Juventus Turin
Cristiano Ronaldo mit Coronavirus infiziert

Lissabon – Wie der portugiesische Verband bekanntgab, ist der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo am Dienstag positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Der Juventus-Turin-Star kann somit nicht gegen Schweden antreten. Das Nations-League-Spiel gegen die Skandinavier findet am morgigen Mittwoch (20.45) statt. Wie der Verband weiter mitteilt, zeige Ronaldo keine Krankheitssymptome. Ihm gehe es gut. Alle anderen Mitglieder des Teams wiesen negative Testergebnisse auf.

„Kurios ist, dass Ronaldo gar nicht zum Nationalteam hätte dürfen. Denn die Spieler von Juventus müssten gerade in Mannschaftsquarantäne sein, weil es zwei positive Fälle gab. Doch die Fußball-Stars nahmen die Vorgaben der Behörden nicht so ernst und reisten zu ihren jeweiligen Nationalteams ab. Neben Ronaldo flogen auch Paulo Dybala, Rodrigo Bentancur, Danilo Luiz da Silva und Juan Cuadrado zu ihren Teams. Sie alle wurden von den Turiner Gesundheitsbehörden bei der Staatsanwaltschaft gemeldet und bekommen einen Bußgeldbescheid. Die Strafe für die Multimillionäre: 400 bis 1000 Euro“, berichtet der Kurier.

Datenschutz
DSGVO: Bisher Datenschutzbußgelder in Höhe von insgesamt einer halben Milliarde Euro verhängt

Erst vor Kurzem ist bekannt geworden, dass der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit einen Bußgeldbescheid in Höhe von rund 35,3 Millionen Euro gegen den schwedischen Mode-Riesen H&M erlassen hat. Das ist das bisher höchste Datenschutz-Bußgeld in Deutschland. Der Fall zeigt, dass die Datenschutzbehörden auch während der Corona-Krise weiter aktiv sind und Unternehmen keine Schonzeit gewähren. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit dem 25. Mai 2018. Seitdem haben die Datenschutzbehörden Bußgeldbescheide in Höhe von insgesamt rund einer halben Milliarde Euro verhängt. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des GDPR Enforcement Tracker Reports der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS. Die Studie basiert auf den Daten des GDPR Enforcement Tracker, mit dem die Kanzlei die öffentlich bekannten Geldbußen der Datenschutzbehörden in der EU und im Vereinigten Königreich erfasst. Er liefert wertvolle Einblicke in die Bußgeldaktivitäten der Behörden. Die Analysen von CMS zeigen, dass die EU-Datenschutzbehörden nach einer zurückhaltenden Anfangsphase ihre Aktivitäten signifikant verstärkt haben. Die vertiefte Auswertung der Daten lässt erste Rückschlüsse darauf zu, für welche Art Verstöße und in welchen Wirtschaftsbereichen besonders hohe Bußgelder verhängt wurden. So führten Datenverarbeitungen auf unzureichender Rechtsgrundlage sowie unzureichende technische und organisatorische Maßnahmen zu erheblichen Bußgeldern. Besonders betroffen waren die Branchen Medien, Telekommunikation, Rundfunk, Transport und Energie. Die Autoren der Studie rechnen in Zukunft mit einer erhöhten Anzahl von Verfahren, bei denen zunehmend auch hohe Bußgelder verhängt werden. „Die DSGVO ist jetzt rund zwei Jahre in Kraft. Nach einer Anfangsphase, in der sich die Behörden noch organisieren mussten, werden Fälle wie bei H&M in Zukunft weitaus häufiger vorkommen“, meint CMS-Rechtsanwalt und Partner Christian Runte. Hinzu kommt, dass Unternehmen künftig zunehmend auch mit Schadensersatzansprüchen von Betroffenen konfrontiert werden dürften. CMS-Anwalt Runte empfiehlt: „Unternehmen sollten ihre Datenschutzpraxis auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls nachjustieren. DSGVO-Verstöße können sonst schnell zu finanziell schmerzhaften Geldbußen und Schadensersatzforderungen führen.“

Corona-Krise
Fast jeder Zweite ändert Reisepläne wegen Beherbergungsverbot

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ändert wegen des umstrittenen Beherbergungsverbots ihre Reisepläne bis Jahresende. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey für den Fachdienst „Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility“ hervor. Demnach geben 45 Prozent an, ihre Pläne wegen der Reisebeschränken für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten zu ändern. 42 Prozent ändern ihre Pläne nicht, 13 Prozent sind unentschieden. Vor allem Stadtbewohner stornieren massenhaft, da vor allem Metropolen zunehmend zu den Risikogebieten zählen. Außerdem zeigen sich Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren. Bei den 18- bis 29-Jährigen ändern 37 Prozent ihre Urlaubspläne, bei den über 65-Jährigen sind es dagegen mehr als 50 Prozent. „Unentschieden“ antwortet in allen Altersgruppen mindestens jeder Achte. Unabhängig von den eigenen Urlaubsplänen hält eine knappe Mehrheit das Beherbergungsverbot für richtig. 52 Prozent der Befragten geben an, die Maßnahme sei „angemessen“. Je älter die Teilnehmer der Umfrage sind, desto höher steigt die Zustimmung. Während bei den unter 30-Jährigen rund 42 Prozent das Beherbergungsverbot angemessen finden, steigt die Zustimmung zu der Maßnahme auf mehr als 56 Prozent bei den Rentnern. Unterschiede zeigen sich nicht nur im Alters- und Stadt-Land-Gefälle, sondern auch bei den Anhängern unterschiedlicher Parteien. Bei CDU/CSU-Wählern hat das Beherbergungsverbot die meisten Unterstützer – fast zwei Drittel sagen, es sei angemessen. Bei den Grünen sind es knapp 60 Prozent, bei der SPD genau die Hälfte. Bei FDP und Linkspartei sind es mit 40 Prozent und 45 Prozent deutlich weniger.

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– Corona-Krise – Spanien: Menschen überstehen Corona-Pandemie mit türkischen TV-Serien

Türkische Produktionen gehören schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten weltweit und in den Studios am Bosporus werden nach den USA die meisten TV-Serien produziert. Sie haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt.

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Bergkarabach-Konflikt
Moskau: Wir haben die Unterstützung der Türkei

Moskau – Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow unterstütze die Türkei die in Moskau getroffenen Vereinbarungen über Berg-Karabach. Der Spitzendiplomat erklärte, dass das Format der Verhandlungen unverändert bleiben werde „Ich habe mich mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu in Verbindung gesetzt und ihm mitgeteilt, dass wir auf Unterstützung für unsere Bemühungen zählen. Am Sonntag hatten wir ein weiteres Telefongespräch, bei dem die Unterstützung für das Moskauer Dokument bestätigt wurde“, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Lawrow, der am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz mit Reportern sprach. Er fügte hinzu, dass der armenische Außenminister Zohrab Mnatsakanyan im Laufe des Tages ein Treffen mit den Kovorsitzenden der Minsker Gruppe der OSZE haben werde. Am vergangenen Donnerstag trafen die Kovorsitzenden in Genf mit dem aserbaidschanischen Außenminister Jeyhun Bayramov zusammen. Lawrow betonte, dass die in Moskau getroffenen Vereinbarungen auch vom aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew begrüßt worden seien. Am 27. September kam es zu erneuten Zusammenstößen zwischen Aserbaidschan und Armenien, wobei es in der umstrittenen Region Berg-Karabach zu heftigen Kämpfen kam. Im Sommer 2014, im April 2016 und im vergangenen Juli kam es zu einem Wiederaufflammen der Gewalt in der Region. Aserbaidschan und Armenien haben das Kriegsrecht verhängt und Mobilisierungsbemühungen eingeleitet. Beide Konfliktparteien haben von Opfern unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei den auf russische Initiative in Moskau abgehaltenen Gesprächen einigten sich Baku und Eriwan auf einen humanitären Waffenstillstand, der am 10. Oktober um 11.00 Uhr Moskauer Zeit in Kraft trat, um Gefangene und die Leichen der bei den Kämpfen getöteten Personen auszutauschen. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten.

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– SOEK – Bergkarabach-Konflikt: Programmbeschwerde gegen ZDF

Wegen eines „fehlerhaften und tendenziösen Videos“ über den Berg-Karabach-Territorialkonflikt hat ein Forschungszentrum eine Programmbeschwerde beim ZDF eingereicht. Darin werde unter anderem eine „faktische Falschaussage“ getätigt, berichtet TRT Deutsch.

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Türkei
Türkei kündigt Abkommen über technische Zusammenarbeit mit Japan an

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Ankara –  Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung am Montag die Unterzeichnung eines Abkommen s“über technische Zusammenarbeit mit Japan“ angekündigt.
„Das Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Republik Türkei und der Regierung Japans“ wird am 13. Oktober 2020 in Ankara unterzeichnet. Unsere Beziehungen zu Japan, mit dem wir langjährige Beziehungen pflegen, haben sich auf der Grundlage der 2013 begründeten strategischen Partnerschaft rasch entwickelt. Japan ist derzeit einer unserer größten Handelspartner in Ostasien. Die technische Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Aspekt unserer Wirtschaftsbeziehungen. Die japanische Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA), die seit 1959 in unserem Land tätig ist, trägt wesentlich zu den Bemühungen in diesem Bereich bei. Es wird erwartet, dass das Abkommen den Aktivitäten und Projekten der technischen Zusammenarbeit der JICA in der Türkei neuen Schwung verleihen wird.“
„Orden der aufgehenden Sonne“ Im vergangenen Jahr wurde der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu für seine Bemühungen um die Stärkung der türkisch-japanischen Beziehungen vom japanischen Kaiser mit dem „Orden der aufgehenden Sonne“ geehrt. Anlässlich der Zeremonie sagte Çavuşoğlu: „Japan wie auch die Türkei grenzen an den äußersten Rand Asiens, dennoch sind die Bande zwischen der Türkei und Japan stark und sehr alt. Sich in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen, ist Ausdruck der innigen Harmonie zwischen unseren Ländern“, fügte er hinzu. Miyajima betonte seinerseits, dass die beiden Länder bei dieser Auszeichnung näher kommen würden. Die Türkei und Japan seien zwei Staaten mit einem Herz, fügte Miyajima hinzu.

Der japanische Botschafter wies darauf hin, dass Çavuşoğlu die erste Person war, die diese Auszeichnung seit Beginn der „Reiwa-Ära“ in Japan erhalten hat. „Reiwa“ bedeutet so viel wie „schöne Harmonie“. Die Ära „Heisei“ („Frieden schaffen“) ging mit der Abdankung von Kaiser Akihito am 30. April nach rund 30 Jahren zu Ende.

Adnan Menderes und Fatin Rüştü Zorlu, ehemaliger Premierminister bzw. Außenminister der Türkei, erhielten 1958 den „Orden der aufgehenden Sonne“ und waren damit die ersten Türken, die diesen Preis aus Japan erhielten, so Miyajima.

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– Türkisch-japanische Freundschaft – „Ertuğrul 1890“: Bewegender Film über türkisch-japanische Freundschaft kommt in die Kinos

Die filmische Umsetzung zweier schicksalhafter Ereignisse, die beide Nationen verbinden, hat in der Türkei wie auch in Japan für emotionale Reaktionen gesorgt.

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Corona-Krise
Corona-Testungen: Ansturm auf Arztpraxen

Düsseldorf – Die Hausärzte in NRW sehen sich derzeit mit einem Ansturm auf ihre Praxen wegen der Corona-Testungen konfrontiert. Der Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“, die neuen Regelungen zu den Beherbergungsverboten führten zu massiven Frustrationen der Patienten.
„Die Tests dürfen ja nicht älter als 48 Stunden sein, in der Regel benötigen die Labore, die ja schon am Limit arbeiten, sehr viel länger. Wir empfehlen den Patienten mit Reisewunsch, sich für einen Test direkt an die Labore zu wenden. Das erhöht zumindest die Chance, dass man noch rechtzeitig ein Ergebnis bekommt, das im Urlaubsort auch anerkannt wird.“
Die Hausärzte hätten volles Verständnis dafür, dass Familien nach einem Urlaub lechzten. „Die derzeitige Konkurrenzsituation um die Tests ist dennoch bedenklich. Es darf nicht sein, dass wir Engpässe bei den Tests für symptomatische Patienten kommen“, warnte Funken. Die Hausarztpraxen, die sich bereit erklärt hätten, die Testungen in der Pandemie vorzunehmen, seien organisatorisch am Limit.
„Wir werden bei den Tests wirklich überrannt und müssen die Patienten mit Covid-Symptomen gleich zu den Testzentren schicken. Anders bekommen wir den Ansturm gar nicht mehr bewältigt. Und es leidet leider die Betreuung derer, die mit minder schweren Erkrankungen zu uns kommen und die wir viel zu oft im Hauruck-Verfahren abarbeiten müssen.“
Kassenarztchef dämpft Hoffnung auf Corona-Schnelltests Gassen: Ansteckungsrisiko bei Massenveranstaltungen nicht auszuschließen – „Kein Allheilmittel“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft. „Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel. Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction“, sagte der Kassenarztchef der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. „Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen“, warnte Gassen. Die Antigen-Schnelltests sollen laut Bundesgesundheitsministerium ab Mitte Oktober in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen, um Personal, Besucher und Patienten regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Bei diesen Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber als schneller und günstiger.

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– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

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Rechtsextremismus
Rechtsextreme Polizeichats: Vorgesetzte sollen Gewaltattacke auf gefesselten Deutsch-Albaner vertuscht haben

Köln – Der Skandal um die rechtsextremen Chatrunden bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr weitet sich aus: Wie der Kölner Stadt-Anzeiger aus Polizeikreisen erfuhr, soll der gewaltsame Übergriff eines der beschuldigten Chat-Beamten gegen einen gefesselten Delinquenten mit albanischen Wurzeln durch Vorgesetzte vertuscht worden sein. So hatte die 23-jährige Polizeikommissarin Nadja S. (Name geändert) nach dem Einsatz auf der Wache ihrem Dienstgruppenleiter (DGL) geschildert, wie der Kollege aus dem rechtsextremen „Alphateam“-WhatsApp-Zirkel gleich mehrfach auf den wehrlosen Delinquenten eingeschlagen habe. Der DGL soll versprochen haben, mit dem Vorgesetzten des mutmaßlichen Schlägers zu sprechen. Dann aber geschah nichts weiter. Vielmehr sollen Mitglieder der „Alphateam“-Gruppe, die über fünf Jahre hinweg 126 Nazi-Dateien und fremdenfeindliches Material gepostet hatten, die junge Beamtin gemobbt haben. Und zwar solange, bis Nadja S. freiwillig in die Einsatzhundertschaft wechselte. Thomas Weise, Sprecher der Essener Polizei sagte: „Der Behördenleitung ist der Vorgang erst am Donnerstag durch die Kollegin zur Kenntnis gelangt.“ Alles Weitere liege nun bei den Ermittlern in Bochum, die den Chatskandal aufklären sollen. Die disziplinarrechtlichen Verfahren leitet das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW. Zum Hintergrund: Der Skandal um die rechtsextremen Chats bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass man gegen einen Polizisten wegen Strafvereitelung und Körperverletzung im Amt ermittele. Der Beamte gehörte auch zum rechtsextremen Kernchat „Alphateam“. Demnach soll der 39-jährige Beamte bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt einen bereits gefesselten Mann mit Migrationshintergrund geschlagen haben. Bei dem mutmaßlichen Opfer soll es sich um einen Deutsch-Albaner handeln. Dieser hatte in seiner Vernehmung berichtet, dass er im wehrlosen Zustand geschlagen worden sei. Der beschuldigte Polizist hatte die Vorwürfe bestritten und von einem erlaubten Blendschlag gesprochen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Zunächst hatte ihn seine Kollegin gedeckt. Erst im Prozess gegen den Ruhestörer musste sie ihre Aussage revidieren, da eine weitere Beamtin von mehreren Schlägen berichtete, als der Delinquent bereits gefesselt war. Der Angeklagte wurde daraufhin freigesprochen. „Das Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten ist wieder aufgenommen worden“, erläuterte Staatsanwältin König. Der Beschuldigte gehörte dem Chat „Alphateam“ an. Der 15-köpfige Zirkel gilt als Kern-Truppe, in dem das Gros der Hakenkreuz- oder Hitler-Bilder per WhatsApp kursierten. Allein in diesem Forum wurden seit Ende Juli 2015 bis Mai 2020 insgesamt 126 strafrechtlich relevante Inhalte verbreitet. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiter erfuhr, verhöhnte ein Chatteilnehmer mit einem üblen Post die Protestwelle gegen Polizeigewalt in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd:
„Die besten Polizeischarfschützen haben die Amerikaner, die treffen immer voll die Schwarzen.“
Zudem soll ein Mitarbeiter der Polizeiabteilung des Innenministeriums via Facebook Kontakte zur Bruderschaft Deutschland unterhalten haben. Die Neo-Nazi-Gruppe agitiert derzeit auch gerne auf Corona-Kundgebungen. Die Mitglieder, die in einheitlichen schwarzen T-Shirts mit einer geballten Faust in der Mitte marschieren, gerieren sich vor allem im Raum Düsseldorf als Bürgerwehr.

Wirtschafts-News
Türkei: Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten steigt

Istanbul –  Die türkischen Exporteure erhöhen weiterhin den Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten dank der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) des Landes sowie der staatlichen Unterstützung. Der Anteil von Hochtechnologieprodukten an den Gesamtexporten der Türkei erreichte in den ersten acht Monaten des Jahres 2020 3,4 Prozent, gegenüber 3,2 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Angaben des türkischen Statistikamtes (TurkStat) lag die Rate im August ebenfalls bei 3,2 Prozent gegenüber 3 Prozent im August 2019. Die Türkei gibt Unternehmen, die aktiv High-Tech-Produkte herstellen und ihre Importe reduzieren, Anreize und Unterstützung, einschließlich Steuer- und Prämienrabatte, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu (AA). Zu den Produkten gehören Flugzeuge, Herzschrittmacher, Medikamente, Flugzeugteile, medizinische Geräte, optische Geräte, Armbanduhren und elektronische Schaltkreise, so Ismail Gülle, Vorsitzender der Türkischen Exportversammlung (TIM) in einem Gespräch mit AA. „Die Gesamtexporte unserer Produkte mit hoher Wertschöpfung im Wert von mehr als 10 USD pro Kilogramm stiegen im September, die Exporte dieser Produkte beliefen sich im September 2019 auf 3,64 Milliarden USD und erreichten im letzten Monat 4,09 Milliarden USD mit einer Steigerung von 12 Prozent“, sagte Gülle. Er hob hervor, dass die Sektoren mit den Exporten mit der höchsten Wertschöpfung Schmuck, die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie, Konfektionsbekleidung und Bekleidung, Leder und Lederprodukte, Tabak und die Automobilbranche seien. Insbesondere die positive Exportleistung der Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtindustrie leisteten einen großen Beitrag zum Export der türkischen Hochtechnologieprodukte, stellte Gülle fest. Steigende Nachfrage nach türkischen Waren Ersin Şahin, Generaldirektor des türkischen Dieselmotorenherstellers Erin Motor, sagte: „Wir stehen am Anfang des Weges (in Bezug auf den Export von Hochtechnologie, Anm. d. Red.). Es werde Geduld erfordern, denn die Produktion von Hochtechnologie erfordere viele Jahre an F&E-Aktivitäten, sagte er gegenüber AA. Er betonte, der größte Nachteil der Hochtechnologie-Produktion in der Türkei sei der Mangel an qualifiziertem Personal – die Unternehmen müssten Mitarbeiter ausbilden, was Zeit und Geld erfordere. „Unser Hauptprodukt ist der Dieselmotor, der hauptsächlich in Generatoren verwendet wird. Wir erhalten mehr Anfragen von Ländern mit Infrastrukturproblemen; die afrikanischen Länder südlich der Sahara stehen dabei an der Spitze“, sagte er. „Während wir in der Qualität mit Europa konkurrieren, konkurrieren wir auch im Preis mit Asien“, sagte er. Er betonte zudem, dass „die Unterstützung, die wir von Organisationen wie dem Foreign Economic Relations Board (DEIK) und TIM erhalten, eine wichtige Rolle beim Eintritt in Märkte spielt, wie zum Beispiel Afrika“.

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-Gaming – Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Embargo gegen Türkei
Bericht: Saudi-Arabien verbietet „alle Importe türkischer Waren“

Istanbul – Ein informelles saudi-arabisches Verbot für türkische Produkte hat die internationale Modeszene getroffen. Die Financial Times (FT) berichtete am Montag, dass die spanische Modemarke Mango aufgrund eines inoffiziellen Embargos der saudischen Behörden ihre türkischen Lieferanten überdenken würde. Ein Angestellter des Bekleidungsgiganten teilte türkischen Lieferanten in einer E-Mail mit, Riad habe „alle Importe für in der Türkei hergestellte Produkte verboten“, berichtet FT. Das spanische Unternehmen Mango, das zu einer Reihe von europäischen und US-amerikanischen Modehändlern mit Produktionsstätten in der Türkei gehört, erklärte in einer Erklärung, dass sie „im Zuge der Verlangsamung der Zollverfahren für Produkte türkischer Herkunft in Saudi-Arabien“ Alternativen prüften. Mustafa Gultepe, Chef des Istanbuler Verbandes der Bekleidungsexporteure (IHKIB), sagte gegenüber der FT, dass alle Modeunternehmen, die in der Türkei produzieren und in den Golfstaat exportieren, betroffen seien. „Wir sprechen von allen globalen Marken, die Geschäfte in Saudi-Arabien haben, in der Türkei produzieren und dort verkaufen“, sagte er der FT.  Türkische Exporteure haben sich darüber beschwert, dass ihre Produkte im vergangenen Monat beim saudischen Zoll lange Verzögerungen und Einschränkungen erlitten haben. Die Probleme wurden von den Unternehmen als Versuch von Riad und seinem engen Verbündeten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, angesehen, Ankara für seine ihrer Meinung nach destabilisierenden Interventionen in der arabischen Welt zu bestrafen. Der Handelsstreit markiert eine bedeutende Eskalation des Streits zwischen den regionalen Rivalen. „Alles, was in der Türkei hergestellt wird oder durch die Türkei kommt, ist … in Saudi-Arabien nicht erlaubt“, so eine namentlich nicht genannte Person gegenüber FT. Die saudische Regierung erklärte, sie habe „keine Beschränkungen für türkische Waren erlassen“ und fügte hinzu, dass der Handel zwischen den beiden Ländern „keinen merklichen Rückgang erlebt“ habe, abgesehen von „den allgemeinen Auswirkungen der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie“, berichtet FT weiter. Mango, die fast 50 Geschäfte in Saudi-Arabien betreiben, hat die Auswirkungen der Beschränkungen heruntergespielt. Der Marke zufolge stellt dies kein großes Problem dar, da die Produktion diversifiziert und flexibel ist und sie zuversichtlich seien, unter normalen Umständen in Saudi-Arabien weiterarbeiten zu können. Schwedens H&M teilte mit, dass es noch zu früh sei, um sich zu den jüngst mitgeteilten Handelsbeschränkungen und ihrer Bedeutung für das Unternehmen zu äußern. Die britische Marks and Spencer und die spanische Inditex, die ebenfalls einige ihrer Produkte aus der Türkei beziehen und Geschäfte in Saudi-Arabien haben, lehnten eine Stellungnahme ab, berichtet das Modeportal Fashionating World. Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und der Türkei haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Als Saudi-Arabien und seine Verbündeten 2017 eine Wirtschaftsblockade gegen Katar verhängten, brachte die Türkei ihre Unterstützung für Doha zum Ausdruck und verstärkte ihre Handels- und Militärbeziehungen mit diesem Land. Der schreckliche Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Oktober 2018 hat die Beziehungen weiter belastet.

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– Wirtschaft – Türkei und Katar wollen enge Wirtschaftsbeziehungen weiter stärken

Der bilaterale Handel zwischen Katar und der Türkei wird trotz COVID-19 weiter expandieren, sagte ein offizieller Vertreter am Mittwoch auf einem Webinar des Finanzzentrums von Katar (QFC).

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Luftfahrt-News
Belgrad: Zwei Airbus A319 an Air Serbia ausgeliefert

Belgrad – Zwei Airbus A319-Flugzeuge, die früher von Adria Airways betrieben wurden, sind an die größte serbische Fluggesellschaft Air Serbia ausgeliefert worden. Die Jets, die am Freitag aus Toulouse ankamen, waren für eine Auslieferung im März vorgesehen, die jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Tanjug. Beide wurden 2010 hergestellt und befinden sich im Besitz von Carlisle Aviation Partners. Sie wurden vor zehn Jahren an Adria Airways ausgeliefert und von dem Unternehmen bis zu seinem Konkurs im September 2019 betrieben, berichtet das Ex-Yu Aviation-Portal. Air Serbia hat im vergangenen Jahr eine neunte A319 zu ihrer Flotte hinzugefügt. Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie gab die Fluggesellschaft nach Ablauf ihres Leasingvertrags einen Airbus A320 und eine ATR72 an ihre jeweiligen Besitzer zurück. Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Abu Dhabi, hält einen Anteil von 49 Prozent an Air Serbia, während die serbische Regierung den Rest kontrolliert. Verkehrsministerin Zorana Mihajlović hatte jedoch Anfang Mai angekündigt, die Anteile von der Golfairline zurückkaufen zu wollen und Air Serbia damit ganz zu verstaatlichen.

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– Serbien – Französisches Unternehmen übernimmt Belgrader Flughafen für 25 Jahre

Das französische Unternehmen Vinci Airport hat laut serbischen Medienberichten die 25-jährige Konzession für den Belgrader Flughafen erhalten.

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