der nationalen Geheimdienstorganisation MIT, Hakan Fidan, und der Generalstabschef der Armee, Hulusi Akar, teil, fügte der Innenminister hinzu.
Das Treffen fand nur einen Tag vor der Ankündigung des Premierministers Binali Yildirim am vergangenen Dienstag statt, dass die Operationen gegen die PKK beendet seien und man in die „zweite Phase“ des Wiederaufbaus übergehen werde.
„Jetzt sind die Operationen vorbei, es wird physische und soziale Renovationen geben. Wir werden zerstörte Gebäude durch noch schöneren ersetzen“, sagte Yildirim.
Der Innenminister Ala informierte über ein neues Gesetz für lokale Gemeinden. Dieses soll noch diesen Monat dem Parlament vorgelegt werden.
„Der Punkt hier ist, dass einige Gemeinden ihre Geschäftsmöglichkeiten für andere Ziele verwenden. Man gibt ihnen Baumaterial und sie verwenden das, um Gräben auszuheben oder Barrikaden gegen Sicherheitskräfte zu bauen“, führte er an.
Das neue Gesetz werde außerdem das Angebot der türkischen Staatsbürgerschaft an ausländische Geschäftsleute beinhalten, die eine bestimmte Menge an Kapital in der Türkei investierten, so Ala weiter.
Der Umwelt- und Stadtminister Mehmet Özhaseki warnte, dass die Kompetenzen der lokalen Gemeinden an Provinzgouverneure übertragen würden, wenn diese ihren Aufgaben nicht nachkämen. Darüber hinaus werde das Innenministerium die Option erhalten, neue Bürgermeister zu ernennen.
In der Zwischenzeit sagte eine namentlich nicht genannte militärische Quelle der türkischen Tageszeitung Hürriyet, dass sich jüngste Militäroperationen in Diyarbakir gegen den Drogenhandel zusammen mit Bombenlagern richteten. Die Quelle behauptete, die PKK unterhalte umfassende Kannabis-Felder in der Region.
Anfang dieser Woche haben türkische Sicherheitskräfte große Anti-Terroroperationen in 25 Dörfern in Diyarbakir gestartet. Zuvor hatte Ankara eine Ausgangssperre in den Regionen verhängt.
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews
Dortmund (nex) – Ärzte haben eine ungewöhnliche Warnung für all jene ausgesprochen, die im Dunkeln ihr Smartphone gebrauchen: Sie sollten dafür beide Augen benützen.
In einem am heutigen Donnerstag in der medizinischen Wochenzeitschrift New England Journal of Medicine erschienenen Artikel berichteten Ärzte aus London von zwei Frauen, die aus unerklärlichen Gründen bis zu 15 Minuten erblindeten.
Doch schon bald konnte das Geheimnis in einer Augenarztpraxis gelüftet werden. Dr. Gordon Plant fand heraus, dass die Frauen gewöhnlich mit einem Auge auf ihr Handy schauten, während sie im Dunkeln in ihrem Bett lagen und das andere Auge mit dem Kissen abgedeckt war.
Diese Fehlanpassung hatte zur Folge, dass, wenn sie ihr Telefon wieder weglegten, das Auge, das sich an das Licht gewöhnt hatte, eine gewisse Zeit brauchte, um sich an das Auge anzupassen, das sich wiederum an die Dunkeheit adaptiert hatte. Dieser Zustand führte dann zu einer vorübergehenden Blindheit, die Plant als harmlos beschrieb.
Bursa (nex) – Türkische Minimärkte, sogenannte „Bakkals“, erleben dank der vemehrten Bildung von Einkaufsgenossenschaften gegen große Discounter ein Umsatzplus von 400 Prozent.
Sieben Gemischtwarenhändler im Distrikt Inegöl der nordwesttürkischen Provinz Bursa, die sich im Jahr 2006 zusammentaten, um sich gegen die großen Supermarktketten behaupten zu können, erleben nun einen Umsatzplus von 400 Prozent – ein seltenes Beispiel für Ladengeschäfte, die in Konkurrenz mit der zunehmenden Zahl von Supermärkten treten, die Kunden mit niedrigeren Preisen und Aktionsartikeln anziehen.
Die Initiative könnte ein Hoffnungsschimmer für die Tradition der Gemischtwarenläden – zu Türkisch: Bakkal – sein, die als eines der bekanntesten Merkmale der Nachbarschaftskultur in der Türkei gelobt werden.
Der Präsident der Vertriebskooperation für Gemischtwarenläden Inegöl (BAKKOOP), Bülent Savasci, erzählte der türkischen Tageszeitung Hürriyet Daily, dass 2006, als die Kooperation gegründet wurde, ihr vorrangiges Ziel der Kauf von Produkten in größeren Mengen und die weitestgehende Senkung der Preise gewesen sei. So sollten die Bakkals in die Lage gebracht werden, eine Konkurrenz zu den großen Supermärkten zu sein. Nur drei Jahre später, im Jahr 2009, hatten sie dieses Ziel erreicht.
Heute hat die BAKKOOP fast 100 Partner
„Während die tägliche Umsatzrate örtlicher Bakkals bis 2006 zwischen 1.000 und 1.500 Türkische Lira betrugen, haben wir heute Mitglieder, die tägliche Umsätze von 3.000 bis 5.000 Türkische Lira vorweisen können“, erklärte Savasci. Was nach den Worten des BAKKOOP-Präsidenten noch besser ist, ist die Tatsache, dass kleine Unternehmen nun Preise anbieten können, die mit denen der großen Ketten identisch sind oder gar unter diesen liegen.
Savasci wies darauf hin, dass die Philosophie der Kooperation im Erhalt der Bakkalkultur und deren Ergänzung durch Elemente liege, die große Supermärkte so erfolgreich machten wie zum Beispiel die Infrastruktur und Produktvielfalt.
Er ist überzeugt, dass sie bei der Produktvielfalt das Level der Supermärkte erreicht hätten: „Früher konnte man keine Babynahrung in Bakkals kaufen. Jetzt haben wir in den meisten Läden sogar Windeln im Angebot. Die Menschen vertrauen langsam wieder den Bakkals“, fügt er hinzu und betont, dass ihre Aufgabe darin liege, das Überleben der Bakkalkultur zu sichern.
Die BAKKOOP hat heute laut Savasci 15 Filialen in Inegöl. Rund 40 Bakkalbesitzer im Distrikt folgen dem Beispiel der Kooperation.
Die großen Änderungen im Konsumverhalten der Türken und das stabile Wirtschaftswachstum brachten mit sich, dass Bakkals, die nicht in der Lage waren, in Konkurrenz mit den großen Supermärkten zu treten, erhebliche Verluste erleiden mussten und durch Supermärkte, die einer Kette angehören, ersetzt wurden.
Austin (nex) –„ Ich bin Mexikaner, ich bin Muslim und ich bin Donald Trumps größter Alptraum“, sagt Andrew, ein 11-jähriger Video-Blogger. Der Fünftklässler aus Texas fühlt sich, als müsste er als mexikanischstämmiger Muslim, der in den USA lebt, an zwei Fronten kämpfen.
Andrew setzt seine Facebook-Seite als Mittel ein, sich zu politischen Themen zu äußern und seinen Glauben und seine Identität zu verteidigen. „Ich bin Muslim und kein Terrorist“, erklärt er in einem Video.
Ein elfjähriger muslimischer Blogger mit mexikanischer Familiengeschichte begeistert die sozialen Medien. Bereits jetzt hat Andrew Morales auf der Facebook-Seite, die er mit der Hilfe und Erlaubnis seiner Mutter betreibt, weltweit fast 6000 Follower und verbreitet über diese seine Botschaften, die hauptsächlich mit dem Islam und der Situation der Muslime in den USA zu tun haben.
(Foto: Facebook)
Der Fünftklässler, der als Muslim und Kind mexikanischer Einwanderer gleich aus zwei Gründen rassistischen Anfeindungen ausgesetzt ist, betreibt seit vier Jahren seine Facebook-Seite. Erst hatte er sie lediglich unterhalten, um mit seinen Freunden in Mexiko in Kontakt zu bleiben, mittlerweile nimmt der Elfjährige auch regelmäßig Stellung zu Fragen des Tagesgeschehens und der Minderheiten in den USA.
Dabei antwortet er unter anderem auf Angriffe gegen Muslime und die mexikanische Einwanderercommunity, wie sie seiner Meinung nach insbesondere durch den designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald J. Trump salonfähig gemacht würden. „Ich bin ein Muslim und ich bin kein Terrorist“, erklärt Andrew Morales in einem seiner Videos, in dem er seinen Glauben und seine Identität verteidigt. Trumps Politik sei „negativ und bösartig“.
Die Seite wird in aller Welt gelesen und viele muslimische Eltern danken dem Elfjährigen dafür, dass er gerade auf ihre Kinder einen positiven Einfluss ausübe. „Eltern haben angerufen, ihm geschrieben und sich bedankt, dass ihre Kinder seine Videos sehen und seine Botschaft auch einen Eindruck auf ihr Leben zu Hause ausübe.“
Politisch unterstützt Morales, obwohl er noch nicht wahlberechtigt ist, den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders. „Ich mag, was Bernie sagt, und die Art, wie er Muslime behandelt“, erklärt der Elfjährige. „Er ist lustig, interaktiv, liebt die Menschen und verurteilt keine Menschen anderer Rasse.“ Davon, dass sich mittlerweile auch Hater und Trolle auf seine Seite verirren, lässt Andrew sich nicht kirre machen. Demnächst will er – wenn seine Mutter es erlaubt – auch seinen ersten Snapchat-Account eröffnen.
Bursa (nex) – In der westtürkischen Provinz Bursa sind 900 Arbeiter der vom multinationalen Nestlé-Konzern betriebenen Fabrik in Karacabey am Dienstagmorgen in den Ausstand getreten.
Damit wollen sie gegen ihrer Auffassung nach zu niedrige Löhne protestieren. Die Gewerkschaft Tek Gıda-İş hatte zuvor verlautbart, dass es ihr nicht gelungen sei, sich mit der Unternehmensführung im Rahmen eines Kollektivvertrages auf Lohnerhöhungen zu einigen. Mustafa Akyürek, der Generalsekretär der Tek Gıda-İş, erklärte gegenüber den vor der Fabrik versammelten Arbeitern:
„Die Produktion in der Anlage ist gestoppt. Nur eine Handvoll Arbeiter befindet sich noch in der Fabrik, um im Einklang mit dem Gesetz erforderliche Wartungsarbeiten vorzunehmen. Außer ihnen stehen alle Kollegen vor der Fabrik und haben sich dem Streik angeschlossen.“
Die Gewerkschaft fordert eine gleichmäßige Erhöhung der Löhne um 600 TL (ca. 183 Euro). Da die Geschäftsführung wesentlich weniger anbot, gab es keine gemeinsame Verhandlungsbasis mehr. Ein streikender Arbeiter erklärte gegenüber der Presse, dass 60 Prozent der Beschäftigten lediglich zum Mindestlohn arbeiten würden. Auch sollten die Leiharbeiter als reguläre Belegschaft in das Unternehmen übernommen werden.