Corona-Krise
Diakonie warnt: Lockdown für Obdachlose besonders hart
Corona-Pandemie
Gesundheitsminister Spahn will Impfungen noch im Dezember
Menschenrechte
„Die Uighuren leiden unter moderner Sklaverei, und die Welt schaut zu!“
Zum Thema
– Xinjiang – China: „Uigurische Babys wie Abfall weggeworfen“
Um das Bevölkerungswachstum der unerwünschten muslimischen Uiguren zu beschränken, habe Chinas kommunistische Regierung angeordnet, dass Babys kurz vor oder nach der Geburt getötet werden.
China: „Uigurische Babys wie Abfall weggeworfen“
CDU-Parteitag
Friedrich Merz: Votum der digitalen Wahl ist für mich bindend
Transfer-News
Arsenal: Mesut Özil könnte ab Januar wieder spielen
S-400-System
USA verhängen Sanktionen gegen Türkei
Washington lehnte die Übernahme des russischen Fliegerabwehrsystems durch die Türkei entschieden ab und suspendierte die Türkei von ihrem Hi-Tech-Kampfjetprogramm F-35, da die S-400 eine Bedrohung für die Stealth-Kampfjets darstelle. Die US-Regierung hatte Ankara auch davor gewarnt, dass es US-Sanktionen nach dem Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act riskiert, wenn das S-400-System aktiviert wird.
Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen. Ausschluss aus dem F-35-ProgrammNachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte und Washington sich geweigert hatte, Ankara das US-Patriot-System zu verkaufen, gab die Türkei 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner im Juli aus dem gemeinsamen F-35-Entwicklungsprogramm ausgeschlossen.
Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von etwa 900 Bauteilen. Schon sehr bald müssten türkische Soldaten, die an dem Projekt mitarbeiten, die USA verlassen. Spätestens im März 2020 soll der Ausschluss der Türkei abgeschlossen sein.Zum Thema
– S-400-System – Russland: Die Türkei wird bedroht und unter Druck gesetzt
Dmitri Schugajew, der Leiter des russischen Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit, erklärte, dass Länder, die russische Waffen kaufen, unter Druck gesetzt, und mit „fast banditenhaften Drohungen traktiert“ würden.
Russland: Die Türkei wird bedroht und unter Druck gesetzt
Literatur
Ömer Seyfettin: Primo, der türkische Junge
Am 28. September 1911 übermittelte Italien dem Osmanischen Reich eine diplomatische Note bezüglich des damaligen Libyen (Trablusgarp), das eine osmanische Provinz gewesen war.
Die Pforte wies den Protest von Italien umgehend zurück und daraufhin erklärte Rom am nächsten Tag Istanbul den Krieg. In jener Zeit spielt die von Ömer Seyfettin verfasste Novelle „Primo, der türkische Junge“, bei dem es um einen kleinen Jungen in der Vorpubertät geht, der mit seiner italienischen Mutter und einem türkischen Vater in Saloniki (Selanik) wohnt und auf der Suche nach einer Identität ist.
Primo ist hin- und hergerissen zwischen den Kulturen der Eltern. Der Krieg in Libyen erfasst die gesamte Familie, denn es kommt noch hinzu, dass die damalige osmanische Metropole Saloniki kampflos den Griechen in die Hände fällt. Werden sich die Eltern von Primo, sein Vater Kenan und die Mutter Grazia wieder vertragen?
Mit Ömer Seyfettin – Ein Avantgardist mit ironischem Biss
Mit dieser Kurzgeschichte gelingt Seyfettin eine spannende Erzählung mit ironischem Unterton. Er war seiner Zeit immer voraus, denn bereits im April 1911 veröffentlichte er in der Zeitschrift Genç Kalemler (Junge Schreiber) einen anonymen Beitrag mit dem Titel Yeni Lisan (Neue Sprache).
Darin forderte dieser dazu auf, ausländische Wörter aus der türkischen Sprache zu entfernen und durch Türkische zu ersetzen. Nach Seyfettins Ansicht sollte die Sprache einfacher und die Literatur zur Volkssprache werden. Er wurde am 11. März 1884 in Gönen bei Balıkesir geboren und nahm 1912 am Balkankrieg teil, bei dem er ein Jahr später in Kriegsgefangenschaft geriet.
Nach seiner Rückkehr nach Istanbul unterrichtete Seyfettin als Lehrer Literatur am Kabataş-Gymnasium. Er gilt als einer der Mitbegründer der türkischen Kurzgeschichten und Vertreter der nationalen Strömung moderner türkischer Literatur. Der meisterhafte Erzähler von Romanen, Novellen und Gedichten starb mit 36 Jahren am 6. März 1920 in Istanbul.
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Syrien
Al-Monitor: Kurdische Milizen rekrutieren weiterhin Kinder in Nordsyrien

„Die Rekrutierung von Kindern wirft einen Schatten auf den Drang der syrischen Kurden nach globaler Legitimität“Amberin Zaman und Dan Wilkofsky haben den Fall einer 16-jährigen Gymnasiastin geschildert, die seit dem 8. Oktober von ihrem Vater vermisst wird. Seither appelliert Vater Umran Akenu an die SDF, sprich die PKK, ihre Tochter Rawan Akenu freizulassen.

Zum Thema: Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder
Die TCS (deutsch „Patriotisch revolutionäre Jugendbewegung“) ist eine Untergrundorganisation, die 2013 von jugendlichen PKK-Sympathisanten gegründet wurde und seit 2018 auch einen Ableger in Deutschland aufgebaut hat, die mit unzähligen Angriffen auf Türken und türkische Einrichtungen in Erscheinung getreten ist. Sie wird als Jugendorganisation der PKK bzw. als PKK-Stadtguerilla bezeichnet. Die selbe Organisation nahm an den Ausschreitungen von 2013 in der Türkei und anschließenden Kampfhandlungen mit türkischen Sicherheitskräften in den Jahren 2014 bis 2016 als YDG-H teil. Dieselbe TCS soll Rawan dann laut dem Vater an eine andere „Gruppe“ übergeben haben, wobei hier nun vermutet wird, dass damit entweder die PKK oder ihr syrischer Ableger, die Frauenschutzeinheiten (YPJ) gemeint sind. Die YPJ und ihr männliches Gegenstück, die Volksschutzeinheiten (YPG), bilden das Rückgrat der SDF, die unter anderem in Ain al-Arab (Kobane) den Sieg gegenüber der IS beanspruchen und seither eine defacto Autonomie in Nordsyrien anvisieren. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (HRW), Amnesty International (AI) wie auch die UNO haben alle drei Terrororganisationen SDF, YPG und YPJ u.a. wegen Vertreibungen, ethnischer Säuberungen, politischer Morde sowie völkerrechtswidriger Rekrutierung von Minderjährigen für den Kampfeinsatz kritisiert und das mitunter als Kriegsverbrechen bezeichnet. Assyrische und aramäische Christen sowie Jesiden im Irak und Syrien wenden sich seit Jahren an die Weltgemeinschaft und klagen über Schikanen und Gewalt der Terrororganisation SDF bzw. PKK. Bedauerlicherweise bleiben diese Hilferufe auch in Deutschland immer noch ungehört. UN hatte von SDF das Wort erhalten Die Vereinten Nationen gaben trotz des Abkommens mit der SDF im Juli 2014 sowie Juli 2019 jetzt erneut an, dass allein zwischen Januar und Juli dieses Jahres 51 Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren aus den Reihen der YPJ befreit und in einem Rehabilitationszentrum untergebracht wurden, während zum Zeitpunkt der Berichterstattung 18 weitere Jungen freigelassen werden sollten. Das Kinderschutzbüro der UN erklärte, dass es seit seiner Eröffnung 50 Beschwerden erhalten und bereits 15 Kinder zu ihren Familien zurückgebracht habe. Auch in Deutschland versuchte aufgrund der Praxis der SDF in Nordsyrien ein 17-jähriger syrische Jugendliche per Berufungsverfahren vor dem Hamburger Oberverwaltungsgericht, seine Abschiebung zu verhindern – ohne Erfolg. Das ECOI – das Herkunftsländerinformationssystem des Österreichischen Roten Kreuzes (Abteilung ACCORD) – berichtet unter Berufung auf das UNO-Flüchtlingshochkommissariat, der Noonpost, Watan FM, Syria Television, dem US-amerikanische Außenministerium, der auswärtigen Angelegenheiten zuständigen niederländische Regierungsbehörde Ministerie van Buitenlandse Zaken (BZ) und dem ägyptischen Nachrichtenportal Arabi 21 sowie anderen staatlichen und nichtstaatlichen Quellen über die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), dem politischen syrischen Arm der PKK der „Partei der Demokratischen Union“ (PYD) sowie der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) und ihren Zwangsrekrutierungskampagnen und deren kriminellen Methoden. Einschüchterung und Drohungen der PKK Laut dem Bericht der Al-Monitor sei ein syrisch-kurdischer Medienaktivist in Nordsyrien wegen der Berichterstattung über Praktiken der SDF von der „Patriotisch revolutionäre Jugendbewegung“ bedroht worden. Weil militante Kader der PKK die Kinderrekrutierung über die revolutionäre Jugendbewegung steuere, so der Medienaktivist gegenüber Al-Monitor, habe die SDF die Macht darüber verloren und agiere damit entgegen der Vereinbarung mit den Vereinten Nationen. Die SDF befinde sich somit in einem moralischen Konflikt mit der PKK, deren militanten Kader die SDF dominieren würden. Mazlum Kobanê selbst erklärte in einem Interview im Juli, dass er die Praxis als inakzeptabel ansieht und dass die Täter bestraft werden würden. Aber bislang habe es dem Bericht nach in diesem Sinne keine „Strafverfolgung“ gegeben – verständlich, angesichts der Rolle von Mazlum Kobanê. Für diesen Bericht, der nun in der Al-Monitor veröffentlicht wurde, erntet Amberin Zaman seitdem wüste Beschimpfungen und erhält mitunter Morddrohungen. Zusätzliche Quellen:

