Corona-Krise
Türkei: Gesundheitsminister Fahrettin Koca fordert zur Impfung auf

Ankara – Während auch zahlreiche Deutschtürken sich noch vehement gegen eine Impfung stellen und hinter den weltweiten Impfkampagnen einen perfiden Plan des Microsoft-Gründers Bill Gates zu einer Bevölkerungskontrolle sehen, hat der türkische Gesundheitsminister die Menschen erneut zur Impfung aufgefordert. „Wir möchten diejenigen, die noch unentschlossen sind, daran erinnern, sich impfen zu lassen: Die Menschheit ist bereit, sich impfen zu lassen“, sagte Fahrettin Koca in einem Tweet und fügte hinzu, dass nur in Ländern, die keine Impfstoffe liefern können, die Impfraten niedrig seien. Koca erklärte, dass einige der 81 Provinzen des Landes relativ niedrige Raten bei der zweiten Impfdosis aufweisen, obwohl sie das Ziel der ersten Dosis in kurzer Zeit erreicht haben. „Wir haben acht Provinzen mit einer zweiten Dosisrate von weniger als 65 Prozent und 59 Provinzen mit weniger als 80 Prozent, obwohl die erste Dosis der Impfung [Kampagne] in kurzer Zeit erfolgreich war“, so Koca. In mehreren südöstlichen Provinzen, darunter Şanlıurfa, Mardin, Diyarbakır, Bingöl, Muş, Bitlis, Siirt und Batman, liegt die Durchimpfungsrate immer noch unter 65 Prozent. Koca machte „Zögern und offener Widerstand gegen Impfstoffe“ als die Hauptursachen für die niedrigen Raten verantwortlich. Erdogan fordert zur Impfung auf Auch der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat die Bevölkerung wiederholt aufgefordert, sich Impfen zu lassen. „Alle Bürgerinnen und Bürger haben leichten Zugang zu dem Impfstoff, und er ist kostenlos. In Anbetracht der Probleme, mit denen andere Länder konfrontiert sind, ist dies ein großer Erfolg. Wir wollen die Menschen nicht dazu zwingen, sich impfen zu lassen, aber wir müssen die Chance nutzen, die der Impfstoff als wirksamste Waffe gegen die Pandemie bietet“, so Erdogan am 6. September. In einer Videobotschaft zum muslimischen Feiertag erklärte Erdogan, dass es keine Probleme mit der Versorgung mit dem COVID-19-Impfstoff gebe, und forderte alle Menschen über 18 Jahren auf, sich impfen zu lassen. Die Impfrate im Land sei im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt auf einem „guten Niveau“. Der Rückgang der Zahl der Todesfälle durch Impfungen spiele eine wichtige Rolle für die Moral der Nation, sagte Erdogan. Die beste Verteidigung gegen die Pandemie sei die Impfung zusammen mit Maßnahmen wie Hygiene, Maske und Abstandsregeln. Auch DITIB empfiehlt Impfung Auch der türkische Islamverband DITIB empfahl eine Impfung. „Als Religionsgemeinschaft tragen wir Verantwortung füreinander und miteinander“, sagte Kazim Türkmen, Vorsitzender des DITIB-Bundesverbands und Hausherr der Zentralmoschee in Köln, gegenüber EPD. Die DITIB empfehle ihren Mitglieder, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. berichtete DOM Radio. 119,3 Millionen Impfungen Die Türkei hat seit dem Start einer Impfkampagne im Januar dieses Jahres über 119,3 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff verabreicht, so die am Sonntag veröffentlichten offiziellen Zahlen. Mehr als 56,03 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten und mehr als 50,03 Millionen wurden vollständig geimpft, so das Gesundheitsministerium. Über 11,89 Millionen Menschen sei zudem eine dritte Auffrischungsimpfung verabreicht worden. Seit Dezember 2019 hat die Pandemie nach Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University mehr als 5,14 Millionen Todesopfer in mindestens 192 Ländern und Regionen gefordert, wobei weltweit mehr als 257 Millionen Fälle gemeldet wurden.

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– Corona-Pandemie – Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Der in Österreich lebende Imam Tarafa Baghajati hat auf Facebook zum Impfen aufgerufen.  Baghajati klärt aus islamischer Sicht über soziale, rechtliche und moralische Aspekte der Corona-Impfung auf.

Islamischer Gelehrter: Corona-Impfung ist religiöse Pflicht

Klimawandel
Türkei: Niedrigsten Niederschläge in zwei Jahrzehnten

Ankara – Laut einem vom staatlichen Wetterdienst veröffentlichten Jahresbericht verzeichnete die Türkei im vergangenen Jahr die niedrigste Niederschlagsmenge seit zwei Jahrzehnten. „Die Niederschläge gingen um 16 Prozent im Vergleich zu den Niederschlägen vor einem Jahr und um 19 Prozent im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt zurück“, heißt es in dem Bericht. Laut dem Bericht erlitt die südöstliche Region des Landes mit 39 Prozent den größten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Niederschläge in der Marmara- und der Schwarzmeerregion blieben auf demselben Niveau, während die Niederschlagsmenge in der Ostregion um 32 Prozent und in den Mittelmeerprovinzen um 24 Prozent zurückging, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu mit Hinweis auf den Bericht. In Zentralanatolien betrug der Rückgang rund 22 Prozent, heißt es weiter. In der Schwarzmeer- und der Marmararegion regnete es an 125 Tagen im Jahr, während in den südöstlichen Provinzen mit etwa 60 Tagen im Jahr die niedrigste Niederschlagsmenge verzeichnet wurde. Erdogan: Wasser wichtigster strategischer Wert des nächsten Jahrhunderts Der türkische Präsident bezeichnete Wasser als den „strategischsten Wert“ des nächsten Jahrhunderts und betonte, dass der Druck auf die Wasserressourcen jedes Jahr zunehme. Präsident Recep Tayyip Erdogan betonte die Bedeutung der Wasserressourcen für die Zukunft sowie den Ansatz und die Bemühungen der Türkei in dieser Hinsicht. „Der Schutz der Wasserressourcen vor ihrer Erschöpfung, ihre effiziente Nutzung und ihre ordnungsgemäße Bewirtschaftung sind heute eher ein Muss als eine Wahl“, sagte er während der Wasserratstagung im Oktober.

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– Landwirtschaft – Getreideertrag in der Türkei durch Dürre gefährdet

Laut einer Prognose des türkischen Statistikinstituts (TÜİK) droht aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschläge ein starker Rückgang der Getreideproduktion im ganzen Land.

Getreideertrag in der Türkei durch Dürre gefährdet

Tourismus
Sommer 2022: Griechenland, Mallorca und Türkei liegen vorn

Die Buchungen für den Reisesommer 2022 ziehen weiter an. „Wir sehen auch im kommenden Jahr einen hohen Nachholbedarf beim Thema Reisen, hier erwarten wir vor allem bei Fernreisen überdurchschnittliche Zuwächse“, sagt Stefan Baumert, Vorsitzender der TUI Deutschland Geschäftsführung anlässlich der Vorstellung des Sommerprogramms 2022. USA, Malediven, Mauritius und Dominikanische Republik führen Liste der Fernreiseziele an Erste Fernreisetrends für den Sommer zeichnen sich bereits ab. Nachgefragt werden derzeit vor allem die USA, Malediven, Mauritius und die Dominikanische Republik. Insgesamt werden wieder das östliche und westliche Mittelmeer die Urlaubsfavoriten sein. Wichtige Ziele wie die Balearen, Griechenland und die Türkei zeigen aktuell die höchsten Vorausbuchungen. „Die Menschen wollen wieder besondere Momente erleben und sehnen sich nach Begegnungen, davon profitiert vor allem das Reisen“, so Baumert. Auch im Sommer 2022 wollen sich Urlauber mehr leisten und greifen zu höherwertigen Reisen. „Wir sehen aktuell, dass Suiten und Poolzimmer zuerst gebucht werden. Die Menschen sind bereit, bis zu einem Viertel mehr für ihren Urlaub auszugeben“, so Baumert. Frühbucherpreise für Urlauber attraktiver als Last-Minute-Buchungen Wer schon jetzt seinen Sommerurlaub bucht, profitiert von günstigen Frühbucherrabatten. „Wir haben hier vor allem die Familien im Blick – die klassischen Frühbucher, die meist auf Ferienzeiten angewiesen sind“, so Hubert Kluske, Marketing und Vertriebsgeschäftsführer TUI Deutschland. Aktuell reisen Kinder im Sommer 2022 zu zahlreichen Stranddestinationen bereits ab 99 Euro und in vielen Autoreisezielen wohnen sie sogar kostenfrei. „Die Auswahl an begehrten Familienzimmern ist im Frühbucherzeitraum noch groß. Diese Zimmerkategorie ist traditionell am schnellsten ausgebucht“, weiß Kluske. Große Vielfalt mit weltweit 80.000 Unterkünften Anders als im vergangenen Sommer sind im nächsten Jahr wieder fast alle Flugziele bereisbar, was sich auch in der Vielfalt des Angebots widerspiegelt: Über 80.000 Unterkünfte stehen bei TUI aktuell weltweit zur Auswahl, allein über 16.000 in Autoreise-Regionen. Darunter befinden sich wieder viele exklusive Hotels, die nur bei TUI buchbar sind. Neuzugänge gibt es im Sommer bei TUI Blue, TUI Kids Club und RIU. Vier neue TUI Kids Clubs eröffnen an der polnischen Ostseeküste, in Venetien, an der türkischen Riviera und auf Kos. Auch der Expansionskurs von TUI Blue wird fortgesetzt. Zum Sommer haben deutsche Urlauber insgesamt 13 TUI Blue-Hotels in der Türkei, auf den Balearen, in Griechenland, Ägypten, Zypern, Italien sowie auf den Malediven und in der Dominikanischen Republik neu zur Auswahl, darunter das TUI Blue Sensatori Biomar auf Mallorca, das TUI Blue Olhuveli Romance als erstes Hotel der Marke auf den Malediven, das TUI Blue Puntamare in Sizilien sowie das TUI Blue Sensatori Cap Cana bei Punta Cana. Das Fernweh wächst, Nordamerika ist zurück Nach und nach öffnen immer mehr Fernreiseziele wieder für deutsche Urlauber. Neben den Malediven, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Dominikanischen Republik oder Mauritius, die schon seit längerem für Urlauber geöffnet haben, bietet TUI auch wieder Reisen in andere Länder wie zum Beispiel die USA, Kanada, Südafrika, Namibia, Kenia, Thailand und Mexiko an. Nordamerika zählt vor allem in den Sommermonaten zu den beliebtesten TUI-Fernreisezielen. „Allein die Ankündigung der Öffnung von den USA für Touristen hat die Nachfrage beflügelt. Das zeigen die Buchungseingänge bereits deutlich“, so Baumert. Überproportional wird New York nachgefragt. Passend dazu hat in diesem Jahr das zweite RIU Hotel am Times Square eröffnet. Aktuell bietet TUI auch attraktive Frühbucher-Preise für Camper in den USA. Bei einer Buchung bis zum 22. Dezember gilt ein Frühbucherrabatt von 15 Prozent. Mit über 40 Stationen hat der TUI-Partner Cruise America die größte Stationsauswahl in den USA. Bei Bus-Rundreisen in den USA und Kanada sparen Frühbucher bis zu 150 Euro pro Vollzahler bei Buchung bis 8. Januar (Kanada) bzw. 15. Januar 2022 (USA). Neu im Programm sind Kleingruppenreisen im nördlichen Kanada. Die Arctic Ocean Dream & Dempster Highway Tour führt nach Yukon und in die Northwest Territories inclusive einer Überquerung des nördlichen Polarkreises und einer Fahrt auf dem Dempster Highway bis an den arktischen Ozean. Autoreisen bleiben gefragt – Erstes TUI-Hotel in Polen geht an den Start Die Deutschen werden auch im Sommer 2022 wieder oft mit dem Auto in den Urlaub starten, denn Reisen im eigenen Land und auch in die Nachbarländer Österreich, Schweiz und Italien haben sich in diesem Jahr als beliebte Ziele bewährt. Polen, und hier insbesondere die polnische Ostseeküste, wird in 2022 stärker in den Fokus rücken. Neu in Polen ist das Vier-Sterne-Familienresort TUI Kids Club Bel Mare in Misdroy bei Swinemünde mit großen Familien-Apartments und einem Wasserrutschen- und Spraypark. Es ist das erste TUI-Markenhotel in Polen. TUI baut bei Autoreisen das Angebot an Ferienhausresorts und naturnahen sowie außergewöhnlichen Unterkünften weiter aus. Deutschland punktet mit vielen neuen und trendigen Unterkünften, beispielsweise mit dem stylischen und nachhaltigen Boutiquehotel „Me and all Kiel“ an der Kieler Förde und zahlreichen Neuzugängen der Hotelkette „the niu“. Städtereisen mit Comeback im Sommer „Städtereisen werden im Sommer eine Renaissance erleben“, so TUI Deutschland-Chef Baumert. TUI erwartet Nachholeffekte für Städtereisen, auch in Kombination mit Shows und Musicals, die jetzt wieder an den Start gegangen sind. Die Hotelpreise, insbesondere in großen Metropolen, sind aktuell besonders attraktiv, weil das Geschäftsreisesegment noch nicht komplett zurück ist. TUI hat zahlreiche Städtehotels in Europa neu im Programm. Ausgebaut wurde das Angebot vor allem in Deutschland, Rom, Venedig, Lissabon, Amsterdam, Edinburgh und Prag. Neuzugang ist zum Beispiel das Mama Shelter Prague, ein Lifestyle-Hotel für junge Leute. Neu in der Ferne ist das Riu Plaza Manhattan Times Square. Das Angebot an flexiblen Raten mit Stornooption bis 18 Uhr am Anreisetag wurde für den Sommer 2022 weiter ausgebaut und ist in 42.000 Hotels weltweit buchbar. Besonders stark nachgefragt wird dieser Ratentyp für Buchungen in Deutschland und Österreich. Büro am Strand: Workation@Robinson und Workation@TUI Blue gefragt Der neue Trend, Arbeit und Urlaub zu verbinden, nimmt immer mehr an Fahrt auf, da auch im kommenden Jahr Homeoffice und flexible Arbeitszeiten vielerorts die neue Normalität sein werden. Unter Workation@Robinson und Workation@TUI Blue bieten zahlreiche Hotels eigene Zimmerkategorien mit einer speziellen Büroausstattung an. Das Angebot wird zum Sommer 2022 weiter ausgebaut. Insgesamt bieten im Sommer 24 Hotels der Marken Robinson, TUI Blue und TUI Magic Live Workation an. Neu dabei sind das TUI Blue Riu Tikida Garden und TUI Blue Riu Tikida Beach in Marokko sowie die Robinson Clubs Nobilis, Schlanitzen Alm, Arosa und Fleesensee. Grüne Reisen immer beliebter – Plastikfreier Urlaub auf den Balearen Ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen ist für Viele mittlerweile eine Lebenseinstellung, die eine immer größere Rolle spielt – auch bei der Urlaubsentscheidung. Konzernweit haben seit 2015 43 Millionen TUI-Urlauber in grünen Hotels übernachtet. Diese Hotels verfügen über eine Nachhaltigkeitszertifizierung, wie fast alle TUI Hotels & Resorts und setzen konkrete Umweltverbesserungen um, wie die Reduktion von durchschnittlich 10 Prozent weniger CO2, 24 Prozent weniger Abfallvolumen und die Nutzung von 23 Prozent mehr grüner Energie. TUI hat insgesamt 257 Millionen Teile Einwegplastik entfernt, davon das Gros – 197 Millionen Teile – in Hotels. Aktuell engagiert sich TUI gemeinsam mit Futouris und der Regierung der Balearen an dem Projekt „Plastikfreier Urlaub“. In den sogenannten „Eco Pilot Rooms“ des Robinson Cala Serena gibt es nur noch kompostierbare Kaffeepads und textile waschbare Müllbeutel. Die Pflegesets in den Badezimmern werden mit regionalen Produkten wieder aufgefüllt und die Zimmerreinigung erfolgt ausschließlich mit Chemie- und plastikfreien Reinigungsmitteln. Bei einem klimaverträglicheren Urlaub setzt TUI vor allem auf die Reduzierung und Vermeidung von Emissionen und wird auch künftig die Umweltauswirkungen von Flugzeugen, Schiffen und Hotels weiter verringern. Ausblick „Wir sind optimistisch, dass sich der Tourismus im nächsten Jahr nahezu auf das Niveau von 2019 einpendeln kann. Wir werden einen Reisesommer erleben, in dem Normalität einkehrt“, so Baumert. Früh buchen sei mehr denn je der Tipp für alle, die günstige Preise und eine große Auswahl suchen, denn wer erst spät bucht, riskiert, dass die schönsten Hotels und Strände ausgebucht sind und die Reisepreise weniger attraktiv sein werden. Mit dem Flex-Tarif buchen Urlauber gänzlich ohne Risiko, da sie bis 14 Tage vor Anreise kostenlos umbuchen oder stornieren können. „Der Wunsch nach Sicherheit und Flexibilität bei der Reiseplanung wird für Urlauber sehr wichtig bleiben“, ist Baumert überzeugt. Daher biete man neben dem Flex-Tarif mit TUI Protect auch weiterhin einen kostenlosen Reiseschutz für den Fall, dass ein Gast an Corona erkrankt.

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– Tourismus – Türkei: Griechenland ist ein Partner

Die Türkei sieht Griechenland als Partner und nicht als Rivalen und will die Beziehungen in allen Bereichen verbessern, so der türkische Tourismusminister.

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Russland
Moskau: Zentrum der „Türkischen Union“ sollte im Altai-Gebiet liegen

Moskau – Staats- und Regierungschefs turksprachiger Länder gründeten in der vergangenen Woche in der Türkei auf der Insel Yassıada die „Organisation der türkischen Staaten“ (Türk Devletleri Teşkilatı). An dem Gipfeltreffen nahmen auch EU-Mitglied Ungarn und Turkmenistan als Beobachter bzw. potenzielle Mitglieder teil. Moskau: Russlands Altai sollte Zentrum der türkischen Welt werden Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte am Sonntag, dass als das Zentrum der türkischen Welt, nicht die Türkei selbst, sondern das russische Altai „mit einem roten Stern“ markiert werden sollte. „Unsere türkischen Partner hegen die Idee der türkischen Einheit, und das ist normal. Das Einzige, was ich bedauere, ist, dass diese Karte keinen großen roten Stern im Zentrum der türkischen Welt hat. Und dieses Zentrum befindet sich nicht in der Türkei, sondern auf russischem Territorium, im Altai“, zitiert die Nachrichtenagentur TASS Peskow, der mit dem TV-Sender Rossiya-1 sprach. Der Altai „ist ein heiliger Ort für jeden Türken, weil sie von dort stammen. Das können Sie mir als Turkologe glauben“, fügte er hinzu. Strategiepapier von Ex-Präsident Nazarbayev dient als Fahrplan Beim Treffen in der Türkei wurde das von Kasachstans Ex-Präsident Nursultan Nazarbayev erstellte Strategiepapier „Vision der turksprachigen Welt 2040“ vorgestellt. In diesem wird auf die gemeinsamen Interessen der turksprachigen Staaten hingewiesen. In der Abschlusserklärung wurde auf das Strategiepapier ausdrücklich hingewiesen und als „strategischer Wegweiser“ beschrieben. Um den strategischen Fahrplan der Organisation der türkischen Staaten 2022-2026 vorzubereiten, hätten die Staatschefs entsprechend Weisung erteilt. Altai-Gebiet Die Region liegt im südlichen Sibirien am Oberlauf des Ob. Sie grenzt im Süden an Kasachstan und im Südosten an die Republik Altai. Sie umfasst die westlichen Ausläufer des Altaigebirges und greift im Westen in das Westsibirische Tiefland über.

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– Organisation türkischer Staaten – Istanbul: Ungarn potenzielles Mitglied der „türkischen Union“

Staats- und Regierungschefs gründen Organisation der türkischen Staaten.

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Rüstungsabkommen
Griechenland verurteilt spanisch-türkisches Rüstungsabkommen

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Athen – Die griechische Regierung hat das spanisch-türkische Abkommen zur Stärkung der Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie scharf verurteilt. Bei einem Treffen der beiden Staatsoberhäupter am Mittwoch (17. November) in Ankara lobte Recep Tayyip Erdoğan die von Sánchez angekündigten Rüstungsprogramme in Zusammenarbeit mit Spanien. Er erinnerte insbesondere daran, dass die Türkei in Zusammenarbeit mit Spanien das amphibische Angriffsschiff der türkischen Marine „Anadolu“ gebaut hat, das als leichter Flugzeugträger konfiguriert werden kann. Der türkische Präsident schlug auch den Bau eines noch größeren Flugzeugträgers für sein Land vor. „Unser Ziel ist es, einen großen Flugzeugträger zu bauen. Vielleicht werden wir auch Anstrengungen im Bereich der U-Boote unternehmen. Wir werden diese Schritte unternehmen. Es gibt viele Dinge, die wir in der Verteidigungsindustrie gemeinsam verwirklichen können“, sagte Erdoğan. Der türkische Staatschef fügte hinzu, dass Spaniens Haltung gegenüber der Türkei von anderen EU-Ländern als „Vorbild“ betrachtet werden sollte, und äußerte seine Zufriedenheit über die Investitionen von mehr als 600 spanischen Unternehmen in der Türkei. „Die Präsenz der spanischen Bank BBWA ist das konkreteste Zeichen des Vertrauens in die Türkei“, sagte er. Spanien hat sich seit Beginn der Spannungen im östlichen Mittelmeerraum wegen der Gasförderung gegen den Antrag Griechenlands auf EU-Sanktionen gegen die Türkei gewehrt. Griechenland ist der Ansicht, dass die Türkei mit ihren Gasförderungsaktivitäten in seinen Hoheitsgewässern gegen internationales Recht verstoßen hat. Im Oktober 2020 wies der griechische Außenminister Nikos Dendias in einem Schreiben an seine Amtskollegen aus Deutschland, Spanien und Italien auf die Notwendigkeit hin, ein Waffenembargo gegen die Türkei zu verhängen. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum wiederholt angefochten und betont, dass auch die Türkei Rechte an den Ressourcen in der Region hat. Sie ist der Ansicht, dass die Gewässer, in denen sie probeweise nach Erdgas bohrt, zu ihrem sogenannten Festlandsockel gehören. Die Türkei will mit den Bohrungen auch die Anteile der türkischen Zyprer am Erdgasgeschäft sichern. Athen und spanische Opposition „verärgert Der griechische Regierungssprecher Giannis Oikonomou sagte, es sei „selbstverständlich“, dass die EU-Mitgliedsstaaten an die Entscheidungen des EU-Rates gebunden seien, wenn es um die „Beziehungen zur Türkei und deren „Provokationen und Verstöße gegen das internationale Recht“ gehe. „Der sozialistische spanische Ministerpräsident hätte die allgemeine Haltung des Europäischen Rates berücksichtigen müssen“, so der griechische Abgeordnete. In Athen vermuten Kritiker, dass die spanisch-türkische Annäherung kein Zufall ist, vor allem nachdem Griechenland und Frankreich ein bahnbrechendes Militärabkommen unterzeichnet haben, das gegenseitigen Beistand vorsieht, falls eine Partei von einem Drittland angegriffen wird, auch wenn dieses der NATO angehört. Analysten schätzen, dass Spanien das zunehmende Engagement Frankreichs im östlichen Mittelmeerraum nicht positiv sieht.

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– Ausland – Spanischer Botschafter: Wir glauben nicht an Sanktionen gegen die Türkei

Spanischer Botschafter: Wir glauben nicht an Sanktionen gegen die Türkei und wollen die Wirtschaftsbeziehungen ausbauen.

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Corona-Krise
Hausärzte in NRW für allgemeine Impfpflicht

Köln – Hausärzte in NRW haben sich für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen. Neben Booster-Impfungen brauche es weitere Standbeine, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, sagte Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbands Nordrhein, dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Wir müssen verhindern, dass die Intensivstationen volllaufen – mit wirksamen 2G-Regeln. Ich fordere aber aus medizinischer Sicht jetzt eine Impfpflicht, das wäre nun am wirksamsten. Es wäre der beste Schutz“, so Funken. Die Politik habe zu lange gebraucht, um auf die Corona-Lage zu reagieren. Die Eröffnung des Impfzentrums an der Lanxess-Arena in Köln sei deshalb der „richtige Schritt, weil vorher nicht getan wurde, was nötig wäre. Die Politik hat sich verweigert, das Problem frühzeitig anzugehen.“ Es brauche nun eine „gewaltige gemeinsame Kraftanstrengung“, um bis Ende des Jahres noch mehr als 20 Millionen Impfungen in Deutschland durchführen zu können. Virologe Streeck geht von deutlich mehr Corona-Fällen aus als bekannt Der Bonner Virologe Hendrik Streeck geht davon aus, dass es deutlich mehr Corona-Fälle gibt als bekannt werden. „Wir haben eine hohe Dunkelziffer. Man kann davon ausgehen, dass wir derzeit viel mehr Infizierte haben, als uns die Inzidenz Glauben schenken mag“, sagt der Direktor der Institute für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn, im Podcast „Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ im Gespräch mit den Podcast-Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach. Der Autor des Buchs „Unser Immunsystem“ kritisiert die aktuellen Parameter in der Bewertung der Pandemie: „Wir halten uns an der Inzidenz fest, die aber nur eine Fallinzidenz ist und keine echte epidemiologische.“ Er beklagt: „Wir haben es in dieser Pandemie nicht geschafft, wirklich verlässliche Daten zu sammeln, wo wir ganz genau wissen, wie hoch die Inzidenz ist.“

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– Gastbeitrag – Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

Tierarzt. So wird der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar H. Wieler oft in Kommentaren der Impfgegner genannt, gestern wieder von der ollen Alice. Damit wollen einige sagen, dass der nun gar keine Ahnung davon haben kann, was Corona betrifft und völlig fehl am Platz ist.

Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

WSBK 2021
Türkischer Rennfahrer Toprak Razgatlioglu ist Superbike-Weltmeister

Jakarta – Kenan Sofuoglu Protegé Toprak Razgatlioglu ist Superbike-Weltmeister 2021! Ein zweiter Platz reichte, um sich ein Rennen vor dem Ende der Saison den Titel sicherzustellen. Der türkische Yamaha-Fahrer entthronte damit Serien-Champion Jonathan Rea, der zuletzt sechsmal in Folge den Titel geholt hatte. Ein zweiter Platz im ersten Hauptrennen am Sonntag genügt ihm zum Gesamtsieg. Für Razgatlioglu ist es der erste große Titel seiner Karriere, Yamaha triumphiert zum ersten Mal seit 2009, berichtet das Motorsport-Magazin (MM). Zum Saisonfinale war Razgatlioglu als WM-Leader nach Indonesien an den brandneuen Mandalika Circuit gekommen. Er eroberte Samstag im Qualifying die Pole Position – unmittelbar vor Rea, berichtet MM weiter. Der neue Weltmeister konnte es kaum glauben und zollte allen, die ihn unterstützt haben, seinen Respekt, als er das Gefühl beschrieb, das zu erreichen, wovon er immer geträumt hat: WorldSBK-Champion zu werden. „Ich muss mich als erstes bei meiner Familie und Kenan Sofuoglu bedanken. Wir sind eine große Familie. Ich danke meinem Team für die unglaubliche Arbeit in diesem Jahr“ kommentiert der neue Weltmeister. In einem Tweet gratuliert sein Mentor, Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu, dem Champion zu seinem Sieg: „Unsere Fahne ist nun in deiner Hand, halte sie stehts oben“, so Sofuoglu. Razgatlioglu bedankte sich bei Sofuoglu für seine Mühen. „Mein Traum war, ich habe immer gesagt, dass ich in dieser Saison Weltmeister werden könnte. Das ist für meinen Vater. Ich bin heute wirklich glücklich. Für mich ist es ein unglaublicher Tag. Das ist wirklich wichtig für mich. Leider kann er meinen Sieg nicht miterleben, aber er hat immer gesagt: ‚Toprak wird Weltmeister‘. Er ist vor vier Jahren gestorben, aber heute sind wir Weltmeister, und das ist für ihn“, so Razgatlioglu. Der in Alanya geborene Razgatlıoglu ist der zweite Sohn des berühmten türkischen Stunt-Motorradfahrers Arif Razgatlıoglu, der als Tek teker Arif bekannt war, was so viel bedeutet wie Wheelie Arif. Sein Vater starb zusammen mit seiner Freundin, die auf dem Soziussitz saß, bei einem Motorradunfall in Antalya am 17. November 2017. Zahlreiche Prominente und auch Politiker gratulierten dem jungen Champion zu seinem Sieg, darunter auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu.

Wirtschaft
Deutschland: Stärkster Anstieg der Inflation seit 70 Jahren

Berlin – Die Erzeugerpreise für gewerbliche Güter in Deutschland sind im Oktober so stark gestiegen wie seit dem Jahr 1951 nicht mehr. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche (WiWo) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Demnach stiegen Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nach oben geschossen. Ein derart hoher Preissprung habe es zuletzt mit 20,6 Prozent im November 1951 gegeben. Selbst in der ersten Ölkrise 1974 war die Inflation demnach nicht so schlimm. Die neuen Zahlen lägen „erheblich über den schlimmsten Befürchtungen“, zitiert die WiWo Jens-Oliver Niklasch von der LBBW. Mit 16,2 Prozent hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen gerechnet. Aber auch die Verbraucherpreise sind überdurchschnittlich gestiegen. Wiwo:
Von den Erzeugerpreisen ist der Weg zu den Verbraucherpreisen nicht weit . […] Steigende Holzpreise etwa verteuern Spielzeug und Möbel, kostenträchtigeres Tierfutter und teurer Dünger schlägt auf Grundnahrungsmittel in den Supermärkten durch. Für viele Nahrungsmittel sind die Preise bereits nach oben geschossen. Beispiele gefällig? Butter im Oktober: plus 18,8 Prozent. Rindfleisch: plus 14,2 Prozent. Pflanzenöl: plus 48,3 Prozent.

Zum Thema

– 4,5 Prozent Preissteigerung – Deutschland erlebt höchste Inflation seit 28 Jahren

Im Oktober sind die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um satte 4,5 Prozent gestiegen.

Ali Babacan: Unser Wirtschaftsteam könnte Krise in drei Monaten lösen
 

"Das Wesentliche des Lebens"
NEX24-Interview mit dem Frankfurter Underground-Künstler Halil Kıratlı

Im Gespräch mit NEX24 erläutert der türkischstämmige Kunst-Rebell seine Motivation und seinen Hang für Spontanität. Diesem Künstler geht es nicht um Kunst im eigentlichen Sinne, sondern um das Wesentliche des Lebens. Seine Bilder entstehen zu unterschiedlichen Zeiten und Orten. Je nach Lust und Laune zieht es Halil Kıratlı in den Alltag. Die Werke entstehen mal in der S-Bahn oder bei einer Tasse Kaffee. Für den 1983 in Konya/Ereğli geborenen Kreativgeist benötigt Kunst nicht zwangsläufig eine Definition. Über sein künstlerisches Verständnis und seine Werke sprach NEX24 mit Halil Kıratlı. Herr Kıratlı, wann haben Sie ihr künstlerisches Talent bemerkt und angefangen Bilder zu zeichnen? Bis 2019 habe ich eher als Versuch vielleicht insgesamt zehn Bilder gezeichnet. Auch wenn ich die Begabung manchmal erahnen konnte, habe ich mich nicht weiter damit beschäftigt. Richtig angefangen zu zeichnen und zu malen habe ich mit der Pandemie. Es war für mich auch nicht wichtig, ob die entstandenen Werke amateurhaft aussehen oder kein Interesse wecken, sondern authentisch wirken. Mein Ziel bestand nie darin, ein zweiter Picasso oder van Gogh zu werden. Mir geht es eher darum, in diesem Ozean der Farben, auch wenn es klein ist, für mich einen ursprünglich wirkenden Platz zu finden. Im Übrigen sehe mich nicht als Künstler, sondern als Zeichner.
„Afternoon by the river“ Halil Kiratli, Istanbul 2020
Sie zeichnen nicht nur mit Bleistift und Kugelschreiber, sondern malen auch mit Pastellfarben. Was bevorzugen Sie eher? Es reicht aus, wenn ich irgendeinen Stift oder Pastellkreide finde. An dem Tag hatte ich wohl Pastellkreide gefunden. Die Materialien, die ich für meine Zeichnungen in der S-Bahn verwende, habe ich aus einem Karton mit der Aufschrift „Zu verschenken“ gefunden. Ich habe die Sachen in keinem Schreibwarenladen gekauft. Es sind Materialien, die keiner mehr gebraucht hat, und ich habe versucht, dass sich diese mit den Bildern zusammenfinden. Es macht mir Spaß, wenn ich Gegenständen wieder einen Wert, einen Anlass geben kann. Welche Bedeutung hat Kunst für Sie? Meiner Meinung nach benötigt Kunst nicht unbedingt eine Umschreibung, denn wenn wir beginnen, etwas zu definieren, verliert dieser Gegenstand den Wert seiner Daseinsberechtigung. Es würde die Basis des Objekts und den Freiheitsgeist einengen. Anders ausgedrückt, wenn etwas definiert, vollendet und in eine Schablone angepasst wird, würde es die Weiterentwicklung aufhalten. Im Prinzip ist es mit allen Dingen so, die sich mit der Zeit nicht weiterentwickeln, setzt sich mit der Zeit dort Rost an und nutzt sich ab. Ich denke, wir kommen in der Kunst nicht weiter, wenn wir 1+1=2 sagen. Deshalb denke ich, dass Definitionen und Formeln eher in numerischen Feldern nützlich sind. Wenn Du ein Fisch bist, solltest Du schwimmen, auch wenn Du Wasser nicht definieren kannst. Mich hat die Qualität der Farben oder des Papiers nie interessiert, sondern immer die inhaltliche Beschaffenheit.
„A dream“ Halil Kiratli, Frankfurt 2021
Woher nehmen Sie die Motivation für ihre Arbeit und was sind die Kriterien bei der Gestaltung ihrer Werke? Zunächst einmal sollte jedes einzelne Werk/Bild inhaltlich für sich bewertet werden. Ein Werk dahingehend mit einem anderen zu vergleichen, um hinterher festzustellen, welches besser ist, wäre für die geschaffenen Werke und die investierte Zeit, auf gut Deutsch gesagt, eine Dummheit. Ein Künstler sollte gegenüber allem und jedem Ereignis wachsam sein. Er sollte sich dabei auch selbst beobachten können. Was mich vielleicht von anderen Künstlern vor allem unterscheidet ist die Technik, die ich meistens verwende. Wenn ich ein Bild zeichnen möchte, denke ich nicht vorher darüber nach und plane es auch nicht. Das Ganze entwickelt sich eher spontan mit Papier und Bleistift. Selbst ich weiß am Anfang nicht, welches Bild zum Schluss entsteht. Meine einzige Motivation jetzt besteht darin, dass ich zu Beginn einer Zeichnung nicht vorhersehen kann, ob es ein Menschenskopf, ein Stein auf einem Berg oder ein Froschauge wird. Es gibt kein Kriterium von mir, ob ein Werk symmetrisch oder ästhetisch sein sollte. Durch die geschaffenen Werke soll die Wahrheit zum Gegenstand des Interesses werden. Es gibt einen Grund, warum ich keine neuen Materialien zum Zeichnen und Malen kaufe, sondern secondhand Utensilien verwende. Damit möchte ich zwei Objekten mit unterschiedlicher Geschichte wieder einen Sinn und Wert verleihen. Ferner einer unwissenden Konsumgesellschaft, auch wenn es wie ein unbedeutender Faktor aussehen mag, eine Botschaft mitteilen. Zu meiner Enttäuschung muss ich gestehen, dass sich der weitgehend störungsfreie Konsum in Europa, den ich früher als „das Paradies der Verschwendung“ bezeichnete, überall verbreitet hat. Leider gibt es so viele Beispiele dafür. Dazu gehört auch unser Trinkwasser, das wir für unser tägliches Leben benötigen.
„The child“ Halil Kiratli, Düsseldorf 2021
Selbst Abschlüsse, die wir an einer Hochschule erworben haben, hindern uns nicht daran in Verschwendung zu leben. Was ist mit Kunststoff bzw. dem Plastik? Handelt es sich dabei nicht um eine moderne Art, den menschlichen Geist einzubalsamieren? Wenn wir etwas ehrlicher auf das Thema eingehen, warum haben denn die entwickelten Gesellschaften bis jetzt keine andere Lösung als Kunststoff gefunden? Warum schreiben wir die Unfähigkeit der Selbstwahrnehmung Millionen von Tieren zu, die jeden Tag nur deswegen sterben müssen? Während wir ruhigen Gewissens Plastiktüten verwenden, sprechen wir andererseits entspannt und mühelos über unser Gewissen und die Entwicklung. Unsere Natur ist eigentlich sehr Weise, aber selbst sie will es sich nicht eingestehen. Wir Menschen sind Geschöpfe, die zwischen dem was sie sagen und dem was sie machen in einem Widerspruch leben. In der gesamten Menschheitsgeschichte ist es uns tatsächlich gelungen, die einzige Generation zu sein, die nicht an die kommenden Generationen denkt und in ihrer Zeit hemmungslos konsumiert. Jeder sollte lernen auf seine Weise zu teilen. Andernfalls werden diejenigen, die auf der einen Seite Schüsseln voller Honig und auf der anderen Seite kein Wasser und Brot haben, aussterben.
„The observation“ Halil Kiratli, Amsterdam 2021
Welche Ideen bzw. Kunstprojekte möchten Sie gerne verwirklichen? Ich gehe einer geregelten Arbeit nach und verbringe fast zwei Stunden des Tages in der S-Bahn. Seit geraumer Zeit zeichne ich in der Bahn mit einem Kugelschreiber und habe schon sehr viele Bilder fertiggestellt. Diese möchte ich gerne in einer Ausstellung mit dem Titel „On the Rails“ präsentieren, weil alle Werke in der Bahn entstanden sind. Eine weitere Idee ist eine Ausstellung mit dem Namen „Soul of Airport“, die den Flughafen thematisiert. Aus dem Blickwinkel der Passagiere und Beschäftigten. Der Flughafen als Ort, in etwa vergleichbar mit einem kleinen Staat mit eigenen Gesetzen und Regeln. Anhand der Bilder soll es aus soziologischer Perspektive betrachtet werden. In keinem Werk soll ein Flugzeug oder ein Gebäude des Flughafens abgebildet sein, weil es hier um eine Bildinterpretation des Augenblicks geht. Wir danken für das Gespräch Das Interview führten Kemal Bölge und Polat Karaburan Für mehr Infos zum Künstler und seinen Werken: Hisamayati

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– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Kampf gegen den Terror
Nordirak: PKK-Drahtzieher der Terroranschläge von Ankara getötet

Ankara – Bei einer Anti-Terror-Operation der türkischen Armee und des Geheimdienstes MİT im Nordirak ist ein Anführer der Terrororganisation PKK außer Gefecht gesetzt worden. Nach Medienberichten stand der getötete PKK/KCK-Anführer Ali Haydar Kaytan seit Jahren auf der Fahndungsliste der türkischen Sicherheitsbehörden. Er wurde von der türkischen Polizei mit Haftbefehl gesucht, weil er als mutmaßlicher Drahtzieher für zwei blutige Terroranschläge 2016 in Ankara galt, bei dem 65 Menschen getötet und 436 verletzt worden waren. Kaytan sei bei der Planung der Anschläge beteiligt gewesen und habe die Terroristen ausgewählt sowie die Anweisung zur Durchführung erteilt. Um sich einem möglichen Zugriff türkischer Sicherheitsbehörden zu entziehen, soll der Extremist ständig seinen Aufenthaltsort gewechselt haben. Der türkische Nachrichtendienst verfolgte laut Medienberichten die Spur des Terrorchefs im Nordirak. Bei dessen Aufspürung wurden neben Aufklärungsdrohnen auch nachrichtendienstliche Erkenntnisse in der Region ausgewertet. Damit Terroristen der Extremisten-Organisation von der gezielten Tötung des PKK-Anführers keine Kenntnis besitzen, habe die Führung der PKK beschlossen, dessen Leiche an einem unbekannten Ort zu begraben. Um Spuren zu verwischen, seien die an dem Begräbnis beteiligten Terroristen anschließend exekutiert worden. Beim ersten Terroranschlag 2016 durch einen Selbstmordattentäter auf zwei Busse in der Merasim Straße in Ankara starben 29 Menschen und 87 wurden verletzt. Beim zweiten Anschlag an einer Bushaltestelle in Güvenpark/Ankara sprengten Terroristen mit Bomben beladene Fahrzeuge in die Luft, bei dem 36 Menschen starben und 349 Verletzungen erlitten. Der Terrorismusexperte und Lehrbeauftragte der Bahçeşehir-Universität, Abdullah Ağar, bezeichnete die Ausschaltung des PKK-Anführers Kaytan als großen Erfolg in der Terrorismusbekämpfung der türkischen Sicherheitsbehörden, denn der Extremist habe als einer der Gründungsmitglieder der Terrororganisation großen Einfluss auf die Organisation ausgeübt. Ferner gehöre er zu den Planern vieler Terroranschläge der PKK. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht.

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