Paketbombe an Schäuble: Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht
Terrorismus
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Paketbombe an Schäuble: Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht
Das Paket war am Mittwoch im Ministerium entdeckt worden. Dem rbb-Fernsehen zufolge befand sich darin ein sogenanntes Blitzknallgemisch, das beim Öffnen laut Polizei zu erheblichen Verletzungen hätte führen können. Mitarbeiter der Poststelle hätten das Paket geröntgt und Alarm geschlagen. Das Ministerium sei danach evakuiert worden. Das Paket habe man später im Grunewald kontrolliert gesprengt.
Die Gruppe bekannte sich bereits zu mehreren Bombenanschlägen seit 2007 auf Regierungsgebäude und Banken, sowie Filialen ausländischer Firmen in Griechenland.
Syrienkonflikt
Kurden-Führer fordert Abzug der PKK aus Jesiden-Gebiet
Erbil (nex/eurasia) – Der Premierminister der Autonomen Kurden-Regierung im Nordirak Netschirwan Barzani hat am Montag gefordert, dass die verbotene kurdische PKK-Organisation aus dem jesidischen Sindschar-Gebiet abziehen muss. Zuvor hielt eine PKK-Delegation Kooperationsgespräche mit der pro-iranischen Schiiten-Miliz Kataib Hisbollah ab und verlegt Truppen von Syrien in den Irak.
Netschirwan Barzani traf sich mit einer jesidischen Delegation in der Duhok-Provinz, einschließlich dem Anführer der jesidischen Gemeinde Mir Tahsin Beg, dem religiösen Anführer Baba Scheich, Mitgliedern des jesidischen Rates und anderen Intellektuellen aus dem Sindschar. Der Premierminister sicherte den Jesiden die Unterstützung der Kurden-Regierung in Erbil. Er kritisierte die Präsenz der verbotenen PKK-Organisation als Hindernis für den Aufbau der Region. Barzani rief die PKK auf, die Stadt Sindschar zu verlassen.
„Unsere Haltung ist klar. Nachdem wir mit den Peschmerag unseren Brüdern in Syrien gegen den IS in Kobani halfen und die Stadt befreiten, zogen wir auf Forderung der YPG ab. Nun fordern wir das Gleiche von der PKK im Sindschar“, betonte Barzani.
Am Dienstag kam es zu PKK-nahen Protesten in der von Peschmerga gehaltenen Stadt Chanasor. Die Demonstranten erhoben Fahnen der PKK und des jesidischen Ablegers YBS. Zwei Frauen starben. Der Peschmerga-Kommandeur Badal Bandi glaubt, dass der Marsch eine gezielte Provokation war, um eine Eskalation zu provozieren. Seinen Berichten zufolge waren die sogenannten „friedlichen“ Protesten mit Waffen und Granaten bewaffnet. Außerdem habe die PKK Truppen aus Syrien an die Front gegen die Peschmerga im Sindschar verlegt.
„Unseren Informationen nach kamen am Montagnacht 40 bis 50 Autos voller Menschen aus dem syrischen Kurdengebiet Rojava, das von der PKK-nahen YPG gehalten wird, in Chanasor an“, sagte Bandi gegenüber dem Nachrichtenportal Kurdistan24.

Um sich im Sindschar unter allen Umständen halten zu können, baut die PKK offenbar auch an Allianzen mit regionaler Tragweite. Eine PKK-nahe Delegation hat mit der pro-iranischen Schiiten-Miliz Kataib Hisbollah am fünften Februar Unterredungen zur Stärkung der Kooperation abgehalten. Gegenwärtig liefern sich Peschmerga und PKK-nahe Jesiden-Milizen schwere Kämpfe im Sindschar mit geopolitischen Auswirkungen.
Die terroristische PKK und ihr bewaffneter Ableger im Sindschar, die jesidisch geprägten Schingal Widerstandseinheiten (YBS), hielten unter Vorsitz der Kommandeure Said Hassan und Chidir Salih ein Treffen mit der pro-iranischen Schiiten-Miliz Kataib Hisbollah ab.
Mustafa al-Daradschi, Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit bei Kataib Hisbollah, behauptete bei der Zusammenkunft mit PKK-Vertretern, dass die Kontrolle von Sindschar durch Peschmerga-Einheiten Teil einer internationalen Verschwörung wäre, um Sindschar vom Irak abzutrennen. Al-Daradschi fügte hinzu, dass Kataib Hisbollah die Einheit des Iraks erhalten will und sich gegen Abspaltungspläne stellt.
Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Politiker Jiyan Omar von der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien über die PKK-Zusammenkunft mit islamistischen pro-iranischen Verbänden. Omar kritisierte:
„Uns ist bekannt, dass das Sindschar-Gebiet von großer strategischer Bedeutung für Iran und die Hisbollah ist. Über den Sindschar beabsichtigt Iran die Etablierung eines Versorgungskorridors nach Syrien. Die PKK macht sich zum Gehilfen der fragwürdigen Ziele Irans, eine Landverbindung nach Syrien und zur libanesischen Hisbollah zu schaffen.“
Seiner Meinung nach war der Fall von Mosul und Teile des Sindschars in die Hände der Terrormiliz “Islamischer Staat“ Teil einer Verschwörung, die internationale Kreise zieht. Medien würden versuchen, die Präsenz und Roj Peschmerga im Sindschar zu legitimieren. Der YBS-Kommandeur Said Hassan wurde von der offiziellen Webseite der irakischen Hisbollah wie folgt kommentiert:
„Die Verspätung bei der Verlegung von Sicherheitskräften und der Haschd Schaabi in unser Gebiet führt zu einer klaren Missachtung unseres Rechtes.“
In diesem Zusammenhang lobte der Vorsitzende des PKK-unterstützten Schingal Rates Chidir Salih die Rolle des „Islamischen Widerstandes“. Damit wird insbesondere die Schirmorganisation Haschd Schaabi gemeint. Dieser pro-iranische Schiiten-Organisation, in der auch Kataib Hisbollah organisiert ist, werden regelmäßig Menschenrechtsverbrechen gegen Zivilisten vorgeworfen.
Die Einheiten sollen nicht selten sektiererisch gegen die sunnitische Minderheit des Landes vorgehen und die Emanzipationsbestrebungen der Kurden-Regierung in Erbil sabotieren. Abschließend bemerkte Salih, dass sein Rat ein eigenes Autonomie-Projekt verfolgen, um die Peschmerga zurückzudrängen.
Am Dienstag forderten auch die USA den Abzug der PKK aus dem Sindschar-Gebiet im Nordirak, die es als terroristisch einstuft, obwohl Washington mit dem syrischen Ableger der PKK, auch als PYD/YPG, seit Jahren kooperiert. Der Pressesprecher des US-Außenministeriums Mark Toner sagte am Dienstag:
„Wir verstehen die Spannungen am Boden. Wir glauben, dass die PKK keinen Platz auf dem Schlachtfeld hat und betrachten sie als ausländische Terrororganisation.“
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„Wir sind dorthin gegangen, um mit unseren Mitbürgern zusammenzukommen und über die Änderungen, die das neue Regierungssystem bringt, zu sprechen. Die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, all das wurde mit Füßen getreten. Gestern wurden in den Niederlanden alle Freiheiten außer Kraft gesetzt. Unsere Mitbürger, die gekommen waren, um sich dort mit uns zu treffen, waren einer sehr unmenschlichen Behandlung ausgesetzt, sie wurden mit Pferden und Hunden angegriffen.“
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