Mindestens 100 Tote bei Autobombenanschlägen in Mogadischu

Mogadischu – Mindestens 100 Tote und 300 Verletzte bei „abscheulichen“ Autobombenanschlägen in Mogadischu.

Der somalische Präsident teilte mit, dass die Zahl der Todesopfer nach den Doppel-Bombenanschlägen vom Samstag, die auf das Bildungsministerium gerichtet waren, weiter steigen wird. Die bewaffnete Gruppe al-Shabab wird für die Anschläge verantwortlich gemacht. Die pro-dschihadistische Website Somali Memo berichtete, die Gruppe habe sich zu den Anschlägen bekannt. Die Al-Shabab, die der Al-Qaida angehört, befindet sich seit langem in einem Konflikt mit der somalischen Zentralregierung.

Unter den Opfern, „die massakriert wurden, [waren] Mütter mit ihren Kindern auf dem Arm“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP den Präsidenten. Er rief zu internationaler medizinischer Hilfe auf, um die 300 Verletzten zu versorgen. „Der heutige grausame und feige Terroranschlag der moralisch bankrotten und kriminellen Gruppe al-Shabaab auf unschuldige Menschen kann uns nicht entmutigen, sondern wird unsere Entschlossenheit, sie ein für alle Mal zu besiegen, noch verstärken“, schrieb Mohamud auf Twitter. Präsident Mohamud, der seit fünf Monaten an der Macht ist, sagte der Terrorgruppe den „totalen Krieg“ zu, nachdem sie im August ein beliebtes Hotel in Mogadischu angegriffen hatten, wobei mindestens 21 Menschen getötet wurden. Die Explosionen vom Samstag ereigneten sich innerhalb weniger Minuten und zerstörten Gebäude und Fahrzeuge in der Umgebung. Die beiden Autobomben explodierten in der Nähe einer belebten Kreuzung in der Hauptstadt und in der Nähe des Bildungsministeriums, wie ein Beamter des Präsidentenbüros mitteilte. Die Kreuzung, die Zobe-Kreuzung, war derselbe Ort, an dem am 14. Oktober 2017 ein tödlicher Bombenanschlag verübt wurde, bei dem mehr als 500 Menschen getötet und rund 300 weitere verletzt wurden.

Twin car bomb blasts kill 100 in Somalia https://t.co/rjirtgGznB

— BBC News (World) (@BBCWorld) October 30, 2022

Brandanschlag von Solingen
Trauer in NRW: Mevlüde Genç im Alter von 80 Jahren gestorben

Solingen – Mevlüde Genç, Überlebende des rassistischen Brandanschlags von Solingen 1993, ist am Sonntag (30. Oktober 2022) im Alter von 80 Jahren gestorben. Vor fast 30 Jahren verlor sie bei einem feigen rechtsradikalen Brandanschlag in Solingen zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte. In der Nacht zum 29. Mai 1993 drangen vier deutsche Rechtsradikale in das Haus der türkischen Großfamilie Genc ein und legten im Flur das Feuer, welches zum Tod von fünf unschuldigen Menschen im Alter von vier bis 27 Jahren führen sollte. 14 weitere Familienmitglieder wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Mevlüde Genc, damals 40 Jahre alt, hatte allen Grund, wütend zu sein; wütend auf die Täter, wütend auf Deutschland, wütend auf die Politik. Dennoch trägt sie keinen Funken Hass in ihrem Herzen und entschied sich trotz der schmerzlichen Erfahrung für den Weg der Versöhnung. Sie engagiert sich seitdem für ein friedliches Miteinander.
„Ich spüre keinen Hass. Es waren Einzeltäter, nicht die Deutschen“, sagte sie in einem Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger. Sie empfinde niemandem gegenüber Hass.
„Nur den vier jungen Männern gegenüber, die damals meinen Kindern den Tod gebracht haben, empfinde ich in meinem Innersten eine Abneigung. Sonst nicht. Dieses Land gehört auch uns“, so Genc in einem Interview mit der freien Journalistin Ayten Hedia.

„Nach 1993 ist meine Welt zusammengebrochen, ich habe meine Kinder verloren. Es ist nicht einfach gewesen, den Schmerz zu ertragen. Mit dem Älterwerden ist der Schmerz sogar schwerer geworden. Ich kann ihn nicht mehr tragen. Ich habe fünf meiner Kinder an einem Tag verloren und am selben Tag in Särge gelegt. So etwas ist nicht einfach. Ich habe nachts geweint und mich tagsüber um meine anderen Kinder gekümmert. Ich habe meine Tränen nicht gezeigt“, sagte Genc im Gespräch mit Hedia weiter. Sie danke dem deutschen Staat, er sei immer für sie da gewesen.

Sie habe sich immer nur gewünscht, dass ihre Kinder in Deutschland aufwachsen wie alle anderen und dass „der Hass nicht Eingang findet in ihre Herzen“.
„Ich bete dafür, dass wir alle gute Menschen sind, verzeihen können und tolerant sind“, so Genc gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.
In ihrer Rede zum 25. Jahrestag des Anschlags in Solingen sagte sie: „Lasst uns zum Guten nach vorne schauen. Dem Hass muss Einhalt geboten werden.“
Auszeichnungen für Bemühungen zur Versöhnung Für ihre Bemühungen um Versöhnung wurde ihr 1996 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Jahre 2003 wurde sie bei den Deutsch-Türkischen Kulturwochen der Friedrich-Ebert-Stiftung zudem mit dem Freundschaftspreis ausgezeichnet. Die Begründung der Jury:
„Mevlüde Genc hat ihrer Heimatstadt Solingen trotz allem die Treue gehalten und kämpft seither gegen Rassismus. Sie gründete u. a. einen Kindergarten und unterstützt vor allem das Bewusstsein, das bereits bei kleinen Kindern von Anfang an geschult werden sollte – nämlich dass Rassismus in Deutschland keine Chance haben darf. Für dieses Engagement und den Mut, trotz allem weiterzumachen, aufzustehen und etwas zu tun, verleiht die DTF seinen diesjährigen Preis in der Kategorie ‚Solidarität‘ an Mevlüde Genc.“
Aufgrund ihrer versöhnlichen Haltung wurde zudem die in NRW seit 2018 verliehene „Mevlüde-Genç-Medaille“ nach ihr benannt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bewundert Haltung von Mevlüde Genc „Auf eine unmenschliche Tat haben Sie mit menschlicher Größe reagiert. Dafür bewundern wir Sie“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Rede zum 25. Jahrestag.      

Energiekrise
Gaspreisbremse: Energieexpertin Pittel sieht „großen Anreiz, Gas einzusparen“

Osnabrück – Die Energieökonomin Karen Pittel, Mitglied der Gas-Kommission der Bundesregierung, rechnet damit, dass die geplante Gaspreisbremse einen großen Anreiz setzt, weniger Gas zu verbrauchen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Pittel: „Die Menschen können mit der Bremse genauso viel sparen wie ohne die Bremse. Es wird gemessen am Vorjahresverbrauch entlastet. Aber: Je weniger sie verbrauchen, desto weniger müssen sie zahlen – erhalten aber trotzdem die komplette Entlastung. Deshalb gibt es also weiter einen großen Anreiz, Gas einzusparen.“ Wenn wegen der Entlastungen dennoch die Nachfrage steigt, würden die Preise steigen, warnte Pittel, Leiterin des Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen am Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Pittel verwies auf die Herausforderungen für 2023: „Wenn wir im gesamten nächsten Jahr kein russisches Gas bekommen, um die Speicher zu füllen, die sich in diesem Winter leeren werden, ist die Frage: Woher bekommen wir das Gas?“ Es bestehe die Gefahr, „dass wir nicht genug sparen und die Speicher so leer sind, dass wir sie bis zum nächsten Winter nicht gefüllt bekommen“. Pittel stellte klar: „Wie wir über den nächsten Winter kommen, hängt davon ab, wie wir uns in diesem Winter verhalten.“ Die Expertin rechnet mit höheren Energiepreisen für die nächsten Jahre. Die Rückkehr zu den Preisen vor der Krise sei „unwahrscheinlich und in gewissem Umfang auch nicht gewollt“. „Das neue Normal sehen wir aktuell bei ungefähr 70 Euro pro Megawattstunde Gas. Das ist natürlich eine zweischneidige Angelegenheit: Einerseits büßen wir dadurch international an Wettbewerbsfähigkeit ein, gerade im Vergleich zu den USA und Asien. Andererseits haben wir das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dafür sind hohe Preise für fossile Energieträger natürlich wichtig.“

Israelisch-türkische Beziehungen
Israel lobt Türkei als „wichtigen globalen Akteur“

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan empfing am Donnerstag den israelischen Verteidigungsminister in Ankara. Dies ist der erste Besuch eines israelischen Verteidigungsministers seit 2010. Bei dem Treffen dankte Benny Gantz Erdogan für die Maßnahmen Ankaras zum Schutz israelischer Bürger vor Anschlägen, die der Iran in der Türkei geplant haben soll. Gantz kam in Ankara auch mit seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar zusammen. „In diesem Zusammenhang möchte ich Präsident Erdogan, Minister Akar und den beteiligten Sicherheitsbehörden für die lebensrettende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung terroristischer Bedrohungen gegen israelische Bürger in der örtlichen jüdischen Gemeinde danken“, fügte er hinzu und bezog sich dabei auf einen Vorfall im Juni dieses Jahres, als zehn iranische Verdächtige, die Anschläge auf israelische Touristen in Istanbul geplant haben sollen, in einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienst MIT und der Polizei festgenommen wurden. „Diese Aktion gegen den Terrorismus ist von großer Bedeutung für die Stärkung der Zusammenarbeit und die Erneuerung der offiziellen Sicherheitsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern“, sagte Gantz nach dem Treffen mit Erdogan. Die Türkei und Israel seien zwei Länder „mit einem reichen historischen Hintergrund und einer vielversprechenden Zukunft“, sagte der israelische Verteidigungsminister und fügte hinzu, dass sein Land die Türkei als „einen wichtigen globalen Akteur“ betrachte. Vor seiner Abreise aus Ankara am späten Donnerstag drückte Benny Gantz gegenüber Reportern seine Zufriedenheit über seinen Besuch in der Türkei aus und dankte dem türkischen Präsidenten und Verteidigungsminister Hulusi Akar für den „herzlichen Empfang“, den er erhalten habe. Die Türkei und Israel haben „viele sicherheitspolitische Herausforderungen zu bewältigen“, sagte er. „Die Wiederherstellung der Verteidigungsbeziehungen zwischen unseren Ländern trägt zur Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten bei und ergänzt die positiven Trends, die wir bereits als Ergebnis des Abraham-Abkommens sehen“, sagte Gantz und bezog sich dabei auf die Normalisierungsabkommen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten seit Herbst 2020. Gantz sagte, er habe seinen Stab gebeten, den Prozess der Wiederaufnahme der Arbeitsbeziehungen mit der Türkei einzuleiten. „Wie bei unseren Treffen vereinbart, habe ich meinen Stab angewiesen, die für die Wiederaufnahme der Arbeitsbeziehungen erforderlichen Verfahren einzuleiten“, sagte Gantz auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Akar. „Wir begrüßen die Wiederaufnahme der Verteidigungsbeziehungen zwischen unseren Ländern als wichtigen Schritt zur Zusammenarbeit bei der Förderung von Frieden und Stabilität in der Region“, twitterte Gantz nach dem Treffen.

Türkei und Israel wollen gemeinsam Frieden schaffen

Im März dieses Jahres traf Staatspräsident Isaac Herzog mit Erdogan zusammen, dem ersten Besuch eines israelischen Staatsoberhaupts in der Türkei seit 2008. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan damals.

Herzog nannte das Treffen einen „Wendepunkt in den israelisch-türkischen Beziehungen“. Man werde nicht immer einer Meinung sein, aber er erwarte, dass sich Israel und die Türkei zum Wohle aller Völker gemeinsam für die „Stabilität, den Wohlstand, den Frieden und die Sicherheit“ in der Region einsetzen. „Gute nachbarschaftliche Beziehungen im östlichen Mittelmeerraum sind für uns alle wichtig“, erklärte Herzog.

„Ich danke Präsident Erdogan für diesen herzlichen Empfang im Präsidialkomplex. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Völker, Religionen und Staaten in unserer Region in Frieden leben können und sollten, und dass Partnerschaften Segen und Wohlstand für uns alle bringen werden“, so der israelische Staatschef in einem Tweet. Erdogan erklärte, dass das gemeinsame Ziel der Türkei und Israels die Wiederbelebung des bilateralen politischen Dialogs auf der Grundlage gemeinsamer Interessen sei. Der historische Besuch werde einen „neuen Wendepunkt“ in den Beziehungen darstellen, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Unser gemeinsames Ziel mit Israel ist die Wiederbelebung des politischen Dialogs zwischen unseren Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und der Achtung der gegenseitigen Empfindlichkeiten“, sagte er. Erdogan:
„Es liegt in unserer Hand, in unserer Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben zu schaffen“.

Es liege an beiden Seiten, damit in der Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben gelinge. Erdogan bedankte sich für den Besuch seines israelischen Amtskollegen in der Türkei und erklärte, die Stärkung der Beziehungen zu Israel sei von großer Bedeutung für die regionale Stabilität und den Frieden sowie für die beiden Länder. Der türkische Staatschef wies seinen israelischen Amtskollegen auch darauf hin, wie wichtig es ist, die Spannungen in der Region abzubauen und die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung zu bewahren.

Wiedereinsetzung der Botschafter Im August vereinbarten der israelische Premierminister Yair Lapid und Erdogan die Wiedereinsetzung ihrer jeweiligen Botschafter und Generalkonsuln und damit die Wiederherstellung uneingeschränkter diplomatischer Beziehungen, nachdem sie diese nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA im Jahr 2018 abgezogen hatten.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück.

Zum Thema

– Türkisch-israelische Beziehungen – Türkei und Israel wollen Beziehungen weiter stärken

Israel will seine Beziehungen zur Türkei intensivieren, sagte die israelische Wirtschaftsministerin Orna Barbivai der türkischen Tageszeitung Milliyet.

Türkei und Israel wollen Beziehungen weiter stärken

Hafendeal
Hamburger Bürgermeister Tschentscher verteidigt Cosco-Einstieg

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Hamburg – Der Erste Hamburger Bürgermeister, Peter Tschentscher, hat den Einstieg der chinesischen Staatsreederei Cosco bei einem Terminalbetreiber im Hamburger Hafen verteidigt. Der Verkauf von Anteilen sei „eine branchenübliche Beteiligung, um logistische Effizienz herzustellen“, so Tschentscher im phoenix-Interview. Cosco sei „in allen großen europäischen Häfen“ beteiligt. Eine verstärkte Einflussnahme chinesischer Interessen sei nicht möglich und „schon gar kein strategischer Einfluss auf die Hafenpolitik Hamburgs“. „100 Prozent der Infrastruktur bleibt in städtischer Hand. 100 Prozent des Betriebs des Hafens bleibt alleine bei der Stadt“, so Tschentscher. Er verwies darauf, dass auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Terminals in Nord- und Südamerika besitze oder Beteiligungen halte. Das Bundeskabinett hatte einem Einstieg des chinesischen Staatskonzerns in Höhe von 24,9 Prozent an dem Terminalbetreiber auf Betreiben des Bundeskanzlers zugestimmt. Die Kritik an dem Einstieg sei „oft getragen von einer tiefen Unkenntnis darüber, wie ein Hamburger Hafen organisiert ist und wie er betrieben wird“, sagte Tschentscher. Da sei „viel Dogmatik und politische Sichtweise und wenig fundierte Sachkenntnis im Spiel gewesen“.

Rüstungstechnologie
Türkei stellt neue Kamikaze-Drohne „Deli“ vor

Istanbul – Das türkische Rüstungsunternehmen Titra Teknoloji, hat auf der Verteidigungs- und Luftfahrtmesse SAHA Expo in Istanbul ihre neue Kamikaze-Drohne „Deli“ vorgestellt. SAHA findet vom 25. bis 28. Oktober statt. Die Drohne Deli, was soviel bedeutet wie „verrückt“, soll noch vor Ende 2022 einsatzbereit sein, berichtet die ukrainische Zeitung Fakty. Die Drohne habe die Fähigkeit sowohl im autonomen als auch im manuellen Steuermodus zu arbeiten. Der Geschäftsführer von Titra Teknoloji, Davut Yılmaz, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass das Deli-Projekt vor etwa zwei Jahren begonnen wurde. Er sagte, man habe sich zum Ziel gesetzt, eine Kamikaze-Drohne mit festem Flügel zu entwickeln, die manuell oder von einem Katapult aus gestartet werden kann und so kostengünstig wie möglich ist, und fügte hinzu, dass der Testprozess kurz vor dem Ende stehe und man davon ausgehe, dass das Produkt bis Ende dieses Jahres ein Niveau erreicht habe, das es in den Bestand aufnehmen könne. Mit seinen autonomen und manuellen Einsatzmöglichkeiten kann Deli dank des modularen Aufbaus leicht transportiert werden und ist in weniger als 15 Minuten einsatzbereit. Deli, dessen Sicherheitsniveau durch Entstörungsvorrichtungen erhöht wurde, kann eine Reisegeschwindigkeit von 80 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreichen. Die prognostizierte Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 km pro Stunde und die Höhe bis zu 3,5 Tausend Meter. Je nach den Eigenschaften beträgt das Einsatzgebiet der Drohne etwa 85 km. Die Drohne kann im Kampf in einer Höhe von bis zu 150-500 m eingesetzt werden Der Gefechtskopf für die Kamikaze-Drohne wurde vom Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Verteidigungsindustrien (SAGE) des Wissenschaftlichen und Technologischen Forschungsrats der Türkei (TÜBİTAK) entwickelt. Yılmaz wies ferner darauf hin, dass ihr Produkt im Vergleich zu ähnlichen Produkten auf dem Markt drei grundlegende Vorteile aufweist. „Erstens: Es ist kostengünstig. Diese Art von Kamikaze-Drohne wird bevorzugt, weil sie billig ist und man sie nicht zweimal benutzen wird“, sagte er. Der zweite Vorteil sei der Gefechtskopf der Drohne, so Yılmaz, während der dritte Vorteil in ihrer Autonomie liege. „Dank der Algorithmen, die wir selbst entwickelt haben, und ihrer Autonomiefunktionen wird Deli unserer Meinung nach einen großen Unterschied machen“, sagte er. Türkische Angriffsdrohnen

Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Länder bei der Herstellung von Kampfdrohnen entwickelt. Erfolgreichen Einsätzen in Kriegsgebieten wie Libyen. Syrien oder Aserbaidschan folgend, sind die weltweiten Auftragseingänge in die Höhe geschnellt.

Aufbau der Rüstungsindustrie nach Zypern-Sanktionen 1974 Nach zahlreichen Sanktionen westlicher Staaten auf militärische Güter hat die Türkei ihre Rüstungsindustrie massiv ausgebaut Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.

„Das größte Verteidigungsunternehmen der Türkei gehört heute zu den einhundert größten der Welt. Im Zuge des Zypernkonflikts ab 1974 erlebte das türkische Militär zahlreiche Nachschub- und Ausrüstungsprobleme, die Ankara dazu veranlassten, die heimische Rüstung zu entwickeln. ASELSAN ist das Ergebnis dieser Politik. Heute exportiert das Unternehmen Systeme in die ganze Welt, darunter Kommunikations- und Radarsysteme, aber auch Raketensuchköpfe“, so Yusuf Akbaba von SSD

Zum Thema

– Rüstungsindustrie – „Die Türkei hat der griechischen Lobby viel zu verdanken“

Nicht nur die griechische Lobby, sondern auch die armenische, die kurdische und bis zur letzten Wiederannäherung auch israelische Gruppen, hätten immer wieder Waffendeals mit der Türkei blockiert.

„Die Türkei hat der griechischen Lobby viel zu verdanken“

E-Commerce
Erfolgreich im Onlinehandel – das sind die Erfolgsfaktoren im E-Commerce!

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Mittlerweile kaufen drei von vier Internetnutzern regelmäßig im Internet ein. Die Nachfrage für den Einkauf im Internet ist in den letzten Jahren weiter gestiegen, so dass man immer mehr erfolgreiche Shopsysteme im Internet finden kann.

Die große Auswahl an Shops im World Wide Web und das große Sortiment in ganz unterschiedlichen Bereichen lässt viele Verbraucher jedoch deutlich wählerischer werden. So ist ein erfolgreich geführter Online-Shop keineswegs ein Selbstläufer und hängt mit ganz unterschiedlichen Faktoren zusammen. Kunden im Internet achten zunehmend auf sehr bestimmte Details, ehe eine finale Kaufentscheidung getroffen wird. Mehr denn je ist der Kunde im Internet König. Nur, wer mit einem breiten Angebot, einer zeitgemäßen Webseite und einem guten Service dienen kann, hat langfristig Erfolg im E-Commerce. So müssen Shopbetreiber eine Reihe von Kriterien erfüllen, um Kunden vollends zufriedenzustellen. Wir haben einen Blick auf die größten Erfolgsfaktoren für Online-Shops geworfen. Hier erhalten Sie eine Liste von entscheidenden Anforderungen im modernen E-Commerce.

Verbraucher achten vermehrt auf Kundenbewertungen

Die Erfahrung und Meinung von Kunden über verschiedene Produkte oder Dienstleistungen ist für Verbraucher wichtiger denn je. Ein positives Feedback über den Service eines Unternehmens können demnach für mehr Seriosität und Kundennähe sorgen. Erfolgreichen Online-Unternehmen im E-Commerce kennt die Macht der Bewertungen, so dass eine Kundenrezension zu einem wichtigen Erfolgsfaktor geworden ist. Hier greifen unterschiedliche Marketinginstrumente, um Kunden in einem Online-Shop ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen. Ohne Bewertungen geht es heutzutage kaum noch, so dass die Kundenmeinung für viele Verbraucher zu einem wichtigen Kriterium bei der Kaufentscheidung geworden ist.

Ein modernes Webdesign und einfache Bedienbarkeit

Die Verweildauer in einem Online-Shop bis hin zum abschließenden Kauf sollte für Kunden so angenehm und komfortabel wie möglich gestaltet werden. Hierfür wird eine klare Abgrenzung von verschiedenen Produkten oder Dienstleistungen in einem Online-Shop benötigt. Internetnutzer sollten sich schnellstmöglich zurechtfinden und die Produkte und Kategorien finden, die vom persönlichen Interesse sind.

Verschiedene Zahlungsmöglichkeiten und kostenloser Versand

Der Handel im Internet ist hart umkämpft. Unzählige Unternehmen im E-Commerce buhlen um Kunden im Internet. Um die Attraktivität eines Online-Shops zu steigern, sollten sowohl unterschiedliche Zahlungsmittel angeboten werden, als auch ein kostenloser Versand. Für Verbraucher sind versandkostenfreie Bestellungen zu einem wichtigen Faktor aufgestiegen. Um sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen, kann es sich demnach lohnen Waren zum Nulltarif an Kunden zu versenden.

Der Preis bestimmt die Kaufentscheidung

Immer noch ist der Preis für digitale Dienstleistungen oder Produkte ausschlaggebend, wenn es zu einer finalen Entscheidung zum Kauf kommt. Am meisten gekauft werden Produkte zum absoluten Schnäppchenpreis. Viele Kunden vergleichen oftmals gezielt den Preis von unterschiedlichen Shopanbietern, so dass am Ende der Preis oftmals die Nase vorn hat. Selbst, bei längerer Lieferzeit aus dem Ausland, entscheiden sich immer Internetnutzer für das günstigste Preisangebot.

Online-Marketing erhöht die Kundenreichweite

Ohne Marketing im Internet kommt kaum ein erfolgreiches Unternehmen im Internet aus. Um sich an die Spitze der Suchergebnisse zu katapultieren oder durch gezielte Werbeanzeigen im Internet auf sich aufmerksam zu machen, braucht die richtigen Marketingstrategien. Hier greifen viele digitale Unternehmen auf Spezialisten im Bereich Online-Marketing zurück, um neue Kunden zu generieren und für eine deutlich höhere Reichweite zu sorgen.

Streaming
TikTok, Omnichannel und andere Kanäle

Websites, welche Nutzern das Streaming und das Hochladen von Webvideos über einen Account erlauben, sind Videoplattformen. Gezeigt werden auf ihnen Videos aller Art. Meist sind das Musikvideos, kurze Clips und professionelle Kurzfilme. Auf den Videoplattformen können Nutzer gleichzeitig Prosumenten, also jemand der Inhalte im weltweiten Internet konsumiert und produziert und Konsumenten sein.

Dank des User-Generated-Content sind die Videoplattformen sehr beliebt. Andere Namen sind Streaming-Dienste oder Videoportale.

Zahlreiche dieser Videoplattformen sind im Internet vertreten. Ihre Nutzergruppen, strategische Ausrichtungen und Popularität unterscheiden sich stark. Als Gemeinsamkeit haben alle, dass die Nutzer aktiv und passiv mitbestimmen können. Die Nutzer können Videos streamen. Ebenso haben die Nutzer die Möglichkeit, selbst welche hochzuladen.

TikTok

Im Jahr 2016 wurde die Video-Plattform TikTok gegründet. Hauptbestandteil der App sind kurze Videos, welche mit dem Handy gedreht werden. Nutzer können die Videos mit Musik unterlegen. Die meisten Videos sind auf TikTok bis 15 Sekunden lang. In diesen 15 Sekunden werden lustige und kreative Sketches gezeigt. Oft tanzen die aufnehmenden Nutzer. Einige bewegen ihre Lippen synchron zu ausgewählten Songs.

Meist wird die App von Teenagern auf dem Smartphone genutzt. TikTok war im August 2019 mit 63 Millionen Downloads auf dem 1. Platz der Downloadcharts weltweit. Mittlerweile sind ca. 500 Millionen Nutzer auf TikTok registriert. Bei diesem Potenzial kann für ein Unternehmen eine Agentur für Tik Tok Werbung eine gute Entscheidung sein, um den Nutzern von Tik Tok die eigenen Produkte anzubieten. Neben Tik Tok gibt es weitere soziale Medien, wie Instagram oder Pinterest. Für Unternehmen, die in allen sozialen Medien werben möchten, sind zum Beispiel Top Social Media Agenturen in Frankfurt sinnvoll.

Unterschiede – Omnichannel, Multichannel, Crosschannel

Viele Menschen fragen sich, was Omnichannel, Multichannel, Crosschannel Unterschiede sind. Mit Multichannel besitzt das Unternehmen mehrere Kanäle, um Kunden zu gewinnen. Die verschiedenen Kanäle sind dabei nicht miteinander verbunden und werden unabhängig organisiert. Kunden können die verschiedenen Betriebswege nutzen, ohne ihren Einkaufs- und Infoprozess kanalübergreifend führen zu können. Auch die Datenanalyse erfolgt einzeln.

Noch mehrkanaliger, aber ohne nahtlosen Ansatz ist der Cross Channel Handel. Verschiedene Kanäle werden gemischt und ein reibungsloses Kundenerlebnis garantiert. Mit Cross Channel können Kunden auf mehrere Kanäle zugreifen, welche verbunden sind. Kanalübergreifendes Einholen von Infos oder Bestellungen sind möglich.

Mit dem Vermischen der Betriebskanäle soll das Kundenerlebnis verbessert werden. Als Beispiel wird mit Cross Channel Ware online bestellt und das Bestellte im Geschäft abgeholt oder nach Hause geliefert.

Eine Weiterentwicklung von Cross Channel ist Omnichannel. Hier werden mehrere Kanäle angeboten, welche zusammenarbeiten. Dabei sammeln alle Kanäle Daten aus früheren Interaktionen. Diese können etwa sein, welche Produkte angesehen und gekauft wurden. Auch wird erkannt, welche Werbeanzeigen der Nutzer angeklickt hat. Somit bekommen Nutzer nur Werbung angezeigt von Dingen, welche noch nicht gekauft wurden.

Omnichanel verfolgt dabei ein bestimmtes Ziel. Die Grenzen von der Offline-Welt und von der Online-Welt sollen sich vermischen, am besten ganz verschwinden. Damit bekommen die Kunden einen einwandfreien Kaufprozess.

Türkei
Gericht hebt internationales Reiseverbot für Popstar Gülşen auf

Istanbul – Ein türkisches Gericht hat das gegen die Sängerin Gülşen verhängte internationale Reiseverbot aufgehoben, die wegen eines Witzes über islamische Imam-Hatip-Schulen vor Gericht steht. Die Madonna der türkischen Musikszene hatte vor Monaten in Bezug zu religiösen Schulen von Perversität gesprochen. Wie NTV berichtet, hob ein Istanbuler Gericht am Mittwoch das gegen Popstar Gülşen verhängte internationale Reiseverbot auf, die wegen ihrer Äußerungen über islamische Imam-Hatip-Schulen wegen „Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit in der Öffentlichkeit“ angeklagt ist. Die 46-jährige Sängerin Gülşen Bayraktar Çolakoğlu, die in der Türkei unter dem Künstlernamen Gülşen zur türkischen Madonna avanciert ist, wurde am 25. August wegen Aufstachelung zum Hass inhaftiert, nachdem ein Video ihrer Äußerungen von vor vier Monaten auf der Website der Tageszeitung Sabah aufgetaucht war. In dem Video von ihrem Auftritt im April bezieht sich Gülşen auf einen Musiker in ihrer Band und sagt in heiterem Ton: „Er hat früher an einer Imam Hatip (Schule) studiert. Daher rührt seine Perversion.“

Gülşen erklärte während der Vernehmung, das Gespräch sei zwar über das Mikrofon erfolgt, weshalb auch die Zuschauer es mitbekommen hätten. Gerichtet sei das Gespräch aber an das Team bzw. an einen Einzelnen des Teams. Sie habe nicht die Absicht gehabt, Besucher der Religionsschulen zu verunglimpfen oder Hass zu verbreiten. Sie werde in Zukunft eine andere Sprache anwenden und so etwas vermeiden. Daher entschuldige sie sich, wenn man das in diesem Zusammenhang falsch aufgefasst habe.

Die Popsängerin sagte bei der Vernehmung, dass sie es sich nicht erklären könne, weshalb man erst Monate nach dem Ereignis das Video ins Netz gestellt habe. Ihrer Meinung nach sei das geplant gewesen und diene lediglich der Provokation. Tausende unterstützten sie in den sozialen Medien und erklärten, dass sie wegen ihres Einsatzes für LGBT+-Rechte und liberale Ansichten, die sich gegen die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdoğan richten, angegriffen wurde. Mehrere Minister verurteilten ihre Äußerungen auf Twitter. In türkischen Talkshows wurde zwar der Satz an sich rundweg als Hass und Hetze bezeichnet, jedoch war man sich auch mehr oder weniger einig darüber, dass das derzeitige mediale Interesse und die Forderungen nach einer harten Strafe, zum jetzigen Zeitung überzogen seien. Auch die Inhaftierung wurde kritisiert und als unverhältnismäßig bezeichnet. Nach dem öffentlichen Aufruhr wurde die Sängerin am 29. August aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt. In der Anklageschrift der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft werden bis zu drei Jahre Haft für die Sängerin gefordert. Das Gericht hatte zuvor beschlossen, die Anordnung aufzuheben, wonach Gülşen wöchentlich ihre Unterschrift bei der nächsten Polizeiwache abgeben muss.

Weltschlaganfalltag 2022
Wieso immer mehr jüngere Altersgruppen darunter leiden

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Frankfurt – Schlaganfälle bergen nicht nur ein hohes Gesundheitsrisiko, sondern sind obendrein eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die sogenannte „Apoplexie“ ist aktueller denn je – und laut GBD (Global Burden of Disease Study) sind immer mehr Jüngere davon betroffen. Die Folge: eine womöglich lebenslange Einschränkung im Arbeits- und Privatleben. Oftmals kann sogar eine Berufsunfähigkeit aufkommen und mit ihr einhergehende psychische sowie finanzielle Schwierigkeiten. Über 85 Prozent der Schlaganfälle sind auf eigens erhöhte Risikofaktoren zurückzuführen. Der digitale Versicherungsmanager CLARK macht anlässlich des Weltschlaganfalltags darauf aufmerksam, wie man achtsamer mit der Thematik umgehen kann. Wie entsteht ein Schlaganfall? Eine Apoplexie entsteht durch Blutgerinnsel im Gehirn, die zu Gefäßverstopfung oder Hirnblutung führen. Mitunter kann der Druck auf das Gehirn und die Sauerstoffunterversorgung irreparable Schäden hervorrufen. Die häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls sind Sprach- und Sehstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel sowie starke Kopfschmerzen. Allerdings gibt es hierbei einige geschlechtsspezifische Unterschiede. Mitunter steigt bei Frauen durch den Bluthochdruck in der Schwangerschaft und anhand von Hormonpräparaten wie der Antibabypille die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Doch auch Vorhofflimmern führt bei Frauen doppelt so häufig zu einem Schlaganfall als bei Männern mit derselben Vorerkrankung [3]. Mit dem FAST-Test lässt sich allerdings grundsätzlich prüfen, ob der bzw. die Betroffene gerade einen Schlaganfall erleidet. FAST steht dabei für „Face, Arms, Speech and Time“ (Gesicht, Arme, Sprache und Zeit). So kann geprüft werden, ob die Person lächeln oder ihre Arme mit den Handflächen nach oben gedreht ausstrecken kann. Außerdem sollte die betroffene Person versuchen, einen Satz zu sagen. Da jede Minute zählt, sollte unverzüglich die 112 gerufen werden. Wovon das Schlaganfallrisiko ansteigt Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder Übergewicht – all dies sind potenzielle Gefahren für die körperliche und mentale Gesundheit. Expert:innen gehen davon aus, dass über 90 Prozent aller ischämischer Schlaganfälle verhindert werden können, wenn Betroffene gesünder leben würden. Die jüngeren betroffenen Altersgruppen sind zum einen durch den demographischen Wandel zu erklären, als auch durch einen verstärkt zu hohen Cholesterinspiegel und Stresspegel sowie einer erhöhten Salz- und Zuckeraufnahme. Eine repräsentative Studie von CLARK zeigt, dass 26 Prozent der Deutschen obendrein gerade an stressigen Tagen zu Fast-Food greifen. Bis 2030 könnte sich die Zahl der Schlaganfälle bei diesen Grundbedingungen verdoppeln, so Valery Feigin vom National Institute for Stroke and Applied Neurosciences (Auckland). Neben einer aktiven und ausgeglichenen Lebensweise können auch Vorsorgeuntersuchungen als Prävention helfen. Bei einem Vorsorgetermin ergibt sich eine grundlegende Übersicht über das eigene gesundheitliche Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, sich alle drei Jahre bei ihrem Hausarzt komplett durchchecken zu lassen. Die eigene Arbeitskraft und Gesundheit richtig absichern Sollte es nach einem Schlaganfall zu einem Verlust der eigenen Arbeitsfähigkeit kommen, reicht die gesetzliche Leistung bei weitem nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. „Deswegen sollte unbedingt über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachgedacht werden“, so Marco Adelt, Vorstandsmitglied und Co-Gründer von CLARK. Diese Versicherung springt ein, sollte der Beruf langfristig bzw. dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden können. „Grundsätzlich sollten 70 bis 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens abgesichert werden, um auch im Ernstfall für die Zukunft gewappnet zu sein und den aktuellen Lebensstandard halten zu können“, so Adelt. Auch gilt es zu erwähnen, dass der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt vor dem Erleiden eines Schlaganfalls erfolgen sollte. Denn den Abschluss einer solchen Versicherung nach einem Schlaganfall lehnen die meisten Versicherer aufgrund des zu hohen Risikos ab, so Adelt abschließend.