Tourismus
46,3 Millionen Menschen: Münchner Flughafen verzeichnet 2018 Passagierrekord

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München (nex) – Der Münchner Flughafen hat zum neunten Mal in Folge einen Passagierrekord erreicht: 2018 ist die Zahl der Fluggäste auf 46,3 Millionen gestiegen, 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Das waren fast viermal so viele wie im Eröffnungjahr 1992. Das berichtet die “Augsburger Allgemeine“ (AA). Die Zahl der Starts und Landungen jedoch war nach wie vor etwas niedriger als im bisherigen Bestjahr 2008. 2018 gab es 413.000 Starts und Landungen, 8000 mehr als im Vorjahr. Zehn Jahre zuvor waren es 432.000 gewesen, berichtet die AA weiter. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit der Insolvenz diverser Airlines und überdurchschnittlich vielen Flugausfällen haben wir 2018 ein sehr ordentliches Plus beim Passagieraufkommen und den Flugbewegungen erzielt“, zitiert AA Flughafen-Chef Michael Kerkloh.  

Rüstungsdeal
Ukraine kündigt Kauf von bewaffneten Bayraktar-Drohnen aus der Türkei an

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Kiew (nex) – Die Ukraine hat eine Vereinbarung über den Kauf von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) aus der Türkei unterzeichnet, kündigte der ukrainische Präsident am Samstag an. In einem Twitter-Post sagte Petro Poroshenko, dass die Vereinbarung über den Kauf von bewaffneten UAV, der türkischen Bayraktar TB2 Drohne, für die ukrainische Armee unterzeichnet wurde. Poroschenko sagte, dass das Land seine Armee weiterhin mit moderner Ausrüstung, die den NATO-Standards entsprächen, aufrüsten werde. Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge, wird der türkische UAV-Hersteller Baykar im kommenden Jahr sechs Bayraktar TB2 produzieren und an die Ukraine liefern. Neben den UAVs werden auch drei Bodenkontrollstationssysteme und -geräte geliefert. Bayraktar TB2 wird seit 2015 von der türkischen Armee und der türkischen Sicherheitsdirektion eingesetzt. Das TB2 bewaffnete UAV wurde für taktische Aufklärungs- und Überwachungsmissionen entwickelt und kann auch Munition transportieren, Angriffe durchführen und hat eine Laserzielerfassung. Derzeit verfügen die türkischen Streitkräfte über eine Flotte von 75 Bayraktar TB2 Plattformen. Der Kaufvertrag zwischen der Ukraine und der Türkei ist die zweite Exportleistung der TB2. Während einer internationalen Rüstungsmesse im März 2018 unterzeichnete auch Katar einen Vertrag über den Kauf von sechs Bayraktar TB2 bewaffneten UAVs aus der Türkei.

Zum Thema

– Rüstungsindustrie – Rekord-Deal: Katar bestellt 1.500 türkische Panzerfahrzeuge

Die Streitkräfte von Katar haben ihren in der Geschichte größten Rüstungsdeal abgeschlossen. Der türkische Rüstungshersteller BMC wird 1.500 Panzerfahrzeuge vom Typ Amazon 4×4 für die katarische Armee und Polizei bauen.

Rekord-Deal: Katar bestellt 1.500 türkische Panzerfahrzeuge

Industrie
Türkei: Erdogan kündigt Cannabis-Anbau an

Von Thomas Bernhardt Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kürzlich auf einem kommunalpolitischen Symposium in Ankara ankündigte, wird das Land die für die eigene Industrie und Handwerksfirmen notwendige Menge an Hanf wieder selbst anbauen. Diesbezügliche Importe aus anderen Ländern sollen reduziert werden und schließlich ganz entfallen. Hanf ist weltweit ein Grundstock so mancher Produktion einer ganzen Reihe an Waren; also nicht nur ein Grundstoff für eine Droge. Hanf, dessen lateinischer Namen „Cannabis sativa L.“ ist und an BTM erinnert, wird jedoch auch wegen ganz anderer Dinge angebaut: Beispielsweise wegen seiner Faser, die sich im Stängel befindet. Es wird daher eine dichte Kultur mit möglichst vielen langen Stängeln angestrebt. Dabei ist die Hanffaser ein Produkt von hoher Qualität und kann vielseitig eingesetzt werden. Zum Beispiel für Seile und Schnüre, Kleider oder Papier. Sie dient auch als Rohstoff für Isoliermaterial bei der Gebäudeisolation, für Formteile in der Autoindustrie und vieles andere mehr. Zu nennen wäre aber auch das Hanföl. Dieses ist reich an Proteinen sowie Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren. Für Hanföl gibt es neben der Ernährung zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Brennstoff, in Farben, Lacken und Kreiden, sowie im kosmetischen Bereich Ferner, das dürfte allerdings schon weitaus bekannter sein, ist Hanf auch Grundlage für medizinische Produkte mit einem breiten und vielfältigen therapeutischem Spektrum. Experten nennen unter anderem Erkrankungen und gesundheitliche Problemfelder, wie chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Tourettesyndrom, depressive Störungen sowie schwere Formen von ADHS. Ferner beispielsweise Arthrose und Asthma, Epilepsie und Morbus Crohn, sowie vieles mehr. Allerdings, auch das muss an dieser Stelle vermerkt werden, Hanf ist kein Wundermittel und hilft nicht allen Patienten. Doch bei besonderer Schwere der gesundheitlichen Probleme kann es zur Ultima Ratio werden. Obwohl immer wieder zwischen Bauernhanf und indischem Hanf unterschieden wird, handelt es sich botanisch um dieselbe Pflanze. Ob es sich um eine klassische landwirtschaftliche Kultur handelt, oder ob die Pflanze unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, dies bestimmt die Kulturführung und vor allem die verwendeten Sorten. Das entscheidende Kriterium ist der THC-Gehalt (THC steht dabei für „Delta-9-Tetrahydrocannabiol“). Wie der türkische Präsident betonte, soll der künftig erlaubte Hanfanbau in der Türken nur dem Eigenbedarf des Landes dienen. Ein entsprechender Export solle nicht stattfinden. Gegenwärtig werde im türkischen Landwirtschaftsministerium an entsprechenden Richtlinien hierfür gearbeitet, die jedoch schon in Kürze abgeschlossen sein würden.  

Balkannews
„Armee von Terroristen“: Serbischer Verteidigungsminister Vulin kündigt Aufrüstung an

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Belgrad (nex) – Der serbische Verteidigungsminister kündigte am Freitag eine intensive Aufrüstung des serbischen Militärs an. Die Armee müsse bereit sein, jeden Teil des serbischen Territoriums zu schützen, aber auch die Serben, die woanders lebten. sagte Alexander Vulin bei einer Präsentation neuer Militärausrüstungen. Vulin betonte, dass Serbien als militärisch neutrales Land auf alle Schwierigkeiten vorbereitet sein und über alle Kapazitäten verfügen müsse, die weitaus größere und reichere Armeen haben. „Da wir weder dem NATO-Pakt, noch einem anderen Militärbündnis angehören, müssen wir in der Lage sein, auf jede Herausforderung zu reagieren“, sagte Vulin. „Armee aus Terroristen“ Im Dezember verurteilte Vulin die Ankündigung des Kosovo, die bestehenden Sicherheitskräfte in eine reguläre Armee umzuwandeln. Die „aus Terroristen bestehende Armee“ werde geschaffen, um Serbien und die Serben anzugreifen. „Sie haben eine Armee aufgestellt, um Serben anzugreifen, Vucic wird es nicht zulassen“, so Vulin. Serben im Kosovo und Metochien könnten beruhigt sein, da sie die absolute Unterstützung des Präsidenten und der serbischen Armee hätten. Es gebe für den serbischen Staat kein größeres Interesse, als „die Erhaltung der Serben auf dem Gebiet des Kosovo und Metochien“. Metochien ist im offiziellen Sprachgebrauch Serbiens die Bezeichnung für den westlichen Teil des Kosovo. Die offizielle serbische Bezeichnung für das Kosovo lautet „Autonome Provinz Kosovo und Metochien“. Die Aufgabe des Verteidigungsministeriums und des Generalstabschefs bestehe darin, sicherzustellen, dass die serbische Armee in der Lage ist, jeden Befehl des Oberbefehlshabers zu erfüllen, so Vulin dem TV-Sender „Pink“. Serbien werde keine zweite „Operation Sturm“ zulassen. Er bezog sich dabei auf die Offensive Kroatiens 1995 gegen ethnische Serbengebiete.  Kosovo-Armee Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember, in einer für den jungen Staat historischen Abstimmung, einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete KSF soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen. Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere. Auch unter den Serben Kosovos gebe es ein großes Interesse, den geplanten Streitkräften beizutreten. Bisher seien über 300 Bewerbungen eingegangen, so Rrustem Berisha, Minister der Kosovo-Sicherheitskräfte (KSF), in einem Gespräch mit Kosovapress.

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– Balkan – Serbischer Politiker Milovan Drecun: Großalbanien wird gegründet

Milovan Drecun, Vorsitzender des Versammlungsausschuss des serbischen Parlaments für Kosovo und Metochien, sagte in einem Gespräch mit dem serbischen TV-Sender „Pink-TV“, dass die Gründung eines Groß-Albaniens nur noch eine Frage der Zeit sei.

Serbischer Politiker Milovan Drecun: Großalbanien wird gegründet

Meinung
Kommentar: EU wird seit Jahren durch künstliche Geldinjektionen am Leben erhalten

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Ein Kommentar von Ernst Wolff Die EU kommt nicht zur Ruhe. Frankreich wird seit Wochen von den Protesten der Gelbwesten erschüttert, in Großbritannien kämpft die Regierung May ums politische Überleben, mit der Unterstellung der Banca Carige unter die Zwangsverwaltung der EZB hat die italienische Bankenkrise einen weiteren Höhepunkt erlebt und Deutschland, der Wirtschaftsmotor der EU, befindet sich auf dem Weg in eine Rezession. Gleichzeitig nehmen die Spannungen unter den Mitgliedsstaaten zu. Letzter Höhepunkt dieser Entwicklung war die öffentliche Ermutigung der Gelbwesten-Proteste durch die italienische Regierung. Die größte Belastung aber dürften die seit Monaten stagnierenden Brexit-Verhandlungen zwischen Brüssel und London sein, bei denen eine Lösung trotz des enormen Zeitdrucks bisher nicht in Sicht ist. Als wären diese Probleme nicht schon genug, nehmen auch der äußere und der innere Druck auf die EU zu. Vor allem die USA drohen Brüssel immer wieder mit der Erhebung von Zöllen und treiben die EU durch den erzwungenen Bau eines Terminals für US-Fracking-Erdgas (im norddeutschen Brunsbüttel) und den immer offeneren Boykott der russischen Ölpipeline Nordstream 2 in die Enge. Da die EU-Bürokratie und die einzelnen Regierungen diesen Entwicklungen vollkommen hilflos gegenüberstehen und der Lebensstandard großer Teile der arbeitenden Bevölkerung seit Jahren länderübergreifend sinkt, wächst der Widerstand gegen die EU und befeuert die Kräfte, die ihr Ende fordern. Warum aber traut sich kein einziger maßgeblicher Politiker – nicht einmal die italienische Regierung, die im Wahlkampf gar nicht hart genug gegen die EU wettern konnte – die Konsequenzen aus der Kritik zu ziehen und ein Ende der EU zu fordern? Die Antwort ist relativ einfach: Weil ein geordnetes Ende der EU nicht möglich ist. Die Gründe dafür sind nur zu verstehen, wenn man die EU als Projekt der Großbanken und der Großkonzerne begreift, durch das die Finanzelite Brüssel zu Europas Hauptstadt der Lobbyisten und die EU-Bürokratie zu einem riesigen, undurchsichtigen Apparat gemacht hat, dessen Führung wie die seines wichtigsten Verbündeten, der Europäischen Zentralbank, aus nicht gewählten Technokraten besteht. Das EU-Parlament, das in diesem Sommer erneut gewählt wird, dient dabei als Mittel, um die Öffentlichkeit von den wirklich wichtigen Entscheidungen abzulenken, die ausnahmslos hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Dass diese EU trotz aller Probleme in ihrer gegenwärtigen Form am Leben erhalten werden muss, hat vor allem einen Grund: Die Existenz der gemeinsamen Währung, des Euro. Dessen Einführung war ein historisch einmaliges Experiment, denn er bindet Länder mit extrem unterschiedlicher Wirtschaftskraft auf Gedeih und Verderb aneinander und macht es ihnen unmöglich, die eigene Währung nach Bedarf auf- oder abzuwerten. Die Bedeutung dieser Währungsunion zeigte sich auf dramatische Weise in der Eurokrise, als mehrere schwächere Staaten in Bedrängnis gerieten. Da sie bei internationalen Großbanken hoch verschuldet waren und ihr Zahlungsausfall einen Domino-Effekt im globalen Finanzsystem auszulösen drohte, musste die Insolvenz dieser Staaten unbedingt verhindert werden. Aus diesem Grunde – und nicht etwa, wie vorgegeben, „um den Menschen in den betroffenen Ländern zu helfen“ – schuf die EU im Rahmen ihres „Rettungsschirms“ 2010 die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität EFSF und ersetzte sie zwei Jahre später durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Ohne diesen ESM – mit einem Kapital von 700 Milliarden Euro eine der größten Banken der Welt – würde es die EU heute nicht mehr geben. Aber selbst der ESM hat nicht ausgereicht, um die EU auf Dauer am Leben zu erhalten. Hätte die Europäische Zentralbank nicht in den vergangenen Jahren auch noch Staatsanleihen im Wert von mehr als zwei Billionen Euro aufgekauft, hätte die EU nicht überleben können. Die EU wird also seit Jahren nur durch künstliche Geldinjektionen am Leben erhalten – und zwar in einer Höhe, die sie zu einer der größten tickenden Zeitbomben im globalen Finanzsystem macht. Es ist genau diese Tatsache, die auch die EU-kritischen Politiker davor zurückschrecken lässt, ihr Ende zu fordern – womit eindrucksvoll bewiesen wäre, dass auch diese Politiker – bei allen anderslautenden Beteuerungen – nicht die Interessen der europäischen Bevölkerung im Auge haben, sondern die der zahlenmäßig winzigen Elite, die von der Existenz der Europäischen Union profitiert.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

Nahost-Konferenz in Warschau
Iranischer Außenminister Zarif: Iran rettete Polen das Leben

Teheran (nex) – Der iranische Außenminister verurteilte am Freitag die bevorstehende Nahost-Konferenz mit Schwerpunkt Iran in Polen. In einem Tweet bezichtigte Javed Zarif das Land der Schande: „Während der Iran im Zweiten Weltkrieg die Polen gerettet hat, beherbergen sie jetzt einen verzweifelten Anti-Iran-Zirkus“, so Zarif. Die bisherigen Veranstalter und Teilnehmer solcher Konferenzen seien jetzt entweder „tot, entehrt oder ausgegrenzt“, schreibt Zarif. Nahost-Konferenz in Polen Für Mitte Februar haben die USA und Polen eine internationale Konferenz zur Zukunft und Sicherheit im Nahen Osten angekündigt. Das gaben die Außenministerien beider Länder am gestrigen Freitag bekannt. Im Fokus des Gipfels stehe „der Frieden, die Freiheit, Stabilität und die Sicherheit im Nahen Osten”. Wichtiger Bestandteil dabei sei sicherzustellen, dass der Iran keinen „destabilisierenden Einfluss” ausübe.

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The Lost Requiem  Geschichte: Polnische Flüchtlinge im muslimischen Iran
Geschichte: Polnische Flüchtlinge im muslimischen Iran

US-Truppenabzug
Pentagon fährt mit Truppenabzug fort: „Nehmen keine Befehle von Bolton entgegen“

Washington (nex) – Das US-Militär fährt mit seinen Plänen fort, alle Truppen aus Syrien abzuziehen, sagte ein Pentagon-Sprecher in einem Gespräch mit der US-Tageszeitung Wall Street Journal (WSJ). US-Sicherheitsberater John Bolton schien am Sonntag im Widerspruch zum Weißen Haus zu stehen, als er sagte, dass der Rückzug der USA aus Syrien nicht sofort erfolgen würde. Das Pentagon kündigte am Donnerstag allerdings an, dass es ohne neue Anweisungen wie geplant mit dem Abzug fortfahren werde. „Nichts hat sich geändert. Wir nehmen keine Befehle von Bolton entgegen.“, sagte ein namentlich nicht genannter Vertreter des Pentagon gegenüber WSJ. „Wir nehmen keine Befehle von Bolton entgegen.“ Die von den USA geführte Koalition gegen den IS habe den Prozess des Rückzugs aus Syrien bereits eingeleitet. „Der Prozess unseres gezielten Abzugs aus Syrien hat begonnen“, erklärte am Freitag der Sprecher der Koalition, Oberst Sean Ryan. Die Erklärung kam weniger als einen Monat nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, alle 2000 US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland abzuziehen. „Aus Sorge um die operative Sicherheit, werden wir keine spezifischen Zeitpläne, Standorte oder Truppenbewegungen ankündigen“, sagte Colonel Sean Ryan. Trumps Sicherheitsberater Bolton machte einen Abzug der US-Truppen allerdings von Garantien der Türkei für die Sicherheit der Kurdenmiliz YPG abhängig. Die Türkei begrüßt die Ankündigung Trumps, da die Unterstützung der YPG durch die USA immer wieder zu Konflikten mit Washington geführt hat. Ankara betrachtet die YPG als terroristische Gruppe und syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. YPG-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. .

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– Truppenabzug aus Syrien – Donald Trump bekräftigt Ankündigung: US-Truppen werden aus Syrien abgezogen

In einem Tweet hat US-Präsident Donald Trump seine Pläne. die amerikanischen Truppen aus Syrien abzuziehen. nochmal bestätigt und sein Vorhaben verteidigt.

Donald Trump bekräftigt Ankündigung: US-Truppen werden aus Syrien abgezogen

Menschenrechtsverletzungen in China
Xinjiang: China lässt 2000 ethnische Kasachen ausreisen

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Wie verschiedene Medien mitteilten, dürfen 2000 ethnische Kasachen mit chinesischer Staatsangehörigkeit China verlassen, sie werden in Kasachstan eingebürgert. Das darf als großer Erfolg der kasachischen Diplomatie angesehen werden. Es zeigt, dass der Protest der Straße nicht wirkungslos ist. In diesem Fall zeigt es auch, dass die Regierung Kasachstans trotz Vermeidung öffentlicher Kritik, hinter verschlossenen Türen humanitäre Hilfe geleistet hat. Das verdient Anerkennung. Man kann nur hoffen, dass Kirgisistan mit seiner Politik – der kirgisische Staatschef hat sich entsprechend geäußert – ebenfalls erfolgreich sein wird. Das Problem mit China ist zwar um nichts entschärft, aber angesichts der Katastrophe ist sicherlich jede humanitäre Hilfe, wie klein sie auch sein mag, willkommen. Noch etwas ist bemerkenswert: China hatte vom 28. – 30.11.2018 einer Diplomaten-Delegation aus 12 asiatischen Staaten eine geführte Tour durch Xinjiang gewährt. Berichte über den Erfolg dieses Besuchs habe ich nur in chinesischen Staatsmedien gelesen, jedoch in keinem Medium der betroffenen Staaten. Allerdings gibt es einen brandneuen Bericht aus Kasachstan über den Besuch von Reuters-Journalisten vom 5. – 8.1.2019. Ihnen wurde das islamische Institut in Urumtschi sowie ein Umerziehungslager gezeigt. Interviews mit Insassen waren unter Beisein von Sicherheitsbeamten möglich: Man hörte die stereotype Antwort, man sei von extremistischem religiösem Gedankengut befallen gewesen und dankbar, dass man durch Ausbildung zum “Blue collar worker” davon befreit werde. Es wurde behauptet, man könne am Wochenende nach Hause. Beten sei nicht erlaubt, weil es sich um eine Erziehungsanstalt handle; beten, das könne man zu Hause. Es wurde nicht erklärt, wie sich dies mit der Praxis der im Hause wohnenden Han-Funktionäre verträgt. Diese Praxis wurde zugegeben. Ein kleiner Schönheitsfehler war ebenfalls, dass auch im islamischen Institut, das zukünftige Imame ausbildet, nicht gebetet werden darf – eben weil es eine Erziehungsanstalt ist. In diesem Bericht heißt es nun, ca. 2000 ethnische Kasachen seien bereits in der ersten Jahreshälfte ausgereist. Man werde weiter im Gespräch bleiben. Jedenfalls war Kasachstan offenbar von dem, was man seinem Vertreter zeigte, nicht überzeugt genug, dass Kasachen weiter fröhlich in Xinjiang leben können. Pakistan war bei der Diplomatentour ebenfalls dabei. Imran Khan hat neulich in einem Interview in der Türkei erklärt, er wisse über die Situation nicht Bescheid. In jedem Falle sei China ein unersetzlicher Freund. Wenn er mehr erfahre, werde er vertraulich mit China reden, öffentliche Kritik aber strikt vermeiden. Das klingt auch nicht danach, als sei Pakistan von dieser Tour irgendwie beeindruckt worden. https://m.youtube.com/watch?v=3lUkU7UlhlI Daneben hat das Uyghur Bulletin allerdings in Twitter und auf Facebook einen erstaunlichen Bericht von 2015 veröffentlicht. Darin behaupte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu, in Xinjiang sei freie Religionsausübung möglich. Dies möchte ich lieber nicht kommentieren. Jedenfalls, dass es diese Tour bzw. Touren gab, dass die kasachische Initiative Erfolg hatte, zeigt: China ist gegenüber der öffentlichen Meinung nicht völlig unsensibel. Besonders nicht gegen die Meinung seiner muslimischen Verbündeten. Das ermutigt und verpflichtet Muslime, noch stärker auf die Straße zu gehen. Es verpflichtet muslimische Regierungen geradezu, zumindest hinter verschlossenen Türen, aktiv zu werden.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Balkan
„Nord-Mazedonien“: Mazedonisches Parlament beschließt Namensänderung

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Skopje (nex) – Am Freitagabend stimmte das mazedonische Parlament für die Umbenennung des Landes in „Nordmazedonien“. 81 von 120 Abgeordneten waren für eine entsprechende Verfassungsänderung. Somit wurde die vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit erreicht. Die Umbenennung des Landes ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Mazedonien den Namensstreit mit Griechenland beilegen kann. Wegen der Nutzung des Namens „Mazedonien“ blockierte Griechenland bisher die Bestrebungen seines Nachbarn nach einer EU- und Nato-Mitgliedschaft. Dies impliziere Gebietsansprüche an gleichnamige griechische Provinzen. Zu Beginn der Parlamentssitzung sagte Premierminister Zoran Zaev den Abgeordneten, die Namensänderung werde „die Türen für die Zukunft, die europäische Zukunft Mazedoniens, öffnen“ und den Beitritt zur NATO. Mehrere hundert Menschen haben in den vergangenen drei Tagen vor dem Parlament gegen die Namensänderung protestiert. Vertreter der oppositionellen VMRO-DPMNE, die gegen die Vereinbarung mit Griechenland waren, boykottierten die Abstimmung.

Berlin
Berliner FDP kritisiert Wohnungskaufpläne des Senats

Die Berliner FDP kritisiert das Vorhaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, ehemals landeseigene Wohnungen von privaten Investoren zurückzukaufen. Der Bestand an Wohnungen nehme dadurch nicht zu, sagte Fraktionschef Sebastian Czaja am Freitag im rbb-Inforadio. Nötig seien keine Eigentümerwechsel, sondern mehr Wohnraum, erklärte Czaja: „Mit den investiven Maßnahmen, die das Land Berlin aufwenden will, könnten wir 120.000 Wohnungen in Berlin neu bauen, die am Ende den Druck aus dem Mieten-Markt nehmen würden.“ Nach Czajas Worten will Müller mit dem Rückkaufvorhaben vor allem seine Koalitionspartner von Linken und Grünen zufriedenstellen. Die Grünen hätten bereits Enteignungen als letztes Mittel nicht ausgeschlossen, sagte Czaja: „Die Linkspartei schließt sich einem Volksentscheid zu Enteignungen an. Das ist ein kleiner Versuch von Herrn Müller, die Koalition zu befriedigen. Aber wir brauchen einen großen Versuch, und das ist der Neubau in der Stadt, um den Berlinerinnen und Berlinern günstige Mieten zu garantieren.“