"Deutsch-türkische Spannungen"
„Reißleine ziehen“: Arnold zweifelt an Türkei als NATO-Bündnispartner

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Berlin (ots) – Die jüngsten deutsch-türkischen Spannungen könnten sich nach Ansicht des SPD-Verteidigungspolitikers Rainer Arnold auch auf die Zusammenarbeit in der NATO auswirken. Möglicherweise sei für das Militärbündnis irgendwann der Punkt erreicht, an dem es feststellen müsse, dass die Türkei kein verlässlicher Partner mehr sei, sagte Arnold am Freitag im rbb-Inforadio. Dann wäre es besser, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, als sich von Präsident Erdogan unter Druck setzen zu lassen. „Das täte der NATO und dem politischen Bild, das wir gemeinsam ja brauchen, nämlich die Akzeptanz der NATO als Allianz in der Bevölkerung, sicherlich nicht gut, und deshalb, glaube ich, muss man dort ernsthaft nachdenken.“ Arnold forderte von NATO-Generalsekretär Stoltenberg, dass er „sehr massiv mit der türkischen Seite spricht und auf die Konsequenzen hinweist.“ Die Türkei hatte einen Besuch von deutschen Abgeordneten auf dem NATO-Stützpunkt Konya abgesagt, ohne einen neuen Termin zu nennen. Einen ähnlichen Streit gab es bereits um den Stützpunkt Incirlik. Die Bundesregierung beschloss daher, die Soldaten aus Incirlik abzuziehen.

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Krieg gegen den Terror
Nahost-Experte Neumann: Westen rüstet PKK auf – Erdogans Sorgen nachvollziehbar

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Politikwissenschaftler erwartet größere Konflikte um Kurdenfrage Osnabrück (ots) – Auch nach einem Sieg über den IS (Daesh) wird der Nahe Osten nach Ansicht des Londoner Politikwissenschaftlers Peter Neumann nicht zur Ruhe kommen. „Die nächste Runde größerer Konflikte in der Region wird um die kurdische Frage gehen“, sagte der Nahost-Experte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Bei den kurdischen Verbänden, die derzeit die syrische IS-Hochburg Rakka angreifen, dürfe man nicht vergessen, dass es sich letztlich um die – auch im Westen als Terrororganisation eingestufte – PKK handele. „Das muss man einfach mal eingestehen, dass die PKK vom Westen gefördert, ausgebildet und mit Waffen beliefert wird“, sagte Neumann. „Am Ende dieses Konfliktes werden wir eine Situation haben, in der die Kurden im Norden Syriens bis an die Zähne bewaffnet sind und auch das politische Kapital haben, ganz neue Forderungen aufzustellen.“ Verständnis für Erdogans Bedenken Insofern sei die Sorge des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dass die gelieferten Waffen später gegen die Türkei gerichtet werden könnten, nachvollziehbar. Im Irak müsse zudem sichergestellt werden, dem IS abgenommene Gebiete wie Mossul zu stabilisieren. In diesem Zusammenhang könne man sich „durchaus darüber unterhalten, ob muslimische Truppen, aus Jordanien, der Türkei oder anderen muslimischen Staaten, eine sinnvolle Unterstützung sein könnten“. Außerdem müsse Druck auf die irakische Regierung ausgeübt werden, „eine Art von politischem System zu schaffen, in dem sich die Sunniten wiederfinden“, fordert Neumann. Die Marginalisierung der Sunniten, die zu den Anfangserfolgen des IS beigetragen habe, bestehe weiter. Die politischen Probleme des Landes seien „absolut nicht gelöst“.  

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Ausland
Elf neue Minister: Türkei baut Regierung um

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Ankara (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat am gestrigen Mittwoch das Kabinett umgebildet. Fünf neue Minister sind dazugestoßen. Yildirim gab die Änderungen nach einem außerplanmäßigen Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Präsidentenpalast in Ankara bekannt. Drei Minister – Justizminister Bekir Bozdag, Verteidigungsminister Fikri Isik und Gesundheitsminister Recep Akdag – wurden zu stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Hakan Cavusoglu, ein Abgeordneter aus der nordwesttürkischen Provinz Bursa, wurde ebenfalls zum stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt, wenngleich er bislang keinen Ministerposten innehatte, während Mehmet Simsek seinen Posten als einen der fünf Vizepremiers behalten hat. Unter den fünf Newcomern im Kabinett befindet sich auch Jülide Sarieroglu, die als Arbeits- und Sozialministerin die zweite Frau im Kabinett ist. Des Weiteren wurden Abdülhamit Gül zum neuen Justizminister, Osman Askin Bak zum Jugend- und Sportminister, Ahmet Demircan zum Gesundheitsminister und Ahmet Esref Fakibaba zum Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Tierhaltung ernannt. Sechs Minister behalten ihren Posten. Somit wurden 11 der insgesamt 27 Ministerposten neu besetzt. Der Kabinettsumbildung war das Verfassungsreferendum im April vorausgegangen, das Erdogan die Rückkehr zu seiner Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) und ermöglicht hat. Die Kabinettsumbildung gilt unter Beobachtern als wichtiger Schritt für Präsident Erdogan die Regierung vor der nächsten Parlamentswahl 2019 zu prägen. Der türkische Präsident hatte zuvor über eine „Ermüdung“ innerhalb der regierenden Partei AKP geklagt. Erdogan hatte die AKP von 2001 an 13 Jahre lang geführt, musste aber nach seiner Wahl zum Präsidenten im August 2014 wegen eines Gesetzes, das die politische Neutralität von Präsidenten fordert, zurücktreten.  

Fußball-Bundesliga
Werder Bremen: Thy auf Leihbasis zu Venlo

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Bremen (nex) – Lennart Thy wechselt auf Leihbasis zum VVV-Venlo. Der Stürmer des SV Werder schließt sich mit sofortiger Wirkung dem niederländischen Erstligisten an, wie Werders Geschäftsführer Sport, Frank Baumann, am Mittwochmittag bekannt gab. „Wir haben für Lennart mit Venlo einen Verein gefunden, bei dem er in der kommenden Saison auf einem hohen Niveau Spielpraxis sammeln kann. Gerade für Offensivspieler ist die Eredevisie eine interessante Liga“, so Baumann über den Transfer des 25-Jährigen, der in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit an den FC St. Pauli ausgeliehen war.

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Deaflympics Samsun2017
Türkei: Gehörlosen-Olympiade startet mit grandioser Eröffnungsfeier

Samsun (nex) – Im neu errichteten Stadion Samsun Tekkekoy erlebten Zuschauer und die Deaflympics-Mannschaften aus 97 Ländern eine grandiose Eröffnungsfeier. Am gestrigen Dienstag haben die Deaflympics in Samsun an der türkischen Schwarzmeerküste begonnen. An der „Olympiade für Gehörlose“ nehmen mehr als 3 000 Sportler – so viele wie noch nie zuvor – aus 97 Ländern teil. Nach einer Vorstellung der Deaf Dance Academy folgte eine Parade der Sportler, die in folgenden Disziplinen gegeneinander antreten: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Bowling, Freistilringen, Fußball, griechisch-römisches Ringen, Handball, Judo, Karate, Leichtathletik, Mountainbike, Orientierungslauf,Schwimmen, Sportschießen, Straßenradsport, Tischtennis, Taekwondo, Tennis und Volleyball.
(Foto: AA)
  Die Türkei ist mit 294 Sportlern vertreten Etwa 1.500 Freiwillige, von denen 250 gehörlos sind, und 500 Gebärdendolmetscher sind im Einsatz. Die ersten Deaflympics wurden im Jahr 1924 vom International Committee of Sports of the Deaf (ICSD) in Paris organisiert. Die USA sind mit 987 Medaillen, 350 davon Gold, das erfolgreichste Teilnehmerland. Die Türkei war 1989 zum ersten Mal mit dabei und kann auf 84 Medaillen, 17 davon Gold, stolz sein. Bei den vergangenen Sommerspielen hatten die türkischen Sportler in der bulgarischen Hauptstadt Sofia 33 Medaillen abgeräumt. An der Eröffnungszeremonie nahmen der türkische Vizepremier Nurettin Canikli, Minister für Jugend und Sport Akif Cagatay Kilic, Gesundheitsminister Recep Akdag sowie Familien- und Sozialministerin Fatma Betül Sayan Kaya teil. Kilic erklärte im letzten Jahr türkischen Medien gegenüber, dass Samsun mit sicheren Schritten auf dem Weg zu einer ‚Markenstadt‘ (Brand City) im Sport vorankommt – doch nicht nur das: Mit den Olympischen Spielen für Gehörlose, den Deaflympics, wird es sich auch den Titel „Olympiastadt“ holen. 20 Disziplinen, Teilnehmer aus 110 Ländern Die Olympiateilnehmer stellen in 20 Disziplinen ihr Können unter Beweis. Dabei werden die Wettkämpfe hauptsächlich im Zentrum von Samsun und in den an der Küste liegenden Städten ausgetragen werden. Die Einwohner von Samsun fiebern dem Event bereits entgegen. Die Sportler aus fast 110 ISCD-Mitgliedsstaaten (ISCD: International Committee of Sport for the Deaf = Träger der Deaflympics unter Aufsicht des Internationalen Olympischen Komitees) treten in den folgenden Disziplinen gegeneinander an: Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Bowling, Freistilringen, Fußball, griechisch-römisches Ringen, Handball, Judo, Karate, Leichtathletik, Mountainbike, Orientierungslauf, Schwimmen, Sportschießen, Straßenradsport, Tischtennis, Taekwondo, Tennis und Volleyball. Das Olympische Dorf bietet Platz für 15 000 Menschen Auch auf dem Campus der 19. Mai-Universität, der zum Deaflympics-Dorf bestimmt wurde, stehen die Vorbereitungen kurz vor dem Abschluss. Das Studierendenwohnheim, das erst neulich fertiggestellt wurde und seit dem Sommersemester 2015/2016 den Studierenden zur Verfügung steht, bietet Platz für 2 000 Schüler. Die Bettenkapazität im Olympischen Dorf liegt somit bei 6 000, in ganz Samsun bei 12 500 Plätzen. So wird es bei der Unterbringung von Sportlern, Trainern, Leitern und Zuschauern – also etwa 15 000 Besuchern – keine Probleme geben. Samsuner lernen Gebärdensprache Die Gebärdensprachkurse und Präsentationsprojekte, die in Kooperation des Gouverneursamtes Samsun, der Provinzdirektion für Jugenddienste und Sport, der Föderation der Hörbehinderten, des Oberbürgermeisteramts, der Kreisverwaltungen und der Agentur für Aufschwung der Zentralen Schwarzmeerregion organisiert werden, laufen seit letztem Jahr auf Hochtouren.

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EU-Türkei-Beziehungen
Brüssel: Türkei strebt weiterhin EU-Vollmitgliedschaft an

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Brüssel (nex) – Die Türkei strebt die volle Mitgliedschaft in der Europäischen Union an und ist für keine anderen Angebote außer diesem offen. Die hat der türkische EU-Minister Ömer Celik am gestrigen Dienstag erklärt. Celik, der auf dem 36. Gemischten Beratenden Ausschuss EU/Türkei in Brüssel sprach, sagte, dass das strategische Ziel der Türkei bei den EU-Beitrittsverhandlungen die volle Mitgliedschaft sei. „Die EU sollte die Türkei in dieser schwierigen Zeit in der Region unterstützen, indem sie Verständnis für den Kampf gegen den Terror zeigt, die Visafreiheit gewährt und den Beitrittsprozess beschleunigt“, so Celik. Die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wurden 2005 aufgenommen und gerieten nur zwei Jahre später wegen der Haltung der Türkei in der Zypern-Frage  ins Stocken. Auch Deutschland und Frankreich sprachen sich gegen eine Vollmitgliedschaft des Landes aus. Für die Mitgliedschaft in der EU muss die Türkei die Verhandlungen über 35 Kapitel  erfolgreich abschließen, in denen es um Reformen sowie die Übernahme europäischer Standards geht. Celik wies darauf hin, dass die Türkei bereit sei, das 23. und 24. Kapitel „Justiz und Grundrechte“ sowie „Justiz, Freiheit und Sicherheit“ zu eröffnen. Es sei „doppelter Standard“, die Türkei zu kritisieren, ohne diese Kapitel zu eröffnen.

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Rockerkriminalität
Stuttgart: Gericht verurteilt Anhänger der PKK-nahen „Bahoz“ zu mehreren Jahren Haft

Stuttgart (nex) – Gegen mehrere Mitglieder der kurdischen Gang „Bahoz“ hat das Stuttgarter Landgericht am Mittwoch Haftstrafen verhängt. Wie Medien unter Berufung auf eine dpa-Meldung berichten, müssen drei Anhänger der kurdischen „Bahoz“ wegen gefährlicher Körperverletzung zwischen drei Jahren und neun Monaten sowie vier Jahren in Haft. Die Freundin eines Anführers der „Stuttgarter Kurden“ sei wegen Beihilfe mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Sie habe das Auto zum Ort des Überfalls gefahren. Ein fünfter Angeklagter sei am Dienstag freigesprochen worden. Berichten zufolge hatten die „Bahoz“-Mitglieder im April 2016 in Ludwigsburg zwei Mitglieder der türkisch geprägten Gruppierung „Osmanen Germania“ mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Messern angegriffen und schwer verletzt. Die PKK-nahe „Bahoz“ ist aus der seit 2013 verbotenen „Red Legion“ hervorgegangen.

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80 Prozent hätten verhindert werden können
DLRG warnt vor sinnlosem „Sprung in den Rollstuhl“

Bad Nenndorf (ots) – Es sollte ein Riesenspaß werden, der ultimative Kick: ein eleganter Kopfsprung ins Wasser – von einer Brücke in den Fluss, von einem Ast in den Badesee oder der mit Anlauf vom Ufer ins Meer beziehungsweise in den See. Für viele junge Menschen wurde es ein Sprung in den Rollstuhl – lebenslang. Das Wasser war zu flach. Weit mehr als 1.800 hohe Querschnittlähmungen – vom Hals abwärts – durch Badeunfälle registrierte Prof. Dr. Hans Jürgen Gerner, emeritierter Direktor der Heidelberger Universitätsklinik für Orthopädie II, seit dem Jahr 1976. Seit 2012 sind es 203 Fälle akuter hoher Querschnittlähmungen infolge von Stürzen oder Sprüngen ins Wasser. „Nahezu 100 Prozent der Unfallopfer waren junge Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren, als es passierte“, analysiert der Orthopädieprofessor die Situation. Er sei besorgt über die hohe Zahl der Patienten, die durch einen Kopfsprung in unbekanntes Gewässer verunglückten. Den Übermut der jungen Menschen fasst Gerner zusammen: „Die Jungs sind offenbar der Auffassung, eine sogenannte Arschbombe sei doch Mädchensache, es muss schon der elegante Köpper sein.“ In 40 Prozent der Fälle spiele zudem Alkohol eine große Rolle. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. „Durch Ertrinken infolge von Stürzen ins Wasser sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in einem Zeitraum von sechs Jahren rund 400 Menschen ums Leben gekommen. 80 Prozent aller Todesfälle und Querschnittlähmungen hätten verhindert werden können“, sagt Achim Haag, Vizepräsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ursächlich für hohe Querschnittlähmungen (Tetraplegie) bei Stürzen und Sprüngen ins Wasser ist in den meisten Fällen eine Fraktur der Halswirbel, die das Rückenmark verletzt, zerreißen lässt. Die meisten Patienten verunglückten in einem Binnengewässer. Der unfallträchtigste Monat ist der August, gefolgt von Juli und Juni. „Das Einzige, was helfen kann, ist eine breit angelegte Aufklärungskampagne, die die jungen Menschen von diesem riskanten Tun abhält und ihnen die Lebensperspektiven erhält“, sind sich der Orthopädieprofessor und der DLRG-Vizepräsident einig. Die Experten raten:
  • Nie in unbekannte Gewässer springen
  •  Auf Kopfsprünge verzichten und immer erst prüfen, wie tief das Wasser ist
  • Nicht auf sogenannte Mutproben einlassen – Beim Baden auf Alkohol ganz verzichten
  • Auch bei heißem Wetter kühlen Kopf bewahren und Risiken vermeiden
Querschnittlähmungen verändern die Lebensplanung ganzer Familien grundlegend und dauerhaft. Schmerzbehandlung, Rehabilitationsmaßnahmen, Betreuungsorganisation und Betreuungskosten, Umzug in eine behindertengerechte Wohnung oder kostspieliger Umbau, Unterstützung durch Pflegedienste und psychische Betreuung sind nur einige Folgen eines unbedachten Sprungs ins Wasser. Prof. Dr. Hans Jürgen Gerner beziffert allein die Kosten für die medizinische Erstversorgung einer hohen Querschnittlähmung durch einen Sprung oder Sturz ins Wasser pro Patient auf mindestens 200.000 Euro. Eine Langzeitstudie der Deutschen Querschnittzentren seit 1976 zeigt, dass die Zahl der durch Badeunfälle verursachten Querschnittlähmungen über mehrere Jahrzehnte nahezu gleichgeblieben ist, während sie als Folge von Verkehrsunfällen deutlich abgenommen hat. DLRG-Vizechef Haag: „Ein unbedachter Sprung ins Wasser ist kein Karrieresprung, sondern sehr gefährlich. Das sollte sich jeder vorher klarmachen.“

Werbeanrufe
Verbraucherbeschwerden über unerlaubte Telefonwerbung auf Rekordhoch

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Düsseldorf (ots) – Die Zahl der Verbraucher-Beschwerden bei der Bundesnetzagentur über unerlaubte Telefonwerbung ist im ersten Halbjahr 2017 drastisch auf 26.080 gestiegen und hat damit schon fast das Vorjahresniveau von 29.298 Beschwerden erreicht. Diese Daten gehen aus einem Antwortschreiben der Bundesregierung auf Frage der Grünen-Fraktion hervor, das der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. „Aus unserer Sicht sollten Vertragsabschlüsse durch unerlaubte Werbeanrufe nur dann zu Stande kommen, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Einverständnis in Textform bestätigen“, forderte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Nicole Maisch. Sie warf der Bundesregierung vor, es verpasst zu haben, branchenübergreifend eine verbraucherfreundliche Regelung durchzusetzen.

Fußball International
Medien: Neymar soll für 222 Millionen Euro nach Paris St. Germain wechseln

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Dortmund (nex) – Paris St. Germain ist angeblich bereit, für den brasilianischen Superstar Neymar so tief in die Tasche zu greifen, wie es noch kein Verein zuvor für einen Spieler getan hat. Das berichtet die Sport-Nachrichtenagentur SID unter Berufung auf internationale Medienberichte. Demnach soll der brasilianische Superstar für unglaubliche 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris St. Germain wechseln. Der französische Pokalsieger sei bereit, die von Barcelona geforderte Ablösesumme für den 25-jährigen Stürmer zu bezahlen. Jordi Mestre, Vizepräsident Barcelonas, habe die Wechsel-Gerüchte allerdings dementiert. Neymar war 2013 für 86,2 Millionen Euro Ablöse vom brasilianischen Verein FC Santos nach Barcelona gewechselt und steht dort noch bis 2021 unter Vertrag.