PKK kontrolliert 40% des Heroinhandels in Europa
Roberto Fragnito: PKK investiert Milliarden, um feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren

Die Terrororganisation verfüge über ein stabiles Gesamtvermögen von etwa 86 Milliarden US-Dollar (knapp 77 Milliarden Euro), das nicht nur für den Terror selbst, sondern auch dafür nutzbar gemacht wird, internationalen Druck auf die Türkei aufzubauen und eine feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren. Bei der Aufbringung dieser Finanzmittel spielen nicht zuletzt die Produktion und der Vertrieb von Heroin eine tragende Rolle.

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Der Terror-Konzern: PKK verfügt über Vermögen von 77 Milliarden Euro

Austin/Texas (nex) – Roberto Fragnito, ein politischer Analyst für Stratfor, einen der bedeutendsten Think Tanks der USA, hat in einem Hintergrundbericht, der auf der Plattform Wikileaks veröffentlicht wurde, aufgezeigt, wie die terroristische PKK mittels Aktivitäten im Bereich der organisierten Kriminalität nicht nur ihre Gewaltakte in der Türkei, sondern auch ein umfangreiches Propagandanetzwerk finanziert.
Demnach verfüge die Terrororganisation über ein stabiles Gesamtvermögen von etwa 86 Milliarden US-Dollar (knapp 77 Milliarden Euro), das nicht nur für den Terror selbst, sondern auch dafür nutzbar gemacht wird, internationalen Druck auf die Türkei aufzubauen und eine feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren. Bei der Aufbringung dieser Finanzmittel spielen nicht zuletzt die Produktion und der Vertrieb von Heroin eine tragende Rolle.
Auch im Opiumhandel ist die PKK führend dabei, darüber hinaus umfasst das Leistungsportfolio ihres kriminellen Netzwerks auch Geldwäsche, Schmuggel aller Art, Erpressung, Raub, Menschenhandel und Produktpiraterie. Neben Menschenhandel zu Zwecken der Prostitution betreibt die PKK auch die Schleusung von Flüchtlingen und nicht dokumentierten Arbeitskräften. Die Einnahmen der PKK aus den Aktivitäten innerhalb des organisierten Verbrechens insgesamt fließen hauptsächlich in den Ankauf von Waffen, Munition und weiterer Ausstattung für Terroristen.
Der Schmuggel von Betäubungsmitteln umfasst den größten Teil des PKK-Finanzapparates. Bei Bedarf kaufen die Terroristen Waffen jedoch nicht nur für eigene Zwecke, sondern verkaufen diese auch Gewinn bringend weiter. Im Drogengeschäft ist die PKK mittlerweile in der Lage, die gesamte Kette von der Produktion über die Veredelung bis zum Absatz und zur Vermarktung unter dem eigenen Dach abzudecken. Nicht nur Produzenten, sondern auch Kuriere und Netzwerker für den Verkauf kommen aus den eigenen Reihen.
In Deutschland spielen dabei vor allem der PKK verbundene Familienclans eine tragende Rolle. Es bestehen aber auch Geschäftsbeziehungen zu italienischen Mafiafamilien und osteuropäischen Syndikaten. Ein nicht unerheblicher Teil der Geschäfte läuft via Istanbul und italienische Großstädte. Nicht nur von regulären kurdischen Unternehmern in Europa wird „Revolutionssteuer“ (sprich: Schutzgeld) erhoben, auch externe Drogenhändler müssen einen Teil ihres Erlöses als „Steuer“ an die Terrororganisation abführen. Alleine durch den Verkauf von Heroin erzielen einzelne PKK-Clans den Angaben deutscher Sicherheitsbehörden zufolge jährlich mehr als 125 Millionen Euro.

Insgesamt lagen die jährlichen Einnahmen der Terrororganisation aus dem Drogengeschäft Experten zufolge bereits Ende der 2000er Jahre bei jährlich 800 Millionen Euro. Dem „Spectator“ zufolge kontrollieren die Terroristen bis zu 40 Prozent des Heroinmarktes in Europa. Die PKK soll aber, zählt man auch die externen Beteiligungen dazu, in Europa regional in bis zu 80 Prozent des Drogenhandels insgesamt involviert sein, so der deutsche Generalbundesanwalt. Propagandamedien, die oftmals unter dem Deckmantel der „Kulturpflege“ agieren, verfügen ebenfalls über bis zu dreistellige Millionenetats. Der 1999 infolge der Verhaftung von PKK-Führer Öcalan europaweit geschlossene Kanal Med TV hatten bereits damals bis zu 200 Millionen US-Dollar (etwa 178 Millionen Euro) an Jahresetat zur Verfügung.

Heute verlässt man sich nicht mehr alleine auf eigene organisationsnahe Propagandasender wie den Med-TV-Nachfolgekanal Roj TV, sondern setzt auch auf Embedded Journalism und Embedded Politics, indem man gezielt die Nähe bestimmter, der PKK wohlgesonnener Journalisten und Politiker sucht, um deren Einfluss innerhalb der Mainstreammedien für sich nützen zu können. Wie der Grundtenor der Medienberichterstattung in Deutschland seit Beginn der türkischen Armeeoffensive im Juli 2015 zeigt, scheint die Strategie durchaus erfolgreich zu sein.

 

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