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Türkei: Gedenkskulptur für Kater Tombili
US-Wahlen
Weil „er schlau ist“: Warum Donald Trump seit 18 Jahren keine Steuern zahlt
Fatah gegen Hamas
Wahlen in Gaza wurden von Palästinenserbehörde verboten
Tag der offenen Moschee
Rainer Schmeltzer (SPD): Muslime und Islam gehören zu NRW
Demo gegen Landraub
Äthiopien: Mindestens 52 Tote nach Schüssen auf Anti-Regierungs-Demo
Bishoftu (nex) – Während einer jährlichen Erntedankfeier in der zentraläthiopischen Stadt Bishoftu in der Region Oromo wurden mindestens 52 Menschen getötet und viele verletzt. Wie es in einem Statement der Regionalregierung heißt, seien die Opfer bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Erst im Juni und August sind in Äthiopien hunderte Menschen bei Demos gestorben.
Die Zeremonie hatte sich zu regierungskritischen Protesten entwickelt. Tausende Angehörige der größten ethnischen Minderheit des Landes, die Oromo, kamen aus der gesamten Region und versammelten sich am Hora, einem der Kraterseen von Bishoftu, das sich rund 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba befindet. Sie skandierten auf Oromo „didne“, was „es reicht“ bedeutet.
Die tödlich endende Massenpanik brach nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur Anadolu aus, als Sicherheitskräfte das Feuer eröffneten und Tränengas einsetzten. Weitere Slogans, die die Menge rief, waren „Freiheit“ und „Nieder mit Woyane“ – Woyane ist das andere Akronym für die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die seit 1991 an der Macht ist.
„Wir sind traurig, es hätte niemals passieren sollen“, sagte Kommunikationsminister Getachew Reda.Reda erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Opposition für die Stimmung auf der Veranstaltung vom gestrigen Sonntag gewesen sei. Er wies darauf hin, dass die Regierung für die traditionelle Feier einen Weltkulturerbeantrag bei der UNESCO habe stellen wollen.
Das Irreechaa der Oromo, das im Oktober begangen wird, entspricht etwa dem Erntedankfest und besteht aus mehreren Ritualen. Die Region Oromo ist immer wieder Schauplatz gewalttätiger Demonstrationen, die bereits im Dezember 2015 und im August dieses Jahres zu zahlreichen Todesopfern führten.
Die Demonstranten protestierten gegen die Entscheidung der Regierung, die Grenzen der Hauptstadt bis in die Region Oromo hinein zu erweitern. Sie befürchten, dass damit die Bauern von ihrem Land vertrieben würden.
Referendum
Kolumbien: Friedensvertrag mit Farc-Rebellen in Referendum abgelehnt
Dortmun (nex) – Die Kolumbianer haben am gestrigen Sonntag das Abkommen zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen zur Beendigung des 52-jährigen Konflikts überraschend abgelehnt.
„Ich bin der Erste, der das Ergebnis anerkennt“, erklärte Präsident Juan Manuel Santos während einer im Präsidentenpalast abgehaltenen Fernsehansprache. „Ich gebe nicht auf. Ich werde mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit um den Frieden bemühen.“ Santos fügte hinzu, dass der Waffenstillstand mit den FARC zunächst in Kraft bleiben werde. Die politische Landschaft des Landes ist nun gespalten.
Während 50,23 Prozent der Referendumteilnehmer mit Nein stimmten und somit dem ehemaligen Präsidenten und jetzigen Senator Alvaro Uribe folgten, votierten 49,76 Prozent mit Ja. Aus dem Wahlergebnis lässt sich das noch immer weit verbreitete Misstrauen gegenüber den FARC-Rebellen lesen.
„Der Frieden weckt Hoffnungen, aber die Vertragstexte von Havanna sind enttäuschend“, erklärte Uribe am Sonntagmorgen gegenüber den Medien.
Das am 26. September vor internationalen Persönlichkeiten feierlich unterzeichnete Abkommen zwischen den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens – Volksarmee (FARC) und der Regierung hatte in einer eine Woche vor dem Referendum durchgeführten Meinungsumfrage noch 65 Prozent Ja-Stimmen erhalten.
Seit 1964 tobte der Bürgerkrieg in Kolumbien. Human Rights Watch zufolge soll er 300 000 Menschen das Leben gekostet haben, jährlich sollen 200 000 Menschen, insgesamt 5,7 Millionen, in all den Jahren der Kämpfe wegen ihre Heimat verlassen haben. Die 2500 Mann starke, ebenfalls linksextreme „Nationale Befreiungsarmee“ (ELN) bekämpft weiterhin mit Waffengewalt die Regierung.
"Verstoß gegen Tarifeinheitsgesetz"
Ufo prüft Klage gegen Air-Berlin-Tarifvertrag
Archäologie
Japan: Forscher entdecken in Ruine osmanische Münzen aus dem 17. Jahrhundert
Foto: Flickr
Islam in Deutschland
Faktencheck: Wie islamisch ist Deutschland?
„Schwarz, Rot, Burka – wie islamisch ist Deutschland? Der Faktencheck mit Claus Strunz“, am Dienstag, 4. Oktober 2016, um 23:10 Uhr in SAT.1.
Die meisten Deutschen wissen nichts über den Islam – außer dass er nicht zu Deutschland gehört
"Keine expansionistischen Ziele"
Erdogan: „In Mosul sollten nur sunnitische Kurden, Turkmenen und sunnitische Araber bleiben“
Die Türkei und die USA starteten Ende August eine Militäroperation in Nordsyrien, um das Gebiet von IS (Daesh)-Elementen zu säubern. Ankara verfolge keine expansionistischen Ziele in Syrien oder Irak, betonte Erdogan und verwies auf die fast drei Millionen Flüchtlinge, für die die Türkei aus „einer islamischen und ethischen Verpflichtung“ heraus bereits 12,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben habe.
Der türkische Präsident fügte hinzu, dass der Westen sich seiner Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen entziehe, und diese Länder ihre Grenzen dichtmachten.
Erdogan appellierte am gestrigen Sonntag an die islamischen Staaten, sich zu vereinigen und einander mit Solidarität zu begegnen. Erdogan darauf wies im Interview darauf hin, dass gegenüber der islamischen Welt verabscheuungswürdige Entwicklungen zu verzeichnen seien.
„Die Türkei und Saudi-Arabien werden angegriffen“, so Erdogan. „Wir sehen, dass alle Fallen und Pläne sich gegen die islamische Welt richten.“
Mindestens 600.000 Menschen seien in Syrien während des noch immer andauernden Krieges getötet worden, fügte er hinzu und warnte, dass die islamische Welt nun enger zusammenarbeiten müsse, bevor es zu spät sei.


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