In dem provisorischen Flüchtlingscamp Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zu einem schrecklichen Ereignis gekommen: Ein 3-jähriges Mädchen sei mutmaßlich vergewaltigt worden. Das Kind sei am Montag bewusstlos und blutend in einem der Waschräume gefunden worden. Untersuchungen laufen.
„Wir sind sehr bestürzt“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der Hilfsorganisation. „Seit das Lager auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kara Tepe im September notdürftig errichtet wurde, weisen wir immer wieder auf die katastrophalen Bedingungen hin und warnen vor den Gefahren, vor allem für Kinder.“ Die Versorgungslage und die hygienischen Bedingungen in dem Lager seien völlig unzureichend, die Atmosphäre höchst angespannt. Bereits in dem Vorgängercamp Moria sei es immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Auch in dem neuen Zeltlager, in dem aktuell 7500 Menschen untergebracht seien, hätten Kinder keinerlei Schutz. „All das war von Beginn an offensichtlich!“, sagt Boris Breyer.
Offenbar als Reaktion auf das furchtbare Ereignis habe die Regierung aktuell beschlossen, 200 Personen, hauptsächlich Kinder und Familien, in ein anderes Lager umzusiedeln, das sich ebenfalls auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz befinde. Dort seien die Bedingungen deutlich besser. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien hier seit Jahren, leisten psychosoziale Hilfe und unterstützen bei der Bildung.
„Die Umsiedlung kann nur ein erster Schritt sein!“, sagt Pressesprecher Breyer. Die griechische Regierung müsse den Schutz und die Sicherheit für alle Flüchtlingskinder gewährleisten. Auch die EU sei hier in der Verantwortung. Sorgen mache der Hilfsorganisation auch der einbrechende Winter. Boris Breyer sagt: „Das Lager liegt direkt am Meer. Die Menschen hausen in Zelten, sie sind den heftigen Winden und eisigen Temperaturen ausgesetzt. Das ist menschenunwürdig!“
Sofia – Die bulgarischen Behörden haben einem russischen Diplomaten 72 Stunden Zeit gegeben, um Bulgarien zu verlassen, da er an Spionage in dem EU- und NATO-Mitgliedstaat beteiligt gewesen sein soll. Es ist der sechste Fall, in dem ein russischer Diplomat oder Beamter der russischen Botschaft in Sofia seit Oktober 2019 wegen Spionageverdachts ausgewiesen wird.
Das bulgarische Außenministerium hat einen Diplomaten der russischen Botschaft „aufgrund von Handlungen, die mit seinem diplomatischen Status unvereinbar sind“, zur „Persona non grata“ erklärt, twitterte das Ministerium am 18. Dezember.
(Screenshot/Twitter)
Wie Nachrichtenagenturen berichten, gaben bulgarische Staatsanwälte eine separate Erklärung heraus, in der sie behaupteten, dass der Diplomat von 2017 bis jetzt „an Spionageaktivitäten beteiligt war, bei denen er militärische Informationen sammelte, einschließlich der Anzahl der US-Truppen, die während der Übungen auf bulgarischem Territorium eingesetzt wurden“.
Das Ziel war es demnach, diese Informationen an den russischen Militärnachrichtendienst zu übertragen. Weder das Außenministerium noch die Staatsanwaltschaft gaben die Identität oder den Rang des Diplomaten an.
Die russische Botschaft teilte jedoch mit, dass es sich bei dem Diplomaten um den Militärattaché handele und dass Moskau sich das Recht vorbehalte, auf die „grundlose“ Ausweisung zu reagieren.
Der Schritt „ist nicht förderlich für den Dialog zwischen unseren Ländern im militärischen Bereich, noch hilft es, die Stabilität in der Schwarzmeerregion zu verbessern“, sagte sie in einer Erklärung auf Facebook.
Russland wies zwei bulgarische Diplomaten im Oktober aus, fast drei Wochen nachdem zwei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Sofia, die der Militärspionage beschuldigt wurden, aufgefordert wurden, zu gehen.
Nach der Ankündigung der Ausweisung drückten die Vereinigten Staaten und Großbritannien ihre Unterstützung für Bulgariens Bemühungen aus, seine Souveränität und Sicherheit zu schützen.
„Wir haben in den letzten Wochen und Monaten zu viele Beispiele für die Durchführung von aggressiven Aktionen durch russische Beamte gesehen, von Spionage in Bulgarien bis hin zur Vergiftung von Gegnern im In- und Ausland,“ sagte die US-Botschaft in einer Erklärung.
Einen Tag nachdem Washington gegen Ankara Sanktionen verhängte, hat das ukrainische Verteidigungsministerium neue Korvetten und Kampfdrohnen aus türkischer Produktion bestellt. Sie werden für die ukrainische Marine beschafft, um die Sicherheit in den Regionen Schwarzes und Asowsches Meer zu erhöhen.
Laut der Erklärung vom 15. Dezember 2020 unterzeichnete der ukrainische Verteidigungsminister Andrii Taran die Dokumente während eines Besuchs Ismail Demirs, Leiter des Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB) der Türkei, in der Ukraine.
Die Fregatten TCG-Heybeliada (vorne) und TCG-BüyükadaDas Milgem-Projekt der türkischen Marine
Als Italien wegen der osmanischen Provinz Libyen 1911 der Regierung des Osmanischen Reiches den Krieg erklärte, hatte das Osmanische Reich keine ernst zu nehmenden Kriegsschiffe, die es gegen die italienische Marine hätte einsetzen können.
Es wurden türkische Freiwilligeneinheiten nach Libyen entsandt, die gegen die italienischen Besatzer an der Seite von Libyern kämpften und diesen die Grundlagen moderner Taktik und Gefechtsführung vermittelten. Unter den Freiwilligeneinheiten befand sich auch der damalige Offizier Mustafa Kemal (der spätere Staatsgründer Atatürk), der am 27. November 1911 zum Major befördert wurde.
Das Manko, über keine leistungsfähige Marine zu verfügen, blieb während des Ersten Weltkriegs und des nationalen Befreiungskrieges bestehen. Nach der Gründung der Türkischen Republik wurde neben dem Aufbau des Heeres und der Luftwaffe erstmals auf die Errichtung einer starken Marine Wert gelegt. Bereits 1924 hatte Präsident Atatürk erklärt, mit dem Kauf von ausländischen Schiffen könne keine eigene Kriegsflotte aufgebaut werden. Im Zuge dessen wurden Schiffswerften errichtet, auf denen die ersten kleineren Einheiten gebaut wurden.
Abhängigkeit von den USA
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Beitritt der Türkei zur NATO wurde auf die eigenständige Entwicklung und den Bau eigener Kriegsschiffe verzichtet. Insbesondere in den 50er und 60er-Jahren hatten die USA türkische Regierungen dazu gedrängt, keine eigenen Waffensysteme herzustellen, da diese aus den Vereinigten Staaten importiert werden sollten. Damit geriet die türkische Armee bei der Beschaffung von militärischer Ausrüstung und Bewaffnung für alle Teilstreitkräfte in die Abhängigkeit der USA. Nachdem die Türkei 1974 in Zypern militärisch intervenierte, beschlossen die USA ein Waffenembargo gegen Ankara. Als Reaktion wurden in der Türkei Stiftungen und Rüstungsunternehmen gegründet, die die Entwicklung von eigenen Waffensystemen unterstützen sollten.
Machbarkeitsstudie eröffnet Weg zum Bau von türkischen Kriegsschiffen
Die Idee und die Umsetzung für den Bau eigener Kriegsschiffe begann in der Türkei in den 90er-Jahren bzw. 1996 mit dem Milgem-Projekt. Der Begriff „Milgem“ ist die Abkürzung für Milli Gemi und bedeutet auf Deutsch nationales Schiff. Das Oberkommando der türkischen Marine arbeitete damals an einer Machbarkeitsstudie zum Bau von türkischen Kriegsschiffen.
Großen Anteil an der Verwirklichung des Milgem-Projekts hatten unter anderem der Admiral a.D. zur See, Özden Örnek und Admiral a.D. Mazlum Savaş Onur. Im Februar 2000 fiel der Startschuss zum Milgem-Projekt, bei dem insgesamt 12 Kriegsschiffe produziert, vier davon mit einer Optionsklausel werden sollten. Aufgrund des sich ändernden Bedarfs der türkischen Marine und der instabilen Lage in der Region wurde der Bedarf an Korvetten der Ada-Klasse auf vier reduziert, um bedarfsgerechte größere Kriegsschiffe bauen zu können.
Das Projekt sah zudem den Export der Milgem-Korvetten an andere Länder vor. In der Istanbuler Marinewerft begann 2005 der Bau der Korvette TCG-Heybeliada (F-511), am 27. September 2008 lief sie vom Stapel und am 28. September 2011 wurde sie am 473. Jahrestag der Seeschlacht von Preveza nach erfolgreichen Tests den türkischen Seestreitkräften feierlich übergeben. Neben der erwähnten TCG-Heybeliada wurde 2013 die TCG Büyükada (F-512), 2018 TCG-Burgazada (F-513) und 2019 die TCG-Kınalıada (F-514) von der türkischen Marine in Dienst gestellt.
Pakistan hatte 2018 eine internationale Ausschreibung für die Beschaffung von neuen Korvetten veröffentlicht. Der Auftrag ging an die Istanbuler Marinewerft, die zwei Korvetten der Jinnah-Klasse (eine modifizierte Version der Ada-Klasse) in der Türkei baut und die anderen beiden in der pakistanischen Küstenstadt Karatschi. Die ersten beiden Korvetten sollen nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums 2023 in Istanbul sowie in Karatschi den Seestreitkräften der beiden Länder übergeben werden, die Indienststellung zweier, weiterer Schiffe soll 2024 erfolgen.
Details zu den Milgem-Korvetten (Ada-Klasse):
Abmessungen
• Länge: 99 Meter
• Maximale Breite: 14,40 Meter
• Tiefgang: 3,59 Meter
• Verdrängung: 2000 Tonnen
Waffen
8 x Harpoon Blok II SSM BB
1 x 76 mm AutoMelara-Kanone
1 x RAM PDMS [21mesh ]
2 x 324 mm Doppelrohr-Torpedosystem (Mk 46/54 Torpedos)
2 x 12,7 mm STEMPEL (stabilisiert) Maschinengewehrplattform, ASELSAN)
1 x S-70B SeaHawk
Hauptantriebsstränge (Antriebssysteme)
Hauptmotoren: 2 x MTU 16V595TE90 Dieselmotor + 1 x LM2500 Gasturbine (CoDAG)
• Schubstränge (Antriebssystem): 2 x Escher-Wyss CPP
• Höchstgeschwindigkeit 29 Knoten (53,7 km/h)
Sensoren
• 3D-Suchradar [Thales Ned. SMART-S Mk2] [Aselsan Hazar 3D S & X BAND wird entwickelt]
• Feuerleitradar [Thales Ned. Sting EO Mk2 / 1. Schiff] [Aselsan TAKS / Entwicklung]
• Elektrooptische Sensoren [Aselsan AselFLIR-300D]
• Navigationsradar / LPI-Radar [Northrop Grumman Vision Master FT] [Aselsan ALPER LPI]
Abwehrmittel
• Elektronisches Unterstützungssystem [ Aselsan ARES-2N ED / ESM]
• Laserwarnsystem [Aselsan]
• Torpedo-Störsystem [Ultra E. SeaSentor / 1. und 2. Schiff] [Aselsan Hızır / in Entwicklung]
Auf dem Schiff befindet sich ein Hangar und eine Hubschrauberlandeplattform für Helikopter mit einem Gewicht von bis zu 10 Tonnen. Mit der Planung und dem Bau der Milgem-Korvetten gehört die Türkei weltweit zu den zehn Ländern, die in der Lage sind, ein derartiges modernes Kriegsschiff zu bauen. Laut dem Direktorat der Verteidigungsindustrie in Ankara liegt beim Milgem-Projekt der technologische Anteil der türkischen Rüstungsindustrie bei etwa 70 Prozent. Mit dem Bau von vier weiteren Fregatten der I-Klasse wurde 2018 begonnen. Es sollen noch vier Flugabwehrzerstörer der TF-2000-Klasse hinzukommen.
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– Rüstungsindustrie –
In der Türkei gebautes Kriegsschiff „Kinaliada“ wird Marine übergeben
TCG Kinaliada, das vierte Schiff des MILGEM-Projekts – ein nationales türkisches Kriegsschiffprogramm – wird am Sonntag bei einer Zeremonie in Istanbul an die türkische Marine übergeben.
Osnabrück – Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Konstantin Kuhle, sieht Deutschland auf ein stärkeres Engagement bei der EU-Grenzschutzagentur Frontex schlecht vorbereitet.
Während die Zahl der an Frontex entsandten Beamten aus Deutschland von 2015 auf 2016 zunächst sprunghaft von 228 auf 923 stieg, blieb die Zahl seither konstant. 918 Beamte waren aus Bund und Ländern im Jahr 2019 an den EU-Außengrenzen im Einsatz, in diesem Jahr waren es bis zum 30. Oktober nur 746 Beamte. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage Kuhles hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegt.
Die Europäische Union will die Grenzschutzagentur bis 2027 erheblich vergrößern, von derzeit etwa 1500 auf bis zu 10.000 Einsatzkräfte. „Angesichts der auch zukünftig zu erwartenden Fluchtbewegungen über das Mittelmeer und die europäischen Landgrenzen ist es richtig, dass Frontex personell und finanziell gestärkt wird. Angesichts der teilweise dünnen Personaldecke in Bund und Ländern ist aber völlig unklar, woher diese Kräfte für den deutschen Beitrag kommen sollen“, kritisiert Kuhle. Deutschland müsste bei der Personalausstattung von Frontex „mit gutem Beispiel vorangehen“.
In einem Gastbeitrag kritisiert Mubariz Gurbanli, Vorsitzender des staatlichen Komitees für die Arbeit mit religiösen Organisationen der Republik Aserbaidschan, dass der Konflikt um Bergkarabach als religiöser Krieg dargestellt wurde.
Aserbaidschan habe sich zu einem Zentrum für die Förderung des interreligiösen Dialogs entwickelt, indem Großprojekte – interkulturelle und interreligiöse internationale Foren – durchgeführt werden, um die bestehende ethnische und kulturelle Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus in der Gesellschaft zu bewahren.
Die armenisch-apostolische Kirche im Zentrum von Baku etwa, werde samt ihrer religiösen Bücher und Manuskripte vom Staat geschützt, so Gurbanli. Doch den UN-Resolutionen zum Trotz schade die aggressive Haltung Armeniens dem interreligiösen Dialog.
Aserbaidschan als Garant des Friedens und der Sicherheit im Südkaukasus
Ein Gastbeitrag von Mubariz Gurbanli
Aserbaidschan, das 1991 mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine Unabhängigkeit wiedererlangte und eine lange Geschichte der Staatlichkeit hat, bildete als erste Republik im muslimischen Osten eine Regierung. Als Nachfolgestaat der Demokratischen Republik Aserbaidschan (1918 bis 1920) nahm das Land ein säkulares Staatsmodell in seine Verfassung auf, die per Referendum verabschiedet wurde.
Religiöse Vielfalt in Aserbaidschan
Merkmale der historischen Entwicklung Aserbaidschans, seiner geografischen Lage und der ethnischen Zusammensetzung seiner Bevölkerung schufen die Bedingungen für die Existenz verschiedener Religionen auf diesem Gebiet. Zu verschiedenen Zeiten konnten sich Heidentum, Zoroastrismus, Judentum, Christentum, Islam und viele andere religiöse Richtungen auf die eine oder andere Weise im Land ausbreiten und miteinander interagieren.
Heute gestaltet sich die konfessionelle Struktur der Bevölkerung Aserbaidschans folgendermaßen: 96 Prozent Muslime, vier Prozent Christen, Juden, Bahai, Krishna-Anhänger und Vertreter anderer Religionen. In Aserbaidschan gibt es sämtliche christlichen Konfessionen (zusammen mit orthodoxen, katholischen und protestantischen Christen, Mitgliedern der historischen albanischen Kirche).
Die seit zwei Jahrhunderten in unserem Land lebenden Deutschen betrachteten Aserbaidschan auch als ihre Heimat und hielten ihr kulturelles Erbe am Leben. Obwohl die in Freundschaft mit unserem Volk lebenden Deutschen infolge des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs aus Aserbaidschan deportiert wurden, hinterließen sie tiefe Spuren. Infolgedessen gibt es in Aserbaidschan mehrere lutherische Kirchen, darunter das deutsch-aserbaidschanische Kulturzentrum Kapellhaus, das zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern dient.
Heute beten Dutzende von christlich-protestantischen Gemeinden einschließlich der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche in Aserbaidschan weiterhin in der lutherischen Erlöserkirche, die den Traditionen ihrer Vorfahren treu bleibt.
Aserbaidschan fördert Säkularismus, Toleranz und multikulturelle Prinzipien
Heute basiert das von Aserbaidschan unter der Führung von Präsident Ilham Aliyev umgesetzte Staatsreligions-Modell auf Säkularismus, Toleranz und multikulturellen Prinzipien. Aserbaidschan ist zu Recht der Ansicht, dass Radikalismus, Extremismus und Terrorismus keine Alternativen zu Multikulturalismus und Toleranz sind. Daher lebt Aserbaidschan heute sein historisches Erbe und gibt es an zukünftige Generationen weiter.
Der aserbaidschanische Staat hat sich zu einem Zentrum für die Förderung des interreligiösen Dialogs entwickelt, indem Großprojekte – interkulturelle und interreligiöse internationale Foren – durchgeführt werden, um die bestehende ethnische und kulturelle Vielfalt, Toleranz und Multikulturalismus in der Gesellschaft zu bewahren. Es ist kein Zufall, dass die von Präsident Ilham Aliyev ergriffene Initiative zum Baku-Prozess zur Entwicklung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen islamischen und westlichen Zivilisationen die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und den Europarat auf derselben Plattform vereint, was einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Zivilisationen darstellt.
Das II. Bakuer Gipfeltreffen der Weltreligionsführer 2019.
Die Gesamtzahl der in den letzten zehn Jahren in Aserbaidschan registrierten Religionsgemeinschaften beläuft sich auf 945, und die Zahl der protestantischen christlichen Religionsgemeinschaften beträgt mehr als 10. Es gibt 2250 Moscheen, 14 Kirchen und 7 Synagogen im Land.
Armenien bedroht den interreligiösen Dialog
Armenien jedoch stellt eine Bedrohung für diesen interreligiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben in der Region dar. Armenien nutzte die geopolitischen Spannungen am Vorabend des Zusammenbruchs der Sowjetunion und besetzte Anfang der neunziger Jahre die Region Berg-Karabach in Aserbaidschan und sieben umliegende Regionen. Mehr als eine Millionen Aserbaidschaner, darunter Christen, Juden und Vertreter anderer Religionen, sind zu Flüchtlingen und Binnenvertriebenen geworden. Hunderte religiöser Denkmäler – Moscheen, Kirchen, Schreine, Friedhöfe – wurden zerstört, unsere Moscheen in Viehställe umgewandelt.
Die überwiegende Mehrheit der christlichen Denkmäler in den besetzten Gebieten sind Beispiele christlicher Architektur, die zum alten aserbaidschanischen Staat des kaukasischen Albaniens (IV. Jahrhundert v. Chr. – 705 v. Chr.) Gehören. Diese historischen und religiösen Denkmäler befinden sich hauptsächlich in den Regionen des Landes wie Karabach, Qabala, Qax, Schäki und Zagatala. Klosterkomplex der sieben Kirchen im Dorf Latik Kotoklu in der Region Qax, der Kisch-Yelisey-Tempel, einer der ältesten christlichen Tempel im Kaukasus im Dorf Kisch von Schäki, die Gum-Basilika und der Mamrukh-Tempel im Dorf Gum in der Region Qax sowie andere albanische Denkmäler werden vom Staat restauriert und geschützt.
Die Albanisch-Udi-Kirche „Chotari“ in der Siedlung Nij in der Region Qabala, in der die Udi, eines der ältesten Völker des Kaukasus, kompakt lebt, wurde von der Heydar Aliyev-Stiftung renoviert. Eine weitere albanische Kirche in der Region Qabala, die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria, wurde am 7. November dieses Jahres von der Heydar Aliyev-Stiftung wieder aufgebaut und restauriert (obwohl sich das Land an diesem Vorabend im Krieg befand) und von Christen in Gebrauch genommen. Die armenischen Besatzer armenisierten jedoch entweder die albanischen christlichen Denkmäler und präsentierten sie als armenische Kirchen oder zerstörten sie.
Vier 1993 verabschiedete Resolutionen des UN-Sicherheitsrates (822, 853, 874, 884) forderten den vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Abzug der armenischen Streitkräfte aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans. Leider hat Armenien seit fast 30 Jahren diese Resolutionen ignoriert und regelmäßig auf militärische Provokationen zurückgegriffen.
Infolge militärischer Angriffe der armenischen Seite im Juli und August dieses Jahres sowie vom 27. September bis 10. November gerieten aserbaidschanische Siedlungen, die nicht zur Konfliktzone gehören, sowie historische und religiöse Denkmäler unter heftiges Artilleriefeuer. (Dies wurde von US Vice News Channel, Amnesty International und Human Rights Watch bestätigt.) Infolgedessen wurden insgesamt etwa 100 Zivilisten (einschließlich Kinder und Frauen) getötet, mehr als 400 verletzt und Tausende von Häusern und öffentlichen Gebäuden zerstört.
Infolge erfolgreicher Gegenangriffe Aserbaidschans wurden viele besetzte Gebiete befreit. Am 10. November unterzeichneten die Präsidenten Aserbaidschans und Russlands sowie der Premierminister Armeniens eine gemeinsame Waffenstillstandserklärung.
Obwohl der Hauptbeitrag der Religion und der religiösen Führer zur Menschheit darin bestehen sollte, Einheit und Harmonie zwischen den Menschen zu gewährleisten und Extremismus, Terrorismus und Separatismus zu kritisieren, haben die armenische Kirche und der Klerus leider stets die Aggression unterstützt. Sie haben den Klerus in diesen Krieg miteinbezogen und versucht, den Konflikt auf religiöser Ebene darzustellen, um christliches Mitgefühl zu wecken.
Internationale Unterstützung für Aserbaidschan
Aserbaidschan unterhält freundschaftliche Beziehungen und Zusammenarbeit mit christlichen Nachbarländern wie Russland und Georgien ebenso wie mit muslimischen Nachbarländern wie der Türkei und dem Iran. In diesem Fall ist es unsinnig, nach einem religiösen Element zu suchen.
Gleichzeitig ist Aserbaidschan im Gegensatz zum aggressiven Armenien ein Land, in dem mehr als dreißigtausend Armenier wie Muslime, Christen, Juden und Vertreter anderer Religionen frei leben und in dem die armenisch-apostolische Kirche im Zentrum von Baku samt ihrer religiösen Bücher und Manuskripte vom Staat geschützt werden.
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Geschichte –
Kaukasus-Albanien und die Armenisierung der christlichen Geschichte von Karabach
In der Antike war Karabach ein Teil des alten aserbaidschanischen Staates Kaukasus-Albanien, der hauptsächlich aus Türken und kaukasischen Stämmen bestand.
2017 unterzeichnete US-Präsident Trump ein Gesetz zur Umsetzung und Ausweitung von Sanktionen mit dem Namen Countering America´s Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA). Diese Maßnahmen sollten bereits bestehende Sanktionen gegen Staaten wie Russland, dem Iran oder Nordkorea noch einmal verschärfen.
Durch diese Maßnahmen haben die USA die Möglichkeit, Strafmaßnahmen auf Personen und Unternehmen aus Drittstaaten auszuweiten, die mit den eigentlichen beschlossenen Sanktionen geschäftliche Beziehungen führen. Am Montag hatten die USA Strafmaßnahmen gegen das NATO-Mitglied Türkei bzw. gegen das Direktorat der Verteidigungsindustrie (Savunma Sanayii Başkanlığı) verkündet. Es ist ein unerhörter Vorgang die Türkei mit Staaten wie Nordkorea oder Iran gleichzusetzen.
Erste Anzeichen für Sanktionen der US-Administration gab es nach der Kaufentscheidung der türkischen Regierung hinsichtlich des russischen S-400 Flugabwehrsystems. Ihren Höhepunkt erreichten die Spannungen 2019 mit einem Brief des US-Verteidigungsministeriums, in dem das Pentagon die Türkei aus dem Programm des Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 als Partnerland strich, obwohl türkische Unternehmen über 900 Teile für dieses Flugzeug produziert hatten und die Türkei mehr als 1 Milliarde US-Dollar für dieses Projekt bereits ausgegeben hatte.
Strafmaßnahmen zielen direkt auf das Direktorat der türkischen Verteidigungsindustrie
Wenn im US-Senat ein Gesetz mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet wird, hat der US-Präsident keine Möglichkeit, dieses Gesetz mit seinem Veto zu verhindern und ist verpflichtet, es innerhalb von 30 Tagen zu unterschreiben. Die Strafmaßnahmen zielen direkt auf das Direktorat der türkischen Verteidigungsindustrie, dessen Direktor und weitere Kollegen, die an dem Kauf des russischen Flugabwehrsystems beteiligt waren. Welche konkreten Maßnahmen enthalten die Sanktionen?
In einem Gesetz heißt es, die genannten Personen würden keine Einreisevisa mehr in die USA erhalten, deren Vermögen in den Vereinigten Staaten eingefroren oder keine Banküberweisungen tätigen können. Darüber könnte man noch hinwegsehen, allerdings gibt es noch andere Punkte, die nicht zu unterschätzen sind. Ein Aspekt ist das Verbot, Verträge mit US-Dollar abzuschließen, bei dem zum Beispiel ein Land mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet und die Bezahlung des Geschäfts in der US-Währung erfolgen soll. Wenn dieses Geld von der US-Zentralbank geliehen werden sollte, würde dieses Gesetz greifen und die US-Behörden die Verleihung verhindern.
Ich habe einige Sanktionsmaßnahmen, die aus dem CAATSA-Gesetz gegen das türkische Direktorat für Verteidigungsindustrie sind, stichpunktartig zusammengefasst:
Ein Verbot der Unterstützung der US-Export-Import Bank für Exporte an das Direktorat für Verteidigungsindustrie
Keine Lizenzen für Produkte und Technologietransfer vergeben
Keine Kredite von US-Banken und Finanzinstitutionen
Die USA verpflichten sich, Darlehen, die von internationalen Finanzinstitutionen an das Direktorat für Verteidigungsindustrie gedacht sind, zu blockieren
Keine Geschäfte von Finanzinstitutionen mit der US-Zentralbank
Keine Ausschreibungen oder Verträge mit Personen oder Einrichtungen, die von den Sanktionen betroffen sind
Keine Bearbeitung von erwähnten Geschäften in der US-Währung
Keine Erlaubnis zur Eröffnung oder Bildung von Vermögenswerten in den USA, die von den Maßnahmen betroffen sind
Kein Verkauf von Vermögen oder die Gewährung eines Kredits in den USA an Personen oder Einrichtungen, die in den Strafmaßnahmen genannt wurden
Personen, die von Sanktionen betroffen sind, wird die Einreise in die USA verwehrt
Höhere Beamte und Vorstände, die mit dem Direktorat für Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten, sind ebenfalls von den Maßnahmen betroffen
Angekündigte Sanktionen schwächen das NATO-Militärbündnis
Die von Washington angekündigten CAATSA-Strafmaßnahmen gegen den NATO-Partner Türkei werden das nordatlantische Militärbündnis eher schwächen. Die USA hatten seit einiger Zeit bereits inoffiziell Strafmaßnahmen gegen die Rüstungsindustrie der Türkei eingeleitet, und mit diesem Gesetz wird es jetzt offiziell. Die Entscheidung der türkischen Regierung zur Anschaffung von russischen Flugabwehrraketen des Typs S-400 war ein wohlüberlegter geostrategischer Beschluss, weil die USA gleichzeitig einen Verkauf des US-Flugabwehrsystems Patriot Ankara verweigert haben und somit der Türkei keine Unterstützung gegen mögliche Luftangriffe gewähren wollten.
Die geografische Lage der Türkei und die instabile Lage in unmittelbarer Nachbarschaft sind weitere Faktoren, die bei der Anschaffung der russischen S-400 eine Rolle gespielt haben. Die von den Vereinigten Staaten vorgebrachte Argumentation, wonach geheime Informationen über das Tarnkappenkampfflugzeug F-35 über das russische Flugabwehrsystem S-400 an Moskau gelangen könnten, sind nicht stichhaltig.
Ambivalente Politik der USA gegenüber der Türkei
Ferner gibt es unterschiedliche Positionen über die Politik im Nahen Osten, im östlichen Mittelmeer und auch im Kaukasus. Der Vorwurf der USA und einiger anderer westlicher Verbündeter, die Türkei würde sich nicht wie ein NATO-Verbündeter verhalten, ist aus der Luft gegriffen. Tatsächlich sind es gerade diese Staaten, die die Türkei im Kampf gegen Terrororganisationen wie die PKK oder Daesh (IS) im Stich gelassen haben bzw. in Syrien die PKK/YPG massiv mit Waffen unterstützen und es zugelassen haben, dass diese circa 30 Prozent in Nordostsyrien besetzt hält.
Die Sicherheitsinteressen Ankaras wurden von den Regierungen dieser Staaten nicht ernst genommen, und die international als Terrororganisation eingestufte PKK wird nach wie vor unterstützt. Zu den Beziehungen der USA mit der Türkei erklärte der NATO-Botschafter der Vereinigten Staaten vor einiger Zeit in Brüssel, er sehne sich an die „good old days“ mit der Türkei zurück. Diese Aussage ist kein Zufall, weil die US-Administration einen „NATO-Verbündeten“ sich wünscht, der die Sicherheitsinteressen der USA in der Region in vollem Umfang umsetzt.
Washington und andere europäische Verbündete wollen auch keine Türkei, die ihre eigenen Technologien sowie Waffensysteme entwickelt und damit unabhängig handelt. Das ist auch der Grund, warum diese Staaten wegen der zunehmenden Unabhängigkeit der Türkei im Rüstungssektor sich besorgt äußern.
Das grundlegende Ziel der Türkei bei der Beschaffung des russischen Flugabwehrsystems bestand darin, den eigenen Luftraum gegen feindliche Angriffe zu schützen und der türkischen Regierung steht es frei, welche Systeme sie nutzt, zumal es einige andere NATO-Staaten wie Griechenland oder Bulgarien gibt, die die russischen S-300 Flugabwehrraketen in ihrem Bestand haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Türkei ihre eigenen Luftabwehrsysteme dieser Reichweite produziert und nutzt, da die türkischen Hersteller bereits erfolgreich Flugabwehrraketen mit kürzerer und mittlerer Reichweite getestet haben.
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Rüstungstechnologie –
Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet
Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.
Egal, ob Sie saisonale Kleidung suchen, oder etwas zum Überziehen, wenn es nachts etwas kälter wird, es lohnt sich, die richtigen Optionen zu haben. Warum also nicht die Optionen für maßgeschneiderte Hoodies und Pulloverzusammen mit Sweatshirts noch heute erkunden? Indem Sie die richtige Wahl treffen, haben Sie es immer warm und bequem und sehen dabei auch noch gut aus. Hier ein paar Tipps, die hilfreich sein könnten.
Welches Material funktioniert am besten?
Sie finden maßgeschneiderte Hoodies und Sweatshirts in fast allen Varianten, von natürlichen Fasern bis hin zu großartigen Fasermischungen. Dasselbe gilt für Pullover. Sie sollten sich für eine pflegeleichte Option entscheiden, die sich gut auf der Haut anfühlt. Vermeiden Sie raue oder kratzige Materialien. Ziel ist es, sicherzustellen, dass sich das Kleidungsstück vom Anziehen bis hin zur Aussortierung in den Wäschekorb bequem anfühlt.
Und was ist mit der Passform?
Sie sollten ein paar Dinge bedenken, wenn Sie die Passform von maßgeschneiderten Hoodies, Pullovern und Sweatshirts in Betracht ziehen. Die Größe sollte so gewählt sein, dass Ihre Bewegungsfreiheit in keiner Weise eingeschränkt ist. Wenn Sie sich irgendwie eingeschränkt fühlen, nehmen Sie die nächstgrößere Größe, oder eine, die breiter geschnitten ist.
Denken Sie daran, dass Sie sich für ein lässiges Kleidungsstück entscheiden, daher ist es in Ordnung, wenn der Pullover, das Sweatshirt oder der maßgeschneiderte Hoodie nicht figurbetont passen. Probieren Sie verschiedene Größen und Schnitte aus und schauen Sie einfach. Solange Ihnen die Passform gefällt, ist das Kleidungsstück auch genau das Richtige für Sie.
Sie bevorzugen Pullover?
Ein maßgeschneiderter Pullover mit Kapuze ist die Standardwahl der meisten Menschen. Stellen Sie sicher, dass er leicht über den Kopf geht. Dasselbe gilt für Sweaters oder Sweatshirts. Idealerweise sollte das Kleidungsstück so über den Kopf passen, dass das Material nicht gedehnt wird. So sieht der Pullover oder jedes andere Kleidungsstück auch noch lange gut aus.
Denken Sie daran, dass es für alle drei Kleidungsstücke noch weitere Optionen gibt. So gibt es zum Beispiel viele Optionen mit Reißverschluss. Bei Hoodies ist dies sehr gängig, selbst bei den maßgeschneiderten Versionen. Es ist eher selten, dass Sie ein Sweatshirt mit Reißverschluss finden, aber bei einem maßgeschneiderten Design könnten Sie dieses Element hinzufügen.
Was für eine Personalisierung möchten Sie?
Überlegen Sie sich, was für eine Art von Personalisierung am besten funktionieren würde. Personalisierte Hoodies könnten zum Beispiel einen Namen, ein Bild oder ein Zitat haben, das Ihnen gefällt. Wenn Sie und Ihre besten Freunde eine Art privaten Club haben, dann würden der Name und das Logo gut aussehen. Denken Sie daran, dass Sie auch auf die Personalisierung verzichten können, wenn Ihnen das besser gefällt.
Welche Farben stehen Ihnen?
Denken Sie an die Farbe Ihrer Augen, Haare und auch an Ihren Hautton, wenn Sie nach maßgeschneiderten Kleidungsstücken suchen. So wissen Sie in etwa, welche Farben am besten funktionieren würden. Vielleicht haben Sie braune Haare und Augen? Dann wäre Dunkelgrün eine gute Option für Sie. Welche Farben mögen Sie am liebsten? Sobald Sie das wissen, wird es nicht schwer sein, einen einzigartigen Farbton zu wählen, der perfekt zu Ihnen passt.
Indem Sie sich für maßgeschneiderte Sweater oder personalisierte Hoodies entscheiden, können Sie Ihrem Kleiderschrank etwas Kick verleihen. Was tragen Sie am liebsten, und welche Designs gefallen Ihnen am besten? Mit etwas Planung werden Sie schon bald tolle, neue Kleidungsstücke zum Tragen haben, wenn das Wetter etwas kälter wird.
Sontra – Fünf Kinder, deren Lebensmittelpunkt seit ihrer Geburt Deutschland war, wurden zusammen mit ihren Eltern in der Nacht zum 4. Dezember 2020 in die Türkei abgeschoben. Der Vater lebt schon seit 30 Jahren in Deutschland, alle Kinder sind dort geboren. Die Polizei soll bei der Abschiebung nicht gerade zimperlich vorgegangen sein. Angehörige und Freunde der Familie Akyüz haben nun eine Petition gestartet, die die Annullierung der Abschiebung der Familie zum Ziel hat. Nach Aussagen des Familienvaters von fünf Kindern, Mahmut Akyüz, lebt er schon seit seinem 11. Lebensjahr in Deutschland. Mit seiner Frau Fatma wurde das hessische Sontra zu ihrer Heimat. Dort wurden auch alle Kinder der Familie, Ferdi (19), Bilal (18), Mesut (17), Sahra (15) und Mohamed (13) geboren. Die Kinder seien dort in ihren Schulen und in ihrem deutschen Umfeld stark verwurzelt. Ferdi, der Älteste, habe gerade seinen Realschulabschluss absolviert und sei auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Brüder Bilal und Mesut besuchten beide eine Berufsfachschule und die beiden jüngsten Geschwister Sahra und Mohamed gingen im Gymnasialzweig der örtlichen Gesamtschule in die 9. bzw. die 7. Klasse. Wie die Werra-Rundschau berichtet, sei die Abschiebung für die ganze Familie sehr überraschend und nicht nachvollziehbar gekommen. Mahmut Akyüz wandte dazu bei der Werra-Rundschau ein, die Duldung der Familie sei nicht abgelaufen gewesen. “Man hat uns behandelt wie Terroristen”, wird Mahmut Akyüz zitiert. Das Vorgehen der Polizei sei brutal gewesen. Die Polizei habe nachts gegen 2 Uhr die Haus- und Wohnungstüren aufgebrochen und sich so Zugang zur Wohnung der Familie verschafft. Wie die Werra-Rundschau weiter berichtet, sei laut Aussage der Familie, Mahmut Akyüz sowie sein Sohn Bilal gefesselt worden, Mutter Fatma wurden angeblich am Frankfurter Flughafen Fußfesseln angelegt. Laut dem Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißen, Alexander Först, sei dies aus Eigensicherheitsgründen notwendig gewesen. Das Verhalten des Vaters war nach dessen Aussagen in einem sehr emotional aufgewühlten Zustand und daher schwer einschätzbar gewesen. Auch bei der Mutter seien aus reinen Sicherheitsgründen die Fußfesseln zum Einsatz gekommen. Die Bundespolizeidirektion vom Flughafen Frankfurt a.M. sagte dazu, dies seien Hilfsmittel des unmittelbaren Zwanges. Der Grund der Abschiebung sei bisher noch völlig unklar, für die Familie sei die Abschiebung mehr als überraschend gekommen. Die Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP) Kassel, Katrin Walmanns, begründete die Abschiebung gegenüber der Werra-Rundschau so: “Alle Familienmitglieder sind seit Langem vollziehbar ausreisepflichtig. Die Frist zur freiwilligen Ausreise ist ungenutzt verstrichen. Daraufhin wurde die Ausreise zwangsweise durchgeführt.” Wann allerdings diese Frist abgelaufen sein soll, darüber könne das RP aufgrund des Datenschutzes nichts sagen. Dem widerspricht der Familienvater Mahmut Akyüz, die Duldung seiner Familie sei nicht abgelaufen gewesen. Sie seien weder über die Fristen noch über die Abschiebung selber informiert worden. Die dazugehörigen Informationen wären ihnen erst am Flughafen überreicht worden. Laut Werra-Rundschau hätte das RP Kassel hierzu erklärt, dass Betroffene zu Beginn über die Abschiebung aufgeklärt werden und sie würden dabei aufgefordert, das Nötigste zusammenzupacken. Am Flughafen würden sie dann der Bundespolizei übergeben. Bei sicherheitsbegleiteten Flügen würden Betroffene im Flugzeug begleitet. In einem Videochat mit der Werra-Rundschau erzählten die Familienmitglieder, dass sie bei Verwandten in Istanbul untergekommen seien. Nach Informationen der Zeitung war die Stimmung bei dem Gespräch sehr emotional aufgeladen. “Wir sind alle traumatisiert”, sagte Mahmut Akyüz. Dabei ließen sie die Nacht der Abschiebung noch einmal Revue passieren. Sie wären von einem lauten Poltern im Haus aufgewacht. Für den 13-jährigen Mohamed Akyüz sei die Situation besonders dramatisch gewesen, “Die haben die ganze Zeit ihre Hand an der Waffe gehalten”, berichtet er immer noch traumatisiert. “Ich habe so sehr gezittert, ich konnte mich kaum bewegen und kaum atmen”, schilderte die 15-jährige Sahra die Situation. Doch das Drama setzte sich am Flughafen fort. Laut den Aussagen des Vaters durften sie nichts mitnehmen und auch keine Anrufe tätigen und niemandem Bescheid geben. Damit die Beamten ihm die Handfesseln anlegen konnten, habe sich ein Polizist mit seinem Knie auf seinen Bauch gestützt. Davon habe er immer noch Schmerzen. Mahmut Akyüz hatte Angst, dass man ihnen etwas antun würde. Er behauptet auch, dass dies keine normale Abschiebung gewesen sei. Nachdem im Auto auch der Sohn Bilal mit Kabelbindern gefesselt worden sei, hätte man der Mutter am Flughafen in Frankfurt Fußfesseln angelegt. Drastische Maßnahmen wurden der Familie auch am Flughafen auferlegt. Sie mussten sich demnach alle nackt ausziehen, dabei seien sämtliche Körperöffnungen kontrolliert worden. Für den 19-jährige Sohn Ferdi Akyüz war dieses Erlebnis besonders menschenunwürdig. Ziemlich tragisch ist die Situation für die Kinder. Alle fünf in Deutschland geboren und aufgewachsen, haben sie deutsche Schulen besucht und beherrschen die deutsche Sprache besser, als Türkisch. “Ich fange jetzt von vorne an”, sagte die 15-jährige Sahra Akyüz in dem Video-Chat. Der Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner beschreibt den Vorgang der Polizei im Haus der Familie Akyüz allerdings als weniger hektisch. Er betonte, dass die Familie durch die Polizei eine ausführliche Begründung sowie Aufklärung zur Abschiebung erhalten hätte. Ebenfalls sei ihnen genügend Zeit zugestanden worden, um persönliche Dinge zu regeln, zu packen und die Information gefühlsmäßig zu verarbeiten. Der Polizeisprecher betonte dabei gegenüber der Werra-Rundschau, dass die Polizei auf Aufforderung des Regierungspräsidiums gehandelt hätte. Die Familie sei nach seinem Kenntnisstand seit mehreren Jahren vollziehbar ausreisepflichtig gewesen. Auch die Fesseln bei den einzelnen Familienmitgliedern sowie die nackte Untersuchung sei aus Sicherheitsgründen gerechtfertigt gewesen. Derartige Verfahren fänden bei Flügen, die von Polizisten begleitet würden, immer statt. Angehörige und Freunde der Familie Akyüz haben nun eine Petition gestartet, die die Annullierung der Abschiebung der Familie zum Ziel hat. Darin betonen sie, dass es den Prinzipien der Menschlichkeit widerspricht, was dieser Familie angetan wurde. Wörtlich steht in der Petition, die von Leon Volkenant, Rabia und Leyla Akyüz unterzeichnet ist, folgendes:
Es widerspricht unseren Prinzipien von Menschlichkeit, dass dieser Familie durch unseren Staat ein so großes Leid zugetragen wird. Die beiden Eltern und ihre 5 Kinder, die der türkischen Sprache nicht einmal mächtig sind, befinden sich nun völlig hilflos, irgendwo in der Türkei. Die größtenteils minderjährigen oder gerade erst erwachsenen Kinder und ihre Eltern wurden ohne Vorwarnung und ohne bekannten Grund aus ihrer Heimat gerissen, von ihren Freunden und Verwandten getrennt und ihrer Existenzgrundlage bestohlen, die die Eltern 21 Jahre lang für sich und ihre Kinder hier in Deutschland errichtet haben.
Eine weitere Unterstützerin:
Kinder ausländischer Eltern in Deutschland müssen sich darauf verlassen können, dass sich Anstrengung in unserer Gesellschaft lohnt und sie nicht jederzeit abgeschoben werden könnten. Ein Gefühl von Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Ein Aufwachsen auf einem Schleudersitz dagegen, nach 13 bis über 20 Jahren nachts aus der eigenen Gesellschaft gerissen zu werden, traumatisiert die Betroffenen, ihr gesamtes Umfeld und sendet ein fatales politisches Signal von Willkür und Ignoranz, schürt Unsicherheit. Noch dazu während einer Pandemie und kurz vor Weihnachten eine solche Entscheidung zu treffen und umzusetzen, macht fassungslos.
Ankara – Um gegen die Wasserknappheit vorzugehen, hat die türkische Regierung den Bau von 150 sogenannten unterirdischen Dämmen angekündigt.
Die Regierung habe einen Aktionsplan entworfen, der voraussichtlich Anfang 2021 in Kraft treten wird. Der neue Aktionsplan zielt darauf ab, Maßnahmen zur Steigerung der effizienten Wassernutzung und zur Eindämmung des Rückgangs der Wasserressourcen in unterirdischen Dämmen einzuführen. Etwa 150 Dämme werden gemäß dem Plan gebaut, um das Verdampfen von unterirdischem Wasser zu verhindern. Die Dämme werden dort gebaut, wo Wassererhaltung notwendig ist, berichtet die englischsprachige Daily Sabah.
Unterirdischer Damm
Ein unterirdischer Damm ist eine Anlage, die Grundwasser in Erdschichten speichert und Grundwasser auf nachhaltige Weise nutzt. Diese Dämme haben viele Vorzüge, die Oberflächendämme nicht haben, z. B. wird das Land nicht überflutet, um Wasser zu speichern, und es besteht keine Gefahr eines Bruchs aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen.
Spannungen durch Wasserknappheit
Experten gehen aufgrund aufkommender Wasserknappheit von geopolitischen Konflikten und zwischenstaatlichen Spannungen für das 21. Jahrhundert aus. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Boutros Boutros-Ghali, warnte
bereits im Jahre 1990: „Um Wasser wird es Kriege geben“. Überregionale Konflikte seien vor allem an grenzüberschreitenden Flüssen denkbar, so der Infobrief „Wasser und Frieden“ des Deutschen Bundestages. Besonders der Nahe Osten sei betroffen. „In keinem anderen Gebiet prägen Wasserstreitigkeiten den politischen Alltag in gleichem Maße.“
Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen werden bis zum Jahr 2025 rund zwei Drittel der Menschheit unter Wasserknappheit oder gar Wassermangel leiden.
Schon vor vielen Jahren kam es zur sogenannten Landflucht. Dieser Effekt resultierte vor allem daraus, weil die Menschen eine Chance mit dem Umzug in die Stadt sahen. Hier standen sowohl die Arbeitsplätze zur Verfügung als auch alle Möglichkeiten, um die gewünschten Bildungseinrichtungen zu besuchen. Doch die Problematik in den Großstädten ist heutzutage nicht mehr zu übersehen. Bezahlbare Wohnungen werden immer seltener. Um diese unhaltbare Situation zu ändern, bleibt nur die Möglichkeit, den bestehenden Wohnraum umfassend aufzuwerten. degag-wohnen.desorgt genau für diese dringend benötigten Änderungen. Die Aufwertung der ImmobilienNatürlich sorgt die Aufwertung der Immobilien für die Zufriedenheit der Bewohner. Doch vor allem sorgt dieses Vorgehen auch für eine echte Zukunft der Immobilien. Das Stadtbild wird durch diese Quartiersentwicklung nachhaltig beeinflusst. Auf Grund der Tatsache, dass man die Wohnanlagen entsprechend lebenswerter und ansprechender macht, sorgt das für die Revitalisierung ganzer Stadtviertel.Bei nachhaltiger Quartiersentwicklung liegt das Hauptaugenmerk darauf, den bereits bestehenden Wohnraum optimal zu nutzen und zu verbessern. Hier geht es weit weniger darum, weitere Flächen zu verdichten. Vor allem aber soll vermieden werden, dass Objekte verfallen. Der Grundgedanke liegt hier viel eher darin, die Gebäude umfassend zu sanieren und die Renovierung und Modernisierung für die Wohnquartiere zu realisieren. So sieht der Wandel auf dem deutschen Immobilienmarkt ausDer Wandel, der sich in den letzten Jahren auf dem deutschen Immobilienmarkt abzeichnet, hat viele unterschiedliche Gründe. Zum einen erhöht sich das Durchschnittsalter der Deutschen deutlich, zum anderen nimmt die Zahl der Ein- und Zwei-Personenhaushalte immer mehr zu. Gleichzeitig werden nicht annähernd so viele neue Wohnungen neu gebaut, wie nötig wären. Daraus resultiert, dass die Immobilienpreise stetig steigen. Das Resultat ist immer weniger bezahlbarer Wohnraum. Ein weiteres Problem beschreibt die Tatsache, dass nicht nur Wohnungen insgesamt absolute Mangelware sind, sondern vor allem, dass die Bedürfnisse vieler Menschen überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden können. Die Wohnungen sind häufig einfach viel zu klein, um ganzen Familien einen Platz zu bieten. Für Geringverdiener, Senioren und Alleinerziehende stellt sich die Situation am allerschlimmsten dar. Die nachhaltige Quartiersentwicklung der DEGAGUm den Missständen entgegenwirken zu können, achtet die DEGAG darauf, dass bei Quartiersentwicklung die Standorte möglichst attraktiv sind. Damit einher geht, dass es hier sowohl gute Verkehrsanbindung als auch Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten geben sollte. Vor allem aber muss der bereits bestehenden Wohnraum optimal genutzt und verbessert werden. Anlässlich dessen dreht es sich hier nicht nur um die äußere Umsetzung der Wohneinheiten, sondern vor allem um die Instandhaltung der Immobilien. Hier sind gleichzeitig aufwändige Arbeiten in den Wohnungen und an den Gebäuden notwendig. Des Weiteren müssen ebenso die umliegenden Grünanlagen eine Aufwertung erfahren. Durch diese Maßnahmen soll langfristig ein hoher Wohnstandard gehalten werden kann. Nachhaltige Quartiersentwicklung bedeutet soziale Verantwortung Bei einer nachhaltigen Quartiersentwicklung geht es vordergründig darum, auch eine soziale Verantwortung zu übernehmen. Hier geht es darum, dass durch Aufwertung des Stadtteils nicht plötzlich die ansässige Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten verdrängt wird.Hier geht es keinesfalls darum, kostspielige Luxuswohnungen zu kreieren. Das Resultat soll viel eher sein, den bereits langjährigen Bewohnern mit diesen Maßnahmen ein sicheres, bezahlbares und modernes Zuhause zu bieten. Die Zukunft soll den Bewohnern ein Gefühl der Gemeinschaft und der Zugehörigkeit zurückgegeben und sowohl die Wohnung als auch das Viertel wieder lebenswert machen.Wichtige Einblicke in die DEGAG Deutsche Grundbesitz AGDie DEGAG ist eines größten eigentümergeführten mittelständischen Wohnungsunternehmen. Zu ihrem Besitz gehören zahlreiche Wohnanlagen. Sie befinden sich überwiegend im Norden und im Westen Deutschlands. Zum einen gibt es einen großen Pool an Wohnungen, der durch die DEGAG vermietet wird, doch zum anderen legt die DEGAG vor allem Wert auf eine Aufwertung ihres Immobilienbestands. Diese Maßnahmen führen nicht nur zu einer Wertsteigerung der Objekte, sondern vor allem zur Wiederbelebung von ganzen Wohnquartieren. Auf diese Weise entsteht endlich wieder bezahlbarer Wohnraum für die ursprünglichen Bewohner. Genau um diese Tatsache geht es und dieses Problem hat sich die DEGAG zur Aufgabe gemacht. Darum wählt man hier aus dem eigenem Immobilienbestand attraktive Standorte aus. Hier soll der bestehende Wohnraum optimal genutzt und verbessert werden. Wichtig sind daher nicht nur gute Verkehrsanbindung, sondern zudem muss das ausgewählte Quartier auch noch entsprechende Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bieten. Ein Hauptbestandteil der Quartiersentwicklung liegt schlicht und ergreifend darin, die Viertel für seine Bewohner wieder lebenswert zu gestalten.Das alles trägt vor allem dann ernsthafte Früchte, wenn nach der Revitalisierung die Immobilien dann auch entsprechend instand gehalten werden. Damit verbunden sind aufwändige Arbeiten in den Wohnungen, an den Gebäuden und ebenso an den Grünanlagen. Nur auf diese Art und Weise lässt sich ein hoher Wohnstandard auf lange Sicht garantieren. Durch die Quartiersaufwertung der DEGAG werden die Immobilien auf der einen Seite stark verbessert, auf der anderen Seite wirken sie sich auch sehr positiv auf das gesamte Stadtbild aus. Damit werden ganze Städte auf Dauer wieder hochgradig aufgewertet.