Corona-Pandemie
„Nicht jeder Arzt ist automatisch Fachmann für Infektionsmedizin“

Baierbrunn – Kaum jemand ist in Deutschland mehr mit der Pandemie verknüpft als Professor Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch Instituts (RKI). Im Interview mit dem Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ spricht er über die Bedeutung von Wissenschaft und die Rolle der Medien in Corona-Zeiten – und beklagt, dass die Politik immer wieder trotz massiver Warnungen nicht ausreichend reagiert: „Allen, die sich wirklich wissenschaftlich fundiert mit der Pandemie beschäftigt haben, war klar, dass die Impfquote nicht reicht, um die vierte Welle zu verhindern oder niedrig zu halten.“ Wissenschaft ist Basis für fundierte Entscheidungen Als positiv bewertet Wieler, dass die Stimme der Wissenschaft in der Pandemie mehr Gewicht in der Öffentlichkeit bekommen hat. „Das ist eine große Chance“, so der RKI-Chef. „Während der Pandemie ist vielen Menschen klar geworden, dass Wissenschaft nichts ist, was im stillen Kämmerlein passiert.“ Wissenschaft sei die Grundlage für alle rationalen, fundierten Entscheidungen. Allerdings sollten, betont Lothar Wieler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dieser Chance jetzt aber auch seriös und verantwortungsvoll umgehen. Denn eine Nebenwirkung der Entwicklung könne sein, dass manche sich selber leicht in den Mittelpunkt spielen oder zweifelhafte Informationen schnell nach draußen geben. „Das sehen wir zum Beispiel an der Anzahl der Publikationen zu Covid. Die ist enorm gestiegen, aber es ist nicht so, dass alle wirklich höchsten wissenschaftlichen Anforderungen genügen“, sagt Wieler. Kraft schöpfen aus christlichem Glauben Das zu erkennen mag Laien zwar schwer fallen. Doch der RKI-Präsident ist davon überzeugt, „dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger durchaus Unterschiede in der Seriosität und insbesondere in der Kompetenz gewisser Akteure sehen“. Auch die Medien müssten, so Wieler, noch mehr dazu beitragen, indem sie klarmachen, welchen fachlichen Hintergrund diese oder jene Expertin oder dieser oder jener Experte hat: „Nicht jeder Arzt ist automatisch Fachmann für Infektionsmedizin.“ Kraft schöpft Lothar Wieler in dieser schwierigen Zeit auch aus seinem christlichen Glauben. „Mir hilft sicher ein gesundes christliches Menschenbild, aber insbesondere meine Familie und mein Freundeskreis“, sagt der RKI-Präsident. „Ohne ein stabiles Umfeld, auch beruflich, ist es natürlich schwer, so eine Krise durchzustehen.“

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– Gastbeitrag – Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

Tierarzt. So wird der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar H. Wieler oft in Kommentaren der Impfgegner genannt, gestern wieder von der ollen Alice. Damit wollen einige sagen, dass der nun gar keine Ahnung davon haben kann, was Corona betrifft und völlig fehl am Platz ist.

Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

Angriff auf Moschee
UID verurteilt Angriff auf Moschee in Leipzig

Köln – In Leipzig wurde während eines Aufmarschs von Linksextremisten eine Moschee der Türkisch Islamischen Union (DITIB) angegriffen. Dabei wurden am Montagabend mindestens vier Fensterscheiben eingeschlagen, Autos und Müllcontainer in Brand gesetzt. Über der Moschee befand sich zudem das Wohnhaus des Imams, der dort mit seiner Familie und drei minderjährigen Kindern wohnt. Etwa 100 vermummte Linksextremisten sind dabei randalierend durch die Straßen gezogen und haben Feuerwerkskörper und Böller angezündet. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro. Köksal Kuş, Vorsitzender der Union Internationaler Demokraten zeigt sich über den neuerlichen Vorfall bestürzt und verurteilt die abscheuliche Tat: „Die Leipziger Eyüp Sultan Moschee wurde erneut Ziel eines Anschlags. Dies ist bereits der achte Angriff auf das Gotteshaus innerhalb von fünf Jahren. Die Übergriffe auf Gebetsräume nehmen besorgniserregende Ausmaße an. Das ist Gift für unser Zusammenleben und den Frieden in unserem Land. Diejenigen, die nicht einmal die Unverletzlichkeit von Gotteshäusern achten und dabei sogar mutwillig Menschenleben in Gefahr bringen, wollen die Eintracht und Solidarität in Deutschland stören. Auf solche Angriffe müssen wir gesellschaftlich mit noch engerer Kooperation und Geschlossenheit reagieren. Wir dürfen uns weder von Linksextremisten noch von Rechtsradikalen spalten lassen. Des Weiteren fordern wir ein glaubwürdiges Umdenken bei den Sicherheitsbehörden. Anschläge und Übergriffe auf Gebetshäuser müssen intensiver geahndet werden. Bei Moscheeübergriffen und islamfeindlichen Verbrechen werden die Ermittlungen viel zu oft eingestellt. Schutzmaßnahmen an Moscheen müssen endlich erhöht und Abschreckung, Prävention aber auch Sanktionierung auf die Tagesordnung gesetzt werden.“

TÜRKSAT
Erdogan und Elon Musk besprechen Raketenprogramm

Ankara – Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben am Donnerstag eine Videokonferenz abgehalten. Nachdem im Januar dieses Jahres die SpaxeX-Trägerrakete den türkischen Satelliten TÜRKSAT 5-A ins All brachte, soll der US-Raumfahrtkonzern in naher Zukunft auch den Satellit TÜRKSAT 5-B in die Erdumlaufbahn transportieren. In dem Gespräch habe der türkische Staatschef Musk zudem über das laufende Raumfahrtprogram der Türkei informiert. Die Falcon-9-Raketen von SpaceX befördern regelmäßig türkische Satelliten sowohl für die militärische als auch für die zivile Nutzung in die Umlaufbahn. Armenische Lobbyorganisationen in Nordamerika hatten im im Januar Druck auf SpaceX ausgeübt, damit das Unternehmen aus dem Projekt mit dem türkischen Verteidigungsministerium aussteigt. Multimilliardär Musk und Erdogan haben bereits vor Jahren die Stärkung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch die Raumfahrttechnologie, angekündigt. Musk besuchte Erdogan bereits im November 2017, nachdem der türkische Staatschef damals das erste türkische E-Auto TOGG angekündigt hatte. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara wurden neben dem geplanten Fahrzeug auch mögliche Kooperationen in der neuesten Generation von Akkus, Wind- und Sonnenenergie, aber auch Verkehrsprobleme in Ballungsräumen und das Graben von Verkehrstunneln besprochen.

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– USA – Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Ein weiterer Tweet des Tesla-Gründers Elon Musk wird in der Türkei gefeiert und geht viral. Auf die Frage, was er in Deutschland am liebsten esse, antwortet der Multimilliardär mit „Döner Kebab“.

Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Türkei
Mindestlohn soll 2022 um über 50 Prozent steigen

Ankara – Die Türkei erhöht den Mindestlohn ab dem 1. Januar 2022 um 50,4 Prozent, wie Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag ankündigte. Der monatliche Nettomindestlohn werde 4.250 Türkische Lira  betragen, sagte der Präsident in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache in Ankara. „Die Erhöhung des Mindestlohns beträgt 50 Prozent und ist die stärkste Erhöhung der letzten 50 Jahre“. Der monatliche Mindestlohn für 2021 betrug 2.826 TL Er fügte hinzu: „Ich glaube, dass wir mit dieser Erhöhung unsere Entschlossenheit gezeigt haben, unsere Arbeitnehmer angesichts der Preiserhöhungen nicht zu erdrücken.“ Erdogan kündigte außerdem an, dass die Türkei ab dem kommenden Jahr die auf den Mindestlohn erhobene Einkommens- und Stempelsteuer abschaffen werde. Erdogan erklärte, die Regierung sei entschlossen, der Unsicherheit aufgrund von Wechselkursschwankungen und den daraus resultierenden exorbitanten Preissteigerungen so schnell wie möglich ein Ende zu setzen. Die jährliche Inflationsrate in der Türkei lag laut der Nachrichtenagentur Anadolu im November bei 21,31 Prozent, während der durchschnittliche Anstieg der Verbraucherpreise über 12 Monate 17,71 Prozent betrug.

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– Türkei – Türkischer Finanzminister: „Wirtschaft wird sich sehr schnell erholen“

Der türkische Finanzminister Nureddin Nebati kündigte am Montag an, dass er die Einzelheiten des neuen türkischen Wirtschaftsmodells, das sich auf Produktion und Export stütze, den hohen Rängen der Regierungspartei und der breiten Öffentlichkeit sehr bald bekannt geben werde.

Türkischer Finanzminister: „Wirtschaft wird sich sehr schnell erholen“

Luftfahrt-News
Business Class: Turkish Airlines erneut zur besten Fluggesellschaft gewählt

Istanbul – Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines ist von den Lesern des führenden US-Reisemagazins Global Traveler zum fünften Mal in Folge zur besten Fluggesellschaft in der Kategorie Business Class gewählt worden. Wie die Fluggesellschaft am Mittwoch mitteilte, erhielt sie bei der 18. Ausgabe der GT-Tested-Leserumfrage außerdem zum sechsten Mal den Preis für das beste Flughafenpersonal/die besten Flugbegleiter. Gleichzeitig wurde der Turkish Airlines Corporate Club zum vierten Mal in Folge zum besten Unternehmensprogramm für Geschäftsreisende gewählt. „Wir fühlen uns geehrt, in der Leserumfrage des Global Traveler’s anerkannt zu werden und zu den weltweit führenden Reiseanbietern zu gehören“, sagte Ilker Ayci, CEO von Turkish Airlines. Singapore Airlines erhielt die höchste Auszeichnung als beste Gesamtfluggesellschaft der Welt und holte sich den Titel nach einjähriger Unterbrechung zurück. Turkish Airlines wurde 1933 gegründet und verfügt über eine Flotte von 373 Flugzeugen (Passagier- und Frachtflugzeuge), die 333 Ziele anfliegen, darunter 281 internationale und 52 inländische. Mit einem zentral gelegenen Drehkreuz zwischen den Kontinenten Europa, Asien und Afrika bietet Turkish Airlines über den neuen Flughafen Istanbul Verbindungen zu 15 nordamerikanischen Zielen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

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– Reisen – Turkish Airlines gewinnt prestigeträchtigen World Travel Awards

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines ist bei den World Travel Awards für ihre branchenführende Economy Class ausgezeichnet worden. Die Airline hat sich den ersten Platz für das Jahr 2020 gesichert und damit die Konkurrenz einer Vielzahl von europäischen Full-Service-Airlines geschlagen.

Turkish Airlines gewinnt prestigeträchtigen World Travel Awards
   

Trump Media
Trumps Medienunternehmen geht Partnerschaft mit Rumble ein

Miami – Das Social-Media-Unternehmen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat eine Technologie- und Cloud-Service-Partnerschaft mit der kanadischen Video-Hosting-Plattform Rumble angekündigt. „Als Teil unserer Mission wird TMTG [Trump Media & Technology Group] weiterhin mit Dienstleistern zusammenarbeiten, die keine politische Ideologie diskriminieren“, sagte Trump in einer Erklärung am Dienstag.
„Daher habe ich die Rumble Cloud ausgewählt, um als kritisches Rückgrat für die TMTG-Infrastruktur zu dienen. TMTG hat Truth Social bereits auf der Rumble Cloud nur für geladene Gäste gestartet, und der anfängliche Beta-Start war ausgezeichnet. Amerika ist bereit für TRUTH Social und das Ende der Kündigungskultur.“
Chris Pavlovski, Gründer und Chief Executive Officer von Rumble, erklärte: „Rumble freut sich, TMTG Technologie- und Cloud-Dienste zur Verfügung zu stellen. Wir bauen weiterhin die Infrastruktur auf, um ein freies, offenes und neutrales Internet bereitzustellen. Rumble wurde entwickelt, um immun gegen die Kündigungskultur zu sein, und wir stehen an der Spitze einer Bewegung, die glaubt, dass jeder vom Zugang zu einer neutralen Plattform profitiert, die vielfältige Ideen und Meinungen beherbergt.“ Rumble wurde 2013 von Pavlovski als alternative Website im Stil von YouTube gegründet und ist bei konservativen US-Amerikanern beliebt, die eine Alternative zu Big Tech suchen. Zu den beliebtesten Videos gehören die der konservativen Kommentatoren Dan Bongino und Dinesh D’Souza sowie des ehemaligen Strategen des Weißen Hauses Steve Bannon. Unterstützt wird es von dem Risikokapitalgeber Peter Thiel und dem Autor und ehemaligen US-Senatskandidaten J.D. Vance über Narya Capital.

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– US-Wahlen 2024 – USA: Donald Trump in Umfragen vor Joe Biden

Neue Umfrageergebnisse zeigen, dass der ehemalige Präsident Donald Trump in einem hypothetischen Wahlkampf 2024 bei den Befragten vor Präsident Joe Biden liegt.

USA: Donald Trump in Umfragen vor Joe Biden
   

Rechtsradikalismus
Extremismusforscher wirft Sachsen Versäumnisse bei der Bekämpfung rechter Gewalt vor

Bonn – Angesichts der zunehmenden Radikalisierung gewaltbereiter Demonstranten in Sachsen hat der Extremismusforscher Hans-Joachim Funke (FU Berlin) Politik und Behörden Versäumnisse vorgeworfen. „Das ist eine Situation, die nicht mehr unter Kontrolle ist, auch weil die Polizei zu lange gewartet hat, die Politik zu vorsichtig war“, sagte Funke im phoenix-Interview. „Es ist eine Situation, die ich so seit 1949 nicht erlebt habe, jedenfalls in bestimmten Teilen des Landes, und deswegen außerordentlich gefährlich.“ Funke rief die Politik und Sicherheitsbehörden dazu auf, neben der Pandemiebekämpfung das Ausmaß an Gewalt zu bremsen. „Ansonsten verschärft sich das Dilemma – sowohl mit der Pandemie wie mit dem Aufruhr“, warnte der Politik- und Sozialwissenschaftler. Lediglich 60 Prozent der Bevölkerung in Sachsen seien geimpft, 40 Prozent seien mehr oder weniger entschieden gegen eine Impfung. „Wenn man also dort die Pandemie wirklich nicht eingrenzen kann wegen der hohen Impfverweigerung, dann nehmen natürlich die Maßnahmen der Regierung zurecht zu, und umgekehrt der sogenannte Widerstand auch.“ Die Kritiker der Corona-Maßnahmen würden sich durch einen vermeintlichen Faschismus bzw. durch eine Diktatur bedroht sehen und legitimierten damit ihre Gewalt, so Funke.

Gemeindefinanzierungsgesetz
NRW-Großstädte prüfen Verfassungsbeschwerde gegen Gemeindefinanzierung

Essen – Werden die Großstädte in NRW durch das geplante Gemeindefinanzierungsgesetz gegenüber den kleineren Gemeinden benachteiligt? Der Städtetag NRW beklagt eine „Ungleichbehandlung“ und kündigt jetzt harten Protest an: Mehrere Städte prüften eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz, das am Mittwoch vom Landtag beschlossen werden soll, erklärte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages NRW, gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Es sei zwar gut, so Dedy, dass das Land NRW das Gemeindefinanzierungsgesetz mit mehr Mitteln ausgestattet habe, denn die Städte benötigten jeden Cent für Klimaanpassung, Erneuerung der Innenstädte, Verkehr, Integration, Kultur und für die Bewältigung der Pandemie-Folgen. Aber das Land stelle dieses Geld nur als Kredit bereit und erzeuge damit „die Schulden von morgen“. Nicht akzeptabel sei zudem, dass das Land erstmals bei seinen Zuweisungen zwischen den kreisfreien Städten und den kreisangehörigen Gemeinden unterscheiden wolle. Die kreisfreien Städte würden damit viel weniger Geld vom Land bekommen. „Wenn das Land diesen Weg tatsächlich geht, werden die Städte das nicht hinnehmen. Diese unfaire Regelung muss aus dem Gesetz gestrichen werden. Darin sind sich die Stadtspitzen parteiübergreifend einig. Die Städte werden sich dagegen zur Wehr setzen und das Gemeindefinanzierungsgesetz verfassungsgerichtlich überprüfen lassen“, drohte Dedy im Gespräch mit der WAZ. Die kreisfreien Städte würden nach den Berechnungen des Städtetages NRW um 109 Millionen Euro benachteiligt. Dieses Geld stünde dann nicht mehr für Investitionen in Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder und Bibliotheken zur Verfügung. „Das ist unfair und rechtswidrig“, so der Städtetag.

Corona-Pandemie
Umfrage: Weiter große Mehrheiten für allgemeine Corona-Impfpflicht

Köln – Eine große Mehrheit der Bundesbürger (74%) spricht sich auch im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer für eine allgemeine Impfpflicht aus. 24 Prozent sind gegen eine generelle Impfpflicht. Mehrheitlich gegen eine generelle Impfpflicht sind ausschließlich die AfD-Anhänger (80%). Zwei Drittel der Bundesbürger (67%) halten einen generellen „Lockdown“ einschließlich Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und eines Verbots größerer Veranstaltungen für richtig, wenn die Infektionszahlen weiter steigen sollten. 30 Prozent sind gegen einen generellen „Lockdown“ auch im Falle weiter steigender Infektionszahlen. Die Anhänger von SPD (73%), Grünen (75%), Union (72%) und Linke (69%) sprechen sich weiterhin mit großer Mehrheit für einen neuerlichen „Lockdown“ aus, falls die Infektionszahlen weiter steigen. Unter den FDP-Anhängern ist aktuell eine knappe Mehrheit (57%) dafür. Mit großer Mehrheit abgelehnt wird ein erneuter „Lockdown“ von den AfD-Anhängern (74%). 92 Prozent reden im Familien- und Bekanntenkreis offen über das Thema Corona Fast alle Bundesbürger (92%), quer durch alle Bevölkerungs- und Wählergruppen, reden im Familien- oder Bekanntenkreis offen über das Thema Corona und die damit verbundenen Maßnahmen. Nur für 6 Prozent ist „Corona“ ein Thema, das sie in persönlichen Gesprächen eher vermeiden. 26 Prozent der Befragten haben wegen unterschiedlicher Meinungen zu den Corona-Maßnahmen oder zum Thema Impfpflicht nach eigenen Angaben schon einmal den Kontakt zu Verwandten oder Bekannten abgebrochen. Bei der großen Mehrheit (72%) ist das hingegen noch nicht vorgekommen. Ostdeutsche (37%) berichten etwas häufiger als Westdeutsche (25%), dass sie wegen Meinungsverschiedenheiten zu „Corona“ schon einmal Kontakte abgebrochen hätten.

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– Türkei – Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Türkischer Gesundheitsminister ruft zur Booster-Impfung auf

Brüssel
EU will keine Neuaufnahme der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Brüssel – Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bleiben nach einem einstimmigen Beschluss des Ministerrates eingefroren. Die Öffnung beziehungsweise der Abschluss weiterer Verhandlungskapitel könne nicht in Betracht gezogen werden. „Der Rat bekräftigt seine ernste Besorgnis über den weiteren und äußerst besorgniserregenden Rückschritt in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte, einschließlich des Rechts auf freie Meinungsfreiheit, sowie über den systematischen Mangel an Unabhängigkeit der Justiz“, heißt es in einer am Dienstagabend in Brüssel verabschiedeten Erklärung. Eine „Reihe von restriktiven Maßnahmen, die während des Ausnahmezustands ergriffen wurden, wurden in das Gesetz aufgenommen und haben tiefgreifende negative Auswirkungen auf die Menschen in der Türkei“, heißt es in der Erklärung weiter. Der „systematische Mangel an Unabhängigkeit und der unangemessene Druck auf die Justiz“ könne nicht geduldet werden. Der Ministerrat wirft der Türkei zudem „anhaltende Einschränkungen, Verhaftungen, Inhaftierungen und anderen Maßnahmen gegen Journalisten, Akademiker, Mitglieder politischer Parteien, einschließlich Parlamentarier, Rechtsanwälte, Menschenrechtler und Nutzer sozialer Medien“ vor. In der Erklärung kritisiert der Ministerrat auch die „Verhaftungen, Entlassungen und Ersetzungen demokratisch gewählter Bürgermeister und der gezielten Parteien und ihrer Mitglieder“  und erinnert die türkische Regierung an „die internationalen Standards und die Verpflichtungen, denen sich die Türkei unterworfen und zu denen sie sich verpflichtet“ habe. Der Ministerrat fordert die Türkei zudem auf, ihre Zusammenarbeit mit dem Europarat und seinen zuständigen Gremien und Institutionen zu verstärken, Was die Wirtschaftsreformen anbelangt, so stellt der Rat fest, gebe es nach wie vor ernste Bedenken hinsichtlich der Marktwirtschaft des Landes. Der Rat ermutigt die Türkei, die in den gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzdialogs dargelegten politischen Leitlinien vollständig umzusetzen. Die Unabhängigkeit der Regulierungsbehörden, wie der Zentralbank, sei von besonderer Bedeutung. Des Weiteren wird in der Erklärung darauf hingewiesen, dass die „Türkei ihren Verpflichtungen in Bezug auf die Umsetzung der Zollunion zwischen der EU und der Türkei“ nachzukommen habe. Das Land weiche weiterhin von ihren Verpflichtungen aus der Zollunion EU-Türkei ab. Handelshemmnisse oder gleichwertige Maßnahmen, die nicht im Einklang mit der Zollunion stehen, sollten unverzüglich beseitigt werden. Die EU-Staaten kritisieren zudem die Außenpolitik der Türkei, die  „zunehmend mit den Prioritäten der EU“ kollidiere.

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– SEECP – Türkei: Erdogan fordert EU-Beitritt

„Es ist unmöglich, dass die EU ohne eine Vollmitgliedschaft der Türkei, ihr Ziel, ein Machtzentrum und Anziehungsmagnet zu werden, erreicht“, sagte der türkische Staatschef in seiner Eröffnungsrede beim Gipfel des Südosteuropäischen Kooperationsprozesses (SEECP) in Antalya.

Türkei: Erdogan fordert EU-Beitritt