Türkspor Mainburg soll militärischen Gruß zurücknehmen
Von Nabi Yücel
Türkischstämmige Fußballer des Fußballvereins Türkspor Mainburg sorgen nach ihrem militärischen Gruß für die Mehmetçik’s für Aufregung im bayrischen Landkreis Kelheim. Seit Tagen wird bundesweit darüber debattiert, ob ein militärischer Gruß eine politische Botschaft beinhaltet. Die Auswirkungen spüren nun auch die Fußballelf der Türkspor Mainburg auf unangenehme Weise selbst. Man spricht von „Lynchjustiz“
Losgetreten wurde die hitzige Debatte in Deutschland von Profi-Fußballern wie Emre Can oder Ilkay Gündogan, nachdem die türkische Nationalelf beim Spiel gegen Albanien ihren Gruß an die türkische Armee richtete, die derzeit in Nordsyrien eine Operation gegen die kurdische Terrormiliz YPG durchführt.
Gündogan musste aufgrund des öffentlichen und medialen Drucks sein Smiley in Instagram zurücknehmen, während Cenk Sahin vom Zweitligisten St. Pauli für unbestimmte Zeit freigestellt wurde.
In der Partie bei der SG Wildenberg/Biburg am vergangenen Sonntag, bejubelten die Mannen um Spielführer Yavuz Caglar einen Treffer mit militärischem Gruß – wie es türkische Nationalspieler bereits am Freitagabend im Länderspiel gegen Albanien gemacht hatten.Nun steht nach Angaben einiger Spieler der Verein Türkspor Mainburg massiv unter Druck. Man drohe mit Schließung des Vereins, der Bayerische Fussball-Verband drohe mit dem Rauswurf aus der Kreisliga. Auch der Bürgermeister von Mainburg habe sich eingeschaltet und die Spieler zu einer Unterredung herbeizitiert.
Spieler sprechen jetzt von „Lynchjustiz“, ihre Namen seien veröffentlicht worden. „Man übt auf uns einen enormen Druck aus“, sagte ein Spieler des Vereins gegenüber NEX24 und erklärte weiter, „solche Reaktionen hätten wir Spieler, die seit Jahrzehnten hier leben, nicht erwartet.“ Es sei wie ein „schlechter Scherz“, erklärt ein weiterer Spieler, der namentlich nicht genannt werden will. Nach den Berichten in den Zeitungen und im Radio, seien in den sozialen Medien und auch im E-Mail-Postfach des Vereines wüste Beleidigungen und auch Drohungen eingegangen.„Wir brechen euch die Knochen“, oder „wir jagen euch zurück, wo ihr hergekommen seid“, seien noch die harmloseren E-Mails, so der Vorstand gegenüber NEX24. Mittlerweile hätte man Instagram bereits deaktiviert. Seitdem die Debatte in Deutschland hochkocht, ist auch innerhalb der türkischen Community der Eindruck entstanden, dass sie in Deutschland weder verstanden werden wollen, noch so aufgenommen werden, wie sie nun mal sind. Ein User im sozialen Netzwerk Facebook schreibt, er könne doch nicht seine Kultur und Abstammung verleugnen, nur um der Mehrheitsgesellschaft zu gefallen.„Es fasziniert mich, wie leidenschaftlich der Soldatengruß der Türken thematisiert wird, während rassistische Hetze & Hitlergrüße der Bulgaren kaum Interesse zu wecken scheinen„, so der Wiener Journalist Rusen Timus Aksak auf Twitter. Man dürfe solche kulturellen Eigenarten nicht auf die Politik reduzieren und schon gar nicht eine Meinungsdiktatur befeuern. In dem militärischen Gruß gebe es schlichtweg keine politische Botschaft, sondern es werde lediglich eine Verbundenheit mit der parlamentarischen Armee zum Ausdruck gebracht, die eine gefährliche Mission zu erfüllen habe.
In der Türkei steht die überwältigende Mehrheit zu der Entscheidung des türkischen Parlaments, die zuvor das Mandat zum Auslandseinsatz der türkischen Armee erteilt hatte. Präsident Erdoğan gab zwei Tage später den Befehl zum Start der Anti-Terror-Offensive Friedensquelle. Mit einer völlig normalen Selbstverständlichkeit haben namhafte Personen des öffentlichen Lebens in der Türkei, der türkischen Armee Erfolg und eine heile Rückkehr gewünscht. Die armenische wie jüdische Gemeinde erklärte, man bete für den Frieden und die „glorreiche Armee“.
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Türkei: Podolski salutiert vor türkischer Flagge und wird von PKK bedroht
Für den Beitrag erntete der Profifußballer viel Beifall in der türkischen Community, allerdings nahmen vor allem links- und rechtsradikale Deutsche sowie Anhänger der terroristischen PKK den Tweet zum Anlass, um Pöbeleien auf seinen Social-Media-Accounts zu hinterlassen.
Ankara (nex) – Nachdem in den vergangenen Tagen in Europa Angriffe auf türkische Staatsbürger und deren Objekte durch Anhänger der Terrororganisation PKK zunahmen, hat das türkische Außenministerium in einer Mitteilung die zuständigen Behörden aufgerufen, die getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Bürger und diplomatischen Missionen gegen Übergriffe zu verstärken.
„Wir erleben eine Zunahme der gewalttätigen Demonstrationen und Übergriffe, die von PKK-Fraktionen vor allem in den europäischen Ländern nach dem Start der Militäroffensive Friedensquelle begangen werden“, so die Mitteilung.
Ankara erwarte von allen zuständigen ausländischen Behörden, dass sie die getroffenen Maßnahmen verstärken und größtmögliche Rücksichtnahme zeigen, um diplomatische Missionen, die Sicherheit von Leben und Eigentum der Bürger und Mitarbeiter im Ausland sowie die türkischen Interessen gegen die Angriffe der PKK zu schützen.
In mehreren Städten Deutschlands und anderen europäischen Ländern gab es Angriffe auf türkische Lokale und Gotteshäuser durch Anhänger der PKK. In Nürnberg etwa wurde während einer Demo „gegen Rechts“ ein Gemüseladen angegriffen und die Mitarbeiter schwer verletzt. Im nordrhein-westfälischen Herne griffen am gestrigen Montag hunderte PKK-Sympathisanten ein türkisches Café an und verwüsteten es. In Berlin sei ein 30-jähriger Türke am Montagabend von einem Dutzend „arabischsprechenden“ Männern verfolgt und zusammenschlagen worden, weil er eine Jacke mit türkischer Flagge getragen haben soll.
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– NRW –
PKK-Anhänger zerstören Lokal in Herne: Deutsch-türkischer Politiker Sirakaya verurteilt Tat
Bei einer ausgearteten Demonstration von PKK/YPG-Sympathisanten gegen die Anti-Terror-Offensive der Türkei in Syrien ist es am Montagabend in Herne zu Ausschreitungen gekommen. Die PKK/YPG-Anhänger trugen die Gewalt erneut auch in die deutschen Städte.
Berlin – Ein Türke ist in Berlin von mehreren Angreifern verfolgt, dann zu Boden gestoßen, geschlagen und getreten worden. Der Staatsschutz ermittelt.
Wie die Berliner Zeitung (BZ) unter Bezugnahme auf eine Polizeimitteilung vom Dienstag berichtet, sei der 30-Jährige am Montagabend gegen 23 Uhr zunächst in der Osloer Straße von etwa 15 ihm unbekannten Menschen verfolgt worden.
Als die Personen auf ihn zugekommen seien, rannte er in Richtung U-Bahnhof Pankstraße. In der Prinzenallee soll ihn die Gruppe eingeholt und zu Boden gestoßen haben. Etwa sechs von ihnen sollen dann auf ihn eingeschlagen und ihn getreten haben. Als die Polizei eintraf, waren die Täter nicht mehr da, berichtet BZ weiter.
Der Mann habe angegeben, dass die Männer arabisch und deutsch gesprochen und ihn wegen seiner Jacke mit einer türkischen Nationalflagge darauf, angegriffen hätten. Der Türke sei mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Berliner Staatsschutz ermittelt, so BZ weiter.
Katar verteidigte am Dienstag die Anti-Terror-Operation der Türkei in Nordsyrien und sagte, Ankara könne zu „Bedrohungen aus dem syrischen Gebiet“ nicht schweigen.
„Waffen und Ausbildung kurdischer Gruppen während des Krieges gegen den IS, stellen eine unmittelbare Bedrohung für die türkische Sicherheit dar“, sagte der katarische Außenminister Sheikh Mohammed bin Abdulrahman Al Thani auf dem Treffen des Global Security Forum in Doha, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.
Er sagte, die türkischen Warnungen vor der Bewaffnung der kurdischen Gruppen in Syrien seien ungehört geblieben.
„Wir können die Schuld nicht auf die Türkei schieben, da Ankara sein Territorium räumen und sich gegen den Terrorismus wehren will“, sagte er. „Die Türkei kann nicht schweigen und warten, bis der Terror ihr Territorium erreicht hat.“Der führende katarische Diplomat wies darauf hin, dass die Türkei seit mehr als einem Jahr versuche, das Problem mit den USA zu lösen, um die Bedrohungen an der Grenze zu beenden.
Die Bedrohungen kämen von bestimmten Gruppen, die mit der PKK, die von vielen Ländern als Terrororganisation eingestuft ist, in Verbindung stünden, so Al Thani.
„Ankaras einziges Ziel ist es, die dortige Bedrohung zu beseitigen. Die Türkei will auch in Zukunft nicht auf syrischem Gebiet bleiben“, sagte er.
Nach einem grünen Licht des US-Präsidenten Donald Trump, begannen türkische Streitkräfte am Mittwoch in Nordsyrien die sogenannte Anti-Terror-Offensive „Friedensquelle“. Als Ziel wurden die Errichtung einer Sicherheitszone entlang der Grenze für die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge genannt.
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In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), sagten Vertreter aramäischer Christen Syriens, dass „kurdische Nationalisten“ die größte Gefahr für sie darstellten.
Hannover – Die Verträge für ein neues Werk von Volkswagen in der Türkei sind eigentlich unterschriftsreif. Doch der türkische Einmarsch in Nordsyrien zwinge die Wolfsburger zu einer Neubewertung.
Wie die Deutsche Welleunter Berufung auf eine Meldung der Frankfurter Allgemeine Zeitung und dem Handelsblatt berichtet, vertagt Volkswagen die Entscheidung über ein neues Werk in der Türkei. In diesem Umfeld könne es kein Votum für das Land geben, berichteten das Handelsblatt und die FAZ am Montagabend unter Berufung auf Konzernkreise.
Die Unterschrift unter den Verträgen werde es daher vorerst nicht geben. Wie DW weiter berichtet, bestätigte am Dienstag ein Unternehmenssprecher die Berichte: „Die endgültige Entscheidung für das neue Werk wurde vom Vorstand der Volkswagen AG vertagt.“
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Immer weniger Kontrolleure müssen die Einhaltung von Arbeitsschutzregeln bei immer mehr Beschäftigten prüfen. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt.
Demnach gab es 2018 noch 2004 Aufsichtspersonen der zuständigen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Seit 2009 ist die Zahl um mehr als sechs Prozent gesunken, gleichzeitig gibt es heute gut 8,6 Millionen Beschäftigte mehr.
Auch die Anzahl staatlicher Prüfer ging von 2007 bis 2017 um gut fünf Prozent zurück - auf nun noch 3151 Aufsichtsbeamte. Legt man die staatlichen Zahlen zugrunde, muss sich jeder Prüfer um etwa 15.500 Beschäftigte oder mehr als 1000 Unternehmen kümmern.
Nach internationalen Standards ist das zu viel. So dringen die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Europäische Union darauf, dass jeder Kontrolleur den Arbeitsschutz von maximal 10.000 Beschäftigten im Blick haben soll. „Viele Arbeitgeber drücken sich um den Arbeitsschutz und der Staat zieht sich immer weiter zurück“, sagte Jutta Krellmann, arbeitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag.
So dürfe es nicht weitergehen. „Eine flächendeckende Kontrolle des Arbeitsschutzes ist so unmöglich.“ Die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten werde wissentlich aufs Spiel gesetzt. „Wir brauchen wieder ausreichend Personal für flächendeckende Arbeitsschutzkontrollen“, so Krellmann.
Ein Gastkommentar von Nabi Yücel
Erst Fakten, dann die Moral VIII.
Die Mitgliedsstaaten der EU haben die Militäroperation der Türkei in Nordsyrien einstimmig verurteilt. Von „Angriffskrieg“ oder Völkerrechtsbruch ist nicht die Rede, wie die hysterische Medienlandschaft stets unterstreicht. Die angekündigten EU-Sanktionen gegen die Türkei entpuppten sich als leere Drohungen.
Alle EU-Regierungsvertreter sprechen nicht von „Angriffskrieg“, nicht von „Kriegsverbrechen“ oder sonstigem Unfug, der derzeit medial verbreitet wird. Nur einige „Experten“ die derzeit aus dem Pott gezogen werden, sprechen von „Angriffskrieg“, „Krieg gegen Kurden“, „Kriegsverbrechen“ oder sogar „völkerrechtswidriger Handlung“ der Türkei.
Wer jetzt aus diesem Rahmen des Medienbildes Deutschlands fällt, spürt die Macht der Meinungs- und Gesinnungsdiktatur. Der Profi-Fußballer des Zweitligisten St. Pauli, Cenk Sahin, bekam als erster die deutsche Öffentlichkeit zu spüren. Beeindrucken ließ er sich davon nicht, auch wenn er vom Kader genommen wurde.
Als Nächstes geriet der türkische Moscheeverband DITIB in das Raster der Gesinnungsschnüffler. Sie werden samt der türkischen Religionsbehörde Diyanet derzeit medial durch die Mangel genommen. Die versuchten zwar die Wogen zu glätten, aber die Mühe ist vergebens.
Kurze Zeit später wurden die Profi-Fußballer Emre Can und Ilkay Gündogan dabei erwischt, wie ihnen in sozialen Netzwerken Bilder der türkischen Nationalmannschaft mit militärischem Gruß gefielen. Die Sittenwächter brachten die Arbeitgeber dazu, dass die zwei sich davon öffentlich distanzieren.“(Screenshot/Twitter)
Ja, die Deutschen – nicht alle – haben, was das anbelangt, eine selbstgefällige solide Moralvorstellung. Was nicht sein darf, hat nicht zu sein. Sie kann sich auch je nach Windrichtung abrupt ändern.
Deshalb waren diese Burschen auch entzückt, als das Parlament der „parlamentarischen“ Bundeswehr das Mandat erteilte, am Hindukusch die Taliban fern von Deutschland zu halten. Sie waren es, die dafür sorgten, dass die Terror-Miliz IS in Syrien mit aller Härte bekämpft wird, auch wenn man sich notgedrungen mit Terroristen abfand, die als Bodentruppen fungieren und den massiven Luftschlägen den Rest geben.
Erinnert sich einer von diesen Moralin-Burschen noch an Rakka oder andere syrische Städte? Wie lange hat man die syrische Stadt Rakka mit Bombenteppichen belegt, bis die kurdische Terror-Miliz YPG mit einigen wenigen Kämpfern und Tausenden gelben Säcken in die Stadt einmarschierte und ihre Fahne hisste? Die Menschenrechtsorganisation und deren Berichte werde ich euch Burschen jetzt nicht um die Ohren hauen.
Offenbar verwechseln diese Deutschen die Türken bzw. Deutschtürken mit ihren Hunden, die sie eng an der Leine führen und bei jedem kleinen Vergehen an der Leine auch maßregeln, damit das Tier auf Kommando das macht, was das Herrchen denkt. Noch interessanter wird es, wenn dann auch noch willige Kappos in Erscheinung treten und den Türken und Deutschtürken vorgeben, was sie zu machen und nicht zu machen haben. Und ihre Anzahl überwiegt gespürt deutlich die der Deutschen Hundehalter.
„Experte“ Mahir Tokatli: Can und Gündogan für „Angriffskrieg“
Jetzt Frage ich mal in die Runde, was denn ausgerechnet den Bonner Politikwissenschaftler Mahir Tokatli geritten hat, als er die Reportage mit der Sportschau machte. Was erwartet er von Türken und Deutschtürken in Deutschland? Wie sollen sich diese Hunde, Faschisten, Islamisten, Nationalisten, Republikaner, Liberale, Linksnationalisten und Grauen Wölfe gegenüber einer Parlamentsarmee positionieren, die von ihrem-, ihnen nahen- Parlament beauftragt wurden, ein Auslandseinsatz durchzuführen?
Sollen Sie auch dieselbe Position und Gesinnung einnehmen wie Tokatli? Darf man vielleicht fragen, welcher Gesinnung Tokatli folgt? Vielleicht die von Rosa Hêlîn Burç oder doch die von Prof. Dr. Frank Decker? Ich werde nicht weiter darauf eingehen, denn diese Gesinnungsdiktatur werde ich nicht weiter pflegen, die in Deutschland prächtig gedeiht.
Heute, vielleicht auch gerade jetzt, werden in Deutschland türkische Vereine, Moscheen oder Lebensmittelläden gestürmt, werden Türken herausgefischt und vermöbelt. In der Nacht wurde bereits ein türkischer Verein sowie eine Moschee in Herne belagert. Jeder Außenstehende würde von pogromartigen Übergriffen sprechen. Aber in Deutschland herrscht offenbar Gleichgültigkeit.
Eins muss Deutschland noch beherrschen und unter Kontrolle bringen: ihren Drang, von sich auf andere schließen zu wollen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Herne (nex) – Bei einer ausgearteten Demonstration von PKK/YPG-Sympathisanten gegen die Anti-Terror-Offensive der Türkei in Syrien ist es am Montagabend in Herne zu Ausschreitungen gekommen. Die PKK/YPG-Anhänger trugen die Gewalt erneut auch in die deutschen Städte.
Mehr als 600 Menschen, in der großen Mehrzahl Anhänger der in Deutschland als Terrororganisation eingestuften PKK/YPG, haben am Montagabend in Herne gegen die türkische Anti-Terror-Aktion in Nordostsyrien demonstriert. Anschließend eskalierte die Lage, so dass hunderte gewaltbereite Demonstranten ein türkisches Lokal verwüsteten. Es kam zu erheblichen Schäden und Verletzungen.
Zafer Sirakaya, Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender für Außenbeziehungen der AK Partei, verurteilt die schreckliche Tat. Sirakaya stammt aus Deutschland und ist einer der Politiker, die bei den letzten Parlamentswahlen ein Mandat errangen.
„Die Angriffe auf Gebetsstätten und Räume der im Ausland lebenden Türken, allen voran in Deutschland nehmen täglich zu. Der Westen unternimmt keine ausreichenden Sanktionen gegen die Angriffe auf unsere Bürgerinnen und Bürger im Ausland und geht dabei leider nicht ausreichend sowie zu zurückhaltend vor. In den späten Abendstunden wurde in Herne das türkisches Caféhaus „Bizim Konak“ von etwa 300 PKK/YPG-Sympathisanten gestürmt und verwüstet. Die Zahl der Einsatzkräfte, die zum Tatort geschickt wurden ist in dem Video deutlich zu erkennen. Ich verurteile die feige und hinterhältige Tat auf unsere Geschwister und verspreche, dass ich alles dafür tun werde, diese Straftat zu verfolgen und dass die Täter ermittelt werden“, sagte Sirakaya gegenüber NEX24.
Die Zahl der Einsatzkräfte, die zum Tatort geschickt wurden ist in dem Video deutlich zu erkennen
Ich verurteile die feige und hinterhältige Tat auf unsere Geschwister und verspreche, dass ich alles dafür tun werde, diese Straftat zu verfolgen und dass die Täter ermittelt werden pic.twitter.com/xGdHjYTnzi
Washington – US-Präsident Donald Trump hat am Montag Sanktionen gegen die Türkei angekündigt.
Trump sagte am Montag, dass er als Reaktion auf den Einmarsch der Türkei in Syrien bald eine Anordnung erlassen wird, die Sanktionen gegen derzeitige und ehemalige türkische Regierungsvertreter genehmigt, die Verhandlungen mit der Türkei über ein Handelsabkommen über 100 Milliarden Dollar einstellt und die Zölle auf türkischen Stahl auf 50 Prozent erhöht.
In einer Reihe von Tweets sagte Trump, er sei „voll und ganz bereit, die türkische Wirtschaft schnell zu zerstören“, wenn die Regierung des Landes ihren Kurs fortsetzen werde.
Bereits in der vergangenen Woche kündigten US-Senatoren nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien „persönliche Sanktionen“ gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an.
Demnach soll etwaiger Besitz Erdogans, des türkischen Vizepräsidenten und mehrerer Minister in den USA eingefroren werden. Außerdem würden Visabestimmungen für die politische Führung verschärft.
Nach einem grünen Licht des US-Präsidenten Donald Trump, begannen türkische Streitkräfte am Mittwoch in Nordsyrien die sogenannte Anti-Terror-Offensive „Friedensquelle“. Als Ziel wurden die Errichtung einer Sicherheitszone entlang der Grenze für die Rückkehr der syrischen Flüchtlinge genannt.
Sarajevo – Bosnien wird auf der kommenden Interpol-Generalversammlung gegen die Mitgliedschaft des Kosovo in der internationalen Kriminalpolizeiorganisation stimmen, sagte Außenminister Igor Crnadak am Montag.
Auch beim Treffen im vergangenen Jahr sprach sich Bosnien nicht für einen Beitritt Kosovos aus.
„Bosnien und Herzegowina hat den Kosovo nicht als unabhängigen Staat anerkannt und der Kosovo ist nicht Mitglied der UNO, das sind die formalen rechtlichen Gründe, die technischer Natur sind“, erklärte Sicherheitsminister Dragan Mektic nach der letzten Abstimmung gegenüber dem serbischen TV-Kanal N1.
„Wir haben den Kosovo nicht anerkannt, also können wir auch nicht dafür stimmen, dass er internationalen Organisationen beitritt“, sagte er.
Der serbische Innenminister Nebojsa Stefanovic sagte serbischen Medien, er habe sich damals bei zahlreichen Beamten gegen die Bewerbung des Kosovo ausgesprochen.
„Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit der so genannte Kosovo seine Ziele nicht erreicht. Wir werden bis zur Endabstimmung kämpfen“, sagte Stefanovic.
Bosniens Außenminister Igor Crnadak sagte, die Haltung der Regierung sei bekannt und bleibe unverändert. Bosnien unterstützt nur die Mitgliedschaft des Kosovo in Organisationen, die auf einer zwischen Belgrad und Pristina während ihrer Verhandlungen in Brüssel vereinbarten Liste aufgeführt sind, oder in solchen Organisationen, auf die sie sich anderswo geeinigt haben.
„Da dies hier nicht der Fall ist, wird Bosnien und Herzegowina die Mitgliedschaft des Kosovo bei Interpol nicht unterstützen, und ich denke, dass die bosnische Delegation auf dieser Konferenz in Chile so abstimmen und handeln wird“, sagte Crnadak.
Als Bosnien und Serbien zuletzt gegen die Mitgliedschaft des Kosovo bei Interpol stimmte, erhöhte Pristina die Zölle auf Produkte aus beiden Ländern um 100 Prozent.
Aber laut dem bosnischen Minister für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen, Mirko Sarovic, hat Pristina „diese Abstimmung nur genutzt, um eine Rechtfertigung für eine solche Entscheidung zu finden“.
„Sie hätten es so oder so eingeführt“, sagte er damals.
Die Zölle treffen die bosnische Wirtschaft hart, so der Ökonom Admir Cavalic.
„Es wurde geschätzt, dass wir einen Verlust von mehr als 100 Millionen bosnischen Mark haben“, sagte er gegenüber N1 und fügte hinzu, dass genaue Daten erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein würden.