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Fußball
Türkei: Tschechischer Ex-Bundesliga-Profi tot aufgefunden
Frantisek, der im tschechischen Nationalteam und dem türkischen Erstligisten Gaziantepspor spielte, sei am Morgen nicht zum Training erschienen, sagte der Mannschaftstrainer Ibrahim Kizil gegenüber den Medien.
Die besorgten Kollegen und Verantwortluche des Fußballclubs machten sich auf den Weg zu Frantiseks Haus, wo zwar Licht zu sehrn war, sie jedoch vor verschlossenen Türen standen und die Polizei alarmierten, so Kizil weiter.
Die Polizei fand den jungen Mann erhängt vor.
Erste Hinweise deuteten Medienberichten zufolge auf einen Selbstmord hin, die Ermittlungen seien angelaufen.
Clubkapitän Elyasa Sume teilte mit, dass sie einen geliebtes Mannschaftsmitglied verloren hätten.
Die traurige Nachricht verbreitete sich innerhalb der Fußball-Community sehr schnell. Von allen Seiten kamen Sympathiebekundungen. Auch Frantiseks ehemalige Mannschaft Viktoria Plzen meldete sich zu Wort:
„Franto, wir werden dich vermissen. Die Viktoria-Familie ist in Trauer“, twitterte das Team unter einem Foto des Fußballers.
Die UEFA brachte auf ihrer Homepage ihre Traurigkeit über Frantiseks Tod sowie ihr Beileid gegenüber der Familie zum Ausdruck.
Saddened to hear of the death of Czech international František Rajtoral. Our condolences to his family, @ceskarepre_cz & @GaziantepsporSK pic.twitter.com/orEYq1GdIo
— UEFA (@UEFA) April 23, 2017
Der 31-Jährige hatte sieben Jahre für Plzen gespielt und im vergangenen August zum Gaziantepspor gewechselt.
Ausland
Türkei: Starker Rückgang bei Kinderehen in letzten Jahren
Ankara (nex) – Die Zahl der Kinderehen in der Türkei ist laut dem Türkischen Institut für Statistik TurkStat in den vergangenen zehn Jahren um 45,5 Prozent zurückgegangen.
Der Rückgang der Kinderehen sei insbesondere in der Altersgruppe von 16- bis 17-Jährigen zu verzeichnen gewesen.
2016 gab es nach TurkStat-Angaben 22,9 Millionen Unter-17-Jährige, was 28,7 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmache.
Mädchen würden 21-mal öfter im Kindesalter verheiratet als Jungen. Während die Zahl der verheirateten Jungen 2007 bei 2 279 lag, nahm sie 2016 um 42 Prozent ab und betrug 1 319, so TurkStat weiter. Die Zahl der Kinderbräute ging von 50 723 auf 27 637 und somit um 45,5 Prozent zurück.
Der Anteil der Kinderbräute unter den standesamtlichen Eheschließungen ging von 7,9 Prozent im Jahr 2007 auf 4,6 Prozent im vergangenen Jahr zurück, während die Zahl Kinderbräutigame von 0,4 auf 0,2 Prozent abnahm.
Der höchste Anteil an Kinderbräuten wurde in der osttürkischen Provinz Agri mit 15,7 Prozent, also 733 Eheschließungen, verzeichnet.
Weitere Provinzen mit einem hohen Anteil an Kinderbräuten waren die osttürkische Provinz Mus mit 14,9 Prozent, gefolgt von Kilis im Süden des Landes mit 14,3 und Bitlis im Osten mit 14,2 Prozent.
Trabzon im Norden sowie Karabük im Nordwesten befinden sich unter den Provinzen mit der geringsten Kinderbräuterate.
Istanbul mit 1,8 Prozent, Izmir mit 2,5 Prozent und Ankara mit 3 Prozent befinden sich unter den Städten mit niedriger Kinderbräuterate, während Kahramanmaras mit 11,2 und Gaziantep mit 11 Prozent zu den Städten mit hoher Rate gehören.
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Visafreiheit für Türken: Ankara droht mit Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens
Ankara (nex) – Ankara wird im Mai ein neues Dokument über das Visaabkommen mit der EU vorlegen, das bei Nichtannahme durch die EU das Flüchtlingsabkommen für aufgekündigt erklären werde. Dies hat am gestrigen Samstag der türkische EU-Minister Ömer Celik mitgeteilt.
In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN Türk wies Celik darauf hin, dass die Türkei ihren im Deal mit der EU festgelegten Verpflichtungen nachkomme.
Das Flüchtlingsabkommen zwischen den beiden Parteien würde fortgesetzt, wenn die EU das neue Angebot aus Ankara annähme, das im Mai vorgelegt werden soll, sagte Celik und fügte hinzu:
„Wenn sie unseren Vorschlag annehmen, wird das Abkommen auf positive Weise erfüllt werden, andernfalls würde es aufgekündigt.“
Die EU und die Türkei hatten sich im März vergangenen Jahres auf einen Plan zur Eindämmung der illegalen Migration über das Ägäische Meer geeinigt. Dabei soll Menschenhändlern das Handwerk gelegt und die Situation der etwa drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden.
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Anke Demirkıran

Ich lebe nun schon gute zehn Jahre in der Türkei. Also sogar schon etwas länger als eine Woche. Mich hat niemand gezwungen, ein Kopftuch zu tragen oder meinen Namen zu ändern.
Petra Steiniger Aladag

Ich lebe seit sechs Jahren in der Türkei. Ich habe mich hier noch nie eingeengt gefühlt oder erlebt, dass man mir was aufzwingen will. Ich fühle mich hier freier als in Deutschland.
Manuela Klöpfel Fidan

Ich lebe seit 15 Jahren in der Türkei. Meine Schwägerin ist Türkin, sie ist in Deutschland geboren und dort über 28 Jahre aufgewachsen. Ich darf ganz offen lachen, in Restaurants Bier oder Raki mit meinem Mann und Freunden trinken, ich dürfte auch jederzeit mit kurzem Rock oder Hose an die Öffentlichkeit gehen, wenn mir danach wäre.
Petra Canan

Ich lebe seit über 11 Jahren mit meinem Mann, einem in Deutschland geborenen Türken, und unseren beiden Jungs (12 und 15 Jahre alt) in Antalya. Manche denken ja immer noch, in der Türkei gäbe es keinerlei Luxus und wir schöpfen unser Wasser noch aus Wasserlöchern. Das sind dann diejenigen, die ihre Augen nicht mehr zukriegen, wenn sie mal hier waren. Alles schon erlebt… Der einzige Unterschied: Ich könnte mir den gleichen Luxus in Deutschland niemals leisten. Seit Jahren setze ich mich schon gegen Falschmeldungen der deutschen Medien ein, aber was gerade passiert, ist einfach nur noch traurig und es macht mich sprachlos, wie gegen die Türkei gehetzt, gelogen und alles falsch dargestellt wird. Ich bin sehr dankbar, hier leben zu dürfen und bereue keine Sekunde.
Gaby Subaşı

Ich bin schon seit 24 Jahren mit türkischem Ehemann eingetürkt, lebe seit 14 Jahren in der Türkei und fühle mich hier sehr wohl. Ich lebe hier ohne jeglichen Zwang und Unterdrückung, selbst ein Kopftuch hat man nicht versucht, mir aufzuzwingen. Wenn ich die jungen Leute hier ansehe, die laufen super modern und gestylt durch die Gegend und keiner stört sich daran. Es ist so interessant, wenn man etwa zwei junge Mädels sieht, dicke Freundinnen, die hier Arm in Arm laufen, die Eine im Minirock, die andere mit Kopftuch. Es geht doch auch so, wie man sieht. Leben und leben lassen.
Marina Bütün

Ich bin nun seit 14 Jahren permanent in der Türkei und habe vor mehr als 25 Jahren in der Türkei geheiratet. Ab 1990 bin ich zwischen den Ländern gependelt… Mein türkischer Mann, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hat genau wie ich dieselbe Einstellung, nämlich, dass wir in der Türkei unsere Heimat gefunden haben und wir hier lieber leben als in Deutschland. Natürlich fehlt mir meine Familie in Deutschland sehr, aber das würde mich nicht dazu bewegen, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Wir haben uns hier eine Existenz aufgebaut, eine Baufirma, und leben in einer traditionellen Stadt 15 Kilometer von der Küste in der Provinz Muğla entfernt, in der kaum Ausländer wohnen. Wenn ich will, laufe ich im Sommer mit kurzer Hose und im Top. Wenn ich will, gehe ich – zum Entsetzen meines Mannes – auch schon mal mit der Şalvar mit Blümchen (traditionelle Pumphose Anm. Redaktion) in die Stadt in den Supermarkt und meine türkischen Nachbarinnen finden es lustig. Im nächstgelegenen Stadtteil am Meer leben Christen und Muslime zusammen und keiner stört sich am anderen. Ja, sogar an der traditionellen Weihnachtsfeier am Strand nehmen auch die Türken teil und bringen Gebäck mit. Wer sagt, man kann hier nicht leben, der lügt oder hat keine Ahnung. Die, die wieder nach Deutschland zurückkehren, haben meistens private Gründe – wie Beziehungsprobleme, ein falsches Geschäftskonzept oder eine Änderung der Lebensplanung. Nur mal nebenbei: In der gesamten Türkei leben 50 000 Deutsche und das sind nicht nur Rentner, sondern auch solche, die hier leben und arbeiten und ich kenne keinen, der sagt, sie haben ein qualvolles Leben.
Steffi Nissel

Ich heiße Steffi Nissel und lebe mit meinen Mann Gerhard Maucher seit 09/2011 in Ilica/Antalya. Ich bin Rentnerin und uns geht es hier gesundheitlich viel besser. Wir wurden hier wie Freunde aufgenommen und wir fühlen uns hier angekommen. Mein Mann hatte vor einem Jahr einen Herzinfarkt und da ich beruflich aus den Gesundheitswesen komme, kann ich es sehr gut einschätzen, ob ein Gesundheitssystem gut ist oder nicht. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht gewesen .Hier wird schnell geholfen und mir ist aufgefallen, dass man hier teilweise weiter ist als in Deutschland. Was mich seit einiger Zeit sehr ärgert ist, dass man sieht, wie die deutschen Medien die Türkei spalten möchten. Es kommen ständig entweder Falschmeldungen oder verdrehte Meldungen. Da wir noch Kinder und Enkelkinder in Deutschland haben, fliegen wir im Sommer sowie Weihnachten nach Deutschland. Dort spüre ich ganz deutlich, wie die Einstellung zur Türkei ist. Es tut mir im Herzen weh, wenn man über ein Land urteilt, obwohl man da nicht lebt! Für mich ist die Türkei ein stolzes Land und ich bin dankbar und glücklich hier leben zu dürfen. Wollen wir doch ehrlich zu uns sein, es gibt kein Land wo alles perfekt ist. Wir haben in Deutschland genügend Baustellen um die wir uns kümmern müssen ! Wir hoffen, dass Deutschland einmal einen vernünftigen und ehrlichen Weg findet , wieder mit der Türkei zusammen zu arbeiten. Schließlich kann man nur durch Einigkeit denn Terror bekämpfen. Wir haben alle nur ein Leben und eine Welt und wir sind alle Menschen, egal ob schwarz oder weiß, egal welche Religion !
Henriette Wild

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Wartezimmer von einem Arzt in Limburg,der ggü türkischen Patienten ausfällig wird + erkundet,wie sie auf Beleidigungen ggü Erdoğan reagieren pic.twitter.com/DibB0Qeg9o
— Mustafa Yeneroğlu (@myeneroglu) April 21, 2017
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