Türkei-Wahlen 2023
Türkei: Oppositionsanhänger wünschen Erdbebenüberlebenden den Tod

von Nabi Yücel Aufgrund des Wahlausgangs in der Türkei und der bevorstehenden Stichwahl zur türkischen Präsidentschaft liegen bei Oppositionsanhängern die Nerven blank. Hasstiraden gegenüber Auslandstürken wie auch Solidaritätsentzug gegenüber Erdbebenopfern nehmen in sozialen Medien breiten Raum ein. In der Hochburg der Oppositionspartei CHP in Kumbağ, nahe der Provinzhauptstadt Tekirdağ, kündigte der Oberbürgermeister von Tekirdağ den im Hotel untergebrachten Erdbebenopfern an, sie vor die Straße zu setzen. Aufgebrachte Gäste erklärten, man wolle sie damit abstrafen, weil sie mehrheitlich die Regierungspartei gewählt hätten. Andere wünschten sich sogar, das alle Erdbebenopfer am besten gestorben wären um diesen Wahlausgang nicht zu erleben. Die türkische TikTok-Fenomenin Ayşegül Didem Doğan machte die Solidarität und Hilfen für die Erdbebenopfer von ihrem Wahlverhalten abhängig und drohte, bei einer falschen Entscheidung damit stets konfrontiert zu werden. Das sind keine Einzelfälle. Über soziale Medien melden sich immer mehr Oppositionsanhänger, bekannte wie unbekannte Gesichter, die verkünden, ihre Solidarität und Hilfen zu entziehen. Dabei werden die im Erdbebengebiet lebenden Menschen beschimpft, man droht ihnen, die Hilfen einzustellen oder wünscht ihnen sogar den Tod. Auch im Ausland gibt es Gleichgesinnte, die sich zu Wort melden. Ein Dönerladen-Betreiber (Süvari M.) aus Deutschland, verfluchte die Erdbebenopfer und beschimpfte sie lautstark für ihr Wahlverhalten. Inzwischen liegt eine Strafanzeige gegen den Mann vor, der von der türkischen Staatsanwaltschaft verfolgt wird. Es gibt aber auch Gegenreaktionen auf die zunehmenden Hasstiraden im Netz, die sich nicht nur auf Erdbebenopfer beschränken, sondern auch Auslandstürken, Wählerkreise erfassen, die für den Wahlausgang verantwortlich gemacht werden. Der türkische Schauspieler Sinan Albayrak zeigte sich entsetzt über die zahlreichen Hasstiraden gegenüber Erdbebenopfern, nur weil sie bei den Wahlen mutmaßlich die amtierenden Regierungsparteien bzw. Präsidenten bevorzugt hätten. Die bekannte türkische Schauspielerin Bergüzar Korel verurteilte die Hassreden und erklärte, wie sich wohl die Menschen fühlen würden, wenn sie das sehen und hören würden und fügte hinzu: „Was über die Ergebnisse aus Erdbebengebieten geschrieben wird, entspricht genau der Mentalität, die kritisiert wurde. Menschen, die alles verloren haben, lesen diese Beiträge … Wir sind nicht die Menschen, die für die Hilfe und Solidarität Opfer zur Rechenschaft ziehen oder damit prahlen.“ Die Hasstiraden im digitalen Raum werden von türkischen Experten auf den Hass auf Recep Tayyip Erdoğan zurückgeführt, der sich in letzter Zeit extrem zeige. Shitstorms seien die vereinfachte Form von komplexen Zusammenhängen, wobei die Tatsächlichkeit der Dinge nicht mehr so eine Rolle spiele. Laut dem Leiter des Umfrageinstituts SONAR, Hakan Bayrakçı, würden auch Politiker wie Journalisten, diesen Hass antreiben bzw. schüren. Bayrakçı befürchtet, dass die Hasstiraden bis zur Stichwahl ansteigen und an Qualität und Intensität zunehmen werden.

Zum Thema

– Sindelfingen – Mercedes-Werk: „Erdogan-Gegner erschießt Kollegen“

Zwei Menschen sind am Donnerstagmorgen bei Schüssen auf dem Werksgelände von Mercedes-Benz in Sindelfingen ums Leben gekommen.

Mercedes-Werk: „Erdogan-Gegner erschießt Kollegen“
 

Historie
Die sozio-kulturelle Lage der Süd-Aserbaidschaner im Iran seit 1828 bis heute

von Ahmad Omid Yazdani Seit acht Monaten kämpfen die freiheitsliebenden Völker im Iran gegen das diktatorisches Molla-Regime. Sie kämpfen für Freiheit, Arbeit und Brot, Demokratie und nationale Selbstbestimmungsrecht. An der ersten Reihe des Freiheitskampfes stehen die unterdrückten Frauen, deren elementarsten Menschenrechte seit über 40 Jahren von einem mittelalterlichen schiitischen Regime mit Füßen getreten werden. Ich bin selbst ein Aserbaidschaner aus dem Iran und möchte mit folgendem Beitrag über die sozio-kulturelle Lage der aserbaidschanischen „Minderheit“ im Iran informieren. Das Wort Minderheit setze ich dabei in Anführungszeichen, denn der Iran ist ein multiethnischer Vielvölkerstaat in dem etwa genauso viele Aserbaidschaner wie Perser leben – also etwa jeweils ca. 30 Millionen. Weitere ca. 22 Millionen Einwohner verteilen sich auf andere ethnische Gruppen, wie Kurden, Balutschen, Araber, Turkmenen, Loren, Giläkin und andere kleine Minderheiten. Wenn wir über Menschenrechtsverletzungen im Iran sprechen, denken wir natürlich als erstes an grundlegende Freiheitsrechte wie die Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Versammlungsfreiheit oder an die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Alle Menschen im Iran leiden unter der alltäglichen Unterdrückung dieser Rechte. Aber wie sieht es mit den kulturellen Rechten der ethnischen Minderheiten aus? Auch in diesem Bereich herrscht eine brutale Unterdrückung. Die Angehörige der nicht persischen ethnischen Minderheiten, die sich für die Freiheit ihrer Sprache und Kultur einsetzen, werden inhaftiert, gefoltert und gehängt. Viele Ethnien im Iran erleiden somit zusätzlich zu allgemeiner Unterdrückung, die das gesamte Land betrifft, eine zusätzliche Unterdrückung ihrer Kultur und Sprache. So gibt es für die über 30 Millionen Aserbaidschaner im Iran nicht eine einzige muttersprachliche Schule. Literatur, Musik und andere Medien auf Aserbaidschanisch sind in der Öffentlichkeit so gut wie nicht vorhanden. Um die Frage zu beantworten, wie es zur jetzigen Situation der Aserbaidschaner im Iran kam, werde ich kurz auf die geschichtliche Entwicklung eingehen. Süd-Aserbaidschan (1828–1925) Das historische Aserbaidschan wurde im Jahre 1828 nach einem Krieg zwischen dem Kadscharen-Iran und dem russischen Zarenreich im Rahmen der Friedensverhandlungen geteilt. Der Nordteil wurde dabei an das russische Zarenreich angegliedert, der Südteil verblieb im Iran (siehe Karte „Kaukasisches- und Persisches Aserbaidschan“ nach 1828). Süd-Aserbaidschan war bis zu diesem Zeitpunkt und bis ins frühe 20. Jahrhundert nicht nur ein einfaches Gebiet im Iran, sondern eine Provinz mit einer sehr starken Stellung und einem hohen Anteil an Autonomität. Der Iran war in dieser Zeit kein stark zentralistischer Staat, sondern bis zur Gründung der Pahlawi Dynastie im Jahre 1925 ein Staatsgebilde, zusammengesetzt aus verschiedenen eigenständigen Selbstverwaltungseinheiten (mämaleke Mähruseye Iran).
Karte “Kaukasisches- und Persisches Aserbaidschan” nach 1828, Baku, Nationalmuseum für Geschichte von Aserbaidschan
Das ganze System kommt nach heutigem Verständnis einer Mischform aus Bundesstaat und Staatenbund sehr nahe. Diese Selbstverwaltungseinheiten – so auch Süd-Aserbaidschan – hatten z. B. die überwiegende Hoheit im Bereich der regionalen Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Sie führten in regelmäßigen Abständen Teile ihres Steueraufkommens an eine Zentralregierung ab … und im Falle eines Krieges stellten sie militärische Einheiten. Nun muss man natürlich wissen, dass sich diese Selbstverwaltungseinheiten wesentlich von Bundesstaaten, wie wir sie z. B. in Deutschland kennen, unterscheiden. Denn außer dem höheren Anteil von Autonomie grenzten sie sich untereinander deutlich ab. Sie unterschieden sich meist voneinander durch ihre Ethnizität, ihre Kultur und die Sprache … auch in ihrer religiöser Konfession. Das Leben in Süd-Aserbaidschan nahm nach den russisch-persischen Kriegen, abgesehen von dem gescheiterten Versuch von Scheich Mohammed Khiabani – im April 1920 mit seiner Demokratischen Partei in Süd-Aserbaidschan eine demokratische Republik zu gründen – seinen gewohnten Verlauf. Das heißt Aserbaidschaner, Perser und andere Ethnien lebten friedlich und gleichberechtigt neben einander. Bis zur Errichtung der Pahlawi-Dynastie im Jahre 1925 war Süd-Aserbaidschan eines der bedeutendsten Zentren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens im Iran gewesen. Auf Grund seiner geographischen Nähe zu Europa und intensiven Kontakt zu Intellektuellen in der Türkei und Russland besaß Süd-Aserbaidschan bei der Verbreitung moderner europäischer Ideen eine herausragende Sonderstellung im Iran. So ging beispielsweise die konstitutionelle Revolution 1906–1911 im Iran von Süd-Aserbaidschan aus. Sie richtete sich gegen die willkürliche Herrschaft und errichtete die konstitutionelle Monarchie mit einer Verfassung, die überwiegend der belgischen Verfassung nachgebildet war. Innerhalb Irans befand sich Süd-Aserbaidschan damals in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht in einem normalen Entwicklungsstadium. Dies sollte sich jedoch mit der Errichtung der Palawi-Dynastie im Jahre 1925 grundlegend ändern. Süd-Aserbaidschan (1925–1946) Rezah-Schah, der Begründer der Palawi-Dynastie und glühender Anhänger der arischen Rassenideologie, begründete ein Terrorregime, das parallel zur allgemeinen Unterdrückung der iranischen Bevölkerung das Ziel hatte, ein zentralistisches Regime zu erschaffen und die Kultur und Sprachen der nicht-persischen Bevölkerungsgruppen zu vernichten. Rezah Schah ging hierbei mit einer geschichtlich gesehen beispielsloser Härte vor. Die persische Sprache wurde zur Staats- und Verwaltungssprache sowie zur einzigen Mediensprache erhoben. Die Aserbaidschaner im Iran durften ihre Muttersprache an offiziellen Stellen nicht mehr sprechen. Schüler, die von Lehrern bei einer Unterhaltung in aserbaidschanischer Sprache beobachtet wurden, mussten eine Geldstrafe zahlen oder sie wurden mit dem Schlagstock misshandelt. Der von der Teheraner Zentralregierung ernannte Kulturverantwortliche Mohseni erklärte dabei öffentlich:
„Wer sich auf Türkisch unterhält, der muss mit einer Leine um den Hals in den Kuhstall gebracht werden.“
Die Beherrschung der persischen Sprache war von nun an Grundvoraussetzung zum sozialen Aufstieg im gesamten Iran. Wer kein Persisch sprach, hatte keine Chance eine Stelle an staatlichen Institutionen zu bekommen. Aserbaidschanische Musik, Bücher und Zeitungen wurden verboten. Es begann eine von der Teheraner Zentral-Regierung gesteuerte Propaganda gegen aserbaidschanische Bevölkerungsteile. Selbst Aserbaidschaner, die des Persischen mächtig waren, wurden in aller Öffentlichkeit wegen ihrer Aussprache als „halbzivilisiert“ stigmatisiert. Besonders eifrige Wissenschaftler kämpften dabei öffentlich um die wirksamsten Methoden zur Ausrottung der aserbaidschanischen Kultur und Sprache. Der „Wissenschaftler“ Dr. Mahjar Nawabi schlug dabei vor, aserbaidschanische Kinder von ihren Eltern zu trennen und in rein persischsprachige Regionen in Pflegefamilien zu geben, um so jeglichen Kontakt zur aserbaidschanischen Sprache zu verhindern. Das ständige Verächtlichmachen, das Verbot aserbaidschanischer Kultur und diese Vorschläge führten zu einem enormen Druck auf die Aserbaidschaner im Iran. Ziel des Schah-Regimes war es offensichtlich, die uralte Kultur eines gesamten Landes komplett auszurotten. Parallel zur kulturell-sprachlichen Unterdrückung begann die sozio-ökonomische Vernachlässigung Süd-Aserbaidschans. Investitionen in aserbaidschanischen Provinzen (West-Aserbaidschan, Ost-Aserbaidschan, Ardebil) blieben fast völlig aus. Ziel war es offensichtlich, das aserbaidschanische Bürgertum und die Händler auf den Basaren zur Auswanderung in persische Städte zu zwingen. Doch bevor dieses Vorhaben vollständig verwirklicht werden konnte, musste Rezah Schah Pahlawi im September 1941 auf Druck der alliierten Mächte, die Iran in der Zeit des 2. Weltkrieges besetzt hatten, abdanken. Der Grund war unter anderem:  Rezah Schah hat auf freundlicher Basis mit dem nationalsozialistischen Deutschland und Hitler kooperiert. Nach der Besetzung Irans durch die Alliierten und der Abdankung Rezah Schahs zugunsten seines Sohnes Mohammed Rezah Schah Pahlawi begann im Iran eine kurz währende Periode der politischen Freiheit. Im aserbaidschanischen Teil des Irans wurde das Sprachverbot in der Öffentlichkeit aufgehoben und es erschienen wieder Medien in Aserbaidschanisch. Die Unterdrückung der Aserbaidschaner zur Zeit Rezah Schahs hatte zu einer starken national-freiheitlichen Strömung in Südaserbaidschan geführt. 1945 rief der Vorsitzende der neu gegründeten „Demokratischen Partei Aserbaidschans“, Seyed Djafar Pishawari, die nationale Regierung Aserbaidschans im Iran aus. Vorrangiges Ziel der nationalen Regierung war vor allem die regionale Autonomie Aserbaidschans im Iran, sowie die Befreiung von der einseitigen persischen Kultur- und Wirtschaftspolitik. Die aserbaidschanische Sprache wurde nun wieder als offizielle Sprache in Aserbaidschan verwendet. Die Kinder, die in der ihnen fremden persischen Sprache unterrichtet wurden, lernten nun wieder in ihrer Muttersprache. Zum ersten Mal in der Geschichte Irans wurde die geschlechtliche Gleichberechtigung offiziell zum Prinzip erhoben. Als die Alliierten den Iran im Mai 1946 verließen, wurde zwischen der Aserbaidschanischen Nationalregierung und der Teheraner Zentralregierung ein 10-Punkte Abkommen geschlossen – demnach blieb Süd-Aserbaidschan und zwar ausdrücklich unter der Gewährung von Autonomie ein Teil des Irans und die aserbaidschanische Sprache wurde als offizielle Amtssprache beibehalten. Süd-Aserbaidschan (1946–1979)  Die Teheraner Regierung hielt sich jedoch nicht lange an diesen staatsrechtlichen Vertrag. Bereits im November 1946, also 6 Monate später, marschierten Militäreinheiten der iranischen Zentralregierung in aserbaidschanische Provinzen ein und massakrierten tausende Aserbaidschanern und plünderten das Land. Nachdem die kaiserliche Armee die linksgerichtete nationale Regierung Aserbaidschans schließlich stürzte, wurden die Repressalien gegen die Aserbaidschaner wieder eingeführt und sogar intensiviert. Es kam nun zu öffentlichen Bücherverbrennungen aserbaidschanischer Literatur. Alles Aserbaidschanische wurde nun noch stärker dämonisiert oder verächtlich gemacht. Gleichzeitig mit dem neuerlichen Verbot der aserbaidschanischen Kultur und Sprache in öffentlichen Institutionen begann die Periode der Assimilation und des Wirtschaftskrieges gegen das Land. Mitte der sechziger Jahre und Anfang der siebziger Jahre war die antiaserbaidschanische Stimmung im Iran so extrem, dass bereits der Besitz eines einzigen Buches in aserbaidschanischer Sprache dazu führte, dass man von offiziellen staatlichen Organen als Sezessionist gestempelt und verhaftet wurde. Den Millionen aserbaidschanischen Bürgern im Iran wurde kein einziges Radio- oder Fernsehprogramm geboten – sie hatten keine Zeitungen und Bücher. Die systematische Diskriminierung der Aserbaidschaner ging soweit, dass nun viele anfingen dem Druck nachzugeben und ihre eigene Nationalität zu leugnen. Aserbaidschan, das vor der Pahlawi-Dynastie aufgrund seiner geopolitischen Lage zu den wichtigsten Industrie- und Handelszentren gezählt hatte, verwandelte sich rasant in eine der unterentwickeltsten Provinzen im Iran. Die Anzahl der Industrieanlagen und der Neuinvestitionen war im Vergleich zu anderen bevölkerungsmäßig gleichstarken persischen Provinzen drastisch geringer. Die unzumutbaren Umstände veranlassten die Aserbaidschaner massenweise zur Flucht in die persischen Großstädte. Intellektuelle, Basarhändler, also große Teile der Mittelschicht, flohen scharenweise aus Süd-Aserbaidschan. Parallel zur Bevölkerungsflucht kam es zu einer großen Kapitalflucht. Milliarden von Rial flossen mit den aserbaidschanischen Auswanderern in die persischen Städte. Süd-Aserbaidschan nach der islamischen Revolution 1979 Die systematische Benachteiligung und Verwüstung des aserbaidschanischen Wirtschafts- und Kultursektors hat sich nach der islamischen Revolution im Jahre 1979 nicht etwa verbessert, sondern enorm verschlechtert. Die kulturellen und sprachlichen Beschränkungen der Pahlawi-Dynastie wurden von den Mullahs aufrechterhalten. Der persische Assimilationsprozess schreitet bis heute voran. Ein schleichender Kulturmord von undenkbarem Ausmaß und mit undenkbarem Ausgang. Die Assimilationspolitik der Zentralregierung basiert dabei vor allem auf 5 Methoden: 1. Verbot des muttersprachlichen Schulsystems sowie massive Behinderung von muttersprachlichen Medien. Hierzu muss ich ausführen: Es gibt zwar ein Fernsehprogramm, in dem aserbaidschanische Wörter benutzt werden, aber diese bewusst in einer völlig grammatikalisch falschen Weise und gemischt mit persischen Wörtern. Eine gezielte Deformation der Sprache. 2. Vernachlässigung der ökonomischen Entwicklung der aserbaidschanischen Gebiete. 3. Anwendung subtiler psychologischer Methoden zur Aufgabe der ethnischen Identität der Aserbaidschaner – z. B. rassistische Witze und Karikaturen in öffentlichen Zeitungen über Aserbaidschaner, die als „Esel-Türken“gennant werden. 4. Umbenennung historischer Stätten, Orte, Dörfer und Inseln der Aserbaidschaner ins Persische. 5. Das Verbot, neugeborenen Kindern, aserbaidschanische Namen zu geben. Doch wozu diesen ganzen Aufwand, was ist der Zweck dieser offensichtlichen Benachteiligung Süd-Aserbaidschans? Weshalb wurden Millionen Aserbaidschanern ihre Sprache und Kultur in der Öffentlichkeit faktisch verboten? Wieso soll die Identität eines ganzen Volkes ausgelöscht werden? Hierzu sollte man wissen, dass die ethnische Benachteiligung der Aserbaidschaner und natürlich anderer Volksgruppen im Iran ihren Ursprung, wie gesagt in der Pahlawi-Dynastie hat. Rezah Schah war ein ideologischer Anhänger Hitlers und der Idee des arischen Übermenschen. Für Rezah Schah waren die Perser, wie für Hitler die Deutschen die arische Herrenrasse. Die Kultur der anderen nicht-persischen Völker Irans galt für ihn als minderwertig und gehörten somit ausgerottet. Diese Meinung wird noch heute von vielen sogenannten persischen Intellektuellen und staatlichen Würdenträgern offen propagiert; selbst von solchen, die an sonst die Unterdrückung von Freiheitsrechten im Iran anprangern. Wie kann die gegenwärtige Situation der Aserbaidschaner im Iran beschrieben werden: • Aserbaidschan ist ein seit 1828 geteiltes Land. Wir haben im Iran über 30 Millionen Aserbaidschaner, die zusätzlich zur allgemeinen politischen Unterdrückung einer kulturell-wirtschaftlichen Unterdrückung unterliegen. • Über 30 Millionen Aserbaidschaner, die keine Möglichkeit haben in öffentlichen Schulen ihren Kindern die Muttersprache beizubringen, die keine wirkliche Möglichkeit haben eine Zeitung in ihrer Sprache zu lesen oder einen Film in ihrer Sprache zu sehen. • Zwar sieht Artikel 15 der islamisch-iranischen Verfassung vor, dass die verschiedenen Volksgruppen im Iran das Recht auf muttersprachliche Medien und die Erlernung ihre Literatur in den Schulen haben. Doch liegt hier der wohl krasseste Widerspruch von Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit im Iran. • Wir haben im Iran ein über 30 Millionen Volk, das ständiger propagandistischer Hetze seitens rassistischer persischer Kreise ausgesetzt ist, und das am Rande der Vernichtung steht. Es stellt sich daher die Frage, wie sich das durch Rezah Schah künstlich geschaffene Nationalitätenproblem im Iran lösen lässt? Entsteht im Iran vielleicht ein zweites Jugoslawien oder aber zweites Irak oder Syrien? Können die verschiedenen Völker im Iran gleichberechtigt und in gegenseitiger Achtung miteinander leben und wird die hauptsächlich aus Persern bestehende politische Elite im Teheran bereit sein, die nationalen und kulturellen Rechte der anderen Völker im Iran anzuerkennen? Wird diese Elite bereit sein, bedingt durch die Partizipation anderer Volksgruppen an der Regierung, auf einen Teil ihrer Macht zu verzichten? Hinsichtlich der Problemlösung der aserbaidschanischen Frage im Iran sind in letzter Zeit mehrere politische Untergrundorganisationen entstanden. Bei diesen politischen Organisationen werden hauptsächlich zwei Meinungen vertreten: • Für einen Teil ist Iran ein „Gefängnis der Völker“. Die politische Führung im Iran besitze auf Grund fehlender demokratischer Tradition im Iran und auf Grund der Machtgier nicht die Fähigkeit, einen Schritt in die Richtung Demokratie zu gehen. Folglich seien die Unterdrückung der demokratischen Rechte und die Assimilationspolitik gegenüber anderen ethnischen Gruppierungen im Iran eine logische Vorgehensweise der politischen Eliten im Iran. Der einzige Weg aus diesem Zustand sei die endgültige Abtrennung Süd- Aserbaidschans vom Iran. • Ein anderer Teil der politischen Richtung sieht die Zukunft Süd-Aserbaidschans zwar im Iran, jedoch ausschließlich unter der Bedingung der Gewährung von autonomer Selbstverwaltung im Rahmen eines demokratisch-föderativen Staatssystems im Iran. Ein föderativer iranischer Staat müsse als Grundlage den freiwilligen Zusammenschluss aller im Iran lebenden Völker haben. Da die Aserbaidschaner mit einer Bevölkerung von ca. 30 Millionen mindestens gleichstark wie die Perser im Iran vertreten sind, müsse ihnen – wie so vielen anderen Völkern in der Region – regionale Selbstverwaltung sowie in Fragen der Außen- und Innenpolitik Irans ein gleichberechtigtes Mitspracherecht eingeräumt werden. Außerdem muss die aserbaidschanische Sprache auch als offizielle Kommunikationssprache Irans proklamiert werden. Unabhängig von der Frage, welches dieser Szenarien realistischer sein mag – eines steht fest: Es ist für das 21. Jahrhundert unvorstellbar, dass ein 30 Millionenvolk fast vollständig seiner Identität beraubt wird. Das Recht, dass die eigenen Kindern ihre Muttersprache in der Schule lernen; das Recht, dass man Kinos, Theater und Filme in seiner Muttersprache sehen darf; das Recht, seinen Kindern muttersprachliche Namen geben zu dürfen und für seine Herkunft nicht verächtlich gemacht zu werden sind unveräußerliche Menschenrechte. Sollten den Millionen Aserbaidschanern und anderen Ethnien diese Rechte nicht gewährt werden, so könnte der Iran und die Region einer konfliktreichen Zukunft entgegensehen, denn der Widerstand unter den unterdrückten Ethnien gegen den Assimilationsprozess wird stärker. Es ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis dies Protest zu einer Massenbewegung wird.
Der Autor Ahmad Omid Yazdani (Azəroğlu), geboren 1947 in Täbris/Iran, kam 1970 in die Bundesrepublik. Er studierte in Mainz, Trier und Berlin Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft. 1993 veröffentlichte er sein Buch “Geteiltes Aserbaidschan” und verschiedene Artikel zum Thema Iran und Aserbaidschan.
 

Kommentar
Türkei: Das Wahldebakel der türkischen Opposition

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Am Wahlabend haben rund 44 Prozent der türkischen Wähler hautnah erleben müssen, in welche Filterblase sie während des Wahlkampfs hineinmanövriert wurden. Das Wahlergebnis ist für die Oppositionswähler entsprechend enttäuschend wie ernüchternd. Die türkischen Wähler haben der Präsidentschafts- und Parlamentswahl eine rekordverdächtige Wahlbeteiligung beschert. Das Ergebnis der Wahlen bestätigte die Prognosen weniger türkischer Umfrageinstitute, verwarf gleichzeitig die Zahlen der lautstarken ausländischen und oppositionellen Stimmen. Wie kommt das? Zunächst einmal hat das Anti-Erdoğan-Bündnis um den Herausforderer Kemal Kılıçdaroğlu CHP (Bündnis der Nation (türkisch Millet İttifakı)) 35 Prozent einfahren können, während die Volksallianz (Cumhur İttifakı) unter dem derzeitigen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan AKP mit 49,5 Prozent knapp die Mehrheit verfehlte. Nun ist das Gejammere unter Oppositionellen groß und die westliche Welt schaut ratlos zu. Gerade diese Konstellation kostete Kılıçdaroğlu das Motto, bereits bei der ersten Wahlrunde eine Entscheidung herbeizuführen. In zwei Wochen wird die Stichwahl zwischen Kılıçdaroğlu und Erdoğan die Entscheidung bringen. Nüchtern betrachtet erübrigt sich jede weitere Diskussion darüber, wer die Stichwahl für sich entscheiden wird. Die Gründe liegen nämlich auf der Hand. Denn, während man in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl noch Chancen wittert, ist die Parlamentsmehrheit längst in der Hand der Volksallianz. Auch wenn mit Ach und Krach Kılıçdaroğlu die Präsidentschaftswahl gewinnt, hat er im Parlament nichts zu melden, würde eine amputierte Regierung anführen. Von daher ist schon der Gedanke daran, Kılıçdaroğlu könnte die Stichwahl für sich entscheiden, eine Zumutung. Das Wahlergebnis war aber bereits Monate zuvor vorauszusehen. Der erste gravierende Fehler war, im Wahlkampf gegen Erdoğan einen Dauerverlierer wie Kemal Kılıçdaroğlu aufzubieten. Der zweite Fehler war zu glauben, mit fünf grundverschiedenen ideologischen Parteien und der YSP an einem Strang, Erdoğan vom Thron zu stoßen. Wer sich anschickt in der Türkei mit dem politischen Arm der Terrororganisation PKK, der völkisch-kurdischen HDP bzw. deren Nachfolgepartei Yeşil Sol Parti (YSP) in den Wahlkampf zu ziehen, das nationale Lager dafür vernachlässigt oder deren Stimmen nicht berücksichtigt, der hat die Rechnung ohne die Wählerschaft aufgestellt und sich damit den dritten großen Fehler eingefangen. Der vierte große Fehler von Kılıçdaroğlu war, den vierten Herausforderer der Präsidentschaftswahl und ehemaligen Weggefährten Muharrem Ince auszuschalten, in dem man mit Twitterbots und dunklen Gestalten, hinter der sich offenkundig die Gülen-Sekte bzw. die FETÖ verbirgt, angebliche Sex-Enthüllungen über Ince ankündigt, den propagandistischen Druck auf ihn fokussiert und letztendlich damit zur Aufgabe zwingt. Noch unglaublicher ist der Umstand, dass die CHP unter Kılıçdaroğlu geradezu das Silberbesteck veräußerte, in dem es drei der Bündnispartner eigene Abgeordnetensitze zusicherte, wenn sie gemeinsam unter der CHP agieren. Der ehemalige türkische Außenminister und Vorsitzende der DEVA, Ali Babacan, Ahmet Davutoğlu von der Gelecek Parti und ehemalige Außenminister unter dem AKP-Kabinett sowie Temel Karamollaoğlu von der Partei der Glückseligkeit erwiesen sich als sehr gute Geschäftspartner, die mit Nichtstun und gerade mal 1 Prozent Stimmenanteile insgesamt, rund drei Dutzend Stühle im Parlament sicherten. Mit Bauernschläue versuchte derweil Kemal Kılıçdaroğlu während des Wahlkampfs das syrische Flüchtlingskontingent, außer Landes zu reden, während der dritte Herausforderer, Sinan Oğan von der Zafer Partisi, diese Rolle aufgrund der politischen Richtung und mit Beihilfe seines Parteiaushängeschilds Ümit Özdağ längst ausübte und damit streitig machte. Mehr schlecht als recht verurteilte und kritisierte man die angeblich schlecht angelaufenen Hilfen der Regierung an die Bevölkerung der vom Erdbeben betroffenen 11 Provinzen des Landes, was letztendlich darin endete, dass die amtierenden Regierungsparteien in dieser betroffenen Erdbebenregion sogar zulegen konnte, statt Federn zu lassen. Offenkundig sind die Betroffenen des Erdbebens mit der Regierungsarbeit doch zufrieden und haben mehrheitlich für Erdoğan gestimmt. Nun ist das Gejammere unter den Oppositionellen groß. Statt aber vor der eigenen Haustür zu kehren und rückblickend eine Bilanz zu ziehen, beschränkt man sich mit Seitenhieben und abstrusen Verschwörungstheorien oder zieht über die Wählerschaft her, die eine falsche Entscheidung getroffen habe. Dabei ist das Wahldebakel überschaubar, die Fehler offenkundig zu sehen. Ein kurzes Fazit: 📍Die türkischen Umfrageinstitute lagen bis auf zwei namentlich bekannte ziemlich daneben. Mit Ihnen aber auch die europäische Medienlandschaft, die dem Herausforderer von Erdoğan große Chancen einräumten. Vielleicht sollte man auf die richtigen Stimmen hören, statt sich in der Filterblase aufzuhalten. 📍Kemal Kılıçdaroğlu hat nach dem Wahldebakel ziemlich schnell resigniert reagiert. Seine Presseauftritte in der Nacht kann man mit „Hallo, guten Abend, lebe noch“ interpretieren. Ein würdiger Abschluss oder eine Kampfansage zur Stichwahl sieht anders aus. 📍Die CHP hat bei dieser Wahl gezeigt, dass sie trotz Beteiligung der Kleinstparteien im Bündnis nichts hinzugewonnen hat. Alleine heimste man 25 Prozent ein, mit den fünf weiteren Kleinparteien ebenfalls 25 Prozent. 📍Die Kleinparteien der Millet Ittifakı (Davutoğlu, Babacan, Karamollaoğlu) fuhren insgesamt rund 1 Prozent ein, sackten aber dafür 35 Sitze als Diäten von der CHP ein. 📍Die Betonung von Kılıçdaroğlu während des Wahlkampfs, Selahattin Demirtaş und Osman Kavala freizulassen, kostete sehr viele Stimmen aus dem nationalen Lager (Milliyetci). 📍Trotz der Hiobsbotschaften und Abspaltung und Zusammenschluss im Bündnis der Nation, konnte die Regierungskoalitionspartei MHP ihre Stimmen nicht nur halten, sondern hinzugewinnen. 📍Die parlamentarische Mehrheit liegt immer noch bei der Volksallianz. Damit ist das Ziel und Wahlversprechen der Bündnis der Nation, die Rückabwicklung des Präsidialsystems in „gestärkte Parlamentssystem“ für weitere 5 Jahre nicht realisierbar. 📍Barış Atay und linke Konsorten, die mit dem Zaunpfahl gegen die amtierende Regierungsparteien zeigten, haben es nicht ins Parlament geschafft. Drohungen und wüste Beschimpfungen alleine bringen keine Stimmen ein. 📍Die Töne gegenüber Kemal Kılıçdaroğlu und Meral Akşener (IYI Partei) werden rauer. Die ersten oppositionsnahen Claqueure fordern schon Rücktritte. 📍Die Opfer und Hinterbliebenen des Erdbebens in der Türkei müssen den Wahlausgang der Bündnis der Nationen ausbaden. Die Wut aufgrund der Enttäuschung über den Wahlausgang in den 11 Provinzen nimmt unter Oppositionsanhängern krasse Formen an und ist nur beschämend aufzunehmen. 📍Kılıçdaroğlu hat einen weiteren großen Fehler begangen: sich an Goliath angelehnt. Der Türke mag es nicht, wenn sich jemand an das Ausland lehnt und diese das auch noch zum Ausdruck bringen. Stichwort Kati Piri, Joe Biden, Cem Özdemir, Grünen. 📍Die völkisch-kurdische HDP / Yeşil Sol Parti hat nicht nur Stimmen verloren, sondern im Kern Federn gelassen, auch in kurdischen Hochburgen. 📍Inflation, Korruptionsvorwürfe oder gravierende Folgen des Erdbebens, damit konnte die Opposition die Bürger nicht überzeugen. Offensichtlich kann der Bürger sehr wohl unterscheiden, was das Land bedroht und nicht bedroht. Soviel steht fest: Man schenkt den Werten der Nation viel mehr Gewicht, als dem Materiellen. 📍Die Kritik an der Opposition wächst. Der Wahlkampf und Wahlabend sei miserabel geführt worden. Unter anderem steht die Nachrichtenagentur ANKA in der Kritik. Man fordert von der Opposition, sich bei der ANKA nicht mehr mit Zahlen einzudecken. 📍Im März 2024 stehen in der Türkei die Kommunalwahlen an. Wohl deshalb setzt der Istanbuler OB Ekrem İmamoğlu alles daran, diesen Posten zu sichern und die gegenwärtigen Wahlen vorerst abzuhaken. Die Oppositionsanhänger befürchten aber, dass İmamoğlu Istanbul verlieren wird; in Ankara sieht es mit Mansur Yavaş nicht besser aus. 📍Diejenigen, die die völkisch-kurdische HDP / Yeşil Sol als Schlüsselpartei anpriesen, haben recht behalten; darin, dass man mit dieser Partei nicht kungeln sollte. Die Wahlen haben gezeigt, dass die Partei keineswegs eine Schlüsselrolle spielt. 📍Das kommunistisch-sozialistisch-völkische TikTok-Bündnis namens „Emek ve Özgürlük İttifakı“ (Linksbündnis), hat gerade mal etwas mehr bekommen (10,5%) wie die MHP allein (10,1%) eingefahren hat. 📍Für alle Parteien sollte nunmehr das Credo gelten: wer Abgeordnetenkandidaten aufstellt, die nur als Marktschreier taugen, bleiben darauf sitzen. Wer tatkräftig arbeitet und Leistungen erbringt, hat die Wahl im Stand gewonnen. Nur versprochene oder verteilte Nudelrationen, zeigen von Zwiebeln und Kartoffeln, überzeugt in der Türkei niemanden mehr. Straßen, Tunnel, Brücken, Schnellzüge, Kampfdrohnen und unbemannte Kampfjets oder Flugzeugträger, mehr Lohn, mehr Lebensqualität, das sind Themen, die den Wähler vom Hocker stoßen. 📍Es ist ruhig geworden; um all die angeblichen Wahlungereimtheiten, die Oppositionsanhänger bis in die Nacht hinein vortrugen und damit noch das sinkende Fähnlein schwenkten. Es gibt an den Wahlen und Auszählungen nichts zu rütteln. Im Ganzen war auch dieses Jahr alles vollkommen rechtskonform und demokratisch. Die Türkei hat eines der ältesten Wahlkulturen der Welt. 📍Während Russland erklärt, die türkischen Wahlen und das Ergebnis des türkischen Volkes anzuerkennen, grübelt man in der EU und USA noch immer, wie man das Ergebnis madig reden kann. 📍Sinan Oğan, der dritte Präsidentschaftskandidat muss jetzt abwägen: verhandle ich mit einem Bündnis, die von Atatürkisten und Sozial- und Linksnationalisten entkernt wurde oder wende ich mich zähneknirschend der Altpartei zu, von der ich komme und die bislang als Schmelzsicherung für die AKP diente? 📍Es gibt Hunderttausende Tipps zum Wahlergebnis alleine in den zahlreichen Teestuben der Türkei, die mit dem Wahlausgang stimmiger sind als all die Bewertungen von Oppositionellen, Umfrageinstituten oder Experten und TV Moderatoren. Vor allem der Westen sollte das beherzigen, statt angebliche Türkei-Experten ins Feld zu führen. 📍Statt vor der eigenen Haustür zu kehren und Verantwortung für das Wahlergebnis zu tragen, keift man gegenüber den im Ausland lebenden Türken. 📍 Die dekadenten Liberalen, die im trüben Wasser schwimmenden Linken, die am Flugschalter mitfiebernde Gülen-Sekte sowie Hypotekenverwalter im Kandil-Gebirge sind von türkischen Realität dermaßen entrückt, man könnte sie gleich wieder umarmen und fest zudrücken. 📍Schweden wird wohl warten müssen. Scheint nicht so, dass der NATO Beitritt in nächster Zeit durch das türkische Parlament abgesegnet wird; ob mit oder ohne Kılıçdaroğlu / Erdoğan, völlig bumbs. Übrigens, die Wähler im Ausland sind aufgerufen, zwischen dem 20 und 24. Mai bei der Stichwahl ihre Stimmen erneut abzugeben.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Auch interessant

– Türkei-Wahlen 2023 – Syrische Flüchtlinge: Wenn Erdogan verliert gehen wir nach Deutschland

Während man in Deutschland eine Niederlage des amtierenden türkischen Präsidenten erhofft, machen sich syrische Flüchtlinge in der Türkei auf eine Flucht Richtung Deutschland bereit.

Syrische Flüchtlinge: Wenn Erdogan verliert gehen wir nach Deutschland

Nahrungsmittelversorgung
PGIM-Studie: Druck auf das Ernährungssystem sorgt für Innovationen und Investitionsmöglichkeiten

In letzter Zeit haben Ereignisse wie die Invasion in der Ukraine, die Corona-Pandemie und der Klimawandel Schwachstellen in unserem globalen Ernährungssystem aufgezeigt. Die Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung sind gravierend und zeigen sich etwa bei Nahrungsmittelpreisen, Geld- und Fiskalpolitik und sogar der politischen Stabilität. Diese Krisen haben jedoch auch die Voraussetzung geschaffen für dringend notwendige Innovationen. Laut einer neuen Studie von PGIM, dem globalen Investmentmanagement-Unternehmen von Prudential Financial, Inc. (NYSE: PRU) mit einem Volumen von 1,2 Billionen US-Dollar, können Investoren eine wichtige Rolle bei der Transformation dieser Branche in eine zukunftsfähige Industrie spielen. Um die sich abzeichnenden Anlagechancen und versteckten Risiken dieses anhaltenden Wandels zu identifizieren, vereint die neueste Megatrends-Studie „Was auf den Tisch kommt: Investmentchancen und Risiken durch den Umbruch im globalen Lebensmittelsystem“ die Erkenntnisse von PGIMs Anlageexperten aus den Bereichen Fixed Income, Aktien, Immobilien, Private Credit und Alternatives, mit jenen von führenden Politikern, Wissenschaftlern, Unternehmern, Ökonomen, Private Equity- und Venture Capital-Investoren. Die Studie fordert Investoren dazu auf, über die aktuellen Schlagzeilen hinauszuschauen und langfristige Trends zu erkennen, die gerade erst im Begriff sind, unser globales Ernährungssystem zu verändern. Mit dem wachsenden Wohlstand verschieben sich weltweit die Präferenzen hin zu ressourcenintensiven Nahrungsmitteln wie Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln. Die Analysen von PGIM zeigen, dass dieser Trend – in Verbindung mit der weltweiten Entwicklung einer immer ähnlicher werdenden Ernährungsweise – das Ernährungssystem verändert und die Art und Weise neugestaltet, wie und was wir heute und im nächsten Jahrzehnt essen. Da auch die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelproduktion zunehmen, werden Technologie und Innovation eine entscheidende Rolle dabei spielen, neue Wege für den Anbau und die Produktion von Nahrungsmitteln zu finden, die diesen Herausforderungen gerecht werden können. „Vom Erzeuger bis hin zum Endverbraucher ist unser globales Ernährungssystem komplex, ineffizient und zunehmend ungeeignet, seinen Zweck zu erfüllen“, sagt Shehriyar Antia, Head of Thematic Research bei PGIM. „Es besteht kein Zweifel, dass sich das Ernährungssystem in der Anfangsphase eines grundlegenden Wandels befindet. Um die zahlreichen Herausforderungen zu meistern, muss der Sektor sowohl produktiver als auch nachhaltiger werden. Investoren, die auf der Suche nach dem nächsten Lebensmitteltrend sind, sollten sich auf Innovationen in der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette konzentrieren – von der Kulturpflanzenforschung und landwirtschaftlichen Geräten bis hin zu Fortschritten bei Verpackung, Logistik und sogar alternativer Landwirtschaft.“ Veränderung demographischer Merkmale und Präferenzen bieten attraktive Chancen Diese Entwicklungen werden das Wachstum in den Kernbereichen des Lebensmittelsystems vorantreiben:
  • Kühllager sind im Kommen: Da die Nachfrage nach Lieferdiensten und frischen Lebensmitteln steigt – auch online – könnten Unternehmen, die sowohl Kühlhäuser als auch Langstreckentransporte anbieten, besonders attraktiv sein.
  • Verpackungen ermöglichen Cashflows, unabhängig von Lebensmitteltrends: Etablierte Anbieter von Lebensmittelverpackungen sind eine Möglichkeit, vom wachsenden Markt für Fertiggerichte zu profitieren, ohne vom schwankenden Verbraucherverhalten abhängig zu sein. Große Unternehmen können Innovationen finanzieren, sind rezessionsresistenter und haben einen festen Kundenstamm.
  • Fleischproduzenten bieten eine weltweit konträre Anlagemöglichkeit: Während pflanzliches und im Labor gezüchtetes Fleisch die Schlagzeilen beherrscht, ist die Nachfrage nach alternativem Fleisch rückläufig. Gleichzeitig wird die weltweite Nachfrage nach tierischem Eiweiß bis 2030 voraussichtlich um 14 % steigen.
  • Durch Convenience Food und Lebensmittelsicherheit werden neue Marktchancen eröffnet: Unternehmen in Lateinamerika und Asien werden weiter wachsen, da der Trend zu Convenience Food und einer „westlichen“ Ernährung immer weiter zunimmt. Anleger sollten nach lokalen Unternehmen Ausschau halten, die Grundnahrungsmittel und -getränke mit starker Markentreue und einem hohen logistischen Know-how bieten.
Innovation und Technologie verbessern Produktivität und Nachhaltigkeit Ernährungssicherheit, Nachhaltigkeit des globalen Ernährungssystems und die Preisinflation bei Nahrungsmitteln sind zentrale Themen für Investoren. Zu den wichtigsten Trends gehören:
  • AgTech (Agricultural Technology) ermöglicht kleineren landwirtschaftlichen Betrieben eine intelligentere und nachhaltigere Lebensmittelproduktion: Intelligente Geräte, Sensoren und mobile Apps können die Effizienz, Rentabilität und Nachhaltigkeit von Kleinbetrieben verbessern. Die Präzisionslandwirtschaft, die sich auf künstliche Intelligenz und Auswertung eigener Daten stützt, tut dasselbe für industrielle Großbetriebe.
  • Kulturpflanzenforschung und Futtermittelzusatzstoffe steigern Produktivität und Nachhaltigkeit: Weltweit führende Unternehmen im Bereich der Kulturpflanzenforschung bieten praxisnahe, skalierbare Lösungen zur Förderung der Nachhaltigkeit und Verbesserung der Produktivität. Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und die Verringerung der Treibhausgasemissionen sind entscheidend für ein stärkeres und nachhaltigeres Lebensmittelsystem.
  • Investitionen in Schuldtitel und Beteiligungskapital im Agrarsektor bieten Anlegern ein einzigartiges Engagement und attraktive Anlagemöglichkeiten. Der institutionelle Anteil an landwirtschaftlich genutztem Land nimmt zu, steckt aber noch in den Kinderschuhen: Nur etwa 3 % des landwirtschaftlich genutzten Landes in den USA befinden sich im Besitz von institutionellem Kapital. Direkte landwirtschaftliche Bewirtschaftung und Pachtverträge können Investoren eine stabile Einkommensquelle bieten, während Produktivitätssteigerungen zu Kapitalzuwächsen führen können.
  • Gezüchtetes Fleisch: Obwohl mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Risikokapital in den Markt für gezüchtetes Fleisch geflossen ist, ist er stark fragmentiert und wirtschaftlich unrentabel, und es ist schwer vorherzusagen, welche Unternehmen die Gewinner sein werden. In den kommenden Jahren wird es wahrscheinlich zu einer erheblichen Konsolidierung in diesem Segment kommen.
„Die Transformation des Ernährungssystems ähnelt der des Energiesektors vor zehn Jahren – das gesamte System befindet sich mitten in einem Umbruch“, sagt Jakob Wilhelmus, Director of Thematic Research bei PGIM. „Investoren können davon profitieren, indem sie Unternehmen ausfindig machen, die tatsächlich dazu beitragen, die Produktivität und Nachhaltigkeit entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zu verbessern. Diese Unternehmen sind besser für die komplexen Herausforderungen in der Zukunft gerüstet als solche, die sich nicht anpassen.“

Technologie
Das Metaverse: Reale und digitale Welten verschmelzen bereits

Ein Gastbeitrag von Dina Ting

Auch wenn Aktien aus dem Metaverse-Sektor unter der jüngsten Krise im Technologiesektor gelitten haben, entwickeln sich die Innovationen von Unternehmen und Inhaltsproduzenten weiter. So wurde beispielsweise dem Thema KI (Künstliche Intelligenz) in letzter Zeit enorm viel Beachtung geschenkt.

Allein die Erwähnung von KI in den Earnings Calls hat seit Beginn des Jahres um 75 % zugenommen. Das Thema wird zunehmend global und in immer mehr Branchen diskutiert. Die neue Welle von generativen KI-Systemen wie ChatGPT und DALL-E beruht auf der Nutzung von Deep-Learning-Netzwerken für die innovative Erstellung von Inhalten und die Automatisierung von Arbeitsabläufen. Auch die Investoren richten ihr Augenmerk verstärkt auf diese Technologie, welche bereits reichlich Kapital angezogen hat.

Im vergangenen Jahr haben etwas mehr als 100 auf generative KI ausgerichtete US-Startups 2,6 Milliarden USD an Investitionen angezogen, und die Schätzungen für die Finanzierungsaussichten in diesem Jahr fallen ähnlich aus. Die KI-Technologie ist nicht nur der Schlüssel zum Aufbau und Betrieb des Metaverse, sondern auch ein Bereich, der parallel zu immersiven Technologien zu expandieren scheint. Beide Themen finden zunehmend Anwendung in der Industrie, beispielsweise in den Bereichen Datenanreicherung, Chipdesign, Medikamentenentwicklung und Materialwissenschaften.

Wachstumsraten mit denen des Internets vergleichbar

Die Entwicklung des Metaverse steht zwar noch am Anfang und ist eher lückenhaft, doch das könnte sich schnell ändern. Der gesamte adressierbare Metaverse-Markt könnte gemäß Citi bis 2030 schätzungsweise bis zu fünf Milliarden Nutzer – und damit knapp 63 % der Weltbevölkerung – umfassen und Umsätze zwischen 8 und 13 Billionen USD generieren. Aber bereits vorher werden 25 % der Menschen mindestens eine Stunde täglich im Metaverse verbringen, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner.[4] Um dieses Wachstum und Potenzial richtig einzuordnen: Fast 64 % der Weltbevölkerung nutzen derzeit das Internet, wobei die meisten Nutzer (drei Milliarden) im letzten Jahr auf Asien entfielen.[5]

Natürlich ist das Metaverse-Kontinuum nicht frei von Skeptikern, die fürchten, dass es derzeit mehr Hype als tatsächliche Anwendungsfälle gibt. Zugegeben, der Name „Metaverse“ selbst lässt die Idee surreal erscheinen. Doch selbst jetzt, da die Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, hat sich die Wettbewerbslandschaft bereits verändert. Wir erleben bereits, wie reale und digitale Welten miteinander verschmelzen, indem beispielsweise der Hometrainer im Keller durch die Pyrenäen radelt.

Virtuelle Welten werden realen Einfluss haben

Während die Unterhaltungsmöglichkeiten (Spiele und soziale Kontakte) in den Metaverse-Welten wohlbekannt sind, liegt das weitere Potenzial der Technologie in den Möglichkeiten, die sie der Industrie bietet. Ein Unternehmen, das die Fertigung eines neuen Produkts plant, kann jetzt ausgereiftere Formen der virtuellen Realität (VR) nutzen, um die Konstruktionspläne effizienter und in engerer Zusammenarbeit zu perfektionieren.

Allein in der Automobilindustrie gibt es bereits zahlreiche Einsatzgebiete für das Metaverse. Der deutsche Fahrzeughersteller BMW nutzt für die Anpassung seiner Werke an neue Konstruktionen einen „digitalen Zwilling“, der es ermöglicht, dass sich verschiedene Produktionsstandorte miteinander synchronisieren und wechselseitig von den Ergebnissen profitieren. Und wie es im Slogan von Meta heißt („Das Metaversum mag nur virtuell sein, aber es wird einen realen Einfluss haben“), stellen die erheblichen Einsparungen von Zeit und Produktionskosten für Investoren einen echten Wert dar.

Aber es gibt noch weitere neue Anwendungsfälle: Neurochirurgen der Johns Hopkins University nutzen bereits Augmented Reality, um Wirbelsäulenoperationen durchzuführen. Letztes Jahr hat die National Aeronautics and Space Administration (NASA) einen Wettbewerb zur Programmierung einer Metaverse-Umgebung gestartet, und auch die US Army und die örtlichen Strafverfolgungsbehörden haben ihre Initiativen zur Rekrutierung und Ausbildung in virtuellen Welten ausgeweitet. In Südkorea, einem globalen Zentrum der Innovationskraft, laufen mehrere Regierungs- und Unternehmensinitiativen, darunter das Metaverse Seoul, das Nutzern Zugang zu öffentlichen Diensten ermöglicht, indem es beispielsweise Avataren erlaubt, Termine beim Finanzamt wahrzunehmen.

Zu den Taktgebern des Metaverse-Universum gehören Unternehmen wie Meta. Und natürlich die Plattform selbst. Zu nennen ist auch Roblox oder Riot Games, die einen Bereich schaffen, in dem die Leute spielen und verschiedene Tools nutzen können. Hinzukommen Enabler, die Ermöglicher, wie NVIDIA, die Software entwickelt haben, die es all diesen Unternehmen erlaubt, sowohl in der virtuellen Welt als auch in der realen Welt zusammenzuarbeiten.

Last but not least, die „Payment Enabler“, die im Zahlungsverkehr aktiv sind, weil sich der Handel im Metaverse abspielt. Diese Unternehmen helfen bei der Abwicklung von Zahlungen, unabhängig davon, ob sie dies mit Kryptowährungen durchführen oder ein traditionelles Finanzdienstleistungsunternehmen sind.

Alle diese Bereiche werden sich weiterentwickeln, und jeder wird einen anderen Zugang zum Metaversum haben, was der Zukunft noch mehr spannende Möglichkeiten eröffnet.


Dina Ting, Head of Global Index Portfolio Management, Franklin Templeton ETFs,

Ghostwriting
Doktorarbeiten: Bewertung der Qualität von Ghostwritings

0

Das Schreiben von Texten im Namen einer anderen Person, auch bekannt als Ghostwriting, ist eine Praxis, die häufig in der akademischen Welt angewendet wird, um Doktorarbeiten zu erstellen. Es gibt jedoch Bedenken bezüglich der Qualität solcher von anderen verfassten Doktorarbeiten. Die Bewertung der Qualität solcher Arbeiten stellt eine komplexe Aufgabe dar. In diesem Artikel werden Methoden und Herausforderungen bei der Bewertung der Qualität von von anderen verfassten Doktorarbeiten diskutiert.

Die Vorteile von Ghostwritern für Doktorarbeiten

Ghostwriter für Doktorarbeiten können für einige Studierende von unschätzbarem Wert sein, insbesondere für diejenigen, die Schwierigkeiten haben, ihre Forschungsergebnisse zu organisieren oder ihre Gedanken auf Papier zu bringen. Durch die Zusammenarbeit mit einem professionellen Ghostwriter für Doktorarbeiten können die Studierenden eine qualitativ hochwertige Arbeit abliefern, die ihren akademischen Anforderungen entspricht.

Ein weiterer Vorteil von Ghostwritern Doktorarbeiten besteht darin, dass sie den Studierenden dabei helfen können, ihre Arbeit in kürzerer Zeit abzuschließen. Dies kann für Studierende von Vorteil sein, die in Eile sind oder die ihr Studium beenden möchten.

Darüber hinaus kann die Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter für Doktorarbeiten auch dazu beitragen, dass die Studierenden ihre Forschungsergebnisse auf eine klarere und effektivere Weise präsentieren. Ein erfahrener Ghostwriter kann helfen, die Informationen in einer logischen und leicht verständlichen Weise zu präsentieren, was dazu beitragen kann, dass die Arbeit besser verstanden und akzeptiert wird.

Insgesamt kann die Verwendung von Ghostwritern für Doktorarbeiten für Studierende, die Hilfe benötigen, ein wertvolles Instrument sein. Solange die Arbeit ethisch durchgeführt wird und die Qualität der Arbeit sorgfältig bewertet wird, kann dies zu einer positiven Erfahrung führen.

Methoden zur Bewertung der Qualität von von Dritten geschriebenen Doktorarbeiten

Plagiatsprüfung: Eine Möglichkeit zur Bewertung der Qualität von von Dritten geschriebenen Doktorarbeiten ist die Durchführung einer Plagiatsprüfung. Dazu kann Plagiatsprüfungssoftware genutzt werden, um Textpassagen miteinander zu vergleichen und festzustellen, ob der Text aus Originalarbeit besteht oder aus anderen Quellen kopiert wurde.

Bewertung der Kohärenz: Eine weitere Methode zur Bewertung der Qualität von von Dritten geschriebenen Doktorarbeiten ist die Überprüfung der Kohärenz im Text. Ein erfahrener Gutachter kann den Text auf logische Zusammenhänge, eine klare Argumentation und einen flüssigen Schreibstil prüfen.

Fachliche Expertise: Eine Methode zur Bewertung der Qualität von Doktorarbeiten, bei denen jemand anderer als der Autor den Text verfasst hat, besteht darin, die fachliche Kompetenz des Textes zu prüfen. Ein sachkundiger Gutachter kann beurteilen, ob der Text inhaltlich korrekt und fachlich fundiert ist.

Herausforderungen bei der Bewertung der Qualität von Dissertationen mit heimlichen Autoren

Identifikation von Dissertationen mit heimlichen Autoren: Eine der größten Herausforderungen bei der Bewertung der Qualität von Dissertationen mit heimlichen Autoren besteht darin, sie zu identifizieren. Da es schwierig ist, diese Praxis zu erkennen, ist es auch schwierig, eine genaue Zahl dieser Dissertationen zu ermitteln.

Subjektivität der Bewertung: Die Bewertung der Qualität von Dissertationen mit heimlichen Autoren ist eine subjektive Angelegenheit, da sie von Gutachter zu Gutachter unterschiedlich sein kann. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn verschiedene Gutachter unterschiedliche Bewertungen abgeben.

Begrenzte Zeit: Ein weiteres Hindernis bei der Bewertung der Qualität von Dissertationen mit heimlichen Autoren ist die begrenzte Zeit, die zur Verfügung steht. Gutachter haben oft nur begrenzte Zeit, um eine große Anzahl von Dissertationen zu bewerten, was es schwierig macht, gründlich zu bewerten.

Fazit

Die Bewertung der Qualität von von anderen verfassten Doktorarbeiten ist eine komplexe Aufgabe. Es gibt verschiedene Methoden, um die Qualität der Arbeit zu bewerten, wie beispielsweise eine Überprüfung auf Plagiate, Kohärenz und fachliche Expertise. Jedoch müssen auch Herausforderungen bewältigt werden, wie die Identifizierung von verfassten Doktorarbeiten, die Subjektivität der Bewertung und die begrenzte Zeit. Trotz dieser Herausforderungen ist es wichtig, dass die Bewertung der Qualität von Doktorarbeiten gründlich und objektiv durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass die Standards für akademische Exzellenz eingehalten werden.

Es ist ebenso bedeutsam zu beachten, dass die Beauftragung von Autoren, die im Verborgenen bleiben, um Doktorarbeiten zu verfassen, ein ethisches Problem darstellt. Die akademische Gemeinschaft muss diese Praxis gründlich untersuchen und Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Anstellung von Ghostwritern auf das Minimum beschränkt wird. Eine Bewertung der Qualität von Dissertationen kann dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen, indem sie sicherstellt, dass die Arbeit, die als selbstständige Leistung des Doktoranden präsentiert wird, tatsächlich von ihm selbst verfasst wurde.

Insgesamt erfordert die Bewertung der Qualität von ghostwriteten Doktorarbeiten eine sorgfältige Herangehensweise, die auf einer Kombination von Methoden basiert, um eine genaue Beurteilung zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass diese Beurteilung objektiv und unvoreingenommen erfolgt, um sicherzustellen, dass die Qualität der Arbeit den akademischen Standards entspricht.

Glücksspiel
Ultimative Liste der beliebtesten Spiele in Online- und Offline-Casinos

0

Casinos sind seit jeher beliebte Orte für Menschen, die gerne spielen und ihr Glück versuchen möchten.

Es gibt eine Vielzahl von Spielen, die in Casinos auf der ganzen Welt angeboten werden, sowohl in traditionellen als auch in moderneren Online Casino. Hier stellen wir Ihnen einige der beliebtesten Casino-Spiele vor, damit Sie entscheiden können, welches Spiel das richtige für Sie ist.

Blackjack

Blackjack ist ein Kartenspiel, das in jedem Casino zu finden ist. Das Ziel des Spiels ist es, mit Ihren Karten eine höhere Punktzahl als der Dealer zu erreichen, ohne dabei 21 Punkte zu überschreiten. Jeder Spieler erhält zwei Karten und kann weitere Karten ziehen, um seine Hand zu verbessern. Der Dealer zieht auch Karten und versucht, eine höhere Punktzahl als die Spieler zu erreichen.

Roulette

Roulette ist ein weiteres äußerst beliebtes Spiel in Casinos. Es wird auf einem Tisch mit einem Roulette Rad (auch Kessel genannt) gespielt, in dem eine Kugel kreist. Die Spieler setzen auf eine Zahl oder eine Gruppe von Zahlen und hoffen, dass die Kugel auf ihrem Einsatz landet. Es gibt viele verschiedene Arten von Wetten beim Roulette, einschließlich gerader Wetten, Wetten auf ungerade Zahlen, rot/schwarz, Wetten auf nebeneinanderliegende Zahlen, eine Reihe von Zahlen und viele mehr.

Poker

Poker ist ein beliebtes Kartenspiel, das viele verschiedene Varianten hat. Im Allgemeinen geht es darum, die beste Hand aus fünf Karten zu bilden. Jeder Spieler erhält eine bestimmte Anzahl von Karten und kann Wetten platzieren, um im Spiel zu bleiben. Es gibt viele verschiedene Arten von Poker, einschließlich Texas Hold’em, Omaha, Seven Card Stud und mehr. Wir erklären in diesem Artikel einige Pokervarianten, die Spaß machen können.

Spielautomaten

Spielautomaten, auch oft Slots genannt, sind eine der beliebtesten Arten von Casino-Spielen. Sie sind einfach zu spielen und bieten eine Vielzahl von verschiedenen Themen und Spielen. Der Spieler setzt Geld ein und dreht dann die Walzen, um eine Gewinnkombination zu erhalten.

Bekannt sind die traditionellen Früchteslots, bei denen Kirschen und Zitronen auf den Walzen abgebildet sind. Werden sie in eine Reihe gebracht, gewinnt der Spieler. Heute sind Spielautomaten aber viel komplexer und ähneln Videospielen in ihren Grafiken.

Es gibt viele verschiedene Arten von Spielautomaten, einschließlich klassischer Slots, Video-Slots und progressiver Slots. Es lohnt sich den einen oder anderen Spielautomaten in der Demoversion auszuprobieren.

Baccarat

Baccarat ist ein weiteres Kartenspiel, das in vielen Casinos zu finden ist. Das Ziel des Spiels ist es, eine Hand mit einer höheren Punktzahl als der Dealer zu haben. Es gibt drei mögliche Wetten im Baccarat: Spieler, Banker oder Unentschieden. Der Spieler setzt auf eine der Wetten und dann werden die Karten ausgeteilt.

Craps

Craps ist ein Würfelspiel, das in Casinos sehr beliebt ist. Das Ziel des Spiels ist es, eine bestimmte Punktzahl mit zwei Würfeln zu erreichen. Es gibt viele verschiedene Wetten beim Craps, einschließlich Pass Line Wetten, Don’t Pass Wetten, Come Wetten und Don’t Come Wetten.

Bingo

Bingo ist ein Spiel, das in vielen verschiedenen Formen gespielt werden kann. Im Allgemeinen geht es darum, eine Reihe von Zahlen auf Ihrem Bingo-Schein abzuhaken, wenn sie aufgerufen werden. Der Spieler, der als erster eine bestimmte Anzahl von Zahlen abhakt, gewinnt das Spiel.

Keno

Keno ist ein Lotteriespiel, das in Casinos gespielt werden kann. Die Spieler wählen eine bestimmte Anzahl von Zahlen aus einem Pool von Zahlen aus und hoffen, dass ihre Zahlen gezogen werden. Je mehr Zahlen übereinstimmen, desto höher ist die Auszahlung.

Sic Bo

Sic Bo ist ein weiteres Würfelspiel, das in Casinos zu finden ist. Es wird mit drei Würfeln gespielt und die Spieler setzen auf verschiedene Kombinationen von Würfelergebnissen. Es gibt viele verschiedene Arten von Wetten beim Sic Bo, einschließlich Small Bet, Big Bet und Combination Bet.

Video Poker

Video Poker ist streng genommen kein Poker, sondern eher eine Art von Spielautomat, die auf dem Spiel Poker basiert. Der Spieler erhält fünf Karten und kann entscheiden, welche Karten er behalten und welche er ablegen möchte. Das Ziel ist es, die beste Pokerhand zu bilden und eine Auszahlung entsprechend der Hand zu erhalten.

Pai Gow Poker

Pai Gow Poker in Casinos basiert auf einem traditionellen chinesischen Spiel. Jeder Spieler erhält sieben Karten und muss zwei Pokerhände bilden – eine Fünf-Karten-Hand und eine Zwei-Karten-Hand. Der Spieler muss sicherstellen, dass die Fünf-Karten-Hand eine höhere Punktzahl hat als die Zwei-Karten-Hand. Der Dealer macht dasselbe und der Spieler muss die Hände des Dealers schlagen, um zu gewinnen.

Three Card Poker

Three Card Poker ist ein schnelles Kartenspiel, bei dem jeder Spieler nur drei Karten erhält. Das Ziel des Spiels ist es, eine Hand zu bilden, die höher als die Hand des Dealers ist. Es gibt verschiedene Arten von Wetten, einschließlich Ante und Pair Plus.

Caribbean Stud Poker

Das unheimlich beliebte Caribbean Stud Poker ist ein weiteres Kartenspiel, das ähnlich wie Five Card Stud gespielt wird. Der Spieler erhält fünf Karten und muss eine Hand bilden, die höher ist als die des Dealers. Es gibt auch eine progressive Jackpot-Wette, bei der der Spieler eine zusätzliche Chance hat, einen großen Preis zu gewinnen.

Let It Ride

Bei diesem Pokerspiel erhält jeder Spieler drei Karten. Es gibt auch zwei Gemeinschaftskarten auf dem Tisch. Der Spieler kann dann seine Einsätze erhöhen oder halten, je nachdem, wie stark seine Hand ist. Das Ziel ist es, eine Hand zu bilden, die mindestens ein Paar Zehnen oder höher ist.

Texas Hold’em Bonus

Texas Hold’em Bonus ist eine Variante von Texas Hold’em Poker, die gegen den Dealer gespielt wird. Der Spieler und der Dealer erhalten beide zwei Karten und fünf Gemeinschaftskarten werden aufgedeckt. Der Spieler muss dann seine beste Hand aus seinen beiden Karten und den Gemeinschaftskarten bilden und versuchen, die Hand des Dealers zu schlagen.

Pai Gow Tiles

Pai Gow Tiles ist ein traditionelles chinesisches Spiel, das mit Fliesen gespielt wird, die mit chinesischen Schriftzeichen und Symbolen bedruckt sind. Die Spieler müssen zwei Hände bilden – eine mit drei Fliesen und eine mit zwei Fliesen – und versuchen, die Hand des Dealers zu schlagen.

Red Dog

Bei Red Dog wetten Spieler darauf, dass die dritte Karte, die aus einem Deck gezogen wird, zwischen den Werten der ersten beiden Karten liegt.

War

War ist ein sehr einfaches Spiel, bei dem die höchste Karte gewinnt. Jeder Spieler erhält eine Karte und der Spieler mit der höheren Karte gewinnt den Einsatz.

Wheel of Fortune

Wheel of Fortune ist ein Glücksrad-Spiel, bei dem Spieler auf das Ergebnis eines Spins auf einem großen Rad wetten. Es gibt verschiedene Wettoptionen, einschließlich Wetten auf Farben, Zahlen oder spezielle Symbole.

Pai Gow Poker mit Jackpot

Pai Gow Poker mit Jackpot ist eine Variante von Pai Gow Poker, bei der der Spieler eine zusätzliche Wette platzieren können, um die Chance auf einen progressiven Jackpot-Preis zu haben.

Ultimate Texas Hold’em

Dies ist eine Variante von Texas Hold’em Poker, die gegen den Dealer gespielt wird. Spieler und Dealer erhalten beide zwei Karten und fünf Gemeinschaftskarten werden aufgedeckt. Der Spieler muss dann seine beste Hand aus seinen beiden Karten und den Gemeinschaftskarten bilden und versuchen, die Hand des Dealers zu schlagen.

Es gibt noch viele weitere Casino-Spiele, aber die genannten bieten eine Vielfalt von Optionen für Spieler mit unterschiedlichen Vorlieben und Spielstilen.

Welche Live Casino Spiele gibt es?

Es gibt auch eine Vielzahl von Live-Casino-Spielen, die in Echtzeit gestreamt und mit echten Dealern in Online-Casinos gespielt werden. Diese Spiele sind in Casinos sehr beliebt. Hier sind 15 der beliebtesten Live-Casino-Spiele:

  • Live Blackjack
  • Live Roulette
  • Live Baccarat
  • Live Casino Hold’em
  • Live Sic Bo
  • Live Three Card Poker
  • Live Caribbean Stud Poker
  • Live Dragon Tiger
  • Live Ultimate Texas Hold’em
  • Live Dream Catcher
  • Live Monopoly
  • Live Lightning Roulette
  • Live Deal or No Deal
  • Live Mega Ball
  • Live Crazy Time

Live-Dealer-Spiele bieten Spielern eine authentische Casino-Erfahrung von zu Hause aus. Die Spiele werden von einem echten Dealer geleitet, der das Spiel in Echtzeit über eine Webcam streamt, während die Spieler Wetten platzieren und Entscheidungen treffen können, als wären sie tatsächlich in einem Casino. Live-Casino-Spiele sind eine großartige Option für Spieler, die das Erlebnis eines landgestützten Casinos schätzen, aber die Bequemlichkeit des Online-Spielens bevorzugen.

Im Gegensatz zu Live-Spielen bieten virtuelle Spiele eine schnellere und bequemere Erfahrung, da sie von einem Computerprogramm geleitet werden und keine Wartezeiten auf einen Dealer oder andere Spieler erforderlich sind. Virtuelle Spiele bieten oft auch niedrigere Einsatzlimits und eine größere Auswahl an Spielvarianten.

Letztendlich hängt es von den individuellen Vorlieben des Spielers ab, ob Live-Casino-Spiele oder virtuelle Spiele bevorzugt werden. Einige Spieler bevorzugen die Authentizität von Live-Casino-Spielen, während andere die Bequemlichkeit und Schnelligkeit von virtuellen Spielen schätzen. Es ist ratsam, beide Arten von Spielen auszuprobieren und zu sehen, welche einem besser gefällt.

Fremdenfeindlichkeit
Deutsche Schüler zeigen Hitlergruß in Auschwitz

Chemnitz – In der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz sollen zwei Schüler aus dem sächsischen Leisnig den Hitlergruß gezeigt haben. Gegen die beiden 15-Jährigen ermittele der Staatsschutz wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, berichtet die Jüdische Allgemeine unter Berufung auf eine Mitteilung der Polizeidirektion Chemnitz vom Montag. Die Jugendlichen hätten demnach in den sozialen Medien ein nach bisherigen Erkenntnissen am 4. Mai abends aufgenommenes Foto geteilt. Das Foto zeige vier Jugendliche, von denen zwei den Hitlergruß zeigten, hieß es. In den sozialen Medien wurde Politikern und Medien ein fehlendes Interesse zu dem Vorfall vorgeworfen. „Keine Debatte über „Paschas“, über „gescheiterte Integrationspolitik“, keine Rufe nach Härte, keine Diskussionen über Abschiebung. Keine Talkshows, keine Schlagzeilen, keine Brennpunkte. Keine Wortmeldungen von Polizeigewerkschaftern. Stattdessen: Normalität. Deutsche Normalität“, schrieb etwa der Journalist Stephan Anpalagan mit Bezug zu den fortlaufenden Debatten über Migranten und zu den Forderungen an sie. Anpalagan wuchs als Sohn tamilischer Eltern im Schatten der Anschläge in Solingen, Mölln und der rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen auf. Wie Deutschlandfunk berichtet arbeitet klärt der Kolumnist und Theologe heute professionell auf – mit seinem Beratungsprojekt „Demokratie in Arbeit“.

Türkei-Wahlen 2023
Stichwahl in der Türkei: Wann wird in Deutschland gewählt?

Berlin – Die Präsidentschaftswahlen in der Türkei bleiben weiterhin spannend. Weder der amtierende Präsident noch sein Herausforderer erreichen in der ersten Runde die absolute Mehrheit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan muss sich einer Stichwahl stellen. Die Abstimmung am Sonntag wurde von Washington bis Moskau aufmerksam verfolgt, da Erdoğan mit der stärksten Herausforderung seiner 20-jährigen Herrschaft konfrontiert war. Nach dem vorläufigen Endergebnis kam Erdoğan auf 49,54 Prozent der Stimmen und verfehlte damit nur knapp die für einen eindeutigen Sieg erforderlichen 50 Prozent, wie der Leiter der Obersten Wahlbehörde, Ahmet Yener, am Montag mitteilte. Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu lag mit 44,88 Prozent knapp hinter ihm. Ermutigt durch den Vorsprung in der ersten Runde sagte Erdoğan, er begrüße eine zweite Abstimmung, wenn dies der Wunsch der Wähler sei, und zeigte sich stolz auf die Rekordbeteiligung. „Die Türkei hat wieder einmal bewiesen, dass sie eine der führenden Demokratien der Welt ist“, sagte er am Sitz seiner Partei. Nach Angaben der Wahlbehörde haben 89 Prozent der mehr als 64 Millionen Wahlberechtigten, darunter fast zwei Millionen Wähler aus Übersee, ihre Stimme abgegeben. Am 28. Mai geht es also in die Stichwahl. Wählerinnen und Wähler mit türkischem Pass in Deutschland und anderen Ländern können ihre Stimme bereits zwischen dem 20. und 24. Mai ihre Stimme abgeben.

The Irish Times
Zeitung entschuldigt sich für KI-Artikel

Dublin – Die renommierte irische Tageszeitung Irish Times hat sich für die Veröffentlichung eines Meinungsartikels entschuldigt, der von künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Die Kolumne war der am zweithäufigsten gelesene Artikel der Zeitung und löste eine Debatte im Radio und in den sozialen Medien aus, berichtet Business Insider. Der Herausgeber der Zeitung, Ruadhan Mac Cormaic, sagte, dass es seiner Zeitung „aufrichtig leid tut“, nachdem die Zeitung am Donnerstag den Kommentar mit dem Titel „Irische Frauen sind besessen von künstlicher Bräune“ veröffentlicht hatte. Mac Cormaic sagte, er habe einen „schweren Fehler“ begangen. Eine Meinungskolumne über die problematische Verwendung von künstlicher Bräune durch irische Frauen sei zumindest teilweise von einer künstlichen Intelligenz geschrieben worden. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Mitarbeiterin Adriana Acosta-Cortez nicht um eine ecuadorianische Mitarbeiterin des Gesundheitswesens handelte, die wie angegeben nach Dublin gezogen war. In Wirklichkeit hat sie nie existiert In dem Artikel, der angeblich von der 29-jährigen verfasst wurde, wird behauptet, dass die Verwendung von künstlicher Bräune durch irische Frauen eine kulturelle Aneignung sei. Am Freitag wurde jedoch in Frage gestellt, ob der Name und das Foto der Autorin echt sind. Der Text des Artikels wurde dann entfernt und ersetzt durch: „Der Text dieses Artikels wurde bis zur Überprüfung entfernt“. In einem Leserbrief vom Sonntag erklärte Herr Mac Cormaic, die Zeitung sei Opfer einer „vorsätzlichen Täuschung“ geworden und nehme dies „nicht auf die leichte Schulter“. Er sagte: „Es war ein Vertrauensbruch zwischen der Irish Times und ihren Lesern, und es tut uns aufrichtig leid. „Der Vorfall hat eine Lücke in unseren Verfahren vor der Veröffentlichung aufgezeigt. Wir müssen sie robuster machen – und das werden wir auch. Mac Cormaic fügte hinzu, der Vorfall zeige, welche Herausforderungen der Einsatz künstlicher Intelligenz für Nachrichtenorganisationen mit sich bringe.