Corona-Pandemie
Corona: Russischer Impfstoff Sputnik V zeigt 95% Wirksamkeit

Minsk – Klinische Studien des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V in Weißrussland zeigten, dass er zu etwa 95% wirksam ist, sagte Russlands Botschafter in Minsk Dmitri Mezentsev am Freitag in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender Rossiya’24. Laut Mezentsev sind belarussische und russische Wissenschaftler optimistisch, was die gemeinsame Arbeit an der Erforschung des russischen Impfstoffs Sputnik V und dessen möglichen Einsatz in Belarus betrifft. Moskau erwarte von den belarussischen Kollegen, dass sie den Impfstoff in Übereinstimmung mit den strengen Vorschriften des Gesundheitsministeriums und der Regierung des Landes registrieren lassen, fügte der Botschafter hinzu. Belarus war das erste ausländische Land, das nach der Registrierung von Sputnik V in Russland mit klinischen Studien begonnen hat. Acht medizinische Einrichtungen, die als Forschungszentren ausgewählt wurden, nahmen in Belarus an klinischen Studien teil, berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Auch das Fachmagazin Sciencemag bestätigte die Wirksamkeit des russischen Impfstoffs. Anhand den Zwischenanalysen von fast 18.000 Probandinnen und Probanden sei eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent nachgewiesen worden. Tests an Soldaten Nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Russland damit begonnen, auch alle Vertreter des Militärs gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Mehr als 2.500 Soldaten seien bereits geimpft worden. Bis zum Jahresende sollen es 80.000 werden. Demnach sollen am Ende mehr als 400.000 Militärangehörige gegen das Virus geimpft sein.  

Türkei
Ankara: Oppositionsführer Kılıçdaroğlu verurteilt „Verkauf der Börse“

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Ankara – Der Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für den „Verkauf der Börse“ an Katar scharf kritisiert. Kılıçdaroğlu bezeichnete den Verkauf als „ein weiteres Beispiel für die Verzweiflung der Regierung bei der Führung der Wirtschaft“. „Warum verkaufen Sie die Börse? Katar kann die Aktien an der Börse kaufen, aber aus welchen Gründen verkaufen sie die Börse? Sie geben vor, patriotisch zu sein, aber Sie haben im Land nichts mehr zum Verkauf übrig gelassen“, sagte Kılıçdaroğlu, der Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP), gegenüber Fox TV am Freitag. Die Regierung habe bereits Fabriken, Grundstücke, Banken und Versicherungsgesellschaften verkauft, sagte Kılıçdaroğlu. „Wie weit wird dies gehen? Wessen Grundstücke verkaufen Sie?“ „Niemand weiß, für wie viel Sie es verkauft haben. Warum informieren Sie die Bevölkerung nicht über den Verkauf? Warum wissen wir es nicht?“, fragte der CHP-Führer. Die Regierung kann die Steuern nicht eintreiben, kann nicht genügend Mittel für den Haushalt aufbringen, und deshalb verkauft sie die Fabriken und andere Vermögenswerte, sagte Kılıçdaroğlu. Er kritisierte die Regierung dafür, dass sie keine detaillierten Zahlen über die „Wirtschaft und diese Art von Transaktionen“ liefere, und betonte: „Die Dinge, die Sie verkaufen, gehören 83 Millionen Bürgern. Sie können nicht einfach sagen, ich habe sie verkauft“. „Die Türkei wird nicht gut regiert. Es gibt eine Regierungslücke in der Türkei“, so Kılıçdaroğlu. Zwischen der Türkei und Katar wurden am gestrigen Donnerstag mehrere Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darunter den Kauf eines Luxus-Einkaufszentrums und einen zehnprozentigen Anteil an der Börse Borsa Istanbul. Die katarische Investitionsbehörde hat die Abkommen am Donnerstag im Rahmen eines Staatsbesuchs des Emirs von Katar Tamim bin Hamad Al Thani nach Ankara unterzeichnet. Er traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um am 6. strategischen Gipfel zwischen den beiden Nationen teilzunehmen.

Laut türkischen Medien wird sich Doha für eine Milliarde Dollar mit 42 Prozent auch an einem Mega-Einkaufszentrum in Istanbul, dem Istinye Park, beteiligen. 58 Prozent gehört der türkischen Dogus Holding. Der an der „Qatar Street“ gelegene Istinye Park ist mit 300 Geschäften und einem Parkplatz mit einer Kapazität von 3.200 Fahrzeugen eines der größten und meistbesuchten Einkaufszentren der Türkei. Die katarische Regierung wird zudem Investitionen in das Projekt Golden Horn Marina in Istanbul beisteuern. Die Höhe der Investitionssumme wurde nicht genannt.

Türkei
Ali Babacan: Erdogan kopiert meine Reden

Ankara – Der Chef der neu gegründeten Partei „Demokratie und Aufschwung” (DEVA), Ali Babacan, warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Interview mit dem Fernsehsender Euronews vor, seine Reden zu kopieren. „Schauen Sie, die Regierung hat begonnen, die Sätze, die wir seit einem Monat in unseren Parteitreffen sagen, zu benutzen. Wenn man sich meine Reden Satz für Satz, Formulierung für Formulierung ansieht, wird man schnell bemerken, dass die Sätze sich in den Reden des Präsidenten wiederfinden. So sehr sie also auch betonen, dass sie sich von uns nicht reinreden lassen, sehen wir, dass sie uns doch gerne kopieren“, sagte der ehemalige Außen- und Wirtschaftsminister. Babacan wünsche sich trotzdem, dass das Gesagte auch wirklich umgesetzt werde. Dies wäre gut für das Land. Er glaube jedoch nicht daran. Es reiche nicht aus, einfach Reden zu kopieren und vor den Präsidenten zu legen. Der Inhalt müsse in die Praxis umgesetzt werden. Hierfür seien jedoch „gute, ehrliche und qualifizierte Menschen nötig“, so Babacan. Der einstige Weggefährte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, trat im Juli 2019 aus der regierenden „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (AKP) aus und gründete im März 2020 eine neue Partei. Er kritisiert die Regierung besonders in Wirtschaftsfragen.

 „Vor der Corona-Pandemie war die Türkei sowieso schon in eine wirtschaftliche Krise gerutscht, die von ihr selbst verschuldet gewesen war”, sagte der 53-jährige studierte Ingenieur in einem Interview auf Fox TV. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass die Reserven der türkischen Zentralbank bereits vor der Pandemie erschöpft gewesen seien. Niemand brauche den Verantwortlichen draußen zu suchen, die Türkei werde derzeit einfach schlecht regiert, so der Wirtschaftsfachmann.

„Wir üben nicht nur Kritik. Wir weisen auch auf Lösungswege hin und empfehlen Therapieformen, die erforderlich sind. Als erfahrenes Team, das aus Experten besteht, entwerfen wir auch Rezepte, die wir verbreiten und teilen. Ein international erfahrenes Wirtschaftsteam gibt es allein bei der DEVA“, so Babacan.    

Vereinsverbote
Türkische Vereine: Terrorakte werden dafür instrumentalisiert, Muslime in Mithaftung zu ziehen

Die „Initiativplattform der türkischen Vereine und Verbände in Köln und Umgebung“ haben sich mit einer Presseerklärung zur Verbotsprüfung türkischer Verbände zu Wort gemeldet. Gleichzeitig wird die Erklärung an alle im Bundestag vertretenen Fraktionen gesandt. Der Text im Wortlaut: Zivilgesellschaftliche und rechtstaatliche Aufklärung statt Verbote Die menschenverachtenden Terrorakte und tödlichen Angriffe in Paris, Dresden, Nizza und Wien werden dafür instrumentalisiert, Musliminnen und Muslime sowie ihre Vereine und Verbände, die seit mehr als einem halben Jahrhundert diesem Land und den Menschen aus ihren Heimatländern zivilgesellschaftlich gedient haben, in Mithaftung zu ziehen. Die Angriffe von Terroristen jeglicher Couleur versuchen ein Klima der Angst zu schaffen, die nicht nur gegen die freiheitlich demokratischen Grundwerte gerichtet sind. Zudem wird dadurch die bereits etablierte Vielfalt an verschiedenen Lebenswelten in Bezug auf unterschiedliche Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit in Vereinen und Verbänden in unserem Land beschädigt. Denn durch ihre abscheulichen Taten spalten sie unsere Gesellschaft. Diese Leute betrachten die Vielfalt als Gefahr. Sie werden durch Hass und Hetze geleitet. Die rassistischen und extremistischen Gruppierungen und Gesinnungen sowie die schwierigen Pandemiezustände in unserem Land treiben die Regierungen vor sich her, politische Entscheidungen zu treffen, die nicht auf einer zivilgesellschaftlichen und parlamentarischen Demokratie basieren. Diese Symbolpolitik schränkt die bisherigen Verdienste unserer demokratischen Verfassung wie Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit immer weiter ein. Überdies werden dadurch Fakten geschaffen, die einem friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft wenig dienen. Diese Entwicklungen kommen uns bekannt vor. Diese ausgrenzende Politik nutzt die Pandemiezustände und die Maßnahmen gegen Corona aus, um türkischstämmige Vereine und Einrichtungen zu diskreditieren. Dass dabei auch Gewalt, bis hin zu Brandstiftung und Übergriffen auf Moscheen, angewendet wird, hat bislang zu keinen größeren Entrüstungen oder gar Maßnahmen geführt. Wir nehmen wahr, dass gerade zu diesem Zeitpunkt Verbote von Vereinen und Verbänden auf die Agenda gesetzt werden und fragen uns, ob die aktuell angespannte Situation instrumentalisiert wird. Dadurch werden bewusst Moscheen, Muslime und türkeistämmige Menschen an den Pranger gestellt und kriminalisiert. Nun wäre man fast verführt, Goethes Faust zu zitieren:
/ Nun kenn ich deine würdigen Pflichten/ du kannst im großen nichts vernichten/ und fängst es nun im kleinen an. /
Im Kampf gegen Terrorismus sind wir auf der Seite des Staates. Aber es darf nicht dazu führen, dass im Zuge dessen pauschale und diffamierende Verbote diskutiert und die Öffentlichkeit damit geblendet wird. Das hehre Ziel, Terrorismus, der uns alle gleichermaßen trifft, zu verhindern, darf nicht zu einen unverhältnismäßigen Rundumschlag gegen Muslime, ihre Gotteshäuser und Organisationen führen. Auch der neu gesetzte Begriff ist Ausdruck eben dieses Rundumschlag: Dies ist ein kalkulierter, unlauterer Versuch, bestimmten Menschen und Gruppen demokratische Rechte zu versagen und als Feinde zu markieren. Den angeblichen Schutz der Demokratie als Argument zu nutzen, um rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien für Minderheiten in Frage zu stellen, ist das Paradigma, das sich hier offenbart. Die Vereine, die von türkischen Menschen nach dem BGB gegründet worden sind, tragen weiterhin die Verantwortung für die freiheitliche demokratische Grundordnung und für den Frieden in unserem Land Deutschland. Wir bedauern sehr und sind besorgt darüber, dass man jetzt im Deutschen Bundestag Debatten über Vereinigungsverbote debattiert. Wir betrachten diese rufschädigende Kampagne gegenüber deutsch-türkischen Kultur- und Moscheevereinen als politisiert. Wir fordern, dass diese Vereine nicht marginalisiert und kriminalisiert werden, sondern dass sie in die integrations- und gesellschaftspolitischen Prozesse eingebunden werden. Daher halten wir weiterhin nachdrücklich an den offenen, liberalen und demokratischen Strukturen unseres Landes fest und vertrauen auf Recht und Gerechtigkeit. Die Initiative der Türkischen Vereine und Verbände in Köln fordert die zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Politik auf, diese demokratischen Vereine nicht mit rechtsextremen Gruppierungen gleichzusetzen. Für unsere Initiative ist es nicht nachvollziehbar, wie diesen Vereinen und Verbänden eine mutmaßliche Sicherheitsgefährdung attestiert werden kann. In einer sich schnell wandelnden Zeit, in der die Politik und Gesellschaft heute mehr denn je gefordert ist, gegen allen extremistischen Gruppierungen, Gesinnungen und Parteien wehrhaft zu sein, sollte die Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit mit allen Mitteln verteidigt werden. Die demokratischen Parteien und deren Abgeordnete können ihre demokratischen Befugnisse bei der Aufklärung der immer noch nicht geklärten NSU Mordserie sowie deren unter Verschluss stehenden oder vernichteten Akten einsetzen. Ferner ist es nicht zu akzeptieren, dass nach Anschlägen von Extremisten unsere Gottes- und Friedenshäuser unter Generalverdacht gestellt werden. Auch dies trägt zur Spaltung bei. Angesichts wachsender Islamfeindlichkeit und Moscheeübergriffe erwarten wir als die Initiative der Türkischen Vereine und Verbänden in Köln und Umgebung mit 56 Vereinen von Politik und Administration keinen politischen Aktionismus und keine Symbolpolitik, sondern konkrete, präventive Schritte gegen Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze. Mit freundlichen Grüßen Sprecher der Initiative Rafet Öztürk , Levent Taşkıran , Nergiz Bölükbaşı, Ibrahim Küçükyıldız

Verteidigung
Serbien: Erste Kampfjet-Pilotin tritt Dienst an

Belgrad – Pilotin Ana Perišić führte am Mittwoch erfolgreich einen Testflug mit dem Kampfflugzeug J-22 Orao (Adler) auf dem Militärflughafen Morava durch und wurde somit die erste Kampfjet-Pilotin in der Geschichte der serbischen Armee. Vizepremierminister und Verteidigungsminister Nebojsa Stefanović nahm an der Zeremonie teil und sagte, er sei stolz auf die Tatsache, dass eine Frau Pilotin eines Kampflugzeugs geworden ist. Sie könne bei der Durchführung solcher Aufgaben jederzeit gleich oder sogar erfolgreicher als jeder Mann werden, so Stefanović. Nach einem erfolgreichen Testflug auf dem Militärflughafen „Morava“ in Ladjevci wurde Hauptmann Ana Perišić von Stefanović und ihren Kollegen vom 241. Jagdbombergeschwader der 98th Air Brigade beglückwünscht. „Ich freue mich, dass neue Generationen junger Frauen aus unserem Land ihre Karriere in der Kampffliegerei und anderen höchst komplexen Diensten und Einheiten der serbischen Streitkräfte machen können“, sagte Minister Stefanović und fügte hinzu, dass er Ana für die Gelegenheit dankbar sei. Ihre befehlshabenden Offiziere und Experten beurteilten ihren Flug als sehr erfolgreich und entschieden, dass sie nun bereit sei, zu Soloflügen überzugehen.
Verteidigungsminister Neboša Stefanović, (l) gratuliert Pilotin Ana Perišić. (Foto. Serbisches Verteidigungsministerium)
Im Gespräch über ihre Eindrücke nach ihrem ersten Alleinflug wies Perišić darauf hin, dass es schwierig sei, diese in Worte zu fassen. „Der Flug war sicher, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie ich es geschafft habe. Es wird eine große Herausforderung sein, dieses Flugzeug nach dem Testflug allein zu fliegen“, betonte  Perišić, die zur ersten Generation von Pilotinnen gehört, die an der Militärakademie für diesen Beruf ausgebildet wurden. Das Angriffs- und Trainingsflugzeug J-22 Orao war eine gemeinsame Entwicklung Jugoslawiens und Rumäniens, die bis in die frühen 1970er Jahre zurückreicht. Obwohl beide Länder sozialistische Staaten waren, beschlossen sie, militärisch unabhängig von der Sowjetunion zu sein, und dieses Projekt war eines unter vielen, die dies bewiesen.

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Balkan
Serbien und Türkei wollen Kooperation in der Verteidigungsindustrie stärken

Belgrad – Serbien und die Türkei wollen ihre Beziehungen in der Verteidigungsindustrie stärken, wie Vertreter beider Länder am Mittwoch bekräftigten. Bei einem Treffen in der Hauptstadt Belgrad zwischen dem serbischen Verteidigungsminister Nebojsa Stefanovic und dem türkischen Botschafter Tanju Bilgic wurde die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit im Bereich der Ausrüstung und Modernisierung betont, hieß es in einer Erklärung des serbischen Verteidigungsministeriums. „Dies wäre eine solide Grundlage, um die gegenseitige Interoperabilität auf ein höheres Niveau zu heben als bei der früheren gemeinsamen Teilnahme an multinationalen Übungen, dem Austausch von Teilnehmern an verschiedenen Formen der Aus- und Weiterbildung sowie der Stärkung der allgemeinen operativen Fähigkeiten der beiden Armeen“, hieß es in der Erklärung. Starke Beziehungen zwischen Serbien und der Türkei tragen zweifellos dazu bei, Frieden und Stabilität sowohl auf dem Westbalkan als auch weltweit zu erhalten, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Stefanovic. Bilgic drückte auch seine Überzeugung aus, dass die bilaterale Zusammenarbeit sich vertiefen wird, und äußerte eine Einigung mit Stefanovic über die wichtigsten Bereiche künftiger gemeinsamer Aktivitäten.

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Der türkische Präsident traf am Freitag in der türkischen Metropole Istanbul mit seinem serbischen Amtskollegen zusammen.

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Türkei
Katar kündigt Milliarden-Investitionen in der Türkei an

Ankara – Die katarische Regierung hat mit der Türkei neue Investitionsabkommen in Milliardenhöhe unterzeichnet, darunter den Kauf eines Luxus-Einkaufszentrum und einen Anteil an der Börse Borsa Istanbul. Die katarische Investitionsbehörde hat die Abkommen am Donnerstag im Rahmen eines Staatsbesuchs des Emirs von Katar Tamim bin Hamad Al Thani nach Ankara unterzeichnet. Er traf sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, um am 6. strategischen Gipfel zwischen den beiden Nationen teilzunehmen. Unter den Investitionen wird Katar eine 10-prozentige Beteiligung an der Borsa Istanbul vom Turkey Wealth Fund erwerben, der mehr als 90 Prozent der gesamten Aktien kontrolliert. Laut türkischen Medien wird sich Doha für eine Milliarde Dollar mit 42 Prozent auch an einem Mega-Einkaufszentrum in Istanbul, dem Istinye Park, beteiligen. 58 Prozent gehört der türkischen Dogus Holding. Der an der „Qatar Street“ gelegene Istinye Park ist mit 300 Geschäften und einem Parkplatz mit einer Kapazität von 3.200 Fahrzeugen eines der größten und meistbesuchten Einkaufszentren der Türkei. Die katarische Regierung wird zudem Investitionen in das Projekt Golden Horn Marina in Istanbul beisteuern. Die Höhe der Investitionssumme wurde nicht genannt. In Doha wurde in einer separaten Vereinbarung mit der Global Ports Holding (GPH) auch der Kauf des Hafens Akdeniz in Antalya durch die offizielle Terminalbetreibergesellschaft QTerminals für 140 Millionen Dollar vereinbart.

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Nachdem Saudi-Arabien türkische Produkte auf eine inoffizielle Boykottliste setzte und in den sozialen Medien eine Kampagne gestartet wurde „Made in Turkey“ zu boykottieren, hat Katar zur Unterstützung der Türkei nun eine Gegenkampagne gestartet.

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Film
Bruce Lee: Heute wäre der Kampfkünstler 80 Jahre alt geworden

Seattle – Martial-Arts-Legende und Schauspieler Bruce Lee wäre heute 80 Jahre alt geworden. Geboren im November 1940 in Chinatown, San Francisco, verstarb der Kampfkünstler am 20. Juli 1973 an den Folgen einer Hirnschwellung. Lee war Schauspieler, Regisseur, Kampfkünstler, Kampfkunstlehrer und Philosoph. Er war der Begründer von Jeet Kune Do, einer hybriden Kampfkunstphilosophie, die sich aus verschiedenen Kampfdisziplinen zusammensetzt und der oft der Verdienst zugeschrieben wird, den Weg für moderne gemischte Kampfkünste (MMA) geebnet zu haben. Lee wird von Kommentatoren, Kritikern, Medien und anderen Kampfkünstlern als der einflussreichste Kampfkünstler aller Zeiten und als eine Ikone der Popkultur des 20. Jahrhunderts betrachtet, die die Kluft zwischen Ost und West überbrückte. Ihm wird zugeschrieben, dass er dazu beigetragen hat, die Art und Weise, wie Asiaten in amerikanischen Filmen dargestellt wurden, zu verändern. Als Sohn des kantonesischen Opernstars Lee Hoi-chuen wurde Lee am 27. November 1940 in Chinatown in San Francisco, Kalifornien, geboren. Seine Familie kehrte jedoch bald darauf nach Hongkong zurück. Bereits in jungen Jahren spielte Lee dort in mehreren Filmen mit.  Im Alter von 18 Jahren zog Lee erneut in die Vereinigten Staaten, um an der University of Washington in Seattle zu studieren. Während dieser Zeit begann er auch, Kampfkünste zu unterrichten. Mit seinen in Hongkong und Hollywood produzierten Filmen erhob er den traditionellen Kampfkunstfilm auf eine neue Ebene der Popularität und löste in den 1970er Jahren im Westen eine Welle des Interesses an den chinesischen Kampfkünsten aus. Seine Filme beeinflussten und veränderten die Kampfkünste und Kampfsportfilme weltweit dramatisch. Lee starb am 20. Juli 1973 im Alter von 32 Jahren. Es gab keine sichtbare äußere Verletzung; laut Autopsieberichten war Lees Gehirn jedoch beträchtlich angeschwollen. Seit seinem Tod hat Lee weiterhin einen herausragenden Einfluss auf den modernen Kampfsport, einschließlich Judo, Karate, Mixed Martial Arts und Boxen, ausgeübt. Das US-Nachrichtenmagazin Time ernannte Lee zu einer der 100 wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
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In einer Zeit, in der das Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit und körperlicher Fitness stetig wächst, rücken spezialisierte Selbstverteidigungssysteme immer mehr in das öffentliche Interesse. Anders als beim klassischen Kampfsport steht hier nicht der sportliche Wettkampf, sondern die reine Handlungsfähigkeit im Vordergrund. Dass solche Konzepte sowohl beim Militär als auch bei Senioren gleichermaßen funktionieren, macht sie zu einem vielseitigen Werkzeug für den modernen Alltag. Das wachsende Interesse an Systemen wie Krav Maga oder speziellen Combatives-Programmen zeigt einen deutlichen Trend: Menschen suchen nach Wegen, sich effektiv zu schützen, ohne jahrelang komplexe Bewegungsabläufe studieren zu müssen. Dabei wird oft ein entscheidender Unterschied deutlich, auf den Experten immer wieder hinweisen: Es handelt sich hierbei nicht um Kampfsport oder Kampfkunst, sondern um reine Selbstverteidigungssysteme.
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Israel
„Eindämmung der Türkei“: Israel erlaubt saudische Hilfsorganisationen in Ostjerusalem

Tel Aviv – Um den Einfluss der Türkei in Ostjerusalem einzudämmen, habe Israel Saudi-Arabien erlaubt, dort Wohltätigkeitsorganisationen zu betreiben, berichtet die israelische Tageszeitung Israel Hayom. Die Entscheidung fiel demnach während eines Treffens, das Anfang der Woche zwischen dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman stattfand. Die Zeitung zitiert hochrangige saudische Offizielle, die an dem Treffen teilgenommen haben sollen. Saudi-Arabien wolle zudem, dass Israel eingreife und die bevorstehende Regierung des designierten Präsidenten Joe Biden daran hindere, das Atomabkommen mit dem Iran wieder aufzunehmen, und dass der mögliche Druck, den es auf Riad ausüben werde, eingeschränkt werde. „Die Saudis wollen auch, dass Israel die Friedensgespräche mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, wieder aufnimmt und einen langen, von Ägypten vermittelten Waffenstillstand mit dem Gazastreifen akzeptiert. Im Gegenzug sind die Saudis bereit, der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Gazastreifen Mittel zur Verfügung zu stellen“, fügten die Quellen hinzu.

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Gaza: Türkei baut neun im Krieg zerstörte Moscheen wieder auf

Die türkische Religionsanstalt Diyanet teilt mit, dass neun von ihr wiederaufgebaute Moscheen im Gazastreifen ab sofort wieder benutzt werden können. Die Gotteshäuser waren infolge der militärischen Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hamas im Sommer 2014 zerstört worden.

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"Global Cities Report"
Mächtigste Städte der Welt: München belegt Platz 6 bei Zukunftsaussichten

„Global Cities Report“ von Kearney sieht stagnierende Trends für deutsche Top Städte. Lediglich München kann bei den Zukunftsaussichten punkten und liegt auf Platz 6. Als die mächtigste Stadt der Welt gilt, wie schon im Vorjahr, New York – gefolgt von London und Paris. „Unter den deutschen Städten sticht nur München heraus – durch seine zunehmende Entwicklung in Sachen Unternehmertum und Innovation schafft München es auf Platz 6 der Städte mit den besten Zukunftsaussichten. In Asien verschieben sich währenddessen die Machtverhältnisse zwischen Peking und Hongkong“, fasst Martin Eisenhut, Partner und Managing Director von Kearney Deutschland, Österreich und Schweiz, die diesjährigen Ergebnisse zusammen. Der Global Cities Report 2020 bewertet den Status-quo zu Beginn der Covid-19-Krise. Bestandteile des Reports sind sowohl der Global Cities Index als auch der Global Cities Outlook, der sich auf die Zukunftsaussichten der Städte fokussiert. Unternehmerstädte auf dem Vormarsch / Umbrüche in Asien Die auffälligste Veränderung im Index ist der Aufstieg Pekings in die Top 5 der Welt und die Verdrängung Hongkongs auf Platz 6, was vor allem am starken wirtschaftlichen Wachstum und Pekings hohen Investitionen in Humankapital liegt. „Das politische Chaos in Hongkong dämpft das Abschneiden über alle Dimensionen hinweg – mit signifikantem Rückgang der Geschäftstätigkeit, dem Informationsaustausch, und der kulturellen Erfahrung“, so Eisenhut. Auch Shanghai und San Francisco machen bedeutende Sprünge, dank ihrer Ergebnisse in der Kategorie Unternehmertum und Innovation, die jetzt auch berücksichtigt, wie viele „Einhorn-Unternehmen“ in einer Stadt ansässig sind. Eisenhut ist sich sicher: „Das kommt auch München zugute.“ Die Stadt verbesserte ihre Platzierung im Index und steigt von Platz von 32 auf 24. Auch im Outlook schlägt sich die bayerische Landeshauptstadt gut. Dort belegt sie Platz 6 und macht damit 2 Plätze im Vergleich zum Vorjahr gut. Trotz dieser Überraschungen hat sich in den oberen Rängen des Index nichts verändert – New York, London, Paris und Tokio verteidigten die ersten vier Plätze. Erste Anzeichen einer globalen Neuordnung Der diesjährige Global Cities Outlook zeichnet dagegen ein dynamischeres Bild. Während London seine Spitzenposition behält, ist bei den meisten anderen Städten eine deutliche Veränderung zu beobachten. Für viele der aufstrebenden Städte zahlen sich langfristige Investitionen in Governance und Wirtschaft langsam aus. Das gilt auch für Städte aus dem arabischen Raum, in denen die Wirtschaft floriert und die Aussichten für Innovationen sehr gut sind. Langfristige Investitionen zeigen dort mittlerweile positive Effekte. Abu Dhabi und Dubai stehen im Bereich Wirtschaft an der Spitze der Kategorie Infrastruktur – nicht zuletzt dank ihrer Offenheit gegenüber dem privaten Sektor und öffentlich-privaten Partnerschaften. Der Anstieg des Pro-Kopf-BIPs und zunehmende ausländische Direktinvestitionen heben Abu Dhabi auf Platz 7, während Dubai von Platz 32 auf 18 klettert. „Was sich bereits zu Beginn der Coronakrise abgezeichnet hat, wird in den nächsten Jahren noch verstärkt: Innovation, Bildung und Digitalisierung werden zu den wichtigsten Standortfaktoren für Städte. Während sich derzeit eine Machtverschiebung in den asiatischen und arabischen Raum abzeichnet, ist Europa auch in der aktuellen Krise noch stärker gefragt, in diese Bereiche zu investieren“, so Eisenhut. Über den Global Cities Report Der seit 2008 jährlich erstellte Global Cities Report besteht aus dem Global Cities Index und dem Global Cities Outlook, die zusammen ein aufschlussreiches Bild der weltweit einflussreichsten Metropolregionen von heute und morgen zeichnen. Der Index beleuchtet die gegenwärtige Leistung von 151 Städten in den Bereichen Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politisches Engagement. Der Outlook untersucht, wie schnell und gut Metropolen bei den Indikatoren Lebensqualität, Ökonomie, Innovation und Governance gegenüber den Top-Performern aufholen.