Kampf gegen den Terror
Milliarden-Einnahmen: Türkei will Drogenhandel der PKK zerschlagen

Ankara (eurasia/nex) – Die türkische Regierung hat die Zerschlagung des Cash-Flows der Terrororganisation PKK in einer kürzlichen Kabinettssitzung unter dem Vorsitz des Präsidenten diskutiert. Das teilte der türkische Innenminister Efkan Ala gegenüber Journalisten mit.
Ala sagte, Militäroperationen im Lice-Distrikt der Provinz Diyarbakir seien im Fokus der Diskussionen am 20. Juni in Ankara gewesen. Die Behörden wollten dem Drogenhandel als Einkommensquelle der PKK ein Ende bereiten, so der Innenminister weiter. Er fügte hinzu, die verbotene Gruppe bereite fortwährend mit Bomben beladene Autoangriffe vor. Diese sollen im Westen der Türkei zum Einsatz kommen. Präpariert würden die Autos vermutlich in der Senyayla-Region von Lice. Türkische Kampfjets bombardieren regelmäßig PKK-Positionen im Nordirak und den ruralen Regionen von Lice. Hier nehmen die Jets vor allem Drogenanbaufelder ins Visier. Unterdessen führt die Armee Bodenoperationen in der Region durch.
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„Nachdem die PKK über die YPG sogenannte Kantone in Syrien ausgerufen hatte, wertete die Organisation den Status ihrer Camps in Senyayla auf. Sie benutzt die Region als Transferpunkt in andere Städte“, sagte er. An der Kabinettssitzung nahmen der Vorsitzende der nationalen Geheimdienstorganisation MIT, Hakan Fidan, und der Generalstabschef der Armee, Hulusi Akar, teil, fügte der Innenminister hinzu. Das Treffen fand nur einen Tag vor der Ankündigung des Premierministers Binali Yildirim am vergangenen Dienstag statt, dass die Operationen gegen die PKK beendet seien und man  in die „zweite Phase“ des Wiederaufbaus übergehen werde. „Jetzt sind die Operationen vorbei, es wird physische und soziale Renovationen geben. Wir werden zerstörte Gebäude durch noch schöneren ersetzen“, sagte Yildirim. Der Innenminister Ala informierte über ein neues Gesetz für lokale Gemeinden. Dieses soll noch diesen Monat dem Parlament vorgelegt werden. „Der Punkt hier ist, dass einige Gemeinden ihre Geschäftsmöglichkeiten für andere Ziele verwenden. Man gibt ihnen Baumaterial und sie verwenden das, um Gräben auszuheben oder Barrikaden gegen Sicherheitskräfte zu bauen“, führte er an. Das neue Gesetz werde außerdem das Angebot der türkischen Staatsbürgerschaft an ausländische Geschäftsleute beinhalten, die eine bestimmte Menge an Kapital in der Türkei investierten, so Ala weiter. Der Umwelt- und Stadtminister Mehmet Özhaseki warnte, dass die Kompetenzen der lokalen Gemeinden an Provinzgouverneure übertragen würden, wenn diese ihren Aufgaben nicht nachkämen. Darüber hinaus werde das Innenministerium die Option erhalten, neue Bürgermeister zu ernennen. In der Zwischenzeit sagte eine namentlich nicht genannte militärische Quelle der türkischen Tageszeitung Hürriyet, dass sich jüngste Militäroperationen in Diyarbakir gegen den Drogenhandel zusammen mit Bombenlagern richteten. Die Quelle behauptete, die PKK unterhalte umfassende Kannabis-Felder in der Region. Anfang dieser Woche haben türkische Sicherheitskräfte große Anti-Terroroperationen in 25 Dörfern in Diyarbakir gestartet. Zuvor hatte Ankara eine Ausgangssperre in den Regionen verhängt.  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Gesundheit
Vorübergehende Blindheit durch Smartphonegebrauch im Dunkeln

Dortmund (nex) – Ärzte haben eine ungewöhnliche Warnung für all jene ausgesprochen, die im Dunkeln ihr Smartphone gebrauchen: Sie sollten dafür beide Augen benützen. In einem am heutigen Donnerstag in der medizinischen Wochenzeitschrift New England Journal of Medicine erschienenen Artikel berichteten Ärzte aus London von zwei Frauen, die aus unerklärlichen Gründen bis zu 15 Minuten erblindeten. Doch schon bald konnte das Geheimnis in einer Augenarztpraxis gelüftet werden. Dr. Gordon Plant fand heraus, dass die Frauen gewöhnlich mit einem Auge auf ihr Handy schauten, während sie im Dunkeln in ihrem Bett lagen und das andere Auge mit dem Kissen abgedeckt war. Diese Fehlanpassung hatte zur Folge, dass, wenn sie ihr Telefon wieder weglegten, das Auge, das sich an das Licht gewöhnt hatte, eine gewisse Zeit brauchte, um sich an das Auge anzupassen, das sich wiederum an die Dunkeheit adaptiert hatte. Dieser Zustand führte dann zu einer vorübergehenden Blindheit, die Plant als harmlos beschrieb.

"Bakkals" auf Erfolgsspur
Türkei: „Bakkals“ holen im Kampf gegen Discounter auf

Bursa (nex) – Türkische Minimärkte, sogenannte „Bakkals“, erleben dank der vemehrten Bildung von Einkaufsgenossenschaften  gegen große Discounter ein Umsatzplus von 400 Prozent. Sieben Gemischtwarenhändler im Distrikt Inegöl der nordwesttürkischen Provinz Bursa, die sich im Jahr 2006 zusammentaten, um sich gegen die großen Supermarktketten behaupten zu können, erleben nun einen Umsatzplus von 400 Prozent – ein seltenes Beispiel für Ladengeschäfte, die in Konkurrenz mit der zunehmenden Zahl von Supermärkten treten, die Kunden mit niedrigeren Preisen und Aktionsartikeln anziehen. Die Initiative könnte ein Hoffnungsschimmer für die Tradition der Gemischtwarenläden – zu Türkisch: Bakkal – sein, die als eines der bekanntesten Merkmale der Nachbarschaftskultur in der Türkei gelobt werden. Der Präsident der Vertriebskooperation für Gemischtwarenläden Inegöl (BAKKOOP), Bülent Savasci, erzählte der türkischen Tageszeitung Hürriyet Daily, dass 2006, als die Kooperation gegründet wurde, ihr vorrangiges Ziel der Kauf von Produkten in größeren Mengen und die weitestgehende Senkung der Preise gewesen sei. So sollten die Bakkals in die Lage gebracht werden, eine Konkurrenz zu den großen Supermärkten zu sein. Nur drei Jahre später, im Jahr 2009, hatten sie dieses Ziel erreicht. Heute hat die BAKKOOP fast 100 Partner „Während die tägliche Umsatzrate örtlicher Bakkals bis 2006 zwischen 1.000 und 1.500 Türkische Lira betrugen, haben wir heute Mitglieder, die tägliche Umsätze von 3.000 bis 5.000 Türkische Lira vorweisen können“, erklärte Savasci. Was nach den Worten des BAKKOOP-Präsidenten noch besser ist, ist die Tatsache, dass kleine Unternehmen nun Preise anbieten können, die mit denen der großen Ketten identisch sind oder gar unter diesen liegen. Savasci wies darauf hin, dass die Philosophie der Kooperation im Erhalt der Bakkalkultur und deren Ergänzung durch Elemente liege, die große Supermärkte so erfolgreich machten wie zum Beispiel die Infrastruktur und Produktvielfalt. Er ist überzeugt, dass sie bei der Produktvielfalt das Level der Supermärkte erreicht hätten: „Früher konnte man keine Babynahrung in Bakkals kaufen. Jetzt haben wir in den meisten Läden sogar Windeln im Angebot. Die Menschen vertrauen langsam wieder den Bakkals“, fügt er hinzu und betont, dass ihre Aufgabe darin liege, das Überleben der Bakkalkultur zu sichern. Die BAKKOOP hat heute laut Savasci 15 Filialen in Inegöl. Rund 40 Bakkalbesitzer im Distrikt folgen dem Beispiel der Kooperation. Die großen Änderungen im Konsumverhalten der Türken und das stabile Wirtschaftswachstum brachten mit sich, dass Bakkals, die nicht in der Lage waren, in Konkurrenz mit den großen Supermärkten zu treten, erhebliche Verluste erleiden mussten und durch Supermärkte, die einer Kette angehören, ersetzt wurden.

Junger muslimischer Starblogger
Andrew (11): „Ich bin Mexikaner, ich bin Muslim und ich bin Donald Trumps größter Alptraum“

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Austin (nex) –„ Ich bin Mexikaner, ich bin Muslim und ich bin Donald Trumps größter Alptraum“, sagt Andrew, ein 11-jähriger Video-Blogger. Der Fünftklässler aus Texas fühlt sich, als müsste er als mexikanischstämmiger Muslim, der in den USA lebt, an zwei Fronten kämpfen. Andrew setzt seine Facebook-Seite als Mittel ein, sich zu politischen Themen zu äußern und seinen Glauben und seine Identität zu verteidigen. „Ich bin Muslim und kein Terrorist“, erklärt er in einem Video. Ein elfjähriger muslimischer Blogger mit mexikanischer Familiengeschichte begeistert die sozialen Medien. Bereits jetzt hat Andrew Morales auf der Facebook-Seite, die er mit der Hilfe und Erlaubnis seiner Mutter betreibt, weltweit fast 6000 Follower und verbreitet über diese seine Botschaften, die hauptsächlich mit dem Islam und der Situation der Muslime in den USA zu tun haben.
(Foto: Facebook)
(Foto: Facebook)
Der Fünftklässler, der als Muslim und Kind mexikanischer Einwanderer gleich aus zwei Gründen rassistischen Anfeindungen ausgesetzt ist, betreibt seit vier Jahren seine Facebook-Seite. Erst hatte er sie lediglich unterhalten, um mit seinen Freunden in Mexiko in Kontakt zu bleiben, mittlerweile nimmt der Elfjährige auch regelmäßig Stellung zu Fragen des Tagesgeschehens und der Minderheiten in den USA. Dabei antwortet er unter anderem auf Angriffe gegen Muslime und die mexikanische Einwanderercommunity, wie sie seiner Meinung nach insbesondere durch den designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald J. Trump salonfähig gemacht würden. „Ich bin ein Muslim und ich bin kein Terrorist“, erklärt Andrew Morales in einem seiner Videos, in dem er seinen Glauben und seine Identität verteidigt. Trumps Politik sei „negativ und bösartig“. Die Seite wird in aller Welt gelesen und viele muslimische Eltern danken dem Elfjährigen dafür, dass er gerade auf ihre Kinder einen positiven Einfluss ausübe. „Eltern haben angerufen, ihm geschrieben und sich bedankt, dass ihre Kinder seine Videos sehen und seine Botschaft auch einen Eindruck auf ihr Leben zu Hause ausübe.“ Politisch unterstützt Morales, obwohl er noch nicht wahlberechtigt ist, den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders. „Ich mag, was Bernie sagt, und die Art, wie er Muslime behandelt“, erklärt der Elfjährige. „Er ist lustig, interaktiv, liebt die Menschen und verurteilt keine Menschen anderer Rasse.“ Davon, dass sich mittlerweile auch Hater und Trolle auf seine Seite verirren, lässt Andrew sich nicht kirre machen. Demnächst will er – wenn seine Mutter es erlaubt – auch seinen ersten Snapchat-Account eröffnen.

Arbeitskampf in Provinz Bursa
Türkei: Streik in Nestlé-Werk Karacabey legt Produktion still

Bursa (nex) – In der westtürkischen Provinz Bursa sind 900 Arbeiter der vom multinationalen Nestlé-Konzern betriebenen Fabrik in Karacabey am Dienstagmorgen in den Ausstand getreten. Damit wollen sie gegen ihrer Auffassung nach zu niedrige Löhne protestieren. Die Gewerkschaft Tek Gıda-İş hatte zuvor verlautbart, dass es ihr nicht gelungen sei, sich mit der Unternehmensführung im Rahmen eines Kollektivvertrages auf Lohnerhöhungen zu einigen. Mustafa Akyürek, der Generalsekretär der Tek Gıda-İş, erklärte gegenüber den vor der Fabrik versammelten Arbeitern: „Die Produktion in der Anlage ist gestoppt. Nur eine Handvoll Arbeiter befindet sich noch in der Fabrik, um im Einklang mit dem Gesetz erforderliche Wartungsarbeiten vorzunehmen. Außer ihnen stehen alle Kollegen vor der Fabrik und haben sich dem Streik angeschlossen.“ Die Gewerkschaft fordert eine gleichmäßige Erhöhung der Löhne um 600 TL (ca. 183 Euro). Da die Geschäftsführung wesentlich weniger anbot, gab es keine gemeinsame Verhandlungsbasis mehr. Ein streikender Arbeiter erklärte gegenüber der Presse, dass 60 Prozent der Beschäftigten lediglich zum Mindestlohn arbeiten würden. Auch sollten die Leiharbeiter als reguläre Belegschaft in das Unternehmen übernommen werden.

Unmut über Sex-Aufklärung
Minderjährige kritisieren zu viel Sex in Aufklärungsplakaten

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Bern (nex) – Nicht nur in Deutschland mehren sich die Proteste gegen explizite Darstellungen und die Darbietung sexueller Inhalte in der Öffentlichkeit im Namen staatlich geförderter „Aufklärungskampagnen“. Wie das „Christliche Medienmagazin pro“ berichtet, wollen 35 Kinder und Jugendliche, nachdem sie mit einer Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen gescheitert waren, nun vor das Bundesgericht ziehen, um eine für die Benutzung von Kondomen werbende Kampagne des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit stoppen zu lassen. Das Video zur Kampagne zeige explizit sexuelle Handlungen, lautet der Vorwurf. Dies unterlaufe geltende Bestimmungen zum Jugendschutz. Die Szenen und Plakate seien mehr darauf ausgelegt, sexuelle Lust zu erregen, als aufzuklären, heißt es weiter vonseiten der Beschwerdeführer. Die Eltern der Kinder sehen darüber hinaus eine Gefährdung in der Entwicklung ihrer Kinder. Auch die christliche Stiftung „Zukunft CH“ unterstützt den Widerstand gegen die Kampagne, die unter dem Titel „Bereue nichts“ steht. In Deutschland protestieren seit mehreren Jahren konservative Nichtregierungsorganisationen wie „Demo für alle“ gegen ihrer Auffassung nach anzügliche und übergriffige Kampagnen zur „Sexualaufklärung“ an Schulen und in der Öffentlichkeit. Vor einigen Wochen erregte eine Plakatkampagne der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ Aufsehen, deren Ziel es sei, vor der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten zu warnen und dazu in Comic-Darstellungen sexuelle Handlungen in verschiedenen Posen und Konstellationen zeigt. Sören Hauptstein von der AfD-Jugendorganisation Jungen Alternative Niedersachsen sprach in diesem Zusammenhang von „obszönen Sex-Zeichnungen“ und brachte eine Strafanzeige wegen Verbreitung pornografischer Schriften an Minderjährige ein.

Neue Übungsleiter benötigt
DFB-Präsident: 20.000 Flüchtlinge spielen in deutschen Vereinen

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Düsseldorf (ots) – Nach neuesten Erhebungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sind immer mehr Flüchtlinge in Sportvereinen integriert. „Die Zahl von Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die als Spieler neu in unsere Vereine gekommen sind, ist in der abgelaufenen Saison von 25.000 in der Spielzeit 2014/15 auf 42.000 angestiegen“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Interview mit der „Rheinischen Post“. „Wir gehen davon aus, dass rund 20.000 Flüchtlinge mittlerweile in unseren Vereinen angekommen sind. Das ist eine bemerkenswerte Zahl. Sie spielen mit einem Spielerpass wettbewerbsmäßig Fußball, das zeigt, sie haben ein soziales Umfeld gefunden und sind im Verein integriert. Das ist eine große Verantwortung für unsere Ehrenamtlichen vor Ort. Und eine Herausforderung für den Verband, denn wir müssen viele neue Übungsleiter finden. Es geht dabei auch um die Zukunftsfähigkeit der Vereine.“

Anfeindungen nicht zurückgegangen
Türkischstämmige Abgeordnete weiter unter Polizeischutz

Düsseldorf (ots) – Die elf türkischstämmigen Abgeordneten im Bundestag erhalten nach individueller Absprache weiterhin Polizeischutz. Wie die „Rheinische Post“ aus Fraktionskreisen erfuhr, sind die Abgeordneten weiterhin vom BKA als schutzbedürftig eingestuft und erhalten je nach Art ihrer öffentlichen Termine auf Wunsch Polizeischutz. Besonderen Schutz benötigt Grünen-Chef Cem Özdemir. Er wird mittlerweile rund um die Uhr von Personenschützern des BKA bewacht. Die Anfeindungen gegen ihn in sozialen Netzwerken und per E-Mail seien nicht zurückgegangen, hieß es aus seinem Büro. In einem hasserfüllten türkischsprachigen Video, das bei Facebook gepostet wurde, werden Bilder von seiner Familie gezeigt und die Namen seiner Kinder genannt. Andere Abgeordnete berichteten, dass die Hassmails gegen sie weniger geworden seien, aber nicht aufgehört hätten.

"Verdacht der Manipulation"
Nebenklage-Anwalt machen Umstände des Mordfalles Yangjie Li „misstrauisch“

Halle (ots) – Im Mordfall Yangjie Li hat der Berliner Strafrechtler Sven Peitzner beklagt, dass ihn die Umstände des Falles „misstrauisch“ machen. „Wir werden zu prüfen haben, ob die Tatverdächtigen zu bestimmten Zeiten Informationen hatten, die sie nicht hätten haben dürfen“, sagte er im Gespräch mit der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Der Strafrechtler vertritt die Eltern der ermordeten Studentin und führt bei einem möglichen Prozess die Nebenklage. Er hat inzwischen Einsicht in die Akten der Ermittler. Dass die Mutter des Tatverdächtigen als Polizistin bei den Ermittlungen im Mordfall beteiligt gewesen sein und der Stiefvater – er ist Revierleiter – bei einem Umzug des tatverdächtigen Paares geholfen haben soll, das „befremdet mich sehr“, sagte Peitzner. Deutliche Kritik richtet er an den Leitenden Oberstaatsanwalt Folker Bittmann in Dessau. Dessen Pressekonferenz sei „ein Desaster“ gewesen. Er habe bei Angaben über den Beruf der Mutter des Tatverdächtigen Diskretion gewahrt, das Opfer aber mit Angaben zur Version des Tatverdächtigen „in den Schmutz“ gezogen. Peitzner spricht von schwierigen Ermittlungen. Eine mögliche Anklageerhebung könne noch zwei bis drei Monate dauern.  

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Ramadan in Istanbul
Türkei: Schauspielerin Wilma Elles kann Hass auf Erdogan nicht nachvollziehen

Istanbul (nex) – Wer hätte das gedacht? Die in Istanbul lebende Kölner Schauspielerin Wilma Elles scheint ein großer Fan vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu sein. Wie die in Köln erscheinende Express-Zeitung auf ihrer Online-Seite am Mittwoch berichtete, nahm Elles gemeinsam mit ihrem türkischen Ehemann Kerem Gogus (35) und ihren fast einjährigen Zwillingen Melodi Evita und Milat Aristo bei Erdogans festlichem Fastenbrechen in Istanbul teil. Die Schauspielerin, die in der Türkei Kultstatus genieße, und der türkische Präsident würden sich von vielen offiziellen Anlässen und einer Audienz bei ihm kennen. Dies sei die erste private Einladung gewesen, so Elles gegenüber dem Express. „Er hat mich mit den Babys zum Fastenbrechen eingeladen, weil er sie kennenlernen wollte. Das macht mich sehr stolz.“ Für die Zwillinge habe Erdogan eigens Babystühle organisieren lassen. „Die wurden nur für uns angeschafft, die beiden waren die einzigen Babys vor Ort“, erzählt Elles voller Stolz weiter. Erdogan und seine Frau Emine (61) hätten sie herzlich aufgenommen. Elles: „Er hat Melodi und Milat auf den Schoß genommen. Beide haben sie wie ihre eigenen Enkel liebgehabt, ihnen Kirschen angeboten. Das war mega-süß!“ Elles könne den in Deutschland weitverbreiteten Hass auf Erdogan nicht nachvollziehen. „Ich bin der lebende Beweis, dass er die Deutschen am Ende doch mag“, habe Elles lachend gesagt. Die ehemalige Politik-Studentin und Enkelin eines Botschafters sei sich sicher: „Deutsche und Türken sind nicht so weit auseinander, wie viele denken.“