Nach Kritik aus Deutschland
Türkischer Politiker: „Hebt eure Ersparnisse von deutschen Banken ab!“

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Istanbul (nex) – Türken in Deutschland sollten ihre Ersparnisse von den Banken im Land abheben, forderte der Istanbuler Abgeordnete Metin Külünk am gestrigen Samstag während einer Tagung in der westtürkischen Stadt Tekirdag. Deutsche Regierungsvertreter hatten zuvor die Festnahmen von Abgeordneten der PKK-nahen Demokratischen Partei der Völker (HDP) kritisiert. Letztere hätten den Vorladungen zur Aussage über die Terrororganisation PKK wiederholt keine Folge geleistet und seien nun per Haftbefehl zwangsweise vorgeführt worden, hatte Justizminister Bekir Bozdag erklärt. Külünk verurteilte die unterstützende Haltung der deutschen Regierungsvertreter gegenüber dem PKK-Terror, die sich wie ein Feind der Türkei verhielten. „Was bezweckt Deutschland damit, wenn es diese Terrororganisation in der Türkei unterstützt?“, fragte er und fügte hinzu: „Die türkischen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland sollten ihre Rechte gegen das Land in Anspruch nehmen, das den türkischen Staat beleidigt.“ Külünk wies darauf hin, dass Deutschland einen Fehler begehe, indem es die Terrororganisation PKK unterstütze, die Tausende Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet habe. Ein türkisches Gericht hatte am vergangenen Freitag die Festnahmen der beiden Co-Vorsitzenden und weiterer Mitglieder der HDP angeordnet, die Vorladungen zur Aussage in Terrorermittlungen wiederholt keine Folge geleistet hatten. Andere Abgeordnete wie der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahceli, waren der Vorladung der Staatsanwaltschaft nach Aufhebung ihrer Immunität gefolgt. Die HDP geriet wegen ihrer engen Verbindung zur PKK ins Fadenkreuz der Ermittler. Parteimitglieder hatten sich geweigert, die PKK als eine Terrororganisation zu bezeichnen, hatten an Beerdigungen von PKK-Terroristen teilgenommen, von denen zwei Selbstmordattentäter gewesen waren und mehrere Zivilisten bei Anschlägen in Ankara mit in den Tod gerissen hatten.

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Zwei Verdächtige festgenommen
Türkei: Schüsse am Istanbuler Flughafen

Istanbul (nex) – Wie der Gouverneur von Istanbul mitteilte, hat die Polizei am Flughafen Istanbul Atatürk am heutigen Sonntag Schüsse in die Luft abgegeben, als zwei verdächtige Motorradfahrer sich weigerten, an einem Kontrollpunkt anzuhalten. Der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin, teilte am heutigen Sonntagmorgen per Twitter mit, dass zwei verdächtige Personen festgenommen worden seien. Sie hätten keine Waffen oder Sprengsätze bei sich geführt. Der Flughafen werde seinen Betrieb fortsetzen, so Sahin weiter. Ersten Meldungen zufolge habe sich einer der Verdächtigen nach den Schüssen sofort den Sicherheitskräften ergeben, während der andere zwei Stunden später gefasst worden sei. Die Polizei habe am Tatort ein Messer und einen Elektroschocker am Motorrad sichergestellt, das von Experten für Bombenräumung kontrolliert zur Detonation gebracht worden sei. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei syrischstämmige Männer, Muhammed H. und Mecnun K., die ersten Ermittlungen zufolge keine Verbindung zum Terror hätten. Mecnun K. sei jedoch fünfmal wegen Raubes vorbestraft. In der vergangenen Nacht seien während der Verfolgung der beiden Verdächtigen Fahrzeuge an der An- und Ausfahrt des Flughafens gestoppt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Dogan. Der Pressesprecher der Fluggesellschaft Turkish Airlines teilte per Twitter mit, dass die Abflüge vom Flughafen Istanbul Atatürk wie geplant fortgesetzt würden.

2016 bereits 832 Angriffe
Rechte Gewalt: Bundesweit mehr Straftaten gegen Flüchtlingsheime

BKA-Statistik ist aber Entspannung absehbar Osnabrück (nex) – Trotz sinkender Flüchtlingszahlen nehmen die Straftaten gegen Asylunterkünfte weiter zu. In den ersten zehn Monaten gab es in Deutschland 832 Angriffe gegen Flüchtlingsheime, wie das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mitteilte. Das ist fast ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, als von Januar bis Ende Oktober 637 solcher Straftaten registriert wurden. Dabei zeichnet sich aber eine Entspannung ab: Nach vielen Fällen zu Jahresbeginn sinken die Zahlen nach und nach. Sollte sich die Entwicklung der letzten Monate fortsetzen, dürften die Straftaten im Gesamtjahr unter dem Jahr 2015 mit 1031 Vorfällen bleiben. In den vergangenen drei Jahren wurden sprunghaft mehr Angriffe auf Flüchtlingsheime gezählt. Vor der großen Flüchtlingsbewegung hatte 2014 die Zahl insgesamt nur bei 199 Straftaten gelegen, 2013 bei nur 69. Der größte Teil der Übergriffe (772) war auch in diesem Jahr rechts motiviert. „Bei 60 Delikten kann eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden“, schrieb das Bundeskriminalamt. In den meisten Fällen (330) kam es zu Sachbeschädigung. Bei 188 Delikten verteilten die Täter rechtsextreme oder fremdenfeindliche Propaganda. Bei 144 Straftaten wendeten die Täter Gewalt an. Es gab 63 Brandstiftungen und zwölf Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz. In vier Fällen führten die Täter Sprengstoffexplosion herbei.

Afrika Cup
Afrikameisterschaft 2019: Türkisches Unternehmen baut Fußballstadion in Kamerun

Yaoundé (nex) – Wie die kamerunische Tageszeitung Cameroon Tribune berichtet, wird ein türkisches Unternehmen den Sportkomplex, in dem die Fußball-Afrikameisterschaft 2019 stattfinden wird, bauen.

Der Japoma Sportkomplex soll ein Stadion mit 50.000 Plätzen, eine Sporthalle, ein olympisches Schwimmbecken, Laufbahnen und Tennisplätze beherbergen. 75 Prozent der Projektkosten finanziere die türkische TÜRK EXIMBANK, so Cameroon Tribune weiter.

Der Komplex solle vier Monate vor Beginn der Fußball-Afrikameisterschaft, die 2019 in Kamerun stattfindet, fertiggestellt werden, so der kamerunische Wirtschaftsminister bei der Unterzeichnung des Finanzierungsabkommens des Großprojektes in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé am vergangenen Mittwoch.

Laut dem türkischen Botschafter Murat Ülkü sei dies das erste Mal, dass ein türkisches Unternehmen in Kamerun ein „Projekt dieser Größenordnung“ durchführen werde. Man sei allerdings nicht besorgt, da das Unternehmen das benötigte Know-how vorweisen könne.

Wie das Bauunternehmen Yenigün-Construction auf seiner Webseite bekannt gab, wurde der Vertrag zum Bau des Douala-Japoma-Stadions bereits im Dezember 2015 unterzeichnet. Dies sei das erste Projekt des Untenehmens in Kamerun. Wie Cameroon Tribune weiter berichtet, würden die voraussichtlichen Kosten bei 240 Millionen US-Dollar liegen.

Bereits zum achten Mal in Folge belegt die türkische Bauwirtschaft weltweit den zweiten Platz nach China auf der Liste der 250 größten international tätigen Bauunternehmen. Während der Markt insgesamt um 4,1 Prozent schrumpfte, gelang es türkischen Unternehmen, sowohl ihren Marktanteil als auch ihre Erlöse zu vergrößern.
Die Liste der 250 größten Bauunternehmen wird jährlich auf der Basis der Einkünfte erstellt, die Unternehmen aus Projekten außerhalb ihrer Heimatländer erlangen. Die Zahl der türkischen Baufirmen in den Top 250 ist zudem von 42 auf 43 gestiegen. China steht mit 65 Unternehmen immer noch auf Platz eins, die USA folgen mit 32 Baufirmen unter den Top 250 auf dem dritten Platz.
Die Liste wird Jahr für Jahr vom Engineering News Record (ENR), einem internationalen Magazin für die Baubranche, veröffentlicht. Die Vereinigung türkischer Bauunternehmer zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung, die in der jüngst veröffentlichten Liste für das Vorjahr zum Ausdruck kam.
Die Entwicklung im Bereich der internationalen Bauwirtschaft wird überschattet durch die globale Wirtschaftskrise, die sich mit am stärksten auf diese Branche auswirkt, darüber hinaus bestehen Unsicherheiten mit Blick auf die Folgeperioden und es gilt als schwierig, einen Punkt zu identifizieren, an dem Marktgleichgewicht herrscht.
Die Größe der 250 bedeutsamsten Baufirmen der Welt schrumpfte entsprechend 2014 im Vergleich zum Jahr davor um 4,1 Prozent auf 521,6 Milliarden US-Dollar.

Brandanschlag
Anschlag auf türkisches Café: Zwei Festnahmen in Essen

Dortmund (nex) – Nach einem Bericht der englischsprachigen Tageszeitung Daily Sabah hat eine Gruppe mutmaßlicher PKK-Anhänger in der gestrigen Freitagnacht einen Anschlag mit Molotowcocktails auf ein türkisches Cafe in Essen verübt. Dem Brandanschlag waren im Laufe des Tages einige Entwicklungen vorausgegangen – die Festnahme einiger Abgeordneter der PKK-nahen Demokratischen Partei der Völker (HDP) in mehreren Städten der Türkei, ein Autobombenanschlag in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir sowie die Statements einiger türkischer Politiker, die Deutschland und Europa dafür kritisierten, dass sie Terrororganisationen in der Türkei nicht verurteilten. Die Gruppe aus zehn Verdächtigen habe ein Café im ersten Stock des Gebäudes, das dem Türken Cengiz Cura gehört, mit Molotowcocktails angegriffen. Die Fenster des Cafés seien bei dem Anschlag beschädigt worden, es sei ein kleiner Brand entstanden. Cura, der mit der Nachrichtenagentur Dogan sprach, erklärte, dass der Brandanschlag gegen 21 Uhr stattgefunden habe und sich in dem Café Gäste aufgehalten hätten. „Ich weiß nicht, wer sich traut, solch einen Anschlag zu verüben, während Menschen in dem Gebäude sind“, sagte Cura und fügte hinzu, dass an dem Gebäude hoher Sachschaden entstanden sei. Die noch nicht identifizierten Täter, die ihre Gesichter mit Tüchern nach Art der PKK-Terroristen verhüllt hätten, hätten mit Eisenkugeln auf Fenster im zweiten Stock geschossen, wo eine deutsche Familie lebe, heißt es weiter. Der WDR berichtet, dass Landeskriminalamt und Mordkommission nun in dem Fall in alle Richtungen ermittelten. Polizeiangaben zufolge seien zwei Tatverdächtige kurz nach dem Brandanschlag festgenommen worden. Es handele sich dabei um einen 19- und einen 23-jährigen Mann, die dem Haftrichter vorgeführt werden sollen. Auf dem Gelände einer Kindertagesstätte in der Nähe des Tatortes seien Spuren entdeckt worden, die mit der Straftat in Zusammenhang stehen könnten. Nach der Vernehmung aller Zeugen werde die Polizei mehr Informationen zum Tathergang geben.

Wirtschaft
Türkei: IWF erwartet fast drei Prozent Wirtschaftswachstum

New York (nex) – Der Internationale Währungsfonds (IWF) teilte am gestrigen Freitag mit, dass die türkische Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um 2,9 Prozent wachsen werde. Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen stattete dem Land am Ende des vergangenen Monats einen Besuch ab, bei dem sie zu den vorläufigen Ergebnissen in dem Beurteilungsbericht kam. Letzterer soll im Laufe dieses Jahres dem Exekutivdirektorium des IWF vorgelegt und anschließend offiziell veröffentlicht werden. „Die türkische Wirtschaft hat mehrere Schocks überstanden“, ist in einer Erklärung zu lesen, die auf die politische Ungewissheit, die sinkenden Einnahmen aus dem Tourismus sowie die hohe Unternehmensverschuldung hinweist. Der Rückgang der Tourismuseinnahmen konnte durch niedrigere Energiepreise ausgeglichen werden. Die Türkei ist zwar in hohem Maße von Erdöl- und Gasimporten abhängig, kam jedoch in den vergangenen zwei Jahren in den Genuss niedrigerer Preise. „Eine fiskalische Lockerung zur Unterstützung der Wirtschaft ist angebracht“, heißt es weiter. Die gestiegenen öffentlichen Investitionen seien willkommen, die Zentralbank sollte sich auf die Steigerung ihrer Reserven konzentrieren. In dem Bericht wird auch darauf hingewiesen, dass das Leistungsbilanzdefizit des Landes voraussichtlich 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen werde, 2017 jedoch wegen der zu erwartenden Verteuerung des Erdöls ausgeweitet würde. Die Inflation soll 2016 und 2017 bei etwa acht Prozent liegen. Der IWF hatte in seinem Anfang Oktober veröffentlichten Wirtschaftsausblick (WEO) mitgeteilt, dass die türkische Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um 3,3 Prozent wachsen werde.

Terrorismus
Belgisches Gericht: PKK-Aktivitäten keine Terrorakte

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Brüssel (nex) – Ein belgisches Gericht hat festgestellt, dass die Aktivitäten der Terrororganisation PKK nicht als Terrorismus eingestuft werden könnten, sondern unter die Definition „bewaffneter Kampf“ fielen, hieß es am vergangenen Donnerstag aus juristischen Kreisen. Nach einer Meldung des Nachrichtenportals 7SUR7 lehnte ein Gericht in Brüssel den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, die 36 angeklagten mutmaßlichen PKK-Mitglieder vor ein höheres Strafgericht zu stellen, da ein bewaffneter Kampf nicht als Ausfüjrung von Terrorakten gewertet werden könne. Das Urteil sei trotz Einstufung der PKK als eine Terrororganisation in der EU, den USA und der Türkei gesprochen worden. Die PKK-Mitglieder würden laut der Nachrichtenwebsite verdächtigt, Kinder von ihren Familien in Belgien und weiteren „westlichen Ländern“ entführt und diese zum Training nach Griechenland und in den Irak geschickt zu haben. Dokumentenfälschung und Erpressung von Geschäftsleuten seien weitere Anklagepunkte. Die anonyme Quelle habe dem Nachrichtenportal weiter mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil des Gerichts einlegen könne. Unter den Angeklagten befänden sich auch die beiden hochrangigen Mitglieder der europäischen PKK-Organisation, Remzi Kartal und Zübeyir Aydar. Sie waren im März 2010 im Zuge von Razzien an 18 Orten in ganz Belgien festgenommen worden. Die Website 7SUR7 berichtet weiter, dass der Prozess im Oktober 2015 infolge von seit 2006 geführten Ermittlungen eingeleitet worden sei. Belgien wurde in der jüngsten Vergangenheit wegen ihrer passiven Haltung gegenüber der PKK kritisiert. So durften im August Anhänger der Terrororganisation den Jahrestag ihres ersten Anschlags von 1984 feiern. Fünf Monate zuvor wurde die Errichtung von Infozelten vor EU-Gebäuden während eines EU-Türkei-Gipfels genehmigt. Neben Belgien ist die PKK auch in anderen EU-Ländern wie Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Griechenland aktiv.

USA
US-Wahlen: Rekordzahl bei Wahlregistrierung von Muslimen

Washington (nex) – Der größte US-amerikanische Dachverband der islamisch-amerikanischen Organisationen erklärte, dass er sein Ziel, eine Million Muslime für die kommenden Präsidentschaftswahlen ins Wählerverzeichnis eintragen zu lassen, erreicht habe. „Berichte aus verschiedenen Städten quer durch die USA zeigen, dass Tausende neuer muslimischer Wähler sich dieses Jahr in das Wählerverzeichnis eintragen ließen und in der Geschichte der Gemeinde die Vorjahre bei Weitem überholt haben“, erklärte der Generalsekretär des US-Konzils für muslimische Organisationen (USCMO), Oussama Jammal, auf einer Pressekonferenz. Jammal wies darauf hin, dass der Erfolg der Kampagne von der harten Arbeit vieler islamischer Organisationen, muslimischer Aktivisten sowie lokaler muslimischer Gemeindeführer sowie der ernsthaften Sorge über den sprunghaften Anstieg der Islamophobie und Hassverbrechen gegen Muslime herrühre. Er fügte hinzu, dass die überwältigende Unterstützung der Kampagne und die Beteiligung daran zeige, wie ernst es der US-amerikanischen muslimischen Community mit dieser Wahl sei. Der Vorsitzende des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR), der größten muslimischen Menschenrechtsgruppe des Landes, dankte in sarkastischem Ton Donald Trump dafür, dass dieser mit seinen antiislamischen Äußerungen dem staatsbürgerlichen Engagement der muslimischen Gemeinde Energie verliehen habe. Nach Angaben von CAIR hatten sich bei den letzten Wahlen im Jahr 2012 etwa 500.000 Muslime als Wähler registrieren lassen. Eine vor zwei Wochen durchgeführte Umfrage der Organisation ergab, dass 86 Prozent der in Wählerverzeichnisse eingetragenen Muslime auch vorhaben, ihre Stimme am 8. November abzugeben. Dabei würden 72 Prozent für die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Hillary Clinton stimmen, während nur 4 Prozent angaben, Trump wählen zu wollen. Drei Prozent favorisieren die Grünenkandidatin Jill Stein und der Libertäre Gary Johnson käme auf zwei Prozent. 12 Prozent der Befragten gaben an, noch unschlüssig zu sein, und sieben Prozent wollten keine Angaben machen. Die Kampagne, eine Million Muslime zu animieren, sich als Wähler registrieren zu lassen, begann im vergangenen Dezember. Die Organisation erreichte mit Infoständen in über 2.500 Moscheen, 500 Schulen und vielen Gemeindezentren quer durch die USA die Muslime, die sie dazu ermunterte, sich in die Wählerverzeichnisse eintragen zu lassen.

US-Wahlen
Assange: „Clinton und der IS werden von den gleichen Leuten finanziert“

Dortmund (nex) – Der Mitbegründer von Wikileaks Julian Assange beschuldigt die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton der Irreführung der amerikanischen Bevölkerung. Laut Assange werden Hillary Clinton und die Terrormiliz IS aus der gleichen Quelle finanziert. Donald Trump sei ein Sieg bei den US-Wahlen nicht gestattet. Dies berichtet das russische Nachrichtenportal Russia Today.

In dem laut RT am heutigen Samstag erscheinenden Interview beschuldige Julian Assange die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton der Irreführung der amerikanischen Bevölkerung. Dabei ginge es vor allem um den wahren Umfang der Unterstützung des so genannten „Islamischen Staates“ durch Washingtons Verbündete im Nahen Osten.

So habe die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton in einer im vergangenen Monat durch WikiLeaks öffentlich gemachten E-Mail den damaligen Berater Barack Obamas, John Podesta, gedrängt, auf Katar und Saudi-Arabien „Druck auszuüben“, da diese

„ISIL – dem Islamischer Staat – und anderen radikalen Gruppen verdeckte finanzielle und logistische Unterstützung zukommen lassen“

Laut Assange handelt es sich sich dabei um die wichtigste E-Mail der gesamten Sammlung. Alle ernstzunehmenden Analysten seien sich darüber im Klaren, und selbst die US-Regierung hätte dem zugestimmt, dass einige Saudis den IS unterstützt und gefördert hätten. Der Kniff habe aber immer darin bestanden, zu behaupten, dass es sich um einige ’skrupellose‘ Prinzen gehandelt habe, die ihr Öl-Geld dafür nutzten, zu tun, was immer ihnen beliebe, und dass die Regierung dies nicht billige. Diese E-Mail allerdings besage, dass es sich bei den Quellen der Finanzierung des IS vielmehr um die saudische und katarische Regierung selbst handele.

Assange und John Pilger, die sich für das 25-minütige Interview in der ekuadorianischen Botschaft getroffen hätten, in welcher der Whistleblower seit 2012 als Flüchtling Asyl genießt, würden außerdem über Interessenkonflikte Clintons während Obamas erster Amtszeit, die Stiftung ihres Gatten sowie nahöstliche Politiker und Diplomaten sprechen, deren Ankündigungen, den Terrorismus bekämpfen zu wollen, nicht aufrichtig gewesen seien.

„Die Saudis, die Kataris, die Marokkaner, Bahrain und insbesondere die beiden Erstgenannten geben also all das Geld der Clinton-Stiftung, während Hillary Clinton Außenministerin ist. Das Außenministerium wiederum genehmigt umfangreiche Waffenverkäufe, insbesondere an die Saudis“, zitiert RT Assange weiter.

Unter Hillary Clinton – und Clintons E-Mails verweisen auf entsprechende Gespräche darüber – wurde für mehr als 80 Milliarden US-Dollar der größte Waffendeal, der weltweit jemals stattgefunden hat, mit Saudi-Arabien abgeschlossen. Während ihrer Amtszeit habe sich die Gesamthöhe US-amerikanischer Waffenexporte verdoppelt, so RT.

Auf die Frage, ob Terrorgruppen wie der IS größtenteils mit dem Geld von Leuten geschaffen wurden, die der Clinton-Stiftung Geld überweisen, habe Assange laut RT mit Ja geantwortet.


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Türkei
Seit Beginn der Flüchtlingswelle 170.000 syrische Babys in der Türkei geboren

Ankara (nex) – Seit dem Einsetzen der Flüchtlingswelle sind in der Türkei 170.000 syrische Babys zur Welt gekommen. Dies teilte am vergangenen Mittwoch die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD mit. Die Behörde wies darauf hin, dass sie schwangeren und stillenden Flüchtlingsfrauen in Mutter-Kind-Gesundheitszentren im ganzen Land spezielle Mahlzeiten anbiete. Die Türkei beherbergt aktuell rund drei Millionen syrische Flüchtlinge und hat bislang etwa zwölf Milliarden US-Dollar für sie ausgegeben. Die von der internationalen Gemeinschaft erhaltene Hilfe betrage derzeit 612 Millionen US-Dollar, so AFAD weiter. Die Katastrophenschutzbehörde wies auch darauf hin, dass sie seit Beginn des Krieges in Syrien dem Land humanitäre Hilfe im Wert von etwa 520 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt habe. Mindestens 82.000 syrische Kinder gingen in den Unterbringungszentren zur Schule. Die Zusammenarbeit des türkischen Bildungsministeriums und AFAD habe 310.000 Kindern sowohl im Kindergarten- als auch im Teenageralter die Möglichkeit gewährt, von der Straße zu kommen und die Schule zu besuchen, heißt es weiter. Des Weiteren hätten 115.000 syrische Erwachsene im Rahmen verschiedener in AFAD-Zentren angebotener Zertifikationsprogramme beschäftigungsrelevante Fähigkeiten erworben. Frauen hätten an Wahlen der Gemeindevorsteher teilgenommen und seien an der Leitung von Flüchtlingsunterkünften beteiligt, erklärte die Behörde. Es gebe auch Frauenkomitees, in denen Syrerinnen ihre Landsleute in Fragen der Polygamie und Zwangsverheiratung Minderjähriger sensibilisierten. Nach Angaben der Behörde sind bislang mindestens 400.000 Menschen, darunter auch Zivilisten, seit Beginn des Krieges ums Leben gekommen. Mindestens 13.5 Millionen der insgesamt 20 Millionen Menschen in dem Land sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, während 6,1 Millionen Syrer vertrieben wurden und 4,8 Millionen in Nachbarländer geflohen sind. Die AFAD betreibt in Städten nahe der türkisch-syrischen Grenze 26 „Unterbringungszentren“ und bietet hier den Flüchtlingen medizinische, soziale und psychologische Unterstützung an. Nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe UNHCR beherbergt die Türkei weltweit die meisten Flüchtlinge. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, teilte mit, dass das Land die meisten Flüchtlingskinder der Welt aufgenommen habe.