Games-News
Kickbase: Bundesliga-Manager-Games erfreuen sich hoher Beliebtheit

Hierzulande ist Fußball im Bereich des Sports die angesehenste Sportart und verbindet Millionen von Menschen miteinander. Egal ob im Stadion, einer Bar oder zuhause vor dem TV, wöchentlich geben die Spieler alles für ihr Team und Fans drücken die Daumen. Neben dem reinen Zuschauen von Fußballspielen, gibt es inzwischen zahlreiche Manager Games, in denen die Spieler selbst die Aufstellung der Spieler übernehmen müssen, um Punkte generieren zu können. Durch das ständige Kaufen und Verkaufen von Profis können Spieler Einnahmen erzielen und so ihren Teamwert steigern, um sich immer bessere Profis leisten zu können. Ein Managerspiel, welches in den letzten Jahren seinen Durchbruch feierte ist „Kickbase“. Bis zu 20 Spieler können in einer Liga teilnehmen und kämpfen wöchentlich um die höchste Punktzahl. Alle Fußballer der 1. Bundesliga sind in diesem Game verfügbar, sodass man sich eine Aufstellung der verschiedensten Spieler aus allen teilnehmenden Clubs zusammenstellen kann. Ein genauerer Einblick in Kickbase verrät, warum das Spiel so viele Menschen begeistert und weiterhin an Beliebtheit steigt. Inzwischen sind bereits über eine Million Menschen bei diesem Spiel angemeldet und handeln unter der Woche mit ihren Profis, um zu Beginn des neuen Spieltages die perfekte Aufstellung zu besitzen. Bis zu 20 Spieler können an einer Liga teilnehmen Im Gegensatz zu anderen Manager Games, die es im Internet zu finden gibt, muss sich bei Kickbase eine Gruppe von Freunden zusammentun, um eine eigene Liga eröffnen zu können. Mit bis zu 20 Spielern kann eine Runde sehr groß werden, sodass auch die Profis sehr beliebt sind und es ein hartes Stück Arbeit darstellt, eine passende Aufstellung zu erhalten. Eine Einladung erfolgt durch einen Link, der für jeden Spieler ersichtlich ist. So können auch beispielsweise während der Saison weitere Manager eingeladen werden, auch wenn diese dann oftmals kaum noch eine Chance auf gute Profis erhalten. Zu Beginn erhält jeder Spieler einen Mix aus Fußballern, sodass er ein Team zugelost bekommt. Im Anschluss können die Profis auf dem Transfermarkt gekauft oder verkauft werden, um höhere Einnahmen zu erzielen. Jeden Profi gibt es pro Liga nur einmalig Nicht jeder Manager kann dieselben Spieler aufstellen. Jeden Fußballer der 1. Bundesliga gibt es in einer Managergruppe nur einmal, sodass oftmals ein heißer Kampf um diesen entbrennt. Nach und nach kommen die Profis auf den Transfermarkt und können dort gekauft werden. Dabei kann jeder Manager ein Gebot abgeben, welches für andere Mitspieler jedoch nicht ersichtlich ist. Derjenige, mit dem höchsten Gebot, erhält im Anschluss an die vorgegebene Gebotszeit den Zuschlag und kann den Spieler dann in seinem Team einsetzen. Auch das Verkaufen spielt eine entscheidende Rolle. Sowohl an andere Manager, als auch an den Transfermarkt kann ein Profi der gekauft wurde, wiederverkauft werden. Besonders Profis des Rekordmeisters, des Dauerrivalen BVB und von RB Leipzig sind in diesem Jahr gefragt und werden oftmals deutlich über dem Marktwert gekauft. Aber auch andere Teams besitzen interessante Fußballer, die Spieler auf dem Transfermarkt kaufen können. Die Spielregeln zum Start des neuen Spieltages Um Punkte für seine aufgestellten Spieler generieren zu können, muss der Kontostand vor einem Spieltag ausgeglichen sein. Besteht ein Defizit und ein Manager befindet sich im Minus, erhält er für seine aufgestellten Spieler keinerlei Punkte. Des Weiteren gilt es, dass 11 Spieler aufgestellt sind und somit ein komplettes Team zur Verfügung steht. Neben einem Torwart müssen Abwehrspieler, Mittelfeldspieler und der Sturm besetzt werden. Eine Aufstellung eines Innenverteidigers ist jedoch kein Muss, sodass die Manager gerne auf Außenverteidiger zurückgreifen, da diese deutlich mehr Vorlagen in einer Saison erzielen und somit höhere Punkte erhalten. Punktevergabe für Tore, Vorlagen, Fouls und Co Die Entwickler des Manager Games „Kickbase“ haben sich viele Gedanken um die Punktevergabe gemacht. So erhält jeder Spieler für eine erfolgreiche Aktion wie beispielsweise ein Pass im gegnerischen Mittelfeld oder dank eines erfolgreich ausgeführten Einwurfs verschiedene Punkte, die auf das Konto des Managers gutgeschrieben werden. Auch Minuspunkte sind vorhanden, sofern ein Team beispielsweise ein Gegentor erhält und ein Spieler dessen Clubs aufgestellt wurde. Jeder einzelne Spieler verfügt über eine eigene Punkteanzahl. Für jeden erhaltenem Punkt erhält der Manager im Anschluss an den Spieltag 1.000€ Kapital, welches er in neue Spieler investieren kann. Vorhersagen der Community Auf der Startseite wird nach jedem Spieltag der kommende Spieltag angezeigt und die Begegnungen können getippt werden. Nachdem eine Vorhersage eines Managers getroffen wurde, erhält er einen Einblick auf die Meinung der Community und kann sich so vorbereiten und aufstellen, sofern Spieler auf dem Transfermarkt sind. Neben der Vorhersage anderer Manager sind auch Wettquoten vorhanden, die einen Einblick auf die Meinung eines Buchmachers gibt. Generell gibt es inzwischen viele Wettportale, die solche Vorhersagen treffen und Spielern somit wertvolle Informationen liefern. Eine dieser Seiten ist Tippinsider. Hier werden Partien genauer unter die Lupe genommen, sodass man sich einen ersten Einblick auf die aktuelle Form eines Teams machen kann. Da es auf die Aufstellung eines Teams ankommt, nutzen viele Manager diese Portale und versuchen an jedem Spieltag die besten Profis aufzustellen, um an die höchste Punktzahl zu kommen. Kickbase ist übrigens kostenlos, sodass jeder das Game einfach mal ausprobieren kann!

Türkei
Antalya: Tourist versucht Buffet-Essen nach Russland zu schmuggeln

Türkische Hoteliers beklagen Schaden durch Raub Antalya – Die türkische Mittelmeerküste ist bei Pauschalurlaubern weltweit beliebt. Kein Wunder, denn die All Inclusive Angebote und das Preis-Leistungs-Verhältnis können sich im Vergleich mit anderen Reisezielen sehen lassen. Doch manchmal werden „All Inclusive“ oder „All You Can Eat“ auch missverstanden. Wie jetzt bekannt wurde, trauten Mitarbeiter eines Hotels in Manavgat bei Antalya ihren Augen nicht, als sie das auffällige Gepäck eines russischen Touristen kontrollierten. Beim Auschecken des Gastes stellte das Servicepersonal fest, dass in dem Koffer Frühstücksutensilien, Obst, Gemüse und Getränke verstaut waren. Nachdem Hotelangestellte die Tat protokolliert hatten, durfte der Gast das Hotel verlassen. Ein Vertreter der Herberge sagte: „Wir sind ein All Inclusive Hotel. Ich vermute, dass hier All Inclusive falsch verstanden wurde“. Agenturmanager und Hotelbeschäftigte eines Dreisternehotels im Side-Viertel in Manavgat haben das Gepäck eines russischen Touristen aufgrund seines auffälligen und nervösen Verhaltens beim Auschecken kontrolliert. Sie staunten nicht schlecht: Bei der Durchsicht des Koffers stießen die Angestellten auf Frühstücksutensilien, in Plastiktüten gepackte Wasserflaschen mit und ohne Kohlensäure sowie auf zahlreiches Obst und andere Lebensmittel vom offenen Buffet. Die Angestellten protokollierten die eingesteckte Ware und nahen es wieder zurück. Hiernach durfte der russische Tourist das Hotel verlassen. Die Mitarbeiter des Hotels erklärten, dass das Mitnehmen von Speisen und Getränken nicht gestattet sei. Hierauf machte das Servicepersonal bereits beim Einchecken aller Gäste aufmerksam. Außerdem enthalte das Formblatt, das von den Touristen bei der Anmeldung unterschrieben werde Hinweise hierzu. Überdies bekämen alle Besucher bei der Ankunft eine Broschüre mit allen Herberge- und Übernachtungsvorschriften ausgehändigt, so ein Hotelbediensteter. Nichtdestotrotz führen einige Touristen weiterhin Speisen in ihre Hotelzimmer, was wiederum Ungeziefer anlocke. Ein Hotelmitarbeiter behauptet, dass manche Gäste dies ausnützten und Fotos von dem selbstverschuldeten Ungeziefer machten, um sich dann zu beschweren, berichtet die türkische Nachrichtenagentur DHA. Ein Hotelmanager berichtet, dass immer wieder Gäste ihre Koffer mit Speisen und Getränken aus dem Hotel befüllten.
„Wir mischen uns nicht darin ein, wer bei uns wieviel isst und trinkt. Wir sind ja ein All Inclusive Hotel. Solange unsere Besucher bei uns übernachten, können sie so viel essen und trinken, wie sie möchten. Aber was hat es für eine Bedeutung, mit voll befüllten Koffern mit Speisen und Getränken aus dem Hotel in die Heimat zurückzukehren? Das können wir nicht nachvollziehen. Ich vermute, hier haben manche Reisende die Bedeutung von All Inclusive missverstanden.“

Auch interessant

– TISVA-Stiftung – Türkei: Frühstückmenüs führen zu Lebensmittelverschwendung von fast 16 Mrd. Euro

Lebensmittel im Wert von 100 Milliarden türkischen Liras (ca. 15,8 Milliarden Euro) werden in der Türkei pro Jahr zusätzlich weggeworfen, da der jüngste Trend zu großen türkischen Frühstücksmenüs (trk.Serpme Kahvalti), die in den Cafés angeboten werden, zugenommen hat.

Türkei: Frühstückmenüs führen zu Lebensmittelverschwendung von fast 16 Mrd. Euro

Balkan
Serbien: Zahlreichen Parteien droht Ausschluss

0
Belgrad – In Serbien sind derzeit 113 politische Parteien registriert, aber es wird erwartet, dass diese Zahl durch ein neues Gesetz, das bis Ende des Jahres verabschiedet werden soll, drastisch zurückgehen wird, berichtet der serbische Nachrichtensender N1 unter Berufung auf eine Meldung der Tageszeitung Vecernje Novosti am Montag. Nur etwa 30 der 113 Parteien seien auf staatlicher, städtischer und kommunaler Ebene vertreten, weitere 72 seien als Vertreter nationaler Minderheiten registriert, so N1.  Nach dem neuen Gesetz sollen Parteien, die seit acht Jahren bei Wahlen keine Kandidaten mehr aufgestellt und satzungsgemäße Sitzungen abgehalten haben, aus dem Register der politischen Parteien gelöscht werden, berichtet N1 weiter. Nach den geltenden Vorschriften könne eine Partei nur nach einer Entscheidung des Ministeriums für Staatsverwaltung aus dem Register gelöscht werden.

Auch interessant

– Balkan – Albanien, Serbien und Nordmazedonien planen eigenen „Schengenraum“

Die Strategie der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung – die Bildung des so genannten „kleinen Schengen-Raums“ – wird eines der Themen auf dem Treffen der Premierminister Albaniens Nordmazedonien und Serbiens Anfang Oktober in Belgrad sein, berichtet die serbische Tageszeitung Danas.

Albanien, Serbien und Nordmazedonien planen eigenen „Schengenraum“
 

Kroatien
Kroatien: Dubrovnik plant Steuer auf Kreuzfahrtschiffe

Dubrovnik – Die kroatische Stadt Dubrovnik plant ab 2021 die Einführung einer Steuer auf ausländische Kreuzfahrtschiffe, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Hina am Samstag. In Kroatiens beliebten Kreuzfahrtzielen – insbesondere in der historischen Stadt Dubrovnik – gibt es eine wachsende Gegenbewegung zu den häufigen Besuchen von riesigen Kreuzfahrtschiffen. Mato Frankovic, Bürgermeister von Dubrovnik, sagte bereits im Dezember 2018, dass die Stadt die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe, die an Land gehen dürfen, auf zwei pro Tag beschränkte, mit einer maximalen Zahl von 5.000 Passagieren. Die Stadtverwaltung plant nun die Einführung einer Gebühr, die von 2.000 bis 40.000 HRK (270 bis 5.380 €) pro Schiff reicht, je nachdem, wie viele Passagiere an Bord sind. Laut dem Kroatischen Statistikamt DZS stieg in diesem Jahr die Zahl der ausländischen Kreuzfahrtschiffe die Kroatien besuchten um sieben Prozent auf 57. Während die Aufnahme in die mediterranen Kreuzfahrtlinien dazu beitrug, Kroatien nach der Auflösung Jugoslawiens als Reiseziel zu etablieren, verursacht das Problem der Verschmutzung eine Gegenreaktion gegen das Kreuzfahrtgeschäft. Besorgniserregend sei die Verschmutzung durch riesige Kreuzfahrtschiffe, wie die Umweltberatung Transport & Environment (T&E) in einem Bericht hervorhob, in dem festgestellt wurde, dass die toxischen Schwefeloxide (SOx) von Kreuzfahrtschiffen auf europäischen Routen um ein Vielfaches höher sind als die gesamten SOx-Emissionen der Fahrzeugflotte des Kontinents. Unter den kontinentaleuropäischen Nationen ist Kroatien im Verhältnis zu den Pkw-Emissionen des Landes am stärksten betroffen; die Emissionen von Kreuzfahrtschiffen waren 189,6 mal so hoch wie die von Autos, so der Bericht. Drei kroatische Städte gehören zu den Top 50 der verschmutzten Kreuzfahrtstädten in Europa: Rijeka, Dubrovnik und Split (4,8 mal). In den letzten Jahren wurde das ummauerte Zentrum von Dubrovnik von Touristen überrannt, auch aufgrund der HBO-Hit-Serie Game of Thrones. Einige Orte der kroatischen Stadt dienten für die Erfolgsserie als Drehstätte.

Wohnpolitik
Kollatz: „Rückkauf früherer Sozialwohnungen ist wirtschaftlich sinnvoll“

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat den Rückkauf von knapp 6.000 Wohnungen als wirtschaftlich sinnvoll bezeichnet. Mit dem Kauf sichere Berlin bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in der Stadt, ohne den Landeshaushalt zu belasten, sagte Kollatz am Samstag im Inforadio vom rbb. „Ein Kauf ist dann sinnvoll, wenn er zum Ertragswert möglich ist. Das heißt, wenn die Mieten, die in den Gebäuden bezahlt werden, ungefähr den Kaufpreis erbringen“, so der Finanzsenator. Dies sei aktuell der Fall. Damit widersprach er der oppositionellen AfD. Die kritisierte, der Senat habe Geld verschwendet und dafür nicht eine einzige Wohnung gebaut. Teure Risiken für das Land schloss Kollatz aus. Die landeseigene Wohngesellschaft Gewobag habe sich die Wohnungen angeschaut; eventuell nötige Renovierungsmaßnahmen seien beim Kaufpreis berücksichtigt worden. Er gehe davon aus, dass die Wohnungen in einem besseren Zustand seien als vor 15 Jahren. Damals hatte Berlin die früheren Sozialwohnungen zu einem deutlich niedrigeren Preis an eine Luxemburger Immobilienfirma verkauft. „Der Markt hat sich entwickelt, aber es hat sich auch an den Wohnungen insgesamt etwas entwickelt und in den meisten Quartieren ist auch durchaus etwas geschehen“, so der SPD-Politiker. Kollatz betonte, dass der Rückkauf nur Teil der Strategie des Senats sei. „Das wichtigste ist der Neubau. Wir können auf Dauer in einer Stadt, die jedes Jahr 30.000 bis 40.000 neue Bewohner hat, die Probleme nicht im Bestand lösen. Ohne Neubau wird das alles am Ende zu einer Form von Mangelwirtschaft und das kann nicht die Antwort sein.“

Stadtfinanzen
Nach Scholz-Aufruf: Tschentscher kritisiert Hürden bei S-Bahn-Bau

Nach dem Aufruf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) an Länder und Kommunen, mehr öffentliche Fördermittel zu nutzen, hat Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) Kritik an Hürden beim S-Bahn-Bau geübt. „Es stimmt, dass die Planungsprozesse aufwendig und die Regelungen für die Inanspruchnahme von Bundesmitteln oft kompliziert sind“, sagte Tschentscher der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Der Nachweis der Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit großer Schnellbahnprojekte für die Kommunen stelle derzeit noch eine hohe Hürde dar, so Tschentscher, der noch bis zum 1. Oktober den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz innehat. „Das hierfür vorgesehene Verfahren der Standardisierten Bewertung berücksichtigt die tatsächlichen Kosten sowie die Verkehrs- und Umweltwirkungen von ÖPNV-Vorhaben in Ballungsräumen nicht hinreichend“, sagte Tschentscher. Dies gelte insbesondere für den hohen Handlungsdruck im Hinblick auf die Luftreinhaltung zur Vermeidung von Dieselfahrverboten und die in Ballungsräumen stark gestiegenen Baukosten.

Extremismus
Verfassungsschutz Niedersachsen setzt auf Aussteigerprogramme für IS-Rückkehrer

Präsident Witthaut: Steigender Bedarf durch IS-Rückkehrer – Zehn Personen in Programmen Osnabrück – Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut will Ausstiegsprogramme für Extremisten stärken. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er, derzeit befänden sich zehn Islamisten in entsprechenden Programmen. Bei sieben Personen gehe er davon aus, dass sie sich erfolgreich und dauerhaft von der islamistischen Szene losgesagt hätten. „Es dauert manchmal Jahre, Menschen da rauszuholen“, so Witthaut. Er rechnet damit, dass der Bedarf auch vor dem Hintergrund möglicher Rückkehrer aus dem IS-Gebiet steigen werde. Laut Witthaut hat es in den vergangenen Jahren 85 Ausreisen aus Niedersachsen ins IS-Gebiet gegeben, 39 Personen seien bislang zurückgekehrt. Der Verbleib der übrigen sei nur teilweise geklärt. „Möglicherweise sind sie tot, auf der Flucht oder in Gefängnissen“, sagte Witthaut. Bekannt ist, dass noch Frauen aus Niedersachsen in Lagern im Nahen Osten festgehalten werden. Sie hatten sich dem IS angeschlossen und waren teilweise mit ihren Kindern ins Kriegsgebiet gereist. In Niedersachsen selbst gibt es im Bereich Islamismus mehr als 70 Gefährder, denen die Sicherheitsbehörden Terroranschläge zutrauen. Hinzu kommen knapp 70 sogenannte relevante Personen. „Deutschland und damit auch Niedersachsen sind weiterhin im Fokus islamistischer Terroristen“, warnte Witthaut.

ARD-Recherche
Untere Einkommensgruppen in Deutschland politisch schlechter vertreten

Die politische Elite in Deutschland wird immer akademischer, und die Interessen der Bürger mit einfachen Schulabschlüssen oder geringem Einkommen erfahren im gegenwärtigen Politikbetrieb weniger Beachtung als die Interessen der Eliten. Das haben Recherchen für die TV-Dokumentation „Wer beherrscht Deutschland?“ ergeben, die im Auftrag von MDR und WDR entstanden ist und heute (30.09.2019) um 20.15 Uhr im Ersten läuft. Eine Datenerhebung im Rahmen des Projektes zeigt: In den vergangenen 30 Jahren hat sich die politische Elite Deutschlands deutlich verändert. In der Bundesregierung verdrängen immer mehr Akademiker die Politiker ohne Hochschulabschluss. „Bis 2009 gab es stets mehrere Minister, die allein mit Mittlerer Reife und einem erlernten Beruf ein Ministeramt erreichten“, heißt es in der Erhebung. Aktuell hätten 94 Prozent der Mitglieder der Bundesregierung einen Hochschulabschluss. Zum Vergleich: In der Bevölkerung beträgt der Anteil der Hochschulabsolventen 18 Prozent. Vor allem die Frauen haben dazu beigetragen, den Bildungsgrad in der Regierung anzuheben. Waren vor 30 Jahren 16 Prozent der Regierungsmitglieder weiblich, sind es heute 50 Prozent. „Die Töchter des studierten Bürgertums verdrängen in diesem Sinne seit 1990 die männlichen Arbeiterkinder“, schlussfolgert der Elitenforscher der TU Darmstadt Michael Hartmann. So präge die soziale Herkunft zunehmend die Sicht auf die gesellschaftliche Wirklichkeit. „Jene Eliteangehörigen, die selbst schon in Reichtum oder zumindest Wohlstand aufgewachsen sind, stehen den sozialen Unterschieden weit weniger kritisch gegenüber als jene, die aus den Mittelschichten oder aus der Arbeiterschaft stammen,“ so Elitenforscher Michael Hartmann. Das führe dazu, dass diese Eliten die Bedeutung sozialer Unterschiede mehrheitlich unterschätzen und durch Aktivitäten weiter verschärfen statt sie zu verringern. Die Daten sind im Zusammenhang mit dem TV-Projekt „Wer beherrscht Deutschland?“ erhoben worden und untersuchen Herkunft und Aufstiegswege von Eliten in Deutschland. Dafür wurden Lebensläufe und Karrierestationen von Bundestagsabgeordneten, Mitgliedern der Bundesregierung (seit 1990), Vorstandsvorsitzenden der 100 größten Unternehmen, Vorsitzenden der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände, vorsitzenden Bundesrichtern sowie Rektoren der Universitäten in Deutschland untersucht.

Ausbildungsoffensive
Bundespolizei fehlen 1600 Ausbilder

Die Ausbildungsstandorte der Bundespolizei können nicht mit dem Ansturm an Auszubildenden schritthalten. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gibt es einen erheblichen Mangel an Fachpersonal, um die angehenden Polizistinnen und Polizisten zu schulen und zu betreuen. „Waren 2006 die Ausbildungsstandorte auf eine Kapazität von 3600 Auszubildenden pro Jahr ausgelegt, werden heute 8200 junge Frauen und Männer in den neun Standorten ausgebildet“, sagte GdP-Vize Jörg Radek der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Grund dafür sind die insgesamt 5000 vom Bund bewilligten Neueinstellungen, unter anderem als Reaktion auf die hohen Flüchtlingszahlen in den Jahren 2015 und 2016.. „Aufgrund des massiven Aufwuchses fehlen 1600 Trainer, Fachlehrer und begleitendes Personal, etwa in den Küchen, im Unterricht oder für die Personalverwaltung“, sagte Radek. „Der Engpass führt dazu, dass bundesweit Personal aus Dienststellen abgezogen wird, das dort eigentlich dringend gebraucht wird.“ Dass dieser Mangel entstehen könnte, sei bei der Ausbildungsoffensive nicht mitgedacht worden, kritisierte Radek, zeigte sich aber zufrieden mit erhöhten Stellenzahl. „Es ist gut und wichtig, dass der Bund die Stellenzahl bei der Bundespolizei seit 2016 um 8500 drastisch erhöht hat“, sagte Radek. „In den kommenden Jahren soll das Niveau gehalten werden, was wir sehr begrüßen.“ Er vermisse jedoch eine nachhaltige Strategie für die Aus – und Fortbildung in der Bundespolizei hinsichtlich Personal, Ausstattung und Standorten. „Das führt auch dazu, dass derzeit kaum Fortbildungen möglich sind“, so der Polizeihauptkommissar. „Verschärfend kommt hinzu, dass der Bund entgegen seinen politischen Leitlinien Fachkräfte nur befristet einstellt. Sie müssen sich von einer Befristung zur nächsten hangeln und wandern deswegen oft lieber zur Konkurrenz der Landespolizeien ab“, sagte Radek.

Arbeitspolitik
Zahl der Hartz-IV-Bezieher in Weiterbildungsmaßnahmen deutlich gesunken

0
Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Demnach gab es im Jahresdurchschnitt 2010 noch gut 95.000 Empfänger der Grundsicherung, die an einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen haben. Dagegen waren es im Jahresdurchschnitt 2018 nur noch gut 52.000, wie aus der Antwort hervorgeht. Auch die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Weiterbildung von Hartz-IV-Empfängern waren demnach rückläufig. Sie sanken von 612 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 582 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Am meisten Geld wurde der Antwort zufolge 2018 in Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen für die Weiterbildung von Hartz-IV-Empfängern ausgegeben. Hier lagen die Weiterbildungsausgaben pro Kopf jeweils über 1000 Euro im Jahr. Am wenigsten gab die BA in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aus, wo jeweils weniger als 900 Euro anfielen. „Im Vergleich zur Gesamtzahl der Erwerbslosen im Hartz-IV-System ist Weiterbildungsförderung allenfalls ein Schmalspurgrogramm“, kritisierte Linken-Politikerin Zimmermann. „Vor diesem Hintergrund ist es absurd, wenn Arbeitsminister Heil nicht müde wird zu betonen, dass Weiterbildung der Dreh- und Angelpunkt sei, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern zu erhalten und Arbeitslosigkeit zu verhindern. Die Zahlen zur Weiterbildung sprechen eine andere Sprache“, erklärte sie. Weiterbildungsangebote auch für Hartz-IV-Empfänger seien umso dringlicher, da durch die Digitalisierung in den kommenden Jahren Millionen Menschen von Erwerbslosigkeit bedroht seien.