"Verstoß gegen islamisches Recht"
Prinz Al-Walid: Autofahrverbot verstößt gegen Frauenrechte

Riad (nex) – Der saudische Milliardär Prinz al-Walid ibn Talal hat darauf hingewiesen, dass es an der Zeit sei, saudische Frauen ans Steuer zu lassen. Das Autofahrverbot für Frauen im Königreich bezeichnete er als einen Verstoß gegen die Frauenrechte. Saudi-Arabien ist das einzige Land, das der Frau das Autofahren verbietet und sie einem männlichen Vormund unterstellt. Sie kann ohne dessen Zustimmung nicht reisen, heiraten, arbeiten oder sich medizinischen Prozeduren unterziehen. „Heutzutage eine Frau vom Autofahren abzuhalten ist ein Rechtsproblem wie es eines war, als ihr die Bildung oder eine unabhängige Identität vorenthalten wurde“, betonte der saudische Magnat und Neffe des Königs in einer Erklärung.Das seien alles ungerechte Handlungen einer traditionellen Gesellschaft, die weit mehr verbiete als was nach islamischem Recht erlaubt wäre. Der Prinz, der Vorsitzender der Investmentgesellschaft Kingdom Holding Company ist und Holdings in einer Reihe internationaler Unternehmen, unter anderem Twitter und Citigroup besitzt, führte weiter aus, dass das Fahrverbot nicht nur ein rechtliches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem darstelle. In einem Land mit mehr als 1,5 Millionen berufstätigen Frauen, die ein sicheres Transportmittel benötigten, würde die Fahrerlaubnis Kosten senken, die durch Taxifahrten oder das Anheuern ausländischer Fahrer entstünden, was einige ebenfalls als einen Verstoß gegen islamisches Recht sähen.

"Gerontologie-Atlas der Türkei“
Türkei: Erste Senioren-Universität startet ins akademische Jahr

Antalya (nex) – Die erste Senioren-Universität der Türkei, an der nur Studierende über 60 Jahre zugelassen sind, startet nach dem Vorbereitungskurs in ihr erstes akademisches Jahr. Das Bildungszentrum wurde von der Akdeniz-Universität in Antalya als Teil von Professor Ismail Tufans Projekt „Gerontologie-Atlas der Türkei“ gegründet. Das Projekt, das im Jahr 2000 begann und bis 2023 dauern wird, beschäftigt sich mit der Entwicklung des Älterwerdens und der Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen. Der Leiter des Fachbereichs Gerontologie der Akdeniz-Universität, Ismail Tufan, forscht seit über 16 Jahren in sieben verschiedenen Regionen der Türkei und weist auf die große Notwendigkeit des lebenslangen Lernens im Land hin. „Ein rollender Stein setzt kein Moos an“ lautet die Philosophie des Projekts, das das „Ich bin zu alt“-Gefühl abschaffen möchte. Das Angebot des Zentrums mit dem Motto „Für ein aktives und sinnvolles Leben lernen“ ist kostenlos und öffentlich. Das Bildungsprogramm dauert vier Jahre. Die älteren Studierenden können an wöchentlich oder monatlich stattfindenden Kursen an verschiedenen Fachbereichen wie Philosophie, Technologie, Kommunikation, Chemie, Biologie, Gesundheit, Soziologie und Psychologie teilnehmen. Der Veranstaltungen dauern jeweils 40 Minuten, und es herrscht Anwesenheitspflicht. Bislang war das Bildungszentrum ein großer Erfolg. Im vergangenen Jahr haben sich 385 Seniorstudierende einschreiben lassen. Sie alle freuen sich über die Abwechslung in ihrem Leben. Vor Unterrichtsbeginn werden in den Hörsälen mentale und körperliche Übungen durchgeführt. Die Studierenden verfolgen die von den Lehrkräften ehrenamtlich gehaltenen Kurse mit Spannung und machen sich dabei Notizen. In diesem Jahr gibt es einige Extraangebote. Männliche Studierende können beispielsweise einen Strickkurs belegen, in dem sie lernen, einen Pullover zu stricken, während weibliche Studierende an einem Reparaturkurs teilnehmen können. Diese Extrakurse haben die Verbesserung des Alltags älterer alleinstehender Menschen zum Ziel.

Istanbul
Kurzfilmwettbewerb gegen Islamophobie: Über 17.000 Euro Preisgeld

Istanbul (nex) – Ein internationaler von der in Istanbul ansässigen Siyer-Stiftung organisierter Kurzfilmwettbewerb möchte unter dem Motto „Perfekter Glaube, perfekter Mensch“ eine Friedensbotschaft übermitteln und Islamophobie bekämpfen. Dafür sollen die Eigenschaften des Propheten Muhammad porträtiert werden. Die Details des Wettbewerbs wurden am vergangenen Mittwoch in Istanbul vorgestellt. Stiftungsvorsitzender Mehmet Kaya wies darauf hin, dass der Wettbewerb erstmals auf internationaler Ebene stattfinde und das Ziel verfolge, die Botschaft des Propheten des Islam durch Kunst und Film zu verbreiten. Der Chef des Beratenden Ausschusses für den Filmwettbewerb, Ihsan Kabil, erklärte, der Wettbewerb werde eine positive Antwort auf Islamophobie sein. Nazif Tunc, ein Mitglied der Filmwettbewerbsjury, betonte, dass es von großer Bedeutung sei, die friedliche Botschaft des Propheten in die Welt zu tragen – seien die Muslime doch ständigen Angriffen ausgesetzt. Die Preisverleihung wird am 19. Februar 2017 stattfinden; den Gewinnern winkt ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 17.300 Euro.

Eurasia-Tunnel
Türkei: Online-Umfrage soll über endgültigen Namen des Eurasia-Tunnels entscheiden

Ankara (nex) – Am heutigen Freitag wird auf der Webseite des türkischen Kommunikationsministeriums, udhb.gov.tr, eine Online-Umfrage beginnen, in der ein Name für den jüngst eröffneten Eurasia-Tunnel unter der Bosporusstraße gefunden werden soll. Dies erklärte der türkische Minister für Transport, maritime Angelegenheiten und Kommunikation, Ahmet Arslan, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Bis zum 10. Dezember kann darüber abgestimmt werden, wie die 14,6 Kilometer lange Verbindung offiziell heißen soll. Die größte Herausforderung im Zuge der Bauarbeiten war es, mehr als drei Kilometer an Fels im Flussbett des Bosporus zu durchbohren, um den submaritimen Tunnel schaffen zu können. Diese Phase wurde im August 2015 abgeschlossen. Die intensiv fortgeführten Arbeiten hätten es ermöglicht, den 1,25 Milliarden US-Dollar teuren Tunnel bereits acht Monate vor dem ursprünglich anvisierten Endtermin fertigzustellen, freute sich Arslan. Die Folge des Tunnelbaus ist es, dass die Fahrtstrecke über den Bosporus, die verkehrsbedingt zuvor oft bis zu 100 Minuten in Anspruch genommen hatte, künftig auf etwa 15 Minuten reduziert wird. Das Megaprojekt wird die europäische und die asiatische Seite Istanbuls mittels eines Eisenbahntunnels und zweier Autotunnel verbinden. Im Jahr 2009 war der Auftrag dazu an ein türkisch-koreanisches Joint Venture vergeben worden, da sich später „Eurasien-Tunnel Betriebs-, Bau- und Investmentgesellschaft (ATAS) nannte. Für die Benutzung des Tunnels wird eine Gebühr in Höhe von vier US-Dollar für Autos und sechs Euro für Minibusse fällig. Der Tunnel, der den europäischen Stadtbezirk Kazlicesme und den asiatischen Bezirk Göztepe miteinander verbinden wird, soll die chronisch angespannte Verkehrslage in der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei entschärfen.

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Deutsche Krebshilfe
Nettekoven: Bundestag darf Tabakwerbeverbot nicht länger verzögern

Osnabrück (nex) – Angesichts steigender Zahlen von Krebs-Neuerkrankungen wirft die Deutsche Krebshilfe der Politik schwere Versäumnisse vor. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, der Bundestag stehe in der Verantwortung, das geplante Tabakwerbeverbot nicht länger zu verzögern, „denn Tabakwerbung ist präsent, wirkt und verführt“. Das Grundgesetz gebiete aber den Schutz der körperlichen Unversehrtheit. Nettekoven beklagte, bis zum Jahr 2020 würden voraussichtlich rund 25 Prozent mehr Frauen an Lungenkrebs erkranken. „Während im Jahr 2013 bei insgesamt 18.810 Frauen die Diagnose Lungenkrebs gestellt wurde, wird die Erkrankungszahl bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf rund 23.700 steigen, was allerdings durch Verzicht auf das Rauchen vermeidbar wäre.“ Die Krebshilfe fordert, angesichts „dieser erschreckenden Prognose“ müsse es endlich wirksame Maßnahmen gegen den Tabakkonsum geben. Bereits vor Jahren habe Deutschland sich mit der Ratifizierung des Tabakübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation WHO dazu verpflichtet, ein umfassendes Tabakwerbeverbot einzuführen. Nettekoven betonte, ein solches vollständiges Verbot würde dazu beitragen, die Erkrankungsrate bei Lungenkrebs zu reduzieren. Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen hat sich seit 1970 fast verdoppelt. 2013 erkrankten in Deutschland insgesamt etwa 482.500 Menschen an Krebs, wie das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut mitteilten. Begründet wird die Entwicklung auch mit der älter werdenden Gesellschaft. Bei vielen Krebsarten steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter.

Wahlen in Frankreich
Frankreich: Hollande tritt nicht zur Wiederwahl an

Düsseldorf (nex) – Frankreichs sozialistischer Präsident wird sich im kommenden Jahr nicht zur Wiederwahl stellen. Das scheint nur logisch, wenn man bedenkt, dass nicht einmal mehr jeder zwanzigste Franzose noch Vertrauen in seine Politik hat. Trotzdem hatte Hollande bis zuletzt durchblicken lassen, er wolle noch einmal antreten – sehr zum Entsetzen seiner Parteifreunde. Dass er nun doch die Reißleine gezogen hat, begründet Hollande mit der Sorge um die Einheit des linken Lagers. Und die ist mehr als berechtigt. Schon jetzt balgen sich links der Mitte ein halbes Dutzend Politiker im Rennen zum Elysée-Palast, berichtet die in Düsseldorf erscheinende Rheiniische Post. Zwar hat Hollande gestern noch einmal langatmig die angeblichen Erfolge seiner Amtszeit aufgezählt. Aber in Wirklichkeit ist seine Bilanz niederschmetternd. Hollande musste erkennen, dass eine erneute Kandidatur den Franzosen wie ein Hohn vorgekommen wäre. Und wie eine Bestätigung für die Annahme, dass „die da oben“ sich um jeden Preis an ihre Pfründe klammern. Deswegen hat der Sozialist mit seinem Verzicht nicht nur seiner Partei, sondern auch seinem Land einen großen Dienst erwiesen.

"Apoistische Jugendintiative Hamburg"
Hamburg: PKK-Anhänger verüben Anschläge auf türkische Kulturvereine

Hamburg (nex) – Medienberichten zufolge haben kurdische Aktivisten in Hamburg Anschläge auf türkische Vereine verübt. Im Internet gebe es Bekennerschreiben und ein Video. Die Gruppe beschreibe sich als „Rachekommando der Apoistischen Jugendinitiative Hamburg“. Die Täter hätten in der Nacht zu Mittwoch das Gebäude des Türkischen Kulturzentrums e.V. in Eimsbüttel mit Farbbeuteln beworfen, mit Steinen die Fenster eingeschlagen und den Satz „Kurdistan wird das Grab des Faschismus sein“ auf Türkisch auf die Wand gesprüht, berichtet die Hamburger Morgenpost. Zur gleichen Zeit sei das Vereinsheim des FC Türkiye in Wilhelmsburg mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt worden. Im Bekennerschreiben hätten die Aktivisten die Einrichtungen, mit der nationalistischen Partei MHP zusammenzuarbeiten beschuldigt, und sagten, dass sich die Anschläge „auch insbesondere gegen die seit 17 Jahren andauernde Inhaftierung und Isolation unseres Vorsitzenden Abdullah Öcalans“ richteten. so das Portal weiter. Der Staatsschutz ermittele.

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Syrienkonflikt
Turkmenen: „Aleppo erlebt eines der heftigsten Bombardements der Menschheitsgeschichte“

Syrische Volksversammlung der Turkmenen Liebe Pressemitarbeiter,

Seit dem 15. November erlebt das belagerte Aleppo, welches nicht einmal humanitäre Hilfsmittel erreichen können, eines der heftigsten Bombardements und höchsten zivilen Verlusten der Menschheitsgeschichte. 

Am vergangenen Freitag, den 25. November, starteten das Regime und seine Verbündeten  eine großangelegte Bodenoffensive mit heftigen Bombardements. Seit dem 15. November führten das Regime und seine Verbündete 2.000 Luftangriffe und 7.000 Artillerieangriffe aus. Bei diesen heftigen Angriffen wurden 600 Menschen getötet und 2.000 verletzt .

Die Mehrheit davon sind Zivilisten. Die vorrangigen Ziele dieser heftigen Bombardements waren wieder einmal die turkmenischen Gebiete. In der alttürkischen Stadt Aleppo wurden die turkmenischen Viertel Bostan Pascha, Hulluk, Hayderiye, Sheikh Feris, Sheikh Hidr und Baydin dem Erdboden gleichgemacht. 

Die Arsenale der turkmenischen Brigaden vor Ort, Muntasir Billah undSultan Mehmet Fatih, wurden beschossen, wobei viele turkmenische Helden ihr Leben verloren. Als ob diese Angriffe, die auf die Existenz der Turkmenen abzielen, nicht reichten, infiltrierten Einheiten der YPG/PYD turkmenische Viertel. 

Ein Teil der Zivilisten ist im Gebiet der Bombenhagel stecken geblieben. Ein Großteil jedoch konnte unter dem Schutz der Muntasir Billah Brigade und der Fatih Sultan Mehmet Brigade zu den von Rebellen gehaltenen Vierteln Meschhed, Sukkeri, Salhin, Firdews uns Schaar fliehen. Seit Beginn des Krieges in Syrien wurden die Turkmenen in Homs, Damaskus, Aleppo, Bayirbucak (Turkmenen-Berge), Rakka und Tal Abyad gezielt verfolgt.

Es gibt keinen Ort, der nicht von einer Kugel, einer Bombe erreicht wurde. In Homs, das 2013 einer ethnischen Säuberung ausgesetzt worden war, befinden sich sechs turkmenische Dörfer unter Belagerung und brauchen dringend humanitäre Hilfe. Bayir Bucak (Turkmenen-Berge) wurde im November 2015 vollkommen geräumt. Zur Zeit befinden sich nur in fünf Dörfern unsere Soldaten. 

Die Turkmenen bei Tal Abyad in Rakka sind der Unterdrückung der PYD/YPG ausgesetzt. Und nun wird die alttürkische Stadt Aleppo dem Erdboden gleichgemacht. Vor den Augen der Welt stribt Aleppo. Eine großartige Geschichte, eine große Zivilisation werden für Kriegstreiber geopfert. 

Die Geschichte ist Zeuge, dass nicht Aleppo, sondern die Menschlichkeit stirbt. Als syrische Turkmenen haben wir seit 2011 in unserer Heimat Syrien als Resultat der Verfolgungen, Unterdrückungen, Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen 35.000 Leben beerdigt. Und wir beerdigen sie immer noch. Wir wurden aus unserer tausendjährigen Heimat vertrieben, und werden es immer noch. 

Trotz allem verteidigen wir uns und werden weiterhin Widerstand leisten, so lange wir noch atmen. Damit wir weiterhin Widerstand leisten können, ist es von essenzieller Bedeutung, dass unsere Soldaten und Zivilisten im belagerten Aleppo aus der Region sicher befreit werden. Wir erneuern unseren Aufruf und fordern, dass ein echter Waffenstillstand und ein echter humanitärer Korridor in Aleppo ausgerufen wird! 

Wir versprechen, dass wir unter allen Umständen früher oder später wieder zu unserer Heimat zurückkehren und nie aufgeben werden, für unsere Freiheit und unsere Würde zu kämpfen. 


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Förderung für Familien
Handwerk kritisiert die Baupolitik der Regierung als „widersinnig“

Präsident Wollseifer: Förderung für Familien richtig, steigende Grunderwerbsteuer falsch Osnabrück (nex) – Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat die Strategie der Bundesregierung zur Förderung von Wohneigentum als „widersinnig“ bezeichnet. Es sei richtig, junge Familien beim Eigenheimbau zu unterstützen, sagte Wollseifer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Falsch sei, zugleich die Kaufnebenkosten durch steigende Grunderwerbsteuer-Sätze in die Höhe zu treiben. Der Steuersatz der Grunderwerbsteuer beträgt laut Wollseifer je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Er stelle damit neben den Notarkosten und gegebenenfalls anfallenden Maklerkosten den „Löwenanteil“ der Kaufnebenkosten dar. Grundsätzlich sei zu begrüßen, dass die Bundesregierung Wohneigentum schaffe und fördere. Damit werde die Konjunktur angekurbelt und zugleich ein wichtiger Beitrag für die Altersvorsorge junger Familien geleistet. Noch offen sei allerdings, wer und in welcher Form die Förderung in Form eines Baukindergeldes oder eines Eigenkapitalzuschusses bekomme. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) will Familien mit bis zu 20 000 Euro unterstützen, wenn sie in Gegenden mit knappem Wohnraum ein Eigenheim bauen oder kaufen. Der Zuschuss zum Eigenkapital richte sich nach der Zahl der Kinder, sagte die SPD-Politikerin. Fürs erste Kind solle es 8000 Euro geben, für die nächsten beiden je 6000.

"Medizinische Sensation"
Welt-Aids-Tag: Pharmaindustrie zeigt kein Interesse an möglichem HIV-Heilmittel

Dortmund (nex) – Mehr als zehn Jahre seines Forscherlebens habe der Hamburger Virologe Joachim Hauber bereits in seinen großen Traum investiert: HIV heilbar machen. Es seien mühselige Jahre im Labor, mit vielen Rückschlägen. Den großen Durchbruch habe der Professor am Hamburger Heinrich-Pette-Institut im Februar 2016 erlebt: Hauber und Kollegen entfernten im Labor mit Hilfe einer Gen-Schere erstmals HI-Viren komplett aus menschlichen Zellen. Eine medizinische Sensation und Hoffnung für Millionen Infizierte.
Kein Geld für Studien
Nun könne die neue Methode erstmals auch an Menschen getestet werden. Aber der Weg sei für Hauber noch mühseliger geworden, wie NDR aktuell am Donnerstag berichtet. 12 Millionen Euro würden die klinischen Studien kosten und die Investorensuche gestalte sich schwierig. Ausgerechnet die Pharmaindustrie winke ab und habe kein Interesse, so Hauber gegenüber NDR. Für den Pharmakologen Gert Glaeske nicht verwunderlich. „Die Branche verdient gut an den vorhandenen HIV-Medikamenten. Eine Therapie kostet im Jahr 15.000 Euro, das ist ein gutes Geschäft!“