Italien
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Arbeitspolitik
Handwerkspräsident Wollseifer: Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse
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Verfassungsreform in der Türkei
Bericht: Deutsche Politiker gegen „Ja“-Entscheidung der Türken bei Referendum
Der türkische Präsident hat nach der jetzigen Verfassung von 1982 unbeschränkte Befugnisse in allen Bereichen. Die Verfassung hat der damalige Putschist erlassen, als er selbst Präsident wurde. Das Problem ist, dass der Präsident weitestgehende Vollmachten hat, allerdings keine Verantwortung.“Der türkische Präsident kann momentan nur für Landesverrat verantwortet werden”, beschreibt der Professor die derzeitige Rechtslage, die seit der Putschverfassung von 1982 gilt. “Selbst wenn er auf der Straße jemanden erschießt, kann er nach der jetzigen Verfassung weder belangt noch angeklagt werden. Und das wird jetzt geändert.” Künftig könne ein Parlamentsausschuss oder das Verfassungsgericht den Präsidenten belangen und unter Umständen sogar entmachten. Das Präsidialsystem sei aber insbesondere auf Grund der Inhomogenität in der türkischen Gesellschaft so wichtig. Der Parlamentarismus habe dort schlichtweg nicht funktioniert. “In den vergangenen 60 Jahren hat es dort im Schnitt jährlich eine neue Regierung gegeben. Der Grund dafür ist, dass wir in der Türkei keine homogene Gesellschaft wie in Deutschland haben”, so Bahadir. “In der Türkei haben wir stark ethnische Widersprüche, wir haben dort ideologische, religiöse und kulturelle Unterschiede. Bei so großen Differenzen funktioniert das parlamentarische System, das auf Konsensus baut, in der Türkei nicht. Die Parteien werden sich in keinem einzigen Punkt einig. Es gibt in der Türkei eine Spaltung, die alle Bereiche in der Gesellschaft betrifft.” Dass sich auch Türken, die bereits lange in Deutschland leben, für das Referendum interessieren, verwundert Bahadir nicht. Immerhin verfolge ganz Deutschland alles, was in der Türkei passiert. Die Wahlbeteiligung werde sehr hoch sein, weil sowohl Befürworter als auch Gegner der Reform in vehementer Weise mobilisieren. In den letzten Wochen scheinen unterdessen die Befürworter des Präsidialsystems die Oberhand zu gewinnen. Auch das eher oppositionsnahe Meinungsforschungsinstitut Gezici prognostizierte jüngst 53,3 Prozent für Präsidialsystem, während im Monat zuvor noch die Gegner mit 51,1 Prozent knapp vorangelegen hätten. Erdogan profitiere seit dem Putschversuch im Juli 2016 von einem starken Nationalgefühl, begründete das Institut die Trendumkehr. Auch die jüngste Zuspitzung nach dem Angriff der USA auf einen Militärflughafen in Syrien könnte dem “Ja”-Lager nutzen. In Zeiten der Spannungen, auch in unmittelbaren Nachbarländern, neigen Wähler erfahrungsgemäß eher dazu, sich hinter die Regierung zu scharen und kurze Entscheidungswege zu bevorzugen.
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Berlin
Deutschland lieferte 2017 bereits 56 Brennelemente an belgische Pannen-AKW
„Frau Hendricks handelt absolut bigott: Auf der einen Seite hält sie den Betrieb des belgischen AKW Tihange für unverantwortbar, auf der anderen Seite lässt sie die Belieferung der Schrottreaktoren mit Brennelementen zu.“Statt den rechtlichen Spielraum zu nutzen und die Export-Genehmigung zu versagen, wolle die Ministerin auch weiter Brennelemente nach Tihange und Doel liefern lassen, kritisierte Krischer. Unabhängige Gutachten würden bestätigen, dass ein Versagen der Exportgenehmigung möglich ist.
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Berlin
Wehrbeauftragter kritisiert US-Präsidenten und hält Superbombe für überflüssig
„Ich weiß nicht, welche Strategie Trump gerade verfolgt. Gut wäre, sich jedenfalls in Afghanistan mit den Nato-Verbündeten eng abzustimmen.“Für die Bundeswehr hält Bartels Waffen mit extremer Sprengkraft nach amerikanischem Vorbild für überflüssig. „Die Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr werden sicher nicht durch einige Superbomben gelöst.“ Die Truppe habe viel grundlegenderen Nachholbedarf. „Da fehlt es der Luftwaffe momentan an viel grundsätzlicheren Fähigkeiten, von Lufttransport bis Präzisionsbewaffnung“, sagte Bartels.
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Verfassungsreform in der Türkei
Kurdischer Islamgelehrter lobt türkischen Einsatz für muslimische Welt
Der Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS) sprach im Büro der Autonomen Kurdischen Gebiete (KRG) im irakischen Sulaimaniyya mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
Al-Qaradaghi wies darauf hin, dass das morgen anstehende Verfassungsreferendum der Türkei einen Impuls verleihen werde und fügte hinzu, dass das türkische Volk in den vergangenen 15 Jahren mit der Regierung der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) die richtige Entscheidung getroffen habe.
„Die Verfassungsänderung ist – vor allem heute – von vitaler Bedeutung, dieser Schritt wird sehr nützlich für die Türkei sein“, begründete er seine Haltung. Die Türkei habe in den vergangenen 15 Jahren trotz der Einschränkungen des parlamentarischen Systems bedeutende Fortschritte gemacht, unterstrich al-Qaradaghi und fügte hinzu:
„Die regierende AKP verzeichnet in Wirtschaft und sozialer Entwicklung bedeutende Erfolge. Wenn die vorgeschlagenen Pläne in die Tat umgesetzt werden, wird die Türkei einen Riesenschwung erleben.“
Eine an Stärke gewinnende Türkei sei ein großer Gewinn für die islamische Welt, betonte der Islamgelehrte und ergänzte:
„Die Türkei wetteifert mit niemandem um die Position des Anführers der islamischen oder arabischen Welt – im Gegenteil: Die Türkei möchte ihnen dienen. Beide Seiten könnten von einer starken Türkei profitieren. Solange die Türkei stark, fair und gleichberechtigt ist, kann sie sich und der islamischen Welt enorme Dienste erweisen. Sie kann sogar für die islamische Welt oder den westlichen Ländern als Vorbild dienen. Auch die islamische Welt könnte bei dieser Ermächtigung eine große Rolle spielen.“
Der im irakischen Sulaimaniyya geborene einflussreiche kurdische Islamgelehrte al-Qaradaghi ist Professor für Rechtswissenschaft an der Universität von Katar und ein Experte für Scharia und Fiqh verbunden mit dem islamischen Finanzwesen
Al-Qaradaghi ist der Generalsekretär der ursprünglich in Dublin gegründeten Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (International Union of Muslim Scholars, wo er vor zwei Jahren den Vorsitz übernahm.
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Kampf gegen den Terror
Erdogan: Dialog mit PKK kann beginnen
„Aber zu glauben, dass ihr eure Waffen behalten und euch trotzdem an den Verhandlungstisch setzen könnt, das geht nicht.“Türkische Sicherheitskräfte haben laut Erdogan in den vergangenen 20 Monaten mehr als 10.000 Terroristen neutralisiert. Die ETA ist eine in den späten 1950-ern während der Franco-Diktatur gegründete Separatistengruppe, die die Errichtung eines unabhängigen Baskenstaates in Nordspanien und Südfrankreich zum Ziel hatte. Die im Jahre 1974 in Ankara gegründete PKK begann 1984 mit ihren Terroranschlägen. Sie setzen ihren bewaffneten Kampf und ihre Gewaltakte fort, die bislang mehr als 40.000 Menschenleben gefordert haben. Im Juli 2015 hatte die KCK (Union der Gemeinschaften Kurdistans) – die Verwaltungsorganisation der PKK – den zweieinhalbjährigen Waffenstillstand mit dem türkischen Staat einseitig beendet und ihre Terroraktivitäten wiederaufgenommen. Die überwiegend prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) mit Verbindungen zur Terrororganisation PKK hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die PKK die Gespräche mit der türkischen Regierung gerne wiederaufnehmen möchte, nachdem sie schwere Verluste erleiden musste und die erwartete Unterstützung von den Menschen in der Osttürkei nicht erhielt.
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Wirtschaft
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Kampf gegen PKK
Türkische Armee erhält 20. ATAK Kampfhubschrauber made in Turkey
„Über Jahre hinweg führten die türkischen Streitkräfte mit acht bis zehn US-amerikanischen Cobra Kampfhubschraubern den Krieg gegen die terroristische PKK. Informationen zufolge will Ankara der TSK über 90 dieser Systeme zur Verfügung stellen.“ATAK stelle nur eine Komponente in der neuen Strategie der TSK für Luftnahunterstützung im Kampf gegen asymmetrische Elemente im Südosten der Republik dar. Die Türkei integriert unterdessen Drohnen-Systeme und das leichte Militärflugzeug Hürkus-C in bewaffneter Version. Auf die Frage, ob Ankara für den ATAK Kampfhubschrauber Exportpläne entwickelt hat, antwortete Akbaba:
„Die Türkei wird das Produkt im Ausland zum Verkauf anbieten. Der erste Kunde könnte Pakistan werden, das als befreundeter Bruderstaat auf Kreditbasis den ATAK geliefert bekommen würde.“ATAK, auch als T129 bekannt, ist ein allwettertauglicher Militärhelikopter. Er ist eine Weiterentwicklung, der aus einem Technologietransfer des Augusta A129 hervorgegangenen ist. Im Juni 2014 wurden die ersten drei Serienmaschinen den türkischen Streitkräften übergeben. Im Anschluss an die Flugdemonstration gratulierte Isik der Pilotencrew für die erfolgreiche Feuerübung „Möge Gott euch die nötige Kraft geben“, sagte Isik, der das Publikum im Anschluss über die Eigenschaften des Kampfhubschraubers informierte.
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Auch erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasia News

